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Dokumentenidentifikation DE202006006986U1 04.10.2007
Titel Glasscheibenrahmen
Anmelder Landwehr, Frank, 32289 Rödinghausen, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202006006986
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.10.2007
Registration date 30.08.2007
Application date from patent application 27.04.2006
IPC-Hauptklasse A47B 96/20(2006.01)A, F, I, 20060427, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 96/04(2006.01)A, L, I, 20060427, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Glasscheibenrahmen für Möbel, mit auf Gehrung verbundenen Rahmenelementen, die eine die Kante der Glasscheibe verblendende Fassungsleiste aus Metall und einen an einer Hauptfläche der Glasscheibe anliegenden Befestigungsrahmen bilden.

Solche Glasscheibenrahmen werden in der Möbelindustrie für Glastüren und dergleichen eingesetzt. Bei herkömmlichen Glasscheibenrahmen wird jedes Rahmenelement durch ein einteiliges Teilprofil aus Aluminium oder einer anderen Leichtmetallegierung gebildet. Die Profilteile, die den Befestigungsrahmen bilden, sind als Hohlkammerprofile ausgebildet und an den Gehrungsecken durch Winkelverbinder miteinander verbunden. Die von dem Befestigungsrahmen abgewandte Hauptfläche der Glasscheibe weist üblicherweise eine aufgedruckte Blende auf, damit der Befestigungsrahmen für den Betrachter nicht sichtbar ist. Die Glasscheibe ist durch Klebung, beispielsweise mit Hilfe eines doppelseitigen Klebebandes, mit dem Befestigungsrahmen verklebt. Außerdem dient der Befestigungsrahmen, beispielsweise bei Glastüren, zur Aufnahme von Befestigungselementen wie Scharnierteilen und dergleichen.

Solche Rahmen sind verhältnismäßig kostspielig, und der Zusammenbau der Rahmenelemente sowie die Anbringung der Befestigungselemente ist relativ arbeitsaufwendig. Insbesondere ist es schwierig, mit Hilfe der Winkelverbinder saubere Gehrungsecken zwischen den Rahmenelementen herzustellen. Erschwerend kommt hinzu, daß die Fertigungsstätten in der Möbelindustrie generell eher für die Bearbeitung von Holzbauteilen eingerichtet sind, so daß es sich aus der Sicht des Möbelherstellers bei dem aus Metallprofilen gebildeten Glasscheibenrahmen um ein Sonderteil handelt, das spezielle Bearbeitungsschritte und -einrichtungen erfordert.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Glasscheibenrahmen der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich besser in die in der Möbelindustrie üblichen Fertigungsabläufe einfügt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Rahmenelemente Verbundkonstruktionen aus einem die Fassungsleiste bildenden Metallprofil und einem den Befestigungsrahmen bildenden Tragprofil aus einem Holzwerkstoff sind.

Bei dem erfindungsgemäßen Glasscheibenrahmen ist somit die Verwendung von Metallprofilen auf diejenigen Teile beschränkt, bei denen dieses Material aus ästhetischen Gründen erwünscht oder erforderlich ist. Der Befestigungsrahmen wird dagegen durch Tragprofile aus einem Holzwerkstoff gebildet, die sich mit den in der Möbelindustrie üblichen Vorrichtungen für die Bearbeitung von Spanplatten und sonstigen Holzwerkstoffen bearbeiten lassen und sich im Fertigungsablauf im wesentlichen wie normale Holzbauteile handhaben lassen. Insbesondere können die Tragprofile an den Gehrungsecken in üblicher Weise durch Dübel stabil und präzise miteinander verbunden werden, wobei für die positionsgerechte Herstellung der Dübellöcher sowie für den Zusammenbau und das Verleimen der Tragprofile die in der Möbelindustrie üblichen Vorrichtungen eingesetzt werden können. Ebenso lassen sich an den Tragprofilen aus Holzwerkstoff problemlos Topfbohrungen für Topfscharniere und sonstige Befestigungselemente herstellen. Darüber hinaus wird durch die Verwendung von Holzwerkstoffen eine Verringerung der Materialkosten erreicht.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Bevorzugt handelt es sich bei dem Metallprofil um ein flaches, leistenförmiges Profil, das nicht nur die Fassungsleiste bildet, sondern auch das Tragprofil an der Außenkante des Rahmens vollständig verblendet.

Während bei Verbundkonstruktionen aus Metallprofilen und Holzwerkstoffen die Verbindung des Metallprofils mit dem Holzwerkstoff üblicherweise mit Hilfe von Harpunenstegen erfolgt, die in Nuten des Holzwerkstoffs eingreifen, weist bei dem erfindungsgemäßen Glasscheibenrahmen das Metallprofil vorzugsweise auf der dem Holzwerkstoff zugewandten Seite ein Wellenprofil mit parallel verlaufenden Rippen auf, deren Höhe annähernd gleich der Breite der Rippen und der Breite der Zwischenräume zwischen ihnen ist. Das Tragprofil weist ein zu dem Wellenprofil komplementäres Profil auf, so daß sich durch das Ineinandergreifen der Profile und durch zusätzliche Verklebung eine feste und stabile Fügeverbindung erreichen läßt. Der Vorteil besteht vor allem darin, daß ohne den Harpunensteg mehr Platz für die Anbringung von Topfbohrungen und dergleichen in den Tragprofilen zur Verfügung steht.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 einen Querschnitt eines Profilelements des erfindungsgemäßen Glasscheibenrahmens;

2 einen Eckbereich des Glasscheibenrahmens in einer Frontansicht; und

3 bis 6 Querschnitte analog zu 1, für unterschiedliche Ausführungsformen des Profilelements.

Der in 1 gezeigte Glasscheibenrahmen wird durch auf Gehrung verbundene Profilelemente 10, 12 gebildet. Das Profilelement 10 ist in dieser Figur im Schnitt dargestellt, während das Profilelement 12 in einer Innenansicht zu sehen ist. Bei diesen Profilelementen handelt es sich um Verbundkonstruktionen aus einem Metallprofil 14 und einem aus einem Holzwerkstoff, beispielsweise MDF, gebildeten Tragprofil 16. Das Metallprofil 14, beispielsweise ein Aluminiumprofil, bildet die Außenkante des Glasscheibenrahmens, einschließlich einer über das Tragprofil 16 überstehenden Fassungsleiste 18, die die Kante der in 1 gestrichelt eingezeichneten Glasscheibe 20 verblendet. Die Glasscheibe 20 stützt sich in Randnähe mit einer ihrer Hauptflächen an dem Tragprofil 16 ab und ist beispielsweise mit Hilfe eines Klebebandes 22 daran befestigt. Auf der von dem Tragprofil 16 abgewandten Hauptfläche weist die Glasscheibe 20 eine aufgedruckte Blende 24 auf, die verhindert, daß das Tragprofil 16 durch die Glasscheibe hindurch sichtbar ist. Eine kleine Fuge zwischen der Fassungsleiste 18 und der Kante der Glasscheibe 20 kann wahlweise ein geeignetes Dichtungsprofil aufnehmen.

Auf der dem Tragprofil 16 zugewandten Seite bildet das Metallprofil 14 ein Wellenprofil mit zwei im Querschnitt trapezförmigen Rippen, deren Breite etwa mit der Höhe der Rippen sowie mit dem Rippenabstand übereinstimmt.

In den Holzwerkstoff des Tragprofils 16 ist ein zu diesem Wellenprofil exakt komplementäres Profil eingefräst, so daß durch Verklebung eine feste Fügeverbindung erreicht wird. Außerdem weist das Metallprofil 14 einen vorspringenden Flansch 26 auf, der etwas unter den Rand der Glasscheibe 20 greift und in einer entsprechenden Ausnehmung des Tragprofils 16 aufgenommen ist, so daß seine Oberfläche mit der Oberfläche des Tragprofils bündig ist.

Die Metallprofile 14 und Tragprofile 16 der Profilelemente 10 und 12 sind an den Ecken auf Gehrung miteinander verbunden, wie in 2 gezeigt ist. Die Verbindung zwischen den Tragprofilen 16 kann in üblicher Weise mit Hilfe von Dübeln 28 erfolgen, während die Metallprofile 14 nur mittelbar über die Tragprofile miteinander verbunden sind. Außerdem lassen sich in den Tragprofilen 16 problemlos Topfbohrungen 30 für Scharniere und dergleichen ausbilden, und diese Topfbohrungen können relativ dicht an das Metallprofil 14 heran reichen.

3 bis 6 zeigen abgwandelte Ausführungsformen. Die Schnittebene liegt hier jeweils im Bereich einer der Topfbohrungen 30. Allen Ausführungsformen ist gemeinsam, daß die Verbundkonstruktion und speziell das Metallprofil 14 so gestaltet ist, daß genügend Platz für die Topfbohrung 30 bestehen bleibt, aber dennoch eine hinreichend feste Fügeverbindung erreichbar ist.

In 3 weist die Fassungsleiste 18 am oberen Ende einen abgewinkelten Flansch 32 auf, der parallel zu dem Flansch 26 verläuft und zusammen mit diesem den Rand der Glasscheibe 20 einfaßt. In 4 bis 6 ist dieser Flansch 32 ebenfalls gezeigt, kann jedoch wahlweise auch fortgelassen werden.

In 4 weist der unter der Glasscheibe 20 liegende Flansch 26 am freien Ende eine Kröpfung 34 auf, die in eine entsprechende Nut des Tragprofils 16 eingreift. Auf diese Weise wird eine feste Fügeverbindung erreicht, ohne daß das Metallprofil 14 an seinem vertikalen Schenkel ein Zahnprofil wie in 1 und 3 aufweisen muß.

In 5 ist der Flansch 26 so weit verlängert, daß er sich über die gesamte Breite des Tragprofils 16 erstreckt, und die Kröpfung 34 greift hinter die Innenseite des Tragprofils 16.

6 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach 5 dadurch, daß die Kröpfung 34 fortgelassen ist und statt dessen der Flansch 26 ein Zahnprofil aufweist, das in entsprechende Nuten eingreift, die in die Oberseite des Tragprofils 16 eingefräst sind.


Anspruch[de]
Glasscheibenrahmen für Möbel, mit auf Gehrung verbundenen Rahmenelementen (10, 12), die eine die Kante der Glasscheibe (20) verblendende Fassungsleiste (18) aus Metall und einen an einer Hauptfläche der Glasscheibe (20) anliegenden Befestigungsrahmen (16) bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenelemente (10, 12) Verbundkonstruktionen aus einem die Fassungsleiste (18) bildenden Metallprofil (14) und einem den Befestigungsrahmen bildenden Tragprofil (16) aus einem Holzwerkstoff sind Glasscheibenrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragprofil (16) durch eine MDF-Platte gebildet wird. Glasscheibenrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallprofil (14) das Tragprofil (16) an seiner Außenkante abdeckt. Glasscheibenrahmen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallprofil (14) auf der dem Tragprofil (16) zugewandten Seite ein Wellenprofil aufweist, das in ein dazu komplementäres Profil des Tragprofils (16) eingreift, und daß das Metallprofil (14) und das Tragprofil (16) miteinander verklebt sind. Glasscheibenrahmen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Wellenprofil durch eine Folge von Rippen gebildet wird, deren Höhe annähernd mit Breite der Rippen und mit den Abständen zwischen ihnen übereinstimmt. Glasscheibenrahmen nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen einen trapezförmigen Querschnitt haben. Glasscheibenrahmen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallprofil (14) einen vorspringenden Flansch (26) aufweist, der angrenzend an die Fassungsleiste (18) unter den Rand der Glasscheibe (20) greift und so in einer Ausnehmung des Tragprofils (16) aufgenommen ist, daß er mit der Oberfläche des Tragprofils bündig ist. Glasscheibenrahmen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallprofil (14) einen vorspringenden Flansch (26) aufweist, der sich zumindest über einen Teil der der Glasscheibe (20) zugewandten Seite des Tragprofils (20) erstreckt. Glasscheibenrahmen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (26) eine Kröpfung (34) aufweist, die in eine Nut des Tragprofils (16) eingreift. Glasscheibenrahmen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Flansch (26) über die gesamte Breite des Tragprofils (16) erstreckt und am freien Ende eine Kröpfung (34) aufweist, die hinter die Innenfläche des Tragprofils (16) greift. Glasscheibenrahmen nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (26) auf seiner dem Tragprofil (16) zugewandten Seite ein Zahn- oder Wellenprofil aufweist, das in ein dazu komplementäres Profil des Tragprofils (16) eingreift. Glasscheibenrahmen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallprofil (14) an seinem der Glasscheibe (20) zugewandten Ende einen Flansch (32) aufweist, der den Rand der Glasscheibe (20) abdeckt.






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