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Dokumentenidentifikation DE202007009052U1 27.09.2007
Titel Fassadenmarkise
Anmelder Schmitz-Werke GmbH + Co. KG, 48282 Emsdetten, DE
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 202007009052
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.09.2007
Registration date 23.08.2007
Application date from patent application 27.06.2007
IPC-Hauptklasse E04F 10/06(2006.01)A, F, I, 20070627, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine Fassadenmarkise umfassend eine Wickelwelle zur Aufnahme des Tuchwickels eines Markisentuchs, welches mittels eine die Wickelwelle antreibenden Antriebs, insbesondere eines Motors aus- und einfahrbar ist.

Bei Fensterfronten mit größerer vertikaler Erstreckung ergibt sich das Problem, dass bei schräg stehender Sonne zur Erzielung einer gewünschten Beschattung das Markisentuch oft sehr weit ausgefahren werden muss, was dazu führt, dass nicht nur in an sich wünschenswerter Weise die direkte Sonneneinstrahlung aufgefangen wird, sondern eine Abdunklung auch dort erfolgt, wo ein indirekter Lichteinfall stattfindet, so dass die Räume unter Umständen zu stark abgedunkelt werden.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Markise der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass einerseits eine zuverlässige Beschattung gegen direkte Sonneneinstrahlung bei unterschiedlichen Sonnenständen erreicht wird und andererseits die Räume nicht unnötig verdunkelt werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Tuchwelle und der Antriebsmotor höhenverstellbar angeordnet sind.

Es ist dementsprechend insbesondere bei stark schrägstehender Sonne möglich, die Position der Markise dem jeweiligen Sonnenstand höhenmäßig anzupassen, wobei die Markise selbst nicht über die gesamte Fensterfront ausgefahren zu werden braucht. Insbesondere können oberhalb der Markise Freiräume verbleiben, die Tageslicht in die Räume gelangen lassen.

Eine Fassadenmarkise der in Betracht stehenden Art kann frei hängen oder über Seile bzw. über seitliche Führungsschienen geführt sein.

Insbesondere kann die Markise eine Gegenzugmarkise, eine Fallarmmarkise, eine Gelenkarmmarkise oder eine Markisolette sein.

Die Tuchwelle kann vorzugsweise zusammen mit dem Antriebsmotor in einem kastenartigen Gehäuse angeordnet sein.

Die Höhenverstellung erfolgt günstigerweise mittels Seilzügen und eines oder mehrerer Elektromotoren. Dies bedeutet, dass jedem einzelnen Seilzug ein gesonderter Elektromotor zugeordnet sein kann, wobei diese Motoren synchron gesteuert sind, oder dass mehrere Seilzüge über einen einzigen zentralen Elektromotor und entsprechende Umlenkrollen angetrieben werden.

Der oder die Antriebsmotoren können akku- bzw. batteriebetrieben sein.

Insoweit kann insbesondere vorgesehen sein, dass in der oberen Endposition der Wickelwelle deren Antriebsmotor bzw. Akku mit einer Spannungsquelle kontaktiert ist. Auf diese Weise müssen bei der Höhenverstellung keine elektrischen Versorgungsleitungen mitgeführt werden. Es ist möglich, in dieser oberen Endposition bei einer Lösung ohne Batterie oder Akku die Markise im gewünschten Umfang ein- oder auszufahren. Bei einer Lösung mit Akkumulator ist es möglich, den Akku in dieser Position zu laden, so dass zur Ansteuerung des die Wickelwelle antreibenden Motors in einer abgesenkten Position nur noch Steuerleitungen benötigt werden bzw. die Ansteuerung ferngesteuert erfolgen kann.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:

1a bis 6a Ansichten einer erfindungsgemäßen Fassadenmarkise in unterschiedlichen Positionen und Ausfahrzuständen und

1b bis 6b die jeweils zugeordneten Seitenansichten.

Bei einer erfindungsgemäßen Markise 1 sind in einem Gehäuse 2 ein schematisch angedeuteter Antriebsmotor M1 und eine Wickelwelle mit einem Tuchwickel eines Markisentuchs 3 angeordnet, wobei im Bereich der Untergründe des Markisentuchs 3 ein Ausfallprofil 4 vorgesehen ist.

Gehäuse 2 und Ausfallprofil 4 sind über vertikale Führungsschienen 5 geführt.

Am oberen Ende jeder Führungsschiene 5 ist ein Gehäuse 6 mit einer Wickelrolle 7 für einen Seilzug 8 vorgesehen, wobei jede Rolle 7 über einen Motor M2 angetrieben wird.

Die Antriebsmotoren M2 werden über eine in der Zeichnung nicht dargestellte Steuerung synchron angetrieben.

In 1 ist die Grundposition dargestellt, wo sich das Gehäuse 2 in der obersten Position an der Gebäudefassade 10 befindet. Hier ist der Antriebsmotor M1 der Tuchwelle im Gehäuse 2 mit der elektrischen Stromversorgung über einen in der Zeichnung schematisch angedeuteten steckerartigen Kontakt 9 verbunden. Ein zusätzlicher entsprechender Kontakt ist für eine Steuerleitung vorgesehen.

Aufgrund der in dieser Position bestehenden Stromversorgungs- und Steuerkontakte kann das Markisentuch 3 eine beliebige Stecke ausgefahren werden.

Im Ausführungsbeispiel wird das Markisentuch vertikal ausgefahren. Genauso wäre es aber möglich, bei der Ausgestaltung als Gelenkarmmarkise das Markisentuch annähernd horizontal auszufahren.

2 zeigt dementsprechend ein teilweise ausgefahrenes Markisentuch 3, wobei sich das Gehäuse 2 mit der Tuchwelle aber noch in der obersten Position befindet.

Über die Antriebsmotoren M2 und die Seilzüge 8 kann, wie in 3 dargestellt, das teilweise ausgefahrene Markisentuch 3 in eine abgesenkte Position verbracht werden, um so den unmittelbaren Einfall einer schräg stehenden Sonne abzuhalten, wobei die Raumbereiche 11 bis 12 oberhalb bzw. unterhalb des Markisentuchs 3 frei bleiben, so dass trotzdem Tageslicht in die dahinterliegenden Räume gelangen kann.

Wenn der Ausfahrzustand des Markisentuchs geändert wird oder der Akku für den Antriebsmotor M1 geladen werden soll, wird das Gehäuse 2, wie in 4 dargestellt, wieder in die oberste Position gefahren.

Die erfindungsgemäße Markise 1 kann aber auch wie eine herkömmliche Markise betrieben werden, d.h. ausgehend von der obersten Position kann, wie in 5 bzw. 6 dargestellt, das Markisentuch ganz oder teilweise ausgefahren und dies als Endzustand belassen werden.


Anspruch[de]
Fassadenmarkise (1) umfassend eine Wickelwelle zur Aufnahme des Tuchwickels eines Markisentuchs (3), welches mittels eines die Wickelwelle antreibenden Antriebs, insbesondere eines Motors (M1, M2) aus- und einfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Tuchwelle und der Antriebsmotor (M1, M2) höhenverstellbar angeordnet sind. Fassadenmarkise (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Gegenzug-Fallarm- oder Gelenkarmmarkise ist bzw. eine Markisolette. Fassadenmarkise (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tuchwelle in einem kastenartigen Gehäuse (2) angeordnet ist. Fassadenmarkise (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle an einem Seilzug (8) angeordnet und motorisch höhenverstellbar ist. Fassadenmarkise (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Antriebsmotoren (M1, M2) zur Höhenverstellung der Wickelwelle mit je einem Seilzug (8) vorgesehen sind. Fassadenmarkise (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (M1, M2) der Wickelwelle akku- batteriebetrieben ist. Fassadenmarkise (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der oberen Endposition der Wickelwelle deren Antriebsmotor bzw. Akku mit einer Spannungsquelle kontaktiert ist. Fassadenmarkise (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der oberen Endposition die Batterie bzw. Akku des Antriebsmotors der Wickelwelle zum Laden mit einer Spannungsquelle verbunden ist.






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