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Dokumentenidentifikation DE602004003363T2 13.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001620208
Titel ZUFUHRANORDNUNG FÜR SPRITZPISTOLE MIT VORVERPACKTEM MATERIAL
Anmelder 3M Innovative Properties Co., St. Paul, Minn., US
Erfinder SCHWARTZ, Thomas W., Saint Paul, Minnesota 55133-3427, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 602004003363
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.04.2004
EP-Aktenzeichen 047605274
WO-Anmeldetag 09.04.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/US2004/010922
WO-Veröffentlichungsnummer 2004098785
WO-Veröffentlichungsdatum 18.11.2004
EP-Offenlegungsdatum 01.02.2006
EP date of grant 22.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2007
IPC-Hauptklasse B05B 7/24(2006.01)A, F, I, 20051224, B, H, EP

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Zufuhranordnungen, die Spritzvorrichtungen, wie zum Beispiel Flüssigkeitsspritzpistolen oder Sandstrahlpistolen, mit Spritzmaterial (z.B. Farbe, Unterbodenschutzmaterial, Schleifgranulat oder flüssigen Klebstoff) versorgen und in einer Erscheinungsform solche Materialzufuhranordnungen, bei denen das Material den Spritzvorrichtungen aus zusammenfallbaren Behältern zugeführt wird. Eine Zufuhranordnung oder -methode, die die Eigenschaften oder Schritte der Einleitung der Ansprüche 1 oder 9 umfassen, wird in CA 1104531 offenbart.

Allgemeiner Stand der Technik

Verschiedene Flüssigkeitszufuhranordnungen sind beschrieben worden für die Zufuhr von flüssigen Spritzmaterialmischungen zum Beispiel zu Farbspritzpistolen, die schwerkraftgespeist sind (z.B. Farbe), einschließlich der Zufuhranordnung mit einem zusammenfallbaren Einsatz, der in der Internationalen Patentschrift WO 98/32539 vom 30. Juli 1998 beschrieben ist, sowie der Verbesserung der Zufuhranordnung, die in US-Patentschrift 6,588,681 beschrieben ist.

Die in WO 98/32539 beschriebene Flüssigkeitszufuhranordnung weist einen Behälter aus einem steifen Polymermaterial auf, umfassend eine Seitenwand mit einem Oberteil der Seitenwand, die eine Öffnung in einen Hohlraum des Behälters definiert, sowie einen flexiblen Einsatz in diesem Hohlraum, der in der Form der inneren Oberfläche des Behälters entspricht und der eine ringförmige Lippe entlang des Oberteils der Seitenwand aufweist, die eine Öffnung in den Hohlraum des Einsatzes definiert. Diese Flüssigkeitszufuhranordnung weist weiterhin eine Adapteranordnung auf, umfassend ein zentrales Teil mit einer Durchgangsöffnung, das geeignet ist, in die Einlassöffnung der schwerkraftgespeisten Spritzvorrichtung einzugreifen, ein quer verlaufendes Teil einschließlich eines Peripherieteils, das für einen Eingriff in den flexiblen Einsatz neben dem Oberteil des Behälters geeignet ist, und Mittel zur Befestigung des flexiblen Einsatzes um das Peripherieteil der Adapteranordnung herum. Der flexible Einsatz innerhalb des Hohlraums im Behälter kann als Behältnis zur Messung und Mischung der zu spritzenden Zwei- oder Mehrkomponentenflüssigkeiten benutzt werden. Nachdem die Flüssigkeiten gemischt wurden, wird die Adapteranordnung am flexiblen Einsatz befestigt, die Adapteranordnung mit der Einlassöffnung der Spritzvorrichtung verbunden, die Flüssigkeitszufuhranordnung über der Spritzvorrichtung angeordnet, wobei die untere Wand des Behälters nach oben zeigt, und die Spritzvorrichtung wird bedient, um die Flüssigkeitsmischung aus dem flexiblen Einsatz abzugeben. Der flexible Einsatz fällt in sich zusammen, sobald die Flüssigkeitsmischung abgegeben wird, um die Bildung eines Vakuums im Einsatz zu begrenzen.

US-Patentschrift 6,588,681 beschreibt eine Flüssigkeitszufuhranordnung für schwerkraftgespeiste Spritzvorrichtungen wie die in WO 98/32539 beschriebenen Flüssigkeitszufuhranordnungen und ist ein Beweis, dass mit Komponentenflüssigkeiten für Mischungen von durch solche Vorrichtungen zu spritzenden Flüssigkeiten gemessen werden, um vorbestimmte Verhältnisse einzuhalten. Die in US-Patentschrift 6,588,681 beschriebene Flüssigkeitszufuhranordnung liefert Beweise, dass eine Messung von sehr viel mehr verschiedenen Verhältnissen von verschiedenen Komponentenflüssigkeiten, die von Bedienern solcher Spritzvorrichtungen gewünscht werden können, erleichtert wird, wenn solche Beweise an den Behältern oder Mischbechern, wie in WO 98/32539 beschrieben, bereitgestellt werden. Dies erfolgt durch die Bereitstellung von verschiedenen Beweisen auf mehreren verschiedenen Anzeigeplatten aus elastisch flexiblem Polymermaterial, von denen jede Platte zwischen der Seitenwand des Behälters und dem flexiblen Einsatz angeordnet sein kann.

Eine Flüssigkeitszufuhranordnung für schwerkraftgespeiste Flüssigkeitsspritzvorrichtungen, die die in WO 98/32539 und US-Patentschrift 6,588,681 aufgeführten Merkmale enthält, wird derzeit von Minnesota Mining and Manufacturing Company unter der Handelsbezeichnung "3MTMPaint Preparation System" vertrieben. Die Flüssigkeitszufuhranordnung wird in zwei verschiedenen ziemlich großen Größen (d.h. etwa 20 Fluid Ounce oder 600 ml und etwa 32,1 Fluid Ounce oder 950 ml) vertrieben und umfasst mehrere Einweg-Teile, die typischerweise entsorgt anstatt nach dem Spritzen gesäubert und wieder verwendet werden.

US-Patentantrag 10/112,182, eingereicht am 28. März 2002, beschreibt wirtschaftliche und leicht verwendbare Flüssigkeitszufuhrbehälter für kleine Flüssigkeitsmengen, die mit einer schwerkraftgespeisten Spritzvorrichtung gespritzt werden, wie zum Beispiel einer Farbspritzpistole, zum Beispiel, wenn ein Lackierer eine Farbmischung auf Farbtonübereinstimmung prüft, oder eine kleine Oberfläche beschichtet oder einen verdünnten Klarlack oder Klarlack spritzt, um neue Klarlackschichten an alte Klarlackschichten anzupassen.

Die zuvor beschriebenen Behälter sind effektiv einsetzbar für Material, das in der Nähe des Orts der Beschichtung gemischt wird.

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung offenbart eine Materialzufuhranordnung für die Benutzung mit einer Spritzvorrichtung, wie zum Beispiel einer Spritzpistole, dessen Materialzufuhranordnung brauchbar ist, Spritzmaterial zuzuführen, das an einem Ort vorbereitet und vorverpackt wurde, der nicht der Ort ist, an dem das Material gespritzt wird. Weiterhin offenbart die vorliegende Erfindung eine Methode der Materialzufuhr nach Anspruch 9, der unabhängig ist.

Die Materialzufuhranordnung nach der vorliegenden Erfindung umfasst ein Gehäuse aus einem steifen Material, das eine Seitenwand mit einem Oberteil aufweist, das eine Öffnung in der Aussparung definiert, die durch das Gehäuse definiert wird; und einen vorgefüllten Behälter, der eine steife ringförmige Lippe aufweist, die geeignet ist, entlang des Oberteils der Seitenwand positioniert zu werden, und ein flexibles Teil, das an der ringförmigen Lippe angebracht ist und so gestaltet ist, dass es sich in den Hohlraum in dem Gehäuse erstreckt, sobald die ringförmige Lippe entlang des Oberteils der Seitenwand positioniert wird. Das flexible Teil weist eine Innenfläche auf, die eine Hohlraumöffnung durch die ringförmige Lippe definiert, eine Menge des Spritzmaterials befindet sich innerhalb des Hohlraums und eine Polymermembran erstreckt sich darüber und dichtet an der ringförmigen Lippe ab, um das Material im Hohlraum zu halten. Die Zufuhranordnung umfasst auch eine Adapteranordnung mit einer Durchgangsöffnung, die ein quer verlaufendes Teil, das ein zum Eingriff mit der am oberen Ende des Behälters positionierten ringförmigen Lippe geeignetes Peripherieteil an einem ersten Ende, und ein zum Eingriff mit der Einlassöffnung einer Materialspritzvorrichtung geeignetes Teil an einem zweiten Ende, aufweist. Mittel zur Abdichtung des Peripherieteils mit dem Gehäuse, wobei sich die ringförmige Lippe dazwischen befindet, werden bereitgestellt. Ein Durchstoßelement ragt aus dem zentralen Teil hervor und umfasst ein distales Endteil, das zum Durchstoßen der Membran geeignet ist, wenn das Peripherieteil mit der sich am Oberteil des Gehäuses positionierten ringförmigen Lippe in Eingriff ist, so dass Material vom Hohlraum im flexiblen Teil durch die Adapteranordnung in die Spritzvorrichtung fließen kann.

Die Materialzufuhranordnung kann in geeigneter Weise für verschiedene vorverpackte Materialien benutzt werden, die mit einer Spritzvorrichtung gespritzt werden, wie zum Beispiel Farbe, Beschichtungs- und Dichtungsmaterial, flüssiges Dichtungsmittel, Schleifgranulat oder ähnliches.

Das Durchstoßelement kann ein Auslassteil mit einer zentralen Durchgangsöffnung und eine Peripherie umfassen, die fest mit der Oberfläche verbunden ist, die die Durchgangsöffnung in der Adapteranordnung definiert; ein zweites gegenüberliegendes Ende umfassend eine Durchstoßspitze, die dazu geeignet ist, durch die Membrane zu stoßen, die die ringförmige Lippe abdichtet; und ein Einlassteil zwischen dem Auslassteil und der Durchstoßspitze, die über das Peripherieteil des quer verlaufenden Teils hinaus ragt. Dieses Einlassteil weist Einlasskanäle auf, die um die Peripherie herum angeordnet sind und die mit der Durchgangsöffnung im Auslassteil verbunden sind.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

Die vorliegende Erfindung wird mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben, wobei sich die Referenzziffern auf die Teile in den verschiedenen Ansichten beziehen und wobei:

1 eine Ansicht in der Perspektive einer Materialzufuhranordnung nach der vorliegenden Erfindung ist, dargestellt an einer Spritzvorrichtung für Flüssigkeiten mit einer niedrigen Viskosität, wobei Teile der Anordnung entfernt wurden, um Einzelheiten zu zeigen;

2 eine Ansicht in der Perspektive mit auseinander gezogenen Bauteilen der Materialzufuhranordnung aus 1 ist;

3 eine vergrößerte bruchstückartige Ansicht in der Perspektive ist und ein Durchstoßelement in der Materialzufuhranordnung aus 1 zeigt, das kurz davor ist, die Membran eines vorgefüllten Behälters zu durchstoßen, die sich ebenfalls in der Materialzufuhranordnung befindet;

4 eine vergrößerte bruchstückartige Seitenansicht ähnlich der 3 ist, wobei Teile entfernt wurden, um das Durchstoßelement zu zeigen, das die Membran des vorgefüllten Behälters durchstoßen hat;

5 eine bruchstückartige Seitenansicht der Materialzufuhranordnung nach der vorliegenden Erfindung ist, dargestellt an einer Spritzvorrichtung für Flüssigkeiten mit einer hohen Viskosität; und

6 eine bruchstückartige Seitenansicht der Materialzufuhranordnung nach der vorliegenden Erfindung ist, dargestellt an einer Spritzvorrichtung für Schleifgranulat.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

In der Zeichnung wird die Materialzufuhranordnung nach der vorliegenden Erfindung dargestellt und ist mit der Bezugszahl 10 bezeichnet. Wie in 1 dargestellt, kann die Materialzufuhranordnung 10 dazu benutzt werden, zu spritzendes Material oder Flüssigkeit zu einer herkömmlichen schwerkraftgespeisten Spritzvorrichtung für Flüssigkeiten mit einer niedrigen Viskosität (z.B. Farbe), wie zum Beispiel der abgebildeten Spritzvorrichtung oder Spritzpistole 11, zu führen, die die Handelsbezeichnung "SATATM" NR-95" Spritzpistole trägt und die von Sata, Farbspritztechnik GmbH & Co., Kornwestheim, Deutschland, vertrieben wird.

Alternativ kann, wie nachfolgend beschrieben, die Materialzufuhranordnung 10 dazu benutzt werden, andere Spritzvorrichtungen mit verschiedenen Spritzmaterialien zu versorgen, wie zum Beispiel eine Spritzvorrichtung oder Spritzpistole 80, die in 5 dargestellt ist, die dazu geeignet ist, hochviskose flüssige Materialien zu spritzen, wie zum Beispiel Unterbodenschutzmaterial, Spritzvorrichtungen oder Spritzpistolen, wie zum Beispiel die nachfolgend beschriebenen, die flüssige Klebstoffe spritzen können, oder eine Spritzvorrichtung, wie zum Beispiel die Sandstrahlpistole 90, die in 6 abgebildet ist, die dazu geeignet ist, Schleifgranulat zu spritzen.

Die Materialzufuhranordnung 10 umfasst ein Gehäuse 12 aus einem steifen Polymermaterial, das vorzugsweise transparent oder alternativ nicht transparent sein kann. Das Gehäuse 12 umfasst eine im Wesentlichen zylindrische Seitenwand 13 mit einem Oberteil 14 und einem Unterteil 15 und umfasst optional eine untere Wand 16, die sich über das Unterteil 15 der Seitenwand 13 erstreckt, die eine zentrale ringförmige Durchgangsöffnung 17 aufweist. Das Oberteil 14 der Seitenwand 13 definiert eine Öffnung in den Hohlraum im Gehäuse 12, die durch ihre Innenfläche 18 definiert ist.

Die Materialzufuhranordnung 10 umfasst weiterhin einen vorgefüllten Behälter 19 mit einem steifen aber dünnen und flexiblen, transparenten, flüssigkeitsfesten, zusammenfallbaren, becherähnlichen flexiblen Teil 20, das so geformt ist, dass es innerhalb des Hohlraums im Gehäuse 12 positioniert werden kann (z.B. kann das flexible Teil 20 von einer Platte aus Polyethylen mit einer geringen Dichte vakuumgeformt werden, so dass die Seitenwand etwa 0,004 bis 0,01 Inch oder 0,1 bis 0,25 mm stark ist und die untere Wand etwa 0,001 Inch oder 0,25 mm stark oder stärker ist, so dass das untere Wand dazu neigt, im Allgemeinen ebener zu sein, wenn die Seitenwände zusammenfallen). Das flexible Teil 20weist eine Seitenwand und eine untere Wand auf, die so geformt sind, dass sie im Hohlraum im Gehäuse 12 aufgenommen werden, sowie eine Innenfläche 21, die einen Hohlraum im flexiblen Teil 20 definiert. Ein ringförmiger, radial nach außen gerichteter Flansch oder eine Lippe 22 ist am Oberteil 14 der Seitenwand 13, die eine Öffnung in den Hohlraum im flexiblen Teil 20 definiert, befestigt. Das flexible Teil 20 und das Gehäuse 12 können in einem großen Größenbereich, wie zum Beispiel von etwa 950 mm (32 Ounce) oder etwa 650 mm (22 Ounce), etwa 250 mm (8 Ounce) oder etwa 125 mm (4 Ounce), hergestellt werden. Eine Menge des zu spritzenden Materials 24 (z.B. Farbe, Flüssigklebstoff, Flüssigdichtung oder Unterbodenschutzmaterial, Schleifgranulat oder Pulver usw.) befindet sich im Hohlraum im flexiblen Teil 20, und der vorgefüllte Behälter 19 umfasst eine Polymermembran 26 (z.B. die polyethylenbeschichtete Polyestermembran, die unter der Handelsbezeichnung "Scotch Pac" von 3M Company, St. Paul, MN vertrieben wird), die sich über die ringförmige Lippe 22 erstreckt und ihr gegenüber abgedichtet ist, um das Material 24 in diesem Hohlraum zu halten.

Die Materialzufuhranordnung 10 umfasst eine Adapteranordnung, die einen ersten Adapter 40 umfasst, der vorzugsweise aus Polymermaterial (z.B. Polyethylen) gegossen ist. Der erste Adapter 40 umfasst ein zentrales im Allgemeinen zylindrisches Teil 44 mit einer Innenfläche 46 und definiert eine Durchgangsöffnung und ein kegelstumpfförmiges quer verlaufendes Teil 48. Das quer verlaufende Teil 48 umfasst einen radial hervorstehenden Flansch 52, der für eine Positionierung entlang der Seite der Membran 26 der Lippe 22 geeignet ist gegenüber der Lippe 22 und dem Oberteil 14 des Gehäuses 12 abdichtet.

Die Materialzufuhranordnung 10 umfasst auch ein Durchstoßelement 32, das ein erstes Ende 35 aufweist, das fest aber abnehmbar mit der Oberfläche 46 befestigt ist, und die Durchgangsöffnung im zylindrischen Teil 44 definiert und über den Flansch 52 von der Seite des ersten Adapters 40 gegenüber dem zylindrischen Teil 44 hinausragt. Das Durchstoßelement 32 kann einen steifen Polymerrahmen 33 eines bekannten handelsüblichen Filtertyps (z.B. handelsüblicher Filter von Filtertek, Hebron, Illinois) an einem Ende umfassen, wobei der Rahmen 33 eine zusätzliche konische Durchstoßspitze 34 aufweist, um die Membran 26 zu durchstechen und zu durchstoßen, die die ringförmige Lippe 22 abdichtet, wenn das Durchstoßelement 32 auf dem ersten Adapter 40 aufgesetzt wird, der vorgefüllte Behälter 19 im Gehäuse 12 ist, wobei die Lippe 22 das Oberteil 14 der Seitenwand 13 umgibt, und der Flansch 52 des ersten Adapters 40 in Richtung Eingriff mit der Membran 26 bewegt wird, die zur Lippe 22 gegenüber dem Gehäuse 12 abdichtet. Der Rahmen 33 umfasst ein Auslassteil am ersten Ende 35 des Durchstoßelements 32, das eine zentrale Durchgangsöffnung und eine zylindrische Außenfläche aufweist, die reibend mit der Innenfläche 46 verbunden ist, und die eine Durchgangsöffnung im Mittelteil 44 definiert. Der Rahmen 33 umfasst weiterhin ein Einlassteil, das aus seinem Auslassteil und der Innenfläche des quer verlaufenden Teils 48 des ersten Adapters 40 hervor ragt. Das Einlassteil umfasst vier axial gerichtete, rechteckige Einlassdurchgänge 38, die an der Peripherie angeordnet sind, die mit der Durchgangsöffnung im Auslassteil verbunden sind. Ein Filtersieb mit einer Maschenweite, das geeignet ist, das zu spritzende Material 24 (z.B. Farbe) zu filtern, kann sich über die Einlassdurchgänge 38 erstrecken, oder es wird kein Filter über den Einlassdurchgängen benötigt, wenn andere Materialien 24 (z.B. Schleifgranulat oder hochviskoser Unterbodenschutz oder Flüssigklebstoff) zu spritzen sind.

Die Materialzufuhranordnung 10 umfasst auch einen Sicherungsring 53 mit einer zentralen Öffnung, durch das ein zentrales Teil des ersten Adapters 40 hervorstehen kann, ein im Allgemeinen radial nach innen gerichtetes Teil 49, das so geformt ist, dass es den radial hervorstehenden Flansch 52 entlang der Außenfläche des ersten Adapters 40 überlagert und berührt, und ein axial hervorstehendes Teil 47, das entlang der Innenfläche Gewinde aufweist. Die Gewinde am Sicherungsring 53 können mit den dazu passenden Gewinden 45 entlang der Außenfläche des Gehäuses 12 neben dem Oberteil 14 eingreifen, um das Teil 49 des Ringes 53 gegen die Außenfläche des quer verlaufenden Teils 48 zu klemmen und damit die Lippe 22 des vorgefüllten Behälters 19 zwischen dem Gehäuse 12 und dem ersten Adapter 40 lösbar zu befestigen.

Die zur Materialzufuhranordnung 10 gehörende Adapteranordnung umfasst auch einen vorzugsweise aus Metall gefertigten (z.B. Aluminium oder rostfreier Stahl) zweiten Adapter 54, der erste und zweite voneinander entfernte Endteile 56 und 58 aufweist, und der eine Durchgangsöffnung 60 aufweist, die sich durch die Endteile 56 und 58 erstreckt . Das erste Endteil 56 des zweiten Adapters 54 umfasst die Innengewinde 61 und sechs Schlüsselflächen 62 entlang der Peripherie, die geeignet sind, dadurch eine lösbare Verbindung mit den Außengewinden am Einlass der schwerkraftgespeisten Spritzpistole 11 herzustellen. Anstatt der Innengewinde 61 kann des erste Endteil 56 alternativ eine Form besitzen, die benötigt wird, damit ein Eingriff mit der Spritzpistole möglich ist, wie zum Beispiel Außengewinde (nicht abgebildet). Der erste Adapter 40 und das zweite Endteil 58 des zweiten Adapters 54 umfassen Verbindungsteile, die für einen lösbaren flüssigkeitsfesten Eingriff geeignet sind, wobei die Durchgangsöffnungen 46 und 60 miteinander verbunden sind. Diese Verbindungsteile umfassen axial versetzte radial nach außen gerichtete Dichtungsringe 63, die entlang der Außenfläche des zylindrischen Teils 44 des ersten Adapters 40 angeordnet sind, und eine zylindrische Innenfläche eines zweiten Adapters 54, die einen Teil der Durchgangsöffnung 60 im zweiten Endteil des zweiten Adapters 54 definiert. Dieses zylindrische Teil der Durchgangsöffnung 60 ist dazu geeignet, das zylindrische Teil 44 des ersten Adapters 40 in einer mit den Dichtungsringen 63 im Eingriff befindlichen Position aufzunehmen in einem leicht komprimierten flüssigkeitsfesten Eingriff mit dem zylindrischen Teil der Durchgangsöffnung 60 und mit einer Endfläche am Bund 65, um das zweite Endteil 58 des zweiten Adapters 54 herum, der an das Auge 67 am ersten Adapter 40 um das zylindrische Teils 44 herum angrenzt, aufzunehmen. Der Bund 65 umfasst größere zylindrisch konkave Aussparungen 68 entlang den gegenüberliegenden Seiten der Peripherie, die geeignet sind, die distalen Enden der Hakenteile 69, die vom quer verlaufenden Teil 48 des ersten Adapters 40 an gegenüberliegenden Seiten des zylindrischen Teils 44 hervorstehen, zu passieren, wenn das zylindrische Teil 44 axial in das zylindrische Teil der Durchgangsöffnung 60 mit dem ersten und zweiten Adapter 40 und 54 in einer ersten relativen Position, an der die Hakenteile 69 mit den größeren Aussparungen 68 im Bund 65 ausgerichtet sind, gepresst wird. Der erste und zweite Adapter 40 und 54 können dann relativ zueinander in eine zweite relative Position gedreht werden, um die elastischen, flexiblen hervorstehenden Hakenteile 69 nach außen und um die zylindrischen, konvexen Nockenhöcker 70 herum zu biegen, die auf einander entsprechende größere Aussparungen 68 radial nach außen gerichtet sind, bis die hervorstehenden Hakenteile 69 in kleinere zylindrisch konkave Aussparungen 71 im Bund 65 positioniert sind, an denen gegenüberliegende, nach innen gerichtete hervorstehende Lippen 72 an den distalen Enden der hervorstehenden Hakenteile 69 mit der Oberfläche 73 des Bunds 65 angrenzend zum ersten Ende 56 des zweiten Adapters 54 in Eingriff sind.

Eine Methode nach der vorliegenden Erfindung zum Spritzen von Materialien mit der schwerkraftgespeisten Spritzvorrichtung 11 umfasst die Bereitstellung eines vorgefüllten Behälters 19, die die Bildung des flexiblen Teils 20 umfassen kann, die den Hohlraum im flexiblen Teil 20 mit dem gewünschten Material 24 (z.B. eine Farbe, ein Beschichtungsmaterial, ein Flüssigklebstoff, Schleifgranulat usw.) füllen kann und die Polymermembran 26 über der ringförmigen Lippe 22 abdichten kann, was durch Heißsiegeln oder eine mögliche Ultraschall-Abdichtung erfolgen kann, was in den Herstellungsbetrieben fernab der Örtlichkeiten, an denen das Material 24 gespritzt wird, erfolgen kann. Eine Person; die es wünscht, das Material 24 vom vorgefüllten Behälter 19 zu spritzen, bringt den vorgefüllten Behälter 19 im Gehäuse 12 mit der Lippe 22 entlang des Oberteils 14 des Gehäuses 12 an, bringt das erste Ende 35 des Durchstoßelements in Eingriff mit der Oberfläche 46, und definiert damit die Durchgangsöffnung im zylindrischen Teil 44, wobei das Durchstoßelement 32 aus dem Flansch 52 des ersten Adapters 40 hervor ragt, und bringt den Flansch 52 am ersten Adapter 40 in Eingriff mit der Membran 26, die sich an der Seite der Lippe 22 gegenüber dem Oberteil 14 des Gehäuses 12 befindet, was dazu führt, dass das Durchstoßelement 32 die Membran 26 des vorgefüllten Behälters 19 (siehe 3 und 4) durchstößt. Die Innengewinde des axial hervorstehenden Teils 47 von Ring 53 greifen dann in die Gewinde 45 um das Gehäuse 12 herum ein, bis der Ring 53 den Flansch 52 gegen die Membran 26 drückt und einklemmt, der zur der Lippe 22 des vorgefüllten Behälters 19 abdichtet.

Die lösbar eingreifbaren Teile des ersten und zweiten Adapters 40 und 54 greifen wie zuvor beschrieben ein. Die Spritzpistole 11 kann dann aktiviert werden, um im vorgefüllten Behälter 19 enthaltene Luft durch die Spritzvorrichtung 11 auszustoßen, danach kann die Spritzpistole wieder normal betrieben werden, und das Material 24 im vorgefüllten Behälter 19 zur Spritzpistole 11 kann über das Durchstoßelement 32 und die Öffnungen 46 und 60 in den Adaptern 40 und 54 geführt werden, während das flexible Teil 20 des vorgefüllten Behälters 19 zusammenfällt, sobald das Material 24 ausgespritzt wird.

Nachdem die gewünschte Menge Material 24 ausgespritzt wurde, werden die Teile des ersten und zweiten Adapters 40 und 54 gelöst. Der Ring 53 kann vom Gehäuse 12 abgeschraubt werden und der Ring 53 und das Gehäuse 12 können vom ersten Adapter 40 und dem Behälter 19 abgenommen werden und können ausreichend sauber sein, damit sie wieder benutzt werden können, oder werden ansonsten entsorgt. Der erste Adapter 40, das Durchstoßelement 32 und der Behälter 19 mit seinem zusammenfallbaren flexiblen Teil 20 und eventuell vorhandenem Restmaterial 24 in dem zusammengefallenen flexiblen Teil 20 können entsorgt werden, und nur der zweite Adapter 54 und die Spritzpistole 11 müssen gereinigt werden.

Beispiel 1

Ein vorgefüllter Behälter 19 wurde hergestellt, in dem das becherähnliche flexible Teil 20 ein Einsatz mit einer Aufnahmemenge von etwa 600 ml oder 20 Ounce von 3M Company, St. Paul, MN, für das zuvor beschriebene "3MTMPaint Preparation System" war. Das becherähnliche flexible Teil 20 war mit einer einstufig reduzierten Lackfarbe (nicht katalysiert) gefüllt. Ein Stück "Scotch Pac"-Film (d.h. polyethylenbeschichteter Polyesterfilm) von 3M Company wurde über die ringförmige Lippe 22 um die Öffnung zum flexiblen Teil 20 mit einem heißen Eisen heißversiegelt, damit die Membran 26 die Farbe oder das Material 24 im Hohlraum halten kann. Die Materialzufuhranordnung 10 wurde ohne Modifizierung mit dem Gehäuse 12, dem Sicherungsring 53 und dem zweiten Adapter 54, der für das "3MTMPaint Preparation System" geliefert wurde, gebildet. Der erste Adapter 40 wurde aus einer ähnlichen Struktur wie für das "3MTMPaint Preparation System" modifiziert, indem das Teil des Flansches entfernt wurde, das, wenn es nicht entfernt wird, ein kleines Stück in das flexible Teil 20 hinein ragen würde, so dass der Flansch 22 nur die Oberfläche der Membran 26 gegenüber der ringförmigen Lippe 22 berührte. Das Durchstoßelement 32 des für das "3MTMPaint Preparation System" bereitgestellten Filterteils wurde modifiziert, indem eine konische Durchstoßspitze 34 hinzugefügt wurde. Der vorgefüllte Behälter 19 wurde im Gehäuse 12 angebracht, der erste Adapter wurde mit der Sicherungsschraube 53 angebracht, so dass das Durchstoßelement 32 die Membran 26 durchstieß, und die Adapteranordnung wurde mit einer "DeVilbissTM" GTI Spritzpistole, die der zuvor erwähnten Spritzpistole 11 ähnlich ist, gekoppelt. Die Farbe, die mit der Spritzpistole gespritzt wurde, wurde in der gleichen sehr akzeptablen Weise gespritzt wie die mit der Spritzpistole, die mit dem nicht modifizierten "3MTMPaint Preparation System" versorgt wurde.

Beispiel 2

Ein vorgefüllter Behälter 19 wurde hergestellt, in dem das becherähnliche flexible Teil 20 ein Einsatz mit einer Aufnahmemenge von etwa 125 ml oder 4 Ounce von Playtex Products, Inc. für Flüssigkeiten (z.B. Milch) in einem Babyflaschensystem war, in dem der Einsatz in einem Gehäuse 12 gehalten wird, das handelsüblich als "Drop-InsTM" bezeichnet wird. Das becherähnliche flexible Teil 20 war mit einer einstufig reduzierten Lackfarbe (nicht katalysiert) gefüllt. Ein Stück "Scotch Pac"-Film von 3M Company war über die ringförmige Lippe 22 um die Öffnung zum flexiblen Teil 20 herum mit einem heißen Eisen heißversiegelt, damit die Membran 26 die Farbe oder das Material 24 im Hohlraum halten kann. Die Materialzufuhranordnung 10 wurde ohne Modifizierung mit dem Gehäuse 12 und dem Sicherungsring 53, der von Playtex Products, Inc. für die Benutzung in ihrem Babyflaschensystem geliefert wurde, und dem zweiten Adapter 54 gebildet; und der zweite Adapter 54wurde ohne Modifizierung wie für das "3MTMPaint Preparation System" geliefert benutzt. Der erste Adapter 40 einer ähnlichen Struktur für das "3MTMPaint Preparation System" wurde modifiziert, indem der Durchmesser des Flansches reduziert und so geformt wurde, dass der Flansch 22 nur die Oberfläche der Membran gegenüber der ringförmigen Lippe 22 berührt. Das Durchstoßelement 32 des für das "3MTMPaint Preparation System" bereitgestellten Filterteils wurde modifiziert, indem die konische Durchstoßspitze 34 hinzugefügt wurde. Der vorgefüllte Behälter 19 wurde im Gehäuse 12 angebracht, der erste Adapter 40 wurde mit der Sicherungsschraube 53 angebracht, so dass das Durchstoßelement 32 die Membran 26 durchstieß, und die Adapteranordnung wurde mit der in Beispiel 1 aufgeführten "DeVilbissTM" GTI Spritzpistole gekoppelt. Die Farbe, die mit der Spritzpistole gespritzt wurde, wurde in der gleichen sehr akzeptablen Weise gespritzt wie die mit der Spritzpistole, die mit dem nicht modifizierten "3MTMPaint Preparation System" versorgt wurde.

Beispiel 3

Ein vorgefüllter Behälter 19 wurde in gleicher Weise wie für Beispiel 2 beschrieben hergestellt, bei dem der gleiche Einsatz mit einer Aufnahmemenge von etwa 125 ml oder 4 Ounce benutzt wurde, mit der Ausnahme, dass das flexible Teil anstatt mit Farbe mit einem handelsüblichen Unterbodenschutzmaterial auf Wasserbasis von 3M Company mit der Handelsbezeichnung "No. 08804" gefüllt war. Die Materialzufuhranordnung 10 wurde durch das gleiche in Beispiel 2 aufgeführte Gehäuse 12, dem Sicherungsring 53, dem zweiten Adapter 54, dem ersten Adapter 40 und dem Durchstoßelement 32 gebildet, mit der Ausnahme, dass das Filtersieb vom Durchstoßelement 32 abgenommen wurde. Der vorgefüllte Behälter 19 wurde im Gehäuse 12 eingesetzt und der erste Adapter 40 wurde mit Hilfe des Sicherungsrings 53angebracht, so dass das Durchstoßelement 32 die Membrane 26 durchstieß. Wie in 5 abgebildet, war der zweite Adapter 54 der Adapteranordnung mit dem Materialeinlassdurchgang 81 einer Einwegdüse 82 der Spritzpistole 80, die unter der Handelsbezeichnung "No. 08801 No clean-up spray gun" von 3M Company vertrieben wird, gekoppelt. Die Spritzpistole 80 ist eine Ansaugspritzpistole und ist gedacht für die Aufbringung von hochviskosen Beschichtungen, wie zum Beispiel Unterbodenschutz für Fahrzeuge. Die Pistole 80 umfasst einen Metallgriff/Aktivierteil 83, das ein Verbindungsstück 84 aufweist, das geeignet ist, am Griffende 85 an eine Druckluftquelle angeschlossen zu werden, und umfasst ein auslöserbetätigtes Ventil 86, das von Hand betätigt werden kann, um die Luftzufuhr zu starten und zu stoppen. Die Einwegdüse 82 ist aus einem Polymermaterial (z.B. Polyethylen) hergestellt und umfasst ein Lufteinlassende 87, das lösbar um das zylindrische Luftauslassende des Metallgriffs/Aktivierteils 83 herum befestigt ist, ein Luftauslassende 88, wobei der Materialeinlassdurchgang 81 mit einem Venturiteil eines Luftdurchgangs zwischen dem Einlass- und Auslassende 87, 88 der Einwegdüse 82 verbunden ist. Die Einwegdüse 82 dient zur Benutzung am Metallgriff/Aktivierteil 83, um durch den Materialeinlassdurchgang 81 in den Luftstrom angesaugte hochviskose Beschichtungsmaterialien zu spritzen. Eine Kopplung des zweiten Adapters 54 mit dem Materialeinlassdurchgang 81 positionierte die Materialzufuhranordnung 10 unterhalb der Düse 82, so dass eine Ansaugung notwendig war, um das Unterbodenschutzmaterial vom Behälter 19 zu abzuführen, das flexible becherähnliche Teil davon fiel zusammen, als das Material ausgesaugt wurde. Das durch die Spritzpistole 80 gespritzte Unterbodenschutzmaterial wurde auf gleicher akzeptabler Weise gespritzt wie das Unterbodenschutzmaterial, das durch die Spritzpistole 80 gespritzt worden wäre, wenn es mit dem üblicherweise benutzten Metallbehälter oder Polymerbeutel versorgt worden wäre.

Da sowohl die Düse 82 als auch der erste Adapter 40 für den Einweggebrauch gedacht sind, könnte der erste Adapter 40 so ausgebildet werden, dass er über Gewinde oder durch andere Weise ohne Benutzung eines zweiten aus Metall bestehenden Adapters 54 direkt am Materialeinlassdurchgang 81 oder der Düse 82 angebracht werden kann.

Beispiel 4

Ein vorgefüllter Behälter 19 wurde hergestellt, die Materialzufuhranordnung 10 wurde gebildet und das Unterbodenschutzmaterial wurde durch eine Spritzpistole 80 in gleicher wie unter Beispiel 3 beschriebene Weise gespritzt, mit der Ausnahme, dass ein handelsüblicher von Playtex Products, Inc. vertriebener Einsatz mit einer Aufnahmemenge von etwa 250 ml oder 8 Ounce für Flüssigkeiten (z.B. Milch) in einem Babyflaschensystem und dem entsprechend größeren "Drop-InsTM"-Gehäuse 12 benutzt wurde. Wie in Beispiel 3 wird das durch die Spritzpistole 80 gespritzte Unterbodenschutzmaterial, in gleicher akzeptabler Weise gespritzt wie das Unterbodenschutzmaterial, das mit einer Spritzpistole 80 gespritzt worden wäre, wenn es mit dem üblicherweise benutzten Metallbehälter oder Polymerbeutel versorgt worden wäre.

Beispiel 5

Ein vorgefüllter Behälter 19 wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 2 beschrieben hergestellt, bei dem der gleiche Einsatz mit einer Aufnahmemenge von etwa 125 ml oder 4 Ounce benutzt wurde, mit der Ausnahme, dass das flexible Teil anstatt mit Farbe mit Schleifgranulat der Korngröße 80 (d.h. Grit 80) gefüllt war. Die Materialzufuhranordnung 10 wurde durch das gleiche in Beispiel 2 aufgeführte Gehäuse 12, dem Sicherungsring 53, dem zweiten Adapter 54, dem ersten Adapter 40 und dem Durchstoßelement 32 gebildet, mit der Ausnahme, dass das Filtersieb vom Durchstoßelement 32 abgenommen wurde. Der vorgefüllte Behälter 19 wurde im Gehäuse 12 eingesetzt und der erste Adapter 40 wurde mit Hilfe des Sicherungsrings 53 angebracht, so dass das Durchstoßelement 32 die Membrane 26 durchstieß. Wie in 6 abgebildet, war der zweite Adapter 54 der Adapteranordnung mit dem Materialeinlassdurchgang 91 einer Sandstrahlpistole 90, die handelsüblich mit "MARK 1 AF1018 k AIR SAND BLASTER" bezeichnet wird, gekoppelt. Die ganz aus Metall bestehende Sandstrahlpistole 90 umfasst ein Verbindungsteil 94, das geeignet ist, am Griffende 95 an eine Druckluftquelle angeschlossen zu werden, und umfasst ein auslöserbetätigtes Ventil 96, das von Hand betätigt werden kann, um die Luftzufuhr zu starten und zu stoppen, eine Auslassdüse 92 und ein im Allgemeinen zylindrisches Teil 98 zwischen dem Ventil 96 und der Düse 92, durch die der Materialeinlassdurchgang 91 mit einem Teil des Luftdurchgangs zwischen dem Ventil 96 und der Düse 92 verbunden ist. Das zylindrische Teil 98 wurde durch Lösen eines Gewindestifts 99 gedreht, um den Materialeinlassdurchgang 91, der sich normalerweise über dem Luftdurchgang zwischen dem Ventil 96 und der Düse 92 befindet, so dass das Schleifgranulat von der Zufuhranordnung durch Schwerkraft in den Luftdurchgang geführt werden konnte. Die Pistole 90 wurde benutzt, um das Schleifgranulat von der Materialzufuhranordnung 10 gegen eine beschichtete Prüfplatte zu treiben, und es wurde festgestellt, dass die Farbe in gleicher akzeptabler Weise von der Platte entfernt wurde wie mit dem Granulat, das mit der Sandstrahlpistole 90 und dem üblicherweise benutzen Metallbehälter gestrahlt wurde.

Beispiel 6

Ein vorgefüllter Behälter 19 mit Schleifgranulat wurde hergestellt, eine Materialzufuhranordnung 10 wurde gebildet und das Schleifgranulat wurde durch die Sandstrahlpistole 90 in gleicher wie unter Beispiel 5 beschriebene Weise gestrahlt, der vorgefüllte Behälter (mit der Ausnahme des Schleifgranulats) und die Materialzufuhranordnung waren die gleichen wie die in Beispiel 1 genannten. Wie in Beispiel 5 aufgeführt, wurde die Pistole 90 dazu benutzt, Schleifgranulat von der Materialzufuhranordnung 10 gegen eine beschichtete Prüfplatte zu strahlen, und es wurde festgestellt, dass die Farbe in gleicher akzeptabler weise von der Platte entfernt wurde wie mit dem Granulat, das mit der Sandstrahlpistole 90 und dem üblicherweise benutzen Metallbehälter gestrahlt wurde.

Beispiel 7

Vorgefüllte Behälter 19 wurden in gleicher Weise wie in Beispiel 2 beschrieben hergestellt, bei denen die gleichen Einsätze mit einer Aufnahmemenge von etwa 125 ml oder 4 Ounce benutzt wurden, mit der Ausnahme, dass einige der flexiblen Teile anstatt mit Farbe mit einem experimentellen Klebstoff ähnlich einem Klebstoff der Handelsbezeichnung Pro Spray Water Based Adhesive von 3M Company, St. Paul, MN gefüllt wurden; und andere wurden mit einem Klebstoff mit der Handelsbezeichnung Fast Bond 49 gefüllt, der ebenfalls von 3M Company stammt. Die Materialzufuhranordnungen 10 wurden durch die gleichen in Beispiel 2 aufgeführten Gehäuse 12, den Sicherungsringen 53, zweiten Adaptern 54, ersten Adaptern 40 und Durchstoßelementen 32 gebildet, mit der Ausnahme, dass in einigen Fällen die Filtersiebe von den Durchstoßelementen 32 abgenommen werden konnten. Die vorgefüllten Behälter 19 wurden im Gehäuse 12 eingesetzt und die ersten Adapter 40 wurden mit Hilfe der Sicherungsringe 53 angebracht, so dass die Durchstoßelemente 32 die Membrane 26 durchstießen. Die zweiten Adapter 54 der Adapteranordnungen waren mit dem Materialeinlassdurchgängen einer Binks Cub SLG Spray Gun HVLP; einem Astro Pneumatic Tool Company HVLP Mini Gravity Feed Spray Gun, Model HVLP6GFF; und einer Central Pneumatic Professional Mini Air Gravity Paint Spray Gun, Modell 43429 verbunden. Die Klebstoffmaterialien, die mit diesen Spritzpistolen gespritzt wurden, konnten in der gleichen akzeptablen Weise gespritzt werden, wie die, die mit Spritzpistolen gespritzt worden wären, die mit den üblicherweise für diese Spritzpistolen gebräuchlichen Flüssigkeitszufuhrsysteme benutzt worden wären.

Die vorliegende Erfindung wurde mit Bezug auf eine Ausführungsform und mehreren Variation, Modifikationen und Anwendungen davon beschrieben. Für Fachleute wird es ersichtlich sein, dass viele Änderungen an der Ausführungsform durchgeführt werden können, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Somit sollte der Umfang der vorliegenden Erfindung nicht auf die in dieser Anwendung beschriebenen Strukturen, Anwendungen und Methoden beschränkt sein, sondern nur durch die Strukturen, Anwendungen und Methoden, die durch die Sprache der Ansprüche beschrieben werden.


Anspruch[de]
Materialzufuhranordnung (10) zur Verwendung mit einer Spritzvorrichtung, wobei die Materialzufuhranordnung (10) aufweist

ein Gehäuse (12) aus einem steifen Material, das eine Seitenwand (13) mit einem Oberteil (14) aufweist, wobei die Seitenwand (13) eine Innenfläche (18) aufweist, die eine Aussparung in dem Gehäuse (12) definiert, und das Oberteil (14) der Seitenwand (13) eine Öffnung (17) in diese Aussparung definiert; gekennzeichnet durch

einen vorgefüllten Behälter (19), der eine steife ringförmige Lippe (22) aufweist, die geeignet ist, entlang des Oberteils (14) der Seitenwand (13) positioniert zu werden, ein flexibles Teil (20), das an der ringförmigen Lippe (22) angebracht ist und so gestaltet ist, dass es sich in die Aussparung in dem Gehäuse (12) erstreckt, sobald die ringförmige Lippe (22) entlang des Oberteils (14) der Seitenwand (13) positioniert wird, wobei das flexible Teil (20) eine Innenfläche (21) aufweist, die einen Hohlraum in dem flexiblen Teil (20) definiert, die sich durch die ringförmige Lippe (22) öffnet, eine Materialmenge innerhalb des Hohlraums in dem flexiblen Teil (20) und eine Polymermembran (26), die sich über die ringförmige Lippe (22) erstreckt und an dieser abdichtet, um das Material im Hohlraum zu halten;

eine Adapteranordnung mit einer Durchgangsöffnung (46) mit einem quer verlaufenden Teil (48), der einen zum Eingriff mit der am oberen Ende des Behälters (19) positionierten ringförmigen Lippe (22) geeigneten Peripherieteil (52) an einem ersten Ende aufweist, und mit einem zum Eingriff mit der Einlassöffnung einer Materialspritzvorrichtung geeigneten Teil (54) an einem zweiten Ende;

ein zur Verbindung des Peripherieteils (52) mit dem Gehäuse (12) geeignetes Mittel (53), wobei sich die ringförmige Lippe (22) dazwischen befindet, und

ein Durchstoßelement (32), das aus dem quer verlaufenden Teil (48) hervorragt und ein distales Endteil (34) aufweist, das zum Durchstoßen der Membran (26) geeignet ist, wenn das Peripherieteil (52) mit der sich am Oberteil (14) des Gehäuses (12) positionierten ringförmigen Lippe (22) in Eingriff ist.
Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Material Farbe ist. Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Material flüssiger Klebstoff ist. Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Material flüssiges Dichtmaterial ist. Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Material abrasives Granulat ist. Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Material Pulver ist. Anordnung nach Anspruch 1, wobei das Durchtstoßelement (32) ein Auslassteil (35) mit einer zentralen Durchtrittsöffnung und einer Peripherie, die mit einer Fläche, die die Durchtrittsöffnung (46) in der Adapteranordnung definiert, in festem Eingriff ist, ein zweites gegenüberliegendes Ende (34) mit einer zum Durchstoßen der über die ringförmige Lippe (22) abgedichteten Membran (26) der geeigneten konischen Durchstoßspitze, und ein Einlassteil (38) zwischen dem Auslassteil (35) und der Durchstoßspitze, das von dem Auslassteil (35) und vorbei an dem Peripherieteil (52) des quer verlaufenden Teils (48) vorragt, wobei das Einlassteil (38) Einlasskanäle aufweist, die um seine Peripherie beabstandet sind und die mit der Durchtrittsöffnung im Auslassteil (35) kommunizieren. Anordnung nach Anspruch 7, wobei das Durchstoßelement (32) einen Filter aufweist, der sich über die Einlasskanäle erstreckt. Verfahren zum Zuführen von zu versprühendem Material für eine Spritzvorrichtung, das folgende Schritte aufweist:

Bereitstellen eines vorgefüllten Behälters (19) und gekennzeichnet durch die Schritte:

Bereitstellen einer steifen ringförmigen Lippe (22) und eines flexiblen Teils (20), das an der ringförmigen Lippe (22) befestigt ist und eine Innenfläche aufweist, die einen Hohlraum in dem flexiblen Teil (20) definiert, der sich durch die ringförmige Lippe (22) öffnet;

Einfüllen einer vorbestimmten zu versprühenden Materialmenge in den Hohlraum in den flexiblen Teil (20), und

Abdichten einer Polymermembran (26) über der ringförmigen Lippe (22), um das Material in dem Hohlraum zu halten;

Bereitstellen eines Gehäuses (12) aus einem steifen Material, das eine Seitenwand (13) mit einem Oberteil (14) und eine Innenfläche aufweist, die eine Aussparung in dem Gehäuse (12) definiert, wobei das Oberteil (14) der Seitenwand (13) eine Öffnung in die Aussparung definiert;

Positionieren eines vorgefüllten Behälters (19) an dem Gehäuse (12) mit dem flexiblen Teil (20) in der Aussparung in dem Gehäuse (12) und der ringförmigen Lippe (22) an dem Oberteil (14) der Seitenwand (13);

Bereitstellen einer Adapteranordnung mit einer Durchtrittsöffnung (46) zwischen einem ersten und einem zweiten Ende, wobei ein quer verlaufendes Teil (48) an dem ersten Ende ein Peripherieteil (52) aufweist, das zum Eingriff mit der auf einem oberen Ende des Behälters (19) positionierten ringförmigen Lippe (22) geeignet ist, und einen Endteil (54) an dem zweiten Ende zum Eingriff mit der Einlassöffnung der Spritzvorrichtung geeignet ist;

Bereitstellen eines Durchstoßelements (32), das aus dem zentralen Teil der Adapteranordnung hervorragt und das ein distales Endteil (34) aufweist, das zum Durchstoßen der Membran (26) des vorgefüllten Behälters (19) geeignet ist, wenn das Peripherieteil (52) mit der am Oberteil (14) des Gehäuses (12) positionierten ringförmigen Lippe (22) in Eingriff ist;

In Eingriff bringen des Peripherieteils (52) der Adapteranordnung mit der am Oberteil (14) des Gehäuses (12) positionierten ringförmigen Lippe (22), so dass das vorragende Durchstoßelement (32) die Membran (26) des vorgefüllten Behälters (19) durchsticht, und

Befestigen des Peripherieteils (52) an dem Gehäuse (12), wobei sich die ringförmige Lippe (22) dazwischen befindet.
Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Schritt des Bereitstellens des vorgefüllten Behälters (19) an einem von den anderen Schritten des Verfahren entfernten Ort durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Material Farbe ist. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Material flüssiger Klebstoff ist. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Material flüssiges Dichtmaterial ist. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Material abrasives Granulat ist. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Material Pulver ist.






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