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Dokumentenidentifikation DE102007006026A1 13.09.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte sowie Fahrzeugleuchte
Anmelder Hella KGaA Hueck & Co., 59557 Lippstadt, DE
Erfinder Borgschulte, Hubert, 59609 Anröchte, DE;
Rotgeri, Gerd, 59590 Geseke, DE;
Schäfers, Franz-Josef, 33106 Paderborn, DE;
Schnekenbühl, Norbert, 59555 Lippstadt, DE;
Topp, Klaus, 59555 Lippstadt, DE;
Wessling, Jürgen, 59590 Geseke, DE
DE-Anmeldedatum 07.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007006026
Offenlegungstag 13.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2007
IPC-Hauptklasse B60Q 1/00(2006.01)A, F, I, 20070207, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01B 11/03(2006.01)A, L, I, 20070207, B, H, DE   B23K 26/38(2006.01)A, L, I, 20070207, B, H, DE   G01B 11/00(2006.01)A, L, I, 20070207, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte, wobei ein mit lichttechnischen Komponenten versehenes Gehäuse mit einer transparenten Abschlussscheibe unlösbar verbunden wird, dass danach die Fahrzeugleuchte ausgerichtet und dann Befestigungsmittel zur Befestigung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteil eines Fahrzeugs bearbeitet werden, wobei die Fahrzeugleuchte durch berührungslose optoelektronische Mittel ausgerichtet wird und dass die Befestigungsmittel durch Laserschneiden bearbeitet werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte, wobei ein mit lichttechnischen Komponenten versehenes Gehäuse mit einer transparenten Abschlussscheibe fest verbunden wird, dass danach die Fahrzeugleuchte ausgerichtet und dann Befestigungsmittel zur Befestigung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteil eines Fahrzeugs bearbeitet werden.

Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens sowie eine nach dem Verfahren hergestellte Fahrzeugleuchte.

Ferner betrifft die Erfindung eine Fahrzeugleuchte mit einem Gehäuse enthaltend lichttechnische Komponenten und eine die Öffnung des Gehäuses abdeckende Abschlussscheibe, wobei an dem Gehäuse Referenzpunkte und/oder Befestigungspunkte vorgesehen sind zur lagerichtigen Fixierung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteils des Fahrzeugs.

Aus der DE 102 25 542 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte bekannt, das im Wesentlichen zwei Verfahrensschritte umfasst. Nach unlösbarer Verbindung beispielsweise durch Verschweißen eines lichttechnische Komponenten tragenden Gehäuses mit einer transparenten Abschlussscheibe zur Fahrzeugleuchte wird dieselbe in einer Ausrichtvorrichtung zu mindestens zwei Punkten hin ausgerichtet. Nach Ausrichtung der Fahrzeugleuchte kann in einem zweiten Schritt die Fahrzeugleuchte mit Befestigungsmitteln zur Befestigung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteil eines Fahrzeugs versehen werden. Durch die Kombination aus Ausrichtung und nachfolgender Bearbeitung von Befestigungsmitteln können Fertigungs- oder Fügetoleranzen der Fahrzeugleuchte verringert werden.

Nachteilig an dem bekannten Verfahren ist, dass diese Ausrichtvorrichtung die Fahrzeugleuchte stets in einer gleichen, vordefinierten Lage unter direkter Anlage der Abschlussscheibe an der Ausrichtvorrichtung aufnehmen muss. Hierdurch entsteht ein relativ hoher Wartungs- bzw. Eichaufwand. Ferner muss zur Ausbildung der Befestigungsmittel die Fahrzeugleuchte eingespannt werden, so dass sich die Fahrzeugleuchte bei Fertigungsabweichungen nicht immer in der vordefinierten Position befindet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren, eine Vorrichtung zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte sowie eine Fahrzeugleuchte derart anzugeben, dass die Fertigungstoleranzen der Fahrzeugleuchte weiter verringert werden. Insbesondere sollen die Toleranzen der Fahrzeugleuchte für die Übergabe derselben an ein Karosserieteil des Fahrzeugs verringert werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugleuchte durch berührungslose optoelektronische Mittel ausgerichtet wird und dass die Befestigungsmittel durch Laserschneiden bearbeitet werden.

Vorteilhaft ermöglicht die Erfindung durch die berührungslose optoelektronische Oberflächenerkennung eine kraft- und spannungsfreie Positionsbestimmung der Fahrzeugleuchte bzw. der relevanten Referenz-/Karosserie-befestigungspunkte. Vorteilhaft können die Fertigungstoleranzen der Fahrzeugleuchte weiter reduziert werden. Form- und Lageabweichungen können berührungslos durch optoelektronische Mittel erfasst werden, so dass im weiteren Verfahrensschritt diese mittels Laserschneiden bei der Erstellung der Befestigungsmittel kompensiert werden können. Vorteilhaft können vordefinierte und von der Form der Fahrzeugleuchte abhängige und somit veränderbare Referenzpunkte bzw. Vorzugslinien definiert werden, mittels derer die Ausrichtung bzw. Vermessung der Fahrzeugleuchte erfolgt. Hierdurch kann eine verbesserte Maßhaltigkeit erzielt werden, da insbesondere zum einen die Ausrichtung präziser und zum anderen das Ausbilden der Befestigungsmittel unabhängig von die Fertigungstoleranz beeinflussenden Merkmalen der Fahrzeugleuchte ist.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird die Fahrzeugleuchte mittels einer Scanneinrichtung erfasst, wobei vorzugsweise ein Oberflächenprofil der Fahrzeugleuchte detektiert wird. Die Fahrzeugleuchte ist auf einem Träger an für die Fertigungstoleranz nicht relevanten Stellen gehalten. Die Scanneinrichtung erfasst die Oberflächenstruktur in dem maßgeblichen Bereich der Abschlussscheibe bzw. an den Karosseriebefestigungspunkten. Dieser Bereich der Fahrzeugleuchte ist somit frei zugänglich für die Scanneinrichtung, die die Oberfläche der Fahrzeugleuchte beispielsweise mittels eines Lasertriangulationsverfahrens vermisst.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Fahrzeugleuchte starr auf einem Träger gehalten, während die Scanneinrichtung in einem Abstand zu der Abschlussscheibe verfahren wird. Alternativ kann auch die Scanneinrichtung starr angeordnet sein, wobei die Fahrzeugleuchte relativ zu der Scanneinrichtung verfahren wird. Die Scanneinrichtung ermöglicht die Erzeugung eines Bildes der Oberfläche der Fahrzeugleuchte, das in einer Datenverarbeitungseinrichtung gespeichert wird. In Abhängigkeit von diesen gespeicherten Bildmesswerten kann dann mittels Laserschneiden die Ausbildung der Befestigungsmittel erfolgen. Der Scannvorgang ermöglicht beispielsweise die direkte Aufnahme von Vorzugslinien bzw. Vorzugskanten der Oberfläche der Fahrzeugleuchte, so dass die Ermittlung der genauen Karosseriebefestigungspunkte vereinfacht wird.

Vorteilhaft ermöglicht die Erfindung eine Reduzierung der Einzelteilgenauigkeit der Abschlussscheibe sowie des Gehäuses. Ferner ermöglicht die Erfindung eine Reduzierung der Toleranzen durch den Fügeprozess, mit dem beide Bauteile verbunden werden. Es kann ein definierter umlaufender Spalt konstanter Breite erzeugt werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Fahrzeugleuchte in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 10 dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzpunkte und/oder Befestigungspunkte derart ausgebildet sind, dass in Abhängigkeit von durch die Ausrichtung des Gehäuses ermittelten Solldaten für die Referenz- und/oder Befestigungspunkte dieselben mittels Laserbeaufschlagung bearbeitbar sind.

Vorteilhaft ermöglicht die erfindungsgemäße Fahrzeugleuchte eine wesentliche Reduzierung der Übergabetoleranzen für die Befestigung derselben an einem Karosserieteil eines Fahrzeugs. Vorhandene Referenzpunkte und/oder Befestigungspunkte eines Gehäuses der Fahrzeugleuchte werden mittels eines Laserstrahls in Abhängigkeit von für die Ausrichtung des Gehäuses ermittelten Solldaten überarbeitet. Dadurch, dass die Referenzpunkte bzw. Befestigungspunkte mittels Laser nachbearbeitbar sind, können die Toleranzen der Fahrzeugleuchte reduziert werden, ohne dass eine Verspannung der Referenzpunkte bzw. Befestigungspunkte während der Laserbeaufschlagung erfolgt. Beispielsweise kann mittels der Laserbeaufschlagung ein Aufmaß der Referenzpunkte bzw. Befestigungspunkte kräftefrei „weggeschweißt" werden. Durch das kräfte- und spannungsfreie Bearbeiten der Referenzpunkte und/oder Befestigungspunkte kann auch der Verschleiß der Bearbeitungswerkzeuge verringert werden.

Nach einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Fahrzeugleuchte sind die Referenz- und/oder Befestigungspunkte in einem entfernbaren Randabschnitt des Gehäuses der Fahrzeugleuchte angeordnet, so dass eine Zugänglichkeit für den bearbeitenden Laserstrahl gegeben ist. Dieser kann spanfrei den Referenz- und/oder Befestigungspunkt bearbeiten, bis entsprechend vorgegebener Solldaten der Referenz- bzw. Befestigungspunkt die vorgegebene Kontur aufweist.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Randabschnitte derart ausgebildet, dass eine Referenzierung in mindestens zwei orthogonal zueinander verlaufenden Richtungen, vorzugsweise in drei zueinander orthogonal verlaufenden Richtungen möglich ist. Vorzugsweise ist der Randabschnitt an einem Ende einer Referenzstrebe angeordnet, so dass durch Änderung der Breite, Dicke und Tiefe des Referenzstrebenendes eine referenzierende Bearbeitung in drei zueinander orthogonal verlaufenden Richtungen möglich ist.

Weitere Vorteile ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Die Zeichnungen zeigen:

1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte,

2 eine perspektivische Darstellung eines Referenzpunktes der Fahrzeugleuchte nach einer ersten Ausführungsform, wobei der Referenzpunkt auf einer Außenwandung des Gehäuses der Fahrzeugleuchte angeordnet ist,

3 eine perspektivische Darstellung eines Referenzpunktes nach einer zweiten Ausführungsform, wobei der Referenzpunkt auf einer Außenwandung des Gehäuses der Fahrzeugleuchte aufgebracht ist,

4 eine perspektivische Vorderansicht eines Befestigungspunktes der Fahrzeugleuchte, die eine Lasche umfasst zur Befestigung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteil des Fahrzeugs und

5 eine perspektivische Ansicht der Lasche gemäß 4.

Zur Ermöglichung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte ist ein nicht dargestellter Träger vorgesehen, auf dem die Fahrzeugleuchte fest positioniert wird. Die Fahrzeugleuchte besteht zum einen aus einem topfförmigen Gehäuse, in dem lichttechnische Komponenten, wie eine Lichtquelle, ein Reflektor und dergleichen, angeordnet sind. Ferner weist die Fahrzeugleuchte eine transparente Abschlussscheibe auf, die beispielsweise durch Verschweißen mit einem vorderen Öffnungsrand des Gehäuses verbunden ist. Das Gehäuse sowie die Abschlussscheibe der Fahrzeugleuchte sind daher unlösbar miteinander verbunden.

An der Fahrzeugleuchte sind insbesondere im rückwärtigen Bereich eine Mehrzahl von Befestigungsmitteln, wie beispielsweise Befestigungslaschen mit Bohrungen für Schrauben und dergleichen, und unter Umständen auch Zusatzteile vorgesehen, so dass die Fahrzeugleuchte unter Bildung eines umlaufenden Spaltes zwischen der Fahrzeugleuchte und einem Karosserierand in einer Karosserieöffnung eines Fahrzeugs befestigt werden kann.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das unlösbare Verbinden des Gehäuses mit der Abschlussscheibe statt durch Verschweißen durch Kleben 100 erfolgen. In einem weiteren Verfahrensschritt erfolgt ein Ausrichten der Fahrzeugleuchte durch berührungslos arbeitende optoelektronische Mittel, insbesondere durch Scannen 111 mittels einer Scanneinrichtung. Die Scanneinrichtung ist in einem Abstand zu der Abschlussscheibe angeordnet und wird entlang einer Messbahn in einer Ebene oder im dreidimensionalen Raum unter Überstreichen der Oberfläche der Fahrzeugleuchte relativ zu derselben verfahren. Alternativ kann auch die Fahrzeugleuchte mit der Abschlussscheibe verfahren werden, wobei die Scanneinrichtung ortsfest angeordnet ist. Die Scanneinrichtung ermöglicht ein Vermessen der Oberfläche der Fahrzeugleuchte, wobei vorzugsweise ein Oberflächenprofilbild (3D-Bild) erzeugt wird, das beispielsweise in einer Datenverarbeitungseinrichtung weiterverarbeitet bzw. abgespeichert werden kann.

Beispielsweise kann die Fahrzeugleuchte an einem Roboterarm als Träger befestigt sein, so dass durch relatives Umfahren der Scanneinrichtung zu der Fahrzeugleuchte alle relevanten Oberflächenbereiche der Fahrzeugleuchte eingescannt werden können. Die Scanneinrichtung kann beispielsweise vorgegebene, zu kontrollierende Punkte und/oder Vorzugslinien und/oder Vorzugsflächen des Gehäuses der Fahrzeugleuchte vermessen. In der Datenverarbeitungseinrichtung kann dann die Position der später zu verarbeitenden Karosseriebefestigungspunkte in einem Koordinatensystem der Scanneinrichtung ermittelt werden, so dass die nachfolgende Bearbeitung mittels Laserschneiden in dem gleichen Bezugskoordinatensystem und damit quasi ohne Toleranzabweichung erfolgen kann.

Sobald mittels der Scanneinrichtung die Positionen der Karosserieanlageflächen bzw. Karosseriebefestigungspunkten der Fahrzeugleuchte in dem Bezugskoordinatensystem ermittelt worden sind, kann durch das nachfolgende Laserschneiden 112 die Ausbildung der Befestigungsmittel erfolgen. Beispielsweise können Befestigungslaschen mit einer Bohrung versehen werden bzw. Fixierzapfen (z.B. Kreuzdome) und weitere Fixier- und Befestigungsgeometrien bearbeitet werden.

Das Laserschneiden kann mittels eines Laserschneidwerkzeuges erfolgen, das in einem Abstand zu der Fahrzeugleuchte relativ bewegt wird und an den vorgesehenen Stellen der Fahrzeugleuchte die Befestigungsmittel bearbeitet. Die Scanneinrichtung kann beispielsweise als Lasertriangulationseinrichtung ausgebildet sein, die den Abstand zu der Oberfläche der Fahrzeugleuchte misst, so dass daraus ein Oberflächenprofil erstellbar ist.

Eine Fahrzeugleuchte, die als lichttechnische Komponenten beispielsweise einen Reflektor und eine Lichtquelle aufweisen kann, weist zum einen ein Gehäuse und zum anderen eine das Gehäuse abdeckende transparente Abschlussscheibe auf. Zur Fixierung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteil des Fahrzeugs weist das Gehäuse oder die Abschlussscheibe mindestens einen Referenzpunkt und/oder einen Befestigungspunkt auf, wobei der Referenzpunkt bzw. der Befestigungspunkt zur Ausrichtung der Fahrzeugleuchte im Verhältnis zu dem Karosserieteil dient. Wie bereits oben beschrieben, kann mittels der Scanneinrichtung die Oberfläche bzw. Kontur der Fahrzeugleuchte vermessen werden, so dass Solldaten für die Konturierung der Referenz- und/oder Befestigungspunkte vorliegen. Mittels Laserbeaufschlagung (Laserschneiden) können dann die Referenz- und/oder Befestigungspunkte die vorgegebene Kontur erhalten. Die von der Scanneinrichtung 111 ausgenommenen Werte des Oberflächenprofils dienen als Solldaten für die Konturierung der Referenz- und/oder Befestigungspunkte.

Nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung gemäß 2 kann ein kreuzförmiger Referenzpunkt 1 vorgesehen sein, der aus kreuzförmig angeordneten langen Referenzstreben 2 und kurzen Referenzstreben 3 besteht. Die Referenzstreben 2, 3 sind an einer Außenwandung 4 des Gehäuses der Fahrzeugleuchte angeformt. Auf einer zueinander gekehrten Seite der Referenzstreben 2, 3 weisen diese als Randabschnitte jeweils Enden 5 bzw. 6 auf, die in der Höhe, Breite und Tiefe mittels eines Laserstrahls in der Kontur veränderbar sind. Die zueinander gekehrten Enden 5 der langen Referenzstreben 2 bzw. die Enden 6 der kurzen Referenzstreben 3 sind beabstandet zueinander ausgebildet, wobei die Außenwandung 4 in diesem Bereich eine Lochung 7 aufweist. Die Enden 5, 6 weisen entfernbare Randabschnitte 8 auf, die in Abhängigkeit von den vermessenen Solldaten kräftefrei mittels Laserbearbeitung konturiert werden. Die zueinander gekehrten Enden 5, 6 der Referenzstreben 2, 3 verlaufen senkrecht zueinander sowie beabstandet zu der Außenwandung 4, so dass die Gefahr einer Reduzierung der Wandstärke der Außenwandung 4 nicht besteht. Durch die kreuzförmige Anordnung der Referenzstreben 2, 3 ist eine einfache Identifizierung des Referenzpunktes 1 ermöglicht.

Nach einer alternativen Ausführungsform eines Referenzpunktes 10 gemäß 3 sind kreuzförmig zueinander angeordnete lange Referenzstreben 11 und kurze Referenzstreben 12 vorgesehen, die in einem Mittelpunkt M zusammenlaufen und die entfernbare Randabschnitte 16 an voneinander gekehrten Enden 13 bzw. 14 aufweisen. Den Enden 13 der langen Referenzstreben 11 bzw. den Enden 14 der kurzen Referenzstreben 12 sind jeweils Lochungen 15 der Außenwandung 4 zugeordnet. Eine Referenzierung des Referenzpunktes 10 ist an den Randabschnitten 16 der langen Referenzstreben 11 bzw. der kurzen Referenzstreben 12 vorgesehen.

Gleiche Bauteile bzw. Bauteilfunktionen der Ausführungsbeispiele sind mit den gleichen Bezugsziffern versehen.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gemäß den 4 und 5 ist ein Befestigungspunkt 20 zum einen als Referenzpunkt vorgesehen und dient zum anderen zur Befestigung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteil 21. Der Befestigungspunkt 20 ist als eine Lasche ausgebildet, die einstückig mit einer Außenwandung des Gehäuses der Fahrzeugleuchte verbunden ist. Wie besser aus der 5 ersichtlich ist, dient eine Bohrung 22 begrenzende Wand 23 zur Referenzierung in zwei zueinander senkrecht stehenden Richtungen, die jeweils senkrecht zu einer Bohrungsachse 24 verlaufen. Eine parallel zu der Bohrungsachse 24 verlaufende Referenzierung erfolgt durch Bearbeitung einer oder zweier Enden (Randabschnitt 28, 28') eines Schenkels 25, 25' der Lasche 20.

Somit dient zur Referenzierung zum einen ein Randabschnitt der Bohrung 22 und zum anderen ein freies Ende der Schenkel 25, 25'.

Die Lasche 20 ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet und weist in einer den Scheitel bildenden Mittenwand 26 die Bohrung 22 auf.

Die Bohrung 22 ermöglicht nicht nur die Referenzierung in einer Ebene, sondern dient auch zur Aufnahme eines schraubenförmigen Befestigungselementes 27 und bildet daher einen Teil eines Befestigungssystems der Fahrzeugleuchte zur Anbindung der Fahrzeugleuchte an dem Karosserieteil 21.

Wie besser aus 5 zu ersehen ist, erfolgt die Referenzierung parallel zur Bohrungsachse 24 unter Veränderung einer Länge L der Schenkel 25 25'.

Unter Laserbearbeitung sind alle Bearbeitungsvarianten zu verstehen, die ein kraft- und spannungsfreies Verringern von Wandungsteilen ermöglichen. Bei Laserbearbeitung ist es erforderlich, dass den zu bearbeitenden Enden 5, 6 bzw. 13, 14 der Referenzpunkte 1, 10 jeweils Lochungen 7, 15 zugeordnet sind, um eine Beschädigung der Gehäusewandung zu vermeiden. Gemäß des Ausführungsbeispiels nach den 4 und 5 erfüllt die erforderliche Lochung eine Doppelfunktion. Zum einen ermöglicht sie die Bearbeitung der Bohrungswand mittels eines Lasers. Zum anderen dient sie als Aufnahme für das Befestigungselement 27.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung einer Fahrzeugleuchte, wobei ein mit lichttechnischen Komponenten versehenes Gehäuse mit einer transparenten Abschlussscheibe fest verbunden wird, dass danach die Fahrzeugleuchte ausgerichtet und dann Befestigungsmittel zur Befestigung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteil eines Fahrzeugs bearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugleuchte durch berührungslose optoelektronische Mittel ausgerichtet wird und dass die Befestigungsmittel durch Laserschneiden (112) bearbeitet werden. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugleuchte während der Ausrichtung derart positioniert wird, so dass vorgegebene, zu kontrollierende Punkte und/oder Linien und/oder Flächen der Abschlussscheibe von einer die optoelektronischen Mittel aufweisenden Scanneinrichtung erfasst werden. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Scanneinrichtung ermittelten Daten derart weiterverarbeitet werden, dass ein Bild der relevanten Oberfläche der Fahrzeugleuchte erzeugt wird, und dass die Fahrzeugleuchte in Abhängigkeit von den aus dem Bild gewonnenen Informationen ausgerichtet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die relevante Oberfläche der Fahrzeugleuchte durch die Scanneinrichtung vermessen wird, derart, dass mindestens ein Referenzpunkt und/oder eine Vorzugslinie des Fahrzeuggehäuses in einem Koordinatensystem der Scanneinrichtung ermittelt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scanneinrichtung die Oberfläche der Fahrzeugleuchte derart vermisst, dass ein Oberflächenprofil als Bild in einer Datenverarbeitungseinrichtung erstellt und gespeichert wird, derart, dass in Abhängigkeit von den Messwerten des Bildes die Befestigungsmittel an den Karosseriebefestigungspunkten durch Laserschneiden (112) erzeugt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch Laserschneiden (112) Karosserieanlageflächen oder Fixierzapfen oder Aufnahmen für Befestigungsschrauben des Gehäuses ausgebildet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass während der Ausrichtung eine Relativbewegung zwischen der entlang einer Messbahn, die beabstandet zu einer Abschlussscheibe angeordnet ist, verfahrenen Scanneinrichtung und der Abschlussscheibe erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugleuchte in eine definierte Messbahn vor der Scanneinrichtung verfahren wird, wobei die Abschlussscheibe einen definierten Abstand zu der Scanneinrichtung aufweist. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8. Fahrzeugleuchte, mit einem Gehäuse enthaltend lichttechnische Komponenten und eine die Öffnung des Gehäuses abdeckende Abschlussscheibe, wobei an dem Gehäuse Referenzpunkte und/oder Befestigungspunkte vorgesehen sind zur lagerichtigen Fixierung der Fahrzeugleuchte an einem Karosserieteils des Fahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzpunkte (1, 10) und/oder Befestigungspunkte (20) derart ausgebildet sind, dass in Abhängigkeit von durch die Ausrichtung des Gehäuses ermittelten Solldaten für die Referenz- und/oder Befestigungspunkte dieselben mittels Laserbeaufschlagung bearbeitbar sind. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenz- und/oder Befestigungspunkt durch Laserbearbeitung entfernbare Randabschnitte (8, 16, 23, 28, 28') aufweist, derart, dass die Erstreckung der Randabschnitte (8, 16, 23, 28, 28') in Richtung zwei oder drei zueinander orthogonal stehenden Achsen veränderbar ist entsprechend den durch die Ausrichtung des Gehäuses vorgegebenen Solldaten. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Randabschnitte (8, 16) an zueinander gekehrten Enden (5, 6) oder voneinander gekehrten Enden (13, 14) sich von einer Außenwandung (4) des Gehäuses erhebenden kreuzförmig angeordneten Referenzstreben (2, 3; 11, 12) angeordnet sind. Fahrzeugleuchte nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden (5, 6; 13, 14) senkrecht zueinander und beabstandet zu der Außenwandung (4) verlaufen. Fahrzeugleuchte nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass den Randabschnitten (8, 16, 23, 28, 28') Lochungen (7, 15, 22) der Außenwandung (4) zugeordnet sind. Fahrzeugleuchte nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Randabschnitt durch eine Wand (23) einer Bohrung (22) gebildet ist, wobei die Bohrung (22) einen Befestigungspunkt (20) bildet zur Aufnahme eines Befestigungselementes (27). Fahrzeugleuchte nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (23) der Bohrung (22) einstückig mit einer an dem Gehäuse angeformten Lasche (20) verbunden ist, wobei die Lasche (20) im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist mit zwei gegenüberliegenden und in Richtung einer Bohrungsachse (24) verlaufenden Schenkeln (25, 25'), deren Länge (L) mittels Laserbearbeitung verminderbar ist. Fahrzeugleuchte nach Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (22) in einer die beiden Schenkel (25, 25') verbindenden und senkrecht zu denselben stehenden Mittenwand (26) integriert angeordnet ist.






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