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Dokumentenidentifikation DE202007009220U1 04.10.2007
Titel Orthopädische Universal-Einlegesohle
Anmelder Briegel, Lilli, 35633 Lahnau, DE
DE-Aktenzeichen 202007009220
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.10.2007
Registration date 30.08.2007
Application date from patent application 30.06.2007
IPC-Hauptklasse A43B 17/00(2006.01)A, F, I, 20070630, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61F 5/14(2006.01)A, L, I, 20070630, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die menschlichen Gehwerkzeuge bereiteten schon von Alters her, vor Allem bei längerer Belastung, schmerzhafte Probleme. Diese zu beseitigen finden sich bereits im Mittelalter unzählige Hilfsmittel, so z. B. modellierte Fußbetten in römischen Legionärssandalen.

Wie wir heute wissen, waren diese Hilfsmittel eher unzulänglich. Selbst in der Neuzeit beweisen bereits die vielen Versuche mit den verschiedensten Formgebungen von Schuheinlagen, dass das Problem noch nicht universell gelöst ist.

Vor Allem für die unterschiedlichen Fußgrößen und Formen des menschlichen Fußes sind die angebotenen Hilfsmittel in Form, Ausführung und Handhabung bisher nur unbefriedigend gelöst.

Als exemplarisches Beispiel für den gegenwärtigen Stand der Technik sei auf das Deutsche Gebrausmuster # DE 20 2005 011 497 hingewiesen. Dort wird eine Einlegesohle beschrieben, welche zweigeteilt in Sohle und Pelotte angeboten wird und je nach Form des Fußes vom Kunden beide Teile erst vor Gebrauch gefügt werden müssen.

Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Einlegesohle aufzuzeigen, welche wirklich universell in Größe und Form für jeden Verwendungszweck, ob großer oder kleiner Schuh, linker oder rechter Schuh, Stiefel oder Sandale, Herren- oder Damenschuh geeignet ist.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den im kennzeichneten Teil des Anspruch 1 angegeben Merkmalen.

Ein Ausführungsbeispiel ist in den Zeichnungen dargestellt und in der nachstehenden Beschreibung näher erläutert.

Gleiche Bauteile mit gleicher Funktion sind in den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Es zeigt in:

1 eine Draufsicht der Erfindung

2 ein Querschnitt (A-A) der Erfindung im Pelottenbereich

Das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung beruht auf zwei Erkenntnissen:

  • 1. Die Einlegesohle muß nur so lang sein, daß der Mittelfuß und der Vorfuß unterlegt ist

    und
  • 2. die Pelotte muß fester Bestandteil diese Sohle sein.

Die Erkenntnis zu 1. ist, daß in 99% aller Fußbeschwerden, diese im Ballenbereich liegen und nicht im Fersenbereich.

Und zu 2. bei fest integrierter Pelotte in der Einlegesohle wird die Bastelei der Positionierung nicht dem Kunden zugemutet.

Die erfindungsgemäße Einlegesohle (1) in ihrer bevorzugten Ausführungsform ist aus einem hochelastischen, transparentem Kunststoff gefertigt. Sie ist sehr kurz, ca. 110 mm damit ist sie für alle Schuhgrößen einsetzbar und hat hinter dem Ballenbereich eine kalottenförmige Verdickung der so genannten Pelotte (2) welche die Aufgabe hat, den Fuß anatomisch zu unterstützen.

Auf ihrer Oberfläche ist sie mit einer feinen Noppenstruktur (3) versehen.

Sie ist in ihrem Zwischenraum (4) mit einem Gel (5) gefüllt zur Dämpfung des Druckes im Ballenbereich.

Die Einlegesohle (1) ist selbsthaftend auf ihrer Unterseite beschichtet und wiederholt lösbar, so daß sie auch in mehreren unterschiedlichen Schuhformen abwechselnd verwendbar ist Vor dem ersten Gebrauch ist die Haftschicht durch eine Schutzfolie (7) abgedeckt Diese Schutzfolie kann mit Hilfe der Lasche (8) bequem entfernt werden.

Die Einlegesohle (1) wird im Schuh so positioniert, daß die Pelotte (2) unmittelbar hinter dem Fußballen in den weichen und muskulären Bereich des Mittelfußes drückt und die Rundung (6) der Pelotte (2) zur Fußspitze zeigt.

Auf Grund ihrer kurzen Länge (9), kann die Einlegesohle (1) unabhängig von der Schuhgröße immer in die richtige Position zum Vorfußbereich gebracht werden.

1
Einlegesohle
2
Pelotte
3
Noppenstruktur
4
Zwischenraum
5
Gel
6
Rundung
7
Schutzfolie
8
Lasche
9
Länge


Anspruch[de]
Orthopädische Universal-Einlegesohle (1) aus flexiblem und transparentem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Sohle (9) maximal 120 mm beträgt und auf ihrer Oberseite eine Pelotte (2) vorgesehen ist, welche mit der Einlegesohle untrennbar verbunden ist. Orthopädische Universal-Einlegesohle (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf ihrer, dem Schuh zugewandten Seite mit einer Haftschicht versehen ist. Orthopädische Universal-Einlegesohle (1) nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelotte (2) die angenäherte Form eines Ellipsoidenabschnittes hat. Orthopädische Universal-Einlegesohle (1) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie für Schuhgrößen von 36 bis 46 geeignet ist. Orthopädische Universal-Einlegesohle (1) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf ihrer Unterseite eine Schutzfolie (7) besitzt, die mit Hilfe der Lasche (8) vor Gebrauch bequem entfernt werden kann.






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