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Dokumentenidentifikation DE202007007471U1 13.09.2007
Titel Lineal zur Winkelausrichtung
Anmelder Hochholzer jun., Johann, 84144 Geisenhausen, DE
Vertreter Gustorf, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 84036 Landshut
DE-Aktenzeichen 202007007471
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.09.2007
Registration date 09.08.2007
Application date from patent application 31.05.2007
IPC-Hauptklasse G01B 3/56(2006.01)A, F, I, 20070531, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01B 3/04(2006.01)A, L, I, 20070531, B, H, DE   G01C 17/00(2006.01)A, L, I, 20070531, B, H, DE   G01C 9/00(2006.01)A, L, I, 20070531, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Lineal zur Winkelausrichtung auf horizontalen Flächen, bestehend aus einem geradlinigen, leistenförmigen Körper mit einer in Längsrichtung verlaufenden Anschlagkante und Mitteln zur Bestimmung des Winkels zwischen der Anschlagkante und einer Bezugsgeraden auf der Fläche.

Derartige Lineale werden vor allem, nicht jedoch ausschließlich, im Bauhandwerk benötigt, um gedachte Linien auf einem Boden oder einer Decke parallel oder in einem gewünschten Winkel zu einer Bezugsgeraden, meistens einer Raumkante, festzulegen. Derartige Lineale verwenden vorwiegend Fliesenleger, Maler oder Raumausstatter.

Um beispielsweise bei Fliesenlegerarbeiten im Raum auf einem Fußboden eine Gerade festzulegen, die parallel oder in einem bestimmten Winkel zu einer Raumkante verlaufen soll, ist es bisher erforderlich, in wenigstens zwei Messvorgängen entsprechende Punkte auf dem Fußboden festzulegen, die den entsprechenden, genauen Abstand rechtwinklig zu der gegenüberliegenden Raumkante haben. Ein solches Verfahren ist einerseits zeitaufwendig und andererseits fehleranfällig.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Lineal zur Winkelausrichtung zur Verfügung zu stellen, mit dem in einem Arbeitsgang rasch und fehlerfrei jeder gewünschte Winkel einer Geraden auf der Fläche relativ zu der Bezugsgeraden ermittelt und angezeigt werden kann.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Mittel zur Winkelbestimmung aus einem in dem leistenförmigen Körper integrierten Kompass bestehen, der mit einer digitalen Anzeige für den Winkel verbunden ist.

In Weiterbildung der Erfindung ist die digitale Winkelanzeige mit einem Null-Rückstellknopf auf dem leistenförmigen Körper verbunden.

Ferner kann dem Kompass eine in dem leistenförmigen Körper untergebrachte Batterie zugeordnet sein, die mit einem Ein/Aus-Schalter verbunden ist.

Mit der Erfindung steht ein einfach aufgebautes Werkzeug zur Verfügung, das unter Verwendung handelsüblicher Elemente – Kompass und Digitalanzeige – kostengünstig hergestellt werden kann und in verblüffend einfacher Weise jeden gewünschten Winkel auf der Fläche bestimmt und sichtbar macht. Dieses Werkzeug kann in vorteilhafter Weise in einer Wasserwaage integriert sein.

Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Diese zeigt in schematischer Draufsicht eine horizontale Fläche, beispielsweise einen Fußboden in einem Raum, auf dem ein gewünschter Winkel relativ zur gegenüberliegenden Kante (Bezugsgerade) festgelegt und angezeigt wird.

Das insgesamt mit 10 bezeichnete Lineal gemäß der Erfindung besteht aus einem geradlinigen, leistenförmigen Körper 12, der beispielsweise aus Holz oder Kunststoff hergestellt werden kann. Der Körper 12 hat zwei zueinander parallele Anschlagkanten 14, 14', die in Längsrichtung des Körpers 12 verlaufen. In dem Körper 12 ist ein nicht weiter dargestellter Kompass integriert, der mit einer digitalen Anzeige 16 verbunden ist, die auf der Oberfläche des Körpers 12 sichtbar ist und hier aus drei Ziffernfeldern 18 besteht.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn der leistenförmige Körper 12 als Wasserwaage ausgebildet ist, von der in der Zeichnung eine Libelle 30 angedeutet ist. Damit ist das Lineal 10 gemäß der Erfindung mit einer herkömmlichen Wasserwaage kombiniert und zusammen mit dieser verwendbar.

Um mit Hilfe des Lineals 10 eine gewünschte Gerade 20 auf einer horizontalen Fläche 22, beispielsweise einem Fußboden in einem Raum mit zwei Längskanten 24, festzulegen, die einen bestimmten Winkel &agr; relativ zu einer Längskante 24 bildet, wird zunächst das Lineal 10 mit seiner Anschlagkante 14 an die Längskante 24 angelegt. Sodann wird der Kompass, dem eine in dem leistenförmigen Körper 12 untergebrachte Batterie zugeordnet ist, mit einem Ein/Aus-Schalter 26 eingeschaltet. Danach wird über einen Null-Rückstellknopf 28 die digitale Winkelanzeige 16 auf Null zurückgesetzt.

Anschließend wird das Lineal 10, wie das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt, auf der Fläche 22 so ausgerichtet, dass die gewünschte Gerade 20 den gewünschten Winkel &agr; relativ zu der Bezugsgeraden (Längskante 24) hat. Der gewünschte Winkel ist dann erreicht, wenn dieser den Ziffern auf der digitalen Anzeige 16 entspricht, hier 15 Grad.

Selbstverständlich ist es auch möglich, Geraden 20 auf der Fläche 22 festzulegen, die parallel zu der Längskante 24 verlaufen. In diesem Fall ist dies dann erreicht, wenn die Anzeige 16 null Grad (0 0 0) anzeigt.


Anspruch[de]
Lineal zur Winkelausrichtung auf horizontalen Flächen, bestehend aus einem geradlinigen, leistenförmigen Körper mit einer in Längsrichtung verlaufenden Anschlagkante und Mitteln zur Bestimmung des Winkels zwischen der Anschlagkante und einer Bezugsgeraden auf der Fläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Winkelbestimmung aus einem in dem leistenförmigen Körper (12) integrierten Kompass bestehen, der mit einer digitalen Anzeige (16) für den Winkel verbunden ist. Lineal zur Winkelausrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die digitale Winkelanzeige (16) mit einem Null-Rückstellknopf (28) auf dem leistenförmigen Körper (12) verbunden ist. Lineal zur Winkelausrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kompass eine im leistenförmigen Körper (12) untergebrachte Batterie zugeordnet ist, die mit einem Ein/Aus-Schalter (26) verbunden ist. Lineal zur Winkelausrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der leistenförmige Körper (12) zusätzlich als Wasserwaage ausgebildet ist.






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