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Dokumentenidentifikation DE202007008087U1 27.09.2007
Titel Vorrichtung zur Ausbildung eines Anschlussüberganges zwischen zwei rechtwinklig aneinander angrenzenden Flächen mit starren Belägen
Anmelder Schlüter-Systems KG, 58640 Iserlohn, DE
Vertreter Schröter, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 58636 Iserlohn
DE-Aktenzeichen 202007008087
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.09.2007
Registration date 23.08.2007
Application date from patent application 09.06.2007
IPC-Hauptklasse E04F 19/04(2006.01)A, F, I, 20070609, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung eines Anschlussüberganges zwischen zwei rechtwinklig aneinander grenzenden Flächen mit starren Belägen, insbesondere zwischen einer Wand und dem Boden, die mit Keramikplatten belegt sind, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Vorrichtungen dieser Art sind bekannt aus dem EP 0 547 347. Solche Vorrichtungen bestehen aus einem im Querschnitt etwa L-förmigen, bodenseitig mit einem Klebeverfahren befestigbaren Profil und einem wandseitig befestigbaren im Querschnitt etwa Z-förmigen Profil. Dieses wandseitig befestigbare Profil weist an einem Verbindungssteg einen geringfügig elastischen Anschlussschenkel auf, der nach der Montage verschiebbar in die Tasche am bodenseitigen Profil eingreift. Bewegungen zwischen einem mit Keramik bekleideten Boden und einer entsprechend bekleideten Wand sollen damit ausgleichbar sein. Das bodenseitige Profil weist am Befestigungsschenkel eine Kammer auf, in die die Keramikplatten mit ihren angrenzenden Kanten einzuschieben sind. In der Praxis hat sich eine solche Aufnahme nicht bewährt. Außerdem hat sich bei der Montage und der Verbringung einer solchen Profilkombination zur Baustelle gezeigt, dass die beiden Profile sich voneinander lösen können. In der Praxis zeigte sich als nicht wünschenswert, dass die Profile erst an der Baustelle miteinander verbunden werden. Es hat sich außerdem gezeigt, dass nach dem Einbau die sehr stramm in der Tasche aufgenommenen Anschlussschenkel den gewünschten Bewegungsausgleich nicht immer sicher erfüllen, so dass ein Abreissen des an der wandseitigen Anschlussplatte anliegenden Verbindungssteges des wandseitigen Profiles mit seiner Klebeverbindung erfolgen und eine offene Fuge entstehen kann.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die aufgezeigten Nachteile der gattungsgemäßen Vorrichtung nach dem Stand der Technik zu vermeiden.

Gelöst wird die Erfindungsaufgabe mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Dadurch, dass der Anschlussschenkel mit seinen mehreren zueinander parallelen, beabstandeten Rippen hinter der Querrippe an einem Schenkel der Aufnahmetasche des bodenseitigen Profiles nach der Montage verrastet, wird verhindert, dass die beiden montierten Profile unbeabsichtigt sich voneinander lösen können. Außerdem wird durch die Ausbildung des Abschlussschenkels gemäß Anspruch 2 verhindert, dass der Abschlussschenkel nicht zu fest in der Tasche aufgenommen ist, so dass Ausgleichsbewegungen der beiden Profile zueinander möglich sind. Verbessert wird gleichzeitig die Befestigung der anschliessenden Keramikplatten am Verbindungssteg des wandseitig befestigbaren Profils durch mindestens eine teilweise hinterschnittene Nut am Verbindungssteg, wobei der in dieser Nut aufgenommene Fugmörtel die Verbindung zwischen Stirnkante der Keramikplatte und dem Verbindungssteg verbessert.

Anhand eines abgebildeten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:

1: eine Schnittdarstellung durch einen mit Keramikplatten belegten Boden-Wand-Eckbereich mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

2: eine Schnittdarstellung durch das wandseitig befestigbare Profil und

3: eine Schnittdarstelllung durch das bodenseitig zu befestigende Profil.

Der in 1 dargestellte Eckbereich zeigt den Aufbau eines Bodens 1 mit einem schwimmenden Estrich, der in einer seitlichen Wärme- und Schalldämmungsschicht 11 eingebettet ist, beispielsweise einem Schaumstoffstreifen.

Mit einem Abstand zur Wand 2 ist in einer Klebemörtelschicht 4 ein bodenseitig zu befestigendes, im Querschnitt etwa L-förmiges Profil 6 vorgesehen. Durch die Durchbrechungen 611 in seinem Befestigungsschenkel 61 dringt der Klebermörtel 4 hindurch. An diesem bodenseitigen Profil 6 ist zwischen zwei senkrecht zum Befestigungsschenkel 61 mit parallelem Abstand zueinander angeordneten Schenkeln 621 und 622 eine nach oben offene Tasche 62 ausgebildet. Der äußere Schenkel 621 weist an der Eintrittsseite der Tasche 62 eine nach innen gerichtete Querrippe 623 auf.

Der äußere Schenkel 621 mit der Querrippe 623 ist starr ausgebildet, ebenfalls der dazu parallele innere Schenkel 622.

An der Wand 2 ist ein im Querschnitt Z-förmiges Winkelprofil 5 mit seinem Befestigungsschenkel 51, in dem Durchbrechungen 511 vorgesehen sind, ebenfalls mit einem Klebemörtel 4 befestigt. Der etwa rechtwinklig zu diesem Befestigungsschenkel 51 abragende Verbindungssteg 52 bildet den Abschluss und die Befestigung für die Stirnkante einer mit dem Fugmörtel 41 befestigten Keramikplatte 3. Zur Verbesserung der stirnseitigen Verbindung dient die im Verbindungssteg 52 vorgesehene schwalbenschwanzförmige Nut 521, die mit dem Fugmörtel 41 gefüllt ist. An diesem Verbindungssteg 52 ist ein zumindest in Teilbereichen elastischer Anschlussschenkel 53 angeformt, der in die Tasche 62 am bodenseitigen Profil 6 nach der Montage eingreift. Dieser Anschlussschenkel 53 weist mehrere mit Abstand zueinander angeformte Rippen 531, 532 und 533 vorzugsweise aus elastischem Material auf. Die obere Rippe 531 verrastet nach der Montage hinter der Querrippe 623 des äußeren Schenkels 621. Es ist ebenfalls möglich, solche Rippen elastisch innen an den Schenkeln 621 bzw. 622 auszubilden, wobei dann der Abschlussschenkel glatt sein sollte und eine entsprechende Nase haben kann.

Zweckmäßigerweise weisen die am Anschlussschenkel 53 aus Kunststoff angeformten Rippen 531 bis 533 eine von oben nach unten abnehmende Stärke H1 bis H3 auf, so dass vorzugsweise nur die obere Rippe 531 der Verrastung dient und die unteren Rippen 532 und 533 nicht innen am Schenkel 621 der Tasche 62 anliegen. Auf diese Weise können sich die beiden Profile 5 und 6 relativ widerstandsfrei in senkrechter Richtung gegeneinander bewegen. Wenn der schwimmende Estrich eines entsprechenden Bodens unter Belastung nachgibt, bildet das zweiteilige Profil weiterhin geschlossene Fugen. Auch horizontale Längenveränderungen des mit Keramikplatten belegten Untergrundes werden durch den zumindest in Teilbereichen elastischen Anschlussschenkel 53 aufgenommen.

Die Profile 5 und 6 können aus Kunststoff bestehen, wobei die notwendigen elastischen Abschnitte durch entsprechende Materialeinstellung ausgebildet sind. Möglich sind jedoch auch Metallprofile, an denen entsprechende elastische Kunststoffabschnitte angebunden sind.

Es erweist sich als vorteilhaft, den Anschlussschenkel 53 und den von außen sichtbaren Schenkel 622 der Tasche 62 gleichfarbig auszuführen.

1
Boden
11
Dämmstoff
2
Wand
3
Keramikplatte
4
Klebemörtel
41
Fugmörtel
5
wandseitiges Profil
51
Befestigungsschenkel
511
Durchbrechung
52
Verbindungssteg
521
schwalbenschwanzförmige Nut
53
Anschlussschenkel
531
Rippe
532
Rippe
533
Rippe
6
bodenseitiges Profil
61
Befestigungsschenkel
611
Durchbrechung
62
Tasche
621
Schenkel
622
Schenkel
623
Querrippe
H1–H3
Stärke der Rippen 531–533


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Ausbildung eines Anschlussüberganges zwischen zwei rechtwinklig aneinandergrenzenden Flächen mit starren Belägen, insbesondere zwischen einer Wand und dem Boden, die mit Keramikplatten belegt sind, bei der ein wandseitig zu befestigendes, im Querschnitt etwa Z-förmiges Winkelprofil (5) mit einem zumindest geringfügig elastisch an einem an einem Verbindungssteg (52) angebundenen Anschlussschenkel (53) aus Kunststoff in einer aus zwei zueinander parallelen, zu einem Befestigungsschenkel (61) senkrechten Schenkeln (621, 622) gebildeten Tasche (62) eines bodenseitig befestigbaren Winkelprofiles (6) verschiebbar aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an einem die Tasche (62) bildenden Schenkel (621) am Tascheneintritt eine in die Tasche (62) ragende, eine Nase bildende Querrippe (623) ausgebildet ist und an dem in die Tasche (62) eingreifenden Anschlussschenkel (53) mehrere, zueinander parallele, beabstandete Rippen (531533) angeformt sind, wobei zumindest die oberste Rippe (531) beim Einschieben in die Tasche (62) hinter der Querrippe (623) verrastet und dass am Verbindungssteg (52) des wandseitigen Z-förmigen Winkelprofils (5) eine zumindest teilweise hinterschnittene Nut (521) zur Aufnahme eines Befestigungsklebers oder -mörtels (4) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die am Anschlussschenkel (53) angeformten Rippen (531533) eine von oben nach unten abnehmende Stärke (H1–H3) aufweisen. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (521) am Verbindungssteg (52) schwalbenschwanzförmig ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (531, 532, 533) aus elastisch eingestelltem Kunststoff bestehen. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussschenkel (53) ganz oder in Teilbereichen zum Anschluss an den Verbindungssteg (52) aus elastisch eingestelltem Kunststoff besteht.






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