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Dokumentenidentifikation DE60216552T2 27.09.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001304052
Titel Einlegesohle mit Lüftung für Schuhwerk und damit versehenes Schuhwerk
Anmelder Vinil Veneta Group S.r.l., Codognè, Treviso, IT
Erfinder Sossai, c/o Vinil Veneta Group S.r.l., Luigi, 31013 Codogne, Treviso, IT
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60216552
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.09.2002
EP-Aktenzeichen 020201372
EP-Offenlegungsdatum 23.04.2003
EP date of grant 06.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.2007
IPC-Hauptklasse A43B 17/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A43B 17/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A43B 17/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A43B 17/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen verbesserten Typ einer belüfteten und gepolsterten Innensohle für Allzweck-Fußbekleidungsanwendungen.

Innensohlen, die bei Fußbekleidungsanwendungen verwendet werden, sind in dem Fachgebiet im Allgemeinen unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, und zwar insbesondere unter der Bezeichnung Innensohle, Fußpolster oder Dergleichen. Die vorliegende Erfindung betrifft denjenigen Bereich einer Fußbekleidung, der in diese integriert ist und auf dem der Fuß aufliegt, bzw. dasjenige Zubehörteil, das in die Fußbekleidung normalerweise in den unteren Bereich des Absatzes eingefügt wird und auf dem der Fuß ruht.

Im Wesentlichen betrifft die vorliegende Erfindung denjenigen Bereich einer Fußbekleidung, der entweder entfernbar oder nicht entfernbar ist und integraler oder nicht integraler Bestandteil der Fußbekleidung sein kann, auf dem der Fuß aufliegt.

Zum Zwecke der Klarheit wird dieser Bereich der Fußbekleidung, auf dem der Fuß aufliegt, in der nachfolgenden Beschreibung durchgehend mit dem einheitlichen Begriff „Innensohle" bezeichnet.

Gegenwärtig sind viele Hersteller von Sohlenanordnungen für Fußbekleidung mit dem Problem konfrontiert, eine Innensohle zu entwickeln und herzustellen, die eine ausreichende Belüftung des unteren Fußbereichs gewährleistet und gleichzeitig dem Fuß eine entsprechende biomechanische Stabilität sowie eine angenehme und dennoch nicht nachgebende Unterlage bietet.

Aus einer Reihe von Gründen führten jedoch die verschiedenartigen Lösungen, die bislang in diesem Zusammenhang vorgeschlagen wurden, praktisch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis.

So besteht beispielsweise eine wichtige Funktion der Sport-Fußbekleidung darin, den Fuß wirksam gegen Laufbelastungen zu schützen. Bei sportlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel Tennis, bei der der Fuß kontinuierlich oder wiederholt unter starken Belastungen springt, hüpft oder aufprallt, die zwar im Allgemeinen auf kurze Zeiträume beschränkt sind, ergibt sich die Notwendigkeit, dass eine Innensohle vorgesehen werden muss, die in der Lage ist, zusammen mit der restlichen Fußbekleidung eine ausgeprägte Polsterungswirkung und ein gutes seitliches Stützvermögen des Fußes bei einer kontinuierlichen Belüftung des Fußes so zu gewährleisten, dass der Fuß keinen übermäßig starken Belastungen ausgesetzt ist, kontinuierlich gekühlt und dessen Schweiß wirksam abgeleitet wird.

Eine Belüftungsöffnungen umfassende gepolsterte Innensohle ist aus der US-A-4 590 689 bekannt.

Demgegenüber besteht bei Fußbekleidung für weniger belastungsintensive, aber länger andauernde sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel Wandern, Laufen oder Golf spielen, oder auch bei Fußbekleidung für den alltäglichen Gebrauch die wichtigste Anforderung im Komfort und daher in der Elastizität der Fläche, auf der der Fuß aufliegen soll, so dass diese weder nachgeben noch unelastisch sein darf, wenn der von einem bestimmten Teil des Fußes ausgeübte Druck nachlässt.

Des Weiteren ist gerade aufgrund der Tatsache, dass eine solche Fußbekleidung über einen längeren Zeitraum oder auch während eines gesamten Tages verwendet werden kann, eine Belüftungsfunktion in jedem Falle notwendig, ohne dass dadurch die Polsterung, d.h. die Weichheitseigenschaften der Fußunterlage in irgendeiner Weise beeinträchtigt wird.

Es ist daher wünschenswert und eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Art von Innensohle anzugeben, die in kombinierter Form sowohl eine konstante Belüftung unterhalb des Fußes als auch eine elastische Polsterungswirkung in Verbindung mit einer Fußkontaktfläche gewährleistet, die weich und angenehm ist, ohne stark nachzugeben oder sich leicht auf dauerhafte Weise zu verformen.

Des Weiteren soll es möglich sein, eine derartige Innensohle in Form eines Zubehörteils, das nach Belieben in die Fußbekleidung eingelegt oder daraus entfernt werden kann, vorzusehen, oder diese auf stabile und feste Weise in die Fußbekleidung während des Herstellungsverfahrens von dieser einzufügen.

Schließlich soll die Innensohle auf einfache, kostengünstige Weise unter Verwendung gängiger Materialien und Verfahren herstellbar sein.

Gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese Ziele durch eine spezielle Art von Innensohle erreicht, die die in den beiliegenden Patentansprüchen definierten und angegebenen Eigenschaften beinhaltet und nachfolgend anhand eines nicht einschränkenden Beispiels mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben wird. Darin zeigen:

1 eine Draufsicht einer Innensohle gemäß der vorliegenden Erfindung;

2 eine vertikale Seitenschnittansicht einer Sohle gemäß der vorliegenden Erfindung;

3 eine vergrößerte, teilweise Querschnittsansicht eines Teils einer Schicht der Sohle von 2.

Eine Innensohle gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst von der Oberseite zur Unterseite eine erste Schicht 1 aus einem weichen, mäßig elastischen Material, wie zum Beispiel Latex oder Ähnliches, welches Eigenschaften besitzt, die den Durchgang von Luft ermöglichen.

Unter dieser ersten Schicht ist eine zweite aus einer netzartigen Verbindung bestehende Schicht 2 aufgebracht, die vollständig luftdurchlässig ist und vorzugsweise eine wabenartige Struktur aufweist.

Das für diesen Zweck am besten geeignete Material ist eine geflochtene Struktur mit einer Dicke von mindestens 0,6 mm aus einem nicht kontaminierbaren oder nicht abbaubaren Kunststoffmaterial, wie zum Beispiel Polyamidverbindungen.

Die grundlegende Eigenschaft dieser zweiten Schicht besteht in deren ausgeprägter Elastizität, wobei diese insbesondere durch ihre Fähigkeit, als „Lunge" zu fungieren, d.h. als Luftspeicher, in der Lage sein muss, die normale Dicke wieder einzunehmen, wenn sie nicht zusammengedrückt wird, während hingegen die Schicht bei einem Zusammendrücken in der Lage sein muss, ohne großen Aufwand im Vergleich zur Ausgangsdicke verringert werden zu können.

Was die Druckfestigkeit, d.h. den Verformungswiderstand der Schicht anbetrifft, so muss dieser angemessen und exakt abgestimmt sein, damit sichergestellt wird, dass die Schicht nicht unter geringem Druck zusammengedrückt wird, so dass wenn der Fuß normal auf der Schicht aufliegt, diese nur in den einem größerem Druck ausgesetzten Bereichen, nicht aber in den anderen Bereichen zusammengedrückt wird, wodurch ein möglichst gleichmäßiger Druck auf die Fußsohle gefördert wird und der Fuß letztlich einer weitaus geringeren Belastung ausgesetzt ist und dadurch weniger ermüdet.

Die oben genannten beiden Schichten sind in einer Ummantelung enthalten, die als Hülle dient und von einer oberen Schicht 3 gebildet wird, welche aus Naturleder, Kunststoff oder Gewebe bestehen kann, während die untere Schicht 4 aus einem Material besteht, das eine ausreichende Festigkeit, jedoch nicht unbedingt eine bestimmte oder speziell erforderliche Eigenschaft aufweisen muss, wie zum Beispiel Karton, der in geringerem oder größerem Maße mit anderen verstärkenden Fasern gemischt ist und eine Dicke zwischen etwa 0,9 und 1,0 mm hat.

Für diese Anwendung erweist sich eine Schicht aus verarbeitetem Karton, der in dem Fachgebiet allgemein unter dem Handelsnamen TEXON bekannt ist, als besonders geeignet.

Diese vier Schichten aus unterschiedlichen Materialien werden dann in der oben erläuterten Reihenfolge zusammengefügt, wobei die Gesamtstabilität der Anordnung gegebenenfalls durch Aufbringung von jeweiligen Klebe- oder Haftmittelschichten, wie beispielsweise Moltopren, dazwischen unterstützt wird (zur Vereinfachung in den Figuren nicht dargestellt).

Um die somit erhaltene Anordnung fest und kompakt zusammenzuhalten, ist es vorteilhaft, dass die vier aufeinander liegenden Schichten durch ein geeignetes Versiegelungsmittel entlang des gesamten Außenumfangs, vorzugsweise durch eine Schweißnaht oder ein anderes bekanntes Mittel, versiegelt werden.

Schließlich wird die Anordnung mit einer Vielzahl von Durchgangskanälen 5, die insbesondere durch die beiden äußeren Schichten der Anordnung verlaufen, perforiert.

Die Funktionsweise dieser Art von Innensohle gemäß der vorliegenden Erfindung wird dem Fachmann nun vollständig klar sein: Wenn der Fuß auf die Schicht 2 des elastischen netzartigen Typs aufkommt, gibt diese aufgrund des daraus resultierenden erhöhten Gewichts auf den oberen Bereich nach und wird dadurch in ihrer Dicke verringert. Durch diese Verringerung der Dicke wird die in dem Raum vorhandene Luft zusammengepresst, nach außen verdrängt und tritt unter Druck durch die Kanäle 5 aus der Innensohle aus.

Natürlich wird auch die aus einem porösen Material bestehende Schicht 1 zusammengedrückt, wodurch die darin enthaltene Luft austritt und sich mit der Luft aus der Schicht 2 mischt und schließlich mit dieser gemeinsam ausgestoßen wird.

Wenn der Fuß in dieser Phase gegen die Innensohle gedrückt wird, wird der Polsterungseffekt hauptsächlich von der Schicht 2 bewirkt, da die Schicht 1 trotz ihrer Elastizität im Wesentlichen die Funktion hat, eine konstante, weiche Barriere unter dem Fuß zu bilden, um diesen gegen die Härte der darunter liegenden Schicht 2 zu isolieren.

Wird der Fuß anschließend angehoben, so findet die umgekehrte Reihenfolge der Abläufe statt. Hierbei ist zu beachten, dass die in diesem Fall von außen hereingelassene Luft sich von der vorher ausgestoßenen Luft unterscheidet, insbesondere ist es eine kühlere und trockenere Luft, so dass ein Stau von Schweiß in der Fußbekleidung sowie alle normalerweise damit verbundenen Probleme verhindert werden.

Dadurch, dass sich die Schicht 2 elastisch auf ihre ursprüngliche Dicke zurückstellt, wird erneut Luft in die Innensohle gepumpt, wo sich diese fortschreitend durch und in alle Zwischenräume, und insbesondere in und durch die poröse Schicht 1, verteilt.

Dies ist natürlich so lange der Fall, bis der nächste Schritt erfolgt, so dass dann die oben beschriebenen Abläufe erneut auf ähnliche Weise stattfinden.

Es ist somit deutlich geworden, dass bei jedem Schritt die Luft innerhalb der Innensohle zum Zirkulieren gebracht und teilweise mit der Außenluft ausgetauscht wird, wodurch die oben erläuterte vorteilhafte Wirkung erzielt wird. Gleichzeitig hat die Schicht 2 die Funktion einer „Feder", indem sie jegliche auf den Fuß wirkende Beanspruchung oder starke Belastungen gerade deshalb absorbiert, weil sich diese Feder mit einer beachtlichen Dicke über die gesamte Bodenfläche des Fußes erstreckt. Sollte eine lokale Beanspruchung oder Belastung auftreten, so findet ein vollständiges Zusammendrücken der Schicht 2 in dem betroffenen Bereich statt, während alle anderen Bereiche nicht zusammengedrückt bleiben.

Hierdurch wird eine Beanspruchung der Fußsohle und folglich eine Verformung in Bezug auf eine Sohle vermieden, so dass der untere Bewegungsbereich des Fußes kontinuierlich geschützt wird, der in jedem Fall auch durch die weiche und ausgeprägt elastische Schicht 1 geschützt wird. Hinzu kommt, dass der durch diese Schicht gewährleistete elastische Polsterungseffekt eine wohltuende Massagewirkung hat, die die Durchblutung des Fußes anregt.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung beruht auf der Tatsache, dass die Schicht 1 durch ihre Porosität mit Substanzen, wie zum Beispiel Aktivkohle, imprägniert sein kann, die sich als zweckdienlich erweisen, um den Hohlraum, d.h. den Zwischenraum in der Sohle, im bestmöglichen hygienischen Zustand zu halten, indem durch Bekämpfung von Pilz- und Bakterienwachstum bakteriellen Fermentationsprozessen und der Bildung von Pilzen innerhalb der Fußbekleidung entgegengewirkt wird.

Es besteht ebenso die Möglichkeit, Fußbekleidung von Anfang an, d.h. bei deren Herstellung, auf stabile Weise mit der oben beschriebenen Art von Innensohle auszustatten, um so die dargelegten Vorteile und Nutzen bereits mit dem ersten Tragen der Fußbekleidung zu erhalten.

Es wird darauf hingewiesen, dass es bei dieser Art von Fußbekleidung nicht möglich ist, nach unten gerichtete Belüftungskanäle vorzusehen. Dennoch ist diese Einschränkung nicht nachteilig, wenn die nach oben gerichteten Kanäle die notwendige Größe und Dicke haben.

Es wird zudem darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung bei der Herstellung von Sport- oder Spezial-Fußbekleidung die besten Voraussetzungen und Vorteile bietet, da es möglich ist, die Art und Dicke der verschiedenen Komponenten genau auf den jeweiligen Verwendungszweck abzustimmen, um so die zu erzielenden Vorteile zu maximieren.


Anspruch[de]
Innensohle für Fußbekleidung, die umfasst:

eine obere Schicht (1) aus weichem und porösem Material,

eine ausgeprägt elastische untere Schicht (2), die in einer dicken netzartigen Struktur ausgebildet ist, wobei die untere Schicht, wenn sie zusammengedrückt wird, auf eine Dicke verringert werden kann, die erheblich geringer ist als die Dicke, die sie in nicht zusammengedrücktem Zustand hat,

zwei Schichten (3, 4), die an der Oberseite bzw. der Unterseite liegen und so eingerichtet sind, dass sie die obere und die untere Schicht in einer vorbestimmten Position zueinander halten.
Innensohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Durchgangskanälen (5) vorhanden ist, die senkrecht zu der Innensohle verlaufen. Innensohle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Schicht (1) wenigstens teilweise aus Latex besteht. Innensohle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Schicht mit einer dicken netzartigen Struktur vorwiegend aus Kunststoffmaterial, vorzugsweise Polyamidverbindungen, besteht. Innensohle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Schicht (1) mit hygienefördernden Substanzen imprägniert ist. Innensohle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die hygienefördernden Substanzen Aktivkohle umfassen. Innensohle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Schicht (2) eine wabenartige Struktur hat. Allzweck- oder Spezial-Fußbekleidung, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Innensohle nach einem der vorangehenden Ansprüche umfasst, die integral mit der Struktur der Fußbekleidung ausgebildet oder fest damit verbunden ist.






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