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Dokumentenidentifikation DE102006011084A1 13.09.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Markieren lang gestreckter Objekte
Anmelder Mödder, Manfred, 42579 Heiligenhaus, DE
Erfinder Mödder, Manfred, 42579 Heiligenhaus, DE
Vertreter Albrecht und Kollegen, 45127 Essen
DE-Anmeldedatum 08.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006011084
Offenlegungstag 13.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2007
IPC-Hauptklasse B65C 9/18(2006.01)A, F, I, 20060308, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65C 9/40(2006.01)A, L, I, 20060308, B, H, DE   B65C 9/42(2006.01)A, L, I, 20060308, B, H, DE   B65C 3/02(2006.01)A, L, I, 20060308, B, H, DE   
Zusammenfassung Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Markieren lang gestreckter Objekte (1) wie Kabel (1), Schläuche, Rohre oder dergleichen mit einem vorzugsweise selbstklebenden Etikett (7, 7', 7''). Dabei wird so vorgegangen, dass zunächst das zu markierende Objekt (1) hinsichtlich seines Durchmesser (D) vermessen wird. Anschließend wird das auf einem Trägerband (9) zugeführte Etikett (7, 7', 7'') in Abhängigkeit von dem ermittelten Durchmesser (D) abgelängt. Schließlich wird das vom Trägerband (9) abgehobene Etikett (7, 7', 7'') um das Objekt (1) herumgewickelt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Markieren lang gestreckter Objekte wie Kabel, Schläuche, Rohre oder dergleichen mit einem vorzugsweise selbstklebenden Etikett.

Ein derartiges Verfahren wird im Großen und Ganzen in der EP 1 334 836 A1 beschrieben. Vergleichbare Vorgehensweisen sind aus der Praxis bekannt. Solche Markierungen bzw. aufgebrachte Etiketten dienen dazu, einzelne Kabel von beispielsweise Kabelbäumen für die anschließende Verarbeitung, beispielsweise Verdrahtung oder Verlegung, zu identifizieren. Zwar kann man hier auch mit farbigen Kabelisolierungen arbeiten. Mittlerweile hat jedoch die Anzahl von einzelnen Kabeln in einem Kabelbaum so stark zugenommen, dass eine farbliche Differenzierung kaum noch möglich ist, und zwar auch wegen der manchmal eingeschränkten Beleuchtungsverhältnisse.

Kurz und gut erfordern allgemein Kabel und hier insbesondere Einzelkabel in Kabelbäumen zunehmend eine spezifische Kennzeichnung, um den anschließend bestimmungsgemäßen Einsatz des Kabelbaumes und/oder des jeweiligen Kabels sicherzustellen. Vor vergleichbaren Problemen steht ein Anwender dann, wenn unterschiedliche Schläuche oder auch (Kunststoff-) Rohre zusammengefasst und/oder für verschiedene Verwendungszwecke genutzt werden sollen. Daraus ergeben sich in der Praxis vielfältige Probleme. Denn zum einen sind die lang gestreckten Objekte von ihren Durchmessern her völlig unterschiedlich gestaltet. Zum anderen werden spezifische Etiketten benötigt.

Diesem Anforderungsprofil hat man in der Praxis bisher dadurch Rechnung getragen, dass die Markierung der lang gestreckten Objekte bzw. Kabel, Schläuche oder Rohre jeweils einzeln – meistens manuell – vorgenommen worden ist. Hierbei kommen jeweils verschiedene Etiketten zum Einsatz, die bereitgestellt und bevorratet werden müssen. Das ist sowohl ergonomisch als auch wirtschaftlich nachteilig.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Verfahren und eine zugehörige Vorrichtung zum Markieren lang gestreckter Objekte der eingangs beschriebenen Ausführungsform so weiter zu entwickeln, dass eine maschinelle Markierung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Durchmesserbereiche und verschieden gestalteter Etiketten gelingt.

Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum Markieren lang gestreckter Objekte wie Kabel, Schläuche, Rohre oder dergleichen mit einem vorzugsweise selbstklebenden Etikett mit folgenden Verfahrensschritten:

  • – das zu markierende Objekt wird hinsichtlich seines Durchmessers vermessen;
  • – das auf einem Trägerband zugeführte Etikett wird in Abhängigkeit von dem ermittelten Durchmesser des zu markierenden Objektes abgelängt;
  • – das vom Trägerband abgehobene Etikett wird um das Objekt herumgewickelt.

In diesem Zusammenhang hat es sich weiter bewährt, wenn das zu markierende Objekt bzw. die mehreren zu markierenden Objekte an einer Markierungsstelle respektive in der Nähe hiervon eingespannt wird, wobei gleichzeitig sein Durchmesser erfasst wird. Das heißt, die an dieser Stelle vorgesehene Spannvorrichtung dient gleichzeitig als Messvorrichtung für den Durchmesser des Objektes und umgekehrt. Das erreicht die Erfindung im Detail dadurch, dass die Spannvorrichtung in der Regel über zwei abstandsveränderliche Spannzangen verfügt, die je nach dem Durchmesser des zu markierenden Objektes an dieses angelegt werden. Wenn man den Weg der Spannzangen bei diesem Vorgang misst, kann in Verbindung mit deren Ausgangsposition auf den Durchmesser des fraglichen Objektes rückgeschlossen werden. Das geschieht meistens in einer ohnehin realisierten Steuereinrichtung, welche beispielsweise den Spannzangen zugeordnete Wegmessgeber bzw. Wegsensoren ausliest und entsprechend auswertet.

Das Etikett selbst kann auf das Trägerband aufgebracht, aufgedruckt oder sonst wie mit diesem verbunden werden. Tatsächlich umfasst die Erfindung jedwede Art von Etiketten, so beispielsweise auch eine farbige Beschichtung einer auf das Trägerband aufgebrachten Transparentfolie, einen Aufdruck auf die Transparentfolie, eine Prägung der Transparentfolie usw.. Meistens sind wenigstens Trägerband und hierauf befindliche Transparentfolie realisiert, wobei die Transparentfolie ihrerseits das beispielsweise aufgeklebte Etikett als weiteren Bestandteil trägt oder das Etikett auf die Transparentfolie als Farbdruck, Buchstabendruck, Prägung etc. direkt aufgebracht worden ist. In diesen sämtlichen Fällen gibt die Größe der abgelängten Transparentfolie die Größe des Etiketts vor bzw. entspricht ihr.

In jedem Fall lässt sich die Transparentfolie und folglich das hierauf definierte Etikett von dem Trägerband trennen. Dazu sieht die Erfindung beispielhaft eine scharfe Spendekante vor, über die das Trägerband inklusive aufgebrachter (Transparent-)Folie geführt wird. Bei diesem Vorgang löst sich die Transparentfolie und mit ihr das Etikett von dem Trägerband und kann in Anlage an das zu markierende Objekt gebracht werden. Nun ist es lediglich noch erforderlich, das solchermaßen vom Trägerband abgehobene Etikett um das Objekt herumzuwickeln. Dazu steht in der Regel eine Wickelvorrichtung zur Verfügung, welche mit wenigstens zwei gegenüberliegenden Wickelrollen ausgerüstet ist. Zumeist sind an dieser Stelle zwei gegenüberliegende Wickelrollenpaare realisiert, die im Vergleich zu einer mit der Längsachse des Objektes zusammen fallenden Drehachse rotieren und auf diese Weise das Etikett respektive die Transparentfolie im Ganzen um das Objekt herumwickeln.

Wie bereits erläutert, kann das Etikett ein abgelängter Bestandteil der insgesamt mit dem Trägerband durchlaufenden Transparentfolie mit variablen Außenabmessungen sein oder separat auf die Transparentfolie aufgebracht werden. In jedem Fall ist es erforderlich, das Etikett respektive die Transparentfolie im Ganzen von seiner bzw. ihrer Länge her an den Durchmesser des zu markierenden lang gestreckten Objektes anzupassen. Dazu wird der bereits erfasste Durchmesser des Objektes herangezogen. Auf diese Weise können unterschiedlich gestaltete und/oder bemessene Etiketten verarbeitet werden, und zwar in Abhängigkeit von der Art des zu markierenden Objektes und/oder dessen Durchmesser und/oder externen Vorgaben, beispielsweise einer Farbvorgabe, einem aufzubringen Text, einer Prägung etc..

Tatsächlich ist die Erfindung bspw. in der Lage, auf dem Trägerband hintereinander ganz unterschiedlich gestaltete Etiketten gleicher oder verschiedener Größe zu bevorraten. Dadurch können u.a. differierende Einzelkabel eines Kabelsatzes peau a peau mit den jeweils zugehörigen Etiketten in der richtigen Reihenfolge ausgerüstet werden, die zudem den gegebenenfalls wechselnden Durchmesserverhältnissen Rechnung tragen. Das mag nach einem vorgegebenen Programmablauf geschehen, welcher in der Steuereinrichtung abgelegt ist und beispielsweise extern über eine Tastatur oder sonst wie ein- respektive vorgegeben werden kann. Das heißt, die Erfindung ermöglicht die Verarbeitung völlig verschiedener Etiketten, die von ein und demselben Trägerband getragen und bevorratet werden, und zwar nach den von außen einzustellenden Vorgaben. Hinzu kommt, dass die Etiketten erst auf dem Trägerband prozessiert und definiert werden, so dass die beschriebene vollkommene Flexibilität gegeben ist.

Das erreicht die Erfindung u.a. dadurch, dass die obligatorische Schneidvorrichtung zum Ablängen der Etiketten respektive der sie aufnehmenden Transparentfolie lediglich die Transparentfolie auf die gewünschte Länge bringt, das zumeist darunter befindliche Trägerband jedoch nicht tangiert bzw. nicht durchschneidet. Dadurch ist die bereits angesprochene scharfe Spendekante in der Lage, das abgelängte Etikett bzw. die zugehörige abgelängte Transparentfolie von dem Trägerband zu trennen, welches unverändert weitertransportiert wird, um das nächste Etikett respektive die nächste Transparentfolie für das nächste zu markierende Objekt zuzuführen. Das solchermaßen von den Etiketten bzw. der Transparentfolie befreite Trägerband kann anschließend aufgewickelt und einer Wiederverwendung zugeführt oder schlicht und ergreifend entsorgt werden. Dabei versteht es sich ferner, dass kein Bestandteil der Transparentfolie bzw. der Etiketten ungenutzt bleibt. Hierfür sorgt u.a. eine Zuführeinrichtung, welche das Trägerband inklusive darauf befindlicher Transparentfolie und Etikett transportiert. Das besorgt die Steuereinrichtung, welche die Zuführeinrichtung entsprechend beaufschlagt, bspw. in der Weise, dass das Trägerband ggf. über die Schneidkante zurückgeführt wird, um das nachfolgende Etikett einwandfrei ablösen zu können.

Im Ergebnis werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Markieren lang gestreckter Objekte wie Kabel, Schläuche, Rohre oder dergleichen zur Verfügung gestellt, die eine maschinelle Etikettierung mit einer unverlierbaren Markierung ermöglichen. Das heißt, es sind bewusst keine manuellen Arbeitsschritte mehr erforderlich. Durch die eingesetzte Wickelvorrichtung wird ferner eine gleichmäßige Wicklung erreicht.

Dadurch, dass die Erfindung üblicherweise eine Transparentfolie oder allgemein eine Kunststofffolie mit dem darauf aufgebrachten oder darauf definierten Etikett einsetzt, kann das zu markierende Objekt mit einem Markierungswickel versehen werden, welcher aus ein, zwei oder noch mehr Wicklungen besteht und folglich besonders fest und quasi unverlierbar an dem Objekt aufgrund des vorzugsweise selbstklebenden Charakters der Folie haftet. Dennoch kann das regelmäßig innen liegende und damit geschützte Etikett problemlos abgelesen und für die Identifizierung des Objektes eingesetzt werden.

Das alles gelingt unter Berücksichtigung der Möglichkeit, ganz unterschiedliche Etiketten verarbeiten zu können. Ja selbst ein- oder mehrfarbige Gestaltungen sind denkbar. In diesem Zusammenhang schlägt die Erfindung weiter vor, die beschriebene Vorrichtung mit einem Drucker zu kombinieren, bei dem es sich um einen Thermotransferdrucker und/oder auch einen Tintenstrahldrucker handeln kann. Mit dessen Hilfe wird das Etikett beschriftet und dann auf die Transparentfolie aufgebracht, sofern es sich hierauf nicht schon von vornherein befindet. Es ist aber auch möglich, die Transparentfolie unmittelbar mit der Beschriftung respektive dem Farbauftrag zu versehen. Dann liegt quasi ein Siebdruckfeld auf der Transparentfolie vor. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:

1 Die erfindungsgemäße Vorrichtung ausschnittsweise in einer Rückansicht beim Einführen des zu markierenden lang gestreckten Objektes,

2 das Trägerband im Detail,

3 den Gegenstand nach 1 in einer Frontansicht, und

4 die Wickelvorrichtung in Rückansicht im Detail.

In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Markieren lang gestreckter Objekte 1 wie Kabel 1, Schläuche, Rohre oder dergleichen dargestellt. Tatsächlich handelt es sich bei dem Kabel 1 um ein Einzelkabel eines Kabelsatzes, was jedoch nicht einschränkend zu verstehen ist. In der Rückansicht nach 1 erkennt man, dass dieses Einzelkabel bzw. Kabel 1 in eine Messvorrichtung 2 eingeführt wird, die gleichzeitig als Spannvorrichtung 2 fungiert. Das heißt, es handelt sich um eine kombinierte Mess-/Spannvorrichtung 2.

Mit Hilfe dieser kombinierten Mess-/Spannvorrichtung 2 wird das lang gestreckte Objekt bzw. Kabel 1 einerseits fixiert und andererseits hinsichtlich seines Durchmessers D vermessen. Zu diesem Zweck verfügt die kombinierte Mess-/Spannvorrichtung 2 über zwei Spannzangen 3, welche im Beispielfall mit Hilfe von Spindeltrieben 4 oder vergleichbaren Linearstellelementen 4 beidseitig an das Kabel 1 angelegt werden. Dabei werden die Linearstellelemente 4 jeweils um einen bestimmten Betrag verfahren, welcher zu der in 2 dargestellten geschlossenen Position der Spannzangen 3 ins Verhältnis gesetzt werden kann.

Mit Hilfe von den Spannzangen 3 bzw. den Linearstellelementen 4 zugeordneten und lediglich angedeuteten Wegsensoren 5 kann nun der besagte Durchmesser D ermittelt werden. Dazu sind die Wegsensoren 5 an eine Steuereinrichtung 6 angeschlossen, welche den Durchmesser D des zu markierenden Kabels 1 ermittelt.

Zur Markierung des Kabels 1 dient ein in der 2 zu erkennendes Etikett 7, welches seinerseits auf eine Transparentfolie 8 im Beispielfall aufgebracht ist. Die Transparentfolie 8 ist selbstklebend ausgeführt und wird von einem Trägerband 9 als Basis getragen. Selbstverständlich kann das Etikett 7 auch als bestimmter Bereich der Transparentfolie 8 definiert werden, stellt also nicht notwendigerweise ein separates Element dar. Jedenfalls bilden das Trägerband 9, die Transportfolie 8 und das Etikett 7 ein fortlaufendes Band, welches insgesamt bearbeitet und prozessiert wird.

Das Etikett 7 lässt sich mit Hilfe eines lediglich angedeuteten Druckkopfes 10 eines Thermotransferdruckers oder auch eines Tintenstrahldruckers bedrucken, welcher seinerseits von der Steuereinrichtung 6 entsprechend beaufschlagt wird. Denn in dieser Steuereinrichtung 6 findet sich eine Programmfolge, welche den Aufdruck für das jeweilige Etikett 7 vorgibt. Man erkennt in der 2 insgesamt drei verschiedene Etiketten 7, 7' und 7'', die mit unterschiedlichen Aufdrucken je nach Vorgabe durch die Steuereinrichtung 6 versehen sind und auch unterschiedliche Abmessungen im Bedarfsfall aufweisen können.

Im Rahmen des Ausführungsbeispiels sind die Grundkörper der dargestellten Etiketten 7, 7', 7'' gleich ausgeführt. Es unterscheiden sich lediglich die die Etiketten 7, 7' und 7'' tragenden zugehörigen Transparentfolien 8, 8' und 8'', nämlich in ihrer zugehörigen Länge L, L' und L''. Diese unterschiedlichen Längen L, L' und L'' werden ebenfalls von der Steuereinrichtung 6 vorgegeben und tragen dem zuvor gemessenen und gegebenenfalls unterschiedlichen Durchmesser D der einzelnen Kabel 1 Rechnung. Je nach diesem Durchmesser D (und der Anzahl der gewünschten Wickel auf dem Kabel 1) sorgt die Steuereinrichtung 6 in Verbindung mit einer von ihr angesteuerten Schneidvorrichtung 11 dafür, dass die unterschiedlichen Längen L, L' und L'' der Trägerbandfolie 8, 8' und 8'' eingestellt werden.

Dazu taucht die als Schneidmesser ausgeführte Schneidvorrichtung 11 so weit in die Transparentfolie 8, 8' und 8'' ein, dass nicht das darunter befindliche Trägerband 9 in Mitleidenschaft gezogen wird bzw. zerschnitten wird. Hierdurch stehen vor dem anschließenden Vorgang des Markierens unterschiedliche Transparentfolienstücke 8, 8' und 8'' mit wechselnden Längen L, L' und L'' zur Verfügung, die anschließend auf zugehörige und variierende Kabel 1 zu deren Markierung aufgewickelt werden.

Nachdem das auf dem Trägerband 9 zugeführte Etikett 7, 7' und 7'' bedruckt und die zugehörige Transparentfolie 8, 8' und 8'' in Abhängigkeit von dem ermittelten Durchmesser D des zu markierenden Kabels 1 abgelängt worden ist, wird das jeweilige Etikett 7, 7' und 7'' zusammen mit der zugehörigen Transparentfolie 8, 8' und 8'' von dem Trägerband 9 abgehoben. Dazu verfügt die dargestellte Vorrichtung über eine (scharfe) Spendekante 12, deren Arbeitsweise man am besten in der 3 erkennt. Hier sieht man, wie das Trägerband 9 mit Hilfe einer von der Steuereinrichtung 6 beaufschlagten Zuführeinrichtung 13 über die besagte Spendekante 12 im Gegenuhrzeigersinn geführt wird und sich hierbei die jeweilige Transparentfolie 8, 8' und 8'' mit dem darauf befindlichen Etikett 7, 7' und 7'' ablöst.

Das Etikett 7, 7' und 7'' inklusive Transparentfolie 8, 8' und 8'' berührt bei diesem Vorgang das zu markierende Kabel 1 und haftet an diesem infolge des selbstklebenden Charakters der Transparentfolie 8, 8' und 8'' an. Im Anschluss daran sorgt eine ebenfalls an die Steuereinrichtung 6 angeschlossene Wickelvorrichtung 14 dafür, dass das jeweilige Etikett 7, 7' und 7'' inklusive zugehöriger Transparentfolie 8, 8' und 8'' um das jeweils zu markierende Kabel 1 herumgelegt wird.

Zu diesem Zweck verfügt die Wickelvorrichtung 14 im Ausführungsbeispiel über zwei sich gegenüberliegende Wickelrollenpaare 15, die sich bei diesem Vorgang an das Kabel 1 von außen anlegen und das Etikett 7, 7' und 7'' inklusive zugehöriger Transparentfolie 8, 8' und 8'' um das Kabel 1 herumwickeln, indem die Wickelvorrichtung 14 um eine Drehachse 16 rotiert, welche im Wesentlichen mit der Längsachse des zu markierenden Objektes bzw. Kabels 1 zusammenfällt (vgl. die zugehörigen Pfeile in 1 und 4). Auf diese Weise lassen sich unterschiedlich gestaltete und/oder bemessene Etiketten 7, 7' und 7'' verarbeiten, und zwar in Abhängigkeit von der Art des zu markierenden Objektes 1 und/oder dessen Durchmessers D und/oder externen Vorgaben, die über die Steuereinrichtung 6 aufgrund einer dortigen Eingabe berücksichtigt werden.


Anspruch[de]
Verfahren zum Markieren lang gestreckter Objekte (1) wie Kabel (1), Schläuche, Rohre oder dergleichen mit einem vorzugsweise selbstklebenden Etikett (7, 7', 7'') mit folgenden Verfahrensschritten:

1.1) das zu markierende Objekt (1) wird hinsichtlich seines Durchmessers (D) vermessen;

1.2) das auf einem Trägerband (9) zugeführte Etikett (7, 7' 7'') wird in Abhängigkeit von dem ermittelten Durchmesser (D) abgelängt;

1.3) das vom Trägerband (9) abgehobene Etikett (7, 7', 7'') wird um das Objekt (1) herumgewickelt.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu markierende Objekt (1) an einer Markierungsstelle eingespannt und gleichzeitig sein Durchmesser (D) erfasst wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (7, 7', 7'') auf das Trägerband (9) aufgebracht, aufgedruckt oder sonst wie mit diesem verbunden wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (7, 7', 7'') als Bestandteil einer Transparentfolie (8, 8', 8'') ausgebildet ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (7, 7', 7'') und/oder die Transparentfolie (8, 8', 8'') zusammen mit dem sie aufnehmenden Trägerband (9) über eine Spendekante (12) geführt und hierbei von dem Trägerband (9) abgelöst wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedlich gestaltete und/oder bemessene Etiketten (7, 7', 7'') verarbeitet werden, und zwar in Abhängigkeit von der Art des zu markierenden Objektes (1) und/oder dessen Durchmessers (D) und/oder externen Vorgaben. Vorrichtung zum Markieren lang gestreckter Objekte (1) wie Kabel (1), Schläuche, Rohre oder dergleichen, mit einem vorzugsweise selbstklebenden Etikett (7, 7', 7''), mit einer Messvorrichtung (2) zur Ermittlung des Durchmessers (D) des Objektes (1), ferner mit einer Schneidvorrichtung (11), um das auf einem Trägerband (9) zugeführte Etikett (7, 7', 7'') in Abhängigkeit vom Durchmesser (D) des Objektes (1) abzulängen, und mit einer Wickelvorrichtung (14), welche das vom Trägerband (9) abgehobene Etikett (7, 7', 7'') um das Objekt (1) herumlegt. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung (2) gleichzeitig als Spannvorrichtung (2) für das Objekt (1) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelvorrichtung (14) wenigstens zwei gegenüberliegende Wickelrollen (15) aufweist, die im Vergleich zu einer mit der Längsachse des Objektes (1) zusammen fallenden Drehachse (16) rotieren und auf diese Weise das Etikett (7, 7', 7'') um das Objekt (1) herumwickeln. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung (6) vorgesehen ist, welche wenigstens die Größe und/oder Gestalt der Etiketten (7, 7', 7'') vorgibt.






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