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Dokumentenidentifikation DE102006013538A1 04.10.2007
Titel Druckregelvorrichtung, insbesondere für ein Sauerstoffnotversorgungssystem in einem Flugzeug
Anmelder Dräger Aerospace GmbH, 23560 Lübeck, DE
Erfinder Meckes, Rüdiger, 23919 Berkenthin, DE;
Conrad, Rüdiger, 23617 Stockelsdorf, DE
Vertreter T. Wilcken und Kollegen, 23554 Lübeck
DE-Anmeldedatum 24.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006013538
Offenlegungstag 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse B64D 13/00(2006.01)A, F, I, 20070710, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A62B 7/14(2006.01)A, L, I, 20070710, B, H, DE   G05D 16/00(2006.01)A, L, I, 20070710, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Druckregelvorrichtung, welche insbesondere für ein Sauerstoffnotversorgungssystem in einem Flugzeug vorgesehen ist, weist mindestens zwei parallele Leitungen auf, in denen jeweils zumindest zwei steuerbare Ventile in Reihe angeordnet sind. Daneben ist ein ausgangsseitig der Ventilanordnung angeordneter Drucksensor zur Istwerterfassung und ein Regler vorgesehen, wobei der Regler mit dem Drucksensor signalverbunden ist und die Ventile steuert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Druckregelvorrichtung, insbesondere für ein Sauerstoffnotversorgungssystem in einem Flugzeug.

Bei Sauerstoffnotversorgungssystemen in Flugzeugen ist es üblich, den Sauerstoffdruck zunächst mittels eines sich direkt an den Druckgasbehälter anschließenden Druckminderers auf einen Mitteldruck von etwa 10 bar abzusenken und anschließend in einer Druckregelvorrichtung auf den erforderlichen Maskendruck zu entspannen.

Zum Stand der Technik zählen dabei Druckregelvorrichtungen mit zwei parallel zueinander angeordneten autarken Druckreglern. Für den Fall eines Defektes eines der Druckregler in der Schließstellung dahingehend, dass sich dieser nicht mehr öffnen lässt, gewährleistet der andere Druckregler die Sauerstoffversorgung der Sauerstoffmaske bzw. -masken. Probleme ergeben sich bei solchen Druckregelvorrichtungen dann, wenn einer der Druckregler in der Öffnungsstellung blockiert, d. h., wenn sich der Druckregler nicht mehr verschließen lässt. In diesem Fall geht in relativ kurzer Zeit der gesamte Sauerstoffvorrat der Notsauerstoffversorgung verloren, falls dieser Strang nicht rechtzeitig anderweitig abgesperrt wird. Weiter ist es bei diesen Druckregelvorrichtungen nachteilig, dass Tests der Funktionsfähigkeit dieser Druckregelvorrichtungen wegen des damit verbundenen großen Sauerstoffverbrauchs in dem im Flugzeug eingebauten Zustand normalerweise nicht möglich sind, so dass die Druckregelvorrichtung zu Wartungszwecken bzw. zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit in gewissen Zeitintervallen aus dem Flugzeug ausgebaut und anschließend wieder eingebaut werden muss.

Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Druckregelvorrichtung zu schaffen, welche bei einfacher und kostengünstiger Ausgestaltung eine große Zuverlässigkeit aufweist und eine einfache Überprüfung ihrer Funktionsfähigkeit gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Druckregelvorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst, wobei sich bevorzugte Ausführungen aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung ergeben.

Die erfindungsgemäße Druckregelvorrichtung ist zwar insbesondere als Teil eines Sauerstoffnotversorgungssystems in einem Flugzeug vorgesehen, kann jedoch grundsätzlich auch anderweitig eingesetzt werden. Sie weist mindestens zwei parallele Leitungen auf, in denen jeweils mindestens zwei steuerbare Ventile in Reihe angeordnet sind. Daneben sind ein ausgangsseitig der Ventilanordnung angeordneter Drucksensor zur Istwerterfassung sowie ein Regler vorgesehen, wobei letzterer mit dem Drucksensor signalverbunden ist und die Ventile steuert.

Die Druckregelvorrichtung dient zur Druckminderung eines unter Druck stehenden Gases auf ein vorgegebenes Druckniveau. Ausgehend von einem Leitungseingang verzweigt sich in der Druckregelvorrichtung eine Eingangsleitung in zumindest zwei parallele Leitungen. Derart ausgestaltet weist die erfindungsgemäße Druckregelvorrichtung zumindest zwei voneinander unabhängige Strömungspfade durch die Druckregelvorrichtung auf. In jeder der Leitungen sind zwei oder mehr Ventile in Reihe geschaltet, welche voneinander unabhängig von dem Regler angesteuert in eine öffnende oder schließende Stellung gestellt werden, um den Eingangsdruck des Gases auf einen gewünschten Ausgangsdruck zu entspannen. Vorteilhaft führt bei der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung ein Blockieren eines der Ventile in der Schließstellung nicht zu einem Blockieren des Durchflusses durch die Druckregelvorrichtung, da die zumindest eine parallele Leitung immer noch einen Gasdurchlass gewährt.

Neben dieser Redundanz hinsichtlich der möglichen Strömungspfade bietet die Erfindung aber auch eine vorteilhafte Redundanz im Hinblick auf die Verschließbarkeit dieser Strömungspfade. So ermöglichen die zumindest zwei in jeder der Leitungen bzw. Strömungspfade hintereinander in Reihe angeordneten Ventile ein Absperren dieser Leitungen auch dann, wenn eines der Ventile in seiner geöffneten Stellung blockiert und ein Verschließen dieses Ventils nicht mehr möglich ist. So schafft die erfindungsgemäße Druckregelvorrichtung nicht nur eine größere Zuverlässigkeit in Bezug auf das Regelverhalten, d. h. auf das Erzielen eines vorgegebenen Drucksollwertes, sondern vermindert auch das Risiko eines unerwünschten Ausströmens des Druckmediums.

Daneben erlaubt die Druckregelvorrichtung die Realisierung einer Vielzahl unterschiedlicher Regelkonzepte. So können zur Druckregelung alle Ventile gleichzeitig von dem Regler angesteuert werden. Denkbar ist es auch, nur eine der Leitungen durch die Druckregelvorrichtung mit den darin angeordneten Ventilen aktiv zur Druckregelung zu nutzen und die übrigen Leitungen verschlossen zu halten und nur im Versagensfall innerhalb des aktiven Leitungsstranges anstelle dieses Leitungsstranges zur Druckregelung einzusetzen. Möglich ist beispielsweise auch, pro Leitung nur ein Ventil zur Druckminderung zu verwenden und die übrigen Ventile geöffnet zu halten.

Die Ventile der Druckregelvorrichtung sind vorzugsweise elektromotorisch betätigbar ausgebildet und werden bevorzugt von einem elektronischen Regler angesteuert. Dieser Regler kann sowohl digital und softwaregesteuert als auch in Form einer analogen elektronischen Baugruppe ausgebildet sein. In dem Regler erfolgt die öffnende oder schließende Ansteuerung der Ventile auf Grundlage eines Soll-Druck/Ist-Druck-Abgleichs entsprechend einer in dem Regler festgelegten Reglereinstellung. Der Ist-Druck wird von dem ausgangsseitig der Druckregelvorrichtung angeordneten Drucksensor zur Istwerterfassung aufgenommen. Zur Signalübermittlung des Ist-Druckes ist der Drucksensor mit dem Regler elektrisch leitungsverbunden, so dass das Signal des Drucksensors entweder direkt oder in einer für den Regler geeigneten umgewandelten Form zu dieser weitergeleitet werden kann.

Vorteilhaft ist der Regler derart ausgebildet, dass sie ein sequenzielles Ansteuern jedes der verwendeten Ventile gestattet. Hierdurch wird eine Funktionsüberprüfung der Druckregelvorrichtung auch in dem in einem Flugzeug eingebauten Zustand möglich. Die Funktionsüberprüfung kann sowohl am Boden oder auch während einer normal verlaufenden Flugphase vorgenommen werden. Dabei wird bei der Überprüfung der Ventile jeweils nur das zu überprüfende Ventil kurzzeitig geöffnet und dann wieder geschlossen, während die übrigen Ventile geschlossen bleiben. Aufgrund dieser Vorgehensweise, geht bei der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung während der Überprüfung nur eine verhältnismäßig geringe Sauerstoffmenge verloren, die im Wesentlichen durch das Volumen des zwischen den Absperrventilen befindlichen Leitungsabschnitts bestimmt wird.

Der Soll-Druck, auf den ein Gas in der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung entspannt werden soll, kann fest vorgegeben sein und in dem Regler gespeichert sein. Insbesondere in dem Fall aber, dass die Druckregelvorrichtung einen Teil einer Sauerstoffnotversorgung in einem Flugzeug bildet, variiert der erforderliche Solldruck in Abhängigkeit von der Flughöhe, da den Passagieren im Falle eines plötzlichen Druckabfalls in der Maschine mit zunehmender Flughöhe eine zunehmende Sauerstoffmenge zur Verfügung gestellt werden muss. Aus diesem Grund weist die erfindungsgemäße Druckregelvorrichtung in einer vorteilhaften Weiterbildung Mittel zum Ermitteln eines ausgangsseitig der Ventilanordnung erforderlichen Soll-Druckes auf. Bei Einsatz der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung in einem Flugzeug, bestimmen diese Mittel den Soll-Druck zweckmäßigerweise auf der Grundlage des von der Flughöhe abhängigen Umgebungsdruckes. Dabei können die Mittel beispielsweise so ausgebildet sein, dass sie die von dem Höhenmesser oder einem GPS-System gelieferten Werte für die Flughöhe in die damit korrespondierenden Druckwerte umwandeln.

Bevorzugt weisen die Mittel zum Ermitteln eines ausgangsseitig der Ventilanordnung erforderlichen Soll-Druckes einen Umgebungsdrucksensor auf, welcher mit dem Regler signalverbunden ist. Dieser Umgebungsdrucksensor kann so angeordnet sein, dass er den Luftdruck außerhalb des Flugzeuges erfasst. Vorzugsweise ist der Umgebungsdrucksensor aber so angeordnet, dass er den in der Flugzeugkabine herrschenden Druck aufnimmt. Um auszuschließen, dass dem Regler bei einem Defekt des Umgebungsdrucksensors kein Wert für den Soll-Druck zur Verfügung steht, können mehrere Umgebungsdrucksensoren vorgesehen sein, so dass auch hier eine Redundanz besteht und dem Regler auch bei Ausfall eines der Umgebungsdrucksensoren ein Soll-Druck gemeldet wird.

In der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung können die Ventile sowohl als Absperrventile als auch als Drosselventile ausgebildet sein. So sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung der Druckregelvorrichtung vor, dass zumindest ein Ventil als Absperrventil ausgebildet ist. Das Absperrventil ermöglicht in einer ersten Stellung einen Strömungspfad durch das Ventil und in einer zweiten Stellung die vollständige Sperrung dieses Strömungspfades. Dementsprechend ist das bzw. sind die Absperrventile als 2/2-Wegeventile ausgebildet, bei denen eine erste Ventilstellung eine Sperr-Stellung und die zweite Stellung eine Durchfluss-Stellung darstellt. Bevorzugt ist das Absperrventil als Sitzventil ausgebildet. Diese Ausbildung ermöglicht eine besonders gute Abdichtung des durch das Ventil verlaufenden Strömungspfades und besitzt dementsprechend eine hohe Funktionssicherheit hinsichtlich eines unerwünschten Entweichens des Gases. Gegebenenfalls kann das Absperrventil aber auch als Schieberventil ausgebildet sein.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Druckregelvorrichtung ist zumindest ein Ventil als Drosselventil ausgebildet. Dabei kann der Querschnitt des Strömungspfades durch das Drosselventil von einer den Strömungspfad verschließenden Stellung kontinuierlich zu einem den Strömungsquerschnitt freigebenden Stellung verstellt werden. Auf diese Weise ermöglicht das Drosselventil eine feinere Regelung des Ausgangsdruckes der Druckregelvorrichtung.

Jedes Ventil der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung weist vorteilhaft zumindest einen die Öffnungsstellung angebenden Endlagenschalter bzw. Anfahrschalter auf. Bevorzugt sind die Ventile mit Endlagenschaltern sowohl in der Öffnungs- als auch in der Schließstellung ausgestattet, wobei die Endlagen- oder Anfahrschalter anzeigen, ob ein Ventil geschlossen oder voll geöffnet ist. Diese Ventilausbildung ist insbesondere für die Funktionsüberprüfung der Druckregelvorrichtung zweckmäßig, da sie eine schnelle und unkomplizierte Überprüfung der Ventile ermöglicht.

Besonders bei Einsatz von Drosselventilen weisen die Ventile vorteilhaft Positionssensoren auf. Diese Ausgestaltung lässt eine größere Vielfalt an Regelkonzepten zu, da an den Ventilen auf diese Weise bestimmte Drosselquerschnitte eingestellt werden können.

Diese Einstellung der Drosselquerschnitte ermöglicht auch eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung, bei welcher Schrittmotoren zur Betätigung der Ventile vorgesehen sind.

Eine andere günstige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung sieht einen eingangsseitig der Ventilanordnung angeordneten Drucksensor vor, welcher mit dem Regler signalverbunden ist. Insbesondere in Verbindung mit Ventilen, die mit einem Positionssensor ausgestattet sind oder von Schrittmotoren betätigt werden, erlaubt diese Ausgestaltung in Verbindung mit einer entsprechend ausgebildeten Elektronik des Reglers eine Bestimmung der Menge bzw. des Volumens des zu entspannenden Druckgases.

Vorteilhaft ist bei der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung vorgesehen, dass von dem Regler zunächst alle Ventile parallel angesteuert werden und der sich daraufhin ausgangsseitig der Druckregelvorrichtung einstellende Druck von einem Drucksensor ermittelt wird. Bei Verwendung von steuerbaren Drosselventilen zur Druckminderung ist der Regler derart ausgebildet, dass er den Drosselquerschnitt entsprechend eines Abgleichs von Ist-Druck und Soll-Druck eines oder mehrerer der Drosselventile verstellt. Bei Verwendung von Absperrventilen zur Druckminderung ist es auch denkbar, dass der Regler für eines oder mehrere der Absperrventile aufgrund eines Abgleichs von Ist- und Soll-Druck eine digitale Taktfrequenz für ein sehr schnell abwechselndes Öffnen und Schließen des bzw. der Absperrventile vorgibt.

Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Die Zeichnungsfigur zeigt eine Prinzipskizze der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung als Teil eines Sauerstoffnotversorgungssystems in einem Flugzeug.

Die Druckregelvorrichtung ist in dem im Übrigen nicht dargestellten Sauerstoffnotversorgungssystem eines Flugzeuges in einem Mitteldruckbereich in der Leitungsverbindung zwischen einem Sauerstoffspeicher und den Sauerstoffmasken von Passagieren und Mannschaft angeordnet. Die Druckregelvorrichtung ist dafür vorgesehen, den in diesem Mitteldruckbereich herrschenden Sauerstoffdruck von etwa 10 bar auf den erforderlichen Maskendruck zu entspannen.

Der Sauerstoff wird der Druckregelvorrichtung über eine eingangsseitig angeordnete Eingangsleitung 2 zugeführt. An diese Eingangsleitung 2 schließt sich eine Leitungsverzweigung 4 an, von der aus zwei Leitungen 6 und 8 verzweigen. Ausgehend von der Leitungsverzweigung 4 sind die Leitungen 6 und 8 parallel zueinander geführt, bis sie sich an einer Leitungszusammenführung 10 wieder zu einer gemeinsamen Ausgangsleitung 12 vereinigen.

In der Leitung 6 sind hintereinander zwei elektrisch betätigbare Ventile 14 und 16 angeordnet. In der Leitung 8 sind zwei elektrisch betätigbare Ventile 18 und 20 hintereinander geschaltet. Die Betätigung der Ventile 14, 16, 18 und 20 erfolgt unabhängig voneinander über einen elektronischen Regler 22. Hierzu ist das Ventil 14 über eine Steuerleitung 24, das Ventil 16 über eine Steuerleitung 26, das Ventil 18 über eine Steuerleitung 28 sowie das Ventil 20 über eine Steuerleitung 30 mit dem elektronischen Regler 22 elektrisch verbunden. Der Regler 22 ist derart ausgebildet, dass sie das einzelne Ansteuern eines jeden der Ventile 14, 16, 18 und 20 ermöglicht.

In der Ausgangsleitung 12 ist ein Drucksensor 32 angeordnet. Dieser Drucksensor 32 erfasst den Gasdruck in der Ausgangsleitung 12 ausgangsseitig der von den Ventilen 14, 16, 18 und 20 gebildeten Ventilanordnung. Der Drucksensor 32 gibt die erfassten Druckwerte über eine Steuerleitung 34 an den Regler 22 weiter. An dem elektronischen Regler 22 ist über eine Steuerleitung 38 auch ein Umgebungsdrucksensor 36 angeschlossen, welcher innerhalb des Flugzeuges bevorzugt innerhalb des Kabinenbereichs angeordnet ist und den Luftdruck in der Kabine aufnimmt.

Der Luftdruck in der Kabine bildet die Grundlage für den von der Druckregelvorrichtung zu liefernden Soll-Druck. Mit diesem Soll-Druck wird der dem Regler von dem Drucksensor 32 zur Verfügung gestellt Istwert des Druckes verglichen, woraufhin der Regler 22 im Falle eines zu niedrigen Ist-Druckes eines oder mehrere Ventile 14, 16, 18 und 20 öffnend ansteuert oder die Ventile 14, 16, 18 und 20 im Falle eines zu hohen Ist-Druckes schließend ansteuert.

Nachfolgend wird die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Druckregelvorrichtung anhand der Zeichnungsfigur beschrieben.

Zunächst befinden sich alle Ventile 14, 16, 18 und 20 der Druckregelvorrichtung in ihrer die Leitungen 6 und 8 verschließenden Stellung. Bei einer den Einsatz von Sauerstoff nötig machenden Notsituation können alle Ventile 14, 16, 18 und 20 von dem Regler 22 kurzzeitig in eine die Leitungen 6 und 8 öffnende Stellung angesteuert werden. Alternativ ist es auch möglich die Ventile 14 und 16 oder 18 und 20 geschlossen zu halten, so dass eine der Leitungen 6 oder 8 abgesperrt bleibt, während der Strömungspfad durch die Druckregelvorrichtung durch das Öffnen der Ventile 14 und 16 oder 18 und 20 der anderen Leitung 6 oder 8 freigegeben wird. Der sich hierdurch ausgangsseitig der Zusammenführung 10 in der Ausgangsleitung 12 ergebende Sauerstoff-Ist-Druck wird von dem Drucksensor 32 erfasst und über die Steuerleitung 34 an den Regler 22 weitergeleitet. In dem Regler 22 wird der Ist-Druck mit einem erforderlichen Soll-Druck verglichen, woraufhin der Regler 22 in Abhängigkeit davon, ob der Ist-Druck größer oder kleiner als der Soll-Druck ist, ein Schließen der geöffneten Ventile 14, 16, 18 und 20 oder ein Öffnen dieser Ventile 14, 16, 18 und 20 veranlasst. Die Ermittlung des erforderlichen Soll-Druckes erfolgt auf der Grundlage eines von dem im Kabinenbereich des Flugzeuges angeordneten Umgebungsdrucksensors 36, der die Werte für den Luftdruck in der Kabine an den Regler 22 übermittelt.

Der Versagensfall eines der Ventile 14, 16, 18 und 20 soll nun exemplarisch anhand eines defekten Ventils 16 in Leitung 6 beschrieben werden.

Das geschlossene Ventil 16 weist einen Defekt auf, welcher dessen Öffnen nicht mehr ermöglicht. Somit verhindert das defekte Ventil 16 den Durchfluss durch die Leitung 6 zu der Ausgangsleitung 12. Eine Druckregelung mittels der Ventile 14 und 16 ist nicht möglich. Die Druckregelung erfolgt in diesem Fall über zumindest eines der die in der Leitung 8 angeordneten Ventile 18 und 20, die von dem Regler je nach Differenz zwischen Soll-Druck und Ist-Druck schließend oder öffnend angesteuert werden.

Soll der Sauerstofffluss durch die Druckregelvorrichtung nach einer Notsituation unterbunden werden und weist Ventil 16 einen derartigen Defekt auf, dass es nicht mehr verschlossen werden kann, ermöglicht das intakte Ventil 14 ein Sperren der Leitung 6, während die Ventile 18 und 20 die Leitung 8 verschließen.

Abschließend wird die Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Ventile 14, 16, 18 und 20 beispielhaft beschrieben. Zu Beginn des Prüfvorgangs sind alle Ventile 14, 16, 18 und 20 geschlossen. Die Überprüfung der Ventile 14, 16, 18 und 20 erfolgt einzeln nacheinander. Weisen die Ventile 14, 16, 18 und 20 in ihrer Öffnungsstellung und in ihrer Schließstellung in der Figur nicht dargestellte Endlagenschalter auf, erzeugen die Endlagenschalter in der Schließstellung der Ventile 14, 16, 18 und 20 jeweils ein Signal, welches den geschlossenen Zustand des Ventils anzeigt. Zur Überprüfung des Ventils 14 wird dieses von dem Regler 22 öffnend angesteuert, während die übrigen Ventile 16, 18 und 20 geschlossen gehalten werden. Lässt sich das Ventil 14 öffnen, so wird der Endlagenschalter des Ventils 14 in der Öffnungsstellung aktiviert, welcher ein den geöffneten Zustand des Ventils 14 anzeigendes Signal erzeugt. Anschließend wird das Ventil 14 von dem Regler 22 schließend angesteuert. Bei einwandfreier Funktion des Ventils 14 wird wieder der Endlagenschalter in der Schließstellung aktiviert, der dann das entsprechende Signal erzeugt. Die Überprüfung des Ventils 16 erfolgt analog zur Überprüfung des Ventils 14, wobei das Ventil 16 zur Prüfung geöffnet wird, während die Ventile 14, 18 und 20 geschlossen sind. Während der Überprüfung des Ventils 14 kann aus der Leitung 6 kein Druckgas ausströmen, da diese von dem Ventil 16 abgesperrt ist. Erst bei der Überprüfung des Ventils 16 gelangt Gas in das nachgeordnete Leitungssystem. Die ausströmende Gasmenge ist aber wegen des geschlossenen Ventils 14 sehr gering und wird im Wesentlichen von dem Volumen des Leitungsabschnitts der Leitung 6 zwischen den Ventilen 14 und 16 bestimmt. Die Überprüfung der Ventile 18 und 20 erfolgt in der gleichen Weise, wie sie anhand der Ventile 14 und 16 beschrieben worden ist.

Alternativ oder zusätzlich kann die Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Druckregelvorrichtung auch über eine Druckmessung ausgangsseitig der Druckregelvorrichtung erfolgen. Bei dieser Art der Überprüfung ist in der Ausgangsleitung 12 ausgangsseitig der Druckregelvorrichtung zweckmäßigerweise ein gedrosselter Gasauslass vorgesehen, der in der Ausgangsleitung 12 nach jedem Prüfvorgang einen Druckausgleich ermöglicht. Dieser Gasauslass ist stark gedrosselt, damit nur eine geringe Gasmenge ausströmen kann. Zur Druckmessung kann entweder der Drucksensor 32 oder ein zusätzlicher Drucksensor verwendet werden. Zu Beginn des Prüfvorgangs sind alle Ventile 14, 16, 18 und 20 geschlossen. Zunächst wird allein das Ventil 14 kurzzeitig geöffnet und anschließend wieder verschlossen. Lässt sich das Ventil 14 ordnungsgemäß öffnen, strömt Druckgas in den Leitungsabschnitt der Leitung 6 zwischen den Ventilen 14 und 16. Nachdem das Ventil 14 wieder geschlossen worden ist, wird das Ventil 16 geöffnet. Das zwischen den Ventilen 14 und 16 befindliche Druckgas kann dann, wenn sich das Ventil 16 öffnen lässt, aus der Leitung 6 in die Ausgangsleitung 12 strömen und führt dort zu einer kurzzeitigen Druckerhöhung, welche von dem Drucksensor 32 aufgenommen wird. Hat sich das Ventil 14 ordnungsgemäß schließen lassen, so ist diese Druckerhöhung sehr gering. Anschließend wird das Ventil 16 verschlossen. Die Ventile 18 und 20 werden in analoger Weise wie die Ventile 14 und 16 überprüft.

2
Eingangsleitung
4
Leitungsverzweigung
6
Leitung
8
Leitung
10
Leitungszusammenführung
12
Ausgangsleitung
14
Ventil
16
Ventil
18
Ventil
20
Ventil
22
Regler
24
Steuerleitung
26
Steuerleitung
28
Steuerleitung
30
Steuerleitung
32
Drucksensor
34
Steuerleitung
36
Umgebungsdrucksensor
38
Steuerleitung


Anspruch[de]
Druckregelvorrichtung, insbesondere für ein Sauerstoffnotversorgungssystem in einem Flugzeug, mit mindestens zwei parallelen Leitungen (6, 8), in denen jeweils zumindest zwei steuerbare Ventile (14, 16, 18, 20) in Reihe angeordnet sind, einem ausgangsseitig der Ventilanordnung angeordneter Drucksensor (32) zur Istwerterfassung und mit einem Regler (22), welche mit dem Drucksensor (32) signalverbunden ist und die Ventile (14, 16, 18, 20) steuert. Druckregelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (36) zum Ermitteln eines ausgangsseitig der Ventilanordnung erforderlichen Soll-Druckes vorgesehen sind. Druckregelvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (36) zum Ermitteln eines ausgangsseitig der Ventilanordnung erforderlichen Solldruckes einen Umgebungsdrucksensor (36) aufweisen, welcher mit dem Regler (22) signalverbunden ist. Druckregelvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Ventil (14, 16, 18, 20) als Absperrventil ausgebildet ist. Druckregelvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Ventil (14, 16, 18, 20) als Drosselventil ausgebildet ist. Druckregelvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ventil (14, 16, 18, 20) zumindest einen die Öffnungsstellung angebenden Endlagenschalter aufweisen. Druckregelvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Ventile (14, 16, 18, 20) Positionssensoren aufweisen. Druckregelvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei Schrittmotoren zur Betätigung der Ventile (14, 16, 18, 20) vorgesehen sind. Druckregelvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein eingangsseitig der Ventilanordnung angeordneter Drucksensor vorgesehen ist, welcher mit dem Regler (22) signalverbunden ist.






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