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Dokumentenidentifikation DE202007007156U1 13.09.2007
Titel Leistenverbinder
Anmelder W. Döllken & Co. GmbH, 45964 Gladbeck, DE
Vertreter Andrejewski, Honke & Sozien, 45127 Essen
DE-Aktenzeichen 202007007156
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.09.2007
Registration date 09.08.2007
Application date from patent application 18.05.2007
IPC-Hauptklasse E04F 19/04(2006.01)A, F, I, 20070615, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 13/26(2006.01)A, L, I, 20070615, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Leistenverbinder für eine fugenüberbrückende Verbindung von (zwei) Leisten, insbesondere Sockelleisten, Wandanschlussleisten, Deckenanschlussleisten oder dergleichen Abschlussleisten, und zwar vorzugsweise mit

  • – zumindest einem die Fuge zwischen den Leistenstirnseiten sowie die einander zugewandten Leistenenden (bereichsweise) abdeckenden frontseitigen Abdeckprofil,
  • – zumindest einer die Leistenrückseite hintergreifenden und/oder in die Leistenstirnseite eingreifenden rückseitigen Haltezunge und
  • – zumindest einem einer oder beiden Leistenstirnseiten zugeordneten Anschlagsteg,
wobei die Leistenenden unter Bildung eines Klemmsitzes zwischen Abdeckprofil und Haltezunge gegen den Anschlagsteg einsteckbar sind. – Leisten meint im Rahmen der Erfindung insbesondere Sockelleisten (Übergang Boden-Wand), Wandanschlussleisten (Übergang Arbeitsplatte-Wand) oder Deckenanschlussleisten (Übergang Wand-Decke). Derartige Leisten für einen Übergang zwischen zwei zum Beispiel rechtwinklig zueinander angeordneten Bereichen werden im Rahmen der Erfindung als Abschlussleisten bezeichnet. Insoweit kann es sich auch um eine vertikal verlaufende bzw. montierte Abschlussleiste zwischen zwei Wänden handeln. Es kann sich um Verbundleisten aus verschiedenen Werkstoffen, zum Beispiel Kernsackelleisten handeln, die aus einem Leistenkern aus zum Beispiel Holzwerkstoff und einer Kunststoffummantelung sowie gegebenenfalls oberseitigen und unterseitigen weichelastischen Abschlussprofil bestehen. Die Leistenverbinder sind jedoch auch für andere Leisten, zum Beispiel Massivleisten aus Holz und/oder Kunststoff oder auch Hohlprofilleisten geeignet. Üblicherweise werden mehrere Leisten gleichsam nebeneinander verlegt, wobei die Leistenverbinder der fugenüberbrückenden Verbindung der "fluchtenden" Leisten dienen.

Es ist bekannt, dass die bekannten Leisten im montierten Zustand Ausdehnungen, zum Beispiel aufgrund von Temperaturschwankungen und/oder Änderungen der Luftfeuchtigkeit, unterworfen sind. Da bei den bekannten Leistenverbindern das frontseitige Abdeckprofil üblicherweise eine Breite aufweist, welche ein mehrfaches der üblicherweise auftretenden Fugenbreiten entspricht, lassen sich Längenausdehnungen der Leisten grundsätzlich ausgleichen. Dieses gilt auch für einen aus der DE 202 10 492 U1 bekannten Leistenverbinder, bei welchem die Haltezungen bzw. Verbindungszungen zweigeteilt sind und die Leisten mit ihren Stirnseiten gegen entsprechende Anschlagstege einsteckbar sind. Dabei sind zwei voneinander beanstandete Anschlagstege vorgesehen, deren Abstand die minimale Fuge zwischen den Leisten definiert und etwaigen Verformungen des Steges infolge eines Klemmsitzes Rechnung tragen soll. Es soll dabei möglich sein, dass ein Steg nach innen in Richtung auf den benachbarten Steg gebogen wird. Die insoweit bekannten Leistverbinder haben sich in der Praxis bewährt. Sie sind jedoch weiterentwicklungsfähig. – Hier setzt die Erfindung ein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Leistenverbinder für eine fugenüberbrückende Verbindung von (zwei) Leisten zu schaffen, welcher bei einfachem und kostengünstigen Aufbau und einfacher Montage eine einwandfreie Kompensation von Ausdehnungen bzw. Verformungen der Leisten gewährleistet.

Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Leistenverbinder, dass der Anschlagsteg zumindest bereichsweise als in Richtung der zugeordneten Leistenstirnseite ausgerichteter federelastischer Kompensationssteg ausgebildet oder zumindest ein solcher Kompensationssteg an den Anschlagsteg angeschlossen ist. – Dabei geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, dass sich Ausdehnungen der Leisten, zum Beispiel durch Temperaturschwankungen oder Luftfeuchtigkeitsschwankungen, einwandfrei und ohne zum Beispiel stabilitätsmäßige Nachteile ausgleichen lassen, wenn der Leistenverbinder federelastische Kompensationsstege aufweist, welche – ausgehend von einem bestimmten Befestigungspunkt an dem Leistenverbinder – in Richtung der zugeordneten Leistenstirnseite orientiert sind, das heißt sie verlaufen bzw. wirken der Einschubrichtung der Leiste entgegen. Dieses hat zur Folge, dass die Leisten selbst dann gegen den Kompensationssteg anliegen, wenn die Leisten nicht vollständig in den Leistenverbinder eingesteckt sind. Selbst bei verhältnismäßig großen Ausdehnungen bzw. Kontraktionen einer Leiste bzw. beider Leisten bleiben die Kompensationsstege bzw. bleibt der Kompensationssteg zuverlässig in Anlage mit den Leistenstirnseiten, so dass ein stabiler Verbund erhalten bleibt. Die Kompensationsstege können zugleich die Anschlagstege bilden. Es können jedoch auch Kompensationsstege an vorhandene Anschlagstege angeschlossen sein.

In einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist dazu vorgesehen, dass der Kompensationssteg als in Richtung der zugeordneten Leistenstirnseite (konvex) gekrümmter federelastischer Steg ausgebildet ist. Um ein hohes Maß an Elastizität zu gewährleisten ist der Kompensationssteg nicht über seine gesamt Länge fest an das Abdeckprofil angeschlossen, vielmehr schlägt die Erfindung vor, dass die Kompensationsstege zumindest bereichsweise parallel zu der Rückseite des Abdeckprofils und in vorgegebenem Abstand dazu angeordnet sind. Die Kompensationsstege lassen sich folglich relativ zu dem Abdeckprofil verformen, und zwar insbesondere in ihrem zentralen Mittelbereich zwischen ihren Befestigungspunkten.

Die bereits erwähnten Haltezungen sind in an sich bekannter Weise an rückseitig an das Abdeckprofil angeschlossenen Befestigungsstegen befestigt. In diesem Zusammenhang schlägt die Erfindung zum Beispiel vor, dass der Kompensationssteg bzw. die Kompensationsstege mit ihren Enden an diese Befestigungsstege angeschlossen sind. Die Befestigungsstege, die zum Beispiel jeweils im oberen und unteren Bereich und unterseitig an dem Abdeckprofil vorgesehen sein können, dienen bei dieser Ausführungsform folglich einerseits der Befestigung der Haltezungen und andererseits der Befestigung der. Kompensationsstege. Der Kompensationssteg bzw. die Kompensationsstege erstrecken sich folglich (bogenförmig bzw. vorgespannt) von einem Befestigungssteg bis zu dem anderen Befestigungssteg.

In abgewandelter Ausführungsform der Erfindung sind die Kompensationsstege jedoch nicht unmittelbar an den Befestigungsstegen fixiert, sondern an von den Befestigungsstegen getrennten bzw. beabstandeten Distanzstegen befestigt. Dieses führt gleichsam zu einer Entkopplung der Kompensationsstege von den Haltezungen.

In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist jeder Leistenstirnseite zumindest jeweils ein (eigener) Kompensationssteg zugeordnet, wobei diese (beiden) Kompensationsstege dann in entgegengesetzter Richtung orientiert sind. So können beispielsweise zwei in entgegengesetzten Richtungen konvex gekrümmte federelastische Stege vorgesehen sein, welche in der Draufsicht eine gleichsam ovale bzw. elliptische Gestalt bilden, wobei die eingeschobenen Leisten dann aus entgegensetzten Richtungen auf diese beiden gekrümmten Anschlagstege treffen und diese aufeinander zu verformen.

Der (maximale) Abstand solcher zweier Kompensationsstege beträgt (zum Beispiel in etwa in deren Mitte) zum Beispiel 5 mm bis 20 mm, zum Beispiel 5 mm bis 15 mm. Sofern beispielsweise bei einer Ausführungsform ein (maximaler) Abstand im nicht montierten Zustand von 15 mm vorgesehen ist, gewährleistet der erfindungsgemäße Leistenverbinder, dass die Anschlagstege bzw. Kompensationsstege selbst dann beidseitig mit den Leistenstirnflächen Kontakt behalten, wenn sich die Fuge auf bis zu 15 mm verbreitert.

Die beiden den beiden Leistenstirnseiten zugeordneten Kompensationsstege können an einem oder mehreren gemeinsamen Befestigungsstegen oder Distanzstegen befestigt sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die den beiden Leistenstirnseiten zugeordneten Kompensationsstege an jeweils einem oder mehreren separaten Befestigungsstegen oder Distanzstegen befestigt sind.

In einer möglichen Variante der Erfindung ist der einer Leistenstirnseite zugeordnete Kompensationssteg als "durchgehender" Steg ausgebildet, das heißt er erstreckt sich durchgehend über die gesamte Höhe des Verbinders von einem Befestigungssteg bis zu dem anderen Befestigungssteg bzw. von einem Distanzsteg bis zum anderen Distanzsteg. In einer anderen Variante der Erfindung besteht jedoch die Möglichkeit, dass ein solcher Kompensationssteg als mehrteiliger bzw. unterbrochener Steg ausgebildet ist. In einem solchen Fall kann sich dann ein gekrümmter Kompensationssteg von einem Befestigungssteg bzw. Distanzsteg bis in etwa zur Verbindermitte erstrecken und von dem anderen Befestigungssteg bzw. anderen Distanzsteg erstreckt sich ein weiterer Kompensationssteg des ebenfalls in etwa in den Bereich der Verbindermitte. Stets ist gewährleistet, dass die beschriebene Kompensation und damit einwandfreie Fugenüberbrückung gelingt.

Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung bilden die beschriebenen Kompensationsstege zugleich die Anschlagstege, das heißt es sind nicht einerseits Anschlagstege und anderseits daran befestigte Kompensationsstege vorgesehen. Die Erfindung umfasst jedoch auch solche Ausführungsformen, bei welchen rückseitig auf dem Abdeckprofil in an sich bekannter Weise ein oder mehrere Anschlagstege vorgesehen sind, wobei dann im Bereich dieser Anschlagstege zusätzlich die erfindungsgemäßen Kompensationsstege befestigt sind. Dazu kann unmittelbar auf der Leistenrückseite ein Anschlagsteg angeordnet bzw. angeformt sein. Beabstandet von einem solchen Anschlagsteg kann dann ergänzend der federelastische Kompensationssteg vorgesehen sein.

Ferner umfasst die Erfindung Ausführungsformen, bei welchen an einen Anschlagsteg und/oder rückseitig an das Abdeckprofil mehrere Kompensationsstege kammartig angeschlossen sind. Diese Kompensationsstege sind dann unter einem vorgegebenen Winkel von zum Beispiel 20 bis 45° an den Anschlagsteg oder an das Abdeckprofil angeschlossen.

Die erfindungsgemäßen Leistenverbinder sind in an sich bekannter Weise vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt, zum Beispiel aus Polystyrol bzw. Polystyren (PS). Es werden jedoch auch Ausführungsformen aus anderen Kunststoffen, zum Beispiel ABS umfasst. Grundsätzlich sind auch Leistenverbinder aus anderen Werkstoffen bzw. Werkstoffverbindungen möglich. Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen bei welchen die Leistenverbinder einstückig gefertigt sind, zum Beispiel als Kunststoff-Spritzgießteile.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich Ausführungsbeispielen darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen

1 einen im Bereich einer Fuge zwischen zwei Sockelleisten montierten Leistenverbinder,

2a eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Leistenverbinders in einer Rückansicht,

2b den Gegenstand nach 2a in einer Ansicht auf die Leistenstirnseite,

2c einen Schnitt A-A durch den Gegenstand nach 2b,

3a eine zweite Ausführungsform der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht,

3b eine Rückansicht auf den Gegenstand nach 3a,

4a, 4b eine abgewandelte Ausführungsform des Gegenstandes nach 3a bzw. 3b,

5a, 5b, 5c eine weitere Ausführungsform der Erfindung,

6a, 6b eine wiederum abgewandelte Ausführungsform der Erfindung,

7a, 7b eine weitere Ausführungsform der Erfindung,

8a, 8b eine weitere Abwandlung des Gegenstandes nach 7a, 7b,

9a, 9b den Gegenstand nach 8a, 8b in weiterer Abwandlung und

10a, 10b, 10c eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung.

Die in den Figuren dargestellten erfindungsgemäßen Leistenverbinder 1 dienen einer fugenüberbrückenden Verbindung zweier Leisten 2, 3. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich um Sockelleisten 2, 3, die zum Beispiel als Kernsockelleisten ausgestaltet sein können.

Der Leistenverbinder 1 weist zunächst einmal einen die Fuge 4 zwischen den Leistenstirnseiten 5 sowie die einander zugewandten Leistenenden abdeckendes frontseitiges Abdeckprofil 6 auf. Dieses Abdeckprofil 6 weist eine Außenkontur auf, die der Kontur der zu verbindenden Leisten 2, 3 angepasst ist. Insofern ist ein der eigentlichen Leiste zugeordneter zentraler Bereich des Abdeckprofils 6 vorgesehen, an dem sich oberseitig und unterseitig abgewinkelte Abschlussbereiche anschließen, die dem oberen und unteren weichelastischen Abschlussprofil der Sockelleiste 2, 3 zugeordnet sind. Ferner weist der Leistenverbinder 1 mehrere die jeweilige Leistenrückseite hintergreifende bzw. in die Leistenstirnseite eingreifende (rückseitige) Haltezungen 7a, 7b, 8a, 8b auf. Diese über- bzw. untergreifen in montiertem Zustand den Leistenkern und hintergreifen dabei das entsprechende Abdeckprofil 6. Darüber hinaus weist der Leistenverbinder 1 zumindest einen Anschlagsteg 9 auf, der einer oder beiden Leistenstirnseiten 5 zugeordnet ist. Ein solcher Leistenverbinder 1 ist im Ausführungsbeispiel als einstückig gefertigtes Kunststoffbauteil ausgebildet und zum Beispiel im Wege des Spritzgießens gefertigt. Eine vergleichende Betrachtung der Figuren macht deutlich, dass die Leistenenden der beiden Leisten 2, 3 unter Bildung eines Klemmsitzes zwischen Abdeckprofil 6 und Haltezungen 7a, 7b, 8a, 8b gegen den Anschlagsteg 9 eingesteckt werden. Dabei ist erkennbar, dass jeder Leiste 2 bzw. 3 jeweils zwei Haltezungen 7a, 8a, bzw. 7b, 8b zugeordnet sind, wobei die Haltezungen 7a, 7b das Abdeckprofil 6 im oberen Bereich hintergreifen und die Haltezungen 8a, 8b das Abdeckprofil 6 im unteren Bereich hintergreifen. Die Haltezungen 7a, 7b bzw. 8a, 8b können dabei unmittelbar miteinander verbunden sein. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass – wie beispielsweise in 2a dargestellt –, die Haltezungen 7a und 7b separat mit vorgegebenem Abstand B zueinander angeordnet sind.

Erfindungsgemäß ist der Anschlag 9 bzw. sind die Anschläge 9 nun zumindest bereichsweise als in Richtung der zugeordneten Leitenstirnseite 5 ausgerichtete federelastische Kompensationsstege 10, 10a, 10b bzw. 11, 11a, 11b ausgebildet.

Die 2 bis 9 zeigen dabei Ausführungsformen, bei welchen der Kompensationssteg 10, 10a, 10b, 11, 11a, 11b als in Richtung der zugeordneten Leistenstirnseite konvex gekrümmter federelastischer Steg ausgebildet ist. Dazu wird auf die bevorzugte Ausführungsform gemäß 2a, 2b und 2c verwiesen. Es sind zwei Kompensationsstege 10, 11 vorgesehen, wobei sich jeder dieser Kompensationsstege 10 bzw. 11 von den oberen Haltezungen 7a, 7b bis zu den unteren Haltezungen 8a, 8b durchgehend erstreckt und zwischen diesen Haltezungen gebogen bzw. gekrümmt und folglich vorgespannt verläuft. Die Haltezungen sind dabei an rückseitig an das Abdeckprofil angeschlossene Befestigungsstege 12 befestigt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 2a bis 2c sind auch die Kompensationsstege 10, 11 mit ihren Enden an diese Befestigungsstege 12 angeschlossen. Dabei ist erkennbar, dass im Ausführungsbeispiel nach den 2a bis 2c zwei Kompensationsstege 10, 11 vorgesehen sind, wobei der Kompensationssteg 10 der Leiste 2 und der Kompensationssteg 11 einer benachbarten Leiste 3 zugeordnet ist. Die Kompensationsstege 10, 11 sind dabei in entgegengesetzter Richtung orientiert und folglich in entgegengesetzter Richtung konvex gekrümmt, so dass die in 2a dargestellte gleichsam ovale bzw. elliptische Grundform der beiden Kompensationsstege 10, 11 entsteht. Während die Kompensationsstege 10, 11 im Bereich ihrer Enden und folglich im Bereich der Befestigungsstege 12 einen Abstand B von etwa 3 mm bis 5 mm, zum Beispiel 4 mm aufweisen, beträgt der (maximale) Abstand A in unmontiertem Zustand im Bereich der Mitte der Kompensationsstege 10, 11 etwa 10 mm bis 15 mm. Es wird nun deutlich, dass die eingesteckten Leisten 2, 3 die Kompensationsstege 10, 11 in Leistenlängsrichtung verformen können, wobei die Leistenstirnseiten 5 selbst dann an beiden Kompensationsstegen 10, 11 anliegen, wenn die Fuge eine Breite von zum Beispiel 10 mm oder mehr aufweisen sollte.

In den 3a und 3b ist eine abgewandelte Ausführungsform des Gegenstandes nach 2a bis c dargestellt. Es sind wiederum zwei Kompensationsstege 10, 11 vorgesehen, die sich im Wesentlichen über die gesamte Leistenhöhe erstrecken. Diese Kompensationsstege 10, 11 sind jedoch nun nicht an den Befestigungsstegen 12, sondern an separat vorgesehen Distanzstegen 13 befestigt, welche unter Bildung eines Spaltes beabstandet von den Befestigungsstegen 12 angeordnet sind. Dabei verlaufen auch bei dieser Ausführungsform die Kompensationsstege 10, 11 im Wesentlichen parallel zu der Rückseite des Abdeckprofils bzw. des mittleren Bereichs des Abdeckprofils 6, und zwar in einem vorgegebenen Abstand C. Die Kompensationsstege 10, 11 sind durch die Befestigung an den Distanzstegen 13 folglich entkoppelt von den Befestigungsstegen 12 und folglich auch entkoppelt von den Haltezungen 7a, 7b bzw. 8a, 8b. Im Übrigen entspricht die Ausführungsform nach 3a und 3b im Wesentlichen der Ausführungsform der 2a bis 2c.

Bei der Ausführungsform gemäß 4a und 4b sind ebenfalls zwei Kompensationsstege 10, 11 vorgesehen, die jedoch nicht an beabstandeten separaten Befestigungsstegen, sondern oben und unten jeweils an einem einzigen Befestigungssteg 12 befestigt sind, die beiden Kompensationsstege 10, 11 laufen folglich im Bereich der Befestigungsstege 12 zusammen.

Grundsätzlich besteht auch bei der Ausführungsform nach 4a und 4b die Möglichkeit, die Kompensationsstege 10, 11 nicht an dem Befestigungssteg 12, sondern an separaten Distanzstegen 13 zu befestigen. Eine solche Ausführungsform ist in den Figuren nicht dargestellt.

Während bei den bisher erläuterten Ausführungsformen die Kompensationsstege 10, 11 als gleichsam durchgehende Kompensationsstege ausgebildet waren, die sich von den oberen Haltezungen 7a, 7b bis zu den unteren Haltezungen 8a, 8b durchgehend erstrecken, zeigen die 5a bis 5c eine abgewandelte Ausführungsform mit "unterbrochenen" Kompensationsstegen, die von jeweils zwei (Teil-)Kompensationsstegen 10a, 10b bzw. 11a, 11b gebildet werden. Im Bereich der Haltezunge 7a ist an den Befestigungssteg 12 der Kompensationssteg 10a angeschlossen, während an den Befestigungssteg 12 der unteren Haltezunge 8a der Kompensationssteg 10b angeschlossen ist. Gleiches gilt für die Kompensationsstege 11a und 11b. Die Funktionsweise entspricht im Großen und Ganzen der Funktionsweise der Ausführungsformen gemäß 2a bis 2c. Die Länge der einzelnen Kompensationsstege gemäß 5a bis 5c kann variiert werden, um das Kompensationsverhalten zu beeinflussen.

Die 6a, 6b und 7a, 7b sowie 8a, 8b und 9a, 9b zeigen abgewandelte Ausführungsformen der Erfindung, bei welchen einerseits fest an das Abdeckprofil 6 angeschlossene Anschlagstege 9 und andererseits ergänzende Kompensationsstege 10, 11 bzw. 10a, 10b und 11a, 11b vorgesehen sind. Die Anschlagstege 9 sind fest rückseitig an das Abdeckprofil 6 angeformt und sie erstrecken sich über die volle Höhe des Abdeckprofils von den oberen Haltezungen 7a, 7b bis zu den unteren Haltezungen 8a, 8b. Gleichsam auf diese Haltestege aufgesetzt, wobei die Kompensationsstege 10, 11 bzw. 10a, 10b und 11a, 11b dennoch mit vorgegebenem Abstand C von dem Abdeckprofil angeordnet sind, so dass sie biegeelastisch verformbar sind und die gewünschte Funktion erfüllen können. Die separat vorgesehenen Anschlagstege 9, die aufgrund der festen Anbindung an das Abdeckprofil 6 nicht bzw. kaum verformbar sind, wird gleichsam ein "minimaler" Endanschlag definiert, der eine minimale Fuge bestimmt. Im Übrigen zeigen diese Figuren verschiedenste Ausführungsformen und Möglichkeiten der Gestaltung der Kompensationsstege, die bereits im Zusammenhang mit den vorangegangenen Figuren erläutert wurden.

Schließlich zeigen die 10a bis 10c eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei welcher keine konvex gekrümmten Kompensationsstege vorgesehen sind, sondern bei welcher an die Anschlagstege 9 jeweils mehrere zinkenartig unter vorgegebenem Winkel vorkragende Kompensationsstege 10, 11 angeformt sind, so dass eine gleichsam kammartige Kompensations-Struktur erzeugt wird. Der Winkel &agr; der Kompensationsstege gegen den Anschlagsteg beträgt im Ausführungsbeispiel etwa 30°.

Im Übrigen besteht die Möglichkeit, derartige zinkenartige Kompensationsstege nicht nur an einem Anschlagsteg zu befestigen, sondern beispielsweise auch unmittelbar rückseitig an dem Abdeckprofil selbst, so dass diese Kompensationsstege dann gleichsam von dem Abdeckprofil nach oben aufstehen würden. Eine solche Ausführungsform ist in den Figuren nicht dargestellt.


Anspruch[de]
Leistenverbinder (1) für eine fugenüberbrückende Verbindung von Leisten (2, 3), insbesondere Sockelleisten, Wandanschlussleisten, Deckenanschlussleisten oder dergleichen Abschlussleisten, mit zumindest einem einer oder beiden Leistenstirnseiten (5) zugeordneten Anschlagsteg (9), wobei die Leistenenden (5) unter Bildung eines Klemmsitzes in bzw. auf den Leistenverbinder (1) gegen den Anschlagsteg (9) einsteckbar bzw. aufsteckbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagsteg (9) zumindest bereichsweise als in Richtung der zugeordneten Leistenstirnseite (5) ausgerichteter federelastischer Kompensationssteg ausgebildet oder zumindest ein solcher Kompensationssteg (10, 10a, 10b, 11, 11a, 11b) an den Anschlagsteg (9) angeschlossen ist. Leistenverbinder nach Anspruch 1 mit

– zumindest einem die Fuge (4) zwischen den Leistenstirnseiten (5) sowie die einander zugewandten Leistenenden abdeckenden frontseitigen Abdeckprofil (6),

– zumindest einer die Leistenrückseite hintergreifenden und/oder in die Leistenstirnseite (5) eingreifenden rückseitigen Haltezunge (7a, 7b, 8a, 8b) und

– zumindest einem einer oder beiden Leistenstirnseiten (5) zugeorndeten Anschlagsteg (9),

wobei die Leistenenden unter Bildung eines Klemmsitzes zwischen Abdeckprofil (6) und Haltezunge (7a, 7b, 8a, 8b) gegen den Anschlagsteg (9) einsteckbar sind.
Leistenverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompensationssteg (10, 11, 10a, 10b, 11a, 11b) als in Richtung der zugeordneten Leistenstirnseite (5) gekrümmter federelastischer Steg ausgebildet ist. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompensationssteg (10, 11, 10a, 10b, 11a, 11b) zumindest bereichsweise parallel zu der Rückseite des Abdeckprofils (6) und in vorgegebenem Abstand (C) dazu angeordnet ist. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltezungen (7a, 7b, 8a, 8b) an rückseitig an das Abdeckprofil (6) angeschlossenen Befestigungsstegen (12) befestigt sind und dass der Kompensationssteg (10, 11, 10a, 10b, 11a, 11b) bzw. die Kompensationsstege mit ihren Enden an diese Befestigungsstege (12) angeschlossen sind. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompensationssteg an von den Befestigungsstegen (12) getrennten bzw. beabstandeten Distanzstegen (13) befestigt ist. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Leistenstirnseite (5) zumindest ein Kompensationssteg (10, 11, 10a, 10b, 11a, 11b) zugeordnet ist, wobei die Kompensationsstege (10, 10a, 10b, bzw. 11, 11a, 11b) in entgegengesetzter Richtung orientiert sind. Leistenverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die den beiden Leistenstirnseiten (5) zugeordneten Kompensationsstege (10, 10a, 10b bzw. 11, 11a, 11b) an einem oder mehreren gemeinsamen Befestigungsstegen (12) oder Distanzstegen (13) befestigt sind. Leistenverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die den beiden Leistenstirnseiten (5) zugeordneten Kompensationsstege (10, 10a, 10b bzw. 11, 11a, 11b) an jeweils einem oder mehreren separaten Befestigungsstegen (12) oder Distanzstegen (13) befestigt sind. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die den beiden Leistenstirnseiten (5) zugeordneten Kompensationsstege (10, 10a, 10b bzw. 11, 11a, 11b) im nicht montierten Zustand einen (maximalen) Abstand (A) von 5 mm bis 20 mm, zum Beispiel 5 mm bis 15 mm aufweisen. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein einer Leistenstirnseite (5) zugeordneter Kompensationssteg (10, 11) als durchgehender Steg (10, 11) ausgebildet ist. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein einer Leistenstirnseite (5) zugeordneter Kompensationssteg (10a, 10b, 11a, 11b) als mehrteiliger bzw. unterbrochener Steg (10a, 10b bzw. 11a, 11b) ausgebildet ist. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass den von dem Abdeckprofil (6) beabstandeten federelastischen Kompensationsstegen (10, 11, 10a, 10b, 11a, 11b) ein im Wesentlichen gerader Anschlagsteg (9) zugeordnet ist, welcher vorzugsweise über seine gesamte Länge fest an das Abdeckprofil (6) angeschlossen ist. Leistenverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einen Anschlagsteg (9) und/oder rückseitig an das Abdeckprofil (6) mehrere Kompensationsstege (10, 11) kammartig angeschlossen sind. Leistenverbinder nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompensationssteg (10, 11) zumindest bereichsweise im Wesentlichen parallel zu der Rückseite des Abdeckprofils (6) mit vorgegebenem Abstand dazu angeordnet ist. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Leistenverbinder (1) aus Kunststoff gefertigt ist, zum Beispiel aus Polystyrol. Leistenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Leistenverbinder (1) einstückig gefertigt ist, zum Beispiel als Kunststoff/Spritzgieß-Bauteil.






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