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Dokumentenidentifikation DE19633309B4 27.09.2007
Titel Vorrichtung zur Axialverriegelung der, auf Gleitflächen der Fenster der Ständer von Walzgerüsten anstellgeführten Lagereinbaustücke von Walzen
Anmelder SMS Demag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Denker, Wolfgang, Dipl.-Ing., 57258 Freudenberg, DE
Vertreter Patentanwälte Valentin, Gihske, Grosse, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 19.08.1996
DE-Aktenzeichen 19633309
Offenlegungstag 26.02.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.2007
IPC-Hauptklasse B21B 31/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Axialverriegelung der, auf Gleitflächen der Fenster der Ständer von Walzgerüsten anstellgeführten Lagereinbaustücke von Walzen, die in der Ein- oder Ausbauposition der Walzen axial mit diesen durch die Fenster heraus- oder in diese hineinverschiebbar sind. Da die Lagereinbaustücke, in denen die Zapfenenden der Walzen lagern, diese in den jeweiligen Anstellpositionen halten, sowohl die gesamte Walzkraft, als auch die Biegebeanspruchungen der Walzen aufnehmen, müssen sie während des Walzbetriebes gegen die Ständer des Walzgerüstes verriegelt werden.

Bekannt sind verfahrbare Riegelvorrichtungen, die das Lagereinbaustück vertikal führen und axial halten. Diese Riegel werden entweder mechanisch von Hand oder mit Hilfe von Kolben-Zylinder-Aggregaten betätigt, wie beispielsweise aus US 2 729 123 oder US 3 475 940 bekannt. Die Riegel sind durch die Biegeverformung der Walze zusätzlichen Kantenpressungen ausgesetzt, die in ungünstigen Fällen zur Zerstörung des Lagers der Lagereinbaustücke führen können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Axialverriegelung der Lagereinbaustücke der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der die Kantenpressungen vermieden werden, und die keiner zusätzlichen Bedienungselemente bedarf.

Diese Aufgabe wird durch, in den einander gegenüberliegenden Gleitflächen der Fenster, ober- oder unterhalb der Ein- oder Ausbauposition der Lagereinbaustücke angeordnete, aus den Gleitflächen vorstehende Paare von, mit Abstand parallel verlaufender, einen Führungsspalt bildender Riegelschienen und, lagermittig in die Lagereinbaustücke eingesetzte Führungsbolzen, die während der Anstellbewegungen von Lagereinbaustücken und Walze in den jeweiligen Führungsspalten geführt werden, gelöst.

Der Führungsbolzen kann, wie die Erfindung weiter vorsieht, die Form eines Zylinders aufweisen, der an seiner den Führungsspalt zugewandten Umfangsseite einen ebenen Flächenabschnitt aufweist.

Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung der Vorrichtung befinden sich die, in die Lagereinbaustücke der, in Walzenachsrichtung horizontal durch die Fenster der Ständer in das Walzgerüst eingefahrenen Walzen, eingesetzten Führungsbolzen jeweils unter bzw. oberhalb der, von den Riegelschienenpaaren gebildeten Führungsspalte. Beim Anheben oder Absenken der Walze aus dieser Einbauposition treten die Führungsbolzen in den jeweiligen Führungsspalt ein und verriegeln die Walze mit ihren Lagereinbaustücken axial. Sie erlauben aber sowohl die vertikalen Anstellbewegungen der Walze als auch Anpassbewegungen der Lagereinbaustücke an deren jeweilige Biegelinie.

Soll die Walze ausgebaut werden, genügt es, diese in die Einbauposition entsprechende Ausbauposition zu fahren. Die Führungsbolzen treten dabei aus den Führungsspalten heraus und erlauben das horizontale axiale Ausfahren der auszuwechselnden Walze mit ihren Lageeinbaustücken.

Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Zeichnung zeigen

1 die Vorrichtung in Walzenachsrichtung gesehen in schematischer Darstellung,

2 die Ansicht eines Schnitts nach der Linie A-A durch 1, und

3 die Ansicht eines Schnitts nach der Linie B-B durch 1.

Wie aus 1 zu ersehen, sind in die Seitenflächen 1a des Fensters F eines Ständers 1 paarweise Riegelschienen 2 (vgl. auch 2 und 3) eingesetzt, die dabei einen Führungsspalt SP für Führungsbolzen FB bilden. Diese Führungsbolzen sind in die beiden Seitenflächen 3a des Lagereinbaustücks 3 eingesetzt, das in den Gleitflächen 1a des Ständers 1, hier über Verschleißplatten 5 bzw. 6 geführt ist. Das Lager der, nicht dargestellten Walze im Lagereinbaustück 3 ist mit 7 angedeutet.

Die Walze befindet sich mit dem Lagereinbaustück 3 in den Darstellungen nach 1 und 2 in ihrer Ein- bzw. Ausbauposition. Die beiden, in dem Lagereinbaustück sitzenden Führungsbolzen FB können (2) in Richtung des dargestellten Pfeils PF in der Ein- und Ausbaurichtung bewegt werden. Bei Anstellung der Walze in die Arbeitsposition mit Hilfe der Anstellvorrichtung 8 (1) werden die Lagereinbaustücke 3 angehoben und die Führungsbolzen FB fallen in den, von den Riegelschienenpaaren 2 gebildeten jeweiligen Führungsspalt SP in eine strichpunktiert angedeutete Position ein. In dieser Position ist das Lagereinbaustück 3 mit der Walze axial verriegelt, vermag sich aber den aus Biegungen der Walze bewirkten Kräften durch Drehung um die Achse der Führungsbolzen FB anzupassen. Die Führungsbolzen FB weisen, wie aus 2 ersichtlich, die Form eines Zylinders auf, der an seiner dem Führungsspalt SP zugewandten Umfangsseite einen ebenen Flächenabschnitt F aufweist. Mit dieser Ausbildung des Führungsbolzens FB wird die vertikale Höhe des Platzbedarfs für diesen bei den horizontalen Ein- bzw. Ausfahrbewegungen der Lagereinbaustücke 3 und der Walze verringert.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Axialverriegelung der, auf Gleitflächen der Fenster (F) der Ständer von Walzgerüsten anstellgeführten Lagereinbaustücke (3) von Walzen, die in der Ein- oder Ausbauposition der Walzen axial mit diesen durch die Fenster heraus- oder in diese hinein verschiebbar sind, gekennzeichnet durch in den, einander gegenüberliegenden Gleitflächen (1a) der Fenster (F), ober- oder unterhalb der Ein- oder Ausbauposition der Lagereinbaustücke (3) angeordnete, aus den Gleitflächen (1a) vorstehende Paare von, mit Abstand parallel verlaufender, einen Führungsspalt (SP) bildender Riegelschienen (2) und lagermittig in die Lagereinbaustücke (3) eingesetzte Führungsbolzen (FB), die während der Anstellbewegungen von Lagereinbaustücken (3) und Walze in den jeweiligen Führungsspalten (SP) geführt werden. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbolzen (FB) die Form eines Zylinders aufweist, der an seiner dem Führungsspalt (SP) zugewandten Umfangsseite einen ebenen Flächenabschnitt (F) aufweist.






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