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Dokumentenidentifikation DE60214623T2 13.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001260771
Titel Backofen mit kondensationshemmenden Ventilationsöffnungen
Anmelder Electrolux Home Products Corporation N.V., Zaventem, BE
Erfinder Milanesi, Giuseppe, 47100 Forli, IT;
Zanzani, Walter, 47014 Meldola, Forli/Cesena, IT;
Todoli, Silvano, 47100 Forli, IT;
Zanetti, Giuliano, 47100 Forli, IT
Vertreter Hochmuth, J., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 90429 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 60214623
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.05.2002
EP-Aktenzeichen 020107165
EP-Offenlegungsdatum 27.11.2002
EP date of grant 13.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2007
IPC-Hauptklasse F24C 15/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Backofen, insbesondere von der Art, wie er für die Verwendung in Verbindung mit Haushaltsherden gebraucht wird, der ein innovatorisches Konzept insofern aufweist, als er alle Probleme beseitigt, die beim Gebrauch solcher Geräte aufgrund der Bildung von Kondensat während dem Betrieb des Ofens auftreten.

Backöfen, die geeignet sind, sowohl traditionelle Kochvorgänge wie auch solche mit Zwangskonvektion, also gebläseunterstützte Kochvorgänge durchzuführen, sind seit einiger Zeit bekannt.

Diese Öfen sind normalerweise aus Blech gefertigt und umfassen eine Muffel bzw. einen Backraum, in dem und außerhalb dessen mehrere funktionale Komponenten angeordnet sind, wie elektrische Heizelemente, Isoliermaterialien, Lampen, Ventilatoren, Dichtungen und dergleichen. Der Frontzugang bzw. die Beschickungsöffnung solcher Öfen ist so angelegt, dass sie mit einer Tür dicht abgeschlossen werden kann, bei der es sich in der Regel um eine verglaste Tür handelt, die mit einem Außengriff und Dichtungen an den Außenkanten versehen ist und an der Unterkante der Frontöffnung des Backraums schwenkbar befestigt ist.

Ein wesentlicher Nachteil, der bei solchen Backöfen im Betrieb allgemein festzustellen ist, beruht auf der Entstehung heißer Dämpfe, die durch Kondensation an den kalten Oberflächen – insbesondere an den Glasplatten der Tür – zu Beschlageffekten führen, die zur Folge haben, dass das Innere des Backraums von außen nicht gut sichtbar ist, sowie auf der Bildung von Wasser, das, wenn die Ofentür geöffnet wird, innerhalb und außerhalb des Ofens unerwünschter Weise abtropfen kann. Neben diesen praktischen Nachteilen kann es zu tatsächlich riskanten Situationen für den Benutzer kommen, wenn nach Öffnen der Ofentüre eine relativ große Dampfmenge mit ziemlich hoher Temperatur plötzlich nach außen dringt.

Bei der Suche nach einer Lösung dieser Art von Problemen wurde vorgeschlagen (Italienisches Patent Nr. 1 234 821), die Kochdämpfe aus dem Ofen auszustoßen, indem sie durch geeignete Öffnungen abgezogen werden, die in einer Wand des Backraums eingebracht sind, und mittels eines Ventilators und der zugehörigen Leitung, die für Ofenkühlungszwecke vorgesehen sind, in die Umgebung abgeführt werden. Diese Lösung bringt jedoch sowohl für die Ofenherstellung wie für den Betrieb des Ofens signifikante Kostensteigerungen mit sich, da eigens eine zusätzliche dynamische Komponente verwendet werden muss und eine solche zusätzliche dynamische Komponente, namentlich der Ventilator, im Betrieb elektrische Energie verbraucht.

In US 2,375,047 wird ein Ofen offenbart, der eine innerhalb des Ofens vorgesehene Trennwand 26 besitzt; eine solche Trennwand 26 schafft mit der oberen Wand der Ofenverkleidung eine Kammer 32, die sich über einen wesentlichen Teil der Ofenoberseite erstreckt. Die Trennwand 26 ist mit einer oder mehreren Einlassöffnungen 33, 34 versehen, die ein Eindringen der im Ofen vorhandenen heißen Gase und Dämpfe in die Kammer 32 ermöglichen, wobei Letztere mit der Atmosphäre verbunden ist. Aufgrund der großen Nähe des oberen Heizelements 15 und aufgrund der Tatsache, dass die Kammer an einem heißen Abschnitt des Ofens angeordnet ist, werden die in die Kammer eindringenden Dämpfe getrocknet und die Kochgerüche ausgebrannt. Damit hat die Kammer den Effekt, die Dämpfe zu überheizen und erlaubt ihnen, in die Atmosphäre abgegeben zu werden, ohne an der Außenfläche des Herds um die Entlüftungsöffnung zu kondensieren.

Es ist deshalb ein Zweck der vorliegenden Erfindung, einen Backofen zu schaffen, insbesondere einen solchen für den Heimgebrauch, der die oben erwähnten Kondensationsprobleme auf wirksame Art und Weise löst und sich dazu wesentlich einfacherer Mittel bedient und gleichzeitig die Funktionalität des Ofens erhöht.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieses Ziel mit einem Backofen erreicht, der eine Muffel bzw. einen Backraum besitzt, der mit einer dicht abschließbaren Fronttür ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite mindestens einer Wand der Muffel bzw. des Backraums des Ofens ein dicht abgeschlossener Hohlmantel angebracht ist und dieser Hohlmantel über mindestens zwei in der Wand vorgesehene und voneinander beabstandete Öffnungen in kommunizierender Verbindung mit dem Inneren des Backraums steht, so dass eine geschlossene Dampfzirkulation zwischen dem Mantel und dem Backraum entsteht.

Die Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen mit größerer Klarheit aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels derselben hervor, die nachstehend exemplarisch unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen gegeben ist.

1 ist eine schematische, vereinfachte Querschnittansicht entlang einer senkrechten Ebene eines auf Basis der vorliegenden Erfindung hergestellten Backofens;

2 ist eine schematische, perspektivische Darstellung der Muffel bzw. des Backraums des in 1 dargestellten Ofens; und

3A3E sind Ansichten einiger Ausführungsbeispiele eines Details des in 1 dargestellten Ofens.

Ein Backofen gemäß der vorliegenden Erfindung (1) umfasst im wesentlichen eine Muffel 10, die im Allgemeinen aus emailliertem Blech besteht und einen Hohlraum einschließt, dessen Frontöffnung von einer Tür 11 abgeschlossen wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die obere Wand der Muffel bzw. des Backraums 10 mit zwei Öffnungen 12 und 13 versehen ( 2), die beabstandet, d. h. in einem Abstand voneinander angeordnet sind, und vorzugsweise in entgegengesetzten Positionen mit Bezug auf eine Mittelebene der Ofenmuffel. Diese Öffnungen ermöglichen eine Kommunikation des Muffel-Innenraums mit einem äußeren Hohlmantel 14, der im wesentlichen die gesamte Oberfläche der Wand bedeckt.

Es hat sich herausgestellt und wurde experimentell bestätigt, dass wenn der Ofen in Betrieb ist und von dem zu kochenden Essen Dämpfe erzeugt werden eine natürliche Dampfzirkulation in einem geschlossenen Kreislauf zwischen dem Backraum 10 und dem Hohlmantel 14 einsetzt. Der Dampf verlässt den Backraum 10 über die Öffnung 12 und strömt, nachdem er den gesamten Hohlmantel 14 gefüllt hat, über die Öffnung 13 zurück in den Backraum 10. Ein solcher natürlicher Kreislauf beruht auf der Tatsache, dass der Druck im Inneren des Backraums nicht durchgehend gleich groß ist. Diese fehlende Gleichförmigkeit ist nicht nur von der Art der Lebensmittel abhängig, die gekocht werden, sondern auch von einer Reihe anderer Faktoren, etwa der Größe und Anordnung der Essensteile auf den entsprechenden Kochunterlagen, von der Form der Kochunterlagen selbst, der Häufigkeit oder Art des Öffnens der Tür 11 und dergleichen.

Es muss festgehalten werden, dass die Temperatur des Dampfes abnimmt, während dieser in den Hohlmantel 14 hinein und durch diesen strömt, allerdings nicht in einem Ausmaß, dass er kondensiert. Tatsächlich wird die Innenwand des Hohlmantels 14 durch die entsprechende Wand des Backraums 10 gebildet, so dass sie also ziemlich heiß ist.

Der Hohlmantel 14 kann an jeder Wand der Ofenmuffel angebracht sein, ist aber vorzugsweise mit der oberen Wand derselben verbunden. Der Hohlmantel kann im übrigen in einer Reihe unterschiedlicher Formen ausgeführt sein, d. h. in gebogener Form (3A), in Form von rechteckigen Segmenten (3B), in kastenartiger Form (3C), in Form einer doppelt überlagerten Kammer (3D) oder in Form einer gebogenen Rohrleitung (3E).

Die Vorteile der Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung sind vielfältig:

  • – Eine Reduzierung des Energieverbrauchs des Ofens und der Kochzeit, da der Dampf während des gesamten Kochvorgangs im Backraum zirkuliert und deshalb seine gesamte thermische Wirksamkeit innerhalb des Backraums zu entfalten vermag;
  • – eine höhere Qualität jener Kochvorgänge, die in der Regel die Anwesenheit von Dampf im Backraum erfordern;
  • – die Eliminierung verschiedener Konstruktions- und Designbeschränkungen aufgrund der Tatsache, dass der Ofen nicht mehr eigens mit geeigneten Rohrleitungen zur Dampfabführung nach außen oder geeigneten Leitmitteln zur Verhinderung eines Überhitzens unterschiedlicher Teile an der Frontseite des Ofens ausgestattet werden muss;
  • – eine Rationalisierung des Herstellungsverfahrens, zumal der Hohlmantel direkt als integrierter Teil der Ofenmuffel geplant und produziert werden kann;
  • – eine Eliminierung dynamischer Komponenten, wie beispielsweise eines Ventilators;
  • – schließlich ergibt sich eine deutliche Vereinfachung der Ofenreinigung, da die Zirkulation des Dampfes einer Fettablagerung an den Wänden des Backraums entgegen wirkt.


Anspruch[de]
Backofen, insbesondere von der für den Haushaltsgebrauch vorgesehenen Art, eine Muffel bzw. einen Backraum (10) umfassend, der zum dichten Abschließen mit einer Fronttür (11) versehen ist, des weiteren einen dichten Hohlraum oder Hohlmantel (14), der an der Außenseite mindestens einer Wand der Muffel bzw. des Backraums (10) angebracht ist und über mindestens zwei in der Wand vorgesehene Öffnungen (12, 13) in Kommunikation mit dem Innenraum des Backraums (10) steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (12, 13) in einem Abstand voneinander so angeordnet sind, dass eine natürliche geschlossene Dampfzirkulation zwischen dem Hohlraum bzw. dem Hohlmantel (14) und dem Backraum entsteht, wenn der Ofen in Betrieb ist. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (12, 13) in der oberen Wand der Muffel bzw. des Backraums (10) des Ofens vorgesehen sind. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum bzw. der Hohlmantel (14) sich über die gesamte Oberfläche der wand der Muffel bzw. des Backraums (10) des Ofens erstreckt. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum bzw. der Hohlmantel (14) in Form einer Rohrleitung ausgebildet ist, welche die zwei Öffnungen (12, 13) in der Wand der Muffel bzw. des Backraums (10) des Ofens miteinander verbindet.






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