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Dokumentenidentifikation DE102006011158A1 13.09.2007
Titel Fahrzeugluftreifen
Anmelder Continental Aktiengesellschaft, 30165 Hannover, DE
Erfinder Kraus, Martin Josef, 30167 Hannover, DE;
Mazur, Heinz-Bernhard, 30900 Wedemark, DE
DE-Anmeldedatum 10.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006011158
Offenlegungstag 13.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2007
IPC-Hauptklasse B60C 15/06(2006.01)A, F, I, 20060310, B, H, DE
Zusammenfassung Fahrzeugreifen - insbesondere Fahrzeugluftreifen - mit einem Laufstreifen, mit einem radial innerhalb des Laufstreifens ausgebildeten Wulstbereich mit Wulstkern zur Sicherung des Fahrzeugreifens auf einer korrespondierend ausgebildeten Sitzfläche einer Felge - insbesondere mit radial außerhalb des Wulstkerns ausgebildeten Kernreiter - und mit einer Wulstverstärkungslage (10), die in dem Befestigungsbereich ausgebildet ist, wobei die Wulstverstärkungslage (10) sich über den Umfang des Fahrzeugreifens erstreckt und mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten, in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass radial innerhalb des Wulstkerns (6) ein weiterer - insbesondere über den gesamten Umfang des Fahrzeugreifens erstreckter -Wulstverstärkungsstreifen (16) ausgebildet ist, der sich in axialer Richtung über die gesamte axiale Erstreckung des Wulstkerns (6) erstreckt und der zu beiden axialen Außenseiten des Wulstkerns (6) jeweils nach radial außen umgeschlagen ist, wobei der erste Umschlag sich bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X und der zweite Umschlag bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X erstreckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugreifen – insbesondere Fahrzeugluftreifen – mit einem Laufstreifen, mit einem radial innerhalb des Laufstreifens ausgebildeten Wulstbereich mit Wulstkern zur Sicherung des Fahrzeugreifens auf einer korrespondierend ausgebildeten Sitzfläche einer Felge – insbesondere mit radial außerhalb des Wulstkerns ausgebildetem Kernreiter – und mit einer Wulstverstärkungslage, die in dem Befestigungsbereich ausgebildet ist, wobei die Wulstverstärkungslage über den Umfang des Fahrzeugreifens erstreckt und mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger ausgebildet ist.

Derartige Fahrzeugreifen sind beispielsweise aus der EP 1174289 A2 und aus der EP 1129870 B1 bekannt. Die Ausbildung ermöglicht zwar die Nutzung großer Vorteile bezüglich der hohen Zugfestigkeit in Umfangsrichtung im Nahbereich zur Sitzfläche des Fahrzeugreifens auf der Felge, wodurch eine hohe Sitzsicherheit erzielt werden kann. Dennoch ist die Herstellung dieser Fahrzeugreifen mit Wulstverstärkungslage, die neben der um den Wulstkern umgeschlagenen Karkasse im fertigen Reifenzustand zusätzlich zum Wulstkern und dem Kernreiter angeordnet und wenigstens einen spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger aufweist, schwierig. Die spiralige Wicklung muss entweder im torusförmig aufgebauten Rohlingszustand erfolgen oder ein Aufbau muss bei herkömmlichem flachem Aufbau auf einer Aufbautrommel erfolgen, wobei dann entgegen den Zugkräften der Festigkeitsträger die flach aufgespulte Wulstverstärkungslage bei der anschließenden Bombierung des Reifenrohlings mit erhoben werden muss. In beiden Fällen besteht die Gefahr einer Trennung von Wulstkern/Kernreiter und Wulstverstärker einerseits und Wulstverstärker und Karkasse andererseits. Die Zugkräfte und damit bedingte Einschnürungen belasten auch das umgebende Material, so dass auch zwischen diesem und dem Wulstkern ungewünschte Scherwirkungen und eventuelle Beschädigungen auftreten können. Daher ist erhöhter Aufwand erforderlich, um Beschädigungen zu vermeiden bzw. um zu verhindern, dass eventuell beschädigte Reifenrohlinge vulkanisiert werden. Darüber hinaus können die in Umfangsrichtung gewickelten Festigkeitsträger der Wulstverstärkungslage in allen Belastungszuständen mit hohen Zugkräften während der Herstellung und während des Betriebes des Fahrzeugreifens in das Gummimaterial des Wulstkerns einschneiden. Dies erfordert einen großen zusätzlichen Aufwand zur Reduzierung des Risikos von Beschädigungen und zur sicheren Auslese eventuell beschädigter Fahrzeugreifen. Eine eventuell beabsichtigte Trennung der unter diesen Belastungen zusammengewachsenen Bauteile ist sowohl vor als auch nach der Vulkanisation kaum – und wenn nur mit großem Aufwand – möglich.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde mit einfachen Mitteln und hoher Zuverlässigkeit einen Fahrzeugreifen – insbesondere Fahrzeugluftreifen – mit einem Laufstreifen, mit einem radial innerhalb des Laufstreifens ausgebildeten Wulstbereich mit Wulstkern zur Sicherung des Fahrzeugreifens auf einer korrespondierend ausgebildeten Sitzfläche einer Felge – insbesondere mit radial außerhalb des Wulstkerns ausgebildetem Kernreiter – und mit einer Wulstverstärkungslage, die in dem Befestigungsbereich ausgebildet ist, wobei die Wulstverstärkungslage über den Umfang des Fahrzeugreifens erstreckt und mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger ausgebildet ist, zu schaffen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Ausbildung eines Fahrzeugreifens – insbesondere Fahrzeugluftreifens – mit einem Laufstreifen, mit einem radial innerhalb des Laufstreifens ausgebildeten Wulstbereich mit Wulstkern zur Sicherung des Fahrzeugreifens auf einer korrespondierend ausgebildeten Sitzfläche einer Felge – insbesondere mit radial außerhalb des Wulstkerns ausgebildetem Kernreiter – und mit einer Wulstverstärkungslage, die in dem Befestigungsbereich ausgebildet ist, wobei die Wulstverstärkungslage über den Umfang des Fahrzeugreifens erstreckt und mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger ausgebildet ist, gemäß den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst, bei dem radial innerhalb des Wulstkerns wenigstens ein weiterer – insbesondere über den gesamten Umfang des Fahrzeugreifens erstreckter – Wulstverstärkungsstreifen ausgebildet ist, der sich in axialer Richtung über die gesamte axiale Erstreckung des Wulstkerns erstreckt und der zu beiden axialen Außenseiten des Wulstkerns jeweils nach radial außen umgeschlagen ist, wobei der erste Umschlag sich bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X und der zweite Umschlag bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X erstreckt.

Durch den Wulstverstärkungsstreifen kann der Wulstkern und die Karkasse vor ungewünscht hohen zwischen Karkasse und Wulstkern wirkenden Belastungen, die über die Zugspannungen der Wulstverstärkungslage und der Karkasse induziert werden können, geschützt werden. Hierdurch wird der Wulstbereich vor unerwünschten Folgen durch zu hohe Zugspannungen der Festigkeitsträger der Wulstverstärkungslage besser geschützt. Risiken der Beschädigung aufgrund der durch die Zugspannungen induzierten hohen Belastung können sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb des Fahrzeugreifens hierdurch reduziert werden.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 2, wobei sowohl die radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X als auch die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X radial außerhalb des radialen Abstandes der radial äußeren Erstreckung des Wulstkerns vom Felgeneckpunkt X ausgebildet ist. Dies ermöglicht eine vollständige, zuverlässige Schutzwirkung bis in den kritischen Übergangsbereich zwischen Reifenseitenwand und Wulstkern.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 3, wobei der erste Umschlag axial benachbart zur Wulstverstärkungslage ausgebildet ist. Hierdurch wird erreicht, dass der Wulstverstärkungsstreifen sehr zuverlässig ungewünschte Belastungen, die durch sehr hohe Zugkräfte von den Festigkeitsträgern der Wulstverstärkungslage in die benachbarten Wulstbereiche induziert werden aufnimmt und das Risiko von Beschädigungen weiter reduziert. Dies kann besonders sicher und zuverlässig durch die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 4 gewährleistet werden, bei der der erste Umschlag in direktem Berührkontakt zur Wulstverstärkungslage ausgebildet ist.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 5, wobei der erste Umschlag zumindest radial innerhalb des Wulstkerns in direktem Berührkontakt zum Wulstkern ausgebildet ist. Dies ermöglicht einen besonders zuverlässigen Schutz des Wulstkerns bei Sicherstellung einer vergleichmäßigten Krafteinleitung in den Wulstkern.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 6, wobei der erste Umschlag in direktem Berührkontakt zum Wulstkern und zum Kernreiter ausgebildet ist. Dies ermöglicht einen besonders zuverlässigen Schutz sowohl des Wulstkerns als auch des Kernreiters bei Sicherstellung einer zuverlässigen vergleichmäßigten Krafteinleitung in den Wulstkern.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 7, wobei der zweite Umschlag in direktem Berührkontakt zum Wulstkern und zum Kernreiter ausgebildet ist. Dies ermöglicht einen besonders zuverlässigen Schutz sowohl des Wulstkerns als auch des Kernreiters bei Sicherstellung einer zuverlässigen vergleichmäßigten Krafteinleitung in den Wulstkern.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 8, wobei der erste Umschlag auf der axialen Innenseite des Wulstkerns im Fahrzeugreifen angeordnet ist. Hierdurch kann in einfacher Weise eine sichere Trennung der Karkasse vom Wulstkern in diesem Bereich des Wulstes und eine Vergleichmäßigung der Kräfte zwischen Karkasse und Wulstkern sowie zwischen Wulstverstärkungslage und Wulstkern ermöglicht werden. Der untere Wulstbereich kann in einfacher Weise zur Verminderung der durch die Reifeneinfederung bedingten Kräfte und kinematischen Änderungen in diesem Wulstbereich versteift werden.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 9, wobei der erste Umschlag zwischen der Wulstverstärkungslage und dem Wulstkern ausgebildet ist. Der untere Wulstbereich kann auf diese Weise besonders einfach und zuverlässig zur Verminderung der durch die Reifeneinfederung bedingten Kräfte und kinematischen Änderungen in diesem Wulstbereich versteift werden. Direkt oder indirekt können die Kräfte im unteren Wulstbereich zwischen Karkasse und Wulstverstärkungslage, zwischen Karkasse und Wulstkern und zwischen Wulstverstärkungslage und Wulstkern vergleichmäßigt werden.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 10, wobei die Wulstverstärkungslage zwischen dem ersten Umschlag und dem Wulstkern ausgebildet ist. Der untere Wulstbereich kann auf diese Weise besonders einfach und zuverlässig zur Verminderung der durch die Reifeneinfederung bedingten Kräfte und kinematischen Änderungen in diesem Wulstbereich versteift werden. Direkt oder indirekt können die Kräfte im unteren Wulstbereich zwischen Karkasse und Wulstverstärkungslage, zwischen Karkasse und Wulstkern und zwischen Wulstverstärkungslage und Wulstkern vergleichmäßigt werden.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 11, wobei die Wulstverstärkungslage zwischen dem ersten Umschlag eines ersten Verstärkungsstreifens und dem ersten Umschlag eines zweiten Verstärkungsstreifens ausgebildet ist. Hierdurch wird weiter die im Festigkeitsträger der Wulstverstärkungslage geleistete Arbeit reduziert. Darüber hinaus kann dauerhaft die Karkasse von der Wulstverstärkungslage getrennt werden. Die beiden Verstärkungsstreifen wirken wie eine Schutzkappe, die die Verstärkungslage von Karkasse und Wulstkern mit gegebenenfalls Kernreiter sicher und schützend trennt. Hierdurch ist ein maximaler Schutz vor „wandernden" Festigkeitsträgern oder Elementen von Festigkeitsträgern aus der Verstärkungslage bei Herstellung und im Betrieb des Fahrzeugreifens möglich.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 12, wobei der weitere Wulstverstärkungsstreifen aus einer Lage von in Kautschuk oder Gummi eingebetteten – insbesondere textilen – Festigkeitsträgern ausgebildet ist. dies ermöglicht eine geringe Schichtdicke des Wulstverstärkungsstreifens, eine Vereinfachung der Konfektionierbarkeit und eine Reduktion der Kosten.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 13, wobei die Festigkeitsträger unter einen Steigungswinkel von 35 ° bis 55 ° zur Umfangsrichtung des Reifens verlaufend ausgebildet sind. Dies dient einer dauerhaften, sich über das Reifenleben erstreckenden Trennung der Bauteile und einer dauerhaften Vergleichmäßigung der eingeleiteten Kräfte beim Durchlaufen der Bodenaufstandsfläche.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 14, wobei die Wulstverstärkungslage mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger ausgebildet ist, wobei der Festigkeitsträger ein in Umfangsrichtung segmentiert ausgebildeter Festigkeitsträger ist.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 15, wobei die Wulstverstärkungslage mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger ausgebildet ist, wobei in einem ersten radial inneren Erstreckungsbereich des Verstärkungsmaterials ein kontinuierlich und in Umfangsrichtung durchgehend ausgebildeter Festigkeitsträger gewickelt ist und bei dem in einem zweiten radial äußeren Erstreckungsbereich des Verstärkungsmaterials ein in Umfangsrichtung segmentiert ausgebildeter Festigkeitsträger gewickelt ist. Hierdurch kann die Konfektionierbarkeit verbessert und eine Vergleichmäßigung des Kordabstandes im radial äußeren Bereich des Verstärkungsmaterials zur Sicherung eines hohen Qualitätsstandards gewährleistet werden.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 16, wobei der Festigkeitsträger der Wulstverstärkungslage ein metallischer Festigkeitsträger ist. Dies ermöglicht die Aufnahme und Vergleichmäßigung besonders hoher Zugkräfte.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 17, bei dem wenigstens eine Karkassenlage – insbesondere radialer Bauart – mit parallelen in Kautschuk- oder Gummimaterial eingebetteten Festigkeitsträgern um den Wulstkern umgeschlagen ausgebildet ist, wobei der Wulstverstärkungsstreifen außerdem zwischen der Karkassenlage und dem Wulstkern angeordnet ist. Der Wulstverstärkungsstreifen trennt schützend den Wulstkern von der Karkasse auch unterhalb des Wulstkerns in dem Bereich, in dem der Reifen im Betriebszustand auf der Felge aufsitzt.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 18, wobei die Karkasse mit ihrem Hauptteil in der Reifenseitenwand zwischen Reifenschulter und der radialen Innenseite des Wulstkerns sich radial nach innen erstreckt und dabei im radialen Erstreckungsbereichs des Wulstkerns und – insbesondere des Kernreiters – entlang der axialen Innenseite des Wulstkerns und – insbesondere des Kernreiters – verlaufend ausgebildet ist und wobei die Karkasse mit ihrem Umschlag entlang der axialen Außenseite des Wulstkerns und – insbesondere des Kernreiters – nach radial außen erstreckt ausgebildet ist.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 19, wobei der Umschlag der Karkasse auf der Oberfläche des Kernreiters endet mit einem Abstand von größer Null zum Hauptteil der Karkasse. Hierdurch kann die Reifenhaltbarkeit weiter verbessert werden.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung gemäß den Merkmalen von Anspruch 20, wobei die Festigkeitsträger der Karkassenlage Monofilamente oder Multifilamente aus textilen oder metallischem Material – insbesondere aus Stahl – sind. Hierdurch kann sehr individuell über das Zug-Dehnungs-Profil der Festigkeitsträger den jeweiligen reifenspezifischen Anforderungen erfüllt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden an Hand der in den 1 bis 21 dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Darin zeigen

1: Querschnittsdarstellung eines Nutzfahrzeugluftreifens für Steilschulterfelgen in einer Querschnittsebene, die die Reifenachse beinhaltet,

2: vergrößerte Schnittdarstellung des radial inneren Seitenwandbereichs des Fahrzeugluftreifens von 1 im montierten, unbelasteten Betriebszustand auf einer Steilschulterfelge,

3: alternative Ausbildung des radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens mit zweiteiligem Kernreiter ebenfalls in Schnittdarstellung,

4: alternative Ausbildung des in 2 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

5: alternative Ausbildung des in 3 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

6: weitere alternative Ausbildung des in 2 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

7: alternative Ausbildung des in 3 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

8: weitere alternative Ausbildung des in 2 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

9: alternative Ausbildung des in 3 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

10: weitere alternative Ausbildung des in 8 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

11: alternative Ausbildung des in 9 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

12: alternative Ausbildung des in 9 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

13: weitere alternative Ausbildung des in 2 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

14: weitere alternative Ausbildung des in 13 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

15: weitere alternative Ausbildung des in 14 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

16: Querschnittsdarstellung eines Nutzfahrzeugluftreifens für Schrägschulterfelgen in einer Querschnittsebene, die die Reifenachse beinhaltet,

17: vergrößerte Schnittdarstellungen des radial inneren Seitenwandbereichs des Fahrzeugluftreifens von 16 im montierten, unbelasteten Betriebszustand auf einer Schrägschulterfelge in Analogie zu dem in 2 am Fahrzeugluftreifen auf einer Steilschulterfelge dargestellten Ausführungsbeispiel,

18: weitere alternative Ausbildung des in 17 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

19: weitere alternative Ausbildung des in 17 dargestellten radial inneren Seitenwandbereichs eines Fahrzeugluftreifens ebenfalls in Schnittdarstellung,

20a: Querschnittsdarstellung eines Fahrzeugluftreifens für Personenkraftwagen mit Tiefbettfelge in einer Querschnittsebene, die die Reifenachse beinhaltet, in Analogie zu dem in 2 am Nutzfahrzeugluftreifen auf einer Steilschulterfelge dargestellten Ausführungsbeispiel,

20b: Vorkonfektionierbares Kernbauteil für die Herstellung des Fahrzeugluftreifens von 20a,

21a: Querschnittsdarstellung eines Fahrzeugluftreifens für Motorräder oder Motorroller mit Tiefbettfelge in einer Querschnittsebene, die die Reifenachse beinhaltet, in Analogie zu dem in 2 am Nutzfahrzeugluftreifen auf einer Steilschulterfelge dargestellten Ausführungsbeispiel,

21b: Vorkonfektionierbares Kernbauteil für die Herstellung des Fahrzeugluftreifens von 21a.

1 und 2 zeigen einen Nutzfahrzeugluftreifen in einem auf einer korrespondierenden Felge montierten, unbelasteten Betriebszustand. Zur Vereinfachung wurde in 2 auf die Darstellung der korrespondierenden Felge verzichtet.

1 zeigt schematisch den Nutzfahrzeugluftreifen im Querschnitt, wobei im Wulstbereich auch eine Steilschulterfelge, die eine Neigung der Felgenschulter zur Axialen A von 15° und ein Tiefbett aufweist, angedeutet ist. Von den Bauteilen des Nutzfahrzeugluftreifens sind ein Laufstreifen 2, eine Karkasseinlage 3, ein mehrlagiger Gürtel 8, eine insbesondere doppellagige Innenschicht 4, zwei Seitenwände 5 und an jeder Seitenwand je ein Wulstkern 6, ein Kernprofil (oder auch Kernreiter genannt) 7, ein Wulstband 9 und ein zusätzliches als Wulstaußenprofil ausgebildetes Gummiprofil 15 zwischen Seitenwand 5 und Kernprofil 7 dargestellt. Die Karkasseinlage 3 weist insbesondere Stahlkorde als Festigkeitsträger auf, die im rechten Winkel bzw. im Wesentlichen im rechten Winkel zur Umfangsrichtung des Reifens und somit in radialer Richtung R des Reifens verlaufen. Der Wulstkern 6 besteht aus Stahlkorden, das radial außerhalb des Wulstkernes 6 angeordnete und auf diesem sitzende Kernprofil 7 besteht aus einer Gummimischung mit einem hohen Elastizitätsmodul und kann auch – wie beispielsweise in 3 dargestellt – mehrteilig ausgeführt sein und somit aus Gummimischungen unterschiedlicher Elastizitätsmoduli bestehen.

Wie in 2 dargestellt ist, erstreckt sich die Karkasseinlage 3 mit ihrem Hauptteil 3a vom Gürtel her kommend nach radial innen durch die Seitenwand entlang der axial inneren Seite des Kernreiters 7 und des Wulstkerns 6, ist unter Bildung eines Zwischenabschnitts 3c auf der radial inneren Seite des Wulstkernes 6 um den Wulstkern 6 nach axial außen herumgeführt und um den Wulstkern 6 nach radial außen herumgeschlagen und erstreckt sich mit ihrem Umschlag 3b auf der axialen Außenseite des Wulstkernes 6 und des Kernreiters 7 in direktem Berührkontakt zum Kernreiter 7 bis in einen radialen Abstand HU vom Felgeneckpunkt X.

Auf der axialen Innenseite des Kernreiters 7 ist zwischen Kernreiter 7 und dem Hauptteil 3a der Karkasse 3 eine Wulstverstärkungslage 10 ausgebildet. Die Wulstverstärkungslage 10 erstreckt sich dabei von einer radial inneren Position im radialen Abstand HI zum Felgeneckpunkt X bis zu einer radial äußeren Position im radialen Abstand HA vom Felgeneckpunkt X. Die Wulstverstärkungslage 10 ist aus einem in Umfangsrichtung über den gesamten Reifen erstreckten, in einer Gummimischung eingebetteten, von radial innen beginnend bei der radialen Höhe HI nach radial außen bis zur radialen Höhe HA erstreckt spiralig aufgewickelten, kontinuierlichen Festigkeitsträger 11 ausgebildet. Die Wulstverstärkungslage 10 ist dabei längs ihrer radialen Erstreckung in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasseinlage 3.

Für das Maß HI gilt: HKB ≤ HI ≤ HKR, wobei HKB den radialen Abstand vom Felgeneckpunkt X angibt, in dem der Wulstkern 6 seine maximale Breite BKMax in axialer Richtung des Fahrzeugluftreifens gemessen aufweist, und HKR den radialen Abstand vom Felgeneckpunkt X angibt, der dem maximalen radialen Abstand der radial äußeren Mantelfläche des Wulstkernes 6 zum Felgeneckpunkt X entspricht.

In einem für Nutzfahrzeugluftreifen mit Steilschulter typischen Ausführungsbeispiel ist beispielsweise HU = 35mm gewählt und 9,0 mm ≤ HKR ≤ 28,0 mm.

In 1 ist auch der radiale Abstand HGB zum Felgeneckpunkt X vom Felgeneckpunkt eingetragen, der die breiteste Stelle des montierten Nutzfahrzeugluftreifens im Betriebszustand angibt.

In 2 ist die in den dargestellten Schnittebenen im radialen Abstand HU vom Felgeneckpunkt X des Lagenendes des Karkassumschlags 3b der Karkasseinlage 3 berührende Senkrechte L zum Hauptteil der Karkasse 3a eingezeichnet. Der Schnittpunkt (Lotfußpunkt) dieser Senkrechten L zum Hauptteil der Karkasse 3a weist einen radialen Abstand HLF zum Felgeneckpunkt X auf. Die Wulstverstärkungslage 10 erstreckt sich nach radial außen bis in den radialen Abstand HA vom Felgeneckpunkt X, wobei für HA gilt: (0,65 HLF) ≤ HA ≤ (1,5 HLF).

Das Wulstaußenprofil 15 erstreckt sich von einer radialen Position mit radialem Abstand vom Felgeneckpunkt X der kleiner ist als der Abstand HU bis zu einer radialen Position mit radialem Abstand vom Felgeneckpunkt X der größer ist als der Abstand HA.

Wie in den 1 und 2 dargestellt ist, ist radial innerhalb des Wulstkerns 6 wenigstens ein weiterer über den gesamten Umfang des Fahrzeugreifens erstreckter Wulstverstärkungsstreifen 12 ausgebildet, der sich in axialer Richtung über die gesamte axiale Erstreckung des Wulstkerns 6 erstreckt und der zu beiden axialen Außenseiten des Wulstkerns 6 jeweils nach radial außen umgeschlagen ist, wobei der erste Umschlag sich bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X und der zweite Umschlag bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X erstreckt.

Der Wulstverstärkungsstreifen 12 ist dabei mit seinem ersten Umschlag im radial inneren Bereich der Wulstverstärkungslage 10 ausgehend von der radialen Erstreckungshöhe HF1vom Felgeneckpunkt X zwischen Wulstverstärkungslage 10 und Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zum Kernreiter 7 und zur Wulstverstärkungslage 10 erstreckt, auf der radial inneren Seite des Wulstkern 6 in direktem Berührkontakt zum Wulstkern 6 eng um den Wulstkern 6 gelegt und auf der axialen Außenseite des Wulstkerns nach radial außen bis in die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X zwischen dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zu dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 erstreckt ausgebildet. Der Wulstverstärkungsstreifen 12 ist aus textilen Festigkeitsträgern 13 bekannter Art, beispielsweise aus einer oder mehreren Lagen von in Kautschuk oder in Gummi eingebetteten parallel zueinander angeordneten textilen Korden aus Monofilamenten oder Multifilamenten ausgebildet. Beispielsweise sind die textilen Festigkeitsträger aus einem multifilamentigen Kord der Konstruktion 940 × 2 aus Polyamid, Polyester oder aus Polyolefin bekannter Art ausgebildet. Die Festigkeitsträger 13 sind dabei unter einem Steigungswinkel von 35 ° bis 55 ° zur Umfangsrichtung des Reifens verlaufend ausgebildet.

In einer alternativen Ausführung ist der Wulstverstärkungsstreifen 12 aus einem mit Kautschuk oder Gummi beschichteten Gewebe aus textilen Korden 13 ausgebildet, beispielsweise aus einem Kreuzgewebe mit Leinwand-, Köper- oder Atlasbindung bekannter Art.

Für die radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X des ersten Umschlags und für die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X des zweiten Umschlags gilt: HF1 > HI, HF1 < HA und HF2 < HU. Beispielsweise ist HF2 so ausgebildet, dass (10,0 mm) ≤ HF2 ≤ (30,0 mm).

In einem Ausführungsbeispiel ist die Differenz &Dgr;H1 zwischen HF1 und HI, die das Maß der Überlappung der Wulstverstärkungslage 10 und des Wulstverstärkungsstreifens 12 darstellt, so gewählt, dass für &Dgr;H1 = (HF1 – HI) gilt: (5mm) ≤ &Dgr;H1 ≤ (45mm). In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist beispielsweise &Dgr;H1 = 15mm gewählt.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die radiale Erstreckungshöhe HF1 des zusätzlichen Verstärkungsstreifen 12 auf der axialen Innenseite des Wulstkernes 6 im Fahrzeugluftreifen größer gewählt wie die radiale Erstreckungshöhe HF2 zum Felgeneckpunkt X auf der axialen Außenseite des Wulstkernes 6.

Dabei gilt HKR < HF2 < HU und HF2 > HI. Beispielsweise ist HF1 ≥ HF2 gewählt.

3 zeigt eine alternative Ausbildung eines derartig ausgebildeten Nutzfahrzeugluftreifens zum Einsatz auf einer Steilschulterfelge im montierten und unbelasteten Zustand auf einer korrespondierend ausgebildeten Steilschulterfelge bekannter Art. Die Ausbildung entspricht der in 2 dargestellten Ausführung, wobei anders als in 2 der Kernreiter 7 mehrteilig aus mindestens zwei Gummimischungen unterschiedlicher Elastizitätsmoduli ausgebildet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Kernreiter zweiteilig aus zwei Gummimischungen unterschiedlicher Elastizitätsmoduli ausgebildet.

Der Festigkeitsträger 11 ist in den dargestellten Ausführungsbeispielen ein gummierter mono- oder mehrfilamentiger Stahlkord, der verseilt oder geflochten ist. Der Kord 11 der Wulstverstärkungslage 10 ist in einer Ausführung ein Kord der Konstruktion (2 + 6) oder (3 + 7) oder (3 + 9), der in einer Ausführung gewendelt oder mit einer Wendel umschlagen ist.

In den dargestellten Ausführungsbeispielen liegt die radiale Erstreckung HA radial innerhalb der radial äußeren maximalen Erstreckung des Kernreiters 7.

In einem Ausführungsbeispiel ist HI beispielsweise 10 bis 25 mm groß gewählt. In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist HI beispielsweise 15 mm groß gewählt.

In einem Ausführungsbeispiel ist die Differenz &Dgr;H2 zwischen HA und HLF, so gewählt, dass für &Dgr;H2 = (HA – HLF) gilt: (– 15 mm) ≤ &Dgr;H2 ≤ (+ 23 mm). In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist beispielsweise &Dgr;H2 = 7 mm gewählt.

4 zeigt eine alternative Ausführung zu der in 2 dargestellten Ausführung und 5 zeigt eine alternative Ausführung zu der in 3 dargestellten Ausführung, wobei die den Ausführungen der 4 und 5 gegenüber den Ausführungen der 2 und 3 lediglich hinsichtlich der Wulstverstärkungslage 10 geändert ist. Die Wulstverstärkungslage 10 ist bei diesen Ausführungsbeispielen aus einem radial inneren Erstreckungsbereich, ausgehend von der radial inneren Erstreckungsposition der Wulstverstärkungslage 10 im radialen Abstand HI vom Felgeneckpunkt X bis zu einem radialen Abstand HW vom Felgeneckpunkt X mit darin kontinuierlich von radial innen nach radial außen spiralig gewickeltem Festigkeitsträger 11 ausgebildet. In einem radial äußeren Erstreckungsbereich, der sich radial zwischen der Position im radialen Abstand HW zum Felgeneckpunkt X und der radial äußeren Erstreckungsposition der Wulstverstärkungslage 10 im radialen Abstand HA vom Felgeneckpunkt X erstreckt, ist der Festigkeitsträger 11 in Umfangsrichtung des Reifens in regelmäßigen Abständen segmentiert ausgebildet. Dabei ergibt sich in Umfangsrichtung des Reifens jeweils zwischen dem Ende des einen Umfangssegmentes und dem Anfang des nächsten Umfangssegmentes ein Umfangsspalt 14. Die Segmentierung ist dabei so gewählt, dass der Umfangsspalt 14 durch ein Festigkeitsträgersegment der nächsten Windung überbrückt wird.

In 6 und 7 ist jeweils eine zu der in 4 bzw. 5 dargestellten Ausführung alternativ ausgebildete Ausführung dargestellt, bei der jedoch der Festigkeitsträger 11 der Wulstverstärkungslage 10 jeweils im gesamten radialen Erstreckungsbereich der Wulstverstärkungslage 10 segmentiert ausgebildet ist.

8 zeigt eine weitere alternative Ausführung zu der am Beispiel von dem in 2 dargestellten Ausführung und 9 zeigt eine alternative Ausführung zu der am Beispiel von dem in 3 dargestellten Ausführung, wobei der Wulstverstärkungsstreifen 12 dabei mit seinem ersten Umschlag im radial inneren Bereich der Wulstverstärkungslage 10 ausgehend von der radialen Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X zwischen Wulstverstärkungslage 10 und dem Hauptteil 3a der Karkasse 3 in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasse 3 und zur Wulstverstärkungslage 10 und radial innerhalb der radialen Erstreckungshöhe HI vom Felgeneckpunkt X in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasse 7 und zum Wulstkern 6 erstreckt, auf der radial inneren Seite des Wulstkern 6 in direktem Berührkontakt zum Wulstkern 6 eng um den Wulstkern 6 gelegt und auf der axialen Außenseite des Wulstkerns nach radial außen bis in die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X zwischen dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zu dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 erstreckt ausgebildet ist.

Diese Ausbildung ist in weiterer Ausführung auch in Verbindung mit den anderen dargestellten oder beschriebenen Ausführungen beispielsweise in Verbindung mit der in den 4 oder 5 dargestellten Ausführungen möglich.

In 10 und 11 ist jeweils eine zu der in 8 bzw. 9 dargestellten Ausführung alternativ ausgebildete Ausführung dargestellt, bei der jedoch der Festigkeitsträger 11 der Wulstverstärkungslage 10 jeweils im gesamten radialen Erstreckungsbereich der Wulstverstärkungslage 10 segmentiert ausgebildet ist. 12 zeigt eine derartige Ausführung, die analog der in 5 dargestellten Ausführung mit Wulstverstärkungslage 10 ausgebildet ist, deren Festigkeitsträger 11 nur im radial inneren Erstreckungsbereich kontinuierlich und im radial äußeren Erstreckungsbereich segmentiert ausgebildet ist.

13 zeigt eine weitere alternative Ausführung, die besonders für Hochlastreifen geeignet ist, zu der am Beispiel von dem in 2 dargestellten Ausführung, wobei der Wulstverstärkungsstreifen 12 aus einer inneren Lage 12a und einer äußeren Lage 12b besteht. Der erste Umschlag der inneren Lage 12a erstreckt sich bis in eine radiale Erstreckungshöhe H'F1 vom Felgeneckpunkt X und der zweite Umschlag bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X erstreckt. Die innere Lage 12a des Wulstverstärkungsstreifens 12 ist dabei mit ihrem ersten Umschlag im radial inneren Bereich der Wulstverstärkungslage 10 ausgehend von der radialen Erstreckungshöhe H'F1 vom Felgeneckpunkt X zwischen Wulstverstärkungslage 10 und Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zum Kernreiter 7 und zur Wulstverstärkungslage 10 erstreckt, auf der radial inneren Seite des Wulstkerns 6 in direktem Berührkontakt zum Wulstkern 6 eng um den Wulstkern 6 gelegt und auf der axialen Außenseite des Wulstkerns nach radial außen bis in die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X zwischen dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zu dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 erstreckt ausgebildet. Die äußere Lage 12b des Wulstverstärkungsstreifens 12 ist mit ihrem ersten Umschlag im radial inneren Bereich der Wulstverstärkungslage 10 ausgehend von der radialen Erstreckungshöhe H''F1 vom Felgeneckpunkt X zwischen Wulstverstärkungslage 10 und dem Hauptteil 3a der Karkasse 3 in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasse 3 und zur Wulstverstärkungslage 10 und radial innerhalb der radialen Erstreckungshöhe HI vom Felgeneckpunkt X in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasse 3 und zur inneren Lage 12a des Wulstverstärkungsstreifens 12 erstreckt. In einer – in 13 dargestellten Ausführung – endet die äußere Lage 12b auf der radial inneren Seite des Wulstkerns 6 auf der radial inneren Lage 12a. In einer weiteren nicht dargestellten Ausführung erstreckt sich die radial äußere Lage 12b in direktem Berührkontakt zur radial inneren Lage 12a eng um den Wulstkern 6 gelegt und auf der axialen Außenseite des Wulstkerns nach radial außen bis beispielsweise in die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X zwischen dem Karkassenumschlag 3b und der radiale inneren Lage 12a in direktem Berührkontakt zu dem Karkassenumschlag 3b und der radial inneren Lage 12a.

Die radiale Erstreckungshöhe H'F1 vom Felgeneckpunkt X des ersten Umschlags der inneren Lage 12a, sowie die radiale Erstreckungshöhe H''F1 vom Felgeneckpunkt X des ersten Umschlags der äußeren Lage 12b sind dabei so gewählt, dass gilt: Omm ≤ (H'F1 – H''F1) ≤ 11 mm.

Die Festigkeitsträger 13a der inneren Lage 12a als auch die Festigkeitsträger 13b der äußeren Lage 12b sind unter einem Steigungswinkel von 35 ° bis 55 ° zur Umfangsrichtung des Reifens verlaufend ausgebildet. In einem Ausführungsbeispiel sind die Festigkeitsträger 13a der inneren Lage 12a dabei mit einem in Umfangsrichtung U des Fahrzeugreifens entgegengesetzt gerichteten Steigungsverlauf zur Umfangsrichtung U ausgebildet als die Festigkeitsträger 13b der äußeren Lage 12b. In einer anderen Ausführung sind die Festigkeitsträger 13a der inneren Lage 12a dabei mit einem in Umfangsrichtung U des Fahrzeugreifens gleichgerichteten Steigungsverlauf zur Umfangsrichtung U ausgebildet wie die Festigkeitsträger 13b der äußeren Lage 12b.

Darüber hinaus gelten auch hier die oben genannten Angaben für die Bemaßung und das Material.

Auch wenn nicht durch weitere Figuren dargestellt, sind diese Ausbildungen jeweils auch in weiteren Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den bereits weiter oben dargestellten oder beschriebenen Ausführungen beispielsweise in Verbindung mit einem zweiteiligen Kernreiter und/oder in Verbindung mit einer Wulstverstärkungslage 10 mit zum Teil segmentiertem Festigkeitsträger 11, wie im Zusammenhang mit den Ausführungen zu den 3 bis 12 dargestellt bzw. beschrieben ausgebildet.

In 15 ist beispielsweise eine Ausführung dargestellt, bei der der Festigkeitsträger 11 der Wulstverstärkungslage 10 jeweils im gesamten radialen Erstreckungsbereich der Wulstverstärkungslage 10 segmentiert ausgebildet ist. 14 zeigt eine derartige Ausführung, bei der der Festigkeitsträger 11 der Wulstverstärkungslage 10 nur im radial inneren Erstreckungsbereich kontinuierlich und im radial äußeren Erstreckungsbereich segmentiert ausgebildet ist.

Auch wenn die oben dargestellten Ausführungsbeispiele jeweils an hand von Nutzfahrzeugluftreifen mit Steilschulterfelge in den 1 bis 15 dargestellt wurden, sind all diese Ausführungen in weiteren analogen Ausführungen auch bei Nutzfahrzeugluftreifen mit Schrägschulterfelgen ausgebildet.

16 bis 19 zeigen jeweils einen derartigen Nutzfahrzeugluftreifen für eine Schrägschulterfelge in einem auf einer korrespondierenden Felge montierten, unbelasteten Betriebszustand.

16 zeigt schematisch den Nutzfahrzeugluftreifen im Querschnitt, wobei im Wulstbereich auch eine Schrägschulterfelge, die eine Neigung der Felgenschulter zur Axialen A von 5° und ein Flachbett aufweist, angedeutet ist. Die Bezeichnungen der Bauteile sowie die Bezeichnungen der Bemaßungen sind hierbei identisch zu denen in 1. Der grundsätzliche Aufbau des Nutzfahrzeugreifens entspricht dem bereits im Zusammenhang mit den 1 bis 15 erläuterten Aufbau und den in deren Zusammenhang dargelegten unterschiedlichen Ausführungsbeispielen.

Anstelle der in den 16 bis 19 dargestellten einteiligen Kernreiter wird in anderen – nicht dargestellten Ausführungen – ein mehrteiliger z.B. zweiteiliger Kernreiter eingesetzt. Anstelle der in 17 dargestellten Ausbildung mit Wulstverstärkungslage 10 mit kontinuierlich gewickeltem Festigkeitsträger 11 wird in der in 18 dargestellten Ausführung analog zu den Erläuterungen zu 4 eine Wulstverstärkungslage 10 mit im radial inneren Erstreckungsbereich kontinuierlich und im radial äußeren Erstreckungsbereich segmentiert gewickeltem Festigkeitsträger 11 mit Umfangslücken 14 und in der in 19 dargestellten Ausführung analog zu den Erläuterungen zu 6 eine Wulstverstärkungslage 10 mit über ihren gesamten radialen Erstreckungsbereich segmentiert gewickeltem Festigkeitsträger 11 mit Umfangslücken 14 eingesetzt.

In einem für Nutzfahrzeugluftreifen mit Schrägschulter typischen Ausführungsbeispiel ist der radialen Abstand HU vom Felgeneckpunkt X, bis zu dem sich der Umschlag 3b der Karkasse erstreckt, größer gewählt als bei einem Nutzfahrzeugluftreifen mit Steilschulter. In einem für Nutzfahrzeugluftreifen mit Schrägschulter typischen Ausführungsbeispiel ist HU beispielsweise so gewählt, dass: 45mm ≤ HU ≤ 75mm.

Wie in 17 beispielhaft am analog zu 2 dargestellten Ausführungsbeispiel zu erkennen ist, erstreckt sich auch hier die Wulstverstärkungslage 10 nach radial außen bis in den radialen Abstand HA vom Felgeneckpunkt X, wobei für HA bei einem Nutzfahrzeugluftreifen mit Schrägschulter gilt: (0,65 HLF) ≤ HA ≤ (1,3 HLF).

In einem Ausführungsbeispiel eines Nutzfahrzeugluftreifens mit Schrägschulter ist die Differenz &Dgr;H1 zwischen HF1 und HI, die das Maß der Überlappung der Wulstverstärkungslage 10 und des Wulstverstärkungsstreifens 12 darstellt, so gewählt, dass für &Dgr;H1 = (HF1 – HI) gilt: (5 mm) ≤ &Dgr;H1 ≤ (32 mm). In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist beispielsweise &Dgr;H1 = 20 mm gewählt.

In einem Ausführungsbeispiel eines Nutzfahrzeugluftreifens mit Schrägschulter ist die Differenz &Dgr;H2 zwischen HA und HLF, so gewählt, dass für &Dgr;H2 = (HA – HLF) gilt: (– 22mm) ≤ &Dgr;H2 ≤ (+ 22mm). In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist beispielsweise &Dgr;H2 = 12mm gewählt.

In einem Ausführungsbeispiel eines Nutzfahrzeugluftreifens mit Schrägschulter gilt ebenfalls für die radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X des ersten Umschlags und für die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X des zweiten Umschlags: HF1 > HI, HF1 < HA und HF2 < HU. Beispielsweise ist HF2 so ausgebildet, dass (10mm) ≤ HF2 ≤ (30mm). HF1 kann beispielsweise bis zu 55mm groß sein.

Der Wulstkern 6 der oben genannten Ausführungsbeispiele ist beispielsweise – wie in den dargestellten Ausführungsbeispielen gemäß 2 bis 15 gezeigt – ein Wulstkern 6 mit im Wesentlichen pentagonalem Querschnitt. In einer anderen Ausführung ist der Wulstkern 6 – wie in den dargestellten Ausführungsbeispielen gemäß 1, 16 bis 19 – ein Wulstkern mit im Wesentlichen hexagonalem Querschnitt mit beispielsweise – wie in 1 dargestellt – zum Teil abgeflachten Ecken. In weiterer, nicht dargestellter, alternativer Ausführung ist der Wulstkern 6 in alternativen Querschnittsformen bekannter Art beispielsweise in runder, ovaler, elliptischer oder sonstiger für die Ausbildung eines Wulstkerns geeigneter polygonaler Querschnittsform ausgebildet.

Auch wenn die Ausbildung mit Wulstverstärkungslage 10 und Wulstverstärkungsstreifen 12 bislang nur im Zusammenhang mit Nutzfahrzeugluftreifen dargestellt und beschrieben wurde, beinhalten weiteren Ausführungsbeispiele eine derartige analoge Ausbildung auch bei anderen Fahrzeugluftreifen, wie z.B. Fahrzeugluftreifen für Personenkraftwagen, Motorräder, Motorroller, Erdmaschinen, Traktoren oder Flugzeugreifen.

Beispielhaft ist dies in den 20a und 20b am Beispiel von Fahrzeugluftreifen für Personenkraftwagen und in den 21a und 21b am Beispiel von Fahrzeugluftreifen für Motorräder und Motorroller dargestellt.

20a zeigt einen Fahrzeugluftreifen für Personenkraftwagen für eine Tiefbettfelge in einem auf einer korrespondierenden – nicht dargestellten – Felge montierten, unbelasteten Betriebszustand. 20a zeigt schematisch den Fahrzeugluftreifen für Personenkraftwagen im Querschnitt, wobei im Wulstbereich auch die Felgenschulter eine Sitzfläche aufweist mit einer Neigung zur Axialen A von 5°. Die Bezeichnungen der Bauteile sind hierbei identisch zu denen in 1. Der grundsätzliche Aufbau des Fahrzeugluftreifens entspricht dem bereits im Zusammenhang mit den 1 bis 19 erläuterten Aufbau und den in deren Zusammenhang dargelegten unterschiedlichen Ausführungsbeispielen. Von den Bauteilen des Fahrzeugluftreifens für Personenkraftwagen sind ein Laufstreifen 2, eine Karkasseinlage 3, ein mehrlagiger Gürtel 8 mit Gürtelkantenbandage, eine einlagige Innenschicht 4, zwei Seitenwände 5 und an jeder Seitenwand je ein Wulstkern 6, ein Kernprofil 7 und ein Wulstband 9 dargestellt. Die Karkasseinlage 3 weist insbesondere Textilkorde als Festigkeitsträger auf, die im rechten Winkel bzw. im Wesentlichen im rechten Winkel zur Umfangsrichtung des Reifens und somit in radialer Richtung R des Reifens verlaufen. Der Wulstkern 6 besteht aus Stahlkorden, das radial außerhalb des Wulstkernes 6 angeordnete und auf diesem sitzende Kernprofil 7 besteht aus einer Gummimischung mit einem hohen Elastizitätsmodul und kann – wie dargestellt – einteilig oder auch – wie nicht dargestellt – mehrteilig ausgeführt sein und somit aus Gummimischungen unterschiedlicher Elastizitätsmoduli bestehen.

Wie in 20a dargestellt ist, erstreckt sich die Karkasseinlage 3 mit ihrem Hauptteil 3a vom Gürtel her kommend nach radial innen durch die Seitenwand entlang der axial inneren Seite des Kernreiters 7 und des Wulstkerns 6, ist unter Bildung eines Zwischenabschnitts 3c auf der radial inneren Seite des Wulstkernes 6 um den Wulstkern 6 nach axial außen herumgeführt und um den Wulstkern 6 nach radial außen herumgeschlagen und erstreckt sich mit ihrem Umschlag 3b auf der axialen Außenseite des Wulstkernes 6 und des Kernreiters 7 in direktem Berührkontakt zum Kernreiter 7 bis in einen radialen Abstand HU vom Felgeneckpunkt X.

Auf der axialen Innenseite des Kernreiters 7 ist zwischen Kernreiter 7 und dem Hauptteil 3a der Karkasse 3 eine Wulstverstärkungslage 10 ausgebildet. Die Wulstverstärkungslage 10 erstreckt sich dabei von einer radial inneren Position im radialen Abstand HI zum Felgeneckpunkt X bis zu einer radial äußeren Position im radialen Abstand HA vom Felgeneckpunkt X. Die Wulstverstärkungslage 10 ist aus einem in Umfangsrichtung über den gesamten Reifen erstreckten, in einer Gummimischung eingebetteten, von radial innen beginnend bei der radialen Höhe HI nach radial außen bis zur radialen Höhe HA erstreckt spiralig aufgewickelten, kontinuierlichen Festigkeitsträger 11 ausgebildet. Die Wulstverstärkungslage 10 ist dabei längs ihrer radialen Erstreckung in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasseinlage 3.

Wie in 20a dargestellt ist, ist auch bei dieser Ausführung radial innerhalb des Wulstkerns 6 wenigstens ein weiterer über den gesamten Umfang des Fahrzeugreifens erstreckter Wulstverstärkungsstreifen 12 ausgebildet, der sich in axialer Richtung über die gesamte axiale Erstreckung des Wulstkerns 6 erstreckt und der zu beiden axialen Außenseiten des Wulstkerns 6 jeweils nach radial außen umgeschlagen ist, wobei der erste Umschlag sich bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X und der zweite Umschlag bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X erstreckt. Die Maße, HF2 und HU sind beispielsweise so gewählt, dass HF1 ≥ HF2 > HU. HA ist beispielsweise so gewählt, dass HA < HF1 und im gezeigten Ausführungsbeispiel auch HA < HF2.

Der Wulstverstärkungsstreifen 12 ist mit seinem ersten Umschlag nach radial innen gesehen ausgehend von der radialen Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X zwischen Hauptteil 3a der Karkasse und Seitenwandgummi 5 bis in die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X, von dort weiter bis in die radiale Erstreckungshöhe HA vom Felgeneckpunkt X zwischen Hauptteil 3a der Karkasse und zweitem Umschlag des Wulstverstärkungsstreifens 12 in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasse und zum zweitem Umschlag des Wulstverstärkungsstreifens 12, von dort weiter bis in die radiale Erstreckungshöhe HI vom Felgeneckpunkt X zwischen Wulstverstärkungslage 10 und Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zum Kernreiter 7 und zur Wulstverstärkungslage 10 erstreckt, und radial innerhalb der Erstreckungshöhe HI vom Felgeneckpunkt X und auf der radial inneren Seite des Wulstkern 6 in direktem Berührkontakt zum Wulstkern 6 und zur Karkasse eng um den Wulstkern 6 gelegt und auf der axialen Außenseite des Wulstkerns 6 nach radial außen bis in die radiale Erstreckungshöhe HU vom Felgeneckpunkt X zwischen dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zu dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 und im Anschluss daran bis in die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X zwischen dem Seitenwandgummi 5 und dem ersten Umschlag des Wulstverstärkungsstreifens 12 in direktem Berührkontakt zum ersten Umschlag des Wulstverstärkungsstreifens 12 erstreckt ausgebildet.

20b zeigt ein aus Wulstkern 6, Kernprofil 7, Wulstverstärkungsstreifen 12 mit dem Festigkeitsträger 13 und Wulstverstärkungslage 10 mit dem Festigkeitsträger 11 vorkonfektioniertes Bauteil, das modular im Herstellungsprozess des Fahrzeugluftreifens eingesetzt wird.

Der Wulstverstärkungsstreifen 12 ist – wie im Zusammenhang mit den dargestellten oder erläuterten Ausführungen im Zusammenhang mit Nutzfahrzeugluftreifen angegeben aus textilen Festigkeitsträgern 17 bekannter Art ausgebildet.

21a zeigt einen Fahrzeugluftreifen für Motorräder oder Motorroller für eine Tiefbettfelge in einem auf einer korrespondierenden – nicht dargestellten – Felge montierten, unbelasteten Betriebszustand. 21a zeigt schematisch den Fahrzeugluftreifen für Motorräder oder Motorroller im Querschnitt. Die Bezeichnungen der Bauteile sind hierbei identisch zu denen in 1. Der grundsätzliche Aufbau des Fahrzeugluftreifens entspricht dem bereits im Zusammenhang mit den 1 bis 20 erläuterten Aufbau und den in deren Zusammenhang dargelegten unterschiedlichen Ausführungsbeispielen. Von den Bauteilen des Fahrzeugluftreifens für Personenkraftwagen sind ein Laufstreifen 2, eine Karkasseinlage 3, ein mehrlagiger Gürtel 8, eine einlagige Innenschicht 4, zwei Seitenwände 5 und an jeder Seitenwand je ein Wulstkern 6, ein Kernprofil 7 und ein Wulstband 9 dargestellt. Die Karkasseinlage 3 weist insbesondere Textilkorde als Festigkeitsträger auf, die im rechten Winkel bzw. im Wesentlichen im rechten Winkel zur Umfangsrichtung des Reifens und somit in radialer Richtung R des Reifens verlaufen. Der Wulstkern 6 besteht aus Stahlkorden oder aus anderen geeigneten Korden bekannter Art mit hoher Zugfestigkeit, das radial außerhalb des Wulstkernes 6 angeordnete und auf diesem sitzende Kernprofil 7 besteht aus einer Gummimischung mit einem hohen Elastizitätsmodul und kann – wie dargestellt – einteilig oder auch – wie nicht dargestellt – mehrteilig ausgeführt sein und somit aus Gummimischungen unterschiedlicher Elastizitätsmoduli bestehen.

Wie in 21a dargestellt ist, erstreckt sich die Karkasseinlage 3 mit ihrem Hauptteil 3a vom Gürtel her kommend nach radial innen durch die Seitenwand entlang der axial inneren Seite des Kernreiters 7 und des Wulstkerns 6, ist unter Bildung eines Zwischenabschnitts 3c auf der radial inneren Seite des Wulstkernes 6 um den Wulstkern 6 nach axial außen herumgeführt und um den Wulstkern 6 nach radial außen herumgeschlagen und erstreckt sich mit ihrem Umschlag 3b auf der axialen Außenseite des Wulstkernes 6 und des Kernreiters 7 in direktem Berührkontakt zum Kernreiter 7 bis in einen radialen Abstand HU vom Felgeneckpunkt X.

Auf der axialen Innenseite des Kernreiters 7 ist zwischen Kernreiter 7 und dem Hauptteil 3a der Karkasse 3 eine Wulstverstärkungslage 10 ausgebildet. Die Wulstverstärkungslage 10 erstreckt sich dabei von einer radial inneren Position im radialen Abstand HI zum Felgeneckpunkt X bis zu einer radial äußeren Position im radialen Abstand HA vom Felgeneckpunkt X. Die Wulstverstärkungslage 10 ist aus einem in Umfangsrichtung über den gesamten Reifen erstreckten, in einer Gummimischung eingebetteten, von radial innen beginnend bei der radialen Höhe HI nach radial außen bis zur radialen Höhe HA erstreckt spiralig aufgewickelten, kontinuierlichen Festigkeitsträger 11 ausgebildet. Die Wulstverstärkungslage 10 ist dabei längs ihrer radialen Erstreckung in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasseinlage 3.

Wie in 21a dargestellt ist, ist auch bei dieser Ausführung radial innerhalb des Wulstkerns 6 wenigstens ein weiterer über den gesamten Umfang des Fahrzeugreifens erstreckter Wulstverstärkungsstreifen 12 ausgebildet, der sich in axialer Richtung über die gesamte axiale Erstreckung des Wulstkerns 6 erstreckt und der zu beiden axialen Außenseiten des Wulstkerns 6 jeweils nach radial außen umgeschlagen ist, wobei der erste Umschlag sich bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X und der zweite Umschlag bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X erstreckt. Die Maße, HF2 und HU sind beispielsweise so gewählt, dass HF1 ≥ HF2 > HU, HA ist beispielsweise so gewählt, dass HA < HF1 und im gezeigten Ausführungsbeispiel auch HA < HF2.

Der Wulstverstärkungsstreifen 12 ist mit seinem ersten Umschlag nach radial innen gesehen ausgehend von der radialen Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X zwischen Hauptteil 3a der Karkasse und Seitenwandgummi 5 bis in die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X, von dort weiter bis in die radiale Erstreckungshöhe HA vom Felgeneckpunkt X zwischen Hauptteil 3a der Karkasse und zweitem Umschlag des Wulstverstärkungsstreifens 12 in direktem Berührkontakt zum Hauptteil 3a der Karkasse und zum zweitem Umschlag des Wulstverstärkungsstreifens 12, von dort weiter bis in die radiale Erstreckungshöhe HI vom Felgeneckpunkt X zwischen Wulstverstärkungslage 10 und Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zum Kernreiter 7 und zur Wulstverstärkungslage 10 erstreckt, und radial innerhalb der Erstreckungshöhe HI vom Felgeneckpunkt X und auf der radial inneren Seite des Wulstkern 6 in direktem Berührkontakt zum Wulstkern 6 und zur Karkasse eng um den Wulstkern 6 gelegt und auf der axialen Außenseite des Wulstkerns 6 nach radial außen bis in die radiale Erstreckungshöhe HU vom Felgeneckpunkt X zwischen dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 in direktem Berührkontakt zu dem Karkassenumschlag 3b und dem Kernreiter 7 und im Anschluss daran bis in die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X zwischen dem Seitenwandgummi 5 und dem ersten Umschlag des Wulstverstärkungsstreifens 12 in direktem Berührkontakt zum ersten Umschlag des Wulstverstärkungsstreifens 12 erstreckt ausgebildet.

21b zeigt ein aus Wulstkern 6, Kernprofil 7, Wulstverstärkungsstreifen 12 mit dem Festigkeitsträger 13, zusätzlichem Gummiprofil 15 und Wulstverstärkungslage 10 mit dem Festigkeitsträger 11 vorkonfektioniertes Bauteil, das modular im Herstellungsprozess des Fahrzeugluftreifens eingesetzt wird.

Der Wulstverstärkungsstreifen 12 ist – wie im Zusammenhang mit den dargestellten oder erläuterten Ausführungen im Zusammenhang mit Nutzfahrzeugluftreifen angegeben aus textilen Festigkeitsträgern 13 bekannter Art ausgebildet.

1
Felge
2
Laufstreifenprofil
3
Karkasse
3a
Hauptteil der Karkasse
3b
Umschlag der Karkasse
3c
Zwischenabschnitt der Karkasse
4
Innenschicht
5
Seitenwand
6
Wulstkern
7
Kernreiter (Apex)
8
Gürtel
9
Wulstband
10
Wulstverstärkungslage
11
Festigkeitsträger
12
Verstärkungsstreifen
12a
Verstärkungsstreifen
12b
Verstärkungsstreifen
13
Festigkeitsträger
13a
Festigkeitsträger
13b
Festigkeitsträger
14
Umfangsunterbrechung
15
Zusätzliches Gummiprofil


Anspruch[de]
Fahrzeugreifen – insbesondere Fahrzeugluftreifen – mit einem Laufstreifen, mit einem radial innerhalb des Laufstreifens ausgebildeten Wulstbereich mit Wulstkern zur Sicherung des Fahrzeugreifens auf einer korrespondierend ausgebildeten Sitzfläche einer Felge – insbesondere mit radial außerhalb des Wulstkerns ausgebildetem Kernreiter – und mit einer Wulstverstärkungslage (10), die in dem Befestigungsbereich ausgebildet ist, wobei die Wulstverstärkungslage (10) über den Umfang des Fahrzeugreifens erstreckt und mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass radial innerhalb des Wulstkerns (6) wenigstens ein weiterer – insbesondere über den gesamten Umfang des Fahrzeugreifens erstreckter –Wulstverstärkungsstreifen (12) ausgebildet ist, der sich in axialer Richtung A über die gesamte axiale Erstreckung des Wulstkerns (6) erstreckt und der zu beiden axialen Außenseiten des Wulstkerns (6) jeweils nach radial außen umgeschlagen ist, wobei der erste Umschlag sich bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X und der zweite Umschlag bis in eine radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X erstreckt. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von Anspruch 1, wobei sowohl die radiale Erstreckungshöhe HF1 vom Felgeneckpunkt X als auch die radiale Erstreckungshöhe HF2 vom Felgeneckpunkt X radial außerhalb des radialen Abstandes der radial Äußeren Erstreckung des Wulstkerns (6) vom Felgeneckpunkt X ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von Anspruch 1 oder 2, wobei der erste Umschlag axial benachbart zur Wulstverstärkungslage (10) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von Anspruch 3, wobei der erste Umschlag in direktem Berührkontakt zur Wulstverstärkungslage (10) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste Umschlag zumindest radial innerhalb des Wulstkerns (6) in direktem Berührkontakt zum Wulstkern (6) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste Umschlag in direktem Berührkontakt zum Wulstkern (6) und zum Kernreiter (7) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei der zweite Umschlag in direktem Berührkontakt zum Wulstkern (6) und zum Kernreiter (7) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste Umschlag auf der axialen Innenseite des Wulstkerns (6) im Fahrzeugreifen angeordnet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste Umschlag zwischen der Wulstverstärkungslage (10) und dem Wulstkern (6) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Wulstverstärkungslage (10) zwischen dem ersten Umschlag und dem Wulstkern (6) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Wulstverstärkungslage (10) zwischen dem ersten Umschlag eines ersten Verstärkungsstreifens (12a) und dem ersten Umschlag eines zweiten Verstärkungsstreifens (12b) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei der weitere Wulstverstärkungsstreifen (12) aus einer Lage von in Kautschuk oder Gummi eingebetteten – insbesondere textilen – Festigkeitsträgern (13) ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von Anspruch 12, wobei die Festigkeitsträger (13) unter einen Steigungswinkel von 35 ° bis 55 ° zur Umfangsrichtung U des Reifens verlaufend ausgebildet sind. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Wulstverstärkungslage (10) mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger (11) ausgebildet ist, wobei der Festigkeitsträger (11) ein in Umfangsrichtung segmentiert ausgebildeter Festigkeitsträger (11) ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Wulstverstärkungslage (10) mit wenigstens einem spiralig von radial innen nach radial außen ausgebildeten in Umfangsrichtung gewickelt angeordneten Festigkeitsträger (11) ausgebildet ist, wobei in einem ersten radial inneren Erstreckungsbereich des Verstärkungsmaterials ein kontinuierlich und in Umfangsrichtung durchgehend ausgebildeter Festigkeitsträger (11) gewickelt ist und bei dem in einem zweiten radial äußeren Erstreckungsbereich des Verstärkungsmaterials ein in Umfangsrichtung segmentiert ausgebildeter Festigkeitsträger (11) gewickelt ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Festigkeitsträger (11) der Wulstverstärkungslage (10) ein metallischer Festigkeitsträger (11) ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, bei dem wenigstens eine Karkassenlage (3) – insbesondere radialer Bauart – mit parallelen in Kautschuk- oder Gummimaterial eingebetteten Festigkeitsträgern um den Wulstkern (6) umgeschlagen ausgebildet ist, wobei der Wulstverstärkungsstreifen (12) zwischen der Karkassenlage (3) und dem Wulstkern (6) angeordnet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von Anspruch 17, wobei die Karkasse (3) mit ihrem Hauptteil (3a) in der Reifenseitenwand zwischen Reifenschulter und der radialen Innenseite des Wulstkern (6) radial nach innen erstreckt und dabei im radialen Erstreckungsbereich des Wulstkerns (6) und – insbesondere des Kernreiters (7) – entlang der axialen Innenseite des Wulstkerns (6) und – insbesondere des Kernreiters (7) – verlaufend ausgebildet ist, und wobei die Karkasse (3) mit ihrem Umschlag (3b) entlang der axialen Außenseite des Wulstkerns (6) und – insbesondere des Kernreiters (7) – nach radial außen erstreckt ausgebildet ist. Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von Anspruch 17 oder 18, wobei der Umschlag (3b) der Karkasse (3) auf der Oberfläche des Kernreiters (7) endet mit einem Abstand von größer Null zum Hauptteil (3a) der Karkasse (3). Fahrzeugreifen gemäß den Merkmalen von Anspruch 17, 18 oder 19, wobei die Festigkeitsträger der Karkassenlage Monofilamente oder Multifilamente aus textilen oder metallischem Material – insbesondere aus Stahl – sind.






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