PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102007014972A1 04.10.2007
Titel Saugseitiger und Druckseitiger Fluidfilter mit interner Umgehung
Anmelder SPX Corporation, Charlotte, N.C., US
Erfinder Bryson, Theodore M., Fayetteville, N.C., US;
Khalil, Ibrahim, Barrington, Ill., US
Vertreter Patentanwälte Lang & Tomerius, 80336 München
DE-Anmeldedatum 28.03.2007
DE-Aktenzeichen 102007014972
Offenlegungstag 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse B01D 27/06(2006.01)A, F, I, 20070613, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B01D 27/08(2006.01)A, L, I, 20070613, B, H, DE   F01P 11/06(2006.01)A, L, I, 20070613, B, H, DE   F16N 39/06(2006.01)A, L, I, 20070613, B, H, DE   F01M 11/03(2006.01)A, L, I, 20070613, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Fluidfilter enthält einen gefilterten Strom und einen Umgehungsstrom. Insbesondere umfasst ein Fluidfiltereinsatz eine erste Endkappe, eine zweite Endkappe, ein zwischen der ersten und der zweiten Endkappe angeordnetes Sieb und ein das Sieb umgebendes Filtermedium. Ferner umfasst ein Verfahren zur Filtration eines Fluids das Leiten eines ersten Teils des Fluids durch einen Filtereinlass, das Leiten eines zweiten Teils des Fluids durch ein Filtermedium und das Leiten des ersten und des zweiten Teils durch einen Filterauslass. Außerdem umfasst ein Fluidfilter einen Umgehungseinlass, einen Filtermediumeinlass, der mit dem Umgehungseinlass koaxial ist, einen Auslass, der axial von dem Umgehungseinlass beabstandet ist, und ein Gehäuse, das den Umgehungseinlass, den Filtermediumeinlass und den Auslass umgibt. Überdies ist beim Fluidfilter vorgesehen, dass der Umgehungseinlass dafür dimensioniert ist, eine vorbestimmte Strömungsmenge zuzulassen.

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Kraftfahrzeug-Fluidkreisläufe. Die vorliegende Erfindung betrifft genauer gesagt einen Leitungsfluidfilter für Kraftfahrzeug-Fluidkreisläufe.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Der Motor und das Getriebe eines Kraftfahrzeugs können sehr viel Wärme erzeugen. Wärme kann insbesondere das Motor- oder Getriebeschmieröl zersetzen. Eine solche Schmiermittelzersetzung kann negative Folgen haben und unter Umständen zu einem katastrophalen Schaden am Motor oder Getriebe führen. Andere Arten von Maschinen erfordern ebenfalls eine Abfuhr von Wärme.

Daher sind Kühlsysteme vorgesehen, um von Motoren, Getrieben oder Maschinen erzeugte übermäßige Wärme abzuführen. Speziell können Kühlmittel durch einen Wärmetauscher geleitet werden, um diese Wärme abzuführen. Ein Wärmetauscher für einen Motor wird gewöhnlich als Kühler bezeichnet. Ein Wärmetauscher für ein Getriebe wird gewöhnlich als Ölkühler bezeichnet.

Durch den Kühler oder Ölkühler werden Kühlmittel umgewälzt und können bei der Umwälzung Fremdkörper ansammeln. An sich erfordern diese Kühlmittel eine Filtration. Übermäßige Filtration kann jedoch den Strom des Kühlmittels durch den Wärmetauscher verlangsamen, was zu einer übermäßigen Wärme und Überhitzung des Motors oder Getriebes führt. Um dieses Problem zu mindern, sind diese Kühlmittelfilter gelegentlich mit Umgehungsventilen ausgestattet. Diese Umgehungsventile können jedoch ungenau funktionieren. Zuweilen werden die Ventile offen gelassen, was verhindert, dass das Kühlmittel filtriert wird. Zu einer anderen Zeit bleiben die Ventile geschlossen, was die Zirkulation des Kühlmittels unterbricht und so den Motor oder das Getriebe überhitzt. Überdies können Umgehungsventile groß sein, und ihre Anordnung in der Kühlmittelleitung kann mühsam sein und die Kosten und Komplikationen bei der Montage mehren. Sie könnten auch ein häufiges Auswechseln erfordern, was zu einem erhöhten Kosten- und Zeitaufwand für Austauscharbeiten und Reparaturen führen würde.

Folglich ist es wünschenswert, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Filtration von Kühlmitteln zu schaffen, wobei gleichzeitig sichergestellt ist, dass das Kühlmittel in hinreichendem Ausmaß durch den Wärmetauscher fließt. Überdies ist es wünschenswert, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur kostengünstigen und effizienten Inline-Filtration von Kühlmittel zu schaffen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die obigen Bedürfnisse werden größtenteils von der vorliegenden Erfindung erfüllt, wobei in einer Erscheinungsform eine Vorrichtung bereitgestellt wird, die in einigen Ausführungsformen Fluid filtert und zugleich einen ausreichenden Fluidstrom zu einem Wärmetauscher, einem Getriebe, einem Motor oder einer anderen Maschine sicherstellt. Insbesondere gewährleistet der Fluidfilter in einigen Ausführungsformen, dass ein Teil des Fluids filtriert wird, während ein anderer Teil des Fluids den Filter umgeht.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst ein Fluidfiltereinsatz eine erste Endkappe, eine zweite Endkappe, ein zwischen der ersten und der zweiten Endkappe angeordnetes Sieb und ein das Sieb umgebendes Filtermedium. Außerdem ist beim Filtereinsatz vorgesehen, dass die erste Endkappe, die zweite Endkappe, das Sieb und das Filtermedium von einem Filtergehäuse umgeben sind, das ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, wobei das Gehäuse an dem ersten Ende einen Gehäuseeinlass und an dem zweiten Ende einen Gehäuseauslass umfasst. Überdies ist der Gehäuseeinlass axial von der ersten Endkappe des Filtereinsatzes beabstandet.

Gemäß einer anderen Ausführungsform umfasst ein Verfahren zur Filtration eines Fluids das Leiten eines ersten Teils des Fluids durch einen Fluidfiltereinsatz, das Leiten eines zweiten Teils des Fluids durch ein Filtermedium und das Leiten des ersten und des zweiten Teils durch einen Filterauslass. Außerdem ist bei dem Verfahren vorgesehen, dass das Filtermedium, das Sieb und der Filtereinlass und der Filterauslass in einem Filtergehäuse angeordnet sind, wobei das Filtergehäuse ein erstes Ende mit einem Gehäuseeinlass und ein zweites Ende mit einem Gehäuseauslass umfasst. Zudem beinhaltet das Verfahren die Schritte des Leitens des ersten und des zweiten Teils des Fluids durch den Gehäuseeinlass und den Gehäuseauslass, wobei der Filtereinlass und der Filterauslass eine erste Endkappe mit einer ersten Öffnung bzw. eine zweite Endkappe mit einer zweiten Öffnung umfassen.

Gemäß einer noch anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein System zur Filtration von Fluid Mittel zum Leiten eines ersten Teils des Fluids durch einen Fluidfiltereinlass, Mittel zum Leiten eines zweiten Teils des Fluids durch ein Filtermedium und Mittel zum Leiten des ersten und des zweiten Teils durch einen Filterauslass. Außerdem ist bei dem System vorgesehen, dass der Filtereinlass und der Filterauslass eine erste Endkappe mit einer ersten Öffnung bzw. eine zweite Endkappe mit einer zweiten Öffnung umfassen.

Gemäß einer noch anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein Fluidfilter einen Umgehungseinlass, einen Filtermediumeinlass, der mit dem Umgehungseinlass koaxial ist, einen Auslass, der axial von dem Umgehungseinlass beabstandet ist, und ein Gehäuse, das den Umgehungseinlass, den Filtermediumeinlass und den Auslass umgibt. Außerdem ist beim Fluidfilter vorgesehen, dass der Umgehungseinlass dafür dimensioniert ist, eine vorbestimmte Strömungsmenge zuzulassen.

Es sind somit bestimmte Ausführungsformen der Erfindung grob skizziert worden, damit die ausführliche Beschreibung derselben hier besser verstanden und der vorliegende Beitrag zur Technik besser gewürdigt werden kann. Es gibt natürlich weitere Ausführungsformen der Erfindung, die nachstehend beschrieben werden und welche den Gegenstand der hier beigefügten Ansprüche bilden.

Diesbezüglich und bevor wenigstens eine Ausführungsform der Erfindung im Einzelnen erläutert wird, sollte klar sein, dass die Erfindung in ihrer Anwendung nicht auf die Konstruktionsdetails und die Anordnungen der Bauteile beschränkt ist, wie sie in der folgenden Beschreibung dargelegt oder in den Zeichnungen dargestellt sind. Die Erfindung ist zu Ausführungsformen zusätzlich zu den beschriebenen fähig und kann auf verschiedene Weise in die Praxis umgesetzt und durchgeführt werden. Außerdem versteht sich, dass die hier sowie in der Kurzfassung verwendete Ausdrucksweise und Terminologie dem Zweck der Beschreibung dient und nicht als einschränkend angesehen werden darf.

An sich wird dem Fachmann ersichtlich sein, dass das Konzept, auf dem diese Offenbarung beruht, leicht als Grundlage für den Entwurf weiterer Strukturen, Verfahren und Systeme zur Erfüllung der verschiedenen Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann. Es ist daher wichtig, die Ansprüche als solche äquivalenten Konstruktionen einschließend anzusehen, insoweit, als diese nicht vom Geist und Umfang der vorliegenden Erfindung abweichen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine schematische Ansicht eines Fluidfilters, der in einem Kraftfahrzeug-Kühlsystem verwendet wird.

2 ist eine perspektivische Ansicht, die den Fluidfilter gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellt.

3 ist eine Explosionsansicht des Fluidfilters gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfiguren beschrieben werden, in denen gleiche Bezugszeichen durchwegs gleiche Teile bezeichnen. Eine Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung stellt einen Fluidfilter bereit, insbesondere einen Kühlmittelfilter, der einen ausreichenden Fluidstrom zu einem Wärmetauscher gewährleistet. Der Filter kann in einer Anwendung inline verwendet werden. Außerdem kann er auf der Druckseite oder der Rücklaufseite einer Anwendung verwendet werden. Der Filter ist von einfacher Konstruktion und ermöglicht eine einfache Montage und weniger Reparaturen oder Komplikationen während seines Betriebs.

Eine Ausführungsform der vorliegenden erfinderischen Vorrichtung ist in 1 dargestellt. Speziell ist 1 eine schematische Ansicht eines Fluidfilters 10, der in einem Kraftfahrzeug-Kühlsystem verwendet wird. Der Filter 10 ist inline mit einem Getriebe 12 und einem Wärmetauscher 14 angeordnet. Der Wärmetauscher 14 kann ein Ölkühler oder ein Kühler sein. Eine Leitung 20 ermöglicht zusammen mit einem Getriebeauslass 16 und einem Filtereinlass 18, dass der Filter 10 in Fluidverbindung mit dem Getriebe 12 steht. Eine Leitung 26 ermöglicht zusammen mit einem Filterauslass 22 und einem Wärmetauschereinlass 24, dass der Wärmetauscher 14 in Fluidverbindung mit dem Filter 10 steht. Mittels eines Wärmetauscherauslasses 28 und eines Getriebeeinlasses 30 stehen schließlich der Wärmetauscher 14 und das Getriebe 12 über eine Leitung 32 in Fluidverbindung.

Die Leitungen 20, 26 und 32 können aus jeder Art von Schlauch oder Rohr bestehen, die einen Fluidstrom gestattet. Obwohl in diesem Fall ein Getriebe 12 dargestellt ist, kann jede Art von Maschine verwendet werden. Es können insbesondere Maschinen, die eine Fluidfiltration erfordern, Verwendung finden, wie zum Beispiel ein Motor. Obwohl ein Kraftfahrzeugsystem dargestellt ist, um eine bestimmte Anwendung zu erläutern, die den Filter der vorliegenden Erfindung nutzen könnte, kann der Filter der vorliegenden Erfindung zudem mit jedem System oder jeder Anwendung, das bzw. die eine Fluidfiltration erfordert, verwendet werden. Zum Beispiel könnte eine Servolenkungsanwendung den Filter 10 dieser Erfindung verwenden. Ferner kann der Filter 10 auf der Druckseite oder der Rücklaufseite jedes Systems angeordnet werden.

In dem dargestellten Schema von 1 zirkuliert ständig Fluid zwischen dem Getriebe 12 und dem Wärmetauscher 14, der das Fluid kühlt. Bei dem Fluid kann es sich um jede Art von Fluid handeln, die eine Filtration erfordert, zum Beispiel Getriebeflüssigkeit, Motoröl, Servolenkflüssigkeit etc. In diesem Fall strömt das Fluid am Getriebeauslass 16 aus dem Getriebe 12 und tritt am Filtereinlass 18 in den Filter 10 ein. Dort wird das Fluid filtriert, wie nachstehend ausführlich beschrieben werden wird.

Danach verlässt das Fluid den Filter durch den Filterauslass 22 und tritt durch den Wärmetauschereinlass 24 in den Wärmtauscher 14 ein. Zugleich wird das Fluid in dem Wärmetauscher 14 wie erforderlich gekühlt und verlässt den Wärmetauscher 14 am Wärmetauscherauslass 28. Schließlich tritt das Fluid über den Getriebeeinlass 30 erneut in das Getriebe 12 ein, wodurch der Kreislauf geschlossen wird. Obwohl 1 eine einfache schematische Darstellung des Filters 10 in Verwendung zeigt, kann der Filter 10 in einer Vielzahl verschiedener Systeme von großer Komplexität installiert werden, die in dieser schematischen Ansicht nicht dargestellt sind.

2 ist eine perspektivische Ansicht, welche den Filter 10 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellt. Der Filter 10 ist mit einer ersten Endkappe 34, einer zweiten Endkappe 36 und einem Filterelement 38 dargestellt. Die erste Endkappe 34 kann insbesondere ein Sitz sein, der dafür gestaltet ist, ein erstes Ende des Filterelements 38 zu halten. Desgleichen kann die zweite Endkappe 36 ein Sitz sein, der dafür gestaltet ist, ein zweites Endes des Filterelements 38 zu halten. Die erste und die zweite Endkappe 34 bzw. 36 können aus jedem geeigneten Material, zum Beispiel einem Metall, gefertigt sein.

Bei dem Filterelement 38 kann es sich um jede Art von Medium oder Element handeln, das in der Lage ist, ein Fluid zu filtern. Zudem kann das Filterelement 38 ein Fasermedium sein. Das Fasermedium kann insbesondere gefaltet sein. Die Falten stellen eine größere Oberfläche zur Filtration bereit als ein nicht gefaltetes Medium. Überdies kann die größere Oberfläche auf kleinerem Raum angeordnet werden.

3 ist eine Explosionsansicht des Fluidfilters 10 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Hier weist die erste Endkappe 34 einen Filtereinlass 40 auf. Das Filterelement 38 umgibt ein Sieb 42 mit Öffnungen 44 die über das gesamte Sieb 42 mit Abständen angeordnet sind. Die zweite Endkappe 36 weist einen Filterauslass 46 auf. Der Filterauslass 46 kann mit Dichtungsring 48 versehen sein.

Beim Filtereinlass 40 und -auslass 46 kann es sich um jede Art von Aussparung oder Öffnung handeln. Das Sieb 42 kann zylindrisch und von hohler Beschaffenheit sein. Ein von dem Zylinder gebildeter hohler Bereich 43 dient als Umgehungsfilter, wie unten vollständig beschrieben werden wird. Das Sieb 42 kann aus jedem geeigneten Material gebildet sein. Vorzugsweise ist das Sieb 42 aus Metall gefertigt. Das Sieb 42 gewährleistet strukturelle Integrität und Abstützung für das Filterelement 38. Das Filterelement 38 ist hier in seiner gefalteten Form dargestellt, wobei es das Sieb 42 umgibt.

Der Filter 10 kann in seiner Gesamtheit in einem Fluidfiltergehäuse 50 angeordnet sein. Das Filtergehäuse 50 besitzt ein erstes Ende 52 und ein zweites Ende 54. An dem ersten Ende 52 weist das Filtergehäuse 50 einen Gehäuseeinlass 56 auf. Der Gehäuseeinlass 56 ist von dem Filtereinlass 40 beabstandet, um zu ermöglichen, dass Fluid den Filter 10 umströmt und in das Filtermedium 38 eintritt. An dem zweiten Ende 54 jedoch kann der Filtergehäuseauslass 58 mit dem Filterauslass 46 verbunden sein, so dass der filtrierte Strom und der Umgehungsstrom gleichzeitig aus dem Filterauslass 46 und dem Filtergehäuseauslass 58 austreten können.

Während des Betriebs tritt Fluid durch den Gehäuseeinlass 56 in das Fluidfiltergehäuse 50 ein. Ein Teil des Fluids wird um die erste Endkappe 34 of des Filters 10 herumgeleitet und tritt in das Filterelement 38 ein und wird in ausreichender Weise gereinigt. Das Filterelement 38 kann so gestaltet sein, dass es eine Filtration im gewünschten Ausmaß gewährleistet. Das Filterelement 38 kann zum Beispiel so dicht oder dünn wie gewünscht sein, um den erforderlichen Filtrationsgrad zu erreichen. Das filtrierte Fluid gelangt dann durch die Öffnungen 44 in den vom Sieb 42 gebildeten hohlen Bereich 43 und tritt am Filterauslass 46 aus dem Filter 10 aus. Die Öffnungen 44 selbst wirken als eine sekundäre Form der Filtration, wobei sie Partikel abfangen, die gegebenenfalls von dem Filterelement 38 nicht eingefangen wurden.

Das übrige Fluid tritt in den Filtereinlass 40 ein und durchströmt den vom Sieb 42 gebildeten Hohlraum 43 und verlässt den Filter 10 direkt am Filterauslass 46. Wie zuvor erwähnt, treten sowohl der filtrierte Strom als auch der Umgehungsstrom gleichzeitig aus dem Filterauslass 46 und dem Gehäuseauslass 58 aus. Somit wird das übrige Fluid nicht filtriert, was ermöglicht, dass das Fluid das Filterelement 38 umgeht. Dies gewährleistet, dass immer etwas Fluid den Wärmetauscher 14 oder das Getriebe 12 erreicht.

Der Teil des Fluids, der filtriert wird, kann zwischen 10 und 40 Prozent des Gesamtfluids betragen, wobei zwischen 90 bzw. 60 Prozent des Fluids unfiltriert verbleiben. Es wird bevorzugt, einen Prozentsatz von 30% des Fluids zu filtrieren, wobei die restlichen 70% des Fluids das Filterelement 38 umgehen. Der Fluideinlass 40 kann so gestaltet sein, dass er den zu filtrierenden Prozentsatz an Fluid aufnimmt. Wenn zum Beispiel die Größe des Filtereinlasses 40 sehr gering ist, dann würde mehr von dem Fluid um die erste Endkappe 34 herumgeleitet werden, in das Filtermedium 38 gelangen und filtriert werden, was weniger Fluid ermöglicht, in den hohlen Bereich 43 einzutreten und unter völliger Umgehung des Filtermediums 38 den Filter 10 zu verlassen.

Entsprechend würde, wenn die Größe des Filtereinlasses 40 groß wäre, mehr von dem Fluid in den hohlen Bereich 43 eintreten und unmittelbar zum Filterauslass 46 strömen und den Filter 10 unter völliger Umgehung des Filtermediums 38 verlassen. Dies wiederum lenkt weniger Fluid um die erste Endkappe 34 herum, das von dem Filterelement 38 zu filtrieren ist. Auf diese Weise kann der Umfang der Fluidfiltration kontrolliert werden.

Zudem gewährleistet die Filtration von nur einem Teil des Fluids, dass bei der Anwendung, für die der Filter 10 dient, immer eine Fluidverbindung besteht. Zum Beispiel gewährleistet bei dem von 1 dargestellten Beispiel die Möglichkeit, das ein Teil des Fluids das Filterelement 38 umgeht, dass jederzeit etwas Fluid zwischen dem Wärmetauscher 14 und dem Getriebe 12 umgewälzt werden wird. Von anderen Filtern ist bekannt, dass sie mehr oder weniger Fluid filtern als ursprünglich beabsichtigt. Zum Beispiel ist von den Filtern mit herkömmlichen Umgehungsventilen bekannt, dass sie nicht exakt funktionieren. Dies könnte weniger Fluid für die Zirkulation übriglassen, was unter Umständen zu einem katastrophalen Versagen des gesamten Systems führt. Entsprechend könnte weniger Fluid filtriert werden, was mehr Fremdkörper und Verunreinigungen in das System gelangen lässt und möglicherweise ebenfalls zu einem Versagen des Systems führt.

Zusätzlich zur Gewährleistung eines jederzeit ausreichenden Fluidstroms zum System verlängert der Teilstrom durch das Filtermedium 38 die Lebensdauer des Filters. Da nicht der gesamte Strom durch das Filterelement 38 fließt, wird dieses nicht so leicht mit Fremdkörpern und Verunreinigungen zugesetzt und wird sich nicht so leicht abnutzen. Auf diese Weise wird die Lebensdauer des Filterelements 38 verlängert, und dies wird einen selteneren Austausch des Filters 10 zur Folge haben. Ein weniger häufiger Austausch führt zu geringeren Kosten und einer größeren Effizienz.

Überdies gestattet der Teilstrom durch das Filterelement 38 eine Anordnung des Filters 10 in einer Anwendung mit einem höheren Druck, als es sonst mit einem herkömmlichen Filter möglich sein würde. Da nur ein Teil des Fluids in das Filterelement 38 eintritt, kann der Filter in einer Anwendung mit einem höheren Druck angeordnet werden als ein Filter, bei dem das gesamte Fluid das Filtermedium durchströmt.

Zudem kann die Größe des Filtereinlasses 40 auch auf der Grundlage der Druckbedingungen der Anwendung gestaltet werden. Wenn zum Beispiel gewünscht wird, dass 30% des Gesamtstroms durch das Filterelement 38 filtriert werden, dann könnte man folgendermaßen verfahren, um die Größe des Filtereinlasses 40 zu bestimmen. Ein Filter 10 mit einer massiven ersten Endkappe 34, die keine Öffnung oder keinen Einlass aufweist, kann in einem Filtergehäuse eingebaut werden. Dann kann Fluid durch den Filter 10 geleitet werden, und es können Druck und Strom gemessen werden.

Anschließend kann der Druckabfall über das Filterelement 38 bei 30% des Gesamtfluidstroms des Systems gemessen werden. Dieser Druckabfall über das Filterelement 38 kann nun verwendet werden, um die Größe des Filtereinlasses 40 zu bestimmen, die einen gleichen Druckabfall bei 70% Gesamtfluidstrom ergeben würde. Sodann kann die erste Endkappe 34 auf jede geeignete Weise mit einem Filtereinlass 40 dieser Größe versehen werden, um 30% filtrierten Strom zu erzielen.

Obwohl ein Beispiel für den Filter gezeigt wurde, das Kühlmittel verwendet, versteht sich, dass auch andere Fluida Verwendung finden können. Außerdem kann der Filter, obwohl er für die Kraftfahrzeugindustrie brauchbar ist, auch in anderen Industrien eingesetzt werden. Insbesondere kann der Filter 10 in Heiz- und Belüftungssystemen oder jedem System, das eine Fluidfiltration erfordert, zur Anwendung kommen.

Aus der ausführlichen Beschreibung werden die vielen Merkmale und Vorteile der Erfindung ersichtlich, und folglich sollen die beigefügten Ansprüche sämtliche solche Merkmale und Vorteile der Erfindung abdecken, die in den wahren Geist und Bereich der Erfindung fallen. Da dem Fachmann leicht zahlreiche Modifikationen und Variationen in den Sinn kommen werden, soll zudem die Erfindung nicht auf die genaue dargestellte und beschriebene Konstruktion und Wirkungsweise beschränkt sein, und entsprechend kann von allen geeigneten Modifikationen und Äquivalenten Gebrauch gemacht werden, die in den Bereich der Erfindung fallen.


Anspruch[de]
Fluidfiltereinsatz, umfassend:

eine erste Endkappe;

eine zweite Endkappe;

ein zwischen der ersten und der zweiten Endkappe angeordnetes Sieb; und

ein das Sieb umgebendes Filtermedium.
Fluidfiltereinsatz nach Anspruch 1, wobei die erste Endkappe, die zweite Endkappe, das Sieb und das Filtermedium von einem Filtergehäuse umgeben sind, das ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist. Fluidfiltereinsatz nach Anspruch 2, wobei das Gehäuse an dem ersten Ende einen Gehäuseeinlass und an dem zweiten Ende einen Gehäuseauslass umfasst. Fluidfiltereinsatz nach Anspruch 3, wobei der Gehäuseeinlass axial von der ersten Endkappe beabstandet ist. Fluidfiltereinsatz nach Anspruch 1, wobei das Sieb eine Öffnung enthält. Fluidfiltereinsatz nach Anspruch 1, wobei das Filtermedium faserig ist. Fluidfiltereinsatz nach Anspruch 1, wobei die erste und die zweite Endkappe außerdem eine erste bzw. eine zweite Öffnung umfassen. Fluidfiltereinsatz nach Anspruch 7, wobei die erste Öffnung dafür dimensioniert ist, eine vorbestimmte Strömungsmenge zuzulassen. Verfahren zur Filtration eines Fluids, umfassend:

das Leiten eines ersten Teils des Fluids durch einen Filtereinlass;

das Leiten eines zweiten Teils des Fluids durch ein Filtermedium; und

das Leiten des ersten und des zweiten Teils durch einen Filterauslass.
Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Filtermedium ein Fasermedium ist. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Filtermedium zwischen dem Filtereinlass und dem Filterauslass angeordnet ist. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Filtermedium ein Sieb umgibt. Verfahren nach Anspruch 12, wobei das Filtermedium, das Sieb und der Filtereinlass und der Filterauslass in einem Filtergehäuse angeordnet sind. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Filtergehäuse ein erstes Ende mit einem Gehäuseeinlass und ein zweites Ende mit einem Gehäuseauslass umfasst. Verfahren nach Anspruch 14, das außerdem den Schritt des Leitens des ersten und des zweiten Teils des Fluids durch den Gehäuseeinlass und den Gehäuseauslass umfasst. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Filtereinlass und der Filterauslass eine erste Endkappe mit einer ersten Öffnung bzw. eine zweite Endkappe mit einer zweiten Öffnung umfassen. System zur Filtration von Fluid, umfassend:

Mittel zum Leiten eines ersten Teils des Fluids durch einen Fluidfiltereinlass;

Mittel zum Leiten eines zweiten Teils des Fluids durch ein Filtermedium; und

Mittel zum Leiten des ersten und des zweiten Teils durch einen Filterauslass.
System nach Anspruch 17, wobei der Filtereinlass und der Filterauslass eine erste Endkappe mit einer ersten Öffnung bzw. eine zweite Endkappe mit einer zweiten Öffnung umfassen. System nach Anspruch 17, wobei das Filtermedium zwischen dem Filtereinlass und dem Filterauslass angeordnet ist. System nach Anspruch 17, das außerdem ein Mittel zur Aufnahme dieses Systems umfasst. Fluidfilter, umfassend:

einen Umgehungseinlass;

einen Filtermediumeinlass, der mit dem Umgehungseinlass koaxial ist;

einen Auslass, der axial von dem Umgehungseinlass beabstandet ist; und

ein Gehäuse, das den Umgehungseinlass, den Filtermediumeinlass und den Auslass umgibt.
Fluidfilter nach Anspruch 21, wobei sich der Umgehungseinlass und der Auslass an jeweils einem der beiden Enden eines Zylinders befinden. Fluidfilter nach Anspruch 22, wobei der Zylinder eine Vielzahl von Öffnungen umfasst. Fluidfilter nach Anspruch 22, der außerdem ein den Zylinder umgebendes Filtermedium umfasst. Fluidfilter nach Anspruch 21, wobei der Umgehungseinlass dafür dimensioniert ist, eine vorbestimmte Strömungsmenge zuzulassen. Fluidfilter nach Anspruch 21, wobei das Gehäuse einen Gehäuseeinlass umfasst, der axial von dem Umgehungseinlass beabstandet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com