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Dokumentenidentifikation DE202007008745U1 04.10.2007
Titel Form-Gitterrost
Anmelder Meiser Gitterroste KG, 08606 Oelsnitz, DE
Vertreter Patentanwaltskanzlei Vièl & Wieske, 66119 Saarbrücken
DE-Aktenzeichen 202007008745
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.10.2007
Registration date 30.08.2007
Application date from patent application 20.06.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/42(2006.01)A, F, I, 20070620, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Form-Gitterrost, bestehend aus parallel zueinander angeordneten Tragstäben und diese miteinander verbindenden, quer zu den Tragstäben angeordneten Füllstäben, wobei die Tragstäbe um eine Biegeachse gebogen angeordnet sind.

Derartige Form-Gitterroste, die als Zylindersegment ausgebildet sind, werden beispielsweise in der Architektur zum Verkleiden von nicht ebenen Fassaden benötigt.

Gemäß dem Stand der Technik sind bei derartigen „um eine Achse geformten" Form-Gitterrosten die Tragstäbe senkrecht zu den Füllstäben angeordnet. Das führt dazu, daß die Tragstäbe in einem Winkel von 90° zu einer gedachten Biegeachse angeordnet sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Form-Gitterrost gemäß dem Oberbegriff weiter zu verbessern

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Tragstäbe in einem von 90° abweichenden Winkel zur Biegeachse angeordnet sind.

Der Form-Gitterrost weist also um eine gedachte Achse (z.B. eines Zylinders, Konus, o. a. dreidimensionaler Gebilde) gebogen geformte Tragstäbe auf. Dabei sind die Stäbe derart ausgerichtet, daß diese geneigt zur gedachten Zentralachse in einer Ebene, jedoch parallel zueinander verlaufen. Hierdurch kann dem Form-Gitterrost im dreidimensionalen Bereich ein beliebiger Maschenverlauf verliehen werden.

Darüber hinaus kann zum Bespiel eine fluchtendes Maschenbild zwischen frei geformten Gitterrosten entlang einer Fassade zwischen geneigten zylindrischen oder konischen „Gebäudeecken" und den sich anschließenden senkrechten oder geneigten Wänden erreicht werden.

Eine bevorzugte Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Tragstäbe und die Füllstäbe mittels eines Lasers geschnitten sind.

Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß die Tragstäbe und die Füllstäbe durch Einrastverbindungen, Schweißen oder Pressen miteinander verbunden sind.

Schließlich ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Form-Gitterrost aus Aluminium, metallischen Werkstoffen, insbesondere Stahl, oder Kunststoff besteht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen beschrieben.

Es zeigen

1a, b und c einen erfindungsgemäßen Form-Gitterrost und

2a, b und c einen Form-Gitterrost gemäß dem Stand der Technik.

Wie aus den 1a und 2a ersichtlich, weisen sowohl der erfindungsgemäße als auch der Form-Gitterrost 1 gemäß dem Stand der Technik Tragstäbe 2 und Füllstäbe 3 sowie eine vertikale Einfassung 4 und eine horizontale Einfassung 5 auf. Der Form-Gitterrost 1 weist in beiden Fällen eine gebogene Form auf; in den 1a und 2a ist der Form-Gitterrost jeweils als ein Zylindersegment ausgebildet.

Bei dem Form-Gitterrost gemäß dem Stand der Technik (2a, b und c) sind die Tragstäbe 2 in einem Winkel von 90° zur gedachten Biegeachse B ausgerichtet, während bei dem Gegenstand der Erfindung (1a, b und c) die Tragstäbe 2 in einem von 90° abweichenden Winkel zur gedachten Biegeachse B ausgerichtet sind. In der Seitenansicht (1b, 2b) (bei auf der Horizontaleinfassung stehendem Form-Gitterrost) ergibt sich so bei dem Form-Gitterrost 1 gemäß dem Stand der Technik (2b) ein Rechteck, während der erfindungsgemäße Form-Gitterrost 1 in Seitenansicht (1b) parallelogrammförmig ausgebildet ist.

In beiden Fällen sind also die Tragstäbe 2 horizontal angeordnet sind, wenn der Form-Gitterrost 1 auf seiner Horizontaleinfassung 5 stehend angeordnet ist. Allerdings verläuft bei dem Gegenstand der Erfindung (1b) dann die Vertikaleinfassung 4 ebenso wie die Biegeachse B in einem von 90° abweichenden Winkel, während sie bei dem Form-Gitterrost 1 gemäß dem Stand der Technik im rechten Winkel zu der Horizontaleinfassung 5 angeordnet sind.

Wie aus den geschnittenen Darstellungen (1c, 2c) hervorgeht, beträgt bei dem Form-Gitterrost 1 gemäß dem Stand der Technik (2c) der Abstand b zwischen zwei Tragstäben 2 ein Vielfaches von 11,1, während er bei dem Form-Gitterrost 1 gemäß der Erfindung (1c) beliebig ist.

Hergestellt werden die Form-Gitterroste gemäß der Erfindung bevorzugt aus Aluminium, metallischen Werkstoffen, insbesondere Stahl, oder Kunststoff. Bevorzugt werden die Tragstäbe 2 und die Füllstäbe 3 mittels eines computergesteuerten Lasers geschnitten, da jeder der Trag- und Füllstäbe sich von den anderen Trag- bzw. Füllstäben unterscheidet. Dies ist zwar produktionstechnisch aufwendig, ermöglicht jedoch neue Formgebungen.

Die Tragstäbe 2 und die Füllstäbe 3 können beispielsweise durch Rastverbindungen, durch Schweißen oder auch durch Pressen (mit einer entsprechend gerundeten Preßmatrix) miteinander verbunden werden.


Anspruch[de]
Form-Gitterrost, bestehend aus parallel zueinander angeordneten Tragstäben und diese miteinander verbindenden, quer zu den Tragstäben angeordneten Füllstäben, wobei die Füllstäbe um eine Biegeachse gebogen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstäbe in einem von 90° abweichenden Winkel zur Biegeachse angeordnet sind. Form-Gitterrost gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstäbe (2) und die Füllstäbe (3) mittels eines Lasers geschnitten sind. Form-Gitterrost gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstäbe (2) und die Füllstäbe (3) durch Einrastverbindungen, Schweißen oder Pressen miteinander verbunden sind. Form-Gitterrost gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Form-Gitterrost (1) aus Aluminium, metallischen Werkstoffen, insbesondere Stahl, oder Kunststoff besteht.






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