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Dokumentenidentifikation DE102006027970A1 04.10.2007
Titel Scheinwerfereinheit für ein Fahrzeug mit einem Tagfahrlicht
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Gerpen, Dieter van, 38154 Königslutter, DE;
Ende, Jens, 38442 Wolfsburg, DE
DE-Anmeldedatum 17.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006027970
Offenlegungstag 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse F21S 8/12(2006.01)A, F, I, 20060617, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 8/00(2006.01)A, L, I, 20060617, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Scheinwerfereinheit für ein Fahrzeug mit einem Tagfahrlicht, die wenigstens einen Tubus für das Fahr- und/oder Fernlicht aufweist und bei der für das Tagfahrlicht eine Lichtleiteinrichtung verwendet wird. Sie löst die Aufgabe, eine derartige Scheinwerfereinheit aufwandsreduziert zu gestalten. Dazu ist das Fahr- und/oder Fernlicht in seiner Helligkeit regelbar, und der dieses Licht abstrahlende Tubus (2) ist von einem transparenten Hohlkörper (7) als Lichtleiteinrichtung und zusätzliche Beleuchtungseinrichtung koaxial umschlossen, in den von wenigstens einem Leuchtmittel (15) abgestrahltes Licht einkoppelbar ist. Das eingekoppelte Licht wird im Wesentlichen an der nach der Fahrzeugfront gerichteten ringförmigen Stirnfläche (11) als Bestandteil des Tagfahrlichtes ausgestrahlt und ergänzt ein deutlich gedimmtes Fahr- oder Fernlicht als weiteren Bestandteil des Tagfahrlichtes.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Scheinwerfereinheit für ein Fahrzeug mit einem Tagfahrlicht, für das eine Lichtleiteinrichtung verwendet wird, in die ein von einer Lichtquelle emittiertes Licht eingekoppelt, zu einer Auskoppelfläche geleitet und an dieser abgestrahlt wird. Das Tagfahrlicht hat die Erkennbarkeit des Fahrzeugs durch andere Verkehrsteilnehmer zum Ziel, ohne diese zu blenden.

Die DE 101 39 013 A1 beschreibt ein Scheinwerfersystem, das aus zwei Scheinwerfereinheiten (rechts und links) gebildet ist, die jeweils zwei im Querschnitt senkrecht zur Lichtabstrahlrichtung runde Lichtauskoppelelemente und je zwei Lichtauskoppelelemente mit parallelen Seitenflächen aufweisen. Zum Erzeugen des Tagfahrlichtes wird vorteilhaft über Lichtleiter Licht in die Lichtauskoppelelemente eingekoppelt, und diese werden so angesteuert, dass das eingekoppelte Licht über alle vier Lichtauskoppelelemente abgestrahlt wird, wobei die Lichtauskoppelelemente aufeinander zu geschwenkt werden, so dass die Scheinwerfereinheiten diffuses Licht abstrahlen. Die Lösung ist einigermaßen aufwendig.

Des Weiteren ist Gegenstand der DE 102 15 039 A1 eine Tagfahrleuchte mit einer Lichtquelle in einem Beleuchtungsgehäuse sowie Mitteln zum Bündeln des von der Lichtquelle abgestrahlten Lichts in eine Lichtabstrahlrichtung. Um den Energiebedarf zu reduzieren; ist die Lichtquelle aus mindestens einer LED gebildet. LED's zeichnen sich durch eine geringe Energieaufnahme aus, haben überdies eine erheblich längere Lebensdauer als herkömmliche Leuchtmittel und sind nahezu wartungsfrei. LED's haben den weiteren Vorteil, dass diese wegen ihrer kleinen Einbauabmessungen zu einer Reduzierung des erforderlichen Bauraumes der jeweiligen Beleuchtungseinrichtung beitragen und auf verschiedene Weisen angeordnet werden können, so dass ein bestimmtes fabrikatspezifisches Beleuchtungsdesign erzielt werden kann, verbunden mit einem Identifikations- und Wiedererkennungswert der Marke. Die DE 102 15 039 A1 zeigt eine solche Ausführung, bei der eine Beleuchtungseinrichtung ein Fernlicht und ein (PES-) Abblendlichtmodul mit konventionellen Glüh- oder Gasentladungslampen aufweist und bei der um das Fernlicht und das Abblendlichtmodul herum LED's angeordnet sind, die als Tagfahrleuchten eingesetzt werden, wenn das Fernlicht oder das Abblendlichtmodul nicht verwendet werden muss. Durch die Anordnung der LED's um das Fernlicht und das Abblendlichtmodul herum wird dem jeweiligen Fahrzeugtyp bei eingeschalteten LED's ein markantes markentypisches Beleuchtungsdesign verliehen.

Die DE 199 56 456 A1 hat eine Frontscheinwerfereinheit für Fahrzeuge mit zwei Scheinwerfern zum Gegenstand, bei der ein Scheinwerfer einen Körper aus einem transparenten Material aufweist, in den Licht einer ersten Halogenlampe eingekoppelt und in Fahrzeuglängsrichtung frontseitig ausgestrahlt wird, wobei dieser Körper in einem Hohlkörper aus einem transparenten Material, insbesondere Glas oder Plexiglas, angeordnet ist, in den das Licht einer zweiten Halogenlampe eingekoppelt und ebenfalls frontseitig ausgestrahlt wird. Vorteilhafterweise werden die Lichtquellen so gewählt, dass die erste Halogenlampe als Standlicht, die zweite Halogenlampe als Fernlicht und/oder die beiden Halogenlampen als Tagfahrlicht einsetzbar sind. Für das Tagfahrlicht wird die Frontscheinwerfereinheit durch Leuchtweitenregulierung in eine blendfreie Position gebracht.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Scheinwerfereinheit für ein Fahrzeug mit einem Tagfahrlicht nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 aufwandsreduziert zu gestalten.

Diese Aufgabe wird bei einer Scheinwerfereinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

Die Erfindung besteht darin, dass bei einer Scheinwerfereinheit für ein Fahrzeug, die wenigstens einen Tubus für das Fahr- und/oder Fernlicht und ein Tagfahrflicht aufweist, das Fahr- und/oder Fernlicht in seiner Helligkeit regelbar ist und der Tubus von einem transparenten Hohlkörper als Lichtleiteinrichtung und zusätzliche Beleuchtungseinrichtung koaxial umschlossen ist. In den Hohlkörper ist Licht von wenigstens einem Leuchtmittel einkoppelbar, das im Wesentlichen an der nach der Fahrzeugfront gerichteten ringförmigen Stirnfläche, die vorzugsweise mattiert ist, als Bestandteil des Tagfahrlichtes abgestrahlt wird. Das Tagfahrlicht wird dabei durch ein deutlich gedimmtes Fahr- oder Fernlicht und durch das von der ringförmigen Stirnfläche ungedimmt abgestrahlte Licht gebildet. Damit werden auf einfache Weise zwei Anforderungen an das Tagfahrlicht erfüllt, nämlich die Forderung nach einer Mindestabstrahlfläche für dieses und die Forderung nach einem Erregen der Aufmerksamkeit des entgegenkommenden Verkehrs, ohne diesen zu blenden. Letztere Forderung wird durch das gedimmte Fahr- oder Fernlicht und das ungedimmte ringförmig abgestrahlte Licht erfüllt, das diffus ist und als Ring ersteres umgibt und einrahmt. Zusätzliche Beleuchtungseinrichungen zur Darstellung des Tagfahrlichtes werden dadurch nicht benötigt. Ein weiterer Vorteil der Anordnung des Hohlkörpers liegt darin, dass dieser den eingeschlossenen Tubus vor Beschädigungen und Verschmutzung schützt. Vorteilhaft werden das Fahr- und/oder Fernlicht und auch das Tagfahrlicht jeweils durch eine Vielzahl von LED's erzeugt, wobei die LED's zur Erzeugung des Tagfahrlichtes an einer im Abstand von der fahrzeugfrontseitigen Stirnfläche ausgebildeten ringförmigen Lichteinkoppelfläche angeordnet sind. Die Anzahl und Farbe der LED's können variieren.

Die Scheinwerfereinheit kann aus zwei übereinander angeordneten Tuben gebildet sein, von denen der obere Tubus das Fahr- und/oder Fernlicht und der untere Tubus ein Nebel- und Kurvenlicht aufweist und die beide jeweils von einem transparenten Hohlkörper umschlossen sind. Bei dieser Anordnung wird das Tagfahrlicht von dem deutlich gedimmten Fahr- oder Fernlicht und von dem ringförmig abgestrahlten, jedoch ungedimmten Licht des diesem zugeordneten Hohlkörpers gebildet. Vom Hohlkörper allein ausgestrahltes, jedoch gedimmtes Licht dient als Positionslicht für das Fahrzeug. Das von dem dem unteren Tubus zugeordneten Hohlkörper ringförmig ausgestrahlte Licht dient als Blinklicht.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen, weitgehend schematisch:

1: die Seitenansicht einer in einem Fahrzeug angeordneten Scheinwerfereinheit, teilweise geschnitten und mit im Bereich derselben aufgebrochenen Karosserie, und

2: die Frontansicht der Scheinwerfereinheit.

Die in den 1 und 2 weitgehend schematisch dargestellte linksseitige Scheinwerfereinheit 1 weist einen Tubus 2 für ein Fahr- und Fernlicht und einen unter diesem angeordneten Tubus 3 kleineren Durchmessers für ein Nebel- und Kurvenlicht auf und ist in einem Karoserieausschnitt 4 angeordnet, der von seiner vorderen Begrenzungskante 5 bis zum Radkasten 6 aufgebrochen ist, wobei die unterbrochene Begrenzungskante 5 strichpunktiert dargestellt ist. Beide Tuben 2 und 3 sind nicht weiter dargestellte LED-Module mit einer Vielzahl von LED's, deren abgestrahltes Licht in seiner Helligkeit regelbar ist, und die von einem transparenten Hohlkörper 7 und 8 als Lichtleiteinrichtung und zusätzliche Beleuchtungseinrichtung koaxial umschlossen sind. Die Hohlkörper 7 und 8 sind fahrzeugfrontseitig jeweils mit einer transparenten Abdeckkappe 9 und 10 versehen, die an einer mattierten Stirnfläche 11 und 12 des jeweiligen Hohlkörpers 7 bzw. 8 angesetzt ist.

Die Hohlkörper 7 und 8 sind rück- bzw. radkastenseitig jeweils mit einem Ring 13 und 14 versehen, der hohlkörperseitig dicht mit LED's 15 bestückt ist, wobei der Ring 13 mit 52 LED's 15 und der Ring 14 mit 42 LED's 15, jeweils gleichmäßig verteilt, versehen ist. Die LED's 15 ragen dabei in eine an der rückseitigen Ringfläche des jeweiligen Hohlkörpers 7, 8 ausgebildete umlaufende Nut 16 bzw. 17, die zugleich eine ringförmige Lichteinkoppelfläche für von den LED's 15 ausgestrahltes Licht ausbildet.

Zur Erzeugung eines Tagfahrlichtes wird das Fahr- und Fernlicht, das vom Tubus 2 durch eine Linse 18 ausgestrahlt wird, stark gedimmt, so dass dieses Licht weitgehend blendfrei für andere Verkehrsteilnehmer ist, und in den Hohlkörper 7 von den 52 LED's 15 erzeugtes Licht ungedimmt eingekoppelt. Letzteres wird im Wesentlichen an der mattierten und als Lichtaustrittsfläche wirkenden Stirnfläche 11 diffus wieder ausgekoppelt und erscheint als ein das gedimmte Fahr- und/oder Fernlicht umgebender Lichtring.

Bei nicht betriebenem Fahr- und Fernlicht wird das von dem Hohlkörper 7 ringförmig abgestrahlte, ungedimmte Licht als Positionslicht verwendet. Der den unteren Tubus 3 umgebende Hohlkörper 8 wird zur Abstrahlung eines ringförmigen Blinklichtes an der Stirnfläche 12 verwendet, das ungedimmt abgestrahlt wird.

1
Scheinwerfereinheit
2
Tubus
3
Tubus
4
Karosserieausschnitt
5
Begrenzungskante
6
Radkasten
7
Hohlkörper
8
Hohlkörper
9
Abdeckkappe
10
Abdeckkappe
11
Stirnfläche
12
Stirnfläche
13
Ring
14
Ring
15
LED
16
Nut
17
Nut
18
Linse


Anspruch[de]
Scheinwerfereinheit für ein Fahrzeug mit einem Tagfahrlicht, die wenigstens einen Tubus für das Fahr- und/oder Fernlicht aufweist und bei der für das Tagfahrlicht eine Lichtleiteinrichtung verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahr- und/oder Fernlicht in seiner Helligkeit regelbar ist, dass der ein solches Licht abstrahlende Tubus (2) von einem transparenten Hohlkörper (7) als Lichtleiteinrichtung und zusätzliche Beleuchtungseinrichtung koaxial umschlossen ist, in den von wenigstens einem Leuchtmittel (15) abgestrahltes Licht einkoppelbar ist, das im Wesentlichen an der nach der Fahrzeugfront gerichteten ringförmigen Stirnfläche (11) als Bestandteil des Tagfahrlichtes ausgestrahlt wird, und dass ein weiterer Bestandteil des Tagfahrlichtes ein deutlich gedimmtes Fahr- oder Fernlicht ist. Scheinwerfereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahr- und/oder Fernlicht durch eine Vielzahl von LED's erzeugt wird. Scheinwerfereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel aus einer Vielzahl von LED's (15) gebildet ist, die an einer im Abstand von der fahrzeugfrontseitigen Stirnfläche (11) ausgebildeten ringförmigen Lichteinkoppelfläche (16), im Wesentlichen gleichmäßig verteilt, angeordnet sind. Scheinwerfereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Stirnfläche (11) mattiert ist. Scheinwerfereinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein gedimmtes, durch die Stirnfläche (11) abgestrahltes Licht als Positionslicht dient. Scheinwerfereinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese zwei übereinander angeordnete Tuben (2, 3) aufweist, von denen der obere Tubus (2) das Fahr- und Fernlicht und der untere Tubus (3) ein Nebel- und Kurvenlicht abstrahlt, und dass beide Tuben (2, 3) jeweils von einem transparenten Hohlkörper (7, 8) umschlossen sind. Scheinwerfereinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Tagfahrlicht von dem deutlich gedimmten Fahr- oder Fernlicht und von dem Licht gebildet wird, das durch von dem diesem zugeordneten Hohlkörper (7) abgestrahlt wird und ungedimmt ist, und dass von dem Hohlkörper (7) allein ausgestrahltes, jedoch gedimmtes Licht als Positionslicht für das Fahrzeug dient. Scheinwerfereinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das von dem dem unteren Tubus (3) zugeordneten Hohlkörper (8) ausgestrahlte Licht als Blinklicht ausgebildet ist.






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