PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006012882A1 27.09.2007
Titel Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente
Anmelder ZF Friedrichshafen AG, 88046 Friedrichshafen, DE
Erfinder Steinhauser, Klaus, 88079 Kressbronn, DE;
Schwemer, Christian, 88048 Friedrichshafen, DE;
Wiest, Wolfgang, 88456 Ingoldingen, DE;
Popp, Christian, 88079 Kressbronn, DE;
Schiele, Peter, 88079 Kressbronn, DE
DE-Anmeldedatum 21.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006012882
Offenlegungstag 27.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.2007
IPC-Hauptklasse F16D 66/00(2006.01)A, F, I, 20060321, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16H 61/12(2006.01)A, L, I, 20060321, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente vorgeschlagen, im Rahmen dessen die Schlupfdauer begrenzt wird, wobei bei Start des Schlupfvorganges eine Zeitüberwachung gestartet wird, die den Schlupf über eine wählbare Schlupfdauer begrenzt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der Automobiltechnik ist bekannt, Reibschaltelemente zum Realisieren von Vorgängen bzw. Funktionen einzusetzen, welche einen Betrieb der Reibschaltelemente im Dauerschlupf für eine gewisse Zeit erfordern. Dies ist beispielsweise bei Wandlerkupplungen und Anfahrschaltelementen der Fall.

Bei Automatgetrieben, die einen Wandler und eine Diesel-Anfahrunterstützung (DAFU) oder eine Launch-Control Funktion umfassen, werden die Kupplungen bzw. die Reibschaltelemente sehr stark belastet. Dies ist auch bei Doppelkupplungsgetrieben, automatisierten Schaltgetrieben und Automatgetrieben der Fall, bei denen der Anfahrvorgang mittels einer in der Regel als Reibschaltelement ausgebildeten Anfahrkupplung durchgeführt wird.

Hierbei besteht die Gefahr einer Beschädigung im Dauerschlupfbetrieb aufgrund der stark ansteigenden Belagtemperatur der beteiligten Reibschaltelemente.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente anzugeben, durch dessen Durchführung Schäden an den Reibschaltelementen weitgehend vermieden werden.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen und Vorteile gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Demnach wird ein Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente vorgeschlagen, bei dem die Schlupfdauer begrenzt wird, wobei bei Start des Schlupfvorganges eine Zeitüberwachung gestartet wird, die den Schlupf über eine wählbare Schlupfdauer begrenzt.

Die Schlupfdauer kann gemäß der Erfindung in vorteilhafter Weise in Abhängigkeit von diversen Parametern bestimmt werden, wie z.B. der Differenzdrehzahl bzw. der mittleren Differenzdrehzahl und/oder des antriebsseitigen Momentes und/oder in Abhängigkeit der Wählhebelposition (D, M, S) und/oder des Fahrprogramms (z.B. XE, XS, ...).

Des weiteren kann gemäß der Erfindung die Differenzdrehzahl und/oder das antriebsseitige Moment am Reibschaltelement begrenzt werden. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass in Abhängigkeit der Wählhebelposition (D, M, S) und/oder des Fahrprogramms (z.B. XE, XS, ...) verschiedene Intensitätsstufen bezüglich der Differenzdrehzahl, des antriebsseitigen Momentes und/oder der Schlupfdauer einstellbar sind.

Zum Starten des Dauerschlupfes muss als Einstiegsbedingung die Belagtemperatur des Reibschaltelementes in einem bestimmten Temperaturbereich liegen bzw. darf einen Schwellenwert nicht übersteigen.

Nach Ablauf dieser Schlupfdauer wird der Schlupfvorgang beendet, indem die Differenzdrehzahl über eine Funktion (z.B. Sprung, Filter, Rampe) auf eine definierte Drehzahl reduziert wird, oder indem das Reibschaltelement geöffnet oder vollständig geschlossen wird, wobei die definierte Differenzdrehzahl vorgegeben oder von diversen Größen abhängig ist. Beispielsweise kann die definierte Drehzahl in Abhängigkeit der Schlupfdauer, der (mittleren) Differenzdrehzahl beim Dauerschlupf, des antriebsseitigen Momentes und/oder der Belagtemperatur des Reibschaltelementes bestimmt werden.

Während der Dauer des Schlupfvorganges wird gemäß der Erfindung das Reibschaltelement kontinuierlich temperaturüberwacht, wobei die Temperatur beispielsweise über Temperatursensoren oder Wärmemodelle ermittelt werden kann. Für den Fall, dass eine bestimmte Temperaturschwelle überschritten wird, wird die Differenzdrehzahl über eine Funktion (z.B. Sprung, Filter, Rampe) auf eine definierte Drehzahl reduziert, die in Abhängigkeit der Belagtemperatur der Reibschaltelementes bestimmbar ist, oder das Reibschaltelement wird geöffnet oder vollständig geschlossen.


Anspruch[de]
Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlupfdauer begrenzt wird, wobei bei Start des Schlupfvorganges eine Zeitüberwachung gestartet wird, die den Schlupf über eine wählbare Schlupfdauer begrenzt. Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlupfdauer in Abhängigkeit der Differenzdrehzahl bzw. der mittleren Differenzdrehzahl, der Wählhebelposition (D, M, S), des antriebsseitigen Momentes und/oder des Fahrprogramms (z.B. XE, XS, ...) bestimmt wird. Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenzdrehzahl und/oder das antriebsseitige Moment am Reibschaltelement begrenzt wird. Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit der Wählhebelposition (D, M, S) und/oder des Fahrprogramms (z.B. XE, XS, ...) verschiedene Intensitätsstufen bezüglich der Differenzdrehzahl, des antriebsseitigen Momentes und/oder der Schlupfdauer einstellbar sind. Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlupfvorgang nur gestartet wird, wenn die Belagtemperatur des Reibschaltelementes in einem bestimmten Temperaturbereich liegt bzw. einen Schwellenwert nicht übersteigt. Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während der Dauer des Schlupfvorganges das Reibschaltelement kontinuierlich temperaturüberwacht wird, wobei für den Fall, dass eine bestimmte Temperaturschwelle überschritten wird, die Differenzdrehzahl über eine Funktion auf eine definierte Drehzahl reduziert wird, die in Abhängigkeit der Belagtemperatur der Reibschaltelementes bestimmbar ist, oder das Reibschaltelement geöffnet oder vollständig geschlossen wird Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ablauf der Schlupfdauer der Schlupfvorgang beendet wird, indem die Differenzdrehzahl über eine Funktion auf eine definierte Drehzahl reduziert wird, oder indem das Reibschaltelement geöffnet oder vollständig geschlossen wird, wobei die definierte Differenzdrehzahl vorgegeben oder in Abhängigkeit der Schlupfdauer, der (mittleren) Differenzdrehzahl beim Dauerschlupf und/oder des antriebsseitigen Momentes und/oder der Belagtemperatur des Reibschaltelementes bestimmt wird. Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Belegtemperatur des Reibschaltelementes über Temperatursensoren oder Wärmemodelle ermittelt wird. Verfahren zur Überwachung des Betriebs schlupfender Reibschaltelemente nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduzierung der Differenzdrehzahl über eine Funktion erfolgt, die eine Sprungfunktion, eine Rampenfunktion oder eine Filterfunktion ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com