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Dokumentenidentifikation DE102006011871A1 20.09.2007
Titel Feuchtschlamm-Trocknungsvorrichtung
Anmelder Bessenbach, Ina, 78048 Villingen-Schwenningen, DE
Erfinder Gruber, Thilo, 78048 Villingen-Schwenningen, DE
DE-Anmeldedatum 15.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006011871
Offenlegungstag 20.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2007
IPC-Hauptklasse C02F 11/12(2006.01)A, F, I, 20060315, B, H, DE
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zum Trocknen von Feuchtschlämmen, mit einer Schlamm-Einlassöffnung für Feuchtschlämme und einer Schlamm-Auslassöffnung für getrocknete Schlämme, einer Luft-Einlassöffnung für trockene Luft und einer Luft-Auslassöffnung für bei einem Trocknungsvorgang befeuchtete Luft sowie einer Mehrzahl übereinander angeordneter, auf einer Kreuzeinrichtung stützend aufliegender, in einer rechteckigen Fläche eingebetteter, rotierender Teller, auf deren Oberfläche die Schlämme getrocknet werden, wird eine besonders effektive Trocknung dadurch erreicht, dass die zu trocknenden Schlämme, die im Zusammenspiel von rotierenden Tellern mit an der Vorrichtung fest verbundenen spiralförmigen und mit Zinken versehenen Krählarmen, von außen nach innen zentrierend ins Zentrum und alternierend vom Zentrum nach außen eines jeweiligen rotierenden Tellers bewegt werden, wobei im Bereich zweier erster sich gegenüberstehender Seiten der jeweiligen Tellerebene Luftleitwände und im Bereich zweier zweiter sich gegenüberliegender Seiten Luftumleitschächte vorgesehen sind, die so angeordnet sind, dass die Luft auf ihrem Weg von der Luft-Einlassöffnung zur Luft-Auslassöffnung die Oberflächen der verschiedenen rotierenden Teller in Gegenrichtung zu dem von der Schlamm-Einlassöffnung zur Schlamm-Auslassöffnung transportiertem Schlamm sukzessive passiert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen von Feuchtschlämmen, mit einer Einlassöffnung für Feuchtschlämme und einer Auslassöffnung für getrocknete Schlämme, einer Luft-Einlassöffnung für trockene Luft und einer Luft-Auslassöffnung für bei einem Trocknungsvorgang befeuchtete Luft, sowie einer Mehrzahl an einer Welle fest verbundenen und übereinander angeordneten rotierenden Teller, über deren Oberfläche die Schlämme bei einem Trocknungsvorgang bewegbar sind, sowie mit einer gleichen Anzahl von jeweils mit einer Mehrzahl von Zinken versehenen spiralförmigen Krählarmen, die jeweils oberhalb der Oberfläche der rotierenden Tellern angeordnet sind und deren Zinken mit ihren Winkeln, die so ausgerichtet sind, dass die auf der Oberfläche der rotierenden Teller befindlichen Schlämme zentrierend von außen nach innen und von innen alternierend nach außen bewegt werden, wobei die Schlämme auf ihrem Transportweg über Abwurfschächte trichterförmige Schlamm-Leiteinrichtungen passieren und somit zum nächsten, benachbarten rotierenden Teller gelangen. Die Schlamm-Leiteinrichtungen sind alternierend nahe und entfernt zum Zentrum eines jeweiligen rotierenden Tellers oberhalb am Krählarm fest angeordnet.

Gemäss Stand der Technik sind Vorrichtungen zum Trocknen von Feuchtschlämmen bekannt. Die Feuchtschlämme können dabei unterschiedliche Konsistenzen aufweisen. In der Regel bilden sie Gemische aus zu unterschiedlichen Anteilen aus organischen und anorganischen Substanzen zusammengesetzten Pulpen mit unterschiedlichem Wassergehalt. Der Wassergehalt kann dabei bis zu 70% ausmachen.

Die Vorrichtungen gemäß dem Stand der Technik weisen gemeinschaftlich den Nachteil auf, dass sie sehr groß dimensioniert und nur mit hohem Energieaufwand betreibbar sind, sowie einen schlechten Wirkungsgrad aufweisen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Trocknen von Schlämmen zu schaffen, die sowohl sehr kompakt als auch mit geringen Energiemengen betreibbar ist, so dass ein hoher Wirkungsgrad erreicht wird.

Für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe durch eine Mehrzahl übereinander angeordneter rotierender Teller gelöst, auf deren Oberfläche die Schlämme getrocknet werden, sowie durch einer gleiche Anzahl von jeweils mit einer Mehrzahl von Zinken versehenen spiralförmigen Krählarmen, die jeweils über der Oberfläche der rotierenden Teller angeordnet und so ausgerichtet sind, dass die auf der Oberfläche der rotierenden Teller befindlichen Schlämme von außen nach innen zentrierend bewegt und zentral von innen alternierend nach außen eines jeweiligen rotierenden Tellers transportiert werden.

Die Schlämme fallen, geschoben durch die Zinken des jeweiligen Krählarms, im Zentrum an der Kante eines kreisförmigen Abwurfschachts des jeweiligen rotierenden Tellers über eine Schlamm-Leiteinrichtung nach unten auf den nächsten benachbarten rotierenden Teller und dort, alternierend an der Kante des Außenrandes des jeweiligen rotierenden Tellers, über einen Abwurfschacht, der rechteckig ausgebildet und an der Innenseite einer rechteckigen Zusatzfläche befindlich ist, durch eine trichterförmige Schlamm-Leiteinrichtung nach unten auf die nächste benachbarte rotierende Tellerebene. Durch das Zusammenspiel des Krählarms mit seinen Zinken und den rotierenden Teller ist es möglich, Schlamm-Einlassöffnung und eine Schlamm-Auslassöffnung seitwärts an der Vorrichtung zu versehen. Durch die geschaffene Möglichkeit einer seitlichen Anbringung einer Schlamm-Einlassöffnung können die zu trocknenden Schlämme an der alternierenden Aussenkante des rotierenden Tellers eingebracht werden. Dadurch können die eingelassen Schlammmassen gestreckt und auseinander gezogen und somit weniger übereinander liegend am Beginn der Einführung der zu trocknenden Schlämme auf dem ersten Teller eingebracht werden, was sich sehr positiv auf den Wirkungsgrad der beginnenden Abtrocknung der noch sehr feuchtigkeitsgesättigten Schlämme auswirkt. Durch das Zusammenspiel des Krählarmes mit seinen Zinken und dem rotierendem Teller der letzten Tellerebene wird die Möglichkeit geschaffen, die getrockneten Schlämme an der Außenkante des rotierenden Tellers, seitwärts durch die Schlamm-Auslassöffnung aus der Trocknungs-Vorrichtung auszubringen, was den Abtransport der getrockneten Schlämme, da nicht im Zentrum anfallend, technisch erheblich vereinfacht. Durch die Möglichkeit einer seitlichen Anbringung der trichterförmigen Schlamm-Einlassöffnung ist es technisch einfacher, die zu trocknenden Schlämme vorzugsweise über ein Förderband an die Trocknungs-Vorrichtung heranzuführen als an eine zentralere gelegene Schlamm-Einlassöffnung einer Schlammtrocknungs-Vorrichtung und somit technisch einfacher, durch die Möglichkeit einer seitlichen Anbringung einer Schlamm-Auslassöffnung, die getrockneten Schlämme nach ihrem Durchlauf durch die Trocknungs-Vorrichtung von der Vorrichtung vorzugsweise durch ein Förderband wieder wegzuführen.

Die auf ihrem Transportweg von einem rotierenden Teller zum jeweils darunter liegenden rotierenden Teller gelangten zu trocknenden Schlämme passieren Abwurfschächte und fallen durch trichterförmige Schlamm-Leiteinrichtungen, die alternierend nahe der Peripherie und nahe dem Zentrum eines Tellers fest mit den jeweiligen Krählarmen verbunden und alle übereinander positionsgleich angeordnet sind, woraus sich ein Vorteil bei einer Wartung und Instandsetzung dieser ergibt. Die Schlamm-Leiteinrichtungen kanalisieren die Schlämme beim Herunterfallen auf die nächste Tellerebene und bringen die Schlämme dort geordnet auf die nächste rotierende Tellerebene auf. Durch die Schlamm-Leiteinrichtungen werden die Schlämme sicher und staubfrei durch den kanalisierten Luftstrom auf die nächste rotierende Tellerebene aufgebracht, und somit gleichzeitig eine Verstaubung der Vorrichtung durch Schlämme verhindert. Durch den Einsatz von Schlamm-Leiteinrichtungen wird die Gefahr einer Staub-Explosion innerhalb der Trocknungsvorrichtung somit ausgeschlossen. Bei der erfinderischen Vorrichtung wird durch den Einsatz einer Mehrzahl von rotierenden Tellern in Verbindung mit jeweils über der Oberfläche der rotierenden Teller angeordneten, in ihrer Orientierung einstellbaren Zinken, die jeweils an Krählarmen befestigt sind, erreicht, dass die Schlämme von außen nach innen hin zum Zentrum eines ersten rotierenden Tellers langsam transportierbar sind, so dass sie sich auf dem Weg zum Zentrum über die gesamte Oberfläche eines rotierenden Tellers verbreiten und dadurch eine große Oberfläche annehmen, die ein Austrocknen der Schlämme begünstigt, die bei Erreichen des Zentrums des ersten Tellers durch eine im Bereich des Zentrums dieses rotierenden Tellers angeordnete Schlamm-Leiteinrichtunge fallen, wobei in einem vorgegebenen Abstand unter dem ersten rotierenden Teller ein zweiter rotierender Teller vorgesehen ist, über dessen rotierender Oberfläche sich die Schlämme durch die eingestellten Zinken des darüber liegenden Krählarmes aus dem Zentrum alternierend in Richtung Peripherie nach außen bewegen, wo ein weiterer Abwurfschacht vorgesehen ist, durch den die Schlämme über eine Schlamm-Leiteinrichtung auf eine nächste darunter befindliche rotierende Tellerebene fallen, auf der sie durch die Ausrichtung der jeweiligen Zinken des betreffenden Krählarmes in Verbindung mit dem Rotieren des betreffenden Tellers wieder von außen in Richtung Zentrum bewegt werden, wobei durch die alternierende Anordnung von Tellern, bei denen an den Krählarmen ein Abwurfschacht im Bereich ihres Zentrums vorgesehen ist, eine reziprozierende Bewegung der betreffenden Schlämme erreicht wird, so dass diese sukzessive über die jeweiligen Oberflächen einer Mehrzahl von rotierenden Tellern bewegbar sind, wodurch erreicht wird, dass die Dimensionen eines einzelnen rotierenden Tellers gering gehalten werden können und die Vorrichtung insgesamt kompakt auslegbar ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Krählarme einseitig fest seitwärts mit der Vorrichtung verbunden. Dadurch wird zusätzlich eine einfache und kompakte Bauweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht, durch die sichergestellt ist, dass alle rotierenden Teller mit angepasster Geschwindigkeit gedreht werden, wobei die Krählarme mit den eingestellten Zinken fest mit der Vorrichtung verbunden sind. Die Höhe der an den jeweiligen Krählarmen angeordneten Zinken über der Oberfläche eines jeweiligen Tellers ist gemäß bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung einstellbar. Dadurch wird erreicht, dass Klärschlämme unterschiedlicher Konsistenzen durch die erfindungsgemäße Vorrichtung trockenbar sind. So wird die Höhe der Zinken über der Oberfläche eines jeweiligen rotierenden Tellers bei trockneren Schlämmen mit dichterer Konsistenz höher eingestellt und bei flüssigeren Schlämmen mit hoher Viskosität niedriger eingestellt. Des Weiteren ist es mitunter notwendig, die Zinken über der jeweiligen rotierenden Oberfläche der Mehrzahl von rotierenden Tellern innerhalb der Vorrichtung unterschiedlich hoch einzustellen, da sich die Viskosität eines zu trocknenden Schlammes innerhalb der Vorrichtung durch das sukzessive Austrocknen des Schlammes beim Durchgang durch die Vorrichtung verringert. Jeder einzelne in der Vorrichtung befindliche rotierende Teller wird in eine zusätzlich geschaffene rechteckige Fläche eingebettet, die mit einer kleinen rechteckigen Aussparung an der Kante der zusätzlichen Fläche versehen ist, dort wo die Schlämme am betreffenden Teller auf die benachbarte Ebene hinunterfallen. Zwischen dem jeweiligen rotierenden Teller und der umspannenden rechteckigen Zusatzfläche ist ein Rotationsabstand der Innenwandlung der rechteckigen Zusatzfläche und der Außenwandlung des rotierenden Tellers vorgesehen, der so groß gehalten wird, dass die Rotation der einzelnen Teller und der Fluss der zu trocknenden Schlämme durch die zusätzliche rechteckige Fläche in der Vorrichtung nicht behindert wird. Die rechteckige zusätzliche Fläche, in welche die einzelnen rotierenden Teller eingebettet sind, schafft die Möglichkeit eines Übergangs von einer aufwändigeren, runden Gestaltungsart der Vorrichtung in eine rechteckige, einfachere kompakte Bauweise der Trocknungsvorrichtung und schafft zusätzlich die Grundlage der Möglichkeit einer kanalisierten Belüftung der Trocknungs-Vorrichtung, wobei im Bereich zweier erster sich gegenüberstehenden Seiten der jeweiligen mit zusätzlicher rechteckiger Fläche versehenen Tellerebene, Luftleitwände und im Bereich zweier zweiter sich gegenüberstehenden Seiten Luftumleitschächte vorgesehen sind, die so angeordnet sind, dass die Luft auf ihrem Weg von der Luft-Einlassöffnung zur Luft-Auslassöffnung die Oberflächen der verschiedenen rotierenden Teller, die mit rechteckigen Zusatzflächen versehen sind, in Gegenrichtung zu dem von der Schlamm-Einlassöffnung zur Schlamm-Auslassöffnung transportiertem Schlamm sukzessive passiert, durch die Merkmalskombination, dass die Tellerebenen durch ihre jeweiligen Zusatzfläche insgesamt rechteckig ausgebildet sind, wobei im Bereich zweier erster sich gegenüberliegender Seiten der jeweiligen Tellerebene Luftleitwände und im Bereich zweiter sich gegenüberstehender Seiten Luftumleitschächte vorgesehen sind, die so angeordnet sind, dass die Luft auf ihrem Weg von der Luft-Einlassöffnung zur Luft-Auslassöffnung die Oberflächen der verschiedenen Tellerebenen in Gegenrichtung zu dem von der Schlamm-Einlassöffnung zur Schlamm-Auslassöffnung transportiertem Schlamm sukzessive passiert, erreicht, dass die in die Luft-Einlassöffnung eintretende trockene und in der Regel vorgeheizte Luft zuerst mit denjenigen Schlammmassen in Kontakt tritt, die sich kurz vor der Schlammauslassöffnung befinden und schon einen langen Transportweg über die Oberflächen der unterschiedlichen Tellerebenen zurückgelegt haben und daher schon einen hohen Trocknungsgrad aufweisen, weshalb gewährleistet ist, dass eher trockene Luft über trockenere Schlammmassen streicht. Im Verlauf ihres Weges zur Luft-Auslassöffnung reichert sich die Luft immer mehr mit Feuchtigkeit an, so dass vor der Luft-Auslassöffnung mit Feuchtigkeit angereicherte Luft auf Schlammmassen trifft, die gerade die Schlamm-Einlassöffnung passiert haben und daher noch einen hohen Feuchtigkeitsgrad aufweisen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der Feuchtigkeitsgehalt der Luft immer an den Feuchtigkeitsgehalt der zu trocknenden Schlammmassen angepasst ist.

Dadurch wird eine hohe Effektivität bei der Trocknung erreicht, und auf diese Weise kann die Temperatur der für einen Trocknungsvorgang verwendeten Luft in der Regel auf zwischen 30°C und 90°C gegenüber herkömmlich zwischen 100°C und 250°C bemessen sein. Somit ist der Energieverbrauch der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüber den bekannten Vorrichtungen gemindert und auch einer Verleimung der Schlämme im Trocknungsprozess durch die erreichten niederen Temperaturen vorgebeugt. Die erreichten niederen Temperaturen im Trocknungsprozess wirken sich auch vorteilhaft auf das sichere Betreiben einer Schlammtrocknungs-Vorrichtung aus. Alle übereinander angeordneten rotierenden Teller sind fest mit einer vertikal stehenden Welle verbunden und liegen alle oberhalb einer die Teller stützenden rotierenden Kreuzkonstruktion auf, welche fest unterhalb der Teller an der Welle befestigt ist. Die sich drehende Welle, mit den Tellern und den Kreuzeinrichtungen, wird durch einen unterhalb der Vorrichtung befindlichen Antrieb in Rotation gebracht. Die Welle selbst ist oben und unten gelagert und fest mit der Vorrichtung verbunden.

Gemäß weiterer bevorzugter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es vorgesehen, dass in den Oberflächen der rotierenden Teller eine Mehrzahl von Mulden vorgesehen ist. Durch diese Maßnahme wird verhindert, dass sich getrocknete und ausgehärtete kleine Schlammteilchen unterhalb der Zinken mit dem rotierenden Teller verschleifen oder verklemmen. Die Kleinteilchen auf dem Weg durch die Vorrichtung werden in den Mulden ablagert, bis sie durch Vorschub weiter transportiert werden. Die Mulden können dabei als bogenförmige oder kreisförmige Vertiefungen ausgebildet sein.

Die Oberflächen der rotierenden Teller, der Zinken, der Krählarme und die Innenwandungen der – Schlamm-Leiteinrichtungen sind vorzugsweise mit einer Beschichtung aus einem Keramikmaterial versehen, um die Flächen gleitfähiger und resistent gegen Abrasion zu machen.

Durch die spiralartige und nicht symmetrische Ausführungsform der Krählarme wird eine Synergie zwischen den bewegten Schlammmassen und der Zeit für den Durchlauf der Schlämme durch die Vorrichtung erreicht. An einem spiralförmigen Krählarm können alle zum Transport der Schlämme benötigten Zinken so angeordnet und in ihrem Winkel eingestellt werden, dass sie gegeben durch die Spiralform des Krählarmes eine hintereinander zugeordnete Position einnehmen können, wodurch die vom vorhergehenden Zinken freigeschobenen Fläche auf dem rotierenden Teller sofort vom dahinter liegenden Zinken wieder mit Schlamm aufgefüllt wird. Dieser Verlauf der Schlamm-Verschiebung setzt sich bis zum letzten auf dem Krählarm angebrachten und eingestellten Zinken fort, sei es, dass die Schlämme von der Peripherie nach innen ins Zentrum oder vom Zentrum alternierend nach außen geschoben werden. Dadurch kann eine wesentlich größere Schlammmenge zeitlich länger im Trocknungsprozess gehalten werden, was sich deutlich auf die Effektivität des Betreibens der Trocknungsvorrichtung auswirkt, wodurch der Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Vorrichtung maximiert wird.

Durch die spiralförmige, einstückige Ausführungsform der Krählarme ist es möglich, die Krählarme seitwärts so mit der Vorrichtung zu verbinden, dass sie für externe Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten und zur Justierung der Zinkenwinkel aus der Vorrichtung mit Hilfe eines Handgriffes herausgeschwenkt werden können, was die Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Vorrichtung wesentlich vereinfacht.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im Folgenden, anhand einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen:

1 eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Querschnittansicht;

2 die in 1 dargestellte bevorzugte Ausführungsform der Erfindung in seiner Ansicht von oben.

3 die in 1 dargestellte bevorzugte Ausführungsform der Erfindung in seiner Ansicht von oben.

Die in 1, 2, und 3, dargestellte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 100 zum Trocknen von Feuchtschlämmen enthält eine Schlamm-Einlassöffnung 110 für Feuchtschlämme und eine Schlamm-Auslassöffnung 120 für getrocknete Schlämme, eine Luft-Einlassöffnung 130 für trockene Luft und eine Luft-Auslassöffnung 140 für bei einem Trocknungsvorgang befeuchtete Luft sowie eine Mehrzahl durch einen Antrieb 270 übereinander angeordneten rotierenden Teller 150, welche fest mit einer Welle 250 verbunden sind und jeweils zur Stabilisierung auf einem Kreuzgestell 165 liegen, welches ebenfalls fest mit der Welle 250 verbunden ist, über deren Oberfläche die Schlämme bei einem Trocknungsvorgang bewegbar sind, sowie eine gleiche Anzahl von jeweils mit einer Mehrzahl von Zinken 170 versehenen spiralförmigen Krählarmen 160, die jeweils oberhalb der Oberfläche der rotierenden Teller 150 angeordnet und deren Zinken 170 so ausgerichtet sind, dass die auf der Oberfläche der rotierenden Teller 150 befindlichen Schlämme zentrierend von außen nach innen und alternierend von innen nach außen eines jeweiligen rotierenden Tellers 150 bewegt werden, wobei die Schlämme auf ihrem Transportweg von einem rotierendem Teller 150 zum jeweils benachbarten rotierenden Teller 150 Abwurfschächte 180, 185 passieren, die alternierend nahe und entfernt zum Zentrum eines jeweiligen rotierenden Tellers 150 angeordnet sind. Erfindungsgemäß sind die rotierenden Teller 150 rund ausgebildet und in eine zusätzliche geschaffene rechteckige Fläche 155 eingebettet, die mit einem Rotationsspalt 260 zwischen den rotierenden Tellern 150 und der rechteckigen Zusatzfläche 155 versehen ist, um die bis dato runde Gestaltungsform der Vorrichtung in eine kompaktere rechteckige Gestaltungsform zu bringen und um die Grundfläche zu schaffen, damit die zur Trocknung benötigte Luft durch die Vorrichtung kanalisiert werden kann, wobei im Bereich zweier erster sich gegenüberstehenden Seiten der jeweiligen rotierenden Teller 150, eingebettet in der zusätzlichen rechteckigen Fläche 155, Luftleitwände 200 und im Bereich zweier zweiter sich gegenüberstehender Seiten Luftumleitschächte 210 vorgesehen sind, die so angeordnet sind, dass die Luft auf ihrem Weg von der Luft-Einlassöffnung 130 zur Luft-Auslassöffnung 140 die Oberflächen der verschiedenen rotierenden Teller 150 in Gegenrichtung zu dem von der Schlamm-Einlassöffnung 110 zur Schlamm-Auslassöffnung 120 transportierten Schlamm sukzessive passiert. Die spiralförmigen Krählarme 160 sind jeweils fest mit der Vorrichtung 180 seitwärts verbunden 240 und können mit Hilfe eines Griffs 175 aus der Vorrichtung für Wartungs- und Instandsetzungs-Arbeiten, sowie für das Einstellen der Zinken 170 herausgeschwenkt werden. Die Zinken 170 am spiralförmigen Krählarm 160 sind nachschiebend hintereinander angeordnet. Auf ihrem Weg von der Luft-Einlassöffnung 130 zur Luft-Auslassöffnung 140 passiert die Luft die Oberflächen der verschiedenen rotierenden Teller 150 sukzessive jeweils in gleicher Richtung. Die Luftumleitschächte 210 weisen jeweils eine Luft-Einlassöffnung 220 auf, die oberhalb der Oberfläche eines rotierenden Tellers 150 angeordnet, und mit einer Luft-Auslassöffnung 230 versehen ist, die oberhalb der Oberfläche eines benachbarten rotierenden Tellers 150 angeordnet ist. Ein zum Zentrum eines rotierenden Tellers 150 naher Abwurfschacht 180 ist als kreisförmige Öffnung in dem betreffenden Teller 150 ausgebildet, wobei die Welle 250 in der Mitte der Öffnung angeordnet ist. Ein zum Zentrum eines Tellers 150 ferner Abwurfschacht 185 ist als echteckige Aussparung 185 in der betreffenden rechteckigen Zusatzfläche 155 ausgebildet. Unterhalb eines Abwurfschachtes 180 sind dabei jeweils Schlamm-Leiteinrichtungen 190, 195 vorgesehen, wobei die Schlamm-Leiteinrichtungen 195 unter einem dem Zentrum nahen Abwurfschacht 180 gerade ausgebildet und die Schlamm-Leiteinrichtung 190 unter einem dem Zentrum fernen Abwurfschacht 185 gebogen ausgebildet sind. In den Oberflächen der rotierenden Teller 150 ist eine Mehrzahl Mulden 270, vorzugsweise bogenförmig gestaltet, vorgesehen, wie in 2 nur gruppenweise 270 dargestellt, um einem Verschleifen oder Verkanten kleiner Schlammteilchen zwischen Teller 150 und Zinken 170 vorzubeugen. Die Höhe der Zinken 170 über der Oberfläche eines jeweiligen rotierenden Tellers 150 ist ebenfalls einstellbar. Die Oberflächen der rotierenden Teller 150, der Zinken 170 der Krählarme 160 und die Innenwandlungen der Schlamm-Leiteinrichtungen 190, 195, sind zur Verbesserung des Gleitverhaltens und zum Entgegenwirken der Abrasion der bewegten Schlammmassen mit einer Beschichtung aus einem Keramikmaterial versehen. Das oben erläuterte Ausführungsbeispiel der Erfindung dient lediglich dem Zweck eines besseren Verständnisses der durch die Ansprüche vorgegebenen erfindungsgemäßen Lehre, die als solche durch das Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt ist.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Trocknen von Feuchtschlämmen, mit einer Einlassöffnung für Feuchtschlämme und einer Auslassöffnung für getrocknete Schlämme, einer Luft-Einlassöffnung für trockene Luft und einer Luft-Auslassöffnung für bei einem Trocknungsvorgang befeuchtete Luft, wobei eine Mehrzahl übereinander angeordneter, auf einer Kreuzeinrichtung stützend aufliegender, in einer rechteckigen Fläche eingebetteter, rotierender Teller, auf deren Oberfläche die Schlämme getrocknet werden, und einer gleichen Anzahl von jeweils mit einer Mehrzahl von Zinken versehenen Krählarmen, die jeweils über die Oberflächen der Teller angeordnet und so ausgerichtet sind, dass die auf der Oberfläche der rotierenden Teller befindlichen Schlämme von außen nach innen zentrierend ins Zentrum und alternierend vom Zentrum nach außen eines jeweiligen rotierenden Tellers bewegt werden, wobei die Schlämme auf ihrem Transportweg von einem rotierenden Teller zum jeweils folgenden rotierenden Teller Abwurfschächte und Schlamm-Leiteinrichtungen passieren, die alternierend nahe der Peripherie und nahe dem Zentrum eines rotierenden Tellers angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Teller gemeinsam, welche an einer rotierenden Welle fest verbunden sind, angetrieben werden. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teller fest mit der Welle verbunden sind und sich rotierend bewegen. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teller auf einer mit der Welle fest verbundenen, die Teller stützenden Kreuzeinrichtung aufliegen. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein zum Zentrum eines Tellers naher Abwurfschacht als kreisförmige Öffnung ausgebildet ist, wobei die Welle in der Mitte der Öffnung angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein zum Zentrum eines Tellers ferner Abwurfschacht als rechteckige Aussparung ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Teller in einer rechteckigen zusätzlichen Fläche eingebettet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem Teller und der zusätzlichen Fläche ein Rotationsspalt befindet. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass sich an der Innenwandlung der zusätzlichen Fläche ein rechteckiger Abwurfschacht befindet. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus mehreren rechteckigen Zusatzflächen besteht. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung aus mehreren Krählarmen besteht. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 10 dadurch gekennzeichnet, dass die Krählarme spiralförmig ausgebildet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinken am Krählarm hintereinander so angeordnet sind, dass sie sich die Schlämme unmittelbar zuschieben. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Krählarme einstückig ausgebildet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Krählarme aus der Vorrichtung heraus schwenkbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Krählarme mit einem Griff versehen sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, das die Winkel der Zinken an den Krählarmen einstellbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Zinken über der Oberfläche eines jeweiligen Tellers einstellbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Abwurfschächte Schlamm-Leiteinrichtungen vorgesehen sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 18 dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Schlamm-Leiteinrichtungen fest mit dem Krählarm verbunden ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft auf ihrem Weg von der Luft-Einlassöffnung zur Luft-Auslassöffnung die Oberflächen der verschiedenen Teller jeweils in gleicher Richtung sukzessive passiert. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft auf ihrem Weg von der Luft-Einlassöffnung zur Luft-Auslassöffnung die Oberflächen der verschiedenen Teller alternierend in jeweils entgegen gesetzter Richtung sukzessive passiert. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftumleitschächte jeweils eine Luft-Einlassöffnung, die oberhalb der Oberfläche eines Tellers angeordnet ist und jeweils eine Luft-Auslassöffnung, die oberhalb der Oberfläche eines benachbarten Tellers angeordnet ist, aufweisen. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Oberflächen der Teller eine Mehrzahl von Mulden vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Mulden als bogenförmige Vertiefung ausgebildet sind. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Mulden als kreisförmige Vertiefung ausgebildet sind. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der Teller, der Zinken der Krählarme und die Innenwandlungen eine Beschichtung aus einem Keramikmaterial aufweisen.






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