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Dokumentenidentifikation DE102006011081A1 13.09.2007
Titel Diaphragma für ein Wasserveredelungsmodul
Anmelder Lüdi, Hugues, Hombrechtikon, CH
Vertreter Geitz Truckenmüller Lucht, Patentanwälte, 79098 Freiburg
DE-Anmeldedatum 08.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006011081
Offenlegungstag 13.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2007
IPC-Hauptklasse B01D 61/42(2006.01)A, F, I, 20060308, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B01D 61/52(2006.01)A, L, I, 20060308, B, H, DE   B01D 71/02(2006.01)A, L, I, 20060308, B, H, DE   B01D 71/06(2006.01)A, L, I, 20060308, B, H, DE   C02F 1/469(2006.01)A, L, I, 20060308, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Diaphragma für ein eine Anode und eine Kathode enthaltendes Wasserveredlungsmodul vorgeschlagen. Dabei trennt das Diaphragma den Bereich der Anode von dem Bereich der Kathode, ist für Ionen durchlässig und besteht aus einem elektrisch leitenden Material oder ist mit einem elektrisch leitenden Material beschichtet.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Diaphragma für ein Wasserveredelungsmodul nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Diaphragmen dienen dazu, als permeable Barrieren, Trinkwasserströme in Wasserveredelungsmodulen zu trennen und zu kanalisieren. Sie werden zwischen der Anode und der Kathode eines Wasserveredelungsmoduls angeordnet. Die Wasserveredelungsmodule können ein Teil eines Trinkwasserspenders darstellen. Das Trinkwasser durchströmt den Bereich der Anode und den Bereich der Kathode, wobei der sogenannte Kathodenprozess räumlich und zeitlich getrennt von dem Anodenprozess abläuft.

Die bisher für diesen Zweck eingesetzten Diaphragmen bestehen aus formstabilen Teilen aus einem wasserdurchlässigen Material, welches den elektrischen Strom nicht leitet. Der Ionenfluss durch das Diaphragma wird nur durch die an Anode und der Kathode angelegte Spannung beeinflusst.

Gegenüber den bekannten Diaphragmen hat das erfindungsgemäße Diaphragma den Vorteil, dass es aus einem elektrisch leitenden Material besteht oder mit einem elektrisch leitenden Material beschichtet ist. Ein mit diesem Diaphragma ausgestattetes Wasserveredelungsmodul ist zur Verbesserung der Wasserqualität vorgesehen.

Beispiele für Materialien, aus denen das Diaphragma besteht, sind Keramik mit einem aufgedampften leitfähigen Material oder ein leitfähiges Kunststoff-Flies.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Diaphragma mit einem elektrischen Anschluss ausgestattet, um das Diaphragma an eine Spannungsquelle anzuschließen.

Durch eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist die Stromversorgung des Diaphragmas in den Spannungsregelkreis der Anode und der Kathode integriert und separat ansteuerbar.

Dank der Stromversorgung kann das Potential des Diaphragmas eingestellt werden. Die Potentialdifferenz zwischen der Anode des Wasserveredelungsmoduls und dem Diaphragma einerseits und der Kathode des Wasserveredelungsmoduls und dem Diaphragma andererseits bewirkt eine Beschleunigung der in dem Wasser zwischen der Anode und der Kathode enthaltenen Ionen. Dadurch wird der Ionenfluss zwischen der Anode und der Kathode und dem Diaphragma zusätzlich durch das Diaphragma beeinflusst.

Der Einfluss des Diaphragmas soll ermöglichen, differenziert negative und positive Ionen aus dem Wasser zu eliminieren. Die Stärke des Einflusses des Diaphragmas hängt von der an dem Diaphragma angelegten Spannung ab.

Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein Wasserveredelungsmodul mit einem oben beschriebenen Diaphragma, ein Verfahren zur Wasserveredelung mit einem solchen Wasserveredelungsmodul sowie dem durch ein solches Wasserveredelungsmodul behandeltes Wasser.


Anspruch[de]
Diaphragma für ein eine Anode und eine Kathode enthaltendes Wasserveredelungsmodul, wobei das Diaphragma den Bereich der Anode von dem Bereich der Kathode trennt und für Ionen durchlässig ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma aus einem elektrisch leitenden Material besteht oder mit einem elektrisch leitenden Material beschichtet ist. Diaphragma nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma mit einem elektrischen Anschluss ausgestattet ist um das Diaphragma an eine Spannungsquelle anzuschließen. Diaphragma nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgung des Diaphragmas in den Spannungsregelkreis der Anode und der Kathode des Wasserveredelungsmoduls integriert ist und separat angesteuert werden kann. Diaphragma nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma aus Keramik mit einem aufgedampften leitfähigen Material besteht. Diaphragma nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma aus einem leitfähigen Kunststoff, insbesondere einem Kunststoff-Flies besteht. Wasserveredelungsmodul mit einem Diaphragma nach einem der Ansprüche 1 bis 5. Wasserveredelungsmodul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spannungsregelkreis vorgesehen ist und dass die Stromversorgung des Diaphragmas in den Spannungsregelkreis integriert ist. Verfahren zur Wasserveredelung, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser durch ein Wasserveredelungsmodul nach einem der Ansprüche 6 oder 7 mit einer Anode, mit einer Kathode und einem Diaphragma nach einem der Ansprüche 1 bis 5 geleitet wird. Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass es durch ein Verfahren nach Anspruch 8 unter Verwendung eines Wasserveredelungsmoduls nach einem der Ansprüche 6 oder 7 und unter Verwendung eines Diaphragmas nach einem der Ansprüche 1 bis 5 behandelt wurde.






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