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Dokumentenidentifikation DE202004021311U1 20.09.2007
Titel Sammelbehälter eines Fahrzeugs und Fahrzeug
Anmelder John Deere Enschede B.V., Enschede, NL
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 202004021311
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.09.2007
Registration date 16.08.2007
Application date from patent application 14.05.2004
File number of patent application claimed 10 2004 023 994.0
IPC-Hauptklasse A01D 43/06(2006.01)A, F, I, 20070505, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62D 33/00(2006.01)A, L, I, 20070505, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sammelbehälter eines Fahrzeugs, insbesondere eines Fahrzeugs zur Rasen-, Garten- bzw. Grundstückspflege, der derart ausgebildet ist, dass er mit dem Fahrzeug um eine zumindest im Wesentlichen horizontale Achse schwenkbar verbindbar ist, wobei der Sammelbehälter eine erste Stellung, in der er zumindest im Wesentlichen oberhalb einer Haube des Fahrzeugs angeordnet ist, und eine zweite Stellung einnehmen kann, in der er ein Öffnen der Haube ermöglicht, sowie ein Fahrzeug mit einem derartigen Sammelbehälter.

Fahrzeuge, insbesondere Fahrzeuge zur Rasen-, Garten- bzw. Grundstückspflege sind häufig mit Arbeitsgeräten in der Art von Mähwerken oder Kehr- bzw. Saugeinrichtungen versehen, welche Vegetation schneiden bzw. aufsammeln. Zum Aufnehmen und/oder Transportieren des Schnittgutes bzw. des aufgesammelten Materials sind diese Fahrzeuge mit Sammelbehältern ausgestattet, welche üblicherweise in einem Heckbereich des Fahrzeugs vorgesehen und mit den Arbeitsgeräten über einen Auswurfkanal verbunden sind.

Die US 5,107,661 A, die US 6,089,006 A sowie die FR 2 681 216 A1 zeigen Sammelbehälter, welche in einem rückwärtigen Bereich eines Mähfahrzeugs angeordnet sind und jeweils über ein spezielles Gestänge nach rückwärts verschwenkt und teilweise nach oben verbracht werden können, um entleert zu werden.

Die gattungsgemäße US 6,089,006 A zeigt einen Sammelbehälter eines Mähfahrzeugs mit einem frontseitig angeordneten Mähwerk. Der Sammelbehälter ist hinter einem Fahrersitz angeordnet und kann, um entleert zu werden, bezogen auf das Mähfahrzeug nach rückwärts verschwenkt werden, wobei er einen ansonsten durch den Sammelbehälter abgedeckten Motorraum des Mähfahrzeugs freigibt.

Die durch die Erfindung zu lösende Aufgabe wird darin gesehen, die Haube des Fahrzeugs im Wesentlichen durch ein Verschwenken des Sammelbehälters zugänglich zu machen, ohne hierzu aufwändige Hubmechanismen vorzusehen.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Lehre der Patentansprüche 1 bzw. 3 gelöst, wobei in den weiteren Patentansprüchen Merkmale aufgeführt sind, die die Lösung in vorteilhafter Weise weiterentwickeln.

Auf diese Weise wird ein Sammelbehälter eines Fahrzeugs, insbesondere eines Fahrzeugs zur Rasen-, Garten- bzw. Grundstückspflege zur Verfügung gestellt, welcher dazu geeignet ist, an Fahrzeugen nachgerüstet zu werden, welche keinen Sammelbehälter oder einen abweichend ausgebildeten Sammelbehälter oder sogar ein anderes Sammelsystem, beispielsweise in der Art einer angehängten bzw. gezogenen Sammeleinrichtung aufweisen. Der Sammelbehälter ist derart ausgebildet, dass er mit dem Fahrzeug um eine zumindest im Wesentlichen horizontale Achse schwenkbar verbindbar ist, wobei er zumindest eine erste Stellung, bei der es sich vorzugsweise um eine Betriebsstellung handelt, einnehmen kann, in der er zumindest im Wesentlichen oberhalb einer Haube des Fahrzeugs angeordnet ist. Weiter kann der Sammelbehälter zumindest eine weitere bzw. zweite Stellung einnehmen, in der er ein Öffnen der Haube erlaubt. Ein derartiger Sammelbehälter kann an ein Fahrzeug mit einer Haube angebaut werden, welche beispielsweise zur Durchführung von Wartungs- und/oder Instandhaltungs- bzw. Reparaturarbeit von unter ihr angeordneten bzw. geschützten Baugruppen oder -teilen oder auch um einen Stauraum zugänglich zu machen, geöffnet werden muss, ohne dass der Sammelbehälter vollständig von dem Fahrzeug abgebaut werden muss, um die Haube zugänglich zu machen bzw. um diese öffnen zu können. Die Haube muss auch nicht vor bzw. bei dem Anbringen des Sammelbehälters entfernt werden, um einen Zugang zu unter ihr angeordneten Baugruppen oder -teilen bzw. zu ermöglichen. Darüber hinaus kann auf diese Weise auf aufwändige Hubmechanismen verzichtet werden, da die genannte Funktion zumindest im Wesentlichen durch ein Verschwenken des Sammelbehälters erzielt werden kann.

Es ist vorgesehen, dass der Sammelbehälter direkt an dem Fahrzeug bzw. einem Bügelaufbau angebracht werden kann. Hierzu sollte der Sammelbehälter geeignet ausgebildet sein und insbesondere aus einem geeigneten, beispielsweise möglichst steifen bzw. verformungsarmen Werkstoff bestehen. Es kann auch vorgesehen sein, dass an dem Sammelbehälter Scharniere oder Gestänge o.ä. vorgesehen sind, um diesen indirekt an dem Bügelaufbau anzubringen. Derartige Sammelbehälter sind allerdings häufig aus Kunststoff oder Verbundmaterialien oder zumindest aus Werkstoffen geringer Wandstärke und Festigkeit gefertigt, da sie möglichst leicht, kostengünstig und häufig aufgrund eines vorgegebenen Bauraums oder eines gewünschten Designs in nicht standardisierter Geometrie ausgeführt sind. Um trotzdem einen stabilen Anschluss an den Bügelaufbau zu gewährleisten und/oder um dem Sammelbehälter eine ausreichende Auflagefläche zur Verfügung zu stellen, auch wenn der Sammelbehälter mit Material befüllt ist, kann der Sammelbehälter einen Träger aufweisen bzw. mit einem solchen vorzugsweise fest verbunden sein, welcher direkt oder indirekt, beispielsweise über Scharniere, Konsolen etc. mit dem Bügelaufbau verbunden bzw. an diesem angebracht ist.

Ein derartiger Bügelaufbau bzw. Überrollschutz ist häufig bereits zumindest bereichsweise verschwenkbar ausgebildet, um beispielsweise zur Durchfahrt niedriger Tore etc. aus seiner Betriebsstellung in eine abgesenkte Stellung verschwenken zu können. Ein solcher Anschluss kann direkt oder aber auch mittels weiterer Bauteile, beispielsweise in der Art von Konsolen, Gestängen etc. indirekt erfolgen.

Um in seine zweite Stellung gebracht zu werden, in der die Haube geöffnet werden kann bzw. in der der Sammelbehälter die Haube freigibt, kann dieser bezogen auf das Fahrzeug sowohl seitwärts als auch nach vorn oder hinten verschwenkt werden. Besonders günstig, insbesondere in Bezug auf die Standfestigkeit des Gerätes ist es, wenn das Verschwenken bezogen auf die Längserstreckung des Fahrzeugs nach vorn oder rückwärts erfolgt. Es kann vorteilhaft sein, ein Verschwenken nach vorn vorzusehen, da dies der üblichen Schwenkrichtung eines derartigen Bügelaufbaus entspricht und keine weitreichende Modifikation desselben durchzuführen ist. Es kann aber auch möglich, dass der Sammelbehälter bzw. der Träger wahlweise nach vorn bzw. rückwärts verschwenkt werden kann.

Derartige Sammelbehälter werden an Fahrzeugen, insbesondere an Fahrzeugen zur Rasen-, Garten- bzw. Grundstückspflege eingesetzt. Diese Fahrzeuge können bereits fabrikseitig mit einem erfindungsgemäßen Sammelbehälter ausgestattet sein. Es ist aber auch möglich, derartige Sammelbehälter in der Art von Bausätzen zum Nachrüsten entsprechender Fahrzeuge ohne Sammelbehälter oder als Ersatzteile zur Verfügung zu stellen, welche gleichartige oder abweichend ausgeführte Sammelbehälter ersetzen können.

Der Sammelbehälter könnte als ein Transportbehälter ausgeführt sein, welcher von einem von dem Fahrzeug als solchem unabhängigen Arbeitsgerät oder auch manuell mit Material befüllt wird. Vorzugsweise weist das Fahrzeug aber ein Arbeitsgerät auf, welches mit dem Fahrzeug bzw. durch das Fahrzeug zusammen mit diesem bewegt wird. Das Arbeitsgerät kann vor oder hinter dem Fahrzeug oder auch in Seitenbereichen angeordnet sein oder es können mehrere, auch unterschiedliche Arbeitsgeräte in ebensolchen Bereichen vorgesehen sein. Das Arbeitsgerät bzw. die Arbeitsgeräte können vollkommen außerhalb des Umfangs des Fahrzeugs angeordnet sein. Um aber beispielsweise eine möglichst gute Nutzung der Fahrzeugabmessungen und somit eine möglichst kompakte Bauform erzielen zu können, kann das Arbeitsgerät bzw. wenigstens eines der Arbeitsgeräte zumindest bereichsweise innerhalb der Fahrzeugkontur bzw. unterhalb des Fahrzeugs bzw. eines Fahrzeugrahmens und/oder zwischen vorderen und rückwärtigen Rädern des Fahrzeugs angeordnet sein. Bei dem Arbeitsgerät kann es sich um ein Mähwerk, beispielsweise in der Art eines Sichel- oder Spindelmähwerks, oder auch um eine Kehreinrichtung bzw. jedes andere Arbeitsgerät handeln, insbesondere aber um ein Arbeitsgerät, welches geeignet ist, Material aufzunehmen bzw. aufzusammeln. Das Arbeitsgerät kann ein oder mehrere Arbeitsmittel, beispielsweise in der Art von Messern, Spindeln, Bürsten etc. aufweisen.

Um das Arbeitsgerät mit dem Sammelbehälter zu verbinden, kann wenigstens ein Auswurfkanal vorgesehen sein bzw. das Fahrzeug kann einen derartigen aufweisen. Der Transport des Materials kann durch wenigstens eine Fördereinrichtung, beispielsweise in der Art eines Gebläses erfolgen oder unterstützt werden, oder er kann durch die Wirkung einer oder mehrerer Arbeitseinheiten des Arbeitsgerätes erreicht werden.

Die Anordnung des Auswurfkanals kann in Abhängigkeit von dem Arbeitsgerät vorgenommen werden. Ist das Arbeitsgerät beispielsweise an einen Seitenauswurf angepasst, so kann es vorteilhaft sein, den Auswurfkanal in einem Seitenbereich oder entlang eines Seitenbereichs des Fahrzeugs anzuordnen. Ist das Arbeitsgerät aber vielmehr ein Gerät für Heckauswurf, so kann der Auswurfkanal in einem zentralen bzw. mittleren Bereich des Fahrzeugs, beispielsweise auch zumindest bereichsweise zwischen den rückwärtigen Rädern des Fahrzeugs angeordnet sein.

Die Haube kann einteilig oder auch mehrteilig ausgebildet sein und beispielsweise nach vorn oder seitwärts oder auch teilweise nach vorn oder seitwärts verschwenkt werden. Ist die Haube in einem Heckbereich des Fahrzeugs bzw. nach rückwärts schwenkbar an dem Fahrzeug bzw. dem Fahrzeug direkt bzw. indirekt angebracht, so kann sie in einfacher Weise verschwenkt werden, ohne dass hierbei auf weitere Bauteile des Fahrzeugs, wie beispielsweise einen Fahrersitz, einen Überschlagschutz o.ä. zu achten ist.

Wie bereits vorstehend beschrieben, kann der Sammelbehälter bzw. der Träger mit dem Bügelaufbau oder Überschlagschutz des Fahrzeugs verbunden sein, wobei dieser häufig zumindest bereichsweise verschwenkbar vorgesehen ist, um unter niedriger Vegetation fahren zu können oder um niedrige Toreinfahrten etc. durchfahren zu können. Ein solcher Bügelaufbau ist derart ausgebildet, dass er nach vorn verschwenkt werden kann, wobei vorgesehen sein kann, dass er vorzugsweise auch in dieser nach vorn verschwenkten Stellung einen Schutz für eine Bedienungsperson darstellt. Der Bügelaufbau bzw. der Überrollschutz kann in Gänze verschwenkbar vorgesehen sein. Es ist aber auch möglich, dass er mehrteilig derart ausbildet ist, dass nur ein insbesondere oberer Schwenkbereich mit einem fest mit dem Fahrzeug bzw. dem Fahrzeugrahmen verbundenen Teilbereich derart verbunden ist, dass der obere Schwenkbereich gegenüber dem Teilbereich bzw. dem Fahrzeug verschwenken kann.

Bei einer derartigen Ausführung kann der Sammelbehälter bzw. der Bügel direkt bzw. indirekt an dem Schwenkbereich angebracht sein, so dass er einer Bewegung des Schwenkbereichs folgen kann.

Das Fahrzeug kann in herkömmlicher Art und Weise ausgebildet sein und beispielsweise vordere oder auch rückwärtige mittels eines Lenkgestänges und beispielsweise eines Lenkrades gelenkter und entsprechende rückwärtige bzw. vordere angetriebene Räder aufweisen. Besonders wendig ist ein solches Fahrzeug aber, wenn es wenigstens zwei vorzugsweise rückwärtige, antreibbare und lenkbare Räder und wenigstens ein vorzugsweise vorderes, frei schwenkbares Rad aufweist bzw. derart ausgebildet ist, dass es zumindest im Wesentlichen eine Drehung auf der Stellung ausführen kann. Derartige Fahrzeuge werden durch ein Vorsehen einer Geschwindigkeitsdifferenz der Drehgeschwindigkeit der antreibbaren Räder ähnlich einem Raupenfahrzeug gelenkt und weisen häufig einen linken und einen rechten Lenkhebel zur Beeinflussung der Geschwindigkeit der jeweiligen Räder auf. Es ist aber auch hier eine Lenkung mittels eines Lenkrades oder auch Joysticks möglich.

Die Haube von Fahrzeugen, insbesondere zur Rasen-, Garten- bzw. Grundstückspflege, ist häufig in einem Heckbereich des Fahrzeugs hinter dem Fahrersitz bzw. Bedienerplattform oder Kabine angeordnet. Dies kann sowohl die Wendigkeit bzw. Manövrierfähigkeit des Fahrzeugs als auch die Übersicht für einen Fahrer verbessern.

Eine derartige Haube kann beispielsweise einen Stauraum abdecken bzw. umschließen. Insbesondere deckt sie aber einen Maschinenraum ab bzw. umschließt oder begrenzt sie einen solchen wenigstens teilweise und kann zur Wartung, Reparatur oder Instandhaltung von unter der Haube angeordneten Baugruppen oder -teilen, wie einem Motor, einer Pumpe etc. geöffnet bzw. verschwenkt werden.

Um eine Bewegung des Sammelbehälters bzw. des Trägers oder des Bügelaufbaus durch eine Bedienungsperson zu unterstützen, zu erleichtern oder auch um die Bewegung automatisch ausführen zu können, kann das Fahrzeug Stützmittel oder Antriebsmittel aufweisen, welche mit dem Sammelbehälter, dem Träger bzw. dem Bügelaufbau zusammenwirken können. Bei dem Stütz- oder Antriebsmittel kann es sich um einen Gaszylinder, Hydraulikzylinder bzw. -motor, eine Feder bzw. allgemein um Federmittel, einen Elektromotor etc. oder allgemein um jedes geeignete Mittel handeln. Es kann auch sowohl wenigstens ein Stütz- als auch ein Antriebsmittel vorgesehen sein. Derartige Stütz- oder Antriebsmittel sind aber nicht zwingend erforderlich.

In der Zeichnung sind zwei nachfolgend näher beschriebene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt:

1 Fahrzeug in der Art eines Mähfahrzeugs mit einem an einem Bügelaufbau angebrachten Sammelbehälter,

2 das Fahrzeug aus 1, wobei der Bügelaufbau gemeinsam mit dem Sammelbehälter nach vorn verschwenkt wurde,

3 eine Darstellung gemäß 2, wobei eine Haube des Fahrzeugs derart nach rückwärts verschwenkt wurde, dass sie einen Maschinenraum des Fahrzeugs freigibt,

Es wird zuerst auf 1 Bezug genommen, welche ein Fahrzeug 10, in der Art eines Fahrzeugs zur Rasen-, Garten- und Grundstückspflege, mit einem Rahmen 12, welche sich über zwei vordere, frei verschwenkbare Räder 14 und zwei rückwärtige, antreibbare Räder 16 auf dem Untergrund abstützt.

Das Fahrzeug 10 ist derart ausgebildet, dass eine Bedienperson auf einem auf dem Fahrzeugrahmen 12 vorgesehenen Fahrersitz 18 Platz nehmen kann, um das Fahrzeug 10 mittels geeigneter Bedienelemente, von denen nur zwei unabhängig voneinander verschwenkbare Steuergriffe 20 dargestellt sind, zu bedienen. Hinter dem Fahrersitz 12 ist ein sich im Betrieb zumindest im Wesentlichen vertikal erstreckender Bügelaufbau 21 vorgesehen, welcher in bekannter Weise derart ausgebildet ist, dass er eine Bedienungsperson, welche auf dem Fahrersitz 18 sitzt, im Falle eines Umstürzens des Fahrzeugs 10 schützt und welche daher üblicherweise als Überrollschutz bzw. Überrollschutzbügel bezeichnet wird.

Hinter dem Fahrersitz 18 ist eine Haube 22 angeordnet, welche mit dem Rahmen 12 in einem Heckbereich 24 des Fahrzeugs 10, im Wesentlichen um eine horizontal Achse 26 schwenkbar verbunden ist. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Haube 22 mit dem Fahrzeug 10 bzw. dem Fahrzeugrahmen 12 mittels eines nicht dargestellten Schwenkmechanismus verbunden.

Unterhalb der Haube 22 befindet sich ein Maschinenraum 28, welcher durch die Haube 22 im Betrieb abgedeckt wird und durch ein Verschwenken der Haube 22 nach rückwärts beispielsweise zur Wartung und Reparatur von in dem Maschinenraum 28 angeordneten Bauteilen bzw. -gruppen 30 freigegeben wird (siehe 3).

Bei den Bauteilen bzw. -gruppen 30 handelt es sich bekannter Art und Weise beispielsweise um einen Motor und ein Getriebe, insbesondere um ein hydrostatisches Getriebe, welches den Motor mit den rückwärtigen Rädern 14 verbindet. Darüber hinaus ermöglicht das Getriebe, wiederum in bekannter Art und Weise, eine Lenkung der Fahrzeugs 10 mittels der Steuergriffe 20, indem die Drehgeschwindigkeit und Richtung der Räder 14 in Abhängigkeit von der Stellung des jeweiligen linken bzw. rechten Steuergriffs 20 unabhängig voneinander bestimmt und das Fahrzeug 10 aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz der angetriebenen Räder 14 gelenkt wird, wodurch eine Drehung des Fahrzeugs 10 zumindest im Wesentlichen auf der Stelle möglich wird. Die vorliegende Erfindung kann aber auch an Fahrzeugen Verwendung finden, welche in konventioneller Art und Weise mittels eines Lenkgestänges bzw. eines Lenkrades oder auch Joysticks o.ä. gelenkt wird.

Unterhalb des Fahrzeugrahmens 12 angeordnet und mit diesem verbunden, ist ein Arbeitsgerät 32 vorgesehen, welches gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in der Art eines Sichelmähwerks ausgebildet ist. Es kann sich bei dem Arbeitsgerät 32 aber auch um jedes andere geeignete Gerät, insbesondere zur Rasen-, Garten- bzw. Grundstückspflege handeln, insbesondere ist es aber als ein Mähwerk, beispielsweise auch ein Spindelmähwerk, eine Aufsammel- oder Kehreinrichtung ausgebildet, wobei auch mehrere Arbeitsgeräte oder ein Arbeitsgerät mit mehreren Arbeitswerkzeugen, beispielsweise in der Art von Messern, Spindeln, Bürsten etc. vorgesehen sein können. Das Arbeitsgerät kann auch vor, hinter oder neben dem Fahrzeug 10 oder es kann eine Kombination mehrerer gleichartiger oder unterschiedlicher Arbeitsgeräte vorgesehen sein.

In dem Heckbereich 24 des Fahrzeugs 10 ist ein Sammelbehälter 34 vorgesehen, welcher zur Aufnahme von durch das Arbeitsgerät 20 geschnittenes oder aufgesammeltes Material geeignet ist. Hierzu steht der Sammelbehälter 34 beispielsweise durch einen nicht gezeigten Kanal mit dem Arbeitsgerät 20 in Verbindung, welcher sich in einem vorzugsweise mittleren, unteren Bereich des Fahrzeugs 10, vorzugsweise unterhalb des Fahrzeugrahmens 12 erstreckt, wenn das Arbeitsgerät 20 in bekannter Art für einen Heckauswurf ausgebildet ist. Handelt es sich hingegen um ein Arbeitsgerät 20 mit Seitenauswurf, erstreckt sich der Kanal vorzugsweise entlang eines Seitenbereichs des Fahrzeugs 10.

Der Sammelbehälter 34 kann vorzugsweise heckseitig eine nicht gezeigte Klappe aufweisen, welche wiederum in bekannter Art und Weise eine Entleerung des Sammelbehälters ermöglicht bzw. dessen Innenraum zugänglich macht.

Gemäß diesem ersten Ausführungsbeispiel ist der Sammelbehälter 34 mit dem Bügelaufbau 21 bzw. mit einem ersten und einem zweiten Holm 36 des Bügelaufbaus 21 derart verbunden, dass er in seinem Betriebszustand bezogen auf die übliche Fahrtrichtung des Fahrzeugs 10 hinter dem Bügelaufbau 21 und zumindest im Wesentlichen oberhalb der Haube 22 angeordnet ist. Hierzu ist darüber hinaus ein Träger 38, in der Art eines Bügelteils vorgesehen, welches mit dem Bügelaufbau 21 fest verbunden, beispielsweise verschraubt oder verschweißt ist, und welches weiter mit dem Sammelbehälter 34 verbunden ist, so dass dieser, häufig aus Kunststoff oder anderem verhältnismäßig leicht verformbaren Material hergestellte Behälter, sich möglichst gleichmäßig auf dem Träger 36 abstützen kann.

Es wird nun auch auf 2 Bezug genommen, gemäß der deutlich wird, dass der Bügelaufbau 21 mit dem Fahrzeug 10 bzw. dem Fahrzeugrahmen 12 schwenkbar verbunden ist. Hierzu sind die Holme 36 in einem dem Fahrzeug 10 zugewandten Bereich 40 geteilt ausgebildet und mittels jeweils einer Schwenkeinrichtung 42 verbunden.

Die Schwenkeinrichtung 42 weist jeweils einen Schwenkbolzen 44 auf und verbindet einen fest an dem Fahrzeugrahmen 12 angebrachten Teilbereich 46 des Holms 36 mit einem oberen Schwenkbereich 48 des Holms 36 derart, dass der Schwenkbereich 48 bezogen auf die übliche Fahrtrichtung des Fahrzeugs 10 nach vorn verschwenkt werden kann.

Um einem unbeabsichtigten Verschwenken des Schwenkbereichs 48, insbesondere während eines Betriebs des Fahrzeugs 10 entgegenzuwirken, weist zumindest eine der Schwenkeinrichtungen 42 eine Sicherungsvorrichtung 50, beispielsweise in der Art eines Absteckstifts, welcher sich im Betrieb durch den unteren Teilbereich 46 und den Schwenkbereich 48 erstreckt und somit den Schwenkbereich 48 in Bezug auf den unteren Teilbereich 46 sichert. Dieser Absteckstift kann nochmals durch ein weiteres Sicherungsmittel, beispielsweise einen Federstecker etc. lagegesichert werden.

Um den Schwenkbereich 48 und somit auch den Sammelbehälter 34 nach vorn zu verschwenken, löst eine Bedienungsperson die Sicherungsvorrichtung 50 und schwenkt den Teilbereich 46 nach vorn.

Dadurch wird die im Betrieb unterhalb des Sammelbehälters 34 angeordnete Haube 22 zugänglich und kann gemäß der Darstellung in 3, auf welche nun auch Bezug genommen wird, nach rückwärts verschwenkt werden, so dass der Maschinenraum 28 und die in dem Maschinenraum 28 angeordneten Baugruppen bzw. -teile zu Wartungs- oder Reparaturzwecken zugänglich werden, ohne dass es notwendig wäre, den Sammelbehälter 34 bzw. den Träger 36 von dem Fahrzeug 10 bzw. dem Bügelaufbau 21 zu entfernen.


Anspruch[de]
Sammelbehälter (34) eines Fahrzeugs (10), insbesondere eines Fahrzeugs zur Rasen-, Garten- bzw. Grundstückspflege, der derart ausgebildet ist, dass er mit dem Fahrzeug (10) um eine horizontale Achse schwenkbar verbindbar ist, wobei der Sammelbehälter (34) eine erste Stellung, in der er zumindest oberhalb einer Haube (22) des Fahrzeugs (10) angeordnet ist, und eine zweite Stellung einnehmen kann, in der er ein Öffnen der Haube (22) ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelbehälter (34) derart ausgebildet ist, dass er an einem Bügelaufbau (21) des Fahrzeugs (10), bei dem es sich um einen Überrollschutz des Fahrzeugs (10) handelt, angebracht werden kann, um mit diesem mit Bezug auf das Fahrzeug (10) verschwenkt zu werden. Sammelbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelbehälter (34) mit einem Träger (38, 38') vorzugsweise fest verbunden ist und/oder einen solchen aufweist, der an dem Bügelaufbau (21) des Fahrzeugs (10) direkt oder indirekt angebracht werden kann, um mit diesem vorzugsweise nach vorn verschwenkt zu werden. Fahrzeug (10), insbesondere ein Fahrzeug zur Rasen-, Garten- bzw. Grundstückspflege, mit einem Sammelbehälter (34) nach Anspruch 1 oder 2. Fahrzeug nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch wenigstens ein Arbeitsgerät (32), welches vorzugsweise zumindest bereichsweise unterhalb des Fahrzeugs (10) und/oder eines Fahrzeugrahmens (12), vorzugsweise zwischen vorderen und rückwärtigen Rädern (14, 16) des Fahrzeugs (10) angeordnet ist und bei dem es sich vorzugsweise um ein Mähwerk, beispielsweise in der Art eines Sichel- oder Spindelmähwerks, oder um eine Kehreinrichtung und/oder ein anderes Arbeitsgerät, welches Material aufnimmt und/oder aufsammelt, handelt. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsgerät (32) mit dem Sammelbehälter (34) über wenigstens einen Auswurfkanal in Verbindung steht. Fahrzeug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsgerät (32) ein Gerät für Heckauswurf oder Seitenauswurf ist. Fahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Haube (22) vorzugsweise in einem Heckbereich (24) des Fahrzeugs (10) vorgesehen und vorzugsweise nach rückwärts schwenkbar mit dem Fahrzeug (10) verbunden ist. Fahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügelaufbau (21) zumindest einen ersten Teilbereich (46), welcher mit dem Fahrzeug (10) bzw. dem Fahrzeugrahmen (12) fest verbunden ist, und einen Schwenkbereich (48) aufweist, welcher mit dem Teilbereich (46) verbunden ist. Fahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelbehälter (34) und/oder der Träger (38) mit dem Schwenkbereich (48) verbunden ist. Fahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 9, mit wenigstens zwei, vorzugsweise rückwärtigen, antreib- und lenkbaren Rädern (16) und wenigstens einem vorzugsweise vorderen, frei schwenkbaren Rad (14) derart ausgebildet, dass es zumindest im Wesentlichen eine Drehung auf der Stelle ausführen kann. Fahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (22) hinter einem Fahrersitz (22) im Heckbereich (24) des Fahrzeugs (10) angeordnet ist. Fahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (22) einen Maschinenraum (28) abdeckt und/oder zumindest teilweise umschließt oder begrenzt. Fahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 12, gekennzeichnet durch wenigstens ein Stütz- oder Antriebsmittel, beispielsweise in der Art eines Gaszylinders oder Hydraulikmotors, das mit dem Sammelbehälter (34), dem Träger (38) und/oder dem Bügelaufbau (36) zusammenwirkt.






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