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Dokumentenidentifikation DE102006011047A1 27.09.2007
Titel Monoblock-Spannzange als Kupplungselement für die HSK-Schnittstelle
Anmelder Ortlieb Präzisions-Spannzeuge GmbH + Co., 73230 Kirchheim, DE
Erfinder Reinauer, Josef, 72514 Inzigkofen, DE
Vertreter Kratzsch, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 25.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006011047
Offenlegungstag 27.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.2007
IPC-Hauptklasse B23B 31/20(2006.01)A, F, I, 20060713, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Spannzange (1), die aus einem Stück besteht und deren Spannsegmente (6) mit einem endseitigen Ring (21) verbunden sind, dessen Federwirkung über Tellerfederelemente erzeugt wird. Die Tellerfederelemente bestehen aus dünnwandigen Mantelflächen (22), welche zusammen mit den Befestigungsstegen (17) eine Kammer (16) bilden, über deren Dimensionierung die Rückstellkraft der Spannzange (1) erzeugt wird (Fig. 7).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spannzange die aus einem Stück besteht und dessen Spannsegmente mit einem endseitigen Ring verbunden sind, dessen Federwirkung über Tellerfederelemente erzeugt wird, welche über Gelenke gelagert und über eine Zugstange radial ausgelenkt werden.

Eine derartige konstruktive Ausgestaltungsform ist aus der EP 0782896 B1 bekannt, bei der die Spanneinrichtung ein Sperrelement aufweist, deren Körper aus einer einstückigen Metallhülse besteht, die einen geschlossenen endseitigen Ring, einen daran anschließenden dünnwandigen Mantelabschnitt aufweist. Der dünnwandige Mantelabschnitt besteht aus Spannsegmenten, die stegbildende Durchbrüche besitzen und über deren Geometrie die notwendige Elastizität erzielt wird. Das Sperrelement dient als Zwischenstück zur Kraftübertragung, dessen Aufgabe es ist, die Kräfte ausgehend vom Gewindestift über die Zugstange auf den Hohlschaftkegel zu übertragen, wobei der Werkzeugträger mit der Spindel fest verspannt wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Spannzange zur Spannkrafterzeugung der eingangs genannten Art aus einem Stück und in Lösestellung zu schaffen

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Spannzange aus einen endseitigen Ring, einen daran anschließenden dünnwandigen Mantelabschnitt aus Spannsegmente besteht, die jeweils über Gelenke mit Tellerfederelementen federnd ausgebildet sind.

Die Spannzange besteht einstückig aus Spannsegmenten, Gelenken und Tellerfederelementen, die die Funktion einer Tellerfeder besitzen, über deren Kraft die Spannsegmente in die Lösestellung zurückschnappen. Die Tellerfederelemente bestehen aus dünnwandigen Mantelflächen, welche sich beim radialen Auslenken der Spannsegmente an ihren Befestigungsstegen abstützen und in Kammerrichtung ausgelenkt werden, wobei die Mantelflächen eine Wölbung erfahren, wodurch die Rückstellkraft am hinteren Teil der Spannzange und nicht wie bei gattungsähnlichen Spanneinrichtungen über zusätzliche Rückstellelemente, wie z. B. einer Wurmfeder, erzeugt wird.

Am hinteren Ende auf dem endseitigen Ring der Spannzange befinden sich Stege, die mit den Spannsegmenten aus einem Stück bestehen und jeweils im gleichen Winkel zueinander zentrisch mit einem Spannsegment ausgebildet sind. Die Stege sind zueinander mit einer dünnwandigen Mantelfläche verbunden, wobei sich zwischen den einzelnen Mantelflächen zwischen den Siegen und Spannsegmenten Kammern bilden, welche zum endseitigen Ring geöffnet sind.

Wird die Zugstange in axialer Richtung zur Werkzeugmaschinenspindel bewegt, erfolgt eine radiale Verstellung der Spannsegmente. Die Spannsegmente besitzen an Ihrem äußeren Umfang einen Ringbund, dessen keilförmige Ringfläche an den Ausnehmungen am Werkzeugträger an dessen Greifschulter anliegen und diesen dann mit der Spindel bzw. einer Werkzeugmaschine mit einer werkzeugmaschinenseitig vorgesehenen Aufnahme fest verspannen.

Die Zugstange besitzt eine radiale Erhöhung über welche die Spannzange bzw. die Spannsegmente radial in den Hohlschaft des Hohlschaftkegels ausgelenkt werden, bis sie in die Ausnehmungen am HSK drücken und diesen axial an das zu kuppelnde Gegenstück pressen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spannzange zu schaffen, die aus einem Monoblock besteht, d.h. aus einem Stück gefertigt wird, um dadurch eine absolute Rotationssymmetrie gewährleisten zu können. Gattungsähnliche Spannvorrichtungen bestehen aus einzelnen Spannsegmenten, die über gesonderte Fixier- und Befestigungselementen miteinander verbunden sind, dies führt bei großen Drehzahlen zu ungewollten Schwingungen, was sich auf die Präzision, Lebensdauer sowie der Qualität der Bearbeitung negativ auswirkt.

Aufgabe der Erfindung ist es eine Spannzange zu schaffen, die sich durch die monolithische Bauweise und der daraus folgenden ausgezeichneten Rotationssymmetrie mit der in Verbindung stehenden hohen Wuchtgüte bei großen Drehzahlen sowie auf die wirtschaftliche Herstellbarkeit auszeichnet.

Die dünnwandigen Mantelflächen zwischen den Stegen am endseitigen Ring der Spannzange haben die Funktion einer Tellerfeder. Je nach Materialstärke der dünnwandigen Mantelflächen und der daraus resultierenden Kammergröße, vergrößert oder verkleinert sich die Rückstellkraft wobei jede Mantelfläche mit einem Gelenk ausgebildet ist über welche die Auslenkung der einzelnen Spannsegmente vereinfacht wird.

Am hinteren Teil der Spannzange befinden sich die Befestigungsstege, deren Geometrie in Richtung zur x-Achse der Spannzange kleiner bzw. spitz zuläuft, dadurch soll gewährleistet werden, dass die dünnwandige Materialfläche zwischen den Befestigungsstegen einen gleichen Querschnitt von oben nach unten besitzen. Durch die Kammern auf dem endseitigen Ring wird die Materialstärke am hinteren Teil der Spannzange verkleinert, dadurch werden die Tellerfedereigenschaften an jedem einzelnen Spannelement erzeugt. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es eine Spannzange zu schaffen, deren Spannsegmente im gleichmäßigen Abstand zueinander und in der Grundstellung im wesentlich achsparallel zur x-Achse der Zugstange angeordnet sind, um zu gewährleisten, dass beim Entspannen die Spannsegmente automatisch in die Lösestellung zurückspringen und der Werkzeugträger von der Spindel gelöst bzw. ausgetauscht werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannzange zu schaffen, die ohne feste Abstützung an einem aufnahmefesten Teil schwenkbar bzw. bedienbar ist, dessen innere Abstürzung durch den Zugbolzen und die äußere Abstützung durch den Ring erfolgt.

Eine weitere Möglichkeit der Erfindung besteht darin, die entspannte Position der Spannzange derartig zu positionieren, dass beim Aufschieben des Hohlschaftkegels die Spannsegmente nach innen gedrückt wird, bis der Hohlschaftkegel mit dem zu kuppelnden Teil in Verbindung steht. Infolge der axialen Bewegung des Hohlschaftkegels in Richtung des zu kuppelnden Teils erfährt die Spannzange eine radiale Bewegung nach innen, wobei die Spannsegmente beim Anliegen des Hohlschafts an dem zu kuppelnden Teil durch dessen konstruktiven Ausführungsform wieder in Ihre Ausgangslage zurückspringen. Dadurch entsteht eine sogenannte Vorspannung, was bedeutet, das sich die Spannsegmente der Spannzange in Mittestellung befinden zwischen den zu kuppelnden Teilen. Ein Löslösen eines der zu kuppelnden Teile kann hier verhindert werden, da beim Aufschieben des Hohlschaftkegels ein sogenannter Klickeffekt erfolgt. Ein trennen der zu kuppelnden Teile erfolgt in gleicher Weise, nur das hier der Hohlschaftkegel axial gegen die Spannrichtung bewegt werden muss, bis die Spannsegmente den Hohlschaftkegel freigeben, was dann ebenfalls zu einen Klickeffekt führt.

Im folgenden wird die Erfindung und deren Ausgestaltungen im Zusammenhang mit den Figuren näher erläutert.

Es zeigen:

1 zeigt die Spannzange in einer dreidimensionalen Ansicht im gelösten Zustand

2 zeigt eine Darstellung der Spannzange und dessen Gelenk im Schnitt im gelösten Zustand.

3 zeigt die Spannzange in der Drauf- und Seitenansicht im gelösten Zustand

4 zeigt die Spannzange in der Drauf- und Seitenansicht im Schnitt

5 zeigt eine Darstellung der Spannzange und dessen Gelenk im gespannten Zustand im Schnitt

6 zeigt die Spannzange in der Drauf- und Seitenansicht im gespannten Zustand

7 zeigt die Spannzange in einer dreidimensionalen Ansicht im gespannten Zustand

8 zeigt die Spannzange im gelösten Zustand in einer Kupplungsvorrichtung

9 zeigt die Spannzange im gespannten Zustand in einer Kupplungsvorrichtung

1 bis 4 zeigt die Spannzange (1) im gelösten Zustand mit deren dazugehörigen Gelenken. Die 1 zeigt die Spannzange (1) in dreidimensionaler Ansicht an dessen vorderen Teilbereich am äußeren Umfang sich ein Ringbund (2) befindet, dessen keilförmige Ringfläche (3) an den Greifschultern (4) am Hohlschaftkegel eingreifen. Die 2 zeigt in vergrößerter Darstellung ein Gelenk (5), welches sich im gelösten Zustand befindet. Das Gelenk (5) besitzt eine ballige Form um ein materialschonendes schwenken der Spannsegmente (6) nach innen und außen zu gewährleisten. Die 3 zeigt die Spannzange (1) in der Drauf- (14) und Seitenansicht (15) und in 4 sind diese im Schnitt dargestellt. Am vorderen Teilbereich befindet sich der Ringbund (2) mit seiner keilförmigen Ringfläche (3) und am hinteren Teil der Spannzange (1) befindet sich der Einhängebund (9), welcher in der Kupplungsvorrichtung (11) mit dessen radialer Fläche (10) eine radiale Bewegung erfährt und in fester axialer Abstützung (12) auf das aufunahmefeste Teil (13) drückt.

5 bis 7 zeigt die Spannzange (1) im gespannten Zustand und deren dazugehörigen Gelenk (5). Die 5 zeigt in vergrößerter Darstellung ein Gelenk (5), welches sieh im gespannten Zustand befindet. Die Spannzange (1) besitzt im hinteren Teil sog. Kammern (16) um den Spannsegmenten (6) eine Tellerfedereigenschaft zu verleihen. Die Kammern (16) am hinteren Ende der Spannzange sind im Winkel zueinander gleichmäßig verteilt, welche durch Befestigungsstege (17) und einer Materialfläche (22) gebildet werden, wobei die Befestigungsstege (17) auf dem endseitigen Ring (21) eine dreieckige Form (17) besitzen, die zum Zentrum hin Spitz zulaufen, um so den Effekt eines gleichen Mantelquerschnitts (22) und somit eine gleiche Spannungsverteilung zu erhalten.

8 und 9 zeigen eine Kupplungsvorrichtung in der sich die Spannzange befindet. 8 zeigt die Spannzange in der Kupplungsvorrichtung in gelösten Zustand und 9 zeigt die Spannzange in der Kupplungsvorrichtung im gespannten Zustand. In 8 befindet sich der Ringbund (2) unterhalb der Ausnehmungen (4) im Hohlschaftkegel. Während der Bewegung der Zugstange in Richtung der Spannzange drückt der Kopf (19) der Zugstange (18) die Spannsegmente (6) nach außen und drückt die keilförmige Ringfläche (8) am Ringbund (2) in die Greifschulter (4) im Hohlschaftkegel, wie in 9 dargestellt. Während der Bewegung erfahren die Spannsegmente (6) eine radiale Bewegung, wobei der Kraftfluss ausgehend von der Anpresskraft der keilförmigen Ringfläche (3) am Ringbund (2) über die Kupplungsvorrichtung und über die radiale Fläche (10) am Einhängebund (9) erfolgt. Die Spannzange (1) erfährt in der Kupplungsvorrichtung (11) seine notwendige Abstützung durch die Zugstange (18) und der äußeren Abstützung (20).

Aufgabe der Erfindung ist es eine monolithische Spannzange zu schaffen, die aus einem Stück besteht und dessen Aufgabe es ist, nicht wie bei der EP 0782896 die Spannkraft weiterzuleiten sondern ausgehend vom Zugkolben die Spannkraft zu verstärken.


Anspruch[de]
Spannzange zur Erzeugung einer Anpresskraft zwischen Planflächen der zu kuppelnden Teile, wie z. B. einer Werkzeuggrundaufnahme und einer Werkzeugmaschine mit einer werkzeugmaschinenseitig vorgesehenen Aufnahme, wobei die Spannzange über eine Zugstange betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannzange (1) aus einem Stück besteht. Spannzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Auslenkung der Spannsegmente (6) unter der Inanspruchnahme von Spannsegmentgelenken (5) am hinteren Teil der Spannzange (1) erfolgt. Spannzange nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannsegmente (6) am hinteren Teil der Spannzange (1) einen Befestigungssteg (17) aufweisen, welche mit einer Mantelfläche (22) miteinander verbunden sind. Spannzange nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannsegmente (6) am hinteren Teil der Spannzange (1) eine Kammer (16) aufweisen, über dessen Dimensionierung die Rückstellkraft erzeugt wird. Spannzange nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannsegmente (6) am hinteren Teil der Spannzange (1) eine Kammer (16) aufweisen, die zum endseitigen Ring (21) geöffnet sind. Spannzange nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannsegmente (6) am hinteren Teil der Spannzange (1) zwei Kammern (16) aufweisen, wobei eine der Kammern (16) zum endseitigen Ring (21) geöffnet ist. Spannzange nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannsegmente (6) am hinteren Teil der Spannzange (1) zwei Kammern (16) aufweisen, wobei die Kammern (16) zum endseitigen Ring (21) geöffnet sind.






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