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Dokumentenidentifikation DE202007007730U1 13.09.2007
Titel Haushaltsgerät
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
DE-Aktenzeichen 202007007730
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.09.2007
Registration date 09.08.2007
Application date from patent application 01.06.2007
IPC-Hauptklasse F24C 15/00(2006.01)A, F, I, 20070601, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Haushaltgerät mit einer elektrischen Steuereinrichtung, die hinter einer Bedienelemente aufweisenden Frontblende und unmittelbar unterhalb einer Arbeitsplatte angeordnet ist, welche Frontblende mit einem den die Steuereinrichtung enthaltenden Schalterraum geringfügig überziehenden Schenkel versehen ist.

Bei so genannten Standherden, also bei Backöfen, die nicht in ein Einbaumöbel eingebaut sind, ist üblicherweise auf dem Backofen ein z.B. elektrisch betriebenes Kochfeld befestigt, dessen frontseitige Begrenzung mit der Frontseite des Backofens und damit auch mit der oberhalb des Garraumes des Backofens angeordneten Anzeige- und Bedienelemente aufweisenden Frontblende in vertikaler Richtung fluchtet, wobei diese Frontblende einen Schalterraum für eine mit den Anzeige- und Bedienelementen kooperierende Steuereinrichtung frontseitig begrenzt. Üblicherweise ist die direkt unterhalb des Kochfeldes liegende Frontblende-Oberkante mit einem rechtwinklig abgekanteten Blechschenkel versehen, der in einen Spalt zwischen Frontblende und Kochfeld hineinragt und den Schalterraum geringfügig überdeckt.

Es besteht nun eine Forderung dahingehend, dass auch dann, wenn eine größere Menge Flüssigkeit, z.B. Kochwasser, auf der Arbeitsplatte, also auf dem Kochfeld verschüttet wird, ein Eindringen des an der Gerätefrontseite herabfließenden Wassers nicht durch den erwähnten Spalt zwischen Frontblende und Kochfeld hindurch z.B. in Folge adhäsiver Kriechströmung entlang des erwähnten Blechschenkels in den elektrische und elektronische Bauelemente und stromführende Leiter enthaltenden Schalterraum gelangen kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Haushaltgerät der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass eine Flüssigkeitsströmung in den Schalterraum verhindert wird, und zwar mit einfachen Mitteln, die eine fertigungstechnisch problemlose und Kosten sparende Produktdifferenzierung des Haushaltgeräts, im vorgenannten Beispiel einer Backofen-Reihe mit vielen Varianten mit und ohne Kochfeld, begünstigen.

Diese Aufgabe wird mit der Erfindung bei einem Haushaltgerät der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass am Schenkelrand ein gegenüber Flüssigkeit dichtes, den Schenkel überragendes und sich entlang des gesamten Schalterraumes erstreckendes Barriereelement befestigbar ist.

Das Barriereelement ist als separates Bauteil im Bedarfsfall, also wenn sich direkt oberhalb der Frontblende eine Arbeitsplatte, also ein Kochfeld, eine einen Backofen überziehende Arbeitsplatte mit oder ohne Kochstellen, oder aber eine Arbeitsplatte oberhalb eines anderen Haushaltgerätes, z.B. einer Geschirrspülmaschine, in einfacher Weise mit der Frontblende verbindbar, vorzugsweise durch einfaches Aufstecken derselben auf den Schenkelrand der Frontblende. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, wenn das Barriereelement ein federelastisches Klemmelement aufweist und auf den Schenkelrand verklemmend aufsteckbar ist.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Klemmelement gebildet ist aus einem den Schenkelrand untergreifenden Widerlagerteil und aus einem über einen den Schenkelrand umgreifenden Verbindungsteil mit dem Widerlagerteil federnd verbundenen Druckteil. Um hierbei ein schon bei mäßiger Berührung des Barriereelementes erfolgendes Kippen und Loslösen vom Schenkelrand zu verhindern ist vorgesehen, dass sich der Widerlagerteil über den, den Schenkelrand aufweisenden Schenkel zumindest bis unterhalb der Druckstelle des Druckteils erstreckt.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind der Verbindungsteil und der Druckteil V-förmig zueinander angeordnet. Damit entsteht innerhalb der V-Form ein Hohlraum, in welchem bei Aufstecken des Barriereelements auf den am Ende mit einer vertikalen Aufkantung bzw. Aufbiegung versehenen Schenkelrand die genannte Aufbiegung Platz finden kann, sodass das Barriereelement bei unterschiedlicher Gestaltung des Schenkelrandes angewandt werden kann.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung schließt sich an den Druckteil ein den Schenkel überragender Barriereteil einstückig an, wobei es vorteilhaft ist, wenn der Barriereteil in Richtung der Frontblende geneigt angeordnet ist. Auf diese Weise erhält man einen sich an den Klemmteil des Barriereelements anschließenden, z.B. elastischen und flüssigkeitsdichten Staudamm, der ggf. auch den Spalt zwischen Frontblende und Arbeitsplatte völlig verschließen kann. Durch die Neigung dieses Barriereteils wird einerseits ein Hochkriechen von Flüssigkeit über den Barriereteil hinweg erschwert und andererseits dient die der Frontseite entgegengesetzte schräge Fläche des Barriereteils als Luftleitfläche für eine aus dem Schalterraum nach außen abzuführende, erzwungene oder durch natürliche Konvektion bewirkte Abluftströmung.

Hierzu ist es vorteilhaft, wenn zwischen der obersten Ausdehnung des Barriereelements und der Arbeitsplatte ein freier Abluft-Strömungsspalt vorgesehen ist und wenn der Barriereteil den Verbindungsteil vertikal überragt. In vorteilhafter Weise wird dadurch die erzwungene oder unerzwungene Abluftströmung vom reflektierenden und strömungsleitenden Barriereteil erfasst und nach außen abgeleitet.

Mit besonderem Vorteil kann die Erfindung angewendet werden bei einem Haushaltgerät, das als Backofen und die Arbeitsplatte als unmittelbar auf dem Backofen angeordnetes Kochfeld ausgebildet ist.

Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachstehend erläutert.

Es zeigt:

1 Ein Haushaltgerät in Gestalt eines Standherdes mit Backofen und aufgesetztem Kochfeld,

2 Die Frontblende des Backofens gemäß 1 mit erfindungsgemäßem Barriereelement in vergrößerter und perspektivischer Darstellung

3 Den oberen Teil der Frontblende gemäß 2 mit aufgestecktem Barriereelement und mit einer ersten Ausführungsform des mit der Frontblende verbundenen Schenkels,

4 Den oberen Teil der Frontblende des Backofens mit einer anderen Ausführungsform des Schenkelrandes sowie mit darüber angeordneter Arbeitsplatte in Gestalt eines Kochfeldes.

Der in 1 dargestellte Standherd besitzt als wesentlichen Bestandteil einen Backofen (1) mit einer, einen Garraum verschließenden Ofentür (2) mit Handgriff (3) und mit einer Frontblende (4), hinter der sich ein Schalterraum (5) (3, 4) für eine elektrische Steuereinrichtung befindet. Oberhalb der Frontblende (4) trägt der Backofen (1) eine Arbeitsplatte in Gestalt eines Kochfeldes (6) mit Kochstellen z.B. im Bereich einer Glaskeramikplatte (7) (4). Zwischen der Unterseite des Kochfeldes (6) und der Oberseite der Frontblende (4) und damit auch des Schalterraumes (5) befindet sich ein Abluft-Strömungsspalt (8) für die Abführung von erhitzter Luft z.B. aus dem Schalterraum (5). Die Frontblende (4) trägt Anzeige- und Bedienelemente (9/10) für die Steuereinrichtung.

Wie in 2, 3 und 4 gezeigt ist an die frontseitig plane Frontblende (4) ein rechtwinklig abgebogener Schenkel (11) angeformt, der sich im Spalt (8) befindet und den Schalterraum (5) geringfügig überragt. Beim Ausführungsbeispiel gemäß 2 und 3 läuft der Schenkelrand (12) geradlinig aus, während in 4 der Schenkelrand (12') mit einer hochgezogenen Kante (13) versehen ist.

Auf den jeweiligen Schenkelrand (12, 12') z.B. in Pfeilrichtung gemäß 2 aufgesteckt ist ein aus Kunststoff bestehendes einstückiges und ein separates Bauteil darstellendes Barriereelement (14), das ein federelastisches Klemmelement (15/16) aufweist, bestehend aus einem den Schenkel (11) untergreifenden horizontalen Widerlagerteil (15) mit schrägem Steckansatz (17), und einem geneigten Druckteil (16) und einem die vorgenannten Teile (15, 16) einstückig verbindenden Verbindungsteil (18). Der Widerlagerteil (15) erstreckt sich über die Druckstelle (D) hinaus. Der Verbindungsteil (18) und der Druckteil (16) sind V-förmig zueinander angeordnet, sodass dazwischen ein Hohlraum (19) ausgebildet ist, in welchem die hochgezogene Kante (13) des Schenkelrandes (12') gemäß 4 Platz finden kann.

An den Druckteil (16) schließt sich einstückig ein Barriereteil (20) an, welcher in Richtung der Frontblende (4) in Richtung der Spaltöffnung um z.B. 45 C° geneigt verläuft, wobei dessen freies Ende die oberste Kante des Verbindungsteils (18) um die Strecke (S) überragt.

Es sei unterstellt, dass auf die Kochfläche des Kochfeldes (6) eine größere Menge Kochwasser (21) verschüttet wurde. In 4 ist durch gestrichelte Linienzüge (22) angedeutet, dass die Flüssigkeit in Pfeilrichtung z.B. als athäsive Kriechströmung nach unten entlang der Kontur des Kochfeldes (6) und im schlechtesten Falle auch entlang der unteren Abkantung (23) des Kochfeldrandes und ggf. auch entlang des Schenkels (11) der Frontblende (4) in Richtung des Schenkelrandes (12,12') fließt und ohne Barriereelement (14) in den Schalterraum (5) abtropfen könnte, was verhindert wird, da der Barriereteil (20) sich über die gesamte Breite des Schalterraumes (5) erstreckt (2) und eine wirksame Flüssigkeitssperre darstellt. Vorteilhafter Weise ist das Barriereelement (14) so bemessen und angeordnet, dass die Abkantung (23) des Kochfeldes (6) nicht über das Barriereelement (14) hinausragt, wie 4 zeigt. Die Flüssigkeit kann beidseitig vom Barriereelement (14) in Hohlräume außerhalb des Schalterraumes (5) abfließen, wie durch einen Strömungspfeil in 2 angedeutet.

In 4 ist durch Strömungspfeile (24) verdeutlicht, dass die mittels eines Kühlgebläses oder aber durch natürliche Konvektion aus dem Schalterraum (5) ausströmende erhitzte Luft einen Strömungsweg im Spalt (8) findet, da der Barriereteil (20) mit Abstand vor der unteren Abkantung (23) des Kochfeldes (6) endet. Dabei wird der Abströmvorgang begünstigt durch die eine Luftleitfläche bildende Rückseite des schräg geneigten Barriereteils (20), wo die ankommende Luftströmung in Richtung nach außen reflektiert wird, wie die Strömungspfeile zeigen. Dies wird durch den Abstand (S) des Barriereteils (20) begünstigt.


Anspruch[de]
Haushaltgerät (1) mit einer elektrischen Steuereinrichtung, die hinter einer Bedienelemente (9, 10) aufweisenden Frontblende (4) und unmittelbar unterhalb einer Arbeitsplatte (6) angeordnet ist, welche Frontblende (4) mit einem den die Steuereinrichtung enthaltenden Schalterraum (5) geringfügig überziehenden Schenkel (11) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Schenkelrand (12, 12') ein gegenüber Flüssigkeit dichtes, den Schenkel (11) überragendes und sich entlang des gesamten Schalterraumes (5) erstreckendes Barriereelement (14) befestigbar ist. Haushaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Barriereelement (14) auf den Schenkelrand (12, 12') aufsteckbar ist. Haushaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Barriereelement (14) ein federelastisches Klemmelement (15/16) aufweist und auf den Schenkelrand (12, 12') verklemmend aufsteckbar ist. Haushaltgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (15, 16) gebildet ist aus einem den Schenkelrand (12, 12') untergreifenden Widerlagerteil (15) und aus einem über einen den Schenkelrand (12, 12') umgreifenden Verbindungsteil (18) mit dem Widerlagerteil (15) federnd verbundenen Druckteil (16). Haushaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Widerlagerteil (15) über den, den Schenkelrand (12, 12') aufweisenden Schenkel (11) zumindest bis unterhalb der Druckstelle (D) des Druckteils (16) erstreckt. Haushaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (18) und der Druckteil (16) V-förmig zueinander angeordnet sind. Haushaltgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den Druckteilen (16) ein den Schenkel (11) überragender Barriereteil (20) einstückig anschließt. Haushaltgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Barriereteil (20) in Richtung der Frontblende (4) geneigt angeordnet ist. Haushaltgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der obersten Ausdehnung des Barriereelements (14) und der Arbeitsplatte (6) ein freier Abluft-Strömungsspalt (8) vorgesehen ist. Haushaltgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Barriereteil (20) den Verbindungsteil (18) vertikal überragt. Haushaltgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Barriereelement (14) mit Widerlagerteilen (15), Druckteilen (16) und Barriereteilen (20) als einstückiges vorzugsweise aus Kunststoffmaterial bestehendes Bauteil ausgebildet ist. Haushaltgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haushaltgerät als Backofen (1) und die Arbeitsplatte als unmittelbar auf dem Backofen (1) angeordnetes Kochfeld (6) ausgebildet ist.






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