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Dokumentenidentifikation DE202007008792U1 27.09.2007
Titel Transparente Strömungswand
Anmelder Lütkenhaus, Ingo, 48703 Stadtlohn, DE
Vertreter Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn, 48147 Münster
DE-Aktenzeichen 202007008792
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.09.2007
Registration date 23.08.2007
Application date from patent application 23.06.2007
IPC-Hauptklasse B05B 17/08(2006.01)A, F, I, 20070623, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine transparente Strömungswand, mit folgenden Elementen:

  • – einem Sockel mit Sockelrand und Sockelboden, die eine Auffangschale bilden,
  • – zwei auf dem Sockelrand gegenüberstehenden Säulen,
  • – einem die Säulen an ihrem oberen Ende verbindenden Sturz,
  • – einer innerhalb des Sockels angeordneten Wasseraufnahme, die mit einer Wasserpumpe verbunden ist,
  • – einer Steigleitung von der Wasserpumpe zum Sturz.

Eine derartige Strömungswand ist aus der DE 20 2006 006 547 U1 bekannt. Bei dieser, als Wasserfall oder Wasserspiel bezeichneten Vorrichtung wird eine von außen sichtbare Oberfläche von der Seite her mit Wasser beaufschlagt, wobei die Oberfläche von einer steifen Platte gebildet wird. Die Platte ist innerhalb eines geschlossenen Kastens aufgestellt, der auch Pumpe und Leitungen aufnimmt. Als nachteilig wird angesehen, dass der Kasten einen hohen Konstruktionsaufwand erfordert und dass die bespülte Platte nur als kleiner Ausschnitt innerhalb des Kastenrahmens zu sehen ist.

Es stellt sich daher die Aufgabe, eine das Zusammenspiel von Strömungswand und Wasser optimal zu schauende Vorrichtung anzugeben, die relativ einfach zu konstruieren ist und die zahlreiche Abwandlungen und Zubehöre ermöglicht.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Strömungswand der eingangs genannten Art, bei der der Strömungskörper aus zwei planparallelen oder leicht zueinander geneigten, beabstandeten und transparenten Scheiben besteht, der zwischen den Säulen und dem Sturzverbinder angeordnet ist und mit seinem unteren Rand frei oberhalb der Sockel-Auffangschale endet, sowie mit Auslassöffnungen im Sturz, über die der Raum zwischen den transparenten Scheiben mit Wasser beschickbar ist.

Vorzugsweise kann die Steigleitung von außen unsichtbar innerhalb einer der Säulen verlaufen. Dadurch wird der Anblick der Strömungswand insgesamt nicht gestört. Zusätzlich ist möglich, dass innerhalb des Sturzes ein mit Auslassdüsen oder Auslassschlitzen versehenes Rohr verläuft, das mit der Steigleitung verbunden ist und vom dem aus der Strömungskörper angespritzt wird.

Ein Strömungsbild, bei dem beide Scheiben Strömungsbilder erzeugen, wird erreicht, wenn die transparenten Scheiben an ihren Innenseiten einen zwischen 2 und 50 mm liegenden Abstand haben.

Vorzugsweise wird ein freier Fall des Wassers erzeugt, wenn der Strömungskörper oberhalb der Auffangschale in einem Abstand von 0 bis 200 mm endet.

Weitere Effekte lassen sich dadurch erzielen, dass bei der Strömungswand wenigstens eine der transparenten Scheiben eingefärbt ist oder dass wenigstens eine der transparenten Scheiben an ihrer Außen- und/oder Innenseite mit Ornamenten oder Schriftzeichen versehen ist.

Die Auffangschale ist vorzugsweise nach oben offen und mit Trennwänden unterteilt. Weiterhin kann die Auffangschale aus einer Außenschale und einer eingelegten Metall- oder Keramikschale bestehen. Auch ist möglich, eine tiefgezogene oder zugeschnittene Kunststofffolie einzulegen.

Um das Gewicht der Auffangschale zu erhöhen und das einströmende Wasser zu verteilen wird die Auffangschale wenigstens teilweise mit einem stückigen, wasserfesten Substrat, beispielsweise Kies, gefüllt. Die Auffangschale kann jedoch auch als Fischbecken zum Besatz mit Aquariumsfischen gestaltet sein.

Leuchteffekte können vorzugsweise dadurch erzeugt werden, dass Leuchtmittel innerhalb des Sturzes angeordnet sind, die in wenigstens eine der innerhalb des Sturzes liegenden Kanten der transparenten Scheiben einstrahlen. Auch ist möglich, Strahler in das Auffangbecken einzubauen, die den Strömungskörper anstrahlen und effektvoll beleuchten.

Die Säulen und/oder der Sturz können aus verschiedenen harten Materialien hergestellt werden, beispielsweise aus Metall, aus Holz, einem Holzwerkstoff oder aus einem holzimitierenden Kunststoff, jedoch auch aus einem keramischen Werkstoff oder aus Stein.

Die Auffangschale sollte vor und hinter dem Strömungskörper einen ausreichenden Raum lassen; dabei wird vorzugsweise der Auffangschale – von oben gesehen – eine runde oder radialsymmetrisch-polygone Gestalt gegeben.

Das Material der transparenten Scheiben des Strömungskörpers kann aus Silikat- oder Acrylglas sein.

Figurenbeschreibung

Die Figuren zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht der Strömungswand;

2 einen Schnitt durch Säulen und Strömungskörper gemäß der Schnittlinie II-II.

1 zeigt in schematischer Darstellung eine transparente Strömungswand 100 gemäß Erfindung. Die frei im Raum oder im Freien aufstellbare Strömungswand 100 umfasst einen standfesten Sockel 1 mit breitem Sockelrand 2 und geschlossenem Sockelboden 3.

Im Ausführungsbeispiel ist eine sechseckige Gestaltung gewählt worden. Das Material für den Sockelrand 2 ist im Ausführungsbeispiel ein holzimitierender, wasserfester Kunststoff, zum Beispiel PVC, bei dem die einzelnen Randteile 4 untereinander verklebt sind. Der Sockelboden 3 besteht aus einer untergeklebten PVC-Kunststoffplatte. An den Ecken sind außerdem Füße angebracht, die hier jedoch nicht dargestellt sind.

Das Innere des Sockels 1 bildet eine Auffangschale 5 aus Holz, die mit einer wasserdichten Kunststoffschicht 6ausgekleidet ist. Quer zum Sockel und innerhalb der Auffangschale erstreckt sich eine Haupttrennwand 7, auf die in Quererstreckung eine Nebentrennwand 8 stößt, die von einer Ecke des Sockelrandes 2 bis zur Mitte der Haupttrennwand 7 reicht. Damit ergeben sich drei Sockelkammern 5.1, 5.2 und 5.3. Alle Sockelkammern sind auf dem Niveau des Sockelbodens 3 untereinander verbunden, so dass Wasser, das in eine der Sockelkammern gelangt, in alle anderen Sockelkammern fließen kann.

In der Sockelkammer 5.1 ist eine Wasserpumpe 9, hier eine Tauchpumpe, angeordnet, die eine Wasseraufnahme 9' besitzt und das aufgenommene Wasser aus der Sockelkammer 5.1 in ein Steigrohr 18 pumpt.

Auf dem Sockelrand 2 stehen zwei im Querschnitt T-förmige Säulen 10, 11 von etwa 1 bis 2,50 m Höhe. Die Säulen 10, 11 spannen zwischen sich eine Fläche auf, die quer über den Sockel 1 reicht. Das obere Ende der beiden Säulen 10, 11 ist durch einen horizontalen Sturz 12 verbunden. Die Teile 10 bis 12 bestehen aus Holzprofil mit Metalleinlage und einem Dichtungsprofilstreifen, so dass ein Fensterrahmen 13 üblicher Art gebildet ist, dem jedoch die untere Quersprosse fehlt.

In den Fensterrahmen 13 ist wie eine Fensterscheibe ein aus zwei planparallelen, transparenten Scheiben 14, 15 bestehender Strömungskörper 16 wasserdicht eingesetzt. Das transparente Scheibenmaterial des Strömungskörpers 16 ist ein Acrylglas, bekannt unter dem Namen Plexiglas. Der innere Abstand der beiden Scheiben 14, 15 beträgt etwa 25 mm. Die Scheiben können auch in gewisser Weise schräg gestellt sein, wobei jedoch zumindest im Mittelbereich ein Abstand der Scheiben 14, 15 bleibt. Die Dicke des Scheibenmaterials ist im Ausführungsbeispiel 6 mm.

Anstelle des Acrylglases kann auch ein Silikatglas, zum Beispiel Floatglas, verwendet werden. Auch eine Kombination dergestalt, dass eine der Scheiben aus Acrylglas und die andere Scheibe aus Silikatglas besteht, ist denkbar. Auch beschichtete Gläser, insbesondere Sicherheitsgläser, können eingesetzt werden.

Eine der beiden Scheiben ist mit Ornamenten 17 auf der Außenseite versehen. Während die eine Scheibe aus Klarglas besteht, ist die andere Scheibe aus einem milchglasartig eingefärbten Glas hergestellt, so dass es zwar durchscheinend, aber nicht durchsichtig ist.

Wie aus dem Querschnitt gemäß 2 erkennbar ist, umfasst die eine Säule 11 ein in der Säule verlaufendes Steigrohr 18, dass zum Sturz 12 führt. Im Sturz 12 ist ein Querrohr 19 eingelassen, das nach unten düsenartige oder schlitzförmige Auslassöffnungen 20 aufweist, aus denen das nach oben gepumpte, unter Druck stehende Wasser in den Raum 21 zwischen den Scheiben einsprühbar ist. Es strömt sodann an beiden Scheiben herab und bildet Strömungsbilder und Schlieren aus.

Der untere Rand des Strömungskörpers endet frei oberhalb der Sockelauffangschale 5, so dass das Wasser abtropfen und abfließen kann und auf den Boden der Auffangschale 5 gelangt. Die Fallhöhe kann unterschiedlich sein, abhängig von Kundenwunsch und Größe des Strömungskörpers.

Die Auffangschale 5 kann teilweise mit Kies gefüllt sein. Außerdem kann eine Blumenschale in die Kiesbettung eingesetzt sein (nicht dargestellt). Dadurch ergibt sich eine belebte Strömungswand 100. Es können auch Rankpflanzen so mit ihrem Wurzelbereich in die Auffangschale eingesetzt werden, dass die Pflanzen an den Säulen 10, 11 empor ranken können und damit eine Urwaldstimmung erzeugen. Die freistehende Strömungswand 100 kann beliebig im Raum aufgestellt werden.


Anspruch[de]
Transparente Strömungswand (100), mit folgenden Elementen:

– einem Sockel (1) mit Sockelrand (2) und Sockelboden (3), die eine Auffangschale (5) bilden,

– zwei auf dem Sockelrand gegenüberstehenden Säulen (10, 11),

einem die Säulen (10, 11) an ihrem oberen Ende verbindenden Sturz (12),

– einer innerhalb des Sockels (1) angeordneten Wasseraufnahme (9'), die mit einer Wasserpumpe (9) verbunden ist,

– einer Steigleitung (18) von der Wasserpumpe (9) zum Sturz (12),

gekennzeichnet durch

– einen aus zwei planparallelen oder leicht zueinander geneigten, beabstandeten und transparenten Scheiben (14, 15) bestehenden Strömungskörper (16), der zwischen den Säulen (10, 11) und dem Sturz (12) angeordnet ist und mit seinem unteren Rand frei oberhalb der Sockel-Auffangschale (5) endet,

– und mit Auslassöffnungen (20) im Sturz, über die der Raum zwischen den transparenten Scheiben (14, 15) mit Wasser derart beschickbar ist, dass das Wasser an einer Scheibe herunterläuft.
Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigleitung (18) von außen unsichtbar innerhalb einer der Säulen (10, 11) verläuft. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Sturzes (12) ein mit Auslassdüsen oder einem Auslassschlitz versehenes Querrohr (19) verläuft, das mit der Steigleitung (18) verbunden ist. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die transparenten Scheiben (14, 15) an ihren Innenseiten einen zwischen 2 und 50 mm liegenden Abstand haben. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskörper (16) oberhalb der Auffangschale (5) in einem Abstand endet, so dass ein freier Wasserfall von 0 bis 100 mm ermöglicht ist. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der die transparenten Scheiben (14, 15) eingefärbt ist. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der transparenten Scheiben an ihrer Außen- und/oder Innenseite mit Ornamenten oder Schriftzeichen versehen ist. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangschale (5) nach oben offen ist und mit Trennwänden (7, 8) unterteilt ist. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangschale (5) aus einer Außenschale und einer eingelegten Metall-, Kunststoff- oder Keramikschale besteht. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangschale wenigstens teilweise mit einem stückigen, wasserfesten Substrat, beispielsweise Kies, gefüllt ist. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangschale als Becken zur Befüllung mit Wasser gestaltet ist. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Leuchtmittel innerhalb des Sturzes oder innerhalb der Auffangschale angeordnet sind, die in wenigstens eine der innerhalb des Sturzes liegenden Kanten der transparenten Scheiben einstrahlen. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Säulen (10, 11) und/oder der Sturz (12) aus Holz, einem Holzwerkstoff oder aus einem holzimitierenden Kunststoff, aus Metall oder Steinzeug bestehen. Strömungswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangschale (5) von oben gesehen rund oder radialsymmetrisch-polygon gestaltet ist. Strömungswand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die transparenten Scheiben (14, 15) des Strömungskörpers aus Silikat- und/oder Acrylglas bestehen.






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