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Dokumentenidentifikation DE19916389B4 04.10.2007
Titel System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen
Anmelder Steel Authority of India Ltd., Neu Delhi, IN
Erfinder Murty, Devulapalli Suryanarayana, Doranda, Ranchi, IN;
Murty, Kolluru Sri Rama, Bhilai, IN;
Kumar, Deepak, Doranda, Ranchi, IN;
Krishnan, Anantanarayan Sivarama, Bhilai, IN;
Sablok, Sushil Kumar, Doranda, Ranchi, IN;
Krishna, Mokkapati Gopala, Doranda, Ranchi, IN;
Ray, Mitadu, Bhilai, IN;
Khan, Sushil Chandra, Doranda, Ranchi, IN
Vertreter Meissner & Meissner, 14199 Berlin
DE-Anmeldedatum 31.03.1999
DE-Aktenzeichen 19916389
Offenlegungstag 18.05.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse B21B 37/48(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G08B 21/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G05B 19/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B21B 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen und insbesondere ein System zur Online-Schlupferkennung in Blockwalzstraßen.

Ein System zur Schlupferkennung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist aus dem JP-Abstract 57-068210 bekannt.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik sind allerdings nur solche Systeme zur Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen bekannt, bei denen die Erkennung auf der Grundlage von Einzelerscheinungen erfolgt ohne mögliche kontinuierliche Beobachtung und Ermittlung der Schlupfbedingungen in der Walzstraße. Eine wichtige Erfahrung besteht darin, daß diese Einzelerkennung von Schlupfbedingungen unzureichend und ineffektiv war, was zu Ausfällen der Ausrüstung sowie zum Versagen der Anlage führte. Dabei ist zu bedenken, daß ein derartiger Ausfall der mechanischen Ausrüstung wie Walzen, Spindeln, Kupplungen usw. außerdem mit einem Verlust an Walzstunden und demzufolge mit einem Produktivitätsverlust der Walzstraße verbunden ist. Dem ist hinzuzufügen, daß derartige herkömmliche Systeme zur Erkennung von Schlupferscheinungen über kein interaktives System verfügen, das Alarm auslöst, wenn Schlupferscheinungen festgestellt werden, das mögliche korrektive Maßnahmen einleitet und somit einen Schutz gegen jegliche Fehlfunktion/Betriebsstörung des betroffenen Walzstraßenabschnitts bildet.

Eine Prozeßsteuerung allgemeiner Art für ein Walzwerk, insbesondere für ein Drahtwalzwerk, ist aus der Veröffentlichung "Steel & Metals Magazine", Vol. 26, No. 2, 1988, Seiten 91–97 bekannt.

Das grundlegende Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Systems, das die Schlupfbedingungen in Walzstraßen kontinuierlich überwacht, diese Bedingungen analysiert, gegebenenfalls Alarmsignale erzeugt und außerdem Sofortmaßnahmen zur Fehlerbehebung einleitet, um die betroffene Anlage und Walzstraßenausrüstung zu schützen.

Weiterhin soll ein System für die Online-Schlupferkennung in Walzstraßen zur Verfügung gestellt werden, das unterschiedlichen Typen von Walzstraßen und deren Kapazitäten angepaßt werden kann und außerdem ein Variieren der Alarmstufe ermöglicht, je nach den Erfordernissen der Walzstraße, in der das System installiert ist.

Das System soll ferner die kontinuierliche Überwachung der Schlupfbedingungen ermöglicht und über Mittel zur Identifizierung der Ursachen für die Schlupferscheinung verfügt.

Schließlich soll das System für die rasche und kontinuierliche Erfassung und Analyse der Schlupfbedingungen ausgelegt sein, das nötigenfalls Alarm auslöst sowie Korrekturmaßnahmen einleitet und dadurch einen Schutz gegen Schäden an der teuren Ausrüstung sowie gegen den Verlust an Walzstunden und Produktivität darstellt.

Die Lösung für diese Zielsetzung ergibt sich aus den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Vorzugsweise Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 19.

Das erfindungsgemäße System stellt ein selbständiges System dar zur Gewährleistung einer kontinuierlichen Überwachung der Schlupfbedingungen in Walzstraßen sowie zur Erzeugung von Alarm/Korrektursignalen, wenn es erforderlich ist.

Das erfindungsgemäße System arbeitet auf der Grundlage einer Logistik, die eigens für die Ermittlung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen entwickelt wurde. Bei einer derartigen Logistik erfolgt die Analyse der Daten nicht anhand eines vordefinierten Sollwerts, d. h. bestimmter Einstellungen in der Hardware, sondern die Eingabedaten werden kontinuierlich von einer geeigneten Software analysiert, die in der Lage ist, die definierte Logistik der Schlupferkennung in Übereinstimmung mit der Erfindung umzusetzen. Die Einzelheiten der Logik, auf deren Grundlage das System zur Schlupferkennung arbeitet, werden ausführlicher in der beigefügten schematischen Darstellung von 1 gezeigt.

Wie aus 1 ersichtlich ist, bedient sich das erfindungsgemäße System zur Bestimmung der Schlupfbedingungen grundsätzlich der folgenden sequentiellen logistischen Datenanalyse:

  • I) Das System erkennt jedes Absinken des Ankerstroms der Motoren für die Ober- und Unterwalzen.
  • II) Kommt es zu einem Absinken um mehr als beispielsweise 3 kA gefolgt von einem Ansteigen um beispielsweise 2 kA, wird dies als Vormeldung für einen möglichen Schlupf registriert. Ein Warnzeichen wird gesetzt. Es erfolgt keine Ausgabe.
  • III) Wenn sich dieser Vorgang im Abstand von beispielsweise 1 s wiederholt, wird ein Schlupfalarm an das Bedienungspult gegeben. Wenn jedoch 1 s verstreicht, wird das Warnzeichen zurückgenommen.

Die Logik der Schlupferkennung arbeitet also folgendermaßen: Der Abfall der Stromstärke gefolgt von einem Ansteigen der Stromstärke üenseits von Schwellenwerten) innerhalb eines spezifizierten Zeitabstands wird als Schlupferscheinung erkannt. Bei jeder derartigen Erscheinung wird der Schlupferkennungsalarm ausgelöst. Kommt es jedoch zu zwei solchen Schlupferscheinungen in einem Zeitabstand von 500 bis 600 Millisekunden, wird zur Bestätigung für das Werk ein Alarm (Warnzeichen) ausgelöst und auf dem Bedienungspult angezeigt. Wenn sich derselbe Vorgang fortlaufend wiederholt, wird auf der Antriebsseite eine Korrektur durch Reduzierung der Betriebsspannung vorgenommen. Die Blöcke zeigen die Gesamtfunktionen an, die durch die Software realisiert werden.

Der Vorteil des im vorangegangenen offenbarten erfindungsgemäßen Systems besteht insbesondere dann, daß die eingesetzte Logistik für alle Arten von Walzstraßen einsetzbar/adaptierbar ist. Dadurch wird Flexibilität sowie die effektive Anwendung des Systems in unterschiedlichen Typen von Walzstraßen ermöglicht.

Vorzugsweise umfassen bei dem obengenannten erfindungsgemäßen System die Mittel zur Messung von Spannung, Stromstärke und Geschwindigkeit der Motoren am Schaltpult installierte Meßwandler wie Stromwandler, Spannungswandler und analoge Tachometer, während die anderen Eingangssignale von spannungsfreien Kontakten gewonnen werden.

Das System ist insbesondere um eine Prozeßsteuerungseinheit herum aufgebaut, die aus einem Hauptmodul besteht, an das unterschiedliche Eingabe-/Ausgabemodule in Parallelbusanordnung angeschlossen sind.

Zu den Mitteln zur Erfassung der Daten über die Motorbetriebsbedingungen gehört eine analoge Eingabekarte, die für die Ober- und Untermotoren des betreffenden Walzgerüsts Daten über die folgenden Parameter erfaßt:

  • a) die von den Bedienern an den Motor angelegte Spannung;
  • b) Stromaufnahme des Motors; und
  • c) Geschwindigkeit, mit der der Motor die Walze dreht.

Die genannte analoge Eingabekarte ist mittels Trennverstärkerkarte operativ an den Ausgang des genannten Stromwandlers, Spannungswandlers sowie analogen Tachometers angeschlossen.

Die Mittel zur Erfassung von Eingangsdaten umfassen ferner eine digitale Eingabekarte zur Erfassung von Daten über folgende Parameter:

  • a) Fotodetektorsignale zur Bestimmung der Walzenrichtung; und
  • b) Fußhebelstellung des Bedieners zur Steuerung der angelegten Spannung.

Die Mittel zur Erzeugung des Alarmsignals umfassen eine digitale Ausgabekarte, um die Ausgabesignale für Alarmbedingungen an unterschiedliche Positionen weiterzuleiten wie beispielsweise das Schaltpult, wo der Bediener Korrekturmaßnahmen treffen kann, sowie an eine Zählvorrichtung, die die Gesamtzahl der Schlupferscheinungen während der Schicht anzeigt.

Weitere Ausgabemittel umfassen eine analoge Ausgabevorrichtung zur Erzeugung eines Ausgabesignals, mit dem die an den Motor angelegte Spannung reguliert wird, um dessen Geschwindigkeit beizubehalten, wodurch sich ein möglicher Schlupf vermeiden läßt.

Die Einzelheiten der Erfindung, ihre Ziele und Vorzüge werden im folgenden unter Bezugnahme auf die nicht einschränkende, exemplarische Ausführung der Hardwarekonfiguration des Systems zur Schlupferkennung in Walzstraßen ausführlich erläutert, und zwar anhand der folgenden Figuren, wobei:

2 die Hardwarekonfiguration des erfindungsgemäßen Systems zur Schlupferkennung schematisch darstellt; und

3 den Operationsablauf in der erfindungsgemäßen Prozeßsteuerungseinheit zeigt.

Im folgenden werden die 2 und 3 herangezogen, um die Transputerhardware des erfindungsgemäßen Systems sowie ihre Arbeitsweise zu erläutern. Wie aus 2 hervorgeht, gehört zum Hardwaresystem auf Transputerbasis die Prozeßsteuerungseinheit, die über einen T805-Transputer an den Personalcomputer angeschlossen ist.

Die Prozeßsteuerungseinheit (PCU) bildet das Hauptmodul, das vorzugsweise aus einem T805-Transputer besteht, der mit einer Taktrate von 25 MHz arbeitet und über Steuerkreisschaltungen sowie 8-MB-RAM/EPROM mit einer seriellen Verbindung RS422 und einer Datenübertragungskapazität von 10 MB je Sekunde verfügt. Die in der Prozeßsteuerungseinheit installierte PCU-Karte dient zur Erfassung der ermittelten Daten, zur Speicherung der Daten in einem Ringpuffer sowie zur Ausführung der Schlupferkennungslogik und schließlich zur Alarmauslösung und Erzeugung der Spannungskorrektursignale. Die PCU-Karte ermöglicht weiterhin die Zusammenstellung von Datenpaketen und mit einer Zusatzkarte die Übertragung der Datenpakete.

Nach dem Erfassen der Daten führt die PCU (Process Control Unit) ein Herunterladen an das Hauptsystem (PC) durch, um sie zu speichern und sie auf dem Monitor darzustellen. Nach jedem Zyklus der Datenerfassung werden die Daten in eine Folge von Zahlen umgewandelt, die gemeinsam mit Fehlerkorrekturkodes in einem vordefinierten Format angeordnet werden. Diese Datenfolge ergibt das Datenpaket. Das Paket enthält Daten über Stromstärke, Spannung und Geschwindigkeit der Motoren sowie über Zeit, Schlupfalarm usw. und wird von einem Softwaremodul zusammengestellt. Auf diese Weise ist auch der Transputer an der Übermittlung des Pakets an den PC (Hauptsystem) beteiligt. Eine solche Prozeßsteuerungseinheit wird durch eine Parallelverarbeitungseinheit verkörpert, in der alle logistischen Operationen mit Softwareunterstützung in der Form durchgeführt werden, daß alle Softwaremodule parallel arbeiten. Die Prozeßsteuerungseinheit ist mittels Buskonfiguration mit weiteren Eingabe-/Ausgabemodulen verbunden.

Der Hardwareprozessor (T805-Transputer) ermöglicht die Parallelverarbeitung, die eingesetzt wird, um die Basisdaten für die Schlupferkennung zu verarbeiten und außerdem die Daten von der PCU an das PC-Entwicklungssystem weiterzuleiten, damit die Daten in grafischer Form dargestellt werden.

Die Systemhardware umfaßt weiterhin die Zusatzkarte, die zum Empfang der Daten und ihrer Speicherung im Ringpuffer sowie zur Übertragung der zwischengelagerten Daten an den PC dient.

Der im erfindungsgemäßen System eingesetzte Personalcomputer (PC) ist zur Ausführung der in 3 festgelegten Funktionen vorgesehen. Der PC-Monitor stellt die Parameter in einer für jedermann leichtverständlichen grafischen Form dar. Die Parameter umfassen Stromstärke, Geschwindigkeit und Spannung der Motoren sowie Zeit, Block- oder Brammennummer, Durchgangsnummer usw. Mittels des Menüs können Ober- oder Untermotor ausgewählt werden. Die Daten liegen in digitaler Form vor und werden in Form der oben erläuterten Datenpakete übertragen. Die den Transputer verkörpernde PC-Schnittstellenkarte ist mit der PCU über einen RS422-Kanal verbunden. Die Daten werden zunächst im Speicher der Schnittstellenkarte abgelegt. Die Schnittstellenkarte löst in der PC-Hardware einen Interrupt aus. Die Software des PC-Speichers erkennt den Interrupt und empfängt die Daten, um sie im PC-Speicher abzulegen. Während dieser Zeit wird das laufende Eingangsprogramm blockiert. Bevor nicht das vollständige Datenpaket empfangen worden ist, kann die Bildschirmanzeige nicht aktualisiert werden. Nach abgeschlossener Aktualisierung der Bildschirmanzeige verarbeitet der PC den nächsten Datensatz für die folgende Aktualisierung. Das Unterbrechungsprogramm braucht jeweils nur ein Byte zu empfangen, wird in einem Zwischenspeicher abgelegt und kehrt zur Ausführung des PC-Hauptprogramms zurück.

Die für die Analyse der Daten und die Erkennung von Schlupferscheinungen erforderliche Software wird vorzugsweise von einem Personalcomputer (PC) über eine serielle Verbindungsleitung in die Prozeßsteuerungseinheit (PCU) heruntergeladen. Eine Schnittstellenkarte im PC erfüllt den gleichen Zweck wie ein Transputerprozessor. Der PC und die Schnittstellenkarte bilden zusammen das Entwicklungssystem. Vorzugsweise sollte die Software letztendlich in den EPROMs untergebracht werden, die an die Prozeßsteuerungseinheit (PCU) angeschlossen sind. Somit umfaßt schließlich die PCU die Hardware gemeinsam mit der Software, bei der es sich um ein selbständiges System handeln kann. Dieses kann kontinuierlich ohne jede Beeinflussung von außen arbeiten.

Wahlweise sowie vorteilhafterweise kann das PC-gestützte Entwicklungssystem mit einem Management Information Service (MIS) für die tägliche Aufzeichnung von Daten wie der Anzahl der Schlupferscheinungen oder der zu diesen Zeiten herrschenden Bedingungen ausgestattet sein. Außerdem lassen sich bei dem System die Daten in regelmäßigen Abständen auf der Festplatte speichern. Insbesondere die im Schema dargestellte Hardwarekonfiguration ist endgültig. Das PC-gestützte Entwicklungssystem kann vom PCU-System abgetrennt werden, d. h. die PCU stellt ein selbständiges System dar. Das PC-gestützte Entwicklungssystem gestattet ein Protokollieren der von der PCU gesammelten Daten. Die Daten werden verarbeitet, um Listen für den Management Information Service (MIS) zu erstellen. Diese Listen können die Gesamtzahl der Schlupfvorkommnisse, die Zeit einer jeden Schlupferscheinung oder die Werte der Parameter (wie Stromstärke, Geschwindigkeit und Spannung) beinhalten. Es gibt ein Offline-Softwaremodul, das zur Beurteilung des Arbeitsablaufs die Daten für jeden einzelnen Block bzw. jede Bramme in grafischer Form darstellen kann.

Abbildungen Fig. 1: Logischer Algorithmus zur Schlupferkennung

  • 1) Start
  • 2) Erfassung der Motorparameter, Spannung, Stromstärke und Geschwindigkeit
  • 3) Ermitteln von di, cs, dv; Ermitteln der Endwerte von di, cs, dv
  • 4) Rücksetzung der Endwerte von di, cs, dv
  • 5) ja
  • 6) nein
  • 7) Überprüfung des Stromabfallflags
  • 8) Endwert von di > i Abfall & Endwert ds < 0
  • 9) Erzeugen des Stromabfallflags
  • 10) falsch
  • 11) wenn Endwert di < 0, Endwert ds > 0 und |di| > i_inc
  • 12) richtig
  • 13) Auslösen des Schlupferscheinungsalarms
  • 14) wenn di > 0
  • 15) wenn di < 0

Fig. 2: Aufbau der Hardware

  • 1) Meßwerte
  • 2) Zusatzkarte
  • 3) Prozeßsteuerungseinheit

Fig. 3 Konfiguration des gesamten Systems PCU-Karte

  • – PCU zur Erfassung der Daten, Speichern in einem Ringpuffer, Ausführung der Schlupferkennungslogik, Auslösen von Alarm
  • – Zusammenstellung von Datenpaketen, bei vorhandener Kommunikation mittels Zusatzkarte Übertragung der Datenpakete

Zusatzkarte

  • – Empfang von Daten und Speichern dieser im Ringpuffer, Übertragung zwischengelagerter Daten
  • an den PC, wenn die Kommunikationsleitung zum PC zugeschaltet ist

PC

  • – Initialisierung des Bildschirms, Vorbereitung des Interrupts für Datenempfang
  • – bei Empfang von Daten Ablegen im Puffer und Aktualisierung der Bildschirmanzeige mit den neuesten Werten
  • – sind keine Daten vorhanden, Warten auf Empfang der nächsten Daten


Anspruch[de]
System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen, das folgendes umfasst:

i) Mittel zur Messung von Spannung, Stromstärke und Geschwindigkeit der Motoren; die ihrerseits Mittel in Form von Meßwandlern umfassen wie Stromwandler, Spannungswandler und analoge Tachometer, die am Schaltpult installiert sind, wobei diese Eingangssignale von spannungsfreien Kontakten gewonnen werden,

ii) Mittel zur Bestimmung der Fußhebelstellung, über die die angelegte Motorspannung gesteuert wird;

iii) Mittel zum Empfang der gemessenen Daten in Bezug auf Spannung, Stromstärke und Geschwindigkeit der Motoren, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich folgendes umfasst:

iv) Mittel zum Empfang der ermittelten Signale über die Walzrichtung und die genannte Fußhebelstellung zur Steuerung der angelegten Motorspannung; Mittel zur Analyse der empfangenen Daten/Signale sowie zum kontinuierlichen Vergleich derselben mit vorgegebenen Werten;

v) eine transputergestützte Prozesssteuerungseinheit, die das Hauptmodul darstellt, an das die unterschiedlichen Eingabe-/Ausgabemodule durch eine Parallelbusanordnung angeschlossen sind, welche eingerichtet ist zur Erkennung von Schlupferscheinungen gegenüber normalen Stromschwankungen und einen Korrektursteuerungsvorgang nur ausführt, wenn es von einem Aktivierungsmittel zur Einstellung der Motorspannung auf der Basis der Stärke der Schlupferscheinung angefordert wird und umfasst

(a) Aktivierung einer sofortigen Steuerungsaktion bei einem erkannten hohen Betrag einer Oszillation, basierend auf einem voreingestellten zulässigen Grenzwert; (b) nur wenn Wiederholung innerhalb einer bestimmten Zeit erkannt wird, wird eine Steuerungsaktion bei einem erkannten mittleren Betrag einer Oszillation aktiviert, basierend auf einem voreingestellten zulässigen Grenzwert; und (c) Erzeugung von Alarm-(Warn-)Signalen nur an gewünschten Stellen bei einem erkannten geringen Betrag einer Oszillation, basierend auf einem voreingestellten zulässigen Grenzwert.
System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

dass die genannten Mittel zur Erfassung der Daten über die Motorbetriebsbedingungen eine analoge Eingabekarte umfassen, die in Bezug auf die Ober- und Untermotoren des betreffenden Walzgerüsts Daten zu folgenden Parametern erfasst:

a) die von den Bedienern an den Motor angelegte Spannung;

b) Stromaufnahme des Motors und

c) Geschwindigkeit, mit der der Motor die Walze dreht.
System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte analoge Eingabekarte operativ an den Ausgang des genannten Stromwandlers, Spannungswandlers sowie analogen Tachometers angeschlossen ist. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

dass die genannten Mittel zur Erfassung von Eingangsdaten weiterhin eine digitale Eingabekarte umfassen, die zur Erfassung von Daten zu folgenden Parametern dient:

a) Fotodetektorsignale zur Bestimmung der Walzrichtung; und

b) Fußhebelstellung des Bedieners zur Steuerung der angelegten Spannung.
System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aktivierungsmittel zur auf der Stärke der Schlupferscheinung basierenden Einstellung der Motorspannung eine analoge Ausgabevorrichtung zur Erzeugung eines Ausgabesignals umfasst, mit dem die an den Motor angelegte Spannung reguliert wird, um dessen Geschwindigkeit beizubehalten, wodurch ein Schlupf vermieden werden kann. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Prozesssteuerungseinheit operativ mit einem Hauptsystem verbunden ist, so dass die von der Prozesssteuerungseinheit erfassten Daten gespeichert und dargestellt werden können. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Hauptsystem einen Personalcomputer umfasst, der über einen Transputer operativ an die genannte Prozesssteuerungseinheit angeschlossen ist. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Prozesssteuerungseinheit eine PCU-Karte umfasst, die zur Erfassung der gemessenen Daten, zur Speicherung der Daten in einem Ringpuffer sowie zur Ausführung der Schlupferscheinungslogik und schließlich zur Erzeugung eines Alarmsignals und der Spannungskorrektursignale dient. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte PCU-Karte zur Zusammenstellung von Datenpaketen sowie zur Kommunikation mit dem genannten Hauptsystem dient, wobei die Übertragung der Datenpakete mit einer Zusatzkarte erfolgt. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Prozesssteuerungseinheit eine Parallelverarbeitungseinheit verkörpert, in der alle logistischen Operationen mit Softwareunterstützung in der Form durchgeführt werden, dass alle Softwaremodule parallel abgearbeitet werden. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Prozesssteuerungseinheit mittels Buskonfiguration mit weiteren Eingabe-/Ausgabemodulen verbunden ist. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Hardwareprozessor auf Transputerbasis eine Parallelverarbeitung ermöglicht, die eingesetzt wird, die Basisdaten für die Schlupferkennung zu verarbeiten und die Daten von der Prozesssteuerungseinheit zum Personalcomputer zu übertragen, so dass die Daten in grafischer Form dargestellt werden können. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Zusatzkarte umfasst, die zum Empfang der Daten, zur Speicherung in einem Ringpuffer und zur Übertragung der zwischengelagerten Daten an das Hauptsystem dient. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Hauptsystem einen Personalcomputer umfasst, der die Parameter in grafischer Form darstellt. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine einen Transputer verkörpernde PC-Schnittstellenkarte operativ mit der PCU und der genannten Schnittstelle verbunden ist und Mittel zum Ablegen von Daten im Speicher und zur Erzeugung eines Interrupts in der PC-Hardware umfasst. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozesssteuerungseinheit auf Software basierende Mittel zur Ausführung der Schlupferkennungslogik umfasst. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 15 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte PC und die Schnittstellenkarte zusammen ein Entwicklungssystem bilden. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Entwicklungssystem auf PC-Basis vom PCU-System getrennt werden kann und Mittel zum Protokollieren der von der PCU gesammelten Daten sowie Mittel zur Verarbeitung der Daten umfasst, so dass für unterschiedliche hierin beschriebene Anwendungen Listen erstellt werden können. System zur kontinuierlichen Online-Erkennung von Schlupferscheinungen in Walzstraßen nach den Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Offline-Softwaremodul umfasst, das zur Beurteilung des Arbeitsablaufs die Daten für jeden einzelnen Block bzw. Bramme in grafischer Form darstellen kann.






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