PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19638627B4 27.09.2007
Titel Oberflächenwellen(OFW)-Filter
Anmelder EPCOS AG, 81669 München, DE
Erfinder Baier, Thomas, Dr., 81539 München, DE;
Scholl, Gerd, 80636 München, DE
Vertreter Epping Hermann Fischer, Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80339 München
DE-Anmeldedatum 20.09.1996
DE-Aktenzeichen 19638627
Offenlegungstag 16.04.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.2007
IPC-Hauptklasse H03H 9/64(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Oberflächenwellen(OFW)-Filter, welches durch Brückenschaltung mehrerer OFW-Brückenelemente, die eine Resonatorcharakteristik aufweisen, gebildet ist.

Aus der EP 0 732 806 A2 ist eine Verschaltung von OFW Resonatoren zu einem Ladder Type Filter bekannt.

Eine Brückenschaltung mit OFW Resonatoren, die eine Lattice Struktur bilden, ist z.B. aus der EP 0 668 655 A1 bekannt. Daraus ist es auch bekannt, mehrere Vollbrücken in Serie zu verschalten. Aufgabe der Erfindung ist es, ein derartiges Filter zu schaffen, bei welchem unterschiedliche OFW-Brückenelemente zum Einsatz kommen können.

Diese Aufgabe wird durch ein OFW Filter mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Es wird ein OFW-Filter mit einer Brückenschaltung mehrer OFW-Brückenelemente angegeben, die jeweils eine Resonatorcharakteristik aufweisen. In der Schaltung sind Ausgangssignale gegenphasig zusammengefaßt und löschen sich außer bei Resonanz gegenseitig aus. Es sind zumindest zwei Vollbrücken von OFW-Brückenelementen parallel geschaltet und zwischen einem Eingang und einem Ausgang angeordnet, wobei jede Vollbrücke vier in Viereck verschaltete Brückenelemente aufweist.

Dabei ist ein erstes Paar einander diagonal gegenüberliegender Knotenpunkte des Vierecks mit dem Eingang und das zweite Paar einander diagonal gegenüberliegender Knotenpunkte des Vierecks mit dem Ausgang verbunden. Eine erste Vollbrücke enthält Brückenelemente mit zwei unterschiedlichen Frequenzen und eine zweite Vollbrücke enthält Brückenelemente mit zwei unterschiedlichen Frequenzen. In der ersten Vollbrücke stimmt die Frequenz des Brückenelements mit höheren Frequenz mit der Frequenz desjenigen Brückenelements in der zweiten Vollbrücke mit der niedrigeren Frequenz überein, wobei je zwei OFW-Brückenelemente unterschiedlicher Vollbrücken mit übereinstimmender Frequenz zu einem Brückenelement (B) mit doppelter Apertur zusammengefaßt sind.

Das bei Resonanz zusammengefaßte Signal an der Ausgangsseite ist das Nutzsignal.

OFW-Brückenelemente können zu einer Halbbrücke verbunden sein, wobei die Halbbrücke auf ihrer einen Seite, insbesondere an der Eingangsseite, symmetrisch und auf ihrer anderen Seite, insbesondere Ausgangsseite, unsymmetrisch betrieben wird. Beide Halbbrücken können auch zu einer Doppelhalbbrücke über einen Knotenpunkt miteinander verbunden sein, wobei die Doppelhalbbrücke beidseitig symmetrisch betrieben werden kann. Zur Verkleinerung der Einfügedämpfung und Erhöhung der Anpaßstabilität kann am Knotenpunkt eine Induktivität gegen Masse angeschlossen werden.

Ferner können zwei oder mehr Vollbrücken, die aus OFW-Brückenelementen gebildet sind, parallel geschaltet werden, wobei die jeweils eine Brücke Brückenelemente mit zwei unterschiedlichen Frequenzen enthält und die jeweils andere Brücke Brückenelemente mit einer der höheren Frequenz der ersten Brücke entsprechenden Frequenz und einer weiteren noch höheren Frequenz enthält. Beispielsweise können auf diese Weise Brückenfilter mit mehr als zwei Resonanzpolen gebildet werden. Dabei können zwei OFW-Brückenelemente der beiden oder mehreren Brücken zu einem OFW-Brückenelement mit doppelter Apertur der Wandlerfinger zusammengefaßt sein. Auf diese Weise läßt sich beispielsweise ein dreipoliges Brückenfilter, bestehend aus sechs OFW-Brückenelementen, bilden. Dieses Konstruktionsprinzip kann auf beliebig viele Resonanzpole ausgedehnt werden.

In bevorzugter Weise kommen Resonatoren, insbesondere Eintorresonatoren, als Brückenelemente zum Einsatz. Als Eintorresonatoren können neben Normalfingerresonatoren und SPUDT(Single Phase Unidirectional Transducer)-Reflektor-Resonatoren (z.B. DE 43 06 825 A1) auch andere Resonatorkonfigerationen zum Einsatz kommen, wie sie beispielsweise aus DE 29 09 705 A1, US 4,144,507, US 2,254,387 oder IEEE Ultrasonics Symposium Proceedings (1988), Seiten 91-96 bekannt sind.

Beispielsweise kann mit nur zwei Resonatoren, insbesondere SPUDT-Reflektor-Eintorresonatoren, ein zweipoliges Halbbrückenfilter, welches auf seiner einen Seite symmetrisch und seiner anderen Seite unsymmetrisch betrieben ist, realisiert werden. Die beiden Resonatoren besitzen in vorteilhafter Weise identische Wandler und Reflektoren, wobei die Frequenzverstimmung durch Versatz der Wandler-Reflektor-Abstände in Ausbreitungsrichtung erreicht wird. Hierdurch erzielt man eine besonders hohe Symmetrie und besonders hohe Sperrunterdrückung, wobei durch Wichtung der Reflektoren der Resonatoren eine zusätzliche Selektion erreicht werden kann.

Durch Verbindung zweier derartiger Halbbrücken erreicht man ein Doppelhalbbrückenfilter, welches sich wie eine Vollbrücke beidseitig symmetrisch betreiben läßt.

Durch Parallelschaltung mehrerer gegeneinander frequenzversetzter Brückenfilter, die beispielsweise aus der Parallelschaltung von zwei oder mehr Vollbrücken entstanden sind, realisiert werden, werden Brückenfilter (Vielpolbrückenfilter) mit mehr als zwei Resonanzpolen erhalten.

Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen, bei denen Eintor-Resonatoren, welche bevorzugt als Einwandlerresonatoren ausgebildet sind, zum Einsatz kommen, wird die gegenphasige Signalaufspaltung durch symmetrische Gegentaktansteuerung der beiden Signalwege erreicht.

Es ist jedoch auch möglich, ein Brückenfilter mit Zweiwandlerresonatoren zu realisieren. Die gegenphasige Signalaufspaltung kann dann auch durch Umklappen eines Wandlers erreicht werden.

Wenn Zweitorresonatoren verwendet werden, welche zwei dicht-benachbarte Resonanzen haben (Zweipolfilter), können die Arbeitsfrequenzen der Resonatoren so eingestellt werden, daß die hochfrequente Resonanz des niederfrequenten Resonators auf die niederfrequente Resonanz des hochfrequenten Resonators zu liegen kommt. Auf diese Weise kann man mit zwei Resonatoren ein dreipoliges Brückenfilter aufbauen.

Ferner können für den Aufbau einer solchen Brücke auch Transversalmodenresonatoren, bei denen die Resonatorcharakteristik durch Ausnutzung der ausbreitungsfähigen transversalen Wellenleitermoden erzielt wird, verwendet werden. Die gegenphasige Signalaufspaltung (180°-Phasenverschiebung) in einem Brückenzweig kann durch Umklappen eines Wandlers erreicht werden. Bei Transversalmodenresonatoren, in welchen zwei transversale Wellenleitermoden ausbreitungsfähig sind (Zweipoltransversalmoden- filter), kann man ebenfalls ein dreipoliges Brückenfilter erhalten bei entsprechender Einstellung der Arbeitsfrequenzen, wie oben schon erläutert wurde.

Als OFW-Brückenelemente mit Resonatorcharakteristik können auch Eintor-Reflektorfilter angesehen werden, bei denen zwar keine Resonanzen genutzt werden; jedoch entspricht die Brückenschaltung mit Eintor-Reflektorfiltern einer Brückenschaltung mit Eintor-Resonatoren. Bei Verwendung von Resonatoren wird der Unterschied im Betrag der Eintore bzw. Zweitore genutzt, während beim Eintor-Reflektorfilter der Unterschied von 180° in der Phase des reflektierten Signals genutzt wird. Beim Eintor-Reflektorfilter sind erheblich kürzere Filterstrukturen realisierbar, da der zweite Wandler wegfällt.

Anhand der Figuren wird an Ausführungseispielen die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigt:

1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung;

2 Eintor-Resonatoren, welche als Brückenelemente bei der Erfindung verwendet werden können;

3 ein Schaltbild für ein Halbbrückenfilter;

4 eine Ausführungsform zur Realisierung eines Halbbrückenfilters der 3;

5 ein Schaltbild eines Doppelhalbbrückenfilters;

6 ein Brückenfilter, bei welchem Transversalmodenresonatoren verwendet werden;

7 ein Brückenfilter (Halbbrücke), bei welchem Eintor-Reflektorfilterelemente verwendet werden;

8 ein Eintor-Reflektorfilterelement, welches bei einem Brückenfilter der 7 verwendet wird;

9 eine Übertragungsfunktion des in 6 dargestellten Brückenfilters; und

10 eine Übertragungsfunktion des in 7 dargestellten Brückenfilters.

Das in 1 dargestellte erfindungsgemäße Brückenfilter besteht aus sechs OFW-Brückenelementen A, B und C. Dieses Brückenfilter ist aus der Parallelschaltung von zwei Vollbrücken entstanden, wobei die erste Brücke OFW-Brückenelemente A und B mit den Arbeitsfrequenzen fA und fB enthält und die zweite Brücke OFW-Brückenelemente B und C mit den Arbeitsfrequenzen fB und fC. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind jeweils zwei OFW-Brückenelemente B zu einem Brückenelement zusammengefaßt, wobei der Interdigitalwandler dieses Brückenelements eine doppelte Apertur aufweisen kann. Die Arbeitsfrequenzen unterscheiden sich untereinander, wobei fA < fB < fC sind. Auf diese Weise erhält man ein dreipoliges Brückenfilter, das aus sechs OFW-Brückenelementen besteht. Dieses Konstruktionsprinzip kann auch auf beliebig viele Resonanzpole ausgedehnt werden.

Als OFW-Brückenelemente können Eintor-Resonatoren, wie sie in 2 dargestellt sind, zum Einsatz kommen. Diese Eintor-Resonatoren können als Normalfingerresonatoren NFR mit zwei endseitigen geschlossenen Reflektorgittern ausgebildet sein. Ferner können SPUDT-Resonatoren, insbesondere SPUDT-Reflektorresonatoren, SPUDT-R als Brückenelemente verwendet werden. Bei den dargestellten Ausführungsformen besitzt der SPUDT-Resonator einen reflektierenden Interdigitalwandler und am einen Ende des Wandlers ein gewichtetes Reflektorgitter. Ferner zeigt die 2 eine symbolische Darstellung eines OFW-Eintorresonators OPR.

In der 3 ist ein Schaltbild eines zweipoligen Halbbrückenfilters, bestehend aus den OFW-Brückenelementen A und B mit den Resonanzfrequenzen fA und fB (fA < fB), dargestellt. Die Brückenelemente A und B können von Eintor-Resonatoren gemäß 2 gebildet sein. Das dargestellte Halbbrückenfilter wird auf der einen Seite (Eingangsseite) symmetrisch und auf der anderen Seite (Ausgangsseite) unsymmetrisch gegen Masse betrieben.

In der 4 ist eine bevorzugte Ausführungsform zur Realisierung des in 3 dargestellten Halbbrückenfilters gezeigt. Bei dieser Ausführungsform werden zwei SPUDT-Reflektoreintorresonatoren SPUDT R1 und SPUDT R2 verwendet. Die beiden Resonatoren haben identische Wandler mit reflektierenden Eigenschaften und identische gewichtete Reflektorgitter an jeweils einem Wandlerende. Die Frequenzverstimmung wird durch Versatz der Wandler-Reflektor-Abstände um dx in Ausbreitungsrichtung erreicht. Dadurch wird eine hohe Symmetrie und hohe Sperrunterdrückung erzielt. Ferner bewirkt die Wichtung der Reflektorgitter eine zusätzliche Selektion.

Die reflektierenden Wandler der beiden Resonatoren besitzen eine gemeinsame Anschlußleiste 2. Diese verläuft in Wellenausbreitungsrichtung in der Mitte zwischen beiden Wandlern. Die gemeinsame Anschlußleiste 2 bildet die Ausgangsseite des Filters.

Die beiden SPUDT R1 und SPUDT R2 besitzen wandlerinterne Reflektorstreifen 1. Die Reflektorstreifen 1 sind mit den außen liegenden Anschlußleisten 3 verbunden. Die beiden außen liegenden Anschlußleisten bilden die Eingangsseite des dargestellten Halbbrückenfilters, welche symmetrisch betrieben wird. Die Ausgangsseite des Filters wird unsymmetrisch betrieben.

Das in der 3 dargestellte Halbbrückenfilter kann auch von Normalfingerresonatoren NFR (2) gebildet werden. Aus zwei Halbbrückenfiltern kann, wie die 5 zeigt, ein Doppelhalbbrückenfilter aufgebaut werden. Dieses wird wie eine Vollbrücke beidseitig symmetrisch gegen Masse betrieben. Die beiden Halbbrücken, welche von den OFW-Brückenelementen A und B gebildet werden, sind über einen Knotenpunkt X zu der Doppelhalbbrücke miteinander verbunden. Zur Verkleinerung der Einfügedämpfung und zur Erhöhung der Anpaßstabilität kann am Knotenpunkt X eine Induktivität LK gegen Masse angeschlossen sein. Die Arbeitsfrequenzen bzw. Resonanzfrequenzen der Brückenelemente A und B unterscheiden sich voneinander, wobei wie bei der Halbbrücke in 3 fA < fB ist.

Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen, bei denen Eintor-Resonatoren bzw. Einwandler-Resonatoren verwendet werden, wird die gegenphasige Signalaufspaltung durch symmetrische Gegentaktansteuerung der beiden Brückensignalwege erreicht. Am Ausgang werden die gegenphasigen Signale wieder zusammengefaßt, so daß sie sich, außer wenn ein Resonator resoniert, gegenseitig auslöschen. Wenn Zweiwandlerresonatoren verwendet werden, kann die gegenphasige Signalaufspaltung auch durch Umklappen eines Wandlers in einen der Brückenzweige erreicht werden. Eine Ausführungsform eines Brückenfilters mit Zweitorresonatoren kann durch Transversalmodenresonatoren, bei denen die Resonatorcharakteristik durch Ausnutzung der ausbreitungsfähigen transversalen Wellenleitermoden erreicht wird, realisiert werden. Ein Ausführungsbeispiel hierfür ist in der 6 dargestellt. Das Brückenfilter dieser Figur besteht aus zwei Transversalmodenresonatoren TMR1 und TMR2. Die 180°-Phasen-verschiebung in dem einen Brückenzweig wird duch Umklappen eines Wandlers (oberster Wandler in der Ausführungsform der 6) erreicht. Jeder der beiden Transversalmodenresonatoren, welche als Zweitorresonatoren mit bevorzugt dicht benachbarten Resonanzen (Zweipolfilter) ausgebildet sind, besitzen zwei Wandler (oberer und unterer Wandler), die jeweils gemeinsame Anschlußleisten 4 und 5 aufweisen. Die gemeinsamen Anschlußleisten 4 und 5 erstrecken sich in Längsrichtung der Wandler. An beiden Enden der Wandler sind jeweils Reflektorgitter, welche als geschlossene Reflektorgitter ausgebildet sind, vorgesehen. Die gemeinsamen Anschlußleisten 4 und 5 sind über die Reflektorgitter, welche beim Ausführungsbeispiel geschlossene Reflektorgitter sind, mit Masse verbunden.

Die beiden Wandler des unteren Transversalmodenresonators TMR2 sind symmetrisch zur gemeinsamen Anschlußleiste 5, welche in Längsrichtung in der Mitte des Resonators verläuft, angeordnet. Mit der gemeinsamen Anschlußleiste 5 sind Fingerelektroden 6, welche beide Wandler durchsetzen, verbunden. Diese Fingerelektroden 6 überlappen sich mit Fingerelektroden 7, die mit den beiden äußeren Anschlußleisten 8 und 9 der Wandler verbunden sind.

Bei dem oben liegenden Transversalmodenresonator TMR1 der 6 ist der obere Wandler gegenüber dem unteren Wandler umgeklappt. Die mit der gemeinsamen Anschlußleiste 4 verbundenen Fingerelektroden 10, welche in den oberen Wandler ragen, sind gegenüber den ebenfalls mit der gemeinsamen Anschlußleiste 4 verbundenen Fingerelektroden 11, welche in den unteren Wandler ragen, gegeneinander um eine mechanische Periode versetzt. Mit diesen Fingerelektroden 10 und 11 überlappen sich ebenfalls mit einer gegenseitigen Versetzung um eine mechanische Periode Fingerelektroden 14, 15, welche mit außen liegenden Anschlußleisten 12, 13 verbunden sind.

Zwei außen liegende Anschlußleisten 9 und 14 der Transversalmodenresonatoren TMR1 und TMR2 sind miteinander verbunden und bilden die Eingangsseite. Die beiden anderen außen liegenden Anschlußleisten 8 und 13 der Transversalmodenresonatoren sind ebenfalls miteinander verbunden und bilden die Ausgangsseite des Brückenfilters.

In jedem der beiden Transversalresonatoren TMR1 und TMR2 sind zwei transversale Wellenleitermoden ausbreitungsfähig (Zweipoltransversalmodenfilter). Diese können so eingestellt sein, daß die hochfrequente Resonanz des niederfrequenten Resonators (z.B. TMR2) auf die niederfrequente Resonanz des hochfrequenten Resonators (z.B. TMR1) zu liegen kommt. Man erhält auf diese Weise mit den beiden Resonatoren, welche Zweipoltransversalmodenfilterelemente bilden, ein dreipoliges Brückenfilter.

In 9 ist die Übertragungsfunktion eines solchen Filters für GSM(Global System for Mobile Communication)-Anwendungen dargestellt. Die 3dB-Filterbandbreite beträgt 210 kHz. Das Filter besitzt eine Impedanz von 2,5 k&OHgr;. Die relative Schichtdicke beträgt 2,3 %. Dieses Brückenfilter findet in einem 9 × 5 mm2-Gehäuse Platz. In der 9 zeigt die durchgezogene Kurve breitbandig S21, die gestrichelte Kurve zeigt S21 im schmalen Frequenzbereich, die gepunktete Kurve zeigt die Gruppenlaufzeit im schmalen Frequenzbereich.

In der 7 ist ein Halbbrückenfilter dargestellt, welches als Brückenelemente Reflektorfilterelemente, und zwar Einwandler-Reflektorfilterelemente, von denen eines in 8 dargestellt ist, gebildet wird. Jedes Filterelement bildet ein Eintor-Reflektorfilterelement. Das in der 7 dargestellte Einwandler-Reflektorbrückenfilter ist eine Halbbrücke, die an ihrer einen Seite (Eingang) symmetrisch gegen Masse betrieben wird und an ihrem Ausgang unsymmetrisch betrieben wird. Dieses Brückenfilter wird von zwei Einwandler-Reflektorfilterelementen OPRF1 und OPRF2 gebildet. In der 8 ist ein Einzelelement OPRF dargestellt. Dieses Eintor-Reflektorfilterelement besitzt einen Splitfingerwandler und gewichteten Reflektor. Bei vernachlässigbarer Reflexion P22 = 0 ergibt sich für die Eingangsadmittanz des Eintors Yin1 = P33 + P23P32&rgr; für das erste Element der verschalteten Brücke (7). Für das zweite Element beträgt die Eingangsadmittanz Yin2 = P33 – P23P32&rgr;

Die beiden Elemente der Brücke unterscheiden sich im Vorzeichen des Reflexionskoeffizienten &rgr;. Dies wird bei dem in 7 dargestellten Ausführungsbeispiel durch Verschiebung der Reflektorgitter um &lgr;/4 gegeneinander erreicht. D.h. der Wandler-Reflektorabstand der beiden Filterelemente unterscheidet sich um die Verschiebung dx = &lgr;/4. Für die Y-Matrix der Brückenschaltung gilt dann

Im Durchlaßbereich des in 7 dargestellten Einwandler-Reflektorbrückenfilters addieren sich die an den Reflektoren reflektierten Signale konstruktiv, während im Sperrbereich die Reflexion &rgr; = 0 verschwindet, so daß keine Signale über die Brücke übertragen werden können.

In 10 ist die Übertragungsfunktion der in 7 dargestellten Halbbrücke für CDMA (Code Division Multiple Access)-Anwendung gezeigt. Die 3dB-Bandbreite beträgt 1,2 MHz, und die Impedanz beträgt 2k&OHgr;.


Anspruch[de]
OFW-Filter mit Brückenschaltung mehrer OFW-Brückenelemente, die eine Resonatorcharakteristik aufweisen, wobei Ausgangssignale gegenphasig zusammengefaßt sind und sich außer bei Resonanz gegenseitig auslöschen,

dadurch gekennzeichnet,

daß zwei oder mehr Vollbrücken von OFW-Brückenelementen parallel geschaltet und zwischen einem Eingang und einem Ausgang des Filters angeordnet sind,

wobei jede Vollbrücke vier in Viereck verschaltete Brückenelemente (A, B, C) aufweist,

wobei ein erstes Paar einander diagonal gegenüberliegender Knotenpunkte des Vierecks mit dem Eingang und das zweite Paar einander diagonal gegenüberliegender Knotenpunkte des Vierecks mit dem Ausgang verbunden ist,

wobei eine erste Vollbrücke jeweils Brückenelemente (A, B) mit zwei unterschiedlichen Frequenzen (fA, fB) enthält und eine zweite Vollbrücke Brückenelemente (B, C) mit zwei unterschiedlichen Frequenzen enthält,

wobei in der ersten Vollbrücke die Frequenz des Brückenelements mit höheren Frequenz (fB) mit der Frequenz desjenigen Brückenelements in der zweiten Vollbrücke mit der niedrigeren Frequenz (fB) übereinstimmt, und

wobei je zwei OFW-Brückenelemente unterschiedlicher Vollbrücken mit übereinstimmender Frequenz zu einem Brückenelement (B) mit doppelter Apertur zusammengefaßt sind.
OFW-Filter nach Anspruch 1, bei dem das jeweilige OFW-Brückenelement (A, B, C) wenigstens einen bezüglich des Brückenelementwandlers endseitigen Reflektor für die Beeinflussung des Nutzsignals aufweist. OFW-Filter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem das jeweilige OFW-Brückenelement (A, B, C) als Resonator ausgebildet ist. OFW-Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die jeweiligen OFW-Brückenelemente (A, B, C) als Eintor-Resonatoren ausgebildet sind. OFW-Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Brückenelemente (A, B, C) als Einwandler-Resonatoren ausgebildet sind. OFW-Filter nach Anspruch 4 oder 5, bei dem die Eintor-Resonatoren bzw. Einwandler-Resonatoren als Normalfingerwandlerresonatoren (NFR) oder SPUDT-Resonatoren (SPUDT R) ausgebildet sind. OFW-Filter nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei dem die Reflektoren der Resonatoren gewichtet sind. OFW-Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem zur gegenphasigen Signalaufspaltung die beiden Brückensignalpfade symmetrisch im Gegentakt angesteuert sind. OFW-Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Brückenelemente (A, B, C) als Zweiwandler-Resonatoren ausgebildet sind, von denen zur gegenphasigen Signalaufspaltung ein Wandler eines jeweiligen Resonators im einen Brückensignalpfad gegenüber dem Wandler des jeweils entsprechenden Resonators im anderen Brückensignalpfad umgeklappt ist. OFW-Filter nach Anspruch 9, bei dem die Brückenelemente Zweitor-Resonatoren sind, bei denen die hochfrequente Resonanz des niederfrequenten Resonators mit der niederfrequenten Resonanz des hochfrequenten Resonators übereinstimmt. OFW-Filter nach Anspruch 9 oder 10, bei dem zwei Transversalmodenresonatoren (TRM1, TRM2) ein Brückenfilter bilden. OFW-Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Brückenelemente (A, B, C) als Eintor-Reflektorfilterelemente ausgebildet sind (8). OFW-Filter nach Anspruch 12, bei dem das jeweilige Brückenelement ein Einwandler-Reflektorfilterelement ist. OFW-Filter nach Anspruch 12 oder 13, bei dem der Wandler-Reflektorabstand des jeweiligen Brückenelementes des einen Brückensignalpfades gegenüber dem Wandler-Reflektorabstand des entsprechenden Brückenelements im anderen Brückensignalpfad sich um &lgr;/4 in Wellenausbreitungsrichtung unterscheidet.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com