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Dokumentenidentifikation DE60030609T2 13.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001033427
Titel Verstellbare Gewebestütze für Webmaschinen
Anmelder Promatech S.p.A., Colzate, Bergamo, IT
Erfinder Casarotto, Giuseppe, 24100 Bergamo, IT
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 60030609
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.02.2000
EP-Aktenzeichen 001038140
EP-Offenlegungsdatum 06.09.2000
EP date of grant 13.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2007
IPC-Hauptklasse D03D 49/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D03J 1/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gewebestütze für Webmaschinen. Insbesondere betrifft sie eine verbesserte Gewebestütze, die eine leichte Einstellung der geometrischen Form des Kettfadenfaches zuläßt.

Es ist bekannt, daß es in Webmaschinen nach Anordnen der Kettfäden notwendig ist, die korrekte geometrische Form oder Konfiguration des Kettfadenfaches sicherzustellen, indem die verschiedenen Komponenten in einer geeigneten Beziehung zueinander angeordnet werden, um das gewünschte Arbeitsgleichgewicht zwischen der Webmaschine und den Kettfäden zu erhalten, die an dem Gewebe hängen, das erzeugt werden soll.

Genauer gesagt ist es – sowohl während des Aufbaus der Webmaschine als auch während nachfolgender Anfahrvorgänge der Webmaschine – ganz entscheidend, die korrekte relative Anordnung der Gewebestütze und des Fadenführers, der Breithalter (templates), der Messer, der Einlegeeinrichtung, etc. zu erzielen. Normalerweise erfordert der mit der Einstellung dieser Komponenten verbundene Vorgang Zeit, Geduld und einen gewissen Grad von Geschicklichkeit, da es aufgrund der funktionalen Beziehung zwischen den Positionen der verschiedenen Komponenten schwierig ist, Konvergenz in Richtung auf den gewünschten Maschinenaufbau zu erzielen, wobei genannte Konvergenz nur mittels nachfolgender Korrekturvorgänge erzielt wird.

In der Tat kann die Einstellung des Kettfadenfaches – das auch in Abhängigkeit von der Querabmessung des fadentransportierenden Greifers festgelegt wird – durch Einstellen der Positionen der Gewebestütze und der Fadenträger erzielt werden, was wiederum eine Reihe von nachfolgenden Einstellungen (Position der Breithalter, der Messer, der Einlegeeinrichtung, der Führungshaken, der Greifer, etc.) beeinflußt. Somit ist die Konvergenz in Richtung auf die optimalen Betriebsparameter etwas mühsam.

Genauer gesagt werden in der folgenden Beschreibung bestimmte spezielle interaktive Beziehungen, die für die Zwecke der vorliegenden Erfindung besonders relevant sind, hervorgehoben. Eine Gewebestütze gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus der EP-A-0 292 429 bekannt.

Wie in 1 zu sehen ist – die einen Seitenaufriß der Gewebestützenzone in einer Webmaschine gemäß einem weiteren Stand der Technik zeigt – umfaßt die Gewebestütze eine sogenannte Winkelplatte 1, die unter Breithaltern 4 angeordnet ist, und einen Basisabschnitt 2, der mittels geradliniger Führungen an dem feststehenden Rahmen 3 der Webmaschine fixiert ist.

Jedesmal, wenn die Gewebestütze entlang ihrer geradlinigen Führungen versetzt wird, wird angesichts ihrer speziellen geometrischen Form ihr Abstand in Bezug auf die Breithalter, das Blatt und die Führungshaken der fadentransportierenden Greifer wesentlich modifiziert. Es ist somit notwendig, auch die Position all dieser Komponenten einzustellen, um die korrekte Arbeitsbeziehung wieder herzustellen. Bekanntlich wird die korrekte Spannung des Gewebes, unter anderem, durch den relativen Abstand der Gewebestütze und der Breithalter bestimmt. In der Tat übt jeder Breithalter 4 einen gewissen Druck auf das Gewebe gegen die Stützwirkung einer Lippe 1a der Winkelplatte 1 und eine Gewebeumlenkeinrichtung 5 aus. Es ist somit offensichtlich, daß der Abstand zwischen dem Breithalter 4 und der Winkelplatte 1 das Maß des Druckes bestimmt, der auf das Gewebe ausgewirkt wird, und somit einen der Betriebsparameter definiert.

In ähnlicher Weise ist die Variation des Abstands zwischen dem Blatt und der Lippe der Gewebestütze in den meisten Fällen unerwünscht und ist es somit notwendig, andere Einstellungen durchzuführen, um auch den korrekten Abstand zwischen diesen beiden Komponenten wieder herzustellen.

Dasselbe gilt für den Abstand zwischen der Gewebestütze und den Führungshaken der fadentransportierenden Greifer (falls vorgesehen), der nicht unter einen bestimmten Schwellenwert fallen darf, um Störungen zu vermeiden.

Diese Korrekturvorgänge sind verständlicherweise alles andere ganz einfach und erfordern schwierige Einstellungen, sowohl der Position der Gewebestütze als auch der anderen obengenannten Komponenten, was zu Abweichungen in einer nicht unwesentlichen Art (in der Größenordnung von einigen Millimetern) führt. Außerdem bleiben in dem Fall, in dem die geradlinige Führung eine Translation der Gewebestütze derart definiert, daß der Abstand derselben vom Blatt unverändert bleibt (im wesentlichen vertikale Translation), die mit der relativen Positionierung der Gewebestütze, Breithalter und, in bestimmten Fällen, Führungshaken, verbundenen Schwierigkeiten bestehen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die mit der Einstellung dieser Komponenten verbundenen Probleme zu lösen, indem eine Gewebestütze bereitgestellt wird, die einerseits eine Vereinfachung des mit der Einstellung der geometrischen Form des Kettfadenfaches verbundenen Vorganges ermöglicht und andererseits verschoben werden kann, ohne die Beziehung zwischen ihrer eigenen Arbeitsposition und derjenigen der Breithalter, des Blatts und der Führungshaken wesentlich zu beeinflussen.

Diese Aufgaben werden mittels einer Gewebestütze für Webmaschinen – von der Art mit einer das Gewebe stützenden Lippe, die gestaltet ist, um mit einem Breithalter zum Spannen des Gewebes zusammenzuwirken – gelöst, die in einer einstellbaren Weise an einem Basiselement mittels einer "rotoidalen" Führung befestigt ist, die die Einstellung entsprechend einer Winkelverschiebung erlaubt.

Weitere Aspekte der Erfindung sind in den beigefügten Ansprüchen dargestellt.

Weitere charakteristische Merkmale und Vorteile der Vorrichtung gemäß der Erfindung werden jedoch anhand der folgenden ausführlichen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform ersichtlicher werden, die beispielhaft erfolgt und in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist, in denen:

1, wie bereits erwähnt, einen Seitenaufriß, mit entfernten Teilen, der Zone zur Bildung des Gewebes in einer Webmaschine unter Verwendung einer Gewebestütze gemäß dem Stand der Technik zeigt;

2 eine perspektivische Schnittansicht einer Gewebestütze gemäß der Erfindung zeigt;

3A eine schematische perspektivische Ansicht der Zone der Gewebestütze in einer Webmaschine gemäß der Erfindung zeigt;

3B und 3C schematische Seitenaufrisse zeigen, die die Wechselwirkung zwischen der Gewebestütze gemäß der Erfindung, einem Breithalter, dem Blatt und einem der Führungshaken darstellen; und

4A4C Seitenaufrisse, mit entfernten Teilen, sind, die die Wechselwirkung zwischen dem Blatt, einem der Führungshaken und der Gewebestütze gemäß der Erfindung für von letzterer eingenommene unterschiedliche Positionen darstellen.

Wie in 2 zu sehen ist, besteht die Gewebestütze, in einer per se bekannten Weise, aus einer Winkelplatte 1 und einem Fußabschnitt 2, der, in einer einstellbaren Weise, mit der Webmaschine (nicht gezeigt) verbunden ist.

Die Winkelplatte 1 besteht, gemeinsam mit dem Fußabschnitt 2, vorzugsweise aus einem profilierten Abschnitt, der in der Querrichtung etwas gekrümmt ist und sich über die gesamte Breite der Webmaschine erstreckt und der eine longitudinale Lippe 1a, sanft ausgerundet, aufweist, die zum Stützen des von der Webzone zugeführten Gewebes T vorgesehen ist.

Jedes Ende der Webmaschine ist mit Breithaltern 4 – nicht im Detail beschrieben, da sie für Fachleute auf dem Gebiet allgemein bekannt sind – versehen, deren Longitudinalachsen entsprechend der Breite der Webmaschine angeordnet sind und die gestaltet sind, um das Gewebe entlang seiner Breite durch Ausüben eines gewissen Drucks ausgebreitet zu halten.

Gemäß der Erfindung ist die Gewebestütze mittels einer einstellbaren rotoidalen Führung 6 an einer Stützbasis 30 befestigt. In diesem Zusammenhang soll die Definition "rotoidale Führung" eine Führung angeben, die gestaltet ist, um eine Drehbewegung der Gewebestütze um eine geeignet angeordnete Drehachse zu erlauben.

Genauer gesagt weist in der in den beigefügten Figuren gezeigten Ausführungsform der Fußabschnitt 2 der Gewebestütze eine Rotationsfläche auf, die mit einer entsprechenden Rotationsfläche der Stützbasis 30 in Eingriff steht. Der Fußabschnitt 2 und die Stützbasis 30 werden danach mittels Fixiermittel verbunden und miteinander verriegelt, zum Beispiel mittels Bolzen 7, die in Augen 8 eingesetzt werden, die an dem Fußabschnitt 2 oder an der Stützbasis 30, vorzugsweise in der Stützbasis 30, korrespondierend ausgebildet sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung fällt die von der rotoidalen Führung 6 definierte Drehachse mit der exzentrischen Drehachse 4a des Breithalters 4 zusammen.

Gleiten in der rotoidalen Führung 6 kann entsprechend separaten und genau definierten Positionen erfolgen oder kann kontinuierlich erfolgen. Vorzugsweise sind Bezugskerben (nicht gezeigt) auf einer oder beiden Rotationsflächen der rotoidalen Führung 6 vorgesehen, die so gestaltet sind, daß sie eine leichte optische Einstellung durch den Bediener ermöglichen.

Die Stoffumlenkeinrichtung 5 kann integral mit der Gewebestütze ausgebildet sein oder kann mittels eines geeigneten Verbindungsmechanismus, der einstellbar ist, an letzterer befestigt sein. Vorzugsweise ist die Stoffumlenkeinrichtung 5, in einer einstellbaren Weise, an der Stützbasis 30 befestigt, wie dies in den 3A3C zu sehen ist.

Zur Durchführung einer Einstellung der Gewebestütze reicht es aus, die Fixiermittel 7 zu lockern, die gewünschte Relativposition der Gewebestütze und der Stützbasis 30 festzulegen, falls notwendig, eine neue Position auch für die Gewebeumlenkeinrichtung 5 festzulegen und danach die Fixiermittel wieder fest zu ziehen.

Aufgrund der rotoidalen Führung 6 ändert die Verschiebung der Gewebestütze die Relativposition der Winkelplatte 1 in Bezug auf den Breithalter 4 und die Führungshaken 10, die vorzugsweise zwischen diesen beiden Komponenten und dem Blatt 9 eingefügt sind, nicht wesentlich. Somit ist bei den meisten Einstellungen keine Modifikation der Position des Breithalters 4 hier erforderlich.

Außerdem variiert vorteilhafterweise der Abstand zwischen der Lippe 1a und dem Blatt 9 der Webmaschine, wie in den 3B und 3C jeweils durch X1 und X2 gezeigt ist, in einer absolut vernachlässigbaren Weise für kleine Winkelverschiebungen der Gewebestütze (wie dies bei den meisten Einstellungen auftritt).

Es ist somit ersichtlich, daß die Erfindung die in der Einleitung genannten Aufgaben vollständig löst. In der Tat kann die Einstellung der geometrischen Form des Kettfadenfaches sehr einfach erzielt werden, indem nur auf die Mittel zur Fixierung der Gewebestütze eingewirkt wird.

Außerdem ermöglicht die rotoidale Führung, daß die Einstellung der Gewebestütze unabhängig von derjenigen der Breithalter 4 und der Führungshaken 10 durchgeführt wird, wodurch eine Konvergenz in Richtung auf die gewünschte Geometrie erleichtert wird.

Schließlich ermöglicht im Falle von kleinen Drehwinkeln die rotoidale Führung, daß die gewünschte Einstellung der Gewebestütze durchgeführt wird, ohne daß wesentliche Änderungen hinsichtlich des Abstands von der Lippe der Querplatte in Bezug auf das Blatt der Webmaschine erfolgen.

Es versteht sich jedoch, daß die Erfindung nicht auf die oben dargestellte spezielle Konfiguration beschränkt ist, die lediglich ein nichtbeschränkendes Beispiel für den Schutzbereich der Erfindung darstellt, und daß zahlreiche Variationen innerhalb des Könnens des Fachmanns auf dem Gebiet möglich sind.

Genauer gesagt können die Fixiermittel in großem Umfang variieren, wobei aber alle innerhalb der technischen Kompetenz von Fachleuten auf dem Gebiet liegen.

Außerdem ist die rotoidale Führung in einer grundlegenden und einfachen Konfiguration gezeigt worden, aber könnte auch andere Formen (zum Beispiel eine schraubenförmige Verbindung zwischen dem Fußelement und einem translationsfähigen Betätigungselement) annehmen und könnte mit anderen Mitteln versehen sein, die eine leichtere Bedienung ermöglichen (zum Beispiel Führungsrippen, Gleit- oder Wälzlager, andere Bezugs- und Aufnahmeelemente), ohne dadurch aus dem Schutzbereich der Erfindung zu gelangen.


Anspruch[de]
Gewebestütze für Webmaschinen von der Art mit einem Hauptkörper (2) und einer Lippe (1a), die das Gewebe (T) stützt, die sich über die gesamte Breite der Webmaschine erstreckt und dazu eingerichtet ist, mit Breithaltern (4) zum Spannen des Gewebes an beiden Enden der Webmaschine zusammen zu wirken, und einem Basiselement (30), an dem der Hauptkörper (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkörper (2) in einer einstellbaren Weise an dem Basiselement (30) mittels einer rotoidalen Führung (6) befestigt ist, die die Einstellung entsprechend einer Winkelverschiebung erlaubt. Gewebestütze nach Anspruch 1, wobei die Winkelverschiebung um eine Drehachse erfolgt, die in einer Position angeordnet ist, die der Drehachse (4a) des Breithalters (4) entspricht. Gewebestütze nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die rotoidale Führung (2) zwei in Eingriff stehende Rotationsflächen aufweist, wovon die eine an der Gewebestütze und die andere an dem Basiselement (30) angeordnet ist. Gewebestütze nach Anspruch 3, wobei die rotoidale Führung mittels einstellbarer Fixiermittel (7, 8) verriegelbar ist. Gewebestütze nach Anspruch 4, wobei die einstellbaren Fixiermittel Bolzen (7) sind, die in Augen (8) eingesetzt sind, die an der Gewebestütze oder an dem Basiselement (30) ausgebildet sind. Gewebestütze nach Anspruch 5, wobei das Verriegelungsende der Bolzen in einer hinterschnittenen Fläche in dem Hauptkörper (2) der Gewebestütze in Eingriff steht. Gewebestütze nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei auf der Gewebestütze oder dem Basiselement Bezugskerben vorgesehen sind, die dazu geeignet sind, die Relativposition anzuzeigen. Gewebestütze nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Basiselement (30) mit dem Rahmen der Webmaschine fest verbunden ist. Webmaschine mit einer Gewebestütze nach einem der vorangehenden Ansprüche.






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