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Dokumentenidentifikation DE102006012284A1 20.09.2007
Titel Dosierwaage
Anmelder Bühler AG, Uzwil, CH
Erfinder Näf, Peter, Heiden, CH
Vertreter Frommhold, J., Dr.-Ing., Pat.-Ass., 38114 Braunschweig
DE-Anmeldedatum 15.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006012284
Offenlegungstag 20.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2007
IPC-Hauptklasse G01G 13/02(2006.01)A, F, I, 20060315, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Dosierwaage, insbesondere zum Dosieren und Wägen von mehligen oder körnigen Schüttgütern, wie zum Beispiel Mehl, Grieß oder Zucker. Um einen einfachen und raumsparenden Aufbau zu erreichen, ist eine Zulaufeinrichtung für Produkte waagentechnisch von einer Verwiegeeinrichtung in Form einer Wägeschnecke (7) getrennt ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dosierwaage, insbesondere zum Dosieren und Wägen von mehligen oder körnigen Schüttgütern, wie zum Beispiel Mehl, Griess oder Zucker.

In Produktionsanlagen wie zum Beispiel Getreide- oder Futtermühlen sind bei hohem Automatisierungsgrad hohe Durchsatzleistungen mit hoher Qualität und Konstanz zu erfassen. Die Verarbeitungsmenge wie auch jeweilige, momentane Durchsätze müssen mit Waagengenauigkeit ständig resp. mengenmässig ununterbrochen erfasst werden. Dies gilt insbesondere auch für Produkte mit ungünstigen Fliesseigenschaften wie Mehl oder Schrot.

Bekannt sind nach dem Differentialwaagenprinzip arbeitende Dosieranlagen, die einen aufrechten Waagenbehälter und eine drehzahlsteuerbare Austragschnecke mit im wesentlichen horizontal gerichteten Austrag aus dem Waagenbehälter aufweist (FR-A-2384246).

Aus der EP-B-466857 ist eine Differentialwaage bekannt, die in der Produktionsüberwachung eingesetzt wird. Diese enthält einen aufrechten Waagebehälter, ein in den Waagebehälter mündendes und von diesem wägetechnisch getrenntes Produktstrom-Zulaufrohr mit steuerbarem Schliessorgan zum Freigeben und Unterbrechen des Produktstromes. Der Waagebehälter ist rohrförmig und weist ein, in die Austragsschnecke übergehendes Überleitstück auf und etwa gleichgrosse Querschnittsflächen hat.

Die Vorrichtung ist so für eine Steuerung des Produktaustrages ausgebildet, dass das Produkt durch Anpassung der Austragsmenge aus dem Waagebehälter an die Zulaufmenge ausgetragen wird.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Dosierwaage zu schaffen, die einen vereinfachten Aufbau bei etwa gleichgrosser Waagengenauigkeit im Vergleich zum vorgenannten Stand der Technik zu schaffen. Die Aufgabe ist mit den Merkmalen des Patentanspruchs gelöst.

Da nur eine, an eine Austragschnecke anschliessende Dosierschnecke als Waagebehälter ausgebildet ist, sinkt der Aufwand für den waagentechnischen Teil der Vorrichtung und es sind zudem auch begrenzte Raumverhältnisse besser nutzbar. In Abgrenzung zu Durchflussmessern oder Schüttgut-Mengenmessern erfolgt eine bessere Einbeziehung von Produkteigenschaften wie z. b. das Schüttgewicht in den Messvorgang.

Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen offenbart. So kann die Dosierschnecke am Boden stehend oder hängend ausgebildet sein und/oder dreh- oder schwenkbar angeordnet sein.

Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand einer Zeichnung näher beschrieben. Die Zeichnung zeigt die Dosierwaage in einer Prinzipdarstellung und am Boden stehend.

Die in einer Getreidemühle befindliche Dosierwaage weist als Zulaufeinrichtung einen Vorbehälter 1 für das zu dosierende Produkt mit einem Überleitstück 2 auf. Das Überleitstück 2 ist entsprechend der Offenbarung des EP-B-466857 ausgebildet und weist von oben nach unten einen etwa konstanten Querschnitt für einen optimalen Produktfluss auf. Das Überleitstück 2 schafft den Übergang zu einer rohrförmigen Austragschnecke 3 mit einem Antriebsmotor 4 mit Frequenzumformer.

Dieser Teil der Vorrichtung ist in einer nicht dargestellten Rahmenkonstruktion aufgenommen, die auf einem Etagenboden stehend angeordnet ist.

Die Austragsöffnung 5 der Dosierschnecke 3 mündet in ein Gefäss 6, ohne mit diesem fest verbunden zu sein. Eine flexible Manschette 12 sorgt für eine staubdichte Anordnung. Das Gefäss 6 stellt ein weiteres Überleitstück in eine Wägeschnecke 7 dar und dient zugleich der Egalisierung eines Pralldruckes.

Die Wägeschnecke 7 ist an drei Biegestäben 8 aufgehangen. Die Biegestäbe 8 sind an einem Rahmen 9 angeordnet, der ebenfalls auf dem Etagenboden steht. Die Wägeschnecke 7 ist waagerechter Wägebehälter und Austragsorgan.

Die Wägeschnecke 7 weist gleichfalls einen Antriebsmotor 10 mit fester Drehzahl auf. Eine Austragsöffnung 11 der Wägeschnecke 7 ist so ausgebildet, dass ein Annähern/Andocken an einen Behälter oder eine Leitung möglich ist.

Aufgrund der losen, spielbehafteten Mündung der Austragsöffnung 5 in das Gefäss 6 ist die Austragschnecke 3 waagentechnisch von der Wägeschnecke 7 getrennt. Die Förderrichtung des Produkts in der Wägeschnecke 7 ist etwa gegenläufig zur Förderrichtung in Austragschnecke 3 um einen möglichst niedrigen Raumbedarf für die Dosierwaage zu erreichen.

Die Förderleistung der Wägeschnecke 7 ist grösser als die maximale Leistung der Austragschnecke 3. Die Dosierwaage findet bevorzugt Anwendung als Dosierwaage aber auch zur Erfassung kontinuierlicher resp. gegebener Produktströme. Letzteres erfordert dann auch variable Drehzahlen der Wägeschnecke 7.

Das Gefäss 6 kann zudem so ausgebildet sein, dass die Wägeschnecke 7 schwenkbar oder drehbar ist. Eine entsprechende Trennstelle 13 ist angedeutet. Zudem kann die gesamte Vorrichtung auch an einer Etagendecke angeordnet sein um darunter weitere Mühleneinrichtungen anordnen zu können.

Ebenso kann der Rahmen 9 der Einrichtung verfahrbar sein.

Die Erfindung ist nicht auf diese beschriebene Bauform und Anwendung begrenzt.

1
Vorbehälter
2
Überleitstück
3
Austragschnecke
4
Antriebsmotor
5
Austragsöffnung
6
Gefäss
7
Wägeschnecke
8
Biegestab
9
Rahmen
10
Antriebsmotor
11
Austragsöffnung
12
Manschette
13
Trennstelle


Anspruch[de]
Dosierwaage mit einer Zulaufeinrichtung für das zu verwiegende Produkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulaufeinrichtung waagentechnisch von einer Verwiegeeinrichtung getrennt ausgebildet ist. Dosierwaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwiegeeinrichtung als Wägeschnecke (7) ausgebildet ist. Dosierwaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die waagentechnische Trennung und lose Kopplung der Schnecken (3, 7) über ein Gefäss (6) der Wägeschnecke (7) erfolgt.






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