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Dokumentenidentifikation DE102007000906A1 04.10.2007
Titel Induktionsschrumpfvorrichtung zum Wechseln von Werkzeugen, wie Bohrer, Fräser oder dergleichen in einem Werkzeughalter bzw. einer Abkühlvorrichtung für die vorgenannte Induktionsschrumpfvorrichtung
Anmelder Rineck GmbH Maschinenbau, 33428 Harsewinkel, DE
Vertreter Patentanwälte Meldau - Strauß - Flötotto, 33330 Gütersloh
DE-Anmeldedatum 02.04.2007
DE-Aktenzeichen 102007000906
Offenlegungstag 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse B23B 31/117(2006.01)A, F, I, 20070402, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H05B 6/14(2006.01)A, L, I, 20070402, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Induktionsschrumpfvorrichtung (1) zum Wechseln von Werkzeugen (2) wie Bohrer, Fräser oder dergleichen in einem Werkzeughalter (3), dessen Spannfutter (4) sich infolge der Induktionserwärmung zur Aufnahme bzw. zum Lösen des Bohrer-, Fräserschaftes erweitert, wobei die Vorrichtung (1) aus einer Induktionsspule (5) besteht, die höhenverstellbar an einer zum Gerätegehäuse senkrecht ausgerichteten Säule oder Stab (7) angeordnet ist und wobei koaxial zur Induktionsspule (5) im Gerätegehäuse eine Abkühleinrichtung (8) vorgesehen ist, in die der Werkzeughalter (3) zur Abkühlung absenkbar ist. Die Abkühleinrichtung (8) zeichnet sich durch ein mit einem flüssigen Medium (9) gefülltes Gefäß oder Tank (10) aus, welcher unmittelbar unterhalb der mit einer Öffnung (11) versehenen Abdeckung (12) des Gerätegehäuses (6) angeordnet ist, und wobei in dem Gefäß oder Tank (10) eine als Lineareinheit ausgebildete Hubeinrichtung (13) angeordnet ist, mittels der der Werkzeughalter (3) durch die Öffnung (11) in das bevorratete flüssige Medium (9) absenkbar ist, so dass der Werkzeughalter (3) unterhalb des Flüssigkeitsspiegels (14) des bevorrateten flüssigen Mediums (9) zur Abkühlung eintaucht.

Beschreibung[de]
Technisches Umfeld

Die Erfindung betrifft eine Induktionsschrumpfvorrichtung zum Wechseln von Werkzeugen, wie Bohrer, Fräser oder dergleichen in einem Werkzeughalter, dessen Spannfutter sich infolge der Induktionserwärmung zur Aufnahme bzw. zum Lösen des Bohrer-, Fräserschaftes erweitert, wobei die Vorrichtung aus einer Induktionsspule besteht, die höhenverstellbar an einer zum Gerätegehäuse senkrecht ausgerichteten Säule oder Stab angeordnet ist und wobei koaxial zur Induktionsspule im Gerätegehäuse eine Abkühleinrichtung vorgesehen ist, in die der Werkzeughalter zur Abkühlung absenkbar ist.

Aus dem Stand der Technik gemäß der DE 20 2004 004 424 U1 ist eine Induktionsschrumpfvorrichtung bekannt, bei der eine Abkühleinrichtung im Gerätegehäuse derart angeordnet ist, dass die mit dem Werkzeug bestückte Werkzeugaufnahme darin abgekühlt werden kann. Die Abkühleinrichtung besteht aus einem rohrförmigen Kühlmittelverteiler, der mit Auslässen bestückt ist. Das Kühlmittel wird dabei unter Druck auf das erwärmte Werkzeug bzw. den erwärmten Werkzeughalter gesprüht. Somit wird bei der bekannten Einrichtung eine Art Besprühkammer gebildet, wobei das abfließende Kühlmittel aufgefangen wird und mittels einer Pumpe wieder dem Kühlmittelverteiler zugeführt wird. Eine andere bekannte Vorrichtung oder Einrichtung aus dem Stand der Technik ist aus der japanischen Patentschrift 2002/079426 A bekannt, die ebenfalls zur Abkühlung des erwärmten Werkzeughalter in Verlängerung der Induktionsspulenverstellachse eine Besprühkammer vorsieht.

Als nachteilig bei diesen aus dem Stand der Technik bekannten Abkühleinrichtungen für Induktionsschrumpfvorrichtungen wird es angesehen, dass insbesondere der Abkühlvorgang mit einem hohen konstruktiven Aufwand betrieben wird, zumal Sprühverteiler, Druckpumpen mit entsprechenden Anschlüssen usw. vorgesehen werden, um hier eine schnelle, effektive Abkühlung zu erreichen.

Offenbarung der Erfindung Technisches Problem

Hieraus ergibt sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine Induktionsschrumpfvorrichtung derart weiter zu bilden, die eine von der Bauart her wesentlich einfachere und kostengünstigere Abkühleinrichtung für den Werkzeughalter bereit stellt.

Technische Lösung

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Abkühleinrichtung ein mit einem flüssigen Medium gefülltes Gefäß oder Tank umfasst, welcher unmittelbar unterhalb der mit einer Öffnung versehenen Abdeckung des Gerätegehäuses angeordnet ist, und wobei in dem Gefäß oder Tank eine als Lineareinheit ausgebildete Hubeinrichtung angeordnet ist, mittels der der Werkzeughalter durch die Öffnung in das bevorratete flüssige Medium absenkbar ist, so dass der Werkzeughalter unterhalb des Flüssigkeitsspiegels des bevorrateten flüssigen Mediums zur Abkühlung eintaucht. Aufgrund dieser Ausbildung wird in einfacher Ausbildung ein Tank mit Abkühlflüssigkeit vorgesehen, in den der Werkzeughalter mit dem Werkzeug einfach eintaucht. Um insbesondere eine schnelle Wärmeabfuhr in dem Bad bereit zu stellen, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, dass in dem Gefäß oder Tank, und hier insbesondere am Boden des Gefäßes oder des Tanks, eine Begasungseinrichtung angeordnet ist. Somit wird die Kühlung verbessert, in dem zusätzlich Luft in das Kühlbad einströmt, um eine möglichst schnelle Wärmeabfuhr vom erwärmten Werkzeughalter bereitzustellen.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Hubeinrichtung in Verlängerung der Verstellachse der Induktionsspule angeordnet ist. Dabei besteht die Hubeinrichtung aus einem in einem Führungsrohr fahrbar gelagerten Schiebekolben, der mit einer Hebe- und Senkeinrichtung an dem Führungsrohr zusammenwirkt. Das Führungsrohr weist einen Längsschlitz auf, durch den ein Kulissenelement greift, welches mit dem Schiebekolben verbunden ist, und an dem ein die Hubeinrichtung bildender Seilzug befestigt ist, der wiederum über Führungsrollen mit einem Schrittmotor in Wirkverbindung steht. Der Schrittmotor ist hierbei vorzugsweise außerhalb des Kühlgefäßes angeordnet und wird von einem Impulszähler gesteuert. Der Schiebekolben als solches ist aus einem zylinderförmigen Bauteil gebildet, wobei der obere Bereich des Kolbens als Aufnahme für ein Werkzeug ausgebildet ist und der untere Bereich aus einem Hohlzylinder besteht, in dessen Zylinderwand Paare von Führungsrollen angeordnet sind.

In Weiterbildung der Erfindung ist gemäß einer anderen Ausführungsform die Hubeinrichtung parallel versetzt zur Verstellachse der Induktionsspule angeordnet, und wobei an der Hubvorrichtung ein quer zur Hubrichtung angeordnetes Halterungselement für den Werkzeughalter vorgesehen ist, so dass der Werkzeughalter in der Verstellachse der Induktionsspule bewegbar angeordnet ist. Diese Ausbildung ermöglicht auch, dass insbesondere der in das begaste Tauchbad abgesenkte Werkzeughalter von allen Seiten her vom Kühlmedium umgeben wird. Die Hubvorrichtung kann hierbei vorzugsweise aus einem Endlosriemen bestehen, der jeweils über Endrollen geführt ist, wobei an der oberen Endrolle ein Schrittmotor mit Getriebe vorgesehen ist. Denkbar sind auch Stelltriebe anderer Bauarten wie Beispielsweise ein Spindeltrieb.

Nach einer bevorzugten Weiterbildung ist das quer angeordnete Halterungselement entweder an dem Obertrum oder dem Untertrum befestigt, wobei das Halterungselement als solches eine Aufnahme für den Werkzeughalter aufweist, der in der oberen Endstellung der Hubvorrichtung durch die Öffnung in der Abdeckung des Gerätegehäuses ragt.

Nach einer bevorzugten Ausführung ist die Aufnahme mit radial angeordneten Schlitzen versehen, so dass insbesondere die Kühlflüssigkeit, wenn der Werkzeughalter aus dem Bad heraus gefahren wird, ungehindert abfließen kann.

In Weiterbildung der Erfindung wird noch vorgeschlagen, dass im Bereich der Öffnung in der Abdeckung eine Abblaseinrichtung zur Trocknung des abgekühlten Werkzeughalters vorgesehen ist.

Die Erfindung betrifft ebenso eine Abkühlvorrichtung für eine Induktionsschrumpfvorrichtung wie sie oben näher beschrieben ist.

Kurze Beschreibung von Zeichnungen

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachstehenden 1 bis 8 näher erläutert; dabei zeigen:

1: Eine erste geschnittene Situationsdarstellung der Induktionsschrumpfvorrichtung, wobei die Hubeinrichtung sich in der oberen Endstellung befindet;

2: Eine weitere Situationsdarstellung der erfindungsgemäßen Induktionsschrumpfvorrichtung, wobei die Hubeinrichtung sich in der unter Endstellung befindet;

3: Eine weitere Situationsdarstellung der Induktionsschrumpfvorrichtung, wobei hier die Hubeinrichtung die eingeschaltete Blaseinrichtung durchfährt;

4: Eine Draufsicht auf das Gefäß bzw. den Tank der Abkühleinrichtung der Induktionsschrumpfvorrichtung;

5: Eine weitere Induktionsschrumpfvorrichtung mit einer anderen Ausführungsform einer Hubeinrichtung in geschnittener Frontansicht;

6: Detailansichten des Führungsrohres in der Situation mit hochgefahrenem und heruntergefahrenem Schiebekolben in Schnittdarstellung;

7: Eine perspektivische Darstellung des Führungsrohres mit angedeuteter Stellung des Schiebkolbens in der oberen und der unteren Stellung gemäß der 6; und

8: Eine perspektivische Darstellung des Schiebekolbens.

Die beste Art und Weise, die Erfindung auszunutzen

Die 1 bis 3 zeigen jeweils in der geschnittenen Seitenansicht eine Induktionsschrumpfvorrichtung 1 zum Wechseln von Werkzeugen 2, wie Bohrer, Fräser oder dergleichen in einem Werkzeughalter 3, dessen Spannfutter 4 sich infolge der Induktionserwärmung zur Aufnahme bzw. zum Lösen des Bohrer-, Fräserschaftes erweitert. Dabei besteht die Vorrichtung 1 aus einer Induktionsspule 5, die höhenverstellbar an einer zum Gerätegehäuse 6 senkrecht ausgerichteten Säule oder Stab 7 angeordnet ist.

Wie aus den 1 bis 3 zu erkennen ist, befindet sich unterhalb der Säule oder des Stabes 7 im Gerätegehäuse 6 eine Abkühleinrichtung 8, in der der erwärmte Werkzeughalter 3 abgekühlt wird. Die Abkühleinrichtung 8 umfasst ein mit einem flüssigen Medium 9 gefülltes Gefäß oder Tank 10, welcher unmittelbar unterhalb der mit einer Öffnung 11 versehenen Abdeckung 12 des Gerätegehäuses 6 angeordnet ist. In dem Gefäß oder dem Tank 10 befindet sich eine als Lineareinheit ausgebildete Hubeinrichtung 13, mittels der der Werkzeughalter 3 durch die Öffnung 11 in das bevorratete flüssige Medium 9 absenkbar ist, so dass der Werkzeughalter 3 mit dem Bohrer oder Fräser 2 unterhalb des Flüssigkeitsspiegels 14 des bevorrateten Mediums 9 zur Abkühlung eintauchen kann, wie dies insbesondere in der 2 dargestellt ist, wo der Werkzeughalter 3 von dem flüssigen Medium 9 umgeben ist.

Wie aus der Zusammenschau der 1 bis 3 zu erkennen ist, ist in dem Gefäß oder Tank 10, und hier insbesondere am Boden des Gefäßes oder des Tanks 10, eine Begasungseinrichtung 15 angeordnet, so dass hier verteilt über den Gefäßboden Luft eingeleitet werden kann, zur Bildung von Luftblasen 16 im flüssigen Medium 9. Dabei ist die Hubeinrichtung 13 parallel versetzt zur Verstellachse 17 der Induktionsspule 5 angeordnet. An der Hubvorrichtung 13 ist ein quer zur Hubrichtung angeordnetes Halterungselement 18 für den Werkzeughalter 3 vorgesehen ist, so dass der Werkzeughalter 3 in der Verstellachse 17 der Induktionsspule 5 bewegbar angeordnet ist.

Die Hubeinrichtung 13 als solches besteht hierbei aus einem Endlosriemen, der jeweils über Endrollen geführt ist, wobei an der oberen Endrolle 19 ein Schrittmotor 20 mit einem Getriebe vorgesehen ist. Dabei kann das quer angeordnete Halterungselement 18 entweder an dem Obertrum oder an dem Untertrum befestigt sein. Das Halterungselement 18 weist eine Aufnahme 21 für den Werkzeughalter 3 auf, der in der oberen Endstellung, dargestellt in der 1, durch die Öffnung 11 in der Abdeckung 12 des Gerätegehäuses 6 ragt.

In Weiterbildung der Erfindung, dargestellt insbesondere in der 4 in der Draufsicht, wo insbesondere die Aufnahme 21 dargestellt ist, ist diese mit radial angeordneten Schlitzen 22 versehen, so dass sich kein Stauwasser im Bereich der Aufnahme 21 bildet, wenn die Hubeinrichtung 13 den Werkzeughalter 3 aus dem Tauchbecken herausfährt. Hierbei kann insbesondere beim Herausfahren im Bereich der Öffnung 11 in der Abdeckung 12 eine Abblaseinrichtung 23 zur Trocknung vorgesehen sein, wie dies beispielsweise in der 3 näher gezeigt wird.

Wird also der Werkzeughalter 3 aus der Kühlmittelflüssigkeit 9 herausgefahren, so wird der Werkzeughalter 3 und die Aufnahme 21 abgeblasen, wobei infolge der an der Aufnahme 21 angeordneten Schlitzen 22 Stauflüssigkeit in den Tank 10 zurückfließen kann, bevor der Werkzeughalter 3 durch die Öffnung 11 in der Abdeckung 12 hindurch fährt.

Der Arbeitsablauf der erfindungsgemäßen Induktionsschrumpfvorrichtung 1 gestaltet sich derart, dass nach dem Einschalten des Hauptschalters die Hubeinrichtung 13 automatisch ihren Nullpunkt, also an die obere Stellung im Öffnungsbereich fährt. Nach dem Betätigen der Starttaste fährt die Hubeinrichtung 13 angetrieben von dem Schrittmotor 20 und nachgeschaltetem Getriebe in die untere Stellung, also in das Kühlmedium 9, welches in dem Tank 10 vorgehalten wird. Nach Erreichen der unteren Position wird automatisch ein Magnetventil angesteuert, welches Pressluft über die Begasungseinrichtung 15 durch die Blasdüsen am Boden in das im Tank befindliche Kühlmedium 9 einbläst und so das Kühlmedium 9 vermischt. Die Einblaszeit beträgt konstant 10 Sekunden. Der Werkzeughalter 3 mit dem Werkzeug 2 wird gleichzeitig aufgrund der in der Steuerung mittels Mikroprozessor und Potentiometer geregelten Zeit in der unteren Stellung gehalten, bis der Kühlprozess abgeschlossen ist.

Im automatischen Betrieb fährt der gekühlte Werkzeughalter 3, angetrieben über die Hubeinrichtung 13, nach oben in die Entnahmeposition. Der automatische Zeitablauf in der unteren Abkühlposition kann bei Bedarf durch Umschalten auf Handbetrieb dahingehend beeinflusst werden, dass erst durch nochmaliges Betätigen der Starttaste der Werkzeughalter 3 nach oben fährt. Die Eil- und Schleichgangläufe geschehen hierbei wie im automatischen Betrieb. Die Fahrt aufwärts geschieht in zwei Geschwindigkeiten.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform und hier insbesondere der Hubeinrichtung 13, dargestellt in den 5, 6, 7 und 8, ist die Hubeinrichtung 13 in Verlängerung der Verstellachse 17 der Induktionsspule 5 angeordnet ist. Dabei besteht die Hubeinrichtung 13 aus einem in einem Führungsrohr 24 fahrbar gelagerten Schiebekolben 25, der mit einer Hebe- und Senkeinrichtung 26 an dem Führungsrohr 24 zusammenwirkt. Das Führungsrohr 24 weist einen Längsschlitz 27 auf, durch den ein Kulissenelement 28 greift, welches mit dem Schiebekolben 25 verbunden ist und an dem ein die Hubeinrichtung 13 bildender Seilzug 29 befestigt ist, der wiederum über Führungsrollen 30 und 31 mit einem Schrittmotor 32 in Wirkverbindung steht. Zudem ermöglicht der Längsschlitz 27 das Umströmen von Kühlmittel 9 um das in der Aufnahme 21 angeordnete Werkzeug 2.

Der Schrittmotor 32 ist hierbei vorzugsweise außerhalb des Kühlgefäßes bzw. des Tanks 10 angeordnet und wird von einem Impulszähler gesteuert. Der Schiebekolben 25, wie er insbesondere in exponierter Darstellung in der 8 gezeigt wird, wird als solches aus einem zylinderförmigen Bauteil gebildet, wobei der obere Bereich 33 des Schiebekolbens 25 als Aufnahme 21 für ein Werkzeug 2 ausgebildet ist und wobei der untere Bereich 34 aus einem Hohlzylinder besteht, in dessen Zylinderwand Paare von Führungsrollen 35 angeordnet sind.

Der Arbeitsablauf der beschriebenen Hubeinrichtung 13 gestaltet sich derart, dass nach dem Einschalten des Hauptschalters der Schiebekolben 25 automatisch seinen Nullpunkt, dargestellt in 6, einnimmt, also an die obere Stellung im Öffnungsbereich fährt. Mit dem betätigen der Starttaste 36 beginnt der Kühlvorgang. Der Schiebekolben 25 fährt angetrieben über den Seilzug 29 in Wirkverbindung mit dem Schrittmotor 32 in die untere Stellung gemäß 6, also in das Kühlmedium 9, welches in dem Tank 10 vorgehalten wird. Dabei wird automatisch Pressluft über die Begasungseinrichtung 15 durch die Blasdüsen am Boden in das im Tank 10 befindliche Kühlmedium 9 eingeblasen und mit dem Kühlmedium 9 vermischt. Die Einblaszeit beträgt konstant 10 Sekunden. Der Werkzeughalter 3 mit dem Werkzeug 2 wird gleichzeitig aufgrund der in der Steuerung mittels Mikroprozessor und Potentiometer geregelten Zeit in der unteren Stellung gehalten, bis der Kühlprozess abgeschlossen ist.

01
Induktionsschrumpfvorrichtung
02
Werkzeug
03
Werkzeughalter
04
Spannfutter
05
Induktionsspule
06
Gerätegehäuse
07
Stab/Säule
08
Abkühleinrichtung
09
Kühlmittel
10
Tank
11
Öffnung in Abdeckung
12
Abdeckung
13
Hubeinrichtung
14
Flüssigkeitsspiegel
15
Begasungseinrichtung
16
Luftblasen
17
Verstellachse
18
Halterungselement
19
Endrolle
20
Schrittmotor
21
Aufnahme
22
Schlitz
23
Abblaseinrichtung
24
Führungsrohr
25
Schiebekolben
26
Hebe-Senkeinrichtung
27
Längsschlitz
28
Kulissenelement
29
Seilzug
30
Führungsrolle
31
Führungsrolle
32
Schrittmotor
33
oberer Bereich
34
unterer Bereich
35
Führungsrollen
36
Starttaste


Anspruch[de]
Induktionsschrumpfvorrichtung zum Wechseln von Werkzeugen wie Bohrer, Fräser oder der gleichen in einem Werkzeughalter, dessen Spannfutter sich infolge der Induktionserwärmung zur Aufnahme bzw. zum Lösen des Bohrer-, Fräserschaftes erweitert, wobei die Vorrichtung aus einer Induktionsspule besteht, die höhenverstellbar an einer zum Gerätegehäuse senkrecht ausgerichteten Säule oder Stab angeordnet ist, und wobei koaxial zur Induktionsspule im Gerätegehäuse eine Abkühleinrichtung vorgesehen ist, in die der Werkzeughalter zur Abkühlung absenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkühleinrichtung (8) ein mit einem flüssigen Medium (9) gefülltes Gefäß oder Tank (10) umfasst, welcher unmittelbar unterhalb der mit einer Öffnung (11) versehenen Abdeckung (12) des Gerätegehäuses (6) angeordnet ist\und wobei in dem Gefäß oder Tank (10) eine als Lineareinheit ausgebildete Hubeinrichtung (13) angeordnet ist, mittels der der Werkzeughalter (3) durch die Öffnung (11) in das bevorratete flüssige Medium (9) absenkbar ist, so dass der Werkzeughalter (3) unterhalb des Flüssigkeitsspiegels (14) des bevorrateten flüssigen Mediums (9) zur Abkühlung eintaucht. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (13) in Verlängerung der Verstellachse (17) der Induktionsspule (7) angeordnet ist, und die Hubeinrichtung (13) aus einem in einem Führungsrohr (24) fahrbar gelagerten Schiebekolben (25) gebildet ist, der mit einer Hebe- und Senkeinrichtung (26) an dem Führungsrohr (24) zusammenwirkt. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsrohr (24) einen Längsschlitz (27) aufweist durch den ein Kulissenelement (28) greift, welches mit dem Schiebekolben (24) verbunden ist, und an dem ein die Hubeinrichtung (13) bildender Seilzug (29) befestigt ist, der wiederum über Führungsrollen (30) und (31) mit einem Schrittmotor (32) in Wirkverbindung steht. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebekolben (24) aus einem zylinderförmigen Bauteil gebildet ist, wobei der obere Bereich (33) des Schiebekolbens (25) als Aufnahme (21) für ein Werkzeug (2) ausgebildet ist und der untere Bereich (34) aus einem Hohlzylinder besteht, in dessen Zylinderwand Paare von Führungsrollen (35) angeordnet sind. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (13) parallel versetzt zur Verstellachse (17) der Induktionsspule (7) angeordnet ist und wobei an der Hubeinrichtung (13) ein quer zur Hubrichtung angeordnetes Halterungselement (18) für den Werkzeughalter (3) vorgesehen ist, so dass der Werkzeughalter (3) in der Verstellachse (17) der Induktionsspule (7) bewegbar angeordnet ist. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (13) vorzugsweise aus einem Endlosriemen besteht, der jeweils über Endrollen geführt ist, wobei an der oberen Endrolle (19) ein Schrittmotor (20) mit Getriebe vorgesehen ist. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das quer angeordnete Halterungselement (18) entweder an dem Obertrum oder dem Untertrum befestigt ist. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halterungselement (18) eine Aufnahme (21) für den Werkzeughalter (3) aufweist, der in der oberen Endstellung der Hubeinrichtung (13) durch die Öffnung (11) in der Abdeckung (12) des Gerätegehäuses (6) ragt. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (21) mit radial angeordneten Schlitzen (22) versehen ist. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Öffnung (11) in der Abdeckung (12) eine Abblaseinrichtung (23) zur Trocknung des Werkzeughalters (3) angeordnet ist. Induktionsschrumpfvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gefäß oder Tank (10) und hier insbesondere am Boden des Gefäßes oder des Tanks (10) eine Begasungseinrichtung (15) angeordnet ist. Abkühlvorrichtung für eine Induktionsschrumpfvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche.






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