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Dokumentenidentifikation DE202007008385U1 20.09.2007
Titel Distanzhalterung
Anmelder Schröder, Hermann, 45663 Recklinghausen, DE
Vertreter Kagelmann, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 39130 Magdeburg
DE-Aktenzeichen 202007008385
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.09.2007
Registration date 16.08.2007
Application date from patent application 15.06.2007
IPC-Hauptklasse E04F 15/04(2006.01)A, F, I, 20070615, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E01C 5/14(2006.01)A, L, I, 20070615, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Distanzhalterung zur Anordnung zwischen Holzbauelementen von Holzbaukonstruktionen und von Holzbauelementen mit Metallbaukonstruktionen.

Sie eignet sich insbesondere zur Montage von Holzdielen auf einer Holzlattenunterkonstruktion bei der Herstellung von Terrassenfußböden oder von im Freien zu verlegender Fußböden sowie zur Verlegung von Holzbauelementen aus anderer Holzwerkstoffen.

Bekannt ist es zur Herstellung von Terrassenfußböden aus Holzdielung zunächst eine Lattenkonstruktion auf einen Betonuntergrund auszulegen und zu fixieren und sodann darauf die Holzdielen durch nageln oder schrauben zu verbinden.

Nachteilig ist daran, dass sich Feuchtigkeit infolge von Kapillarwirkung dauerhaft zwischen den Berührungsflächen der Holzlattenunterkonstruktion und der Holzdielung hält, was wiederum zur frühzeitigen Verrottung des Holzes führt. Die wechselweise Ausdehnung und Schrumpfung des Holzes durch Temperaturschwankungen bewirken langfristig eine Lockerung der Verbindung. Der Trittschall bleibt dabei ungedämpft.

Bekannt auch eine mehrteilige aus ca. 700 mm langen Teilen zusammensteckbare Distanzleiste aus Formteilen von Hartkunststoff mit welligen Auflageoberflächen zur Anordnung zwischen den Holzbauteilen, die eine Luftzirkulation zwischen denselben bewirken sollen. Die Distanzleistenteilstücke sind mit Bohrlöchern zur Befestigung derselben auf der Holzlattenunterkonstruktion und als Durchgangslöcher zur Befestigung der darauf anzuordnenden Holzdielen versehen. Nachteilig ist daran, dass diese bei der Montage zunächst selbst an der Unterkonstruktion mit Schrauben oder Nägeln zu befestigen sind und dann beim Anbringen der Holzdielen die Bohrlöcher in den Distanzleisten für die Verschraubung der Holzdielen von diesen verdeckt und damit nicht sichtbar sind. Die Lage der unsichtbaren Bohrlöcher in den Distanzleisten kann vom Monteur nur eingeschätzt werden, was wiederum den Baufortschritt verzögert und auch zu Qualitätsmängeln bei der Bauausführung führen kann. Die Hartkunststoffformteile sind selbst nur relativ aufwendig herstellbar. Sie bedürfen bei der Montage eines Zuschnittes, welcher formbedingt durch die Steckverbindungen zu relativ hohem Verschnitt führt.

Aufgabe der Erfindung ist es, Distanzstücke und Distanzleisten zur Anordnung zwischen, ganz oder teilweise dem Wetter ausgesetzten, Fußbodendielen oder andere begehbaren Holzbauelementen und einer Holzlattenunterkonstruktion zu schaffen, welche eine Luftzirkulation erlauben, einen Feuchtestau unter den Fußbodendielen vermeiden, den Trittschall dämmen oder reduzieren, die leicht zu handhaben und zu verarbeiten bzw. zu montieren sind, bei deren Verarbeitung kein oder nur minimaler Verschnitt entsteht und welche relativ kostengünstig herstellbar sind.

Erfindungsgemäß wir die Aufgabe wie mit den Schutzansprüchen angegeben gelöst.

Die Distanzstücke oder Distanzstreifen bestehen dabei aus dauerelastischem weichem Kunststoff oder aus einem gebundenen Recycling-Gummigranulat in Streifen von 0,7 cm bis 10 cm Breite und 0,3 cm bis 2,0 cm Dicke, auf den Breitseitenflächen beidseitig oder einseitig mit geeignetem Klebstoff selbstklebend beschichtet und mit einer leicht abziehbaren Schutzfolie versehen. Sie sind in Form einer Rolle oder als Formteile konfektioniert. Die Streifen können auch mit Soll-Trennstellen mit Einkerbungen oder Perforation ausgebildet sein, um vor Ort die Bemessung des Zuschnittes der Distanzstücke oder Distanzstreifen ohne besonderes Werkzeug vornehmen zu können.

Vorteilhaft an der Erfindung ist, dass die erfindungsgemäßen Distanzstücke und Distanzstreifen mindestens dieselbe Haltbarkeit wie die übrige Holzkonstruktion aufweisen. Durch die flächige Klebmasseschicht sind die Berührungsflächen zwischen Holzlattenunterkonstruktion und Fußbodendielen vollständig versiegelt. Dadurch und durch die Luftzirkulation unterhalb des Fußbodens wird ein Feuchtestau wirksam vermieden. Der Trittschall wird deutlich gedämmt oder merklich reduziert sowie Knirschgeräusche ausgeschlossen. Die Distanzstücke und auch die Distanzleisten sind leicht zu handhaben und zu verarbeiten bzw. zu montieren. Diese leichte Handhabbarkeit wird von den Soll-Trennstellen noch unterstützt. Bei deren Verarbeitung entsteht kein oder nur minimaler Verschnitt. Die Distanzstücke und Distanzleisten sind vorteilhafterweise aus recycelten gebundenen Gummimaterial kostengünstig herstellbar.

Vorteilhaft ist weiterhin, dass sich die Distanzstreifen und Distanzstücke sowohl mit Holzwerkstoffen und auch mit Metallbauteilen verkleben lassen.

Bei Ausstattung der Distanzstücke und der Distanzstreifen mit qualitativ besonders hochwertigen Klebstoff ist es möglich die Anzahl der Befestigungsschrauben stark zu reduzieren und damit den Montageaufwand weiter zu minimieren.

Nachstehend wird die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen erläutert.

In der zugehörigen Zeichnung ist mit

1 die Anordnung zweier Distanzstreifen zwischen Holzlattenunterkonstruktion und Fußbodendielen und mit

2 die Anordnung zweier Distanzstücke zur Justierung der Holzlattenunterkonstruktion und mit

3 ein Distanzstreifen im Querschnitt schematisch dargestellt.

Beispiel 1

Die Distanzstreifen 2, 3 selbst bestehen aus gebundenen recycelten Gummigranulat. Sie sind aus einem flächigen Stück von 8 mm Dicke zu Streifen von 10 mm Breite geschnitten, breitflächig und beidseitig mit geeignetem Klebstoff 10 beschichtet und die Klebeflächen mit einer Schutzfolie 11 aus Papier versehen.

Die so gestalteten Distanzstreifen 2, 3 sind auf einer Rolle von 50 m Länge konfektioniert.

Zur Montage des Terrassenholzfußbodens werden die Distanzstreifen 2, 3 einerseits auf den oberen Breitseiten der Holzlattenunterkonstruktion 1 an deren Längskanten aufgeklebt. Quer zu denselben sind die Fußbodendielen 4 auf den Oberseiten der Distanzstreifen 2, 3 aufgeklebt. Damit ist der Terrassenfußboden trittelastisch, fäulnissicher und ausreichend stabil hergestellt. Zusätzlich sind die Fußbodendielen 4 mit Schrauben auf der Holzlattenunterkonstruktion fixiert.

Beispiel 2

Die Distanzstücke 7, 8 selbst bestehen aus gebundenen recycelten Gummigranulat. Sie sind aus einem flächigen Stück von 8 mm Dicke zu Streifen von 60 mm Breite geschnitten, breitflächig und einseitig mit geeignetem Klebstoff 10 beschichtet und die Klebeflächen mit einer Schutzfolie 11 aus Papier versehen. Die so gestalteten Distanzstreifen sind im Abstand von 80 mm quer zu ihrer Länge mit Soll-Trennstellen in Form von Schnittkerben 9 versehen, was einen sauberen Abriss eines Teilstückes oder eines zusammenhängenden Mehrfachteilstückes ohne zu Hilfenahme eines Werkzeuges erlaubt. Die Distanzstreifen 2, 3 sind zu Rollen von 10 m Länge konfektioniert.

Die Distanzstücke 7, 8 werden mit der unteren Auflagefläche der Holzlattenunterkonstruktion beabstandet von einander verklebt und realisieren so einen elastischen Niveauausgleich der Holzlattenunterkonstruktion mit dem Betonuntergrund.

Beispiel 3

Die Distanzstücke 7, 8 sind vom Distanzstreifenstreifen 2, 3 zu Abschnitten von 80 mm Länge zugeschnitten und lose in einem Behältnis verpackt.


Anspruch[de]
Distanzhalterung zur Anordnung zwischen Holzbauelementen von Holzbaukonstruktionen und von Holzbauelementen mit Metallbaukonstruktionen und von Holzlattenunterkonstruktionen von Terrassenfußböden aus Holz, in Form von Distanzstreifen und/oder Distanzstücken

wobei

die Distanzstreifen (2, 3) und/oder die Distanzstücke (7, 8) aus elastischem weichem Kunststoff oder aus einem mit geeignetem Bindemittel gebundenen Recycling-Gummigranulat in Streifen von 0,7 cm bis 10 cm Breite und 0,3 cm bis 2,0 cm Dicke, auf den Breitseitenflächen beidseitig oder einseitig mit geeignetem Klebstoff (10) selbstklebend beschichtet und mit einer leicht abziehbaren Schutzfolie (11) versehen, bestehen und/oder

wobei

die Distanzstreifen (2, 3) und/oder die Distanzstücke (7, 8) als Halbzeug in Form einer Rolle konfektioniert sind und/oder wobei

die Distanzstreifen (2, 3) als Halbzeug mit Soll-Trennstellen als quer zum Distanzstreifen (2, 3) verlaufende Einkerbungen oder Einschnitte (9) oder Perforationen ausgebildet sind.
Distanzhalterung nach Anspruch 1, wobei diese aus einen Zuschnitt von rechteckigen Abschnitten aus dem Distanzstreifen (2, 3) als Distanzstück (7, 8) besteht.






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