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Dokumentenidentifikation DE102004012001B4 20.09.2007
Titel Mokassinschuh mit Mittelnaht
Anmelder ara Shoes AG, 40764 Langenfeld, DE
Vertreter Gail & Rödl, 60388 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 10.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012001
Offenlegungstag 06.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2007
IPC-Hauptklasse A43B 3/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Mokassinschuh mit einem den Vorderfuß seines Trägers ganz umschließenden Schaft, dessen Schaftunterteil eine Auftrittsfläche wenigstens für den Vorderfuß bildet, der von einem Schaftoberteil überspannt wird, bestehend aus einem im wesentlichen symmetrischen und einstückigen Zuschnitt des Schaftoberteils und Schaftunterteils und einer an dessen Vorderseite angeordneten Spitze.

Mokassinschuhe sind allgemein bekannt. Sie werden wegen ihrer Bequemlichkeit geschätzt. Für sie kennzeichnend ist ein mit einem das Schaftoberteil bildenden Spiegelblatteinsatz durch eine Naht verbundenes Schaftunterteil. Die Naht liegt immer nah am Fußballen (vgl. DE G 81 17 511.6, DE G 87 00 298.1, DE 295 13 243). Nachteilig ist die dadurch bestehende Gefahr von Druck- und Scheuerstellen am Fußballen.

Auch ein aus DE 40 16 217 bekannter Mokassinschuh weist eine solche Raff- oder Flechtnaht auf. Bei diesem Mokassinschuh laufen die Zuschnittkanten schuhinnen- oder außenseitig ebenfalls von einem Punkt aus, der wenigstens in der Nähe des Randes des die Auftrittsfläche bildenden Schaftunterteils liegt. Nachteilig ist auch dabei die bestehende Gefahr von Druck- und Scheuerstellen am Fußballen.

Ein aus DE 14 85 727 A bekannter Mokassinschuh weist zwar nur eine Mittelnaht in der Längsachse des Schuhs auf. Diese ist aber entweder längs des Bodens durchlaufend und an der Ferse aufsteigend angeordnet und liegt in der Schaftunterseite und damit unterhalb der Fußsohle und beeinträchtigt diese. Oder sie ist in einer anderen Variante zwar an der Schaftoberseite angeordnet. Dabei wird aber eine Schuhform erzeugt, die dem Grundsatz der bequemen Fußumfassung bei Mokassinschuhen völlig widerspricht, weil sie die natürliche Form des Fußes im Zehenbereich unvermeidbar einengt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mokassinschuh zu schaffen, dessen die Zuschnittkanten verbindende Nähte außerhalb des Kontaktbereichs mit dem Fußballen liegen und der der natürlichen Fußform entspricht.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Zuschnittkanten der Spitze und des Schaftoberteils durch zwei Nähte verbunden werden, die in eine bis wenigstens annähernd zum Schaftende reichende Mittelnaht übergehen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die Spitze separat mit einer Zuschnittkante mit dem Schaftunterteil im Bereich unterhalb der Zehen des Fußes des Trägers mit wenigstens einer Naht verbunden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Figuren an Ausführungsbeispielen erläutert. Dabei zeigen

1 den Mokassinschuh ohne Sohlenteil in einer perspektivischen Gesamtansicht,

2 den Zuschnitt des einstückigen Schaftoberteils und Schaftunterteils und der Spitze mit fest gestepptem Fersenteil und angestepptem Einfass,

3 den Zuschnitt des einstückigen Schaftoberteils und Schaftunterteils mit festgesteppter Spitze und festgestepptem Fersenteil und angestepptem Einfass.

Der in 1 dargestellte Mokassinschuh 11 weist ein für den Gegenstand der Erfindung unerhebliches Sohlenteil nicht auf. Das Schaftunterteil 12 und Schaftoberteil 13 und die Spitze 14 des Mokassinschuhs 11 bestehen aus einem Zuschnitt. Die an der Vorderseite des Schaftunterteils 12 angeordnete Spitze 14 ist nach oben geklappt. Die beiden Zuschnittkanten der Spitze 14 sind durch zwei Nähte 15 mit den ebenfalls nach oben geklappten beiden Seiten des Schaftoberteils 13 verbunden. Die beiden Nähte 15 treffen sich am äußersten Ende 16 der Spitze 14 in der Mitte des Mokassinschuhs 11. Am äußersten Ende 16 der Spitze 14 gehen die Nähte 15 in eine Mittelnaht 17 über. Die Mittelnaht 17 endet kurz vor dem Schaftende 18 im Ristbereich. Die Nähte 15 liegen außerhalb des Ballenbereichs des Fußes. Die Mittelnaht 17 liegt oberhalb des Vorderfußes. Der Mokassinschuh 11 ist mit Fersenteil 19 und Einfass 20 versehen. Ein Fußbett 21 kann vorgesehen werden.

In 2 ist der einstückige Zuschnitt des Schaftunterteils 12 und Schaftoberteils 13 und der an dessen Vorderseite angeordneten Spitze 14 dargestellt. Einseitig festgesteppt sind das Fersenteil 19 und angesteppt der Einfass 20. Der Zuschnitt ist im wesentlichen symmetrisch. Die Zuschnittkanten der Spitze 14 und des Schaftoberteils 13 sind mit Hinweisen 21 auf den Verlauf der sie später verbindenden Nähte 15 versehen. Die Zuschnittkanten der Spitze 14 und des Schaftoberteils 13 werden durch Hochklappen zur Deckung für die Anbringung der Nähte 15 gebracht. Danach liegen die verbleibenden Zuschnittkanten des Schaftoberteils 13 wenigstens annähernd mittig in der Längsachse des Mokassinschuhs 11 und werden entlang der Linie 23 durch die Mittelnaht 17 vernäht.

In 3 ist ein Zuschnitt des einstückigen Schaftunterteils 24 und Schaftoberteils 25 dargestellt. Eine separate Spitze 26 ist über eine Naht 27 mit der Vorderseite des Schaftunterteils 24 verbunden. Die Naht 27 liegt dabei im Bereich zwischen den Zehenballen und Zehenenden des Fußes des Trägers und berührt dessen Zehen nicht. Das Material der separaten Spitze 26 ist unabhängig von dem für den Zuschnitt des einstückigen Schaftunterteils 24 und Schaftoberteils 25 und kann wegen der in diesem Bereich häufig höheren mechanischen Beanspruchung stärker ausgebildet werden. Die separate Spitze 26 läßt auch farbliche und modische Gestaltungsvarianten zu. Alle anderen Merkmale des Zuschnitts nach 3 entsprechen denen nach 2.

11
Mokassinschuh
12
Schaftunterteil
13
Schaftoberteil
14
Spitze
15
Nähte
16
äußerstes Ende
17
Mittelnaht
18
Schaftende
19
Fersenteil
20
Einfass
21
Fußbett
22
Hinweise
23
Linie
24
Schaftunterteil
25
Schaftoberteil
26
separate Spitze
27
Naht


Anspruch[de]
Mokassinschuh mit einem den Vorderfuß seines Trägers ganz umschließenden Schaft, dessen Schaftunterteil eine Auftrittsfläche wenigstens für den Vorderfuß bildet, der von einem Schaftoberteil überspannt wird, bestehend aus einem im wesentlichen symmetrischen und einstückigen Zuschnitt des Schaftoberteils und Schaftunterteils und einer an dessen Vorderseite angeordneten Spitze, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnittkanten der Spitze (14) und des Schaftoberteils (13) durch zwei Nähte (15) verbunden werden, die in eine bis wenigstens annähernd zum Schaftende (18) reichende Mittelnaht (17) übergehen. Mokassinschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (26) separat mit einer Zuschnittkante mit dem Schaftunterteil (24) im Bereich unterhalb der Zehen des Fußes des Trägers mit wenigstens einer Naht (27) verbunden wird.






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