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Dokumentenidentifikation DE202007006352U1 27.09.2007
Titel Steinplatte
Anmelder STEINGALERIE Werksteinbetriebe Würzburg GmbH, 97084 Würzburg, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Böck - Tappe - v.d. Steinen - Weigand, 97080 Würzburg
DE-Aktenzeichen 202007006352
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.09.2007
Registration date 23.08.2007
Application date from patent application 02.05.2007
IPC-Hauptklasse E04F 13/14(2006.01)A, F, I, 20070502, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 13/24(2006.01)A, L, I, 20070502, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Steinplatte nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Gattungsgemäße Steinplatten werden insbesondere, jedoch keineswegs ausschließlich, zur Anbringung an Häuserfassaden eingesetzt. Auch können gattungsgemäße Steinplatten als Deckenverkleidungen Verwendung finden. Die Steinplatten können dabei entweder zur Verkleidung einer darunter liegenden Unterkonstruktion, beispielsweise aus Beton und/oder Stahl, dienen. Außerdem sind Verwendungen denkbar, bei denen die Steinplatten als Beschattungselemente, insbesondere als Beschattungslamellen, dienen.

Aufgrund der Anbringung der Steinplatten im öffentlichen Raum sind hohe Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. So muss bei Anbringung von Steinplatten an Hausfassaden gewährleistet sein, dass die Steinplatten auch bei unsachgemäßer Benutzung, beispielsweise beim Besteigen durch Unbefugte, zuverlässig gegen das Herabfallen gesichert sind. Es sind deshalb Anbringungssysteme zur Befestigung von Steinplatten an der Häuserfassade oder Deckenkonstruktion bekannt, bei denen die Steinplatten mit umlaufenden Metallrahmen eingefasst werden. Nachteilig an dieser Art der Befestigung ist es jedoch, dass diese außerordentlich aufwendig ist und zudem der optische Eindruck der Steinplatten gestört wird. Darüber hinaus ist es vielfach notwendig, relativ dicke Steinplatten zu verwenden, um die erforderliche mechanische Stabilität zu gewährleisten. Die große Dicke der Steinplatten führt jedoch zu einem entsprechend hohen Gewicht und erfordert somit wiederum einen erheblich höheren Aufwand zur Fixierung der Steinplatten.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine neue Steinplatte vorzuschlagen, die die Nachteile des vorbekannten Stands der Technik vermeidet.

Diese Aufgabe wird durch eine Steinplatte nach der Lehre des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung beruht auf dem Grundgedanken, auf der Rückseite der Steinplatten zumindest ein Verstärkungselement vorzusehen, das die Steinplatten mechanisch verstärkt. Insbesondere sollte die Verstärkung dabei gegen den Bruch bei Biegebelastung schützen, da das Steinmaterial gegen die bei Biegebelastung auftretenden Zugspannungen relativ empfindlich ist. Durch die Armierung der Steinplatte mittels des auf der Rückseite angebrachten Verstärkungselements kann erreicht werden, dass die erforderliche mechanische Stabilität bereits durch relativ sehr dünne Steinplatten gewährleistet ist. Außerdem ist der optische Eindruck der Steinplatten nicht gestört, da das Verstärkungselement auf der von der Sichtseite abgewandten Rückseite der Steinplatte angebracht wird.

Aus welchem Material die Steinplatte besteht, ist grundsätzlich beliebig. So sind künstlich hergestellte Steinplatten, insbesondere Betonwerksteinplatten denkbar, die erfindungsgemäß mit dem Verstärkungselement armiert werden. Besonders große Vorteile bietet die Erfindung bei der Verstärkung von Natursteinplatten, da Natursteinplatten aufgrund ihrer natürlichen Struktur relativ bruchgefährdet sind und deshalb nur unter Beachtung entsprechender Sicherheitsvorkehrungen an Häuserfassaden oder Decken angebracht werden dürfen. Durch die erfindungsgemäße Armierung von Natursteinplatten ist ein breites Verwendungsfeld für dieses Material eröffnet. Insbesondere für Kalksteinplatten eignet sich die erfindungsgemäße Armierung mit Verstärkungselementen, da Kalksteinmaterial nur relativ geringe Zugbelastungen, wie sie bei Biegebeanspruchungen auftreten, erträgt.

In welcher Weise das Verstärkungselement auf der Rückseite der Steinplatte befestigt ist, ist grundsätzlich beliebig. So kann das Verstärkungselement auf der Rückseite angeklebt oder mit Befestigungselementen, beispielsweise Dübelschrauben, fixiert sein. Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist zur Befestigung des Verstärkungselements auf der Rückseite der Steinplatte eine Befestigungsnut vorhanden. In dieser Befestigungsnut wird das Verstärkungselement zumindest teilweise, insbesondere vollständig, aufgenommen. Bei vollständiger Aufnahme des Verstärkungselements in der Befestigungsnut wird erreicht, dass bei Anbringung der Steinplatte kein zusätzlicher Bauraum notwendig ist.

Um die Befestigungsnut an der Steinplatte anzubringen, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Befestigungsnut mittels eines Fräsverfahrens, insbesondere durch Stirnfräsen, eingebracht wird. Derartige Fräsnuten können hochgenau hergestellt werden und sind deshalb zur Fixierung des Verstärkungselements besonders geeignet. Außerdem erlaubt das Einfräsen der Befestigungsnut eine rationelle und kostengünstige Fertigung.

Die Geometrie der Befestigungsnut ist grundsätzlich beliebig. So kann die Befestigungsnut U-förmig sein, so dass das Verstärkungselement in einfacher Weise von hinten in die Befestigungsnut eingelegt und anschließend dort fixiert, beispielsweise festgeschraubt oder festgeklebt, werden kann. Besonders bevorzugt ist es, wenn zwischen Befestigungsnut und Verstärkungselement Formschluss besteht. Durch diesen Formschluss wird gewährleistet, dass ein Lösen der Steinplatte vom Verstärkungselement letztendlich ausgeschlossen ist. Wird beispielsweise eine T-förmige oder Schwalbenschwanz-förmige Befestigungsnut in die Steinplatte eingebracht, insbesondere eingefräst, so kann ein prismatisch geformtes Verstärkungselement in diese Befestigungsnut von der Stirnseite her eingeschoben werden, und die Hinterschnitte der Befestigungsnut umgreifen das Verstärkungselement. Selbst bei Durchbrechen der Steinplatte ist dann ein Herunterfallen von Teilen der Steinplatte ausgeschlossen, da aufgrund des Formschlusses eine zuverlässige Befestigung über die gesamte Länge des Verstärkungselements gewährleistet ist.

Alternativ bzw. additiv zur Befestigung des Verstärkungselements mittels Formschluss kann das Verstärkungselement auch mittels eines Klebermaterials in der Befestigungsnut fixiert werden. Auch wenn zwischen Befestigungsnut und Verstärkungselement Formschluss besteht, ist die Anbringung eines Klebermaterials von Vorteil, da dadurch das Herausrutschen des Verstärkungselements, insbesondere während der Montage der Steinplatten, zuverlässig ausgeschlossen ist.

Um Spannungen zwischen dem Steinmaterial und dem Verstärkungselement, wie sie insbesondere bei Temperaturschwankungen auftreten können, auszuschließen, sollte das Klebermaterial elastisch verformbar sein. Insbesondere kann ein Klebermaterial auf Silikonbasis Verwendung finden.

Eine optimale Armierung im Hinblick insbesondere auf Biegebelastungen wird erreicht, wenn sich die Befestigungsnut und damit das darin befestigte Verstärkungselement entlang der Längsachse der Steinplatte erstreckt. Die höchsten Zugspannungen bei Biegebelastung treten nämlich in der Mitte der Längsachse der Steinplatte auf.

Abhängig von der Dimensionierung der Steinplatte können auch mehrere Verstärkungselemente nebeneinander an der Steinplatte vorgesehen sein. Insbesondere können die Verstärkungselemente dabei parallel zueinander beispielsweise entlang der Längsachse der Steinplatte angebracht werden.

Wie bereits beschrieben, kann die Befestigungsnut in besonders einfacher Weise in das Steinmaterial der Steinplatte eingefräst werden. In der einfachsten Form wird dabei von einer Stirnseite der Steinplatte zur anderen Stirnseite der Steinplatte durchgefräst, so dass die Befestigungsnut an beiden Stirnseiten offen ist. Zur Erzielung besonderer optischer Effekte, beispielsweise bei Anbringung der Steinplatten im Eckbereich von Häuserfassaden, ist es jedoch besonders vorteilhaft, wenn die Befestigungsnut nur an einer Stirnseite der Steinplatte offen ist. An der gegenüberliegenden Stirnseite der Steinplatte ist die Befestigungsnut dagegen geschlossen, so dass der optische Eindruck an dieser Stirnseite, die insbesondere im Eckbereich von der Haufassade angeordnet werden kann, nicht gestört wird.

Aus welchem Material das Verstärkungselement hergestellt ist, ist prinzipiell beliebig. Besonders preisgünstig und einfach ist es, wenn Metallprofile zur Verstärkung der Steinplatte eingesetzt werden. Solche Metallprofile können insbesondere in prismatisch ausgebildeten Befestigungsnuten einfach eingeschoben werden. Bei Verwendung von Aluminiumprofilen oder Edelstahlprofilen ergibt sich hohe Korrosionsfestigkeit bei gleichzeitig relativ geringem Gewicht.

In welcher Weise die Steinplatten bei der späteren Verwendung befestigt werden, beispielsweise um die Steinplatten an der Hausfassade oder einer Decke zu fixieren, ist grundsätzlich beliebig. Da die erfindungsgemäßen Steinplatten mit dem mechanisch belastbaren Verstärkungselement versehen sind, ist es jedoch besonders vorteilhaft, wenn zumindest ein Befestigungspunkt zur Befestigung der Steinplatten an einer Unterkonstruktion, beispielsweise einer Häuserfassade oder Decke, am Verstärkungselement vorgesehen ist. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass der Kraftfluss bei der Übertragung der Gewichtskräfte des Verstärkungselements vom Material der Steinplatte in den Befestigungspunkt des Verstärkungselements und von dort über das entsprechende Befestigungsmittel in die Unterkonstruktion verläuft. Das Verstärkungselement übernimmt eine Doppelfunktion, nämlich einmal zur Verstärkung der Steinplatte und einmal zur Befestigung der Steinplatte. Die übertragenen Kräfte werden durch das Verstärkungselement großflächig in das Material der Steinplatte eingeleitet. Außerdem erlaubt die Befestigung der Steinplatte mittels am Verstärkungselement vorgesehener Befestigungspunkte eine Befestigungslösung, die von der Sichtseite aus unsichtbar ist.

Um einen Befestigungspunkt im Verstärkungselement zu realisieren, kann das Verstärkungselement mit einer Ausnehmung versehen werden. Durch diese Ausnehmung hindurch kann ein Befestigungsmittel, beispielsweise eine Schraube oder ein Bolzen, durchgesteckt werden. Dieses Befestigungsmittel steht dann auf der Rückseite der Steinplatte soweit über die Oberfläche der Steinplatte über, dass es an der dahinter befindlichen Unterkonstruktion befestigt werden kann.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Ausnehmung im Verstärkungselement in der Art eines Langlochs ausgebildet. Durch das Langloch wird eine Relativbewegung zwischen Befestigungsmittel und Steinplatte ermöglicht, so dass bei der Montage der Steinplatte mit der Unterkonstruktion eine Ausrichtung des Befestigungsmittels relativ zur Unterkonstruktion erfolgen kann. Auf diese Weise wird die Montagearbeit erheblich erleichtert.

Welche Funktion die Steinplatte übernimmt, ist grundsätzlich beliebig. Besonders bevorzugt ist die Verwendung erfindungsgemäßer Steinplatten zur Realisierung von Beschattungselementen, insbesondere wenn sie in der Art einer Beschattungslamelle ausgebildet sind. Gerade bei Beschattungselementen kommt es darauf an, dass diese relativ schlank und zierlich ausgebildet werden können, was durch die Armierung der Steinplatten mittels des erfindungsgemäßen Verstärkungselements in einfacher Weise ermöglicht wird.

Einen weiterhin besonders großen Vorteil bietet die Verwendung des erfindungsgemäßen Verstärkungselements, wenn die Steinplatte verstellbar, insbesondere drehbar, gelagert werden soll. In diesem Falle kann das Verstärkungselement zugleich die Funktion eines Lagerelements zur verstellbaren Lagerung der Steinplatte übernehmen. Auf diese Weise können die notwendigen Stellbewegungen einfach und sicher auf die Steinplatte übertragen werden.

Eine besonders einfache Möglichkeit zur Realisierung einer verstellbaren Lagerung der Steinplatte ist gegeben, wenn das Verstärkungselement seitlich über die Steinplatte hinausragt. Die Enden des Verstärkungselements können dann Teil eines Drehlagers sein. Die Enden des Verstärkungselements sind dazu endseitig mit Lagerzapfen ausgestattet, die drehbar in gestellfesten Lagerböcken gelagert werden.

Soweit eine Antriebseinrichtung vorgesehen ist, um die Steinplatte zu verstellen, ist es besonders vorteilhaft, wenn diese Antriebseinrichtung am Verstärkungselement zum Eingriff kommt. Dadurch können die notwendigen Antriebskräfte einfach und sicher auf die Steinplatte übertragen werden.

Zwei Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und werden nachfolgend beispielhaft erläutert.

Es zeigen:

1 die Befestigung einer ersten Ausführungsform einer Steinplatte in Ansicht von oben;

2 die Befestigungslösung gemäß 1 im Querschnitt entlang der Schnittlinie I-I;

3 die Steinplatte gemäß 1 in Ansicht von vorne.

4 die drehbare Lagerung einer zweiten Ausführungsform einer Steinplatte in Ansicht von vorne;

5 die Befestigungslösung gemäß 1 im Querschnitt entlang der Schnittlinie II-II;

6 die Steinplatte gemäß 4 in Ansicht von oben.

1 zeigt eine Befestigungslösung zur Befestigung von Steinplatten 01 an der Unterkonstruktion 02 einer Häuserfassade oder Decke. An der Unterkonstruktion 02 werden rechts und links Befestigungswinkel 03 festgeschraubt, an denen dann wiederum die Steinplatten 01 befestigt werden. Befestigungswinkel 03 sind nach dem Anschrauben Teil der Unterkonstruktion 02. Die Steinplatten 01 dienen dabei als Beschattungslamellen zur Abschattung einer Gebäudefassade.

2 zeigt die Befestigungslösung zur Befestigung der Steinplatten 01 an der Unterkonstruktion 02 im Querschnitt entlang der Schnittlinie I-I. Auf der Rückseite der Steinplatte 01 ist eine T-förmige Befestigungsnut 04 eingefräst, in die von den zu den Stirnseiten offenen Seiten der Steinplatte 01 ein Verstärkungselement 05 eingeschoben ist. Als Verstärkungselement 05 dient dabei der Abschnitt eines Aluminiumprofils mit rechteckförmigem Querschnitt, der formschlüssig vom Querbalken der T-förmigen Befestigungsnut 04 umgriffen wird. Vor dem Einschieben des Verstärkungselements 05 in die Befestigungsnut 04 wird eine Silikonklebermasse in die Befestigungsnut 04 eingegeben, um eine elastisch verformbare Klebeverbindung zwischen der Steinplatte 01 und dem Verstärkungselement 05 zu realisieren.

Die Hinterschneidungen der Befestigungsnut 04 umgreifen das Verstärkungselement 05 und realisieren auf diese Weise eine formschlüssige Verbindung zwischen Steinplatte 01 und Verstärkungselement 05. Zur Fixierung der Steinplatte 01 an den Befestigungswinkeln 03 dienen Befestigungsschrauben 07. Vor dem Einschieben des Verstärkungselements 05 werden die Befestigungsschrauben 07 durch Ausnehmungen 06(siehe 3), die in der Art von Langlöchern ausgebildet sind, durchgesteckt. Mit ihrem Senkkopf werden die Befestigungsschrauben 07 vollständig im Verstärkungselement 05 aufgenommen, so dass das Verstärkungselement 05 problemlos in die Befestigungsnut 04 eingeschoben werden kann. Der Schraubenschaft der Befestigungsschrauben 07 durchgreift dabei die T-förmige Befestigungsnut zur Rückseite hin und steht an der Rückseite der Steinplatten 01 soweit über, dass sie durch Befestigungslöcher in den Befestigungswinkeln 03 durchgeschoben werden können. Zur Vermeidung von Thermospannungen wird außerdem zwischen der Steinplatte 01 und dem Befestigungswinkel 03 eine Elastomerplatte 08 angeordnet. Durch Anziehen der Befestigungsmutter 09 wird die Steinplatte 01 dann am Befestigungswinkel 03 fixiert. Die Befestigungsmutter 09 ist dabei bevorzugt als Sicherungsmutter ausgebildet, um ein ungewolltes Lösen der Befestigungsmutter 09 sicher auszuschließen.

Im Ergebnis dient das Verstärkungselement 05 somit nicht nur zur Armierung der Steinplatte 01, sondern realisiert auch mittels der Befestigungsschrauben 07, die durch die langlochartigen Ausnehmungen 06 durchgeschoben sind, Befestigungspunkte zur Fixierung der Steinplatte 01 an der Unterkonstruktion 02. Die Fixierung ist dabei zur Vorderseite der Steinplatte 01 hin nicht sichtbar, so dass der optische Eindruck am Gebäude durch die Befestigungsmittel nicht gestört wird.

4 bis 6 zeigen eine zweite Ausführungsform 10 einer erfindungsgemäßen Steinplatte, die mit einem Verstärkungselement 11 armiert ist. Die Befestigung des Verstärkungselements 11 in der Steinplatte 10 entspricht dabei der in 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform, d.h. in der Steinplatte 10 ist wiederum eine T-förmige Befestigungsnut 12 vorgesehen, die das Verstärkungselement 11 formschlüssig umschließt. Das Befestigungselement 11 ragt seitlich über die Steinplatte 10 hinaus und ist mit Lagerzapfen 13 in Drehlagerböcken 14 drehbar gelagert. Auf diese Weise wird eine drehbare Lagerung der Steinplatte 10 um eine Drehachse 15 realisiert. Die Drehlagerböcke 14 sind gestellfest an einer Unterkonstruktion 16 befestigt.

Zum Antrieb der Steinplatten 15 beim Verschwenken um die Drehachse 15 dient eine Antriebseinrichtung 17, die aus einem Stellhebel 18 und einer Vertikalantriebsstange 19 besteht. Die Stellhebel 18 sind jeweils an den Verstärkungselementen 11 befestigt, beispielsweise angeschweißt und mittels Lagerzapfen 20 mit der Vertikalantriebsstange 19 verbunden. Mittels der Vertikalantriebsstange 19 können mehrere übereinander angeordnete Steinplatten gleichzeitig verschwenkt werden. Wird die Vertikalantriebsstange 19 nach oben bzw. nach unten gezogen, schwenken die Steinplatten 10 um einen entsprechenden Winkel um die Drehachse 15. Selbstverständlich sind dabei auch Ausführungsformen denkbar, bei denen die Steinplatten um 360° verschwenkt werden können.

01
Steinplatte
02
Unterkonstruktion
03
Befestigungswinkel
04
Befestigungsnut
05
Verstärkungselement
06
Langlochausnehmung
07
Befestigungsschraube
08
Elastomerplatte
09
Befestigungsmutter
10
Steinplatte
11
Verstärkungselement
12
Befestigungsnut
13
Lagerzapfen
14
Drehlagerbock
15
Drehachse
16
Unterkonstruktion
17
Antriebseinrichtung
18
Stellhebel
19
Vertikalantriebsstange
20
Lagerzapfen


Anspruch[de]
Steinplatte (01, 10), insbesondere zur Anbringung an einer Hausfassade oder einer Decke, mit einer Sichtseite und einer Rückseite, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Rückseite der Steinplatte (01, 10) ein Verstärkungselement (05, 11) angeordnet ist, das die Steinplatte (01, 10) mechanisch, insbesondere bei Biegebelastungen, verstärkt. Steinplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinplatte (01, 10) aus Natursteinmaterial, insbesondere aus Kalkstein, hergestellt ist. Steinplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung des Verstärkungselements (05, 11) auf der Rückseite der Steinplatte (01, 10) eine Befestigungsnut (04, 12) vorhanden ist, in der das Verstärkungselement (05, 11) zumindest teilweise, insbesondere vollständig, aufgenommen ist. Steinplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsnut (04, 12) in der Art einer Fräsnut ausgebildet ist. Steinplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Befestigungsnut (04, 12) und Verstärkungselement (05, 11) Formschluss besteht, insbesondere dass die Befestigungsnut (04, 12) T-förmig oder Schwalbenschwanz-förmig ausgebildet ist und ein prismatisches Verstärkungselement (05, 11) formschlüssig umgreift. Steinplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (05, 11) mittels eines Klebermaterials in der Befestigungsnut (04, 12) fixiert ist. Steinplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebermaterial elastisch verformbar ist, insbesondere dass das Klebermaterial auf Silikonbasis hergestellt ist. Steinplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Befestigungsnut (04, 12) entlang der Längsachse der Steinplatte (01, 10) erstreckt. Steinplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Verstärkungselemente nebeneinander, insbesondere parallel zueinander, an der Steinplatte vorgesehen sind. Steinplatte nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsnut an einer Stirnseite der Steinplatte offen ist und die gegenüberliegenden Stirnseite der Steinplatte geschlossen ist. Steinplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (05, 11) aus einem Metallprofil, insbesondere aus einem Aluminiumprofil oder Edelstahlprofil, hergestellt ist. Steinplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (05, 11) zumindest einen Befestigungspunkt zur Befestigung der Steinplatte (01, 10), insbesondere zur Befestigung der Steinplatte (01, 10) an einer Unterkonstruktion (02, 03, 16), bildet. Steinplatte nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Verstärkungselement (05) eine Ausnehmung (06) vorgesehen ist, an der ein Befestigungsmittel, insbesondere eine Schraube (07) oder ein Bolzen, derart anbringbar ist, dass das Befestigungsmittel über die Rückseite der Steinplatte (01) hinausragt und mit der Unterkonstruktion (02, 03) verbindbar ist. Steinplatte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (06) in der Art eines Langlochs ausgebildet ist und eine Ausrichtung des Befestigungsmittels (07) relativ zur Unterkonstruktion (02, 03) ermöglicht. Steinplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinplatte (01, 10) in der Art eines Beschattungselements, insbesondere in der Art einer Beschattungslamelle, ausgebildet ist. Steinplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (11) zumindest einen Teil eines Lagerelements zur verstellbaren, insbesondere drehbaren, Lagerung der Steinplatte (10) bildet. Steinplatte nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (11) seitlich über die Steinplatte (10) hinausragt und an den Enden des Verstärkungselements (11) endseitig Lagerzapfen (13) vorgesehen sind. Steinplatte nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass am Verstärkungselement (11) eine Antriebseinrichtung (17, 18, 19) zur Verstellung der Steinplatte (10) zum Eingriff kommt.






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