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Dokumentenidentifikation EP1816281 20.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001816281
Titel Lamellenanordnung für Gebäudefassaden und dergleichen
Anmelder Norsk Hydro ASA, Oslo, NO
Erfinder Brüderl, Dietmar, 88451 Detingen, DE;
Ficht, Francis, 89073 Ulm, DE;
Jiaxian, Xu, 89077 Ulm, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 27.01.2007
EP-Aktenzeichen 070018031
EP-Offenlegungsdatum 08.08.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2007
IPC-Hauptklasse E04F 10/08(2006.01)A, F, I, 20070710, B, H, EP
IPC additional class E06B 7/084  (2006.01)  A,  L,  N,  20070710,  B,  H,  EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine aus mehreren vorzugsweise parallel zueinander verlaufenen Lamellen bestehende Lamellenanordnung für Gebäudefassaden, auskragende Vorsprünge an Gebäuden, verglaste Dächer und dergleichen, wobei die Lamellen über Halteelemente an der Gebäudestruktur befestigt sind.

Derartige Lamellenanodnung sind aus der Praxis in vielfältigen Ausführungsformen bekannt und dienen dazu, insbesondere in verglasten Bereichen Abschattungen gegen die Sonneneinstrahlung vorzunehmen. Dabei werden in der Regel zunächst die Halteelemente an den vorgesehenen Stellen angebracht, anschließend die Lamellen selbst in die Halteelemente eingesetzt und dort vorzugsweise über zuvor in die Lamellen gebohrte Löcher mittels Schrauben befestigt.

Nachteilig hierbei ist, dass entweder zunächst die Halteelemente befestigt und entsprechend deren gegenseitigem Abstand vor Ort die Bohrungen in die Lamelle eingebracht werden müssen; alternativ besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Lamellen bereits fabrikmäßig mit Bohrungen zu versehen, was dann jedoch bedeutet, dass die Halteelemente exakt in dem durch die Bohrungen vorgegebenen Abstand an der Gebäudestruktur anzubringen sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lamellenanordnung der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass die Montage der Lamellen vereinfacht vorgenommen werden kann, insbesondere keine Bohrungen vor Ort oder fabrikmäßig an den Lamellen eingebracht werden müssen.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die Lamellen vorzugsweise als Hohllamellen ausgebildet sind und die Halteelemente zwei die Lamelle von ihrer Schmalseite her gabelförmig umgreifende Haltebügel aufweist, wobei die beiden Haltebügel über einen mit einer oder mehreren Befestigungsbohrungen versehenen Anschlußsteg miteinander verbunden sind, und dass die Lamellen an wenigstens ihrer einen Schmalseite mit einem sich über ihre gesamte Länge erstreckenden nutförmigen Schraubkanal für ein oder mehrere durch die Befestigungsbohrung einzusetzende Befestigungselemente versehen sind.

Der durch die Erfindung erreichte Vorteil besteht im wesentlichen darin, dass die Halteelemente an der Gebäudestruktur angebracht werden können, ohne dass hinsichtlich des Anbringungsortes Vorgaben in Form von vorgebohrten Löchern an den Lamellen berücksichtigt werden müssen. Vielmehr besteht durch den Schraubkanal die Möglichkeit, die Lamelle über deren gesamte Länge an beliebigem Ort mit dem Halteelement zu verschrauben. Dies ermöglicht insbesondere auch nachträglich eine Ausrichtung der Lamelle in ihrer Längsrichtung bezüglich den benachbarten Lamellen unabhängig vom Anbringungsort der Halteelemente.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Befestigungselemente von selbstschneidenden oder selbstfurchenden Schrauben gebildet. Dadurch wird zudem ein sicherer Halt des Befestigungselements im Schraubkanal gewährleistet.

Weiter ist im Rahmen der Erfindung insbesondere zur Vermeidung einer Verschmutzung des Schraubkanals sowie aus dekorativen Gründen vorgesehen, dass in dem Schraubkanal eine Dicht- und Deckleiste aus EPDM, Kunststoff oder dergleichen eingesetzt ist. Diese Dichtleiste kann sich dabei über die gesamte Länge der Lamelle erstrecken, da das Befestigungselement das für die Dichtleiste vorgesehene Material ohne weitere durchstößt.

Um einen hinreichenden Halt der Dichtleiste zu gewährleisten, hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Schraubkanal an wenigstens einer seiner beiden Nutwände mit einer Rastausnehmung für einen Klemmvorsprung der Dichtleiste versehen ist.

Um das Befestigungselement auf einfache Weise in den Schraubkanal einbringen zu können, der ja üblicherweise zur Fassadenfläche bzw. zur Wand der Gebäudestruktur weist, ist es von Vorteil, wenn die Haltelemente mit einem Anschlußfuß zur Befestigung an der Gebäudestruktur versehen sind und die Haltebügel schwenkbar gegenüber dem Anschlußfuß ausgebildet sind. Dann können die Haltebügel zunächst in eine Stellung verschwenkt werden, in der die Anbringung des Befestigungselements einfach möglich ist, um anschließend die befestigte Lamelle in die gewünschte Ausrichtung zu verschwenken. Dies hat darüber hinaus den Vorteil, die Schwenklage der Lamellen nachträglich einzustellen bzw. verändern zu können. Im übrigen besteht auch die Möglichkeit, den Haltebügel an der Lamelle zu befestigen und dann die gesamte Einheit einzuschwenken.

Hierzu ist es weiterhin von Vorteil, wenn die Haltegebügel gegenüber dem Anschlußfuß in beliebigen oder festgelegten Winkelschritten durch ein Feststellglied fixierbar sind.

Im folgenden wird die Erfindung an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1
eine nur teilweise dargestellte, in ein Halteelement eingesetzte Lamelle,
Fig. 2
eine Detaildarstellung der Lamelle.

Die in der Zeichnung dargestellte Lamelle 1 ist vorgesehen zur Anbringung an Gebäudefassaden 2, auskragenden Vorsprüngen an Gebäuden, verglasten Dächern und dergleichen, wobei in der Regel mehrere vorzugsweise parallel zueinander verlaufende Lamellen 1 gemeinsam eine Lamellenanordnung bilden. Die Lamellen 1 sind dabei über Haltelemente 3 an der Gebäudestruktur 2 befestigt, wie sich dies aus Fig. 1 ersehen läßt.

Im einzelnen sind die Lamellen 1 vorzugsweise als Hohllamellen ausgebildet, besitzen also beispielsweise einen linsenförmigen Querschnitt. Die Halteelemente 3 weisen zwei die Lamelle 1 von ihrer Schmalseite her gabelförmig umgreifende Haltebügel 4 auf, wobei die beiden Haltebügel 4 über einen Anschlußsteg 5 miteinander verbunden sind. Im Anschlußsteg 5 ist eine Befestigungsbohrung zum Anschluß der Lamelle 1 vorgesehen. Dazu weist die Lamelle 1 an ihrer einen Schmalseite 1.1 einen sich über ihre gesamte Länge erstreckenden, nutförmigen Schraubkanal 6 auf, der zum Eingriff eines sich durch Befestigungsbohrungen erstreckende Befestigungselemente 7 vorgesehen ist. Üblicherweise wird als Befestigungelement 7 eine selbstschneidende oder selbstfurchende Schraube verwendet.

Wie sich aus der Detaildarstellung nach Fig. 2 ergibt, ist in den Schraubkanal eine Dicht- und Deckleiste 8 aus EPDM, Kunststoff oder dergleichen eingesetzt, so dass eine Verschmutzung des Schraubkanals 6 vermieden wird. Um die Dichtleiste 8 im Schraubkanal 6 sicher zu fixieren, weisen die beiden Nutwände des Schraubkanals 6 jeweils eine flache Rastausnehmung 9 auf, in die ein Klemmvorsprung der Dichtleiste 8 eingreift.

Die Halteelemente 3 selbst sind mit einem Anschlußfuß 10 zur Befestigung an der Gebäudestruktur 2 versehen, wobei die Haltebügel 4 schwenkbar gegenüber dem Anschlußfuß 10 ausgebildet sind. Dadurch besteht die Möglichkeit, insbesondere zur Befestigung der Lamelle 1 die beiden Haltebügel 4 aus der in der Zeichnung dargestellten Lage in eine senkrecht nach unten weisende Lage zu verstellen, so dass das Befestigungselement 7 problemlos von oben her eingeschraubt werden kann.

Diese schwenkbare Ausbildung der Haltebügel 4 hat darüber hinaus den Vorteil, dass nachträglich eine Ausrichtung der Lamelle 1 hinsichtlich der örtlichen Bedürfnisse vorgenommen werden kann, wobei insbesondere auch die Möglichkeit besteht, diese Winkeleinstellung nächträglich zu verändern. Hierzu ist vorgesehen, dass die Haltebügel 4 gegenüber dem Anschlußfuß 10 in beliebigen oder festgelegten Winkelschritten durch ein Feststellglied 11 fixierbar sind.


Anspruch[de]
Aus mehreren vorzugsweise parallel zueinander verlaufenen Lamellen bestehende Lamellenanordnung für Gebäudefassaden, auskragende Vorsprünge an Gebäuden, verglaste Dächer und dergleichen, wobei die Lamellen (1) über Halteelemente (3) an der Gebäudestruktur (2) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (1) vorzugsweise als Hohllamellen ausgebildet sind und die Halteelemente (3) zwei die Lamelle (1) von ihrer Schmalseite (1.1) her gabelförmig umgreifende Haltebügel (4) aufweist, wobei die beiden Haltebügel (4) über einen mit einer oder mehreren Befestigungsbohrungen versehenen Anschlußsteg (5) miteinander verbunden sind, und dass die Lamellen (1) an wenigstens ihrer einen Schmalseite (1.1) mit einem sich über ihre gesamten Länge erstreckenden nutförmigen Schraubkanal (6) für ein oder mehrere durch die Befestigungsbohrung einzusetzende Befestigungselemente (7) versehen sind. Lamellenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (7) von selbstschneidenden Schrauben gebildet sind. Lamellenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Schraubkanal (6) eine Dicht- und Deckleiste (8) aus EPDM, Kunststoff oder dergleichen eingesetzt ist. Lamellenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubkanal (6) an wenigstens einer seiner beiden Nutwände mit einer Rastausnehmung (9) für einen Klemmvorsprung der Dichtleiste (8) versehen ist. Lamellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (3) mit einem Anschlußfuß (10) zur Befestigung an der Gebäudestruktur (2) versehen sind und die Haltebügel (4) schwenkbar gegenüber dem Anschlußfuß (10) ausgebildet sind. Lamellenanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltebügel (4) gegenüber dem Anschlußfuß (10) in beliebigen oder festgelegten Winkelschritten durch ein Feststellglied (11) fixierbar sind.






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