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Dokumentenidentifikation DE202007007670U1 13.09.2007
Titel Wandelement zur außenseitigen Anbindung an eine Wand
Anmelder Baustoffwerke Gebhart & Söhne GmbH & Co. KG, 88317 Aichstetten, DE
Vertreter Lorenz und Kollegen, 89522 Heidenheim
DE-Aktenzeichen 202007007670
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.09.2007
Registration date 09.08.2007
Application date from patent application 30.05.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/38(2006.01)A, F, I, 20070530, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04B 2/42(2006.01)A, L, I, 20070530, B, H, DE   E04C 2/296(2006.01)A, L, I, 20070530, B, H, DE   E04C 2/288(2006.01)A, L, I, 20070530, B, H, DE   E04C 2/292(2006.01)A, L, I, 20070530, B, H, DE   E04B 2/02(2006.01)A, L, I, 20070530, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Wandelement zur außenseitigen Anbindung an eine Gebäudewand, insbesondere eine Betonwand.

Aus der DE 100 59 552 A1 ist ein Wandelement für den Häuserbau mit einer Tragschale mit einer Vorderseite und einer Rückseite bekannt, wobei die Rückseite an den Innenwandbereich eines Hauses angrenzt und die Vorderseite mit einer Schicht aus Wärmedämmmaterial versehen ist. Die Schicht aus Wärmedämmmaterial ist zur Außenseite des Hauses hin von einer Vorsatzschale abgeschirmt. Durch diese Ausgestaltung des Wandelementes soll eine Niedrigenergiebauweise, insbesondere beim Bau mehrstöckiger Häuser, erreicht werden. Hierzu sind auch Verankerungen mit Klauenelementen vorgesehen.

Aus der DE 298 09 354 U1 ist eine zweischalige Wand mit einem Hintermauerwerk aus Bausteinen und einer Außenschale aus plattenförmigen wärmeisolierenden Wandelementen bekannt. Eine Verblendschale kann aus Klinkern oder sonstigen üblichen Fassadenverkleidungen bestehen. Die dem Gebrauchsmuster zugrundeliegende Idee sieht vor, den Baustein zur Bildung des Hintermauerwerks aus einem bekannten Schalungsstein herzustellen, bei dem ein plattenförmiger Teil entfernt ist. Der Schalungsstein kann auch mit Isolierelementen versehen werden, die komplementär zu Querstegen geformt sein können, so dass eine formschlüssige Verbindung mit diesen möglich ist. Wesentlich ist dabei jedoch, dass ein Freiraum zwischen dem Baustein und der Verblendschale verbleibt, der mit Beton gefüllt werden soll, damit eine entsprechende Schalung entsteht. Damit handelt es sich bei dem vorbekannten Baustein grundsätzlich um einen Schalungsstein, der zur Herstellung eines Gebäudes verwendet wird.

Aufgrund der zunehmenden Forderungen nach Energieeinsparungen und der Vielzahl von schlecht isolierten vorhandenen Bauwerken wird mit den verschiedensten Mitteln versucht die Isolierung von Gebäuden zu verbessern.

Häufig wird innenseitig oder bevorzugt auch außenseitig ein plattenartiger Aufbau aus Isolierelementen auf das vorhandene Mauerwerk angebracht. Nachteilig dabei ist, dass die Isolierplatten gegen Beschädigungen nicht geschützt werden können.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde bei einem vorhandenen Gebäude dessen Isolierung ohne die vorstehend beschriebenen Nachteile des Standes der Technik zu verbessern.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Wandelement mit einer äußeren Wandplatte, wenigstens einem rechtwinklig zur Längsachse der Wandplatte nach innen sich erstreckenden Quersteg, und mit wenigstens einem Isolierelement, das zwischen der Wandplatte und der anzubindenden Wand angeordnet ist.

Mit dem erfindungsgemäßen Wandelement lässt sich nachträglich auf relativ einfache Weise ein Gebäude, dessen vorhandenen Außenwände geringe Isolierungseigenschaften besitzen, in erheblichem Maße bezüglich seiner Isolierungseigenschaften verbessern. Die erfindungsgemäßen Wandelemente werden außenseitig mit der vorhandenen Wand verbunden, was z. B. durch eine Klebverbindung des oder der Querstege mit der vorhandenen Wand oder auch über mechanische Mittel, wie z. B. Schrauben, Nägel oder dergleichen z. B. über Durchgangsbohrungen in den Querstegen, erfolgen kann.

Wenn in einer Ausgestaltung der Erfindung der oder die Querstege aus einem isolierenden Material bestehen, lässt sich in Verbindung mit dem Isolierelement zwischen der äußeren Wandplatte und der Wand eine sehr gute Wärmedämmung ohne Kältebrücken erreichen.

Eine sehr gute Wärmedämmung lässt sich mit einer Ausgestaltung des oder der Querstege aus einem druckstabilen Kunststoff erreichen. Falls aus Stabilitätsgründen ein mineralischer Werkstoff verwendet werden soll, der z. B. auch einstückig mit der äußeren Wandplatte sein kann, kann man in einer Ausgestaltung der Erfindung hierfür Isolierbeton, wie z. B. Gasbeton, wie Porenbeton, aber auch Ziegel verwenden.

Die äußere Wandplatte kann erfindungsgemäß so ausgebildet sein, dass keine weitere Bearbeitung oder nur eine geringfügige Bearbeitung, wie z. B. Streichen, erforderlich wird. Wenn die Wandplatte aus einem druckstabilen Material besteht, wie z. B. Beton oder Metall, werden auch mechanische Beschädigungen vermieden.

Während in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen ist, dass das Isolierelement vollflächig direkt an der Gebäudewand, mit der das Wandelement verbunden werden soll bzw. an das Wandelement angebunden werden soll, anliegt, kann eventuell zwischen der Innenseite der Wandplatte und der Außenseite des Isolierelementes noch ein geringer Spalt von z. B. ein oder zwei Zentimetern für eine Hinterlüftung vorgesehen sein.

Neben einer Isolierung eines vorhandenen Gebäudes mit den erfindungsgemäßen Wandelementen kann in einer sehr vorteilhaften Anwendung der Wandelemente im Bedarfsfalle auch mit den erfindungsgemäßen Wandelementen eine Gebäudewand neu erstellt werden. In diesem Falle bilden die Wandelemente mit den Isolierelementen eine äußere Schalwand, wobei auf Abstand dazu angeordnet eine innere Schalwand vorgesehen wird. In den Zwischenraum zwischen den äußeren Wandelementen und der auf Abstand davon angeordneten innere Schalwand wird dann Beton eingegossen.

Um hier eine entsprechende Verbindung der damit als isolierenden Vorsatzwand ausgebildeten Wandelemente mit der zu erstellenden Innenwand zu erreichen, kann in einer sehr vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass die nach innen ragenden Querstege länger sind als die Dicke der Isolierelemente.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen und aus dem nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschriebenen Ausführungsbeispiel.

Es zeigt:

1 ein Wandelement in einem horizontalen Querschnitt;

2 eine perspektivische Ansicht des Wandelementes von der Innenseite aus gesehen;

3 einen horizontalen Querschnitt durch eine Vorsatzwand mit mehreren erfindungsgemäßen Wandelementen.

Ein Wandelement ist mit einer äußeren Wandplatte 1, mit zwei rechtwinklig zur Längsachse der Wandplatte 1 nach innen sich erstreckenden Querstegen 2 und 3 und mit einem Isolierelement 4 versehen. Das Isolierelement 4 besitzt eine Dicke, die wenigstens annähernd der Länge der sich erstreckenden Querstege 2 und 3 entspricht, womit das Isolierelement zusammen mit den inneren Stirnseiten der Querstege 2 und 3 bündig an der Außenseite einer Gebäudewand 5 angesetzt werden kann.

Wie aus der perspektivischen Darstellung in der 2 ersichtlich ist, erstrecken sich die beiden Querstege 2 und 3 nicht über die gesamte Höhe der Wandplatte 1 und sind auch nicht außenseitig angeordnet, sondern jeweils auf Abstand dazu weiter innen angeordnet. Wie aus der 2 ersichtlich ist, besitzt das Isolierelement 4 damit eine kammartige Ausgestaltung und kann nach Herstellung des Wandelementes von oben her über die beiden Querstege 2 und 3 geschoben werden.

Da das Isolierelement sowohl auf der Unter- und der Oberseite als auch auf beiden Querseiten bündig mit der äußeren Wandplatte 1 ist, ergibt sich bei einer Vormauerung vor die Gebäudewand 5 eine durchgehende, sich über die gesamt Fläche der Gebäudewand erstreckende Isolierung.

Um hier noch eine bessere Isolierung zu erreichen, können die Wandelemente jeweils wechselseitig an ihren aneinander stoßenden Außenseiten auch mit Nut und Federn in Form von entsprechenden Vertiefungen und Erhöhungen versehen sein, die ineinander greifen. Auf diese Weise werden Spalte aufgrund von Fertigungsungenauigkeiten zwischen den einzelnen Wandelementen, die Kältebrücken ergeben, vermieden.

Während das Isolierelement 4 an der Gebäudewand 5 zusammen mit den beiden Querstegen 2 und 3 direkt anliegt, kann die von der Gebäudewand 5 abgewandte Außenseite des Isolierelementes 4 mit geringem Abstand zu der Innenseite der Wandplatte 1 angeordnet sein, womit sich ein Spalt 7 zur Hinterlüftung ergibt. (Siehe 1 und 2).

Als Material für das Isolierelement 4 wird man in vorteilhafter Weise Kunststoff, z. B. Polystyrol, verwenden.

Zur Herstellungsvereinfachung wird man die Wandplatte 1 und die beiden Querstege 2 und 3 einstückig aus dem gleichen Material herstellen. Hierfür eignen sich z. B. Isolierbeton, Gasbeton oder auch Ziegel.

Die Verbindung der Wandelemente 1 mit der Gebäudewand 5 kann auf verschiedene Weise erfolgen. Eine Möglichkeit hierfür besteht in einer vollflächigen Verklebung der der Gebäudewand 5 zugewandten Stirnseiten der Querstege 2 und 3 mit der Gebäudewand, gegebenenfalls auch in Verbindung mit einer Verklebung der Innenseite der Isolierelemente 4 mit der Gebäudewand 5.

Alternativ dazu ist auch eine Verbindung über mechanische Mittel, wie z. B. Schrauben, Bolzen oder Nägel möglich, wozu in vorteilhafter Weise entsprechend die Querstege 2 und 3 oder die Wandplatte 1 mit Durchgangsbohrungen versehen sind oder bei der Montage entsprechende Bohrungen eingebracht werden. In der 1 sind derartige Durchgangsbohrungen 6 vereinfacht als strickpunktierte Linien angedeutet.

In der 3 ist eine Verwendungsmöglichkeit der Wandelemente nach den 1 und 2 dargestellt, wobei die Wandelemente 1 eine Vorsatzwand und gleichzeitig auch eine Schalung für eine zu erstellende Gebäudewand bilden.

Wie daraus ersichtlich ist, überragen dabei die Querstege 2 und 3 innenseitig die Isolierelemente 4. Mit anderen Worten: entweder sind die Querstege 2 und 3 länger ausgebildet als die Dicke der Isolierelemente 4 oder für diesen Einsatzfall verwendet man entsprechend geringfügig dünnere Isolierelemente 4. Im Allgemeinen wird für den vorgesehenen Zweck eine vorstehende Länge von 1 bis 3 cm für die Querstege 2 und 3 ausreichend sein.

Auf Abstand zu den Wandelementen 1 und den Stirnseiten der Querstege 2 und 3 ist eine Schalwand 9 angeordnet. Auf diese Weise ergibt sich ein Zwischenraum 8, der z. B. zwischen 10 und 30 cm betragen kann. In diesen Zwischenraum wird zur Erstellung der Wand Flüssigbeton eingefüllt, der nach seiner Aushärtung entsprechend eine stabile Gebäudewand ergibt, wobei die Querstege 2 und 3 und damit auch die Wandelemente 1 fest mit dem eingefüllten Beton aufgrund ihrer vorspringenden und in den Zwischenraum 8 ragenden Abschnitte verbunden sind.


Anspruch[de]
Wandelement zur außenseitigen Anbindung an eine Gebäudewand, insbesondere Betonwand, mit einer äußeren Wandplatte (1), mit wenigstens einem rechtwinklig zur Längsachse der Wandplatte nach innen sich erstreckenden Quersteg (2, 3), und mit wenigstens einem Isolierelement (4), das zwischen der Wandplatte (1) und der anzubindenden Wand (5) angeordnet ist. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des wenigstens einen Isolierelementes (4) wenigstens annähernd der Länge des sich nach innen erstreckenden wenigstens einen Quersteges (2, 3) entspricht. Wandelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Quersteg (2, 3) aus einem wärmeisolierenden Material besteht. Wandelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Quersteg (2, 3) aus einem druckfesten Kunststoff besteht. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Wandplatte (1) aus Isolierbeton, Gasbeton oder Ziegel besteht. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Wandplatte (1) aus Metall besteht. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Wandplatte (1) und der wenigstens eine Quersteg (2, 3) einstückig ausgebildet sind. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Quersteg (2,3) durch einen Kleber mit der Wand (5), an der er anzubinden ist, verbindbar ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Quersteg (2, 3) oder die Wandplatte (1) durch mechanische Mittel mit der Wand (5), an der er anbindbar ist, verbindbar ist. Wandelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als mechanische Mittel Schrauben, Bolzen oder Nägel vorgesehen sind. Wandelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in dem wenigstens einen Quersteg (2, 3) oder der Wandplatte (1) wenigstens eine Durchgangsbohrung (6) angeordnet ist. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Isolierelement (4) vollflächig an der Wand anliegt. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei auf Abstand voneinander angeordnete Querstege (2, 3) vorgesehen sind. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Wandplatte (1) und dem Isolierelement (4) ein Spalt (7) angeordnet ist. Vorsatzwand für eine Gebäudewand mit Wandelementen nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandelemente (1) während der Herstellung der Gebäudewand (5) aus Beton an die herzustellende Gebäudewand anbindbar sind. Vorsatzwand nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandelemente (1) mit den Isolierelementen (4) eine äußere Schalwand für die herzustellende Gebäudewand (5) bilden. Vorsatzwand nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die nach innen ragenden Querstege (2, 3) länger sind als die Dicke der Isolierelemente (4). Vorsatzwand nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstege (2, 3) wenigstens um 1 bis 3 cm, vorzugsweise 2 cm, über die Isolierelemente (4) nach innen herausragen.






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