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Dokumentenidentifikation DE202007008850U1 27.09.2007
Titel Bohrfutter mit Selbstverriegelung und Handfeststellung
Anmelder Zhejiang Sanou Machinery Co. Ltd., Taizhou, Zhejiang, CN
Vertreter Benedum, U., Dipl.-Chem.Univ.Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80333 München
DE-Aktenzeichen 202007008850
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.09.2007
Registration date 23.08.2007
Application date from patent application 25.06.2007
IPC-Hauptklasse B23B 31/12(2006.01)A, F, I, 20070625, B, H, DE

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft ein Bohrfutter für mechanische Werkzeuge wie Bohrmaschinen und Handbohrmaschinen.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Herkömmlich Bohrfutter umfassen einen Bohrkörper, Spannbacken, eine Mutter sowie eine drehbare Hülse und eine rückwärtige Hülse. Die Drehhülse ist axial verstellbar. Die drei Spannbacken sind regelmäßig in drei Schräglöchern auf dem Bohrkörper angeordnet. Mutter und Spannbacken sind über ein Gewinde verbunden. Die Drehhülse ist direkt oder indirekt mit der Mutter verbunden. Bei Gebrauch wird die Drehhülse von Hand gedreht. Sie dreht die Mutter um, wodurch die Spannbacken in den Schräglöchern aus- und eingefahren werden. Dadurch wird das Bohrwerkzeug im Bohrfutter eingespannt beziehungsweise gelöst. Nachteilig an solchen Bohrfuttern ist, dass sich bei einer Schlagbelastung die von den Spannbacken gehaltenen Bohrer leicht lockern, rutschen und dass sie sogar herausfallen können. Dies führt auch zu Problemen bei der Fertigung von Waren und Gegenständen.

GEGENSTAND DER ERFINDUNG

Diese technischen Probleme werden erfindungsgemäß gelöst durch die Bereitstellung eines Bohrfutters mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung, so dass eine Schlagbelastung nicht so schnell zu einem Lockern und Rutschen führt. Die technische Lehre der Erfindung umfasst den Bohrkörper, die Spannbacken, die axial positionierbare Drehhülse, die Mutter und die Gewindeverbindung von Spannbacken und Mutter. Das erfindungsgemäße Bohrfutter besitzt vor der Mutter einen Vorringkörper, der um den Bohrkörper herumgeht, der aber gegenüber dem Bohrkörper nicht verdrehen kann. Der Vorringkörper hat eine Zahnreihe auf der hinteren Stoßfläche. Die Drehhülse beinhaltet einen Zwischenring, der mit der Drehhülse verbunden ist und der gemeinsam mit ihr gedreht sowie mit ihr nach vorne und hinten verschoben werden kann. Der Zwischenring ist zwischen der Mutter und dem Vorringkörper angeordnet und weist ein Verriegelungselement auf, das in Eingriff mit der Zahnreihe auf dem Vorringkörpers gelangen kann. Die vordere Stoßfläche der Mutter weist einen vorderen Profilabschnitt auf, der das Verriegelungselement des Zwischenrings so bewegen kann, dass es nicht mehr in Eingriff mit der Zahnreihe des Vorringkörpers ist, und einen hinteren Profilabschnitt, der dessen Verriegelungssitz bewirkt sowie eine Übergangsfläche zwischen den Profilabschnitten.

Der Zwischenring ist mit der Mutter verbunden. Er kann zwischen den genannten Profilabschnitten gegenüber der Mutter verschoben werden. Im Bohrfutter gibt es ferner ein den Zwischenring in Richtung Mutter drückendes Federteil. Erfindungsgemäß erfolgt die Selbstverriegelung durch den Eingriff des Zwischenring-Verriegelungselements in die Vorringkörper-Zahnreihe. Dadurch wird verhindert, dass sich bei einer Schlagbelastung der von den Spannbacken gehaltene Bohrer lockert, rutscht oder gar herausfällt.

Das erfindungsgemäße Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manuellem Festzug, umfasst einen Bohrkörper, Spannbacken, eine axial verschiebliche Drehhülse und eine Mutter. Die Mutter ist über ein Gewinde mit den Spannbacken verbunden. Das Bohrfutter weist einen Vorringkörper auf, der vor der Mutter sitzt, den Bohrkörper umfängt und der sich gegenüber dem Bohrkörper nicht verdrehen kann. Auf der hinteren Stoßfläche des Vorringkörpers ist eine Zahnreihe. Die Drehhülse beinhaltet einen mit der Drehhülse verbundenen Zwischenring, so dass sie gemeinsam gedreht und nach vorne oder hinten verschoben werden können. Der Zwischenring ist zwischen Mutter und Vorringkörper angeordnet und er weist ein Verriegelungselement auf, das in Eingriff mit der Zahnreihe auf dem Vorringkörper gelangen kann. Die vordere Stoßfläche der Mutter weist einen vorgesetzten Profilabschnitt auf, der ein Auseinandergehen von Zwischenring-Verriegelungselements und Vorringkörper-Zahnreihe bewirkt, und einen zurückgesetzt liegenden Profilabschnitt, der eine Verriegelung erlaubt sowie zwischen den beiden Profilabschnitten eine Übergangsfläche. Der Zwischenring ist mit der Mutter verbunden, und er kann innerhalb der oben genannten Profilabschnitte gegenüber der Mutter verschoben werden. Weiter vorhanden ist ein Federelement, das im Bohrfutter den Zwischenring in Richtung Mutter drückt. Erfindungsgemäß erfolgt durch den Eingriff des Zwischenring-Verriegelungselement in die Vorringkörper-Zahnreihe eine Selbstverriegelung gegenüber ein ungewolltes Lockern, Herausrutschen und Herunterfallen des von den Spannbacken gehaltenen Bohrers, auch wenn das Futter einer Schlagbelastung ausgesetzt ist.

KURZBESCHREIBUNG DER ANLIEGENDEN ABBILDUNGEN

Es zeigt:

1 eine zeichnerische Darstellung des Querschnitts der erfindungsgemäßen Ausführungsform von Beispiel 1;

2 eine Explosionszeichnung der Ausführungsform von Beispiel 1;

3 eine perspektivische Darstellung des Zwischenrings von Beispiel 1;

4 eine zeichnerische Darstellung des Querschnitts der erfindungsgemäßen Ausführungsform von Beispiel 2;

5 eine zeichnerische Darstellung des Schnitts entlang der Linie A-A in 4 im nicht verriegeltem Zustand;

6 eine Explosionszeichnung der Ausführungsform von Beispiel 2;

7 eine perspektivische Darstellung der Mutter von Beispiel 2;

8 eine perspektivische Darstellung des Zwischenrings von Beispiel 2;

9 eine perspektivische Darstellung der Drehhülse von Beispiel 2;

10 eine perspektivische Darstellung des vorderen Ringkörpers von Beispiel 2.

EINGEHENDE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN BEISPIEL 1

Siehe 1 bis 3. Die erfindungsgemäße Ausführungsform umfasst einen Bohrkörper 110, Spannbacken 140, eine axial positionierbare Drehhülse 120 und eine Mutter 130. Die Spannbacken 140 sind über ein Gewinde mit der Mutter 130 verbunden. Vor der Mutter 130 sitzt auf dem Bohrfutter ein Vorringkörper 160, der um den Bohrkörper 110 herumgeht, der sich aber gegenüber dem Bohrkörper 110 nicht verdrehen kann. Der Vorringkörper 160 trägt auf der hinteren Stoßfläche eine Zahnreihe 161.

Die Drehhülse 120 beinhaltet einen Zwischenring 150. Dieser ist mit der Drehhülse 120 verbunden, so dass sie das Futter zusammendrehen können beziehungsweise die Drehhülse nach vorne und hinten verschiebbar ist. Der Zwischenring 150 liegt zwischen der Mutter 130 und dem vorderen Ringkörper 160. Er trägt ein Verriegelungselement, das mit der Zahnreihe des vorderen Ringkörpers eingreifen kann. Die vorne liegende Stoßfläche der Mutter 130 weist einen vorderen Profilabschnitt auf, der die Verriegelungselemente des Zwischenrings 150 kontrolliert, der aber mit der Zahnreihe auf dem vorderen Ringkörper 160 nicht verbunden ist. Der hinten liegende Profilabschnitt bestimmt den innen liegenden Verriegelungssitz; zwischen den Profilabschnitten ist die Übergangsfläche 131.

Der Zwischenring 150 schließt die Mutter 130 an, und er kann zwischen den genannten Profilabschnitten gegenüber der Mutter 130 bewegt werden. Im Bohrfutter gibt es ein Federteil 123, das den Zwischenring 150 in Richtung Mutter 130 drückt.

Der vordere Ringkörper 160 liegt vor der Stirnseite des Bohrkörpers 110; dieser geht durch ihn hindurch. Das Verriegelungselement am Zwischenring 150 ist das Federblatt 151. Das Federblatt 151 hat eine Verriegelungsposition, in der es mit einer Zahnlücke auf dem vorderen Ringkörper eingreift. In der Verriegelungsposition ist das Federblattende 154 aufgebogen.

Der mit der Zahnlücke auf dem vorderen Ringkörper nicht verbundene vordere Profilabschnitt, der den Zwischenring 150 kontrolliert, und der hintere Profilabschnitt, der dessen Verriegelungssitz kontrolliert, sind die unterschiedlich hohen Profilebenen 131-134 auf der Mutter 130.

Die Profilebene 133 ist treppenartig. Sie ragt auf der Vorderseite der Mutter auf und drückt das Verriegelungselement 151 in eine Zahnlücke 161 auf dem vorderen Ringkörper 160.

Die Profilebene 134 ist die Grundebene auf der Mutter 130; deren Vorderseite.

Die Erfindung betrifft auch die mit der Mutter in Verbindung stehenden Teile, zum Beispiel der Mutterhülse 190, die in Überwurf mit der Mutter 130 ist.

Das in dem Ausführungsbeispiel verwendete Elastikteil 123 ist eine Blattfeder. Im nicht selbstverriegelten Zustand wird der Zwischenring 150 von der Blattfeder 123 in Stellung gehalten, wobei dieser die Profilebene 134 beanschlagt. Das aufgebogene Federblattende 154 greift dann nicht in die Zahnreihe 161 ein. Im selbstverriegelten Zustand greift das Federblattende 154 in die Zahnreihe 161 ein.

In dieser Ausführung ist auf der Vorderfläche der Mutter 130 ein vorspringender Keil 132. Der Zwischenring 150 hat eine Verstellausnehmung 152, die im Eingriff mit dem vorspringenden Keil ist. Durch den Eingriff der Verstellausnehmung 152 mit dem vorspringenden Keil 132 erhöht sich das aufgebrachte Drehmoment und damit die Spannkraft des Bohrfutters.

In der Innenwand der Drehhülse 120 gibt es auch einen vorstehenden Keil 121. Der Zwischenring 150 hat eine Montage-Stellnut 153 für den Eingriff mit dem vorstehenden Keil 121. Die Blattfeder-Montagenut 122 in der Drehhülse 120 schaut zur Öffnung mit dem Zwischenring 150, so dass das Montageende der Blattfeder 123 in die Montagenut 122 gelangen kann. Dadurch wird die Montage des Zwischenrings 150 und der Blattfeder 123 einfacher und die Konstruktion vereinfacht

In den Zeichnungen bezeichnet das Bezugszeichen 170 einen Sicherungsring. Das Bezugszeichen 180 bezeichnet Kugeln zwischen der Mutter 130 und dem Bohrkörper 110. Das Bezugszeichen 190 gibt die hintere Hülse an, die gegenüber dem Bohrkörper 110 nicht verstellbar ist. Über den Sitz des Bohrkörpers 110 auf der hinteren Hülse 190 ist die drehbare Hülse 120 axial positioniert.

Bei Gebrauch wird die Drehhülse 120 gedreht. Weil der vorstehende Keil 121 die Montage-Stellnut 153 mitdreht, dreht sich auch der Zwischenring 150 mit der Drehhülse 120. Der Zwischenring 150 wird von der Blattfeder 123 in Stellung gehalten. Die Vorderfläche der Umstellausnehmung 152 beanschlagt die Rampenfläche 131.

Die Mutter 130 wird mitgedreht. Die Spannbacken 140 fahren allmählich aus den Spannbacken-Ausnehmungen des Bohrer. Hierbei ist das aufgebogene Federblattende 154 noch nicht in eine der Zahnlücke eingerastet. Erst wenn die Spannbacken das Bohrwerkzeug wesentlich einspannen, wird die Mutter 130 zwischenzeitlich nicht mitgedreht. Beim Weiterdrehen der Drehhülse 120 gleitet die Anschlagfläche 521 der Umstellausnehmung 152 an der Schrägfläche 131 vorbei und stößt auf den vorspringenden Keil 132. Dabei wird der Zwischenring 150 bis auf die Treppenfläche 133 gehoben. Das aufgebogene Federblattende 154 rastet in eine der Zahnlücken 161 ein. Das Bohrfutter ist dann selbstverriegelt. Wird die Drehhülse 120 weiter gedreht, gleitet das aufgebogene Federblattende 154 an der Oberfläche der Zahnreihe 161 vorbei. Der vorspringende Keil 132 wird von der Stirnfläche der Umstellausnehmung 152 mitbewegt. Bei weiterem Drehen der Mutter 130 spannen die Spannbacken 140 das Bohrwerkzeug immer fester ein und die Einspannkraft für das Bohrwerkzeug wird maximal.

Im selbstverriegelten Zustand kann sich die Mutter nicht lockern, selbst wenn das Bohrfutter einer Schlagbelastung ausgesetzt ist, da das aufgebogene Federblattende 154 in der Zahnlücke gegensinnig gehalten wird. Anders, wenn die Drehhülse aktiv gedreht wird. Die Spannbacken halten das Werkzeug eingespannt. Zum Lösen des Werkzeugs wird die Drehhülse im Gegensinn gedreht: der Zwischenring 150 springt von der Treppe runter und der selbstriegelnde Zustand wird aufgehoben. Die Stoßfläche 522 der Umstellausnehmung 152 beanschlagt den vorspringenden Keil 132 und dreht dadurch die Mutter im Gegenuhrzeigersinn mit. Die Spannbacken werden zurückgeschoben und das Werkzeug gelöst.

BEISPIEL 2

Siehe 4 bis 10. Das erfindungsgemäße Bohrfutter umfasst einen Bohrkörper 210, Spannbacken 240, eine axial verschiebbare Drehhülse 220 und eine Mutter 230. Ein Gewinde verbindet Spannbacken 240 und Mutter 230. Das Bohrfutter beinhaltet einen vorderen Ringkörper 270, der vor der Mutter 230 sitzt, der den Bohrkörper 210 umschließt und der sich gegenüber dem Bohrkörper nicht verdrehen kann. Die hintere Stoßfläche des vorderen Ringkörpers 270 trägt eine Zahnreihe 271. Die Drehhülse 220 beinhaltet einen Zwischenring 250, der mit der Drehhülse verbunden ist, so dass sie gemeinsam verdreht und nach vorne beziehungsweise hinten bewegt werden können. Der Zwischenring 250 ist zwischen der Mutter 230 und dem vorderen Ringkörper 270 angeordnet, und er weist ein Verriegelungselement auf, das mit der Zahnreihe des vorderen Ringkörpers in Eingriff gelangen kann. Die vordere Stoßfläche der Mutter 230 besitzt einen nach vorne vorstehenden Profilabschnitt, der ein Trennen des Zwischenring-Verriegelungselements von der Zahnreihe 271 des vorderen Ringkörpers 270 erlaubt, und einen nach hinten rückgesetzten Profilabschnitt, der einen Eingriff zulässt, sowie eine Übergangsfläche 231 zwischen den Profilabschnitten. Der Zwischenring 250 bildet den Anschluss für die Mutter 230; er kann zwischen den genannten Profilabschnitten gegenüber der Mutter verdreht werden. Das Bohrfutter umfasst ein den Zwischenring 250 in Richtung Mutter 230 drückendes Federelement 261.

Das Verriegelungselement ist der Zahn 252 auf der vorne liegenden Stoßfläche des Zwischenrings 250. Das den Zwischenring 250 in Richtung Mutter drückende Federelement 261 ist eine zwischen dem Zwischenring 250 und dem vorderen Ringkörper 270 angeordnete Feder.

Der vorne liegende Profilabschnitt, der ein Auseinandergehen von Zwischenring-Verriegelungselement und Zahnreihe des vorderen Ringkörpers bewirkt, und der noch hinten zurückgesetzte Profilabschnitt, der einen Eingriff bewirkt, sind rückspringende Ausnehmungen 233 und 234 unterschiedlicher Höhe (Tiefe) auf der vorderen Stoßfläche der Mutter. Siehe 8. Die rückspringende Nut 233 liegt hinten und die rückspringende Nut 234 vorne. Die rückspringende Nut 233 bewirkt das Auseinandergehen von Zwischenringzahn und Zahnreihe des vorderen Ringkörpers und die rückspringende Nut 234 bewirkt ein Einrasten des Zwischenringzahns in eine Zahnlücke des vorderen Ringkörpers. Der Zwischenring hat eine Nase 254, die in Eingriff mit der rückspringenden Nut gelangen kann. Die Profilabschnitte sind also Profilebenen unterschiedlicher Höhe auf der vorderen Stoßfläche der Mutter, wie zum Beispiel vorspringende und rückspringende Treppenebenen auf der vorderen Stoßfläche der Mutter.

Der Zwischenring ist mit der Mutter verbunden über die Eingriffe zwischen Passkeil und Nut und den Eingriff zwischen Nase und rückspringender Nut, und so weiter.

Die Drehhülse ist mit dem Zwischenring 250 über den Eingriff von Passkeil und Nut verbunden, so dass Zwischenring und Drehhülse gemeinsam gedreht und vor und zurück verschoben werden können. In den anliegenden Figuren bezeichnet das Bezugszeichen 221 den Passkeil in der Innenwand der Drehhülse und das Bezugszeichen 253 die mit dem Passkeil in Eingriff gelangende Nut.

Die vordere Mutter-Stoßfläche hat einen Keilvorsprung 232. Der Zwischenringkörper hat eine Umstellausnehmung 251, die in Eingriff mit dem Keilvorsprung 232 kommt.

Der Vorringkörper ist außerhalb des Bohrkörpers derart angebracht, dass er vorwärts und rückwärts gleiten kann. Das Bohrfutter hat ein Federelement 262, das den Vorringkörper 270 in Richtung Zwischenringkörper 250 drückt. Das Federelement 262 ist als Feder ausgeführt. Dadurch kann die Spannkraft, die das Bohrfutter auf das Werkzeug ausübt, erhöht werden.

Das Ausführungsbeispiel ist ein Doppelgehäuse-Bohrfutter mit manueller Festspannung. In den anliegenden Abbildung bezeichnet das Bezugszeichen 280 die rückwärtige Hülse, die gegenüber dem Bohrkörper nicht verdreht werden kann, das Bezugszeichen 290 eine vordere Abdeckung des Bohrfutters, die in der Vorderstufe des Bohrkörpers durch einen Sicherungsring 291 fixiert ist. Die Feder 262 befindet sich zwischen der vorderen Abdeckung 290 und dem Vorringkörper 270. Das Bezugszeichen 236 bezeichnet in den anliegenden Abbildungen die Mutterhülse, das Bezugszeichen 292 Kugeln in einem Ring zwischen Mutter und Bohrkörper hinter der Mutter.

Beim Spannen des Werkzeuges wird die Drehhülse 220 im Uhrzeigersinn gedreht – mit Blick von vorne auf das Bohrfutter. Anfangs ist die Nase 254 in der rückspringenden Nut 233. Die Zähne 252 des Zwischenrings 250 sind außerhalb der Zahnreihe 271 des Vorringkörpers 270. Beim Drehen der Drehhülse 220 im Uhrzeigersinn nimmt die Drehhülse 220 den Zwischenring 270 mit und dreht ihn weiter. Wenn die konkave Nut 233 und Nase 254 in Eingriff gelangen, wird die Mutter 230 gleichfalls mitgenommen und es kommt zu einem Festspannen des Werkzeuges durch die Spannbacken 240.

Haben die Spannbacken 240 das Werkzeug fest genug eingespannt und wird die Drehhülse 220 weiter gedreht, wird sich die Mutter 230 zwischenzeitlich nicht mehr weiter mitdrehen. Die Nase 254 gelangt über die Übergangsfläche 231 in die konkave Nut 234. Eine Seitenwand der Umstellausnehmung 251 beanschlagt den Keilvorsprung 232. Dabei wird der Zwischenring 250 nach vorne gedrückt und ein Zahn 252 des Zwischenrings rastet in eine Lücke der Zahnreihe 271 auf dem Vorringkörper 270 ein. Das Bohrfutter hat sich selbst verriegelt. Beim Weiterdrehen der Drehhülse 220 dreht sich dann der Zwischenring synchron mit und die Feder bewirkt ein Schieben des Vorringkörpers nach vorne und hinten. Der Zahn 252 gleitet über die Oberfläche der Zahnreihe 271. Dabei wird der Keilvorsprung 232 von der Seitenwand der Umstellausnehmung 251 mitgenommen und die Mutter 230 dreht sich weiter, so dass das Werkzeug noch fester eingespannt wird. Hört man mit dem Drehen auf und hat man den Arbeitszustand erreicht, kann sich die Mutter 230 wegen des Zahneingriffs von Zwischenringzahn 252 und der Vorringkörper-Zahnreihe 271 gegenüber dem Bohrkörper 210 nicht mehr lockern, und die Spannbacken 240 halten das Werkzeug eingespannt, selbst wenn auf das Bohrfutter eine Schlagbelastung einwirkt.

Zum Herausnehmen des Werkzeuges wird die Drehhülse 220 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht. Der Zwischenring 250 wird so weit gedreht bis die andere Seitenwand der Umstellnut 251 auf den Keilvorsprung 232 stößt. Die Nase 254 gelangt über die Übergangsfläche 231 in die konvexe Nut 233. Der Zahn 252 springt aus der Zahnreihe 271. Die Selbstverriegelung wird aufgehoben. Durch Weiterdrehen der Drehhülse 220 werden die Spannbacken 240 entspannt und das Werkzeug kann entnommen werden.


Anspruch[de]
Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung, umfassend einen Bohrkörper (110, 210), Spannbacken (140, 240), eine axial positionierbare Drehhülse (120, 220) und eine Mutter (130, 230), wobei die Spannbacken (140, 240) über ein Gewinde mit der Mutter (130, 230) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,

dass das Bohrfutter einen Vorringkörper (160, 270) hat, der vor der Mutter 130, 230) liegt, der den Bohrkörper (110, 210) umfängt und der gegenüber dem Bohrkörper nicht verdreht werden kann;

dass die hintere Stoßfläche des Vorringkörpers eine Zahnreihe (161, 271) aufweist;

dass die Drehhülse (120, 220) einen Zwischenring (150, 250) beinhaltet, der mit der Drehhülse verbunden ist, so dass sie gemeinsam gedreht sowie nach vorne und hinten verschoben werden können;

dass der Zwischenring (150, 250) zwischen Mutter (130, 230) und Vorringkörper (160, 270) liegt und ein Verrieglungselement (154, 252) aufweist, das in Eingriff mit der Zahnreihe (161, 271) des Vorringkörpers (160, 270) gelangen kann;

dass die vordere Seite der Mutter (130) einen vorgesetzten Profilabschnitt aufweist, der ein Auseinandergehen von Verriegelungselement des Zwischenrings (150, 250) und Zahnreihe (161, 27O) des Vorringkörpers (160, 270) bewirkt, einen zurückgesetzten Profilabschnitt, der einen Verriegelungssitz bewirkt sowie eine Übergangsfläche zwischen den Profilabschnitten,

dass der Zwischenring (150, 250) mit der Mutter (130, 230) verbunden ist und innerhalb der vorgenannten Profilabschnitte gegenüber der Mutter (130, 230) verdreht werden kann,

dass im Bohrfutter ein den Zwischenring in Richtung Mutter drückendes Federelement (123, 262) vorhanden ist.
Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 1, wobei das Verriegelungselement ein Federblatt (154) mit einer Verriegelungsstelle aufweist, die in Eingriff mit der Zahnreihe (161) des Vorringkörpers gelangen kann. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 1, wobei das Verriegelungselement einen Zahn (252) aufweist, der an der vorderen Stoßfläche des Zwischenrings (250) liegt. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 1, wobei der vorgesetzte Profilabschnitt das Auseinandergehen von Zwischenring-Verriegelungselement und Zahnreihe des Vorringkörpers und der rückgesetzte Profilabschnitt den Verriegelungseingriff bewirkt und die Profilebenen auf der vorderen Stoßfläche der Mutter verschieden hoch sind. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 1, wobei der vorgesetzten Profilabschnitt, der das Auseinandergehen von Zwischenring-Verriegelungselement und Zahnreihe des Vorringkörpers bewirkt, und der rückgesetzte Profilabschnitt, der den Sitz der Verriegelung bewirkt, ausgenommene Nuten unterschiedlicher Höhe auf der vorderen Stoßfläche der Mutter sind. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 5, wobei der Zwischenring eine Nase aufweist, die in Eingriff mit der ausgenommenen Nut gelangen kann. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 2, wobei der Keilvorsprung auf der vorderen Stoßfläche der Mutter ist und der Zwischenring eine Umstellnut hat, in die der Keilvorsprung eingreifen kann. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 3, wobei der Keilvorsprung auf der vorderen Stoßfläche der Mutter ist, der Zwischenring eine Umstellnut hat, in die ein Passkeil in Eingriff gelangen kann, der Vorringkörper außerhalb des Bohrkörpers derart angebracht ist, dass er nach vorne und hinten verschoben werden kann, das Bohrfutter ein Federelement aufweist, das den Vorringkörper in Richtung Zwischenringkörper drückt. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 8, wobei die Verbindung zwischen Vorringkörper und Bohrkörper durch den Passkeil derart ist, dass der Vorringkörper eine in Eingriff mit dem Passkeil gelangende Verstellnut hat. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 1, wobei der Vorringkörper vor der vorderen Stoßfläche des Bohrkörpers liegt. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 1, wobei das Federelement zwischen dem Zwischenring und Vorringkörper den Zwischenring in Richtung Mutter drückt. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 1, wobei die Drehhülse eine Öffnung besitzt zur Montagenut mit dem Federelement des Zwischenrings und das Montageende des Federelements, welches den Zwischenring in Richtung Mutter drückt, sich in der Montagenut befindet. Bohrfutter mit Selbstverriegelung und manueller Feststellung nach Anspruch 1, wobei die Verbindung von Drehhülse und Zwischenring über einen Eingriff von Passkeil und Nut erfolgt.






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