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Dokumentenidentifikation DE202007005681U1 27.09.2007
Titel Vorrichtung für die Herausgabe von Überschuhen, Schuhbedeckungsautomat
Anmelder FarStar medical GmbH, 22525 Hamburg, DE
DE-Aktenzeichen 202007005681
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.09.2007
Registration date 23.08.2007
Application date from patent application 17.04.2007
IPC-Hauptklasse A43B 11/00(2006.01)A, F, I, 20070417, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A43B 3/18(2006.01)A, L, I, 20070417, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Einführung

Als einer der technischen Maßnahmen bei der Infektionsprävention in verschiedenen Bereichen der Krankenhäuser ist von Hygienikern neben anderem auch das Tragen von Überschuhen vorgesehen. Dabei sollen die Besucher und das Personal vor dem Betreten den zu schützenden Bereichen (z.B. Isolierstation, Intensivstation, OP) über das normale Schuhwerk ein Paar Einweg-Überschuhe einziehen.

Ziel dieser Maßnahmen ist einerseits zu verhindern, dass der Schmutz, der auch Krankheitserreger erhalten kann, in Bereiche gelangt, wo sich die Patienten aufhalten, anderseits ist auch eine Crosskontamination zu verhindern, dh. dass sich die Krankheitserreger, die sich möglicherweise am Fußboden des betretenes Bereiches befinden, in anderen Klinik Bereichen ausbreiten.

Neben den Kliniken werden ähnliche technische Maßnahmen, das Tragen von Einwegüberschuhen, auch in der Industrie (Lebensmittel, Elektronik, Medizinprodukte, Pharmaindustrie) praktiziert, wobei neben Infektionsprävention auch Partikel- bzw. Staub- und Schmutzschutz ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Stand der Technik von heute

  • – Die heute in Gesundheitseinrichtungen und Industrie verwendeten Überschuhe werden aus Kunststoff-Folien, die mit einem Gummizug zusammengefasst sind, gefertigt.
  • – Die Anwendung ist einfach, der Anwender soll aus einem Bündel solcher Überschuhe ein Paar entnehmen und häufig im Stehen über seine Schuhe überziehen. In manchen Bereichen sind hierfür, insbesondere für ältere Personen, auch Sitzbänke vorhanden, um das Anziehen von Überschuhen nicht immer zu einem akrobatischem Akt führen zu lassen.
  • – Die Probleme der heutigen Praxis sind nicht allein in den Abläufen beim Anziehen der Überschuhe zu sehen, sondern vielmehr in der Kontamination der Hände und Bekleidung der Anwender, die unvermeidbar sind durch die Berührung der „Außenschuhe" beim Anziehen von Einwegüberschuhen. Die kontaminierten Hände und Bekleidung sind dann die Gefahrenquellen gerade in den Bereichen, die vor Kontamination zu schützen sind.

Der im Schutzanspruch 1–6 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit dessen Hilfe das Anziehen von Überschuhe schnell und einfach und ohne Kontamination von Händen und Bekleidung ermöglicht wird.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1–6 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass der Überschuh in einem einfachem Schritt durch das Betreten des Innenpedals über den Schuh überzogen wird ohne dass der Anwender die Überschuhe berührt.

Das Gerät besteht aus einem Gehäuse (Leichtmetall oder Kunststoff), das auf einem einfachen mechanischen Prinzip arbeitet.

Vier vertikale Halterungssäulen aus Stahl sind mit Schwenkhaken und Spannfedern versehen und mit zwei Querstreben verbunden. Die Querstreben und Halterungssäulen sind auch mit vier Führungsstäben verbunden.

Auf den Querstreben befinden sich je eine Taste (Button), die zur Auslösung der Mechanik dient.

Auf der Bodenplatte des Gehäuses sind die Arretierungshaken eingebaut. In der Mitte der Gehäuse befindet sich ein Innenpedal.

Das Gerät funktioniert zusammen mit hierfür entwickelten Überschuhen aus Polyethylen. Diese in Universalgröße hergestellten Überschuhe verfügen über spezielle Ösen, die zur deren Befestigung am vier Halterungssäulen dienen.

Zunächst werden die zwei Querstreben über den Spannfedern bis zum Einrasten abgesenkt (arretiert).

Die Ösen der Überschuhe werden über die vier Halterungssäulen gesteckt und so die Überschuhe über das Innenpedal gespannt.

Danach werden die auf den Querstreben befindlichen Button gedrückt, wobei die Spannfedern die Querstreben nach oben drücken.

Das Gehäuse wird mit einem dazu gehörigen Deckel verschlossen, wobei diese über eine „Trittöffnung" verfügt und wird über die beiden seitlichen Verriegelungen geschlossen.

Der Anwender steigert mit dem Fuß in die Öffnung und drückt mit den Schuh auf das Innenpedal bis es klickt. Ein Überschuh löst sich sofort von Halterung und umschließt den Schuh.

Anschließend den Fuß aus dem Gerät heben und für den zweiten Schuh wie oben beschrieben verfahren.

Innerhalb von wenigen Sekunden werden die Überschuhe ohne Hantieren und ohne Berührung überzogen.

Das Gerät kann 50 Überschuhe aufnehmen, dh. die Kapazität reicht für 25 Personen. Die Nachfüllung des Gerätes kann innerhalb von 2 Minuten erfolgen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 3-D Modell Zeichnung 1/1 bis 1/3 erläutet.

Es zeigen:

Zeichnungs-Nr. 1/1: Gerät mit Deckel mit Halterungssäulen, Innenpedal Führungsstiffte, Querstreben und Einrastung.

Zeichnungs-Nr. 1/2: Gerät in Arretierzustand mit Überschuhe, Öse der Überschuhe, Button.

Zeichnungs-Nr. 1/3: Gerät nach Befüllung mit Überschuhen Nach aufbringen von Deckel mit Trittöffnung und verriegeln ist das Gerät einsatzfähig.

Der Anwender benützt das Gerät durch einfache Betätigung des Innenpedals, ohne sich anzustrengen.

Eine Kontamination der Hände oder Bekleidung findet nicht statt.

Durch diese Erfindung kann der Einsatz der Überschuhe in verschiedenen Bereichen der Gesundheitswesen und der Industrie sinnvoll erfolgen.

Bezugszeichenlliste


Anspruch[de]
Gerät zur automatischen Herausgabe von Überschuhen, das aus einem Gehäuse mit mechanischer Vorrichtung besteht und mit Überschuhen bestückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse vier Halterungssäulen mit Spannfeder (1) und Schwenkhaken (3) eingebaut und mit Querstreben (12) und Führungsstiften (2) verbunden sind. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Querstreben sich eine Auslöse-Taste, Button, (4) befindet. Gerät nach einem den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Bodenplatte des Gehäuses die Arretierungshaken, Einrastung (5) eingebaut sind. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Mitte des Gehäuses ein Innenpedal (6) installiert ist. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überschuhe (7) mit Umlaufgummi (8) mit Hilfe von Ösen (9) auf den Halterungssäulen mit Hilfe von Schwenkhaken (3) befestigt werden. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gerät ein Deckel mit Trittöffnung angebracht ist und Verriegelungsvorrichtungen (11) vorzugsweise am Seitenteilen angebracht sind.






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