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Dokumentenidentifikation DE202007003293U1 20.09.2007
Titel Steckdosen-Funksender
Anmelder Alre-IT Regeltechnik GmbH, 12277 Berlin, DE
Vertreter Pätzold, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 82166 Gräfelfing
DE-Aktenzeichen 202007003293
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.09.2007
Registration date 16.08.2007
Application date from patent application 02.03.2007
IPC-Hauptklasse F24F 11/00(2006.01)A, F, I, 20070302, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G08C 17/02(2006.01)A, L, I, 20070302, B, H, DE   G08C 19/00(2006.01)A, L, I, 20070302, B, H, DE   F24D 19/10(2006.01)A, L, I, 20070302, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung mit einem Mittel zur Erfassung wenigstens einer physikalischen Größe (Ist-Wert) zur Steuerung der physikalischen Größe (Soll-Wert) und außerdem mit einem Sender zur Steuerung und/oder Regelung insbesondere einer Raumtemperierungsanlage mittels Signalübertragung insbesondere mittels Funk, Licht und/oder oder Stromkabel.

Stand der Technik

Zur Steuerung von beispielsweise Raumtemperierungsanlagen, wie zum Beispiel Elektro-, Gas-, Warmwasser-Heizungsanlagen, Klimaanlagen, die zur Beheizung beispielsweise von Fußböden, Wänden oder Decken Verwendung finden und beispielsweise als Kamin- oder Konvektorheizungen ausgebildet sein können, ist es oft vorteilhaft, wenn diese nicht nur mit einer direkt am Gerät oder in dessen unmittelbarer Nähe befindlichen Einstellvorrichtung bedient werden können, insbesondere dann, wenn der wärmeerzeugende Teil (Heizung) und der wärmeabgebende Teil (Heizkörper) nicht in unmittelbarer Nähe zueinander sind. Dies ist beispielsweise bei Zentralheizungen, oder bei an der Decke montierten Klimaanlagen der Fall.

Zu diesem Zwecke werden heute in vielfältiger Form erhältliche Steuergeräte eingesetzt, die mittels einer Steuerleitung mit der Heizung verbunden sind und mittels beispielsweise eines Potentiometers oder einer digitalen Eingabevorrichtung eine bequeme Eingabe des vom Bediener gewünschten Sollwertes ermöglichen, der dann vom Steuergerät mittels elektrischer Signale zur gegebenenfalls in einem anderen Raum befindlichen Raumtemperierungsanlage übermittelt wird. Eine solche Steuereinrichtung ist beispielsweise aus der Schrift DE 296 17 781 U1 bekannt.

Ebenso Stand der Technik sind Vorrichtungen, welche anstelle eines Kabels eine Datenübertragung zu der Raumtemperierungsanlage per Funk aufbauen. Diese können zur Stromversorgung mit dem Netz verdrahtet sein oder eine batteriebetriebene Energieversorgung aufweisen, um eine größtmögliche örtliche Unabhängigkeit zu gewährleisten.

In bevorzugten Ausführungen beinhalten diese Steuerungen auch die Möglichkeit einer Regelung, indem ein Istwertmessfühler integriert ist oder sie auf andere Weise Informationen über den Istzustand des zu regelnden Wertes erhalten, und selbsttätig die entsprechend notwendigen Signale zur Angleichung des Istwertes mit dem Sollwert erzeugen und an die Raumtemperierungsanlage weitergeben. In anderen, bevorzugten Ausführungsformen beinhalten die Steuergeräte auch eine Uhr, mittels derer bestimmte Sollwertverläufe voreingestellt werden können, die die Steuerung dann selbsttätig abfährt.

Wird eine individuelle Regelung des Sollwertes in verschiedenen Räumen gewünscht, so ist für jeden Raum eine eigene Steuereinrichtung vorzusehen.

Nachteile des Standes der Technik

Die nach dem Stand der Technik bekannten Steuergeräte müssen, wie bereits ausgeführt, mittels einer Signalleitung mit der zentralen Heizungsanlage verbunden werden. Dies bedeutet, dass ein entsprechendes Kabel den oft über größere Distanzen und über mehrerer Stockwerke hinweg verlaufenden Weg verlegt werden muss. Hieraus entstehen entsprechende Kosten, die je höher ausfallen, desto weiter der Abstand zwischen Steuerung und Anlage ist.

Ein weiterer Nachteil der kabelgebundenen Steuergeräte ist deren geringe Flexibilität im Hinblick auf eine Veränderung der Lage des Steuergerätes. Häufig werden derartige Geräte an der Wand oder gar unter Putz verlegt, so dass bei einer Änderung beispielsweise der Wohneinrichtung eine Verlegung des Steuergerätes nur mit hohem Aufwand möglich ist. Aber auch dann, wenn beispielsweise nur ein Steuergerät vorgesehen ist und dieses den Sollwert wie z.B. die Temperatur nacheinander in verschiedenen Räumen regeln soll (z.B. tags im Wohnzimmer, nachts im Schlafzimmer), ist eine Verlegung der Steuerung selbst bei etwaiger Verlängerung des Signalkabels keine zufriedenstellende, insbesondere in Wohnräumen annehmbare Lösung.

Auch eine Beschädigung der Kontakte (beispielsweise durch Korrosion) oder des Kabels (beispielsweise durch Montage- oder Bohrarbeiten) kann eine zeit- und kostenaufwendige Suche nach Fehlern nach sich ziehen, insbesondere bei entsprechend langen Signalwegen.

Schließlich ist die zusätzliche Anbindung weiterer Steuergeräte nur mit erheblichem Aufwand möglich, da wiederum neue Leitungen zu verlegen sind. Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn die Leitungen verdeckt verlegt werden sollen, da hierzu nötigenfalls Wandbeläge wie Tapeten entfernt werden müssen. Die nach dem Stand der Technik erhältlichen, schnurungebundenen Steuergeräte besitzen aufgrund der batteriebetriebenen Energieversorgung nur eine begrenzte Laufzeit, so dass immer die Möglichkeit eines energiebedingten Ausfalls der Geräte gegeben ist, was entsprechende Nachteile wie z.B. Löschen der eingegebenen Werte und das Fehlen der Steuergröße an der Steuerungsanlage (hier beispielhaft Raumtemperierungsanlage) mit sich bringt.

Aufgabe der Erfindung und Lösung

Die Aufgabe der Erfindung besteht demnach in der Vermeidung der genannten Nachteile des Standes der Technik, insbesondere des Nachteils der geringen Flexibilität bei einer Lageveränderung der Steuerung und einer Erweiterung um weitere Steuerungen, sowie des Nachteils der begrenzten Energiezufuhr.

Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung entsprechend der im Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst. Wesentliches Merkmal der Erfindung ist dabei die Übertragung der Steuersignale auf einem Wege, der ohne separate Signalleitungen auskommt, in Verbindung mit einem steckdosengebundenen Betrieb. Bevorzugte Ausführungsformen nutzen hierbei entweder Funktechnik, oder eine Signalübertragung mittels eines dem normalen Netzstrom überlagerten Signals.

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung mit einem Mittel zur Erfassung wenigstens einer physikalischen Größe (Ist-Wert) zur Steuerung der physikalischen Größe (Soll-Wert) und außerdem mit einem Sender zur Steuerung und/oder Regelung insbesondere einer Raumtemperierungsanlage mittels Signalübertragung insbesondere mittels Funk, Licht und/oder oder Stromkabel, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Sender in einer handelsüblichen Steckdose betrieben wird.

Die Erfindung bezieht sich dabei insbesondere auf eine Vorrichtung zum Steuern und/oder Regeln von beispielsweise und vorteilhaft Raumtemperierungseinrichtungen mittels einer separat von der wärme- bzw. kälteerzeugenden Anlage angeordneten Einheit. Derartige Anlagen sind beispielsweise Elektro-, Gas-, oder Warmwasser-Heizungsanlagen, Klimaanlagen, die zur Beheizung bzw. der Kühlung beispielsweise von Fußböden, Wänden oder Decken Verwendung finden, oder Ventilationsanlagen, die der Be- und Entlüftung von Gebäuden oder Gebäudeteilen dienen. Dabei umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung mindestens folgende Mittel:

  • a) Mindestens ein Mittel zur Bedienung mit dem Zwecke der Einstellung einer Vorgabe mindestens einer gewünschten Sollgröße;
  • b) Mindestens ein Mittel zur Signalübertragung des Sollgrößensignals an eine entfernt angeordnete Empfangseinrichtung;
  • c) Mittel zur primären Energieversorgung.

Das oder die Mittel zur Bedienung kann bzw. können bevorzugt als Drehregler vorgesehen sein, dessen Winkelstellung den entsprechenden Sollwert vorgibt. In einer weiteren Ausführungsform kann das Mittel durch Druckknöpfe vorgesehen sein, die entweder festen Werten zugeordnet sind, oder der schrittweisen Erhöhung bzw. Verringerung des Sollwertes dienen.

Des Weiteren muss ein Mittel zur Signalübertragung des Sollwertsignals, welches dem Sollwert direkt zugeordnet ist, zu einem der eigentlichen Steuerungseinrichtung zugeordneten Empfänger vorgesehen sein. Dieses Mittel ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass es keine separate(n) Signalleitungen) benötigt, sondern die Signale entweder über Funk überträgt, oder mittels Licht, z.B: Infrarot, oder die Übertragung mittels einer so genannten Trägertrequenzanlage (TFA) realisiert. Während die erstgenannten Mittel zur Signalübertragung keinerlei Kabel benötigen, nutzt letztere das ohnehin fast überall verfügbare Stromnetz, wie es beispielsweise in Gebäuden zur Energieversorgung zahlreicher Verbraucher vorhanden ist. Auch in diesem Fall ist demnach erfindungsgemäß kein separates Legen von Leitungen erforderlich, sofern die Energieversorgung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ebenfalls über das Stromnetz erfolgt.

Dementsprechend ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Energieversorgung primär über das Stromnetz und nicht über eingebaute Stromquellen wie z.B. Batterien erfolgt. Daraus ergeben sich neben dem Vorteil der Möglichkeit einer Nutzung des Stromnetzes als Signalübertragungsweg der Vorteil einer Unabhängigkeit des nur begrenzt zur Verfügung stehenden Batteriestroms. Hieraus ergibt sich eine erhöhte Zuverlässigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, was gerade im Hinblick auf die unangenehmen Folgen eines energiebedingten Ausfalls derselben wünschenswert ist. Besonders bevorzugt besitzt die erfindungsgemäße Vorrichtung als Mittel zur primären Energieversorgung einen handelsüblichen Schutzkontakt-Stecker bzw. eine den Bestimmungen des jeweiligen Einsatzlandes entsprechenden Variante desselben, mit welchem das erfindungsgemäße Mittel zur Bedienung bevorzugt fest verbunden ist und mit dessen Gehäuse es am meisten bevorzugt eine bauliche Einheit bildet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung entsprechende Adapter, so dass der Einsatz in einer Vielzahl von Ländern mit unterschiedlichen Standards problemlos möglich ist. In einer ebenfalls besonders bevorzugten Ausführungsform erkennt die erfindungsgemäße Vorrichtung selbsttätig die Spannung des energieliefernden Netzes, und passt sich ihr entsprechend an.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst diese zusätzlich ein Mittel zur Erfassung mindestens einer Istgröße, ein Mittel zur Anzeige der mindestens einen Sollgröße, sowie ein Mittel zur Anzeige der mindestens einen Istgröße.

Durch Umfassen eines Mittels zur Erfassung mindestens einer Istgröße, welche besonders bevorzugt vom gleichen Typ wie die Sollgröße ist, wird die Schaffung eines Regelkreises ermöglicht. Durch Vergleich des an der erfindungsgemäßen Vorrichtung eingestellten Sollwertes mit dem von der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemessenen Istwert kann diese besonders bevorzugt selbsttätig ein Signal generieren und an die Steuerungseinrichtung übertragen, welches geeignet ist, eine Erreichung des Sollwertes durch Nachregeln derselben herbeizuführen.

Das Umfassen eines Mittels zur Anzeige der Sollgröße(n) bietet dem Bediener eine bessere Übersichtlichkeit, insbesondere dann, wenn an der erfindungsgemäßen Vorrichtung mehr als eine einzige Sollgröße vorgegeben werden sollen. Ansonsten würde der Platzbedarf durch die Vielzahl der Mittel zur Bedienung schnell unerwünscht groß werden. Besonders bevorzugt wird das Mittel zur Anzeige der Sollgröße als numerisches oder alphanumerisches Display, beispielsweise auf Basis von Flüssigkristallen oder OLEDs, gebildet.

Das Mittel zur Anzeige der Istgröße(n) besitzt im Hinblick auf den Bediener einen lediglich informativen Charakter, da die zuvor beschriebenen Regelfunktion auch ohne eine entsprechende Anzeige funktioniert. Trotzdem kann es in bestimmten Fällen durchaus von Interesse sein, das Maß der Abweichung zwischen Soll- und Istwert zu kennen, um beispielsweise zu entscheiden, ob eine Erreichung des gewünschten Sollwertes überhaupt mit vertretbarem Aufwand bzw. in vertretbarer Zeit machbar ist.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die beiden Mittel zur Anzeige baulich in einem einzigen Mittel zur Anzeige zusammengefasst. In einer Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann das Mittel zur Anzeige mehrstellig und/oder mehrzeilig ausgestaltet sein, so dass mehr als ein Wert gleichzeitig darstellbar ist.

Besonders bevorzugt dient die erfindungsgemäße Vorrichtung der Vorgabe typischer, in der Gebäudeklimatisierung genutzter Werte, ist jedoch nicht auf diese beschränkt. Diese sind am meisten bevorzugt die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, und/oder die Luftgeschwindigkeit, beispielsweise bei der Ansteuerung einer Ventilationseinrichtung. Weitere Werte können auch Steuerungsinformationen für Licht, Rollladen usf. sein.

Der Gegenstand sieht erfindungsgemäß insbesondere in einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform vor, dass als von der Vorrichtung zu erfassende Istwerte sowohl die zuvor genannten Werte wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und/oder Windgeschwindigkeit umfasst werden, als auch weitere Werte wie Lichtstärke, Geruchsbildung beispielsweise von Kochdunst oder Zigarettenrauch, oder Schaltzustände von Geräten wie beispielsweise Haushaltsgeräten usf. als Istwerte dargestellt werden können. Hieraus ergeben sich vielseitige Verwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung, da sie nicht nur zur Steuerung und/oder Regelung typischer Klimawerte, sondern auch der Übersicht zu weiteren, in modernen Haustechnikanlagen teilweise bereits heute zur Verfügung stehenden Parametern dient. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ermöglicht diese zumindest eine Erfassung derjenigen Istgröße(n), die auch als Sollgröße(n) vorgegeben werden können. In einer weiteren, am meisten bevorzugten Ausführungsform bietet die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Anzeige der Uhrzeit und des Datums, so dass diese Daten auch zur zeitgesteuerten Programmierung, bestimmter Ereignisse zur Verfügung stehen.

Besonders bevorzugt kommen zur Übertragung der Signale zwischen der erfindungsgemäßen Vorrichtung und einer Steuerungseinrichtung per Licht, Infrarot oder Funk solche Verfahren zum Einsatz, wie sie heute oder zukünftig zum Stand der Technik gehören. Dies sind beispielsweise der so genannte Hausfunkstandard, oder die vorwiegend im Computer- bzw. Netzwerkbereich eingesetzten WLAN- oder Bluetooth-Standards. Eine Verwendung dieser Standards ermöglicht eine besonders einfache und kostengünstige Anbindung der erfindungsgemäßen Vorrichtung an eine beispielsweise bereits vorhandene Infrastruktur, ohne dass aufwendige Neuentwicklungen oder Anpassungen notwendig sind. In einer bevorzugten Ausführungsform unterstützt die erfindungsgemäße Vorrichtung die Möglichkeit einer Verschlüsselung der Daten, um einerseits ein Abhören zu erschweren, andererseits die Störung parallel betriebener erfindungsgemäßer Vorrichtungen zu unterbinden.

Besonders bevorzugt kommen zur Übertragung der Signale zwischen der erfindungsgemäßen Vorrichtung und einer Steuerungseinrichtung per Stromnetz solche Verfahren zum Einsatz, wie sie ebenfalls heute oder zukünftig zum Stand der Technik gehören. Dies sind beispielsweise der Powerline-Standard, der so genannte Home-Bus-Standard, oder weitere, von der UPA (UPA = Universal Powerline Associaton) bereits verabschiedete oder noch zu verabschiedende Standards. Am meisten bevorzugt bietet die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Möglichkeit, die unterschiedlichen Standards nebeneinander zu bedienen und/oder weitere Standards per Software-Update einzuspielen, was besonders bevorzugt automatisiert geschieht.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung ein Mittel zur sekundären Energieversorgung. Dieses dient der Erhaltung der Betriebsbereitschaft bei vorübergehender Trennung der erfindungsgemäßen Vorrichtung von der primären Energieversorgung, so dass beispielsweise bereits eingestellte Werte nicht verloren gehen, oder (im Falle einer Funkdatenübertragung) auch ohne direkten Kontakt zur primären Energieversorgung Daten gesendet und/oder empfangen werden können. Als derartige Mittel kommen Pufferbatterien in Frage, die besonders bevorzugt wiederaufladbar ausgestaltet sind und über die primäre Energieversorgung, am meisten bevorzugt automatisiert, geladen werden. Aber auch gleichwirkende Mittel wie zum Beispiel Superkondensatoren können bevorzugt zum Einsatz kommen. Alternativ oder zusätzlich kann ein nichtflüchtiger Speicher vorgesehen sein, in welchem die Werte solange abgelegt werden, bis die primäre Energieversorgung wieder hergestellt worden ist.

Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst diese beide Varianten der Signalübertragung und kann je nach Bedarf zwischen diesen beiden Varianten wählen. Ist die Vorrichtung direkt in eine Netzsteckdose eingesteckt, so wird der Übertragung durch das Stromnetz der Vorzug gegeben; besonders bevorzugt wird dann die Funksignalübertragung zur Vermeidung von so genanntem Elektrosmog und zur Verringerung des Energieverbrauchs abgeschaltet. Bei einer Trennung von der primären Energieversorgung wird die Funkübertragung als alleinige Möglichkeit der Datenübertragung ein- und die stromkabelgebundene Übertragung abgeschaltet. In einer am meisten bevorzugten Ausführungsform geschieht dieses Umschalten bei Bedarf selbsttätig.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst diese Möglichkeiten der vorübergehenden vollständigen oder teilweisen Deaktivierung ihrer Funktionen. Dies kann besonders bevorzugt mittels eines Codes oder eines Schlüssels, eines Fingerabdrucksensors oder anderen, eine Person oder einen Personenkreis sicher identifizierbar machenden Mittels geschehen. So wird beispielsweise der Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung in öffentlichen oder halböffentlichen Gebäuden oder in Kinderzimmern beschränkbar, ohne die Funktionalität bei Bedienung durch einen zugelassenen Bediener dauerhaft einzuschränken. Weiterhin bietet die Zugangsbeschränkung auch einen gewissen Diebstahlschutz, da ein gesperrtes Gerät praktisch ohne Wert ist, solange es nicht wieder entsperrt worden ist.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform kann die erfindungsgemäße Vorrichtung geeignete Blenden und/oder Oberschalen umfassen, die eine einfache Anpassung der äußeren Erscheinungsform der Vorrichtung an beispielsweise die äußere Erscheinungsform der die primäre Energie liefernden Steckdose ermöglicht, so dass beide Elemente aufgrund gleicher oder im wesentlichen gleicher Oberflächengestaltung optisch zu einem baulichen Ganzen verschmelzen und die erfindungsgemäße Vorrichtung sich besser in ein gestalterisches Gesamtbild einfügt.

Besonders bevorzugt bietet die erfindungsgemäße Vorrichtung die Möglichkeit, mit anderen Bedieneinrichtungen per Funk und/oder per Stromkabel zu kommunizieren, um beispielsweise Daten mit erfindungsgemäßen Vorrichtungen angrenzender Räume auszutauschen und/oder diese einem Zentralgerät zugänglich zu machen. Auf diese Weise wird auch eine besonders einfache Erweiterbarkeit einer bereits bestehenden, eine oder mehrere erfindungsgemäße Vorrichtungen umfassenden Steuerungseinrichtung und insbesondere vorteilhaft Raumtemperierungseinrichtung ermöglicht. Nach einer am meisten bevorzugten Ausführungsform melden sich die neu angeschlossenen erfindungsgemäßen Vorrichtungen selbsttätig an einer zentralen Einrichtung an und ermöglichen so eine einfache, individuelle Einzelraumregelung.

Zeichnungsbeschreibung

Die 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Diese umfasst als wesentliche bauliche Elemente das Bedienteil 2, auf welchem ein Mittel zur Anzeige 3 und mehrere Mittel zur. Bedienung 4 angeordnet sind. An der Rückseite der erfindungsgemäßen Vorrichtung befindet sich das Mittel zur primären Energieversorgung in Form eines handelsüblichen Schutzkontakt-Steckers. Durch Einstecken der erfindungsgemäßen Vorrichtung in eine entsprechende Steckdose wird die primäre Energieversorgung hergestellt. Nicht dargestellt ist das bzw. sind die Mittel zur Signalübertragung sowie das Mittel zur sekundären Energieversorgung, da sie sich im Inneren der erfindungsgemäßen Vorrichtung befinden.

1
Vorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung
2
Bedienteil
3
Mittel zur Anzeige
4
Mittel zur Bedienung
5
Mittel zur primären Energieversorgung


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) zum Steuern und/oder Regeln mit:

– Mitteln zur Bedienung (4) mit dem Zwecke der Einstellung einer Vorgabe mindestens einer gewünschten Sollgröße;

– Mitteln zur Signalübertragung des Sollgrößensignals an eine entfernt angeordnete Empfangseinrichtung;

– Mitteln zur primären Energieversorgung (5);

wobei das Mittel zur Signalübertragung ohne separate Signalleitungen arbeitet, und

wobei

das Mittel zur primären Energieversorgung (5) ein Stecker zum Anschluss an die Netzspannung ist.
Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, ferner umfassend:

– Mittel zur Erfassung mindestens einer Istgröße;

– Mittel zur Anzeige der mindestens einen Sollgröße (3);

– Mittel zur Anzeige der mindestens einen Istgröße (3);
Vorrichtung (1) nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Sollgröße aus der Gruppe umfassend die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und/oder die Luftgeschwindigkeit stammt. Vorrichtung (1) nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Istgröße aus der Gruppe umfassend die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und/oder die Luftgeschwindigkeit stammt. Vorrichtung (1) nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Signalübertragung arbeitet mittels Infrarot-Licht oder Funk oder über das Spannungsversorgungsnetz. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung der Signale mittels Funk eine Standardfrequenz aus der Gruppe umfassend den Hausfunkstandard, das WLAN oder den Bluetoothstandard stammt. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung der Signale mittels Spannungsversorgungsnetz ein Standard aus der Gruppe umfassend Powerline, Home-Bus, Homeplug, oder UPA stammt. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Mittel zur sekundären Energieversorgung in Form von Pufferbatterien oder gleichwirkenden Mitteln zur Aufrechterhaltung der Bereitschaft auch bei vorübergehender Trennung von der primären Energieversorgung umfasst. Vorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mittels Code, Schlüssel oder gleichwirkenden Mitteln vorübergehend deaktiviert oder in ihrer Benutzbarkeit eingeschränkt werden kann. Vorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ihre Bauform eine geeignete Blenden und/oder Oberschalen umfasst, welche eine einfache Veränderung der Gestaltung ihrer Oberfläche ermöglicht. Vorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, zur Steuerung und/oder Regelung einer Raumtemperierungsanlage.






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