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Dokumentenidentifikation DE202007005026U1 13.09.2007
Titel Vorrichtung zur Befestigung einer Anzeigeeinrichtung in einer Wand- oder Maueröffnung
Anmelder IQ Automation GmbH, 85386 Eching, DE
Vertreter Verscht, T., Dipl.-Phys.(Univ.), Pat.-Anw., 80797 München
DE-Aktenzeichen 202007005026
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.09.2007
Registration date 09.08.2007
Application date from patent application 03.04.2007
IPC-Hauptklasse E04F 19/08(2006.01)A, F, I, 20070403, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06F 1/16(2006.01)A, L, I, 20070403, B, H, DE   H02G 3/12(2006.01)A, L, I, 20070403, B, H, DE   G09F 9/00(2006.01)A, L, I, 20070403, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung einer Anzeigeeinrichtung in einer Wand- oder Maueröffnung.

Im Stand der Technik sind derartige Anzeigevorrichtungen, wie z.B. Monitore oder Displays, seit langem bekannt, weshalb sich ein druckschriftlicher Nachweis hierzu erübrigt. Ebenfalls sind eine Reihe von Techniken bekannt, um derartige Anzeigevorrichtungen in Elektronikgehäuse einzubauen. Bei dem Einbau einer Anzeigevorrichtung in eine Wand- oder Maueröffnung lassen sich die bekannten Techniken nicht ohne weiteres verwenden, da es an der ansonsten vorhandenen rückwärtigen Zugangsmöglichkeit in diesem Anwendungsfall fehlt. Ferner sollen, nicht zuletzt da auch von einem ästhetischen Gesichtspunkt, von außen möglichst keine Befestigungsmittel erkennbar sein, um ein integriertes Design zu gewährleisten. Schließlich muss auch bei dieser Anwendung beachtet werden, dass die Einbauarbeiten in der Regel von unterschiedlichen Handwerkern durchgeführt werden müssen. Für den Einbau in der Wand ist ein Maurer zuständig, während sich ein Elektriker um die elektrischen Anschlüsse kümmert. In der Praxis muss daher insbesondere sichergestellt werden, dass durch die Tätigkeiten des Maurers die empfindliche Elektronik der Anzeigevorrichtung nicht beschädigt oder beeinträchtigt wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden, und insbesondere eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiter zu bilden, dass ein einfacher, schneller und kostengünstiger Einbau einer Anzeigeeinrichtung in eine Wand- oder Maueröffnung möglich wird.

Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Vorrichtung folgendes aufweist: ein Gehäuse zum Einsetzen in die Wand- oder Maueröffnung, wobei das Gehäuse Befestigungsmittel aufweist, um das Gehäuse in der Wand- oder Maueröffnung zu befestigen, und wobei das Gehäuse im bestimmungsgemäßen Einbauzustand eine von der Wand oder Mauer weg gerichtete Aufnahmeöffnung zur Aufnahme der Anzeigeeinrichtung aufweist; eine Gehäuseblende zur im Wesentlichen umfangsmäßigen Abdeckung der Wand- oder Maueröffnung, wobei die Blende im bestimmungsgemäßen Einbauzustand an dem Gehäuse befestigt ist oder mit diesem integriert ausgebildet ist; eine Anzeigevorrichtungsblende, wobei die Blende im bestimmungsgemäßen Einbauzustand an der von der Wand oder Mauer weg gerichteten Seite der Anzeigeeinrichtung befestigt ist oder mit dieser integriert ausgebildet ist, wobei die Anzeigevorrichtungsblende im bestimmungsgemäßen Einbauzustand um die Anzeigefläche der Anzeigevorrichtung herum im Wesentlichen einen Rahmen bildet; und wobei das Gehäuse und/oder die Gehäuseblende Rastmittel aufweisen, die mit entsprechenden Gegenrastmitteln, die an der Anzeigevorrichtungsblende und/oder der Anzeigevorrichtung ausgebildet sind, zusammenwirken, um im bestimmungsgemäßen Einbauzustand die Anzeigevorrichtung an dem Gehäuse lösbar zu befestigen.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass es durch die erfindungsgemäße Vorrichtung möglich wird, den Einbau von einer Seite, nämlich der Vorderseite der Wand- oder Maueröffnung durchzuführen. Durch das Gehäuse und die Gehäuseblende wird eine Verankerung in der Maueröffnung geschaffen, welche diese vollständig abdeckt. Durch die Anzeigevorrichtungsblende werden hiervon sichtbare Teile ebenfalls abgedeckt.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass Maurer- und Elektroarbeiten, welche bei der Montage auftreten voneinander getrennt sind. Der Maurer ist für den Einbau des Gehäuses in die Maueröffnung, das anschließende Verputzen sowie das Anbringen der Gehäuseblende zuständig. Alle weiteren Arbeiten, wie z.B. das Anstecken von elektrischen Verbindungen sowie der Einbau der Anzeigevorrichtung selbst, können von einem Elektriker durchgeführt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Gehäuseblende eine Öffnung auf, wobei die Abmessungen der Öffnung größer als die Außenabmessungen der Anzeigevorrichtung sind. Somit kann die Anzeigevorrichtung durch die Gehäuseblendeöffnung in das Gehäuse eingesetzt werden und die Gehäuseblende kann gleichzeitig für ein Verbergen der ansonsten sichtbaren Teile der Maueröffnung sorgen.

Vorzugsweise weist die Anzeigevorrichtungsblende eine Öffnung auf, wobei die Abmessungen der Öffnung größer als oder im Wesentlichen gleich zu den Abmessungen der Anzeigefläche der Anzeigevorrichtung sind. Die Anzeigevorrichtungsblende dient zur Abdeckung der ansonsten sichtbaren Teile der Gehäuseblende bzw. des Gehäuses und ermöglicht durch ihre Öffnung gleichzeitig ein Freiliegen der Anzeigefläche der Anzeigenvorrichtung.

Ferner ist bevorzugt, dass die Außenabmessungen der Gehäuseblende diejenigen der Anzeigevorrichtungsblende übersteigen. Dadurch dass die Außenabmessungen der Gehäuseblende größer als diejenigen der Anzeigevorrichtungsblende sind, wird ein insbesondere auch ein ästhetisch ansprechender Gesamteindruck erzeugt.

Vorteilhafterweise ist die erfindungsgemäße Vorrichtung derart ausgestaltet, dass im bestimmungsgemäßen Einbauzustand die Anzeigevorrichtungsblende unmittelbar auf der Gehäuseblende an einem überstehenden Teil davon aufliegt. Hierdurch wird insbesondere eine flache Bauform erreicht, welche einer Integration der Anzeigevorrichtung in der Maueröffnung hinreichend nahe kommt.

Eine einfache Montage der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergibt sich dadurch, dass das Gehäuse und die Gehäuseblende als eine erste selbständig handhabbare Montageeinheit ausgebildet sind. Diese erste Montageeinheit kann an eine Baustelle angeliefert werden, wobei lediglich ein Maurer für den Einbau benötigt wird. Beispielsweise kann der Maurer Gehäuse und Gehäuseblende der Montageeinheit auseinander bauen, das Gehäuse einsetzen verputzen und anschließend die Gehäuseblende wieder aufschrauben, so dass alle weiteren Schritte dann von einem Elektriker durchgeführt werden können.

Ferner ist bevorzugt, dass die Anzeigevorrichtung und die Anzeigevorrichtungsblende als eine zweite selbständig handhabbare Montageeinheit ausgebildet sind. Die zweite Montageeinheit kann ebenfalls direkt an eine Baustelle angeliefert werden, um dann vor Ort eingebaut zu werden.

Vorzugsweise ist die Anzeigevorrichtung ein Touchscreen-Monitor. Ein derartiger Touchscreen-Monitor ist insbesondere deshalb bevorzugt, da die Anzeigevorrichtung neben dem eigentlichen Anzeigen auch eine Eingabemöglichkeit aufgrund des berührungsempfindlichen Bildschirms vorsieht. Die Anzeigeeinrichtung kann daher als vollständige Mensch-Maschine-Schnittstelle angesehen werden, wobei insbesondere auch Steuerungsaufgaben beispielsweise für eine Klimaanlage oder ein Heimnetzwerk, durchgeführt werden können.

Aus konstruktiver Hinsicht ist bevorzugt, dass die Befestigungsmittel des Gehäuses wenigstens einen Spreizwinkel aufweisen. Durch die Verwendung von Spreizwinkel lässt sich eine stabile und gleichzeitig kostengünstige Befestigung des Gehäuses in der Maueröffnung erzielen.

Vorteilhafterweise sind zum Lösen der Befestigung der Anzeigevorrichtung Sauggriffe vorgesehen. Die Rastverbindung zwischen den beiden Montageeinheiten ist zwar lösbar, soll aber nicht ohne Weiteres von einem Anwender oder gar einer unbefugten Person gelöst werden können. Besonders bei dem Stand der Technik bekannten Rastverbindungen, bei welchen die Verbindung mittels eines Rucks gelöst werden kann, ist der Einsatz von Sauggriffen besonders vorteilhaft. Diese werden auf die Vorderseite der Anzeigevorrichtung aufgesetzt, mit den Händen ergriffen und daran ruckartig gezogen, so dass die Verbindung gelöst werden kann.

Bevorzugterweise weist das Gehäuse an dessen Rück- und/oder Seitenwänden wenigstens ein herausbrechenbares oder wegklappbares Element auf, das als Öffnung zur Kabeldurchführung dient. Als Schutz vor Staub, Schmutz und dergleichen ist grundsätzlich bevorzugt, dass das Gehäuse im Wesentlichen geschlossen ist. Da jedoch einerseits Kabeldurchführungen zur Anzeigevorrichtung möglich sein müssen und andererseits der Austrittspunkt der Kabel aus der Wand in der Maueröffnung bzw. auch die Länge der Kabel nicht immer vorgegeben werden kann, ist dies ein flexibles und praxisnahes System, um Öffnungen vor Ort bereit zu stellen.

Vorteilhafterweise sind im bestimmungsgemäßen Einbauzustand der Vorrichtung von außen lediglich die Gehäuseblende, die Anzeigevorrichtungsblende und die Anzeigefläche der Anzeigevorrichtung sichtbar. Es ergibt sich somit auch ein optisch ansprechender Gesamteindruck, da von außen keine Verbindungen wie z.B. Schraubenköpfe, sichtbar sind. Die vorzugsweise rahmenförmigen Blenden sind sozusagen stufenartig und/oder überlappend angeordnet, was nicht nur gut aussieht, sondern auch für einen gewissen Schutz gegen ungewünschte Manipulationen bietet, da man nicht so einfach erkennt, wie die Anzeigevorrichtung für eine unerwünschte Manipulation ausgebaut werden kann.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Schutzansprüchen offenbart.

Die Erfindung, sowie weitere Merkmale, Ziele, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten derselben, wird bzw. werden nachfolgend anhand einer Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei bezeichnen Ausdrücke, wie z.B. „hinten", „vorne", „links", „rechts" etc. Anordnungen bzw. Orientierungen entsprechend einer Vorderansicht des Anwenders auf die erfindungsgemäße Vorrichtung im bestimmungsgemäßen Einbauzustand (vgl. hierzu auch die 2a bis 2e). In den Zeichnungen bezeichnen dieselben Bezugszeichen dieselben bzw. entsprechende Elemente. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, und zwar unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Schutzansprüchen oder deren Rückbeziehung. In den Zeichnungen zeigen:

1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer auseinandergezogenen Ansicht;

2a eine schematische Darstellung einer Frontansicht einer Maueröffnung, in welche die erfindungsgemäße Vorrichtung eingebaut werden soll;

2b eine schematische Darstellung einer Frontansicht der Maueröffnung mit eingebautem Gehäuse;

2c eine schematische Darstellung einer Frontansicht der Maueröffnung mit eingebautem Gehäuse nach dem Verputzen;

2d eine schematische Darstellung einer Frontansicht der Maueröffnung mit eingebautem Gehäuse nach dem Verputzen und mit aufgesetzter Gehäuseblende; und

2e eine schematische Darstellung einer Frontansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß 1 im bestimmungsgemäßen Einbauzustand.

Anhand der 1 wird im Folgenden der Aufbau eines exemplarischen Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in weiterer Einzelheit näher erläutert. Die 1 zeigt in einer Explosionsdarstellung den Aufbau eines Systems 1, welches eine Anzeigevorrichtung 4 sowie eine Vorrichtung zur Befestigung der Anzeigevorrichtung 4 in einer Öffnung 11 einer Wand oder Mauer 10 aufweist. Die Anzeigevorrichtung 4 ist beispielsweise ein TFT-Display bzw. -Monitor. Die Anzeigevorrichtung 4 weist einen Grundkörper bzw. Gehäuse 40 auf, an dessen Vorderseite eine Anzeigefläche 41 angeordnet ist. Die Anzeigefläche 41 ist berührungssensitiv, so dass ein Anwender beispielsweise mit einem Finger entsprechende Eingaben tätigen kann, welche von einem (nicht dargestellten) Computer verarbeitet werden können. Zum Beispiel kann mit der Anzeigevorrichtung 4 ein Heimnetzwerk gesteuert und Betriebszustände angezeigt werden. An den unteren und oberen Längsseiten sind entfernt zueinander angeordnete Befestigungslaschen 42a, 42b bzw. 42c, 42d ausgebildet. Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht im Wesentlichen aus drei Teilen, nämlich einem Gehäuse 2, welches auch aus Unterputzbox bezeichnet werden kann, einer Gehäuseblende 3 und einer Anzeigevorrichtungsblende 5. Das Gehäuse 2 ist eine quaderförmige Blechkiste mit Außenabmessungen, die etwas kleiner als diejenige der Öffnung 11 der Wand 10 sind, so dass das Gehäuse 2 vollständig und bündig in die Öffnung 11 eingesetzt werden kann. An dessen Vorderseite ist das Gehäuse 2 offen, wobei die sich ergebende Aufnahmeöffnung 21 von einem nach innen in etwa senkrecht ragenden Befestigungsrahmen 22 begrenzt wird. Einer dem Befestigungsrahmen sind umfangsmäßig in etwa äquidistante Gewindebohrungen 25a bis 251 ausgebildet. Ferner sind Spreizwinkel 23a bis 23f an den Schmalseiten des Gehäuses 2 angebracht, um das Gehäuse 2 in der Maueröffnung 11 zu befestigen bzw. zu verankern. Durch Anziehen von (nicht dargestellten) Schrauben werden die Spreizwinkel 23a bis 23f auseinandergespreizt und greifen in die Seitenwände der Maueröffnung 11 ein, um das Gehäuse 2 darin sicher zu verankern. Ferner weist das Gehäuse 2 rechteckförmige Elemente 24a bis 24f auf, welche umgeklappt oder herausgebrochen werden können, um Öffnungen für eine Kabeldurchführung von (nicht dargestellten) weiteren Geräten, wie zum Beispiel einem Computer, zu der Anzeigenvorrichtung 4 vorzusehen. Hierzu ist das Gehäuse 2 an den Stellen der Elemente 24a bis 24f beispielsweise durch eine Laserbearbeitung entsprechend präpariert. Um eine möglichst große Flexibilität zu besitzen, befinden sich die Elemente 24a bis 24f an allen Seiten des Gehäuses 2, so dass abhängig davon, wo entsprechende Leitungen innerhalb der Öffnung 11 aus der Wand 10 austreten, eine entsprechende Durchführung möglich ist. Ferner weist die Vorrichtung 4 eine Gehäuseblende 3 auf. Die Gehäuseblende 3 weist einen äußeren in etwa rechteckigförmigen Rahmenabschnitt 30 und einen inneren nach hinten stufenartig versetzten Befestigungsrahmen 32 auf. Der Befestigungsrahmen 32 begrenzt eine Öffnung 31 der Gehäuseblende 3. Die Öffnung 31 ist etwas größer als die Außenabmessungen der Anzeigevorrichtung 4, so dass die Anzeigevorrichtung 4 durch diese hindurchpasst. An dem Befestigungsrahmenabschnitt 32 sind Löcher 35a bis 351 in etwa äquidistant ausgebildet, welche dazu dienen, dass mittels (nicht gezeigter) Schrauben die Gehäuseblende 3 an dem Gehäuse 2 befestigt werden kann. Hierzu werden die Schrauben durch die Löcher 35a bis 351 gesteckt und in den Gewindebohrungen 25a bis 251 festgeschraubt. Ganz außen bzw. vorne weist die Vorrichtung eine Anzeigevorrichtungsblende 5 auf, welche einen in etwa rechteckförmigen Rahmen 50 aufweist, welcher eine Öffnung 51 umgibt, wobei die Öffnung 51 mindestens so groß wie die Außenabmessungen der Anzeigenfläche 41 der Anzeigevorrichtung 40 ist. Ferner weist der Rahmen 50 an den Zeichnungen nicht dargestellten Rückseite entsprechende Gewindebohrungen auf, so dass die Anzeigenvorrichtung 4 an der Anzeigevorrichtungsblende 5 befestigt werden kann. Hierzu werden die Schrauben von hinten durch in den Befestigungslaschen 42a bis 42d vorgesehenen Löcher hindurch gesteckt und an entsprechenden positionierten Gewindebohrungen auf der Rückseite des Rahmens 50 festgeschraubt. Das Gehäuse 2 zusammen mit der wie vorstehend erläutert angeschraubten Gehäuseblende 3 bildet eine erste Montageeinheit 6. Die Anzeigevorrichtung 4 mit wie vorstehend erläutert angeschraubter Anzeigevorrichtungsblende 5 bildet eine zweite Montageeinheit 7. Die ersten und zweiten Montageeinheiten 6, 7 können so zum Einen Anzeigenvorrichtung 4 in die Maueröffnung 11 an eine Baustelle angeliefert werden. Das Gehäuse 2 und die Gehäuseblende 3 können auch integriert einstückig ausgebildet sein. Entsprechend kann die Anzeigevorrichtungsblende 5 auch mit der Anzeigevorrichtung 4 integriert einstöckig ausgebildet sein. Zur Befestigung der zweiten Montageeinheit 7 an der ersten Montageeinheit 6 ist eine (nicht gezeigte) Rastverbindung vorgesehen. Hierzu weist das Gehäuse 2 und/oder die Gehäuseblende 3 Rastmittel auf, die mit entsprechenden Gegenrastmitteln, die an der Anzeigevorrichtungsblende 5 und/oder der Anzeigevorrichtung ausgebildet sind, zusammenwirken, um im bestimmungsgemäßen Einbauzustand die Anzeigevorrichtung 4 an dem Gehäuse 2 lösbar zu befestigen. Beispielsweise können hierzu an den inneren Seitenwänden des Gehäuses 2 federvorgespannte Kugeln vorgesehen sein, welche in entsprechenden Vertiefungen an den Seiten des Gehäuses 40 der Anzeigevorrichtung 4 zusammen wirken, um beim Einschieben der zweiten Montageeinheit 7 in die erste Montageeinheit 6 eine Rastverbindung zwischen den beiden Montageeinheiten vorzusehen. Die Federvorspannung ist dabei vorzugsweise derart vorzusehen, dass manuell ein Trennen der beiden Montageeinheiten 6 und 7 nicht möglich ist. Mittels Sauggriffen, die außen am Gehäuse 40 der Anzeigevorrichtung 4 in etwa im Bereich der Anzeigefläche 41 angebracht werden können, ist jedoch durch ein ruckartiges Ziehen ein Trennen der beiden Montageeinheiten problemlos möglich. Der Vorteil einer derartigen Verbindung besteht darin, dass diese einfach in der Montage, relativ stabil und von außen nicht sichtbar ist.

Zur weiteren Erläuterung des Aufbaus und der Funktionsweise des Systems 1 bzw. der Vorrichtung zum Befestigen der Anzeigevorrichtung 4 in der Wand- oder Maueröffnung 11 wird auf die 2a bis 2e verwiesen, in welchen in einer schematischen Frontalansicht die einzelnen Montageschritte stark vereinfacht dargestellt sind. In 2a ist die Wand 10 mit der darin ausgebildeten in etwa quaderförmigen Öffnung 11 dargestellt. Zunächst wird das Gehäuse 2 in die Öffnung 11 eingesetzt und mittels der Spreizdübel 23a bis 23h darin verankert (vgl. 2b). Man entnimmt der Darstellung der 2b, dass die Außenabmessungen des Gehäuses etwas kleiner als diejenigen der Öffnung 11 sind, so dass eine Befestigung durch Spreizwinkel möglich ist. Vor dem Befestigen des Gehäuses 2 in der Öffnung 11 wird ein oder mehrere der Elemente 24a bis 24f weggeklappt oder herausgebrochen, um eine entsprechende Kabeldurchführung vorzusehen. In einem nachfolgenden Schritt wird auf der Wand 10 ein Putz 12 aufgebracht, welcher die noch sichtbaren Bereiche der Öffnung 11 vollständig abdeckt. Man entnimmt der 2c deutlich, dass der Putz sich von außen bis zum Befestigungsrahmen 22 erstreckt. Über den Putz wird in einem darauffolgenden Schritt die Gehäuseblende 3 an dem Gehäuse 2 mittels einer Schraubverbindung befestigt. Um nun den Einbau der Anzeigevorrichtung 4 in die Maueröffnung 11 zu vollenden, wird die zweite Montageeinheit 7 von vorne in die Öffnung 21 eingesetzt. Zuvor werden die aus der Maueröffnung 11 und durch eine oder mehrere der Durchführungen 24a bis f hindurch geführten Kabel an die Anzeigevorrichtung 4 angeschlossen. Man entnimmt der 2e deutlich, dass von außen keine Befestigung, wie z.B. Schraubenköpfe, sichtbar sind. Die Anzeigefläche 41 der Anzeigevorrichtung 4 ist durch den Rahmen 50 vollständig sichtbar. Der Rahmen 50 liegt bündig auf dem Befestigungsrahmen 32 der Gehäuseblende 3 auf, wobei die Gehäuseblende 30 größere Außenabmessungen als die Anzeigevorrichtung 5 besitzt und unmittelbar auf dem Putz 12 aufliegt.

Die Erfindung wurde vorstehend anhand von bevorzugten Ausführungsformen derselben näher erläutert. Für einen Fachmann ist es jedoch offensichtlich, dass unterschiedliche Abwandlungen und Modifikationen gemacht werden können, ohne von dem der Erfindung zugrundeliegenden Gedanken abzuweichen. So wurde beispielsweise die Erfindung oben anhand der Befestigung bzw. des Einbaus einer Anzeigevorrichtung in eine Wand- oder Maueröffnung beschrieben. Dabei ist jedoch klar, dass die Wand oder Mauer aus jedem geeigneten Material d.h. nicht unbedingt aus Stein, hergestellt sein muss. Ebenso eignet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. System auch zum Einbau in Öffnungen irgendwelcher Körper, wie z.B. Säulen oder Treppen. Die Erfindung kann sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden zum Einsatz kommen.

1
System
2
Gehäuse
3
Gehäuseblende
4
Anzeigevorrichtung
5
Anzeigenvorrichtungsblende
6
Erste Montageeinheit
7
Zweite Montageeinheit
10
Wand oder Mauer
11
Wand- oder Maueröffnung
21
Aufnahmeöffnung
22
Befestigungsrahmen
23a bis 23f
Spreizwinkel
23a bis 24f
Element
25a bis 25l
Gewindebohrungen
30
Rahmenabschnitt
39
Öffnung der Gehäuseblende
32
Befestigungsabschnitt
35a bis 35l
Löcher
40
Gehäuse
41
Anzeigefläche
42a bis 42d
Befestigungslaschen
50
Rahmen
51
Öffnung der Anzeigevorrichtungsblende


Anspruch[de]
Vorrichtung (2; 3; 5) zur Befestigung einer Anzeigeeinrichtung (4) in einer Wand- oder Maueröffnung (11) oder dergleichen, wobei im bestimmungsgemäßen Einbauzustand die Anzeigefläche (41) der Anzeigeeinrichtung (4) von der Wand oder Mauer (10) weg gerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2; 3; 5) folgendes aufweist:

– ein Gehäuse (2) zum Einsetzen in die Wand- oder Maueröffnung (11), wobei das Gehäuse (2) Befestigungsmittel aufweist, um das Gehäuse (2) in der Wand- oder Maueröffnung (11) zu befestigen, und wobei das Gehäuse (2) im bestimmungsgemäßen Einbauzustand eine von der Wand oder Mauer (10) weg gerichtete Aufnahmeöffnung (21) zur Aufnahme der Anzeigeeinrichtung (4) aufweist;

– eine Gehäuseblende (3) zur im Wesentlichen umfangsmäßigen Abdeckung der Wand- oder Maueröffnung (11), wobei die Gehäuseblende (3) im bestimmungsgemäßen Einbauzustand an dem Gehäuse (2) befestigt ist oder mit diesem integriert ausgebildet ist;

– eine Anzeigevorrichtungsblende (5), wobei die Anzeigevorrichtungsblende (5) im bestimmungsgemäßen Einbauzustand an der von der Wand oder Mauer (10) weg gerichteten Seite der Anzeigeeinrichtung (4) befestigt ist oder mit dieser integriert ausgebildet ist, wobei die Anzeigevorrichtungsblende (5) im bestimmungsgemäßen Einbauzustand um die Anzeigefläche (41) der Anzeigevorrichtung (4) herum im Wesentlichen einen Rahmen bildet;

und wobei das Gehäuse (2) und/oder die Gehäuseblende (3) Rastmittel aufweisen, die mit entsprechenden Gegenrastmitteln, die an der Anzeigevorrichtungsblende (5) und/oder der Anzeigevorrichtung (4) ausgebildet sind, zusammenwirken, um im bestimmungsgemäßen Einbauzustand die Anzeigevorrichtung (4) an dem Gehäuse (2) lösbar zu befestigen.
Vorrichtung (2; 3; 5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseblende (3) eine Öffnung (31) aufweist, wobei die Abmessungen der Öffnung (31) größer als die Außenabmessungen der Anzeigevorrichtung (4) sind. Vorrichtung (2; 3; 5) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtungsblende (5) eine Öffnung (51) aufweist, wobei die Abmessungen der Öffnung (51) größer als oder im Wesentlichen gleich zu den Abmessungen der Anzeigefläche (41) der Anzeigevorrichtung (4) sind. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenabmessungen der Gehäuseblende (3) diejenigen der Anzeigevorrichtungsblende (5) übersteigen. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseblende (3) einen Rahmen für die Aufnahmeöffnung (21) bildet. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im bestimmungsgemäßen Einbauzustand die Anzeigevorrichtungsblende (5) unmittelbar auf der Gehäuseblende (3) an einem überstehenden Teil davon aufliegt. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) und die Gehäuseblende (3) als eine erste selbständig handhabbare Montageeinheit (6) ausgebildet sind. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (4) und die Anzeigevorrichtungsblende (5) als eine zweite selbständig handhabbare Montageeinheit (7) ausgebildet sind. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (4) ein Touchscreen-Monitor ist. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel des Gehäuses (2) wenigstens einen Spreizwinkel (23a; 23b; 23c; 23d; 23e; 23f) aufweisen. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Lösen der Befestigung der Anzeigevorrichtung (4) Sauggriffe vorgesehen sind. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) an dessen Rück- und/oder Seitenwänden wenigstens ein herausbrechenbares oder wegklappbares Element (24a; 24b; 24c; 24d; 24e; 24f) aufweist, das als Öffnung zur Kabeldurchführung dient. Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im bestimmungsgemäßen Einbauzustand der Vorrichtung (2; 3; 5) von außen lediglich die Gehäuseblende (3), die Anzeigevorrichtungsblende (5) und die Anzeigefläche (41) der Anzeigevorrichtung (4) sichtbar sind. System (1) zum Einbau einer Anzeigevorrichtung in eine Wand- oder Maueröffnung (11) mit einer Anzeigevorrichtung (4) und einer Vorrichtung (2; 3; 5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.






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