PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007008913U1 27.09.2007
Titel Schuh, insbesondere Sicherheitsschuh
Anmelder Kronwitter, Christoph, Montagnola, CH
Vertreter Kaufmann & Stumpf Patentanwalts-Partnerschaft, 70597 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 202007008913
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.09.2007
Registration date 23.08.2007
Application date from patent application 20.06.2007
IPC-Hauptklasse A43B 23/24(2006.01)A, F, I, 20070620, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A43B 1/14(2006.01)A, L, I, 20070620, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einem Schuh, insbesondere einem Sicherheitsschuh, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind Schuhe aus Kunststoff bekannt, auf deren von außen sichtbarer Oberfläche dekorative Elemente, sachdienliche Informationen, Markennamen und dgl. appliziert sind. Derartige Applikation sind üblicherweise in Form von Pins (Anstecker, Anstecknadeln und dgl.) ausgebildet, die aus einem Kunststoff, Kunststoffverbindungen oder einem metallischen Grundmaterial, z.B. Hart- oder Softemaille, gebildet sind. Problematisch dabei ist, dass es aufgrund der Materialunterschiede zwischen Schuh und Pins zu Verformungen kommen kann, insbesondere wenn die Pins großflächig ausgebildet sind. Hinzu kommt, dass dadurch der Tragekomfort des Schuhs beeinträchtigt werden kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schuh aus Kunststoff mit verbesserten Applikationsmöglichkeiten bereitzustellen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Hauptanspruchs gelöst. Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen und der Beschreibung.

Bei einem erfindungsgemäßen Schuh aus Kunststoff ist auf einer von außen sichtbaren Oberfläche wenigstens bereichsweise ein Flächenelement angeordnet, das aus dem gleichen Material oder im Wesentlichen gleichen Material wie der Schuh gebildet ist. Der Schuh ist bevorzugt aus Ethylenvinylacetat (EVA) gebildet, das auch das Grundmaterial für das Flächenelement sein kann. Ist das Flächenelement aus einem im Wesentlichen gleichen Material gebildet, kann beispielsweise als Grundmaterial ein weiches Polyvinylchlorid (PVC) vorgesehen sein. Besonders bevorzugt ist der Schuhgrundkörper einstückig gebildet. Dadurch, dass ein weiches Flächenelement auf einen weichen Schuh in der Art einer Auflage bzw. eines „Patchs" angeordnet ist, bleibt der gesamte Schuh weich und in Form. Dies ist insbesondere bei großflächigen Flächenelementen vorteilhaft, wodurch Verformungen günstigerweise vermieden werden.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Flächenelement zur Anbringung eines dekorativen Elements vorgesehen, das bevorzugt farblich an die Farbe des Schuhs angepasst ist. Beispielsweise können Embleme, Werbeaufschriften, Markennamen, Flaggen und dgl. auf das Flächenelement appliziert, bevorzugt aufgedruckt, sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Flächenelement integraler Bestandteil des Schuhs sein.

Es kann auch vorgesehen sein, dass das Flächenelement nachträglich in Form einer Auflage mit der Oberfläche des Schuhs verbindbar ist. Günstigerweise kann das Flächenelement auf die Oberfläche des Schuhs aufgeklebt oder aufgespritzt sein, wodurch der mit solchen Applikationen versehene Schuh besonders günstig herstellbar ist. Es sind jedoch auch andere Verbindungsmöglichkeiten denkbar.

Steht das Flächenelement von der Oberfläche ab, wird das auf dem Flächenelement angeordnete dekorative Element optisch besonders stark betont. Bei Bedarf kann auch vorgesehen sein, dass das Flächenelement in die Oberfläche des Schuhs eingebettet ist und mit dieser bündig abschließt.

In einer vorteilhaften Ausführung ist eine Kontur des Flächenelements an eine Außenkontur des Schuhs bzw. an weitere dekorative Elemente auf der Schuhoberfläche angepasst.

Die Erfindung ist nachfolgend beispielhaft, ohne Beschränkung der Allgemeinheit, anhand von in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Es zeigt die einzige Figur eine perspektivische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schuhs, dessen Grundkörper 13 einstückig aus Kunststoff, bevorzugt aus EVA, gefertigt ist. Der Grundkörper 13 des Schuhs weist eine clogförmige Grundform auf. Um ein Herausrutschen des Fußes zu verhindern, ist ein Fersenriemen 14 vorgesehen, der an zwei seitlich des Grundkörpers 13 angeordneten Drehpunkten 15, 15' schwenkbar fixiert und nach vorne klappbar ist. Dadurch kann der Schuh variabel verwendet werden.

Auf der Oberfläche 10 des Grundkörpers 13 sind Luftlöcher 16 angeordnet, wodurch eine bessere Belüftung des Fußes gewährleistet wird. Die Luftlöcher 16 weisen jeweils eine rechteckige Grundform auf und sind in einem speziellen geometrischen Muster gitterartig auf der Oberfläche 10 verteilt, wodurch ein zusätzlicher dekorativer Effekt erzielt wird. Insbesondere sind die Luftlöcher 16 in der Art von konzentrischen Quadraten regelmäßig auf der Oberfläche 10 verteilt, wobei ein gedachter Mittelpunkt der konzentrischen Quadrate auf der Fußinnenseite, etwa in einem Bereich zwischen dem Fußballen und dem innerem Fußgewölbe, angeordnet ist. Die mittelpunktnahen, in einer kreisbogenförmigen Reihe 17 angeordneten Luftlöcher 16 weisen jeweils die gleiche Größe auf und sind kleiner als die Luftlöcher 16, die auf der nächsten Reihe 18 angeordnet sind. Insgesamt sind vier Reihen 17, 18, 19, 20 mit jeweils 5 Luftlöchern 16 vorgesehen, die von innen nach außen größer werden. Die Reihen 17, 18, 19 und 20 sind konzentrisch angeordnet, wobei die äußerste Reihe 20 parallel zu einem Teilbereich der Außenkante 23 des Schuhs angeordnet ist. Der Teilbereich umfasst insbesondere den vorderen und den der Fußaußenseite zugeordneten Seitenbereich des Schuhs. Der Einfachheit halber werden alle Luftlöcher auf der Oberfläche 10 mit dem Bezugszeichen 16 bezeichnet. Rund um die gesamte Außenkante 23 des Schuhs sind rechteckige Luftlöcher 21 mit einer rechteckigen Grundform angeordnet.

Das Fußbett 22 des Schuhs ist orthopädisch geformt und weist in der Figur nicht dargestellt Noppen auf, die für einen besseren Halt des Fußes im Schuh gewährleisten und gleichzeitig einen Massageeffekt bieten. Auf der Sohle sind ebenfalls nicht erkennbare Noppen angeordnet.

Auf der von außen sichtbaren Oberfläche 10 des Schuhs ist ein Flächenelement 11 angeordnet, das aus dem gleichen Material wie der Sicherheitsschuh, bevorzugt aus EVA, gebildet ist. Das Flächenelement 11 ist zur Anbringung eines dekorativen Elements 12 vorgesehen, das in der Figur als Nachbildung der Schweizer Flagge ausgebildet ist. Es sind jedoch auch andere Flaggen oder andere dekorative Elemente 12 denkbar. Das dekorative Element 12 ist auf die Oberfläche 10 des Schuhs aufgeklebt oder aufgespritzt. Dadurch, dass das Flächenelement 11 von der Oberfläche 10 absteht, wird das auf dem Flächenelement 11 angeordnete Motiv zusätzlich optisch hervorgehoben.

Das Flächenelement 11 weist eine kreissegmentartige Grundform mit runden Kanten auf, deren Anordnung sowohl an eine Außenkontur des Schuhs als auch an die spezielle geometrische Verteilung der Luftlöcher 16 angepasst ist. Insbesondere sind jeweils zwei mittlere Luftlöcher 16 der Reihen 19 und 20 so von der Flächenelement 11 abgedeckt, dass das Flächenelement 11 seitlich vorne angeordnet und der Anordnung und Formgebung der Luftlöcher 16 nachempfunden ist. Insbesondere fluchten die Seitenkanten des Flächenelements 11 mit den Seitenkanten der Luftlöcher 16. Insgesamt wird durch diese Anordnung ein harmonischer optischer Eindruck hervorgerufen.

Es ist jedoch auch eine andere Ausgestaltung der Luftlöcher 16 denkbar. Diese können beispielsweise oval, rund, viereckig, dreieckig sein oder eine beliebige andere Grundform aufweisen und auch beliebig anders auf der Oberfläche 10 des Schuhs angeordnet sein. Auch kann das Flächenelement 11 auf einer anderen Stelle der Oberfläche 10 angeordnet sein. Denkbar ist auch die Anordnung von mehr als einem Flächenelement 11.

10
Oberfläche
11
Flächenelement
12
dekoratives Element
13
Grundkörper
14
Fersenriemen
15, 15'
Drehpunkt
16
Luftlöcher
17
Reihe
18
Reihe
19
Reihe
20
Reihe
21
Luftlöcher
22
Fußbett
23
Außenkante


Anspruch[de]
Schuh, insbesondere Sicherheitsschuh aus einem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer von außen sichtbaren Oberfläche (10) wenigstens bereichsweise ein Flächenelement (11) angeordnet ist, das aus dem gleichen oder im Wesentlichen gleichen Material wie der Sicherheitsschuh gebildet ist. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (11) zur Anbringung eines dekorativen Elements (12) vorgesehen ist. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (11) integraler Bestandteil des Sicherheitsschuhs ist. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (11) nachträglich in Form einer Auflage mit der Oberfläche (10) des Schuhs verbindbar ist. Schuh nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (11) aufgeklebt ist. Schuh nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (11) aufgespritzt ist. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (11) von der Oberfläche (10) absteht. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (11) in seiner Anordnung an eine Außenkontur des Schuhs angepasst ist. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsschuh einstückig ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com