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Dokumentenidentifikation DE202006006549U1 04.10.2007
Titel Luftreiniger
Anmelder Bitterolf, Ulrich, Dipl.-Ing., 87435 Kempten, DE
DE-Aktenzeichen 202006006549
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.10.2007
Registration date 30.08.2007
Application date from patent application 24.04.2006
IPC-Hauptklasse F24F 3/16(2006.01)A, F, I, 20060424, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61L 9/00(2006.01)A, L, I, 20060424, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Ein Luftreiniger hat die Aufgabe die Umgebungsluft von Ruß, Staub, Pollen, Staubpartikeln und andere Bestandteilen der Luft zu reinigen. Die Partikel der Luft können durch verschiedene technische Verfahren gebunden werden. Beispielhaft seien folgende Verfahren aufgeführt:

Elektrostatische Aufladung, der Staub wird durch hohe elektrische Spannungen angezogen und gebunden.

Feuchtigkeitsreinigung, die Luft wird durch Flüssigkeiten geleitet, wobei sich der Staub mit der Flüssigkeit bindet.

Filterreinigung, die Luft wird durch eine Filteranordnung geblasen, die die Partikel herausfiltert.

Eine Luftreinigung ist nur in geschlossenen Räumen sinnvoll. In den Sommermonaten, in denen der Raumnutzer die Fenster geöffnet hat, ist keine effektive Raumluftreinigung möglich, da ein ständiger Luftaustausch mit neuen Luftpartikeln stattfindet. Luftreiniger finden deshalb in dieser Zeit keine Anwendung und sind meist abgeschaltet. In den Sommermonaten wünscht jedoch der Raumnutzer häufig eine zusätzliche Belüftung und benötigt dazu ein zusätzliches Gerät, ein Ventilator.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Luftreiniger zu schaffen, der durch eine Umschaltung der Drehrichtung des Lüftermotors, bei Bedarf als Gebläse eingesetzt werden kann. Idealerweise ist der Standort des Luftreinigers nicht wie bisher in einer Ecke des Raumes, sondern möglichst in der Nähe des Raumnutzers, wie beispielsweise auf dem Schreibtisch oder Fensterbrett.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass der Luftreiniger zusätzlich als Ventilator betrieben werden kann. Man erhält damit zwei Funktionen in einem Gerät – Luftreiniger und Ventilator. Der Luftreiniger ist mit einem Schalter ausgestattet, der die Drehrichtung des Lüftermotors umschaltet.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Schutzansprüchen 2-6 gegeben.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 2 hat den Vorteil, dass die Umschaltung auf Gebläse nur dann erfolgen kann, wenn sich kein Filter im Luftreiniger befindet. Ansonsten würden die bereits herausgefilterten Partikel wieder in den Raum zurück geblasen.

Der Schalter ist so angeordnet, dass durch das Einschieben, bzw. Herausziehen des Filters eine Schaltfunktion ausgelöst wird. Beispielsweise kann der Schalter als Öffner ausgelegt sein. Bei eingeschobenem Filter ist die elektrische Verbindung zum Schalter 8 unterbrochen und ohne Filter wird die Verbindung geschlossen.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 3 hat den Vorteil, dass die Umschaltung von Luftreinigung auf Gebläse automatisch erfolgt. Es bedarf dann keines weiteren manuellen Schalters an dem Luftreiniger. Der Schalter befindet sich im Einschubfach des Filters. Steckt ein Filter im Einschubfach schaltet der Schalter auf Luftreinigung, ohne Filter wird automatisch auf Gebläse umgeschaltet.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 4 hat den Vorteil, dass das Gerät leichter wird, da sich das Netzteil außerhalb, meist direkt in der Steckdose befindet. Außerdem gelangt keine hohe, gefährliche Spannung zum Luftreiniger.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 5 hat den Vorteil, dass der gesamte Wirkungsgrad des Luftreinigers verbessert wird. Durch den Lufteinlass vorne und Luftauslass hinten hat die Luft strömungstechnisch einen geraden Weg ohne Umleitungen. Damit minimieren sich Strömungsverluste und Schallemissionen. Zum andern wird die hinten ausgeblasene, gereinigte Luft nicht wieder vorne eingezogen. So ist gewährleistet, dass stets normale, verstaubte Raumluft in den Luftreiniger gelangt.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 6 hat den Vorteil, dass das Gerät auch ohne Netzgerät betrieben werden kann. An allen gängigen Computern sind USB-Steckdosen vorhanden. Wird der Luftreiniger am Computerarbeitsplatz verwendet ist die Energieversorgung über die USB-Steckdose des Computers möglich.

Eine Weiterbildung nach Schutzanspruch 7 hat den Vorteil, dass die Energieversorgung ohne Kabel auskommt und Stromkosten spart. Das Solarpanel wird auf das Gehäuse aufgesteckt und ist dort drehbar gelagert, so dass es zur Sonne hin ausgerichtet werden kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 und 2 erläutet.

Als technisches Reinigungsverfahren der Luft wird die Luftreinigung durch Filterreinigung beschrieben. Die 1 zeigt den gesamten Luftreiniger von schräg vorne.

Das Luftreinigergehäuse 1 steht auf dem Standfuß 2. Der Lüftermotor 3 saugt die Luft an und presst sie durch den Filter 4, der in den Filterschacht 5 gesteckt ist. Die gereinigte Luft entweicht durch die Lüftungsschlitze 6.

Die 2 zeigt den Lüfter in der seitlichen Rückansicht.

Durch den Schalter 8 kann die Drehrichtung des Lüftermotors 3 umgedreht werden. Aus dem Luftreiniger, der die Luft ansaugt wird ein Gebläse. Damit der bereits eingesaugte Staub nicht wieder ausgeblasen wird, kann der Gebläsebetrieb erst erfolgen, wenn zuvor der Filter 4 entfernt ist. Ein zusätzlicher innen liegender Schalter ermöglicht diese Umschaltung nur, wenn der Filter 4 entfernt ist.

Die elektrische Energieversorgung für den Lüftermotor 3 kann zum einen durch die Steckdosen 9 im Netzbetrieb erfolgen oder durch die USB-Steckdose 10. In die Steckdose 7 kann ein Solarmodul 11 mit Klinkenstecker 12 eingesteckt werden.


Anspruch[de]
Luftreiniger, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Schalter (8) die Drehrichtung des Gebläsemotors (3) von Luft einsaugen, auf Luft ausblasen umgeschaltet wird. Luftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass am Filtereinschub (5) ein zusätzlicher Schalter angeordnet ist, der die Umschaltung auf Gebläse (3) nur dann ermöglicht, wenn sich kein Filter (4) im Luftreinigergehäuse (1) befindet. Luftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (8) direkt am Filtereinschub (5) angebracht ist und eine Umschaltung der Drehrichtung des Gebläses (3) automatisch erfolgt, sobald der Filter (4) entfernt wird. Luftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät mit einem Niedervoltstecker (9) für den Netzbetrieb ausgestattet ist, wobei sich das Netzgerät außerhalb des Gehäuses (1) befindet. Luftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) so beschaffen ist, dass der Lufteinlass an der Vorderseite des Gerätes und der Luftauslass (6) an der Hinterseite angeordnet ist. Luftluftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass an dem Luftreiniger ein USB-Stecker (10) angeordnet ist, über den die Energieversorgung erfolgt. Luftreiniger nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass an dem Luftreiniger ein Stecker (7) angeordnet ist, durch den die Energieversorgung über ein Solarmodul erfolgt, wobei über die Steckverbindung das Solarmodul zusätzlich mechanisch drehbar befestigt ist.






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