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Dokumentenidentifikation DE212005000051U1 27.09.2007
Titel Hygieneartikel
Anmelder CELLCOMB AKTIEBOLAG, Forshaga, SE
Vertreter Becker, Kurig, Straus, 80336 München
DE-Aktenzeichen 212005000051
WO-Anmeldetag 30.08.2005
PCT-Aktenzeichen PCT/SE2005/001249
WO-Veröffentlichungsnummer 2006025781
WO-Veröffentlichungsdatum 09.03.2006
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.09.2007
Registration date 23.08.2007
Application date from patent application 30.08.2005
IPC-Hauptklasse A47G 9/02(2006.01)A, F, I, 20050830, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B32B 7/10(2006.01)A, L, I, 20050830, B, H, DE   B32B 29/08(2006.01)A, L, I, 20050830, B, H, DE   A61F 13/00(2006.01)A, L, I, 20050830, B, H, DE   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Ein Hygieneartikel besteht aus einem zu einem Gewebe geformten Material, welches eine obere Komfort-Schicht und eine untere Barrieren-Schicht aufweist, zur Einweg-Verwendung in Form von beispielsweise Lagen.

STAND DER TECHNIK

Die Verwendung von Einweg-Materialien für bestimmte Hygiene-Produkte, wie Lagen und dergleichen, weist bekanntermaßen nicht nur in medizinischen Gebieten in Verbindung mit Geriatrie viele Vorteile auf. Einweg-Lagen und vergleichbare zeitgemäße Produkte weisen jedoch das Problem auf, dass verschiedene Körperflüssigkeiten, wie Blut, Urin usw., durch das Einweg-Produkt durchgelangen und dabei in die Betttücher, Matratzen, Kissen und Bettdecken eindringen. Es ist klar, dass dies von einem ökonomischen und sanitären Gesichtspunkt aus ungünstig ist. Es wurden Anstrengungen unternommen, Einweg-Produkte mit unterschiedlichen Typen an Barriereschichten zu laminieren, damit keine Flüssigkeit durch das Einweg-Produkt gelangt, wobei jedoch bis dato kein Produkt hergestellt wurde, das im Hinblick auf den Komfort vom Markt akzeptiert wurde.

Ein damit einhergehendes zweites Problem besteht in der Handhabung des Abfalls derartiger Einweg-Produkte. Aufgrund ihrer Natur und dem Anwendungsgebiet können sie prinzipiell nicht wiederverwert werden, und müssen zerstört werden. Im Prinzip erfolgt dies heutzutage hauptsächlich durch Verbrennen. Vom Umwelt-Gesichtspunkt her ist Verbrennen nicht immer eine erwünschte Form der Zerstörung. Darüber hinaus bildet die Handhabung der Verbrennung ein logistisches Problem hinsichtlich Lagerung und Transport.

Die Produkte, die ein erhebliches logistisches Problem darstellen sind jene, die ein großes Volumen an Müll mit sich bringen, d.h. Produkte, die eine große Müllmenge erzeugen. Typische Produkte dieses Typs sind Einweg-Lagen, Kopfkissen-Bezüge und Schlafdecken-Bezüge. Für diesen Zweck werden heutzutage fast ausschließlich nicht erneuerbare Rohmaterialien eingesetzt, wie Polypropylen. Es ist mit Sicherheit bekannt, dass für derartige Produkte erneuerbare Rohmaterialien eingesetzt werden können, wie Cellulosefasern, wobei die Wiedergewinnung mit Komplikationen behaftet ist, da derartige Produkte insbesondere häufig einen Barrieren-Schicht-Typ umfassen, die eine Rohstoffwiederverwertung/ein Recycling im Wesentlichen verhindert. Derartige Einweg-Produkte werden sehr häufig aus einem zu einem Gewebe geformten Material hergestellt, welches auf eine gewünschte Form und Größe zusammengenäht ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, die vorstehend aufgeführten Probleme auf ein Minimum zu reduzieren, was durch ein Hygiene-Produkt in Form einer Einweg-Lage erreicht wird, das aus einem zu einem Gewebe geformten Material besteht, das eine obere Komfort-Schicht und eine untere Barrieren-Schicht umfasst, die durch Kleben oder Prägen ohne eine Zwischenschicht verbunden sind, worin die Barrieren-Schicht eine atmungsaktive Barrieren-Schicht ist und worin die Komfort-Schicht aus einem Vlies gebildet ist, worin das Basisgewicht der Komfort-Schicht gleich oder grösser als das Basisgewicht der Barrieren-Schicht ist.

Aufgrund der erfindungsgemässen Lösung wurde ein Einweg-Hygiene-Produkt für Lagen erhalten, das einen Schutz gegen Eindringen von Flüssigkeit liefert und das weiter unerläßlichen Komfort-Erfordernissen genügt, und eine Kosten-effiziente Herstellung ermöglicht. Etwas überraschend wurde gezeigt, dass die erfindungsgemässe Kombination als äußerst komfortabel empfunden wird, da sie im Verhältnis zu bekannten Einweg-Produkten als erheblich weniger raschelnd und faltbarer/flexibler erfahren werden.

Gemäß weiterer Aspekte der Erfindung:

  • – die Barrieren-Funktion wird mittels eines biologisch abbaubaren Materials aus erneuerbaren Rohmaterialien erreicht, vorzugsweise in Form einer atmungsaktiven Barrieren-Schicht, welche mehr bevorzugt im Wesentlichen auf Stärke basierendes Material enthält, wobei bevorzugt ist, dass ein grösserer Teil des Materials des Einweg-Produkts biologisch abbaubar ist, was zu dem Vorteil führt, dass heutige logistische Probleme, Hygiene-Produkte betreffend im Wesentlichen auf ein Minimum reduziert werden;
  • – Die zwei Schichten werden durch einen Klebstoff laminiert, was den Vorteil mit sich bringt, dass eine Kosten-effiziente Herstellung erreicht werden kann, während zur gleichen Zeit eine gute Qualität erhalten wird;
  • – Der Klebstoff wird auf weniger als 80 % der Oberfläche, vorzugsweise auf weniger als 40 % der Oberfläche, und noch mehr bevorzugt auf weniger als 20 % aufgebracht, was den Vorteil mit sich bringt, dass eine nützliche Atmungsaktivität über die Schichten aufrecht erhalten werden kann;
  • – Das Basisgewicht jeder Schicht beträgt 5-200 g/m2, vorzugsweise 10-100 g/m2 mehr bevorzugt weniger als 50 g/m2;
  • – Das Einweg-Produkt umfasst zwei zu einem Gewebe geformte Teile, die mittels Nähten an mindestens zwei Kantenbereichen zusammengehalten werden, vorzugsweise kontinuierliche Nähte, die mittels eines Klebstoffes erstellt wurden, worin der Klebstoff vorzugsweise biologisch abbaubare Komponenten aufweist, was den Vorteil mit sich bringt, dass eine Kosten-effektive Herstellung für Einweg-Produkte erreicht werden kann, die große, zu Gewebe geformte Teile enthalten;
  • – Mindestens eine der Seitenkanten besteht aus einer Faltung des zu einem Gewebe geformten Materials, was zu einer besonders Kosten-effektiven Herstellung für bestimmte Anwendungen führt;
  • – Mindestens einer der Kantenbereiche ist ausgebildet, eine Öffnung zu bilden, mit dem Zweck, mindestens einen gewünschten Gegenstand zwischen den beiden Teilen einzuführen.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen ausführlicher beschrieben, in denen:

1 schematisch ein erfindungsgemäss ausgebildetes Hygiene-Produkt zeigt;

2 ein bevorzugtes erfindungsgemässes Einweg-Produkt in Form eines Bettdecken-Bezugs zeigt, in der Perspektive von oben gesehen;

3 einen Querschnitt A-A durch einen Bettdecken-Bezug gemäß 2 zeigt;

4 die Prinzipien eines Maschinen-Satzes zur Herstellung eines erfindungsgemässen Einweg-Produkts zeigt; und

5 ein zu einem Gewebe geformtes Material zeigt, das gemäß einiger Ausführungsformen bevorzugt und angepasst ist, in Verbindung mit der Erfindung eingesetzt wird.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

1 zeigt schematisch einen Bereich eines Hygiene-Produkts 1, in Form von beispielsweise einer Einweg-Lage 1. Die Lage 1 ist ein Laminat, das eine Komfort-Schicht 2 und eine Barrieren-Schicht 3 umfasst, die durch Kaltwasser-Klebstoff laminiert wurden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Komfort-Schicht 2 aus einem durch Spinnen verbundenen/spinn-verbundenen (spunbonded), Vlies/nicht verwebtem Material (non-woven material) mit einem Basisgewicht von etwa 20 g/m2. Die Barrieren-Schicht 3 besteht aus einem atmungsaktiven Polyethylen-Material mit einem Basisgewicht von 20 g/m2. Die Barrieren-Schicht ist wasserundurchlässig, weist jedoch eine Dampf-Durchlässigkeit von zwischen 25 und 10.000 g/24Std./30°C, vorzugsweise 600-9.000 g/24Std./30°C auf.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform besteht die Komfort-Schicht 2 aus einem durch Spinnen geschnürten/spinn-geschnürten (spun-laced) Material mit einem Basisgewicht von etwa 45 g/m2. Auch hier besteht die Barrieren-Schicht aus einem mikro-porösen, atmungsaktiven Polyethylenmaterial mit einem Basisgewicht von 20 g/m2.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform besteht die Komfort-Schicht 2 aus einem spinngeschnürten Vlies mit einem Basisgewicht von etwa 45g/m2, jedoch mit einer Barrieren-Schicht 3, die aus einem atmungsaktiven Stärkematerial mit einem Basisgewicht von etwa 16 g/m2 besteht.

2 zeigt einen Bettlaken-Bezug 1, der erfindungsgemäss ausgebildet ist. Er besteht aus einem oberen, zu einem Gewebe geformten Teil 2, und einem unteren, zu einem Gewebe geformten Teil 3 mit Klebstoff-Nähten 5, 6, 7, 8 an deren Kantenbereichen. An der hinteren Kante 5 ist lediglich ein Teil, 5A bzw. 5B der Länge miteinander verklebt, so dass zwischen diesen begrenzten Nähten 5A, 5B eine Öffnung 4 ausgebildet wird. Die Öffnung ist zum Einbringen einer Bettdecke, wie an sich bekannt ist.

In 3 ist ausführlich gezeigt, dass die zu einem Gewebe geformten Teile 2, 3 durch Klebstoff-Stränge (Schnürchen) 5A bzw. 6 mit einer Weite von etwa 10 mm, normalerweise in dem Bereich von 5-20 mm verbunden sind. Der Klebstoff ist vorzugsweise aus biologisch abbaubaren Komponenten gebildet, wobei dies jedoch nicht entscheidend ist, da der Klebstoff einen derart begrenzten Bereich des gesamten, in einem Einweg-Produkt beinhalteten Materials darstellt, wie eines Bettlaken-Überzuges, wobei eine kleine Menge des nicht biologisch abbaubaren Materials in die Rohstoffwiedergwinnung eingebracht werden kann. Das zu einem Gewebe geformte Material 2, 3 besteht ebenfalls aus einem biologisch abbaubaren Material, vorzugsweise in Form eines erneuerbaren faserartigen Rohmaterials. Es ist jedoch ebenfalls denkbar, dass eine kleine Menge eines nicht erneuerbaren Rohmaterials in die Struktur des zu einem Gewebe geformten Materials eingebracht werden kann, jedoch in einer Menge, dass sie die Rohstoffwiedergewinnung nicht beeinflusst. Das in dem zu einem Gewebe geformten Material 2, 3 eingesetzte Material kann beispielsweise ein Gewebe, ein Vlies, andere Typen an zu einem Gewebe geformten Faser-Materialien und natürlich auch verschiedene Typen an Laminat sein.

4 zeigt die Prinzipien eines Maschinen-Satzes gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zur Herstellung eines erfindungsgemässen Einweg-Produkts. Zwei Rollen 9, 10 sind gezeigt, die ein zu einem Gewebe geformtes und ein biologisch abbaubares Rohmaterial enthalten, welche vorzugsweise vollständig aus einem erneuerbaren Rohmaterial bestehen, wie Cellulosefasern in Form eines Gewebes. Ein erstes, zu einem Gewebe geformtes Material 2 wird von einer ersten Rolle 9 abgerollt, und ein zweites, zu einem Gewebe geformtes Material 3 wird von einer zweiten Rolle 10 abgerollt. Geeignete Führungsrollen 11, 19 sind in Verbindung mit dem Abrollen an beiden Rollen 9, 10 angeordnet. Das zweite, zu einem Gewebe geformte Material 3 gelangt zuerst durch eine seitlich angeordnete Klebestation 12, 13, 24, 25, in der die seitlichen Klebstoff-Nähte 5A, 5B und 7 durch eine sogenannte Prägerolle 13 gebildet werden, die mit dem zu einem Gewebe geformten Material 3 in unterbrochenen Abständen in Kontakt tritt, um Klebstoff entlang einer bestimmten Ausdehnung aufzubringen. Wie in den Figuren gezeigt, sind die zwei bewegbaren Rollen 24, 25 über der Prägerolle 13 angeordnet, wobei eine dieser Rollen 24 eine längliche Einheit ist, so dass ein kontinuierlicher Strang aus Klebstoff 7 geschaffen wird, wenn sich diese nach unten bewegt und das zu einem Gewebe geformte Material 3 gegen die Prägerolle 13 presst. Die Kontaktzeit ist eine sehr kurze Zeitspanne, wobei die Rolle 24 eine schnelle Bewegung nach unten und oben macht, so dass ein Klebstoff-Strang aufgetragen wird, der zwischen 1 und 10 cm, vorzugsweise 2-6 cm ist.

Ein Paar Rollen 24 (in der Figur ist aufgrund der Seitenansicht nur eine gezeigt) sind angeordnet, um eine geteilte seitliche Naht 5A, 5B zu erhalten, wobei die Rollen eine begrenzte Länge, entsprechend der Länge der entsprechenden Klebstoff-Stränge 5A und 5B, aufweisen, und an seitlichen Positionen, die den Positionen der entsprechenden Klebstoff-Stränge 5A und 5B auf dem zu einem Gewebe geformten Material 3 entsprechen. Wenn sich diese Rollen nach unten bewegen, dann werden somit begrenzte Stränge an Klebstoff 5A, 5B auf das zu einem Gewebe geformte Material aufgetragen.

Wie klar ist, bewegen sich die Rollen 24, 25 abwechselnd, so dass jede andere seitliche Naht 7 kontinuierlich und die Andere 5A, 5B geteilt ist.

Nach dem seitlichen Verkleben gelangt das zu einem Gewebe geformte Material 3 an einem Paar Einrichtungen vorbei (nur eine davon ist aufgrund der Seitenansicht in der Fig. gezeigt) bei der die Längsnähte 6, 8 durch ein Spray 16 aufgetragen werden. Diese Einrichtungen 15, die an beiden Kanten des zu einem Gewebe geformten Materials 3 bereitgestellt werden, werden kontinuierlich betrieben, so dass sich die Klebstoffstränge 6, 8 ununterbrochen entlang eines jeden Kantenbereichs erstrecken.

Nach der Längs-Klebstoff-Auftragungs-Station gelangt das zweite, zu einem Gewebe geformte Material 3 mit dem ersten, zu einem Gewebe geformten Material 2 an einer Press-Station in Kontakt, welche zwei gegenläufige Rollen 17, 18 umfasst, die einen Spalt ausbilden. In diesem Spalt werden die zwei, zu einem Gewebe geformten Teile 2, 3 zusammengepresst, wobei die Klebstoff-Stränge 5A, 5B, 6, 7, 8 die zwei zu einem Gewebe geformten Materialien verbinden. Nach weiterem Führen erreicht das verklebte, zu einem Gewebe geformte Material 2, 3 zu einer Faltungs-Station 21, in der das zu einem Gewebe geformte Material kontinuierlich zusammengefaltet wird, so dass dessen Gesamt-Ausdehnung erheblich reduziert wird. Eine derartige Faltungs-Station kann beispielsweise eine Reduzierung auf ein Drittel oder ein Sechstel der ursprünglichen Abmessungen ermöglichen. Anschließend wird das zu einem Gewebe geformte Material mittels einer Schneide-Einrichtung 22 geschnitten, die infolgedessen in der Mitte des aufgetragenen Klebstoff-Strangs 5A, 5B bzw. 7 schneidet, so dass die fertig-geschnittenen, erfindungsgemässen Produkte auf eine nachfolgende Aufnahmerolle aufgerollt werden.

5 zeigt einen Bereich eines zu einem Gewebe geformten Materials 3, das in einigen Ausführungsformen zweckmässig verwendet werden kann, um erfindungsgemäße Produkte herzustellen. Das zu einem Gewebe geformte Material 3 ist ein Laminat, das eine Komfort-Schicht 31 und eine Barrieren-Schicht 30 umfasst, welche durch einen Kaltwasser-Klebstoff laminiert wurden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Komfort-Schicht 31 aus einem spinn-verbundenen Vlies mit einem Basisgewicht von etwa 20 g/m2. Die Barrieren-Schicht 30 besteht aus einem atmungsaktiven, auf Stärke basierenden Material mit einem Basisgewicht von 20 g/m2. Die Barrierenschicht ist wasserundurchlässig, weist jedoch eine Wasserdampf-Durchlässigkeit von zwischen 25 und 10.000 g/24Std./30°C auf, vorzugsweise 600-9.000 g/24Std./30°C. Gemäß einer anderen Ausführungsform besteht die Komfort-Schicht 2 aus einem spinn-verschnürten Vlies mit einem erneuerbaren Rohmaterial und einem Basisgewicht von etwa 45 g/m2, und einer Barrieren-Schicht 30, die aus einem atmungsaktiven Stärkematerial mit einem Basisgewicht von etwa 16 g/m2 besteht.

Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend Beschriebene beschränkt, kann jedoch im Bereich der Ansprüche variiert werden. Es ist klar, dass die Lagen beispielsweise anstelle durch Laminieren mittels Kaltwasser-Klebstoff, auch anders verbunden werden können, wie durch Prägen und/oder Heißkleben. Es ist klar, dass beispielsweise viele Variationen bei der Wahl des biologisch abbaubaren Materials vorgenommen werden können, so dass beispielsweise eine bestimmte Menge eines biologisch abbaubares Polymermaterials, des PLA-Kunststoff-Typ, beispielsweise ein Polymermaterial ist, das von Zuckerrüben oder anderen geeigneten Feldfrüchten abgeleitet ist. Es ist auch klar, dass bei Verwendung einer Barrieren-Schicht, diese in einigen Anwendungen nicht atmungsaktiv sein muss, obwohl dies bevorzugt ist. Es ist auch klar, dass das Konzept der Barrieren-Funktion die Erfindung nicht auf die Anordnung einer bestimmten Barrieren-Schicht beschränkt, sondern dass sie auch eine Barrieren-Funktion umfasst, die in einem zu einem Gewebe geformten Material integriert ist, das bestimmten Komfort-Anforderungen genügt. Darüber hinaus ist klar, dass in einigen Anwendungen nur der obere, seitliche Klebstoff-Strang 7 erforderlich ist, wenn eine Öffnung 4 annehmbar ist, die sich über die gesamte Lage, den Bezug oder Kissenbezug, erstreckt. Weiter ist klar, dass eine (seitliche oder Längs-)Kante eines derartigen Produkts durch Falten eines kontinuierlichen, zu einem Gewebe geformten Materials zusammengehalten werden kann und der Klebevorgang anschließend auf einer oder mehreren der verbleibenden Kanten durchgeführt wird, was die Anordnung einer kontinuierlich betriebenen Produkt-Maschinerie schwieriger/teurer macht, jedoch auch den Vorteil mit sich bringt, dass das laterale Verkleben möglicherweise vollständig eliminiert werden kann (an einem lateralen Ende vollständig offen). Der Fachmann wird darüber hinaus erkennen, dass einige der beschriebenen erfindungsgemässen Merkmale auch in Verbindung mit nicht abbaubaren Materialien eingesetzt werden können, beispielsweise mit dem Ziel der Erleichterung der Herstellung derartiger Einweg-Produkte. Der Fachmann wird auch erkennen, dass der Begriff "biologisch abbaubar" nicht auf ein erneuerbares Rohmaterial beschränkt ist, was jedoch von Umweltgesichtspunkten her bevorzugt ist.

Es ist weiter klar, dass viele Modifikationen betreffend der beispielhaft genannten Produktions-Ausrüstung vorgenommen werden kann, welche noch im Bereich des erfindungsgemässen Verfahrens liegen. Es ist klar, dass beispielsweise anstelle eines beschränkten Auftragens von Klebstoff (an bestimmten Kantenbereichen), eine geeignete Öffnung oder geeignete Öffnungen durch Ausstoßen/Abschneiden der Klebnaht unter Ausbilden einer Öffnung geschaffen werden kann/können. So können beispielsweise in dem in 1 gezeigten Bettedecken-Überzug zweckmässigerweise Öffnungen auch an abgewandten Kanntenbereichen gebildet werden, indem der jeweilige Eckbereich abgeschnitten wird, so dass zum Einführen von Händen in Verbindung mit dem Einführen eines Bettlakens in den Schlafdecken-Überzug Öffnungen gebildet werden. Es ist klar, dass in einer derartigen Modifikation nur eine Rolle 24 erforderlich ist, um eine seitliche Verklebung zu erreichen, d.h. eine längliche Rolle, die Klebstoff an jeder Seitennaht über die gesamte Länge des Gewebes aufträgt. Es ist auch klar, dass anstelle des Schneidens des Materials eine lose, partielle oder vollständige Perforation verwendet werden kann. Es ist auch klar, dass anstelle des Schneidens des Materials lose, partielle of vollständige Perforationen verwendet werden können, wobei das Einweg-Produkt dem Benutzer auf einer Rolle zugeführt wird, um von dem Benutzer von der Rolle durch Aufreissen der Perforation freigesetzt zu werden.

Eine weitere Modifikation, welche innerhalb des Bereichs der Erfindung liegt, besteht darin, zwei benachbarte Seitennähte auf jeder Seite der Position aufzutragen, an der ein Schnitt/eine Perforation einer kurzen Seite des zu einem Gewebe geformten Materials angebracht werden soll. Dieser Typ einer Modifikation ist ein Vorteil in Verbindung mit der Herstellung, da eine "Abweichung" für die Positionierung des Schnitts/der Perforation erlaubt ist, was in einigen Situationen wünschenswert sein kann. Der Grund dafür ist, dass das zu einem Gewebe geformte Material normalerweise durch den Maschinen-Satz bei einer bestimmten Zugspannung laufen sollte, wobei dies unter der Voraussetzung, dass das zu einem Gewebe geformte Material eine bestimmte Elastizität aufweist, zu einer Kombination führt, bei der es schwierig sein kann genau vorherzusagen, wo der/die geplante Schnitt/Perforation in Bezug auf den seitlichen Klebstoff endet. Wenn daher seitlich Klebstoffe in einem Abstand von etwa 3-10 cm aufgetragen werden, wird eine Abweichung erhalten, die eine bestimmte Abweichung des Schnitts/der Perforation in Bezug zu der idealen Positionierung erlaubt. Unter der Annahme, dass der vorstehende Schneidebereich des Bettdecken-Überzugs ins Innere gedreht wird, wird klar, dass ein derartiger "Überhang" vom Gesichtspunkt des Nutzers kein Nachteil darstellen muss. Vom Gesichtspunkt einer Material-Nutzung ist es jedoch nützlich, ein in Verbindung mit 3 beschriebenes Verfahren einzusetzen, das jedoch die Verwendung einer Führungs-/Erfassungs-Anordnung erfordert, um eine gewünschte Genauigkeit der Positionierung des Schnitts/der Perforation zu erreichen. In diesem Zusammenhang ist klar, dass derartige Führungs-/Erfassungs-Anordnungen zweckmässig dann eingesetzt werden können, wenn es wünschenswert ist, anstelle kleine Öffnungen für die Hand zu schneiden, dies zu erreichen, indem entlang der Seitenkanten unterbrochen beschichtet wird, d.h. anstelle der Bildung derartiger Öffnungen durch Eliminieren des Auftragens von Klebstoff auf bestimmte Stellen, so dass die Öffnungen aufgrund der Abwesenheit von Klebstoff an gewünschten Stellen direkt in dem Verfahren gebildet werden.

Schließlich ist klar, dass das in Verbindung mit den 2, 3 und 5 beschriebene, biologisch abbaubare Laminat nicht auf die Merkmale von Anspruch 1 beschränkt ist, sondern dass die neuen Aspekte der biologischen Abbaubarkeit dieser Ausführungsform der Gegenstand eines eigenen Schutzes in einer Teilanmeldung sein kann.


Anspruch[de]
Hygiene-Produkt in Form einer Einweg-Lage oder dergleichen, welches aus einem zu einem zu einem Gewebe geformten Material (1) besteht, das eine obere Komfort-Schicht (2) und eine untere Barrieren-Schicht (3) umfasst, die durch Verkleben von weniger als 80 % der Oberfläche oder Prägen verbunden sind, ohne Zwischenschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Barrieren-Schicht (3) eine atmungsaktive Barrieren-Schicht ist, und dass die Komfort-Schicht (2) aus einem Vlies gebildet ist, worin das Basisgewicht der Komfort-Schicht (2) gleich oder größer ist als das Basisgewicht der Barrieren-Schicht (3). Hygiene-Produkt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Barrieren-Funktion durch ein biologisch abbaubares Material aus erneuerbaren Rohmaterialien erreicht wird, vorzugsweise in Form einer atmungsaktiven Barrieren-Schicht (30), mehr bevorzugt im Wesentlichen ein auf Stärke basierende Material umfassend. Hygiene-Produkt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein größerer Teil des in dem Einweg-Produkt enthaltenen Materials (2, 3, 5, 6, 7, 8) biologisch abbaubar ist. Hygiene-Produkt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Schichten (2, 3) mittels eines Klebstoffs laminiert sind. Hygiene-Produkt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff auf weniger als 80 % der Oberfläche, vorzugsweise auf weniger als 40 % der Oberfläche, und noch mehr bevorzugt auf weniger als 20 % der Oberfläche aufgetragen wird. Hygiene-Produkt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Basisgewicht jeder Schicht 5-200 g/m2, vorzugsweise 10-100 g/m2, mehr bevorzugt weniger als 50 g/m2 beträgt. Hygiene-Produkt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hygiene-Produkt zwei zu einem Gewebe geformte Teile (2, 3) umfasst, die durch Nähte (6, 8) an mindestens zwei Kantenbereichen zusammengehalten werden, vorzugsweise kontinuierliche, durch einen Klebstoff gebildete Nähte, worin der Klebstoff vorzugsweise hauptsächlich biologisch abbaubare Komponenten enthält. Hygiene-Produkt nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Seitenkanten aus einer Faltung des zu einem Gewebe geformten Materials besteht. Hygiene-Produkt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens einer der Kantenbereiche (5) angeordnet ist, dass eine Öffnung (4) gebildet wird mit dem Zweck, einen gewünschten Gegenstand zwischen die zwei Teile (2, 3) einzuführen.






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