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Gerät zur Pflege von Reitböden - Dokument DE102006010879A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006010879A1 13.09.2007
Titel Gerät zur Pflege von Reitböden
Anmelder Gottschlich, Michael, Dr., 83483 Bischofswiesen, DE
Erfinder Gottschlich, Michael, Dr., 83483 Bischofswiesen, DE
DE-Anmeldedatum 09.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006010879
Offenlegungstag 13.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2007
IPC-Hauptklasse E01C 23/088(2006.01)A, F, I, 20060309, B, H, DE
Zusammenfassung Staub ist ein Problem in Reithallen und auf Reitplätzen. Durch organische Inhaltsstoffe werden die Atemwege von Mensch und Tier gereizt, allgergische Reaktionen können ausgelöst werden. Staub stellt darüber hinaus eine Belästigung dar und schädigt technische Installationen.
Bisherige Ansätze zur Staubvermeidung bestehen im Wesentlichen aus verschiedenen Varianten der Bewässerung der Reitböden. Dies ist nicht immer ausreichend, da der Effekt bei Wärme schnell nachlässt und bei Kälte das Wasser zum Gefrieren des Reitbodens führt.
Das Gerät kann selbstfahrend oder als Anbaugerät an ein Fahrzeug ausgebildet sein. Es erzeugt durch Lockerungswerkzeuge (6) ein Partikel-Luftgemisch (10), aus dem durch ein Gebläse (7) flüchtige Partikel (Staub) (13) entfernt werden. Diese werden in einem Behälter (8) zurückgehalten, die Abluft durch einen Filter (9) gereinigt. Die verbleibenden, schwereren Partikel werden wie bisher planiert und ggf. befeuchtet. Dies bedeutet die Reduzierung von Staub ohne die bisherigen Nachteile und ohne zusätzlichen Arbeitsgang.
Pflege von Reitböden.

Beschreibung[de]
Problemstellung:

Als Reitböden kommen Materialien verschiedenen Ursprungs zum Einsatz. Neben mineralischen Böden (Sand, Kies) findet man vor allem pflanzliche Stoffe, in erster Linie Holz als Schnitzel oder Späne sowie Torf und Rinde. Teilweise kommen auch synthetische Materialien, wie Stoff- und Teppichschnitzel, zur Anwendung. Materialmischungen sind möglich.

Alle diese Materialien weisen in Abhängigkeit von ihrer Entstehung einen gewissen Staubanteil auf.

Bearbeitung von Reitböden:

Bedingt durch die Nutzung wird das Material von Reitböden verfrachtet. Es entstehen „Berge" und „Täler". Eine regelmäßige mechanische Bearbeitung mit lockernden und planierenden Werkzeugen ist daher erforderlich.

Alterung von Reitböden:

Alle Reitböden, gleich welcher Art unterliegen durch ihre Nutzung einem Alterungsprozess, der sich im Wesentlichen aus 2 Faktoren bestimmt: Der mechanischen und der biologisch-chemischen Alterung.

Mechanische Alterung:

Durch die Nutzung unterliegen die Materialien der Reitböden im Wesentlichen einem Zerkleinerungsprozess. Bedingt durch das Gewicht der Pferde und die geringe Kontaktfläche der relativ harten, häufig beschlagenen Hufe in Verbindung mit der erzeugten Dynamik werden die verwendeten Materialien zunehmend zerkleinert, sozusagen gemahlen. Das Resultat ist ein zunehmender Anteil an Kleinpartikeln, die als Staub imponieren.

Biologisch-chemische Alterung:

Neben der Zerkleinerung kommt es auch bei sorgfältiger Nutzung unweigerlich zu einem gewissen Eintrag an organischen Materialien in den Reitboden. Dies ist zum Einen Harn, zum anderen Pferdemist, von dem auch beim „Abmisten" Partikel verbleiben. Nicht zu unterschätzen ist über den Zeitraum der Nutzung jedoch auch der Eintrag durch Pferdehaare und -hautschuppen. Durch die oben beschriebenen mechanischen Prozesse werden die genannten Stoffe mit dem Bodenmaterial vermischt und ebenfalls zerkleinert. Gleichzeitig findet in der Bodenschicht ein Abbau der organischen Substanzen durch Mikroorganismen statt. Auch chemische Reaktionen vor allem durch den Pferdeurin werden anstoßen. Die gängige Praxis der Wässerung von Reitböden zur Staubunterdrückung liefert für diese Prozesse zusätzlich das feuchte Milieu.

Problem Staub:

Während bei Reitplätzen im Freien der Staub zumindest teilweise vom Wind verfrachtet wird, stellt er in Reithallen ein erhebliches Problem dar. Meist wird dieses jedoch nur als Komfortproblem wahrgenommen. Bedenkt man jedoch, dass eine Reithalle als Sportstätte anzusehen ist und dass aufgrund ihrer Natur hier sowohl Menschen, als auch Pferde einem hohen Luftumsatz unterliegen zeigt sich, dass der Staub durchaus ein Gesundheitsproblem für Mensch und Tier darstellt. Dies umso mehr, da die Partikel unweigerlich mit einem hohen Anteil an organischen Materialien aus Dung und Haaren versehen sind, und so im Bereich der Luftwege als Allergen anzusehen sind.

Sowohl die Problematik von Atemwegserkrankungen bei Pferden, als auch die Zunahme asthmatischer Krankheiten bei Menschen, nicht zuletzt auch die Häufung von allergischen Hautkrankheiten geben zu denken.

Bisherige Lösungsansätze:

Die derzeit geübten Maßnahmen zur Staubverringerung beschränken sich darauf durch Befeuchten des Reitbodens Staub zu binden und die Tretschicht des Reitbodens in regelmäßigen Abständen zu erneuern, was mit erheblichen Kosten für Entsorgung und Neubeschaffung verbunden ist.

Eigener Lösungsansatz und Vorteile:

Durch die im Patentanspruch nach 1. aufgeführten Merkmale, nämlich das Entfernen von Staubpartikeln bei jedem Bearbeitungsvorgang des Reitbodens, wird ohne nennenswerten Mehraufwand der Anteil flüchtiger Partikel („Staub") mit jedem Durchgang reduziert. Insbesondere Haare und organische leicht schwebende Stoffe werden ausgesondert. Der Effekt besteht in reduzierter Staubbelastung für Mensch und Tier. Es werden bevorzugt gerade die Partikel entfernt, die Allergene tragen. Das Risiko von Atemwegserkrankungen wird verringert. Da das Verfahren kein Wasser benötigt, ist es auch bei großer Kälte einsetzbar, bei der Befeuchtung üblicherweise zu gefrorenem Reitboden führt. Als Nebeneffekt verlängert sich die Standzeit des Reitbodens, was Kostenreduktion bedeutet. Reduziert wird auch der Aufwand für die Reinigung technischer Installationen von Staub.

Im Patentanspruch nach 2. ist eine vorteilhafte Ausgestaltung angegeben. Durch geeignete Regulierung des Luftstromes kann die Saugleistung auf die Beschaffenheit des Reitbodens eingestellt werden. Die übergroße Absaugung von Material wird vermieden

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden beschrieben:

Das Gerät (3) ist entweder mit geeignetem Antrieb und Fahrgestell ausgestattet (selbstfahrend) oder an ein entsprechendes Fahrzeug z.B. Schlepper (1) montiert. Die Zeichnung zeigt die Anbauvariante.

Durch eine aktive oder passive Krümeleinrichtung (6) wird der Boden (2) beim Fahren des Gerätes gelockert und aufgeworfen. Es entsteht ein Partikel-Luft-Gemisch (10). Durch ein entsprechend ausgebildetes Gehäuse (11) wird dieses einschlossen. Eine selbständig oder durch das Trägerfahrzeug (1) angetriebene Turbine (7) erzeugt einen Luftstrom (12). Dieser wird durch Regeleinrichtungen (Drehzahlregler oder Bypass) reguliert. Dies bewirkt, dass Partikel mit bestimmtem Größen-Gewichtsverhältnis („Staub") (13) aus dem Partikel-Luftgemisch (10) abgezogen werden. Sie gelangen in ein Behältnis (8). Die Abluft wird durch ein Filtersystem (9) gereinigt. Die verbliebenen schwereren Partikel fallen zu Boden und können wie gewohnt befeuchtet und geglättet werden (4; 5)


Anspruch[de]
Gerät für die Pflege von Reitböden

Die Erfindung betrifft ein Gerät (3) für die Pflege von Reitböden (2), insbesondere in Reithallen und auf Reitplätzen, wobei das Gerät (3) mittels eines Zug- oder Tragfahrzeugs (1) an das es ankoppelbar ist, oder mittels eines eigenen Fahrantriebs über den Reitboden (2) verfahrbar ist und wobei das Gerät (3) Mittel (4; 5; 6;) zum Lockern, Mischen, Glätten, Krümeln, Befeuchten und oder Verdichten des Reitbodens (2) aufweist. Das neue Gerät (3) ist dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin mindestens eine Vorrichtung zum Entfernen von Schwebstoffen („Staub") aus dem Material des Reitbodens aufweist.
Gerät nach Anspruch 1. bei dem die Vorrichtung zum Entfernen von Staub als Absauggebläse ausgeführt ist. Gerät nach 1. und 2. bei dem der Luftstrom (12) durch geeignete Maßnahmen regelbar ist und damit die Größe der entfernten Teilchen beeinflusst werden kann. Gerät nach 1. und 2. bei dem zumindest ein Lockerungsmittel (6) das Material des Reitbodens (2) aufwirft und damit ein Partikel-Luftgemisch (10) erzeugt. Gerät nach 1.,2. und 4., bei dem zumindest die Lockerungseinrichtung (6) von einem Gehäuse umgeben ist.






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