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Dokumentenidentifikation DE202007004646U1 20.09.2007
Titel Pauke, insbesondere Konzertpauke
Anmelder Leberecht Fischer KG, 93413 Cham, DE
Vertreter Patentanwälte Graf Wasmeier Glück, 93049 Regensburg
DE-Aktenzeichen 202007004646
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.09.2007
Registration date 16.08.2007
Application date from patent application 27.03.2007
IPC-Hauptklasse G10D 13/02(2006.01)A, F, I, 20070327, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Neuerung bezieht sich auf eine Pauke, insbesondere Konzertpauke gemäß Oberbegriff Schutzanspruch 1. Pauken dieser Art sind insbesondere auch als Pedalpauken bekannt. Bekannt ist hierbei auch, dass die Spann- und Stimmmechanik bzw. der Spann- und Stimm-Mechanismus für das Spannen und Stimmen des Paukenfells einen Feinstimmer aufweist, der im Wesentlichen aus einer drehbar am Paukengestell gelagerten Feinstimmerwelle besteht, die beim Drehen eine Feinstimmung des Paukenfells über den Spann- und Stimm-Mechanismus bewirkt. Die Feinstimmerwelle ist hierfür z.B. mit einem Gewindeabschnitt versehen, der in einem Muttergewindestück am Paukengestell geführt beim Drehen der Feinstimmerwelle eine axiale Bewegung dieser Welle bewirkt, die (Bewegung) auf den Spann- und Stimm-Mechanismus, beispielsweise auf einem dortigen Hebel einwirkt.

Aufgabe der Neuerung ist es, eine Pauke aufzuzeigen, die problemlos für unterschiedliche Spielweisen umstellbar ist. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Pauke entsprechend dem Schutzanspruch 1 ausgebildet.

Durch die schwenkbare Anordnung des das obere Lager der Feinstimmerwelle aufweisenden Halters ist es möglich, den Feinstimmer bzw. dessen Handgriff in dem Bereich, in dem sich der Spieler der Pauke normalerweise aufhält und auch das Fußpedal der Pauke vorgesehen ist, jeweils dort zu positionieren, wo der Handgriff für den Spieler am besten zugänglich ist.

Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus den Figuren. Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung. Auch wird der Inhalt der Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.

Die Neuerung wird im Folgenden anhand der Figur, die in Teildarstellung eine Konzertpauke in Seitenansicht sowie teilweise im Schnitt zeigt, näher erläutert.

Die in der Figur allgemein mit 1 bezeichnete Konzertpauke besteht in an sich bekannter Weise im Wesentlichen aus einem Paukengestell 2, aus einem im Paukengestell gehaltenen Kessel 3 mit Fell 4 und Spannring 5, über den das Fell 4 u.a. über eine von einem Hebelmechanismus und von Streben gebildeten Spann- und Stimm-Mechanismus spann- und stimmbar ist.

Dieser u.a. ein Fußpedal 6 aufweisende Spann- und Stimm-Mechanismus ist in der Figur allgemein mit 7 bezeichnet und weist beispielsweise eine dem Fachmann bekannte Ausbildung auf. Der Spann- und Stimm-Mechanismus 7 besitzt weiterhin einen Feinstimmer 8, der im Wesentlichen aus einer Feinstimmerwelle 9 besteht, die im Bereich ihres oberen, mit einem Handgriff 10 versehenen Endes in einem in einem Halter 11 ausgebildeten Lager drehbar gelagert ist und mit ihrem unteren, mit einem Außengewinde 12 versehenen Ende in eine am Paukengestell 2 bzw. an einem dortigen Fußteil 2.1 vorgesehene Gewindehülse 13 eingreift. Das untere Ende der Feinstimmerwelle 9 steht aus der Gewindehülse 13 vor und liegt gegen einen Hebel 14 des Spann- und Stimm-Mechanismus 7 an, so dass durch eine beim Drehen der Feinstimmerwelle 9 erzeugte axiale Verschiebung der Feinstimmerwelle 9 der Hebel 14 für ein Feinstimmen des Fells 4 über den Spann- und Stimm-Mechanismus 7 geschwenkt wird. Die Gelenkhülse 13 ist mittels eines Kugelgelenks 15 am Paukengestell 2 bzw. an dessen Fußteil 2.1 gelagert.

Eine Besonderheit des Feinstimmers 8 besteht darin, dass der Halter 11 mit dem Lager zur Lagerung der Feinstimmerwelle 9 im Bereich ihres oberen Endes an einer Strebe 2.2 des Paukengestells um eine vertikale oder im Wesentlichen vertikale Achse schwenkbar ist. Durch eine Klemmeinrichtung 16, beispielsweise durch einen Exzenter ist der Halter 11 in der jeweiligen Schwenkstellung fixierbar. Durch das Schwenken und Festklemmen des Halters 11 ist es möglich, den Feinstimmer 8 bzw. den Handgriff 10 bezogen auf die Strebe 2.2 so zu positionieren, dass dieser Handgriff 10 für den Spieler der Pauke bequem erreichbar ist, und zwar sowohl beim Spiel der Pauke mit der rechten, als auch mit der linken Hand. Im beiden Fällen ist der Spieler vor der Strebe 2.2 positioniert. Beim Spielen der Pauke mit der rechten Hand ist der Halter 11 dann so geschwenkt, dass sich der Handgriff 10 links von der Strebe 2.2 befindet, also eine Betätigung des Feinstimmers 8 mit der linken Hand möglich ist. Beim Spielen der Pauke mit der linken Hand ist der Halter 11 so geschwenkt, dass sich der Handgriff 10 rechts von der Strebe 2.2 befindet, also eine Betätigung des Feinstimmers 8 mit der rechten Hand möglich ist.

Die Neuerung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, dass Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Neuerung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.

1
Konzert- bzw. Pedalpauke
2
Paukengestell
2.1
Fußteil des Paukengestells
2.2
Strebe des Paukengestells
3
Paukenkessel
4
Fell
5
Spannring
6
Fußpedal
7
Spann- und Stimm-Mechanismus
8
Feinstimmer
9
Feinstimmerwelle
10
Handgriff
11
Halter mit Lager für Feinstimmerwelle 9
12
Gewinde
13
Gewindebuchse
14
Hebel des Spann- und Stimm-Mechanismus
15
Kugelgelenk
16
Klemmvorrichtung


Anspruch[de]
Pauke, insbesondere Konzertpauke mit einem in einem Paukengestell (2) gehaltenen Paukenkessel (3) mit Fell (4), welches über einen Spann- und Stimm-Mechanismus (7) spann- und stimmbar ist, wobei der Spann- oder Stimm-Mechanismus (7) wenigstens einen Feinstimmer (8) aufweist, welcher eine im Bereich ihres oberen Endes in einem Lager eines Halters (11) gelagerte und auf den Spann- und Stimm-Mechanismus (7) einwirkende Feinstimmerwelle (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der das Lager für die Feinstimmerwelle (9) aufweisende Halter (11) um eine vertikale oder im Wesentlichen vertikale Achse schwenkbar am Paukengestell (2) vorgesehen ist. Pauke nach Anspruch 1, gekennzeichnet, durch einen Fixier- oder Klemm-Mechanismus (16) zum Fixieren der jeweiligen Schwenkstellung des Halters (11). Pauke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (11) an einer Strebe (2.2) des Paukengestells (2) schwenkbar vorgesehen ist. Pauke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feinstimmerwelle (9) im Bereich ihres unteren Endes am Paukengestell (2) gelagert ist. Pauke nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein als Kugelgelenk ausgebildetes Lager (15) zur Lagerung der Feinstimmerwelle (9) des Feinstimmers (8) im Bereich eines unteren Endes. Pauke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feinstimmerwelle (9) des Feinstimmers (8) an ihren oberen Ende einen radial oder im Wesentlichen radial von der Feinstimmerwelle wegstehenden Handgriff (11) aufweist. Pauke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feinstimmerwelle (9) beim Drehen über eine Gewindeanordnung (12, 13) axial beweglich ist. Pauke nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindeanordnung von einem Gewinde (12) an der Feinstimmerwelle (9) und von einer im Paukengestell (2) vorgesehenen Muttergewindestück (13) gebildet ist. Pauke nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Muttergewindestück im Paukengestell schwenkbar gelagert ist, vorzugsweise unter Verwendung eines Kugelgelenkes (15).






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