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Dokumentenidentifikation DE60032584T2 04.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001160970
Titel Schaltung zur Unterdrückung von Interferenzsignalen bei AM Signalen , und Verfahren dazu
Anmelder Sony Deutschland GmbH, 50829 Köln, DE
Erfinder Wildhagen, c/o Advanced Technology Center, Jens, 70327 Stuttgart, DE;
Nöthlings, c/o Advanced Technology Center, Rolf, 70327 Stuttgart, DE
Vertreter Müller - Hoffmann & Partner Patentanwälte, 81667 München
DE-Aktenzeichen 60032584
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.05.2000
EP-Aktenzeichen 001115070
EP-Offenlegungsdatum 05.12.2001
EP date of grant 27.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse H03D 1/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Unterdrückung von Verzerrungen in einem AM Signal, insbesondere die Unterdrückung von Störgrößen, d. h. einzelnen Sinustönen, die von weiteren technischen Vorrichtungen oder von Verzerrungsträgerfrequenzen weiterer Sender verursacht werden, oder von weiteren schmalbandigen Störungen.

Allgemein werden bei der AM Übertragung Signale oft durch Störgrößen gestört, die von weiteren technischen Vorrichtungen hervorgerufen werden können, die mehr oder weniger nahe an dem Empfänger liegen, z. B. kann ein Monitor, der sich in der Nähe des Empfängers in bestimmten Frequenzbereichen als Sender verhalten kann, zu starken Verzerrungen führen.

Ein Verfahren zum Detektieren solcher Verzerrungen in AM Signalen ist in der parallelen Europäischen Patentanmeldung des Anmelders „Detection of distortions in AM Signals" beschrieben.

Zudem ist in EP 0 898 402 A2 eine Detektionsschaltung für ASK oder OOK Modulation beschrieben, bei der das empfangene Modulationssignal an eine DC Wiederherstellungsschaltung AC-gekoppelt und danach verstärkt wird. Die DC Wiederherstellung wird hinsichtlich Signalpeaks durchgeführt, die den „Mark"-Intervallen des modulierten Signals entsprechen.

Es ist die Aufgabe dieser Erfindung, ein nicht kompliziertes Verfahren zur Unterdrückung derartiger Verzerrungen in einem AM Signal ohne jeglichen Verlust von Information anzugeben.

Diese Aufgabe wird durch das in Patentanspruch 1 definierte Verfahren gelöst. Eine bevorzugte Ausführungsform hiervon ist im abhängigen Patentanspruch 2 definiert. Ein Verzerrungsunterdrücker ist im unabhängigen Patentanspruch 3 definiert. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den folgenden abhängigen Ansprüchen 4 bis 8 definiert.

Erfindungsgemäß wird die Redundanz in den beiden Seitenbändern eines Doppel-Seitenband AM Signals zur Unterdrückung von Verzerrungen ohne jeglichen Informationsverlust genutzt. In dem verzerrten Seitenband wird eine Störgröße mittels eines Bandsperrfilters unterdrückt, der das Subband des gestörten Seitenbandes, das die Störgröße enthält, entfernt und im ungestörten Seitenband wird der komplementäre Filter zur Verstärkung des entsprechenden Subbandes mit einem Faktor von zwei genutzt, um die Störgröße zu unterdrücken, während der Informationsverlust durch Addieren beider gefilterter Seitenbänder kompensiert wird.

Diese Addition der beiden Seitenbänder führt auch zu einem besseren Signal-zu-Rausch-Verhältnis (SNR) im resultierenden Signal, da beide Seitenbänder gewöhnlich unkorreliertes weißes Rauschen enthalten. Zur Kompensation der zweifachen Amplitude des gefilterten demodulierten AM Signals kann nach dem Filter ein Multiplizierer mit einem Multiplikationsfaktor von 0.5 angeordnet werden.

Um alle Verzerrungen innerhalb eines empfangenen AM Signals auf diese Weise zu unterdrücken, weist der erfindungsgemäße Filter vorzugsweise einen ersten schmalbandigen Subfilter auf für jedes ausgewählte Subband mit einer Bandsperre im Frequenzbereich eines verzerrten Subbandes sowie einer Banddurchlässigkeit in den Frequenzbereichen aller anderen Subbänder sowie einen zweiten schmalbandigen Subfilter für jedes ausgewählte Subband mit einer Verstärkung um einen Faktor von 2 in dem Frequenzbereich entsprechend zu demjenigen des verzerrten Subbandes des gestörten Seitenbandes sowie einer Banddurchlässigkeit in den Frequenzbereichen aller anderen Subbänder.

Während somit alle Verzerrungen mit einem ersten schmalbandigen Subfilter entfernt werden und eine entsprechende Verstärkung des jeweils entsprechenden störungsfreien Subbandes innerhalb des anderen Seitenbandes mit einem Multiplikationsfaktor von 2 erfolgt, können alle Verzerrungen innerhalb beider Seitenbänder, die in lediglich einem Subband der beiden Seitenbänder auftreten, ohne Informationsverlust entfernt werden.

Gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform des Verzerrungsunterdrückers dieser Erfindung weist jeder erste schmalbandige Subfilter einen ersten Notch-Filter auf zum Empfangen des gestörten Seitenbandes und einer Information darüber, welches Subband unterdrückt werden sollte, um ein gefiltertes gestörtes Seitenband abzuleiten, und jeder zweite schmalbandige Subfilter weist einen zweiten Notch-Filter auf zum Empfangen des störungsfreien Seitenbandes sowie Information darüber, welches Subband des gestörten Seitenbandes unterdrückt werden sollte, um das entsprechende Subband des störungsfreien Seitenbandes zu unterdrücken, sowie einen Verstärker mit einem Verstärkungsfaktor von zwei zum Empfangen des störungsfreien Seitenbandes und einen Addierer zum Subtrahieren des Ausgabesignals des zweiten Notch-Filters von dem Ausgabesignal des Verstärkers zur Ableitung eines kompensierenden störungsfreien Seitenbandes. Vorzugsweise addiert der Addierer zusätzlich das gefilterte gestörte Seitenband zum kompensierenden störungsfreien Seitenband hinzu zur Ableitung eines verzerrungsfreien demodulierten AM Signals ohne Informationsverlust.

Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der erste schmalbandige Subfilter einen Hochpassfilter auf mit einem schmalen Bandsperrbereich und einen dem Hochpassfilter vorgeschalteten ersten komplexen Multiplizierer, wobei das gestörte Subband des komplexen demodulierten AM Signals in dessen schmalen Bandsperrbereich in der Frequenz verschoben wird, und der zweite schmalbandige Subfilter weist einen komplementären Filter auf mit einem schmalen Bandbereich, der das Eingangssignal mit einem Faktor von zwei verstärkt, sowie einen dem komplementären Filter vorgeschalteten zweiten komplexen Multiplizierer, wobei das Subband des störungsfreien Seitenbandes entsprechend dem gestörten Subband des einmal in der Frequenz verschobenen komplexen demodulierten AM Signals in dessen schmalen „Multiplikation mit zwei" Bandbereich verschoben wird, sowie einen dritten komplexen Multiplizierer zur Kompensation der Frequenzverschiebungen der ersten und zweiten komplexen Multiplizierer.

Die Erfindung und ihre Ausführungsformen werden über eine detaillierte Beschreibung zweier beispielhafter Ausführungsformen verständlicher, die im Zusammenhang mit den begleitenden Abbildungen erläutert werden:

1 zeigt ein störungsfreies zweifaches Seitenband-AM Signal;

2 zeigt ein zweifaches Seitenband-AM Signal, das durch zwei Störgrößen gestört ist;

3 zeigt die Transferfunktion des Störgrößen-Unterdrückungsfilters ohne Informationsverlust gemäß dieser Erfindung;

4 zeigt ein Blockdiagramm eines Störgrößen-Unterdrückungsfilters ohne Informationsverlust gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; und

5 zeigt ein Blockdiagramm eines Störgrößen-Unterdrückungsfilters ohne Informationsverlust gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.

1 zeigt ein störungsfreies zweifaches Seitenband-AM Signal, das aus zwei Seitenbändern besteht, die dieselbe Information enthalten, nämlich Seitenbändern besteht, die dieselbe Information enthalten, nämlich dem unteren Seitenband LSB und dem oberen Seitenband USB. Der Absolutwert des Spektrums |S(j&ohgr;)| des unteren Seitenbands LSB und des oberen Seitenbands USB ist symmetrisch, d. h. der Absolutwert des Spektrums einer negativen Frequenz –j&ohgr; des unteren Seitenbands LSB, das die negativen Frequenzen abdeckt, entspricht dem Absolutwert des Spektrums derselben positiven Frequenz +j&ohgr; des oberen Seitenbands USB, das die positiven Frequenzen abdeckt.

Störgrößen, die aus einzelnen Sinustönen resultieren, welche von weiteren technischen Vorrichtungen oder von Verzerrungsträgerfrequenzen weiterer Sender herrühren, treten gewöhnlich lediglich in einem Seitenband auf. 2 zeigt ein komplexes Basisbandsignal mit einer Störgröße IL im unteren Seitenband LSB und einer Störgröße IU im oberen Seitenband USB. Beide Störgrößen treten als Peak im Spektrum des komplexen Basisbandsignals auf, da diese jeweils einen einzelnen Sinuston darstellen. Der Grad der Interferenz hängt von der Amplitude des jeweiligen Peaks ab, d. h. von dem Absolutwert des Spektrums |S(j&ohgr;)| bei der jeweiligen Frequenz j&ohgr; der Störgröße. In dem gezeigten Beispiel weist die Störgröße IL innerhalb des unteren Seitenbandes LSB eine kleinere Amplitude auf als die Störgröße IU in dem oberen Seitenband USB.

Die Erfindung nutzt die Tatsache aus, dass die beiden Seitenbänder beim AM Rundfunk dieselbe Information enthalten, d. h. eine Redundanz gegeben ist. Werden deshalb derartige Verzerrungen detektiert und sind entsprechende Subbänder mit derartigen Verzerrungen bekannt, wobei diese Subbänder vorzugsweise so schmal als möglich sind, d. h. mehr oder weniger lediglich die Frequenz der Störgröße umfassen, ist es möglich, die Störgröße in dem gestörten Seitenband zu unterdrücken und den entsprechenden Teil des störungsfreien Seitenbandes mit zwei zu verstärken, um den Informationsverlust auszugleichen.

3 zeigt die Transferfunktion eines gemäß dieser Erfindung genutzten Filters, um die in 2 gezeigten Verzerrungen ohne jeglichen Informationsverlust zu unterdrücken. Allgemein wird die Transferfunktion |H(j&ohgr;)| derart gestaltet, dass diese eine Banddurchlässigkeit für das untere Seitenband LSB und das obere Seitenband USB aufweist, d. h. einen Verstärkungsfaktor von eins über den gesamten Frequenzbereich beider Seitenbänder hat. Da jedoch das untere Seitenband LSB eine Störgröße IL bei der Frequenz –j&ohgr;IL aufweist, enthält die Transferfunktion |H(j&ohgr;)| einen Signalanteil bei ungefähr dieser Frequenz j&ohgr;IL mit einem Verstärkungsfaktor von 0 zur Unterdrückung der Störgröße IL. Da zudem das obere Seitenband USB eine Störgröße IU bei der Frequenz j&ohgr;IU aufweist, weist die Transferfunktion |H(j&ohgr;)| einen Signalanteil b bei ungefähr der Frequenz j&ohgr;IU mit einem Verstärkungsfaktor von 0 auf, um die Störgröße IU zu unterdrücken. Um diese Entfernung von Information oder Energie zu kompensieren, wird die Redundanz des oberen und unteren Seitenbandes verwendet. Deshalb weist die Transferfunktion |H(j&ohgr;)| des Filters gemäß dieser Erfindung einen Signalanteil a' entsprechend zum Signalanteil a auf, der jedoch um die Frequenz j&ohgr;IL mit einem Verstärkungsfaktor von zwei angeordnet ist sowie einen Signalanteil b' entsprechend zum Signalanteil b, der jedoch um die Frequenz –j&ohgr;IU mit einem Verstärkungsfaktor von 2 angeordnet ist.

Werden nun beide Seitenbänder addiert, so liegt kein Verlust von Information/Energie vor und es wird zusätzlich ein besseres SNR (Signal-zu-Rausch-Verhältnis) erzielt, wie oben erläutert wurde.

4 zeigt ein Blockdiagramm einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zur Realisierung der Transferfunktion |H(j&ohgr;)| für eine gewünschte Anzahl von Störgrößen.

Grundlegend wird das Filtern mit Notch-Filter durchgeführt, die zusätzlich eine Information erhalten, bei welcher Frequenz, d. h. in welchem Subband, eine Verstärkung von 0 auf das entsprechende Eingangssignal angewandt werden soll. Falls somit ein einzelnes Seitenband USB, LSB einem solchen Notch-Filter eingespeist wird, wird ein gefiltertes Seitenband, das das entsprechende Subband nicht mehr enthält, ausgegeben. Das andere Seitenband LSB, USB, innerhalb dem das entsprechende Subband eine Verstärkung mit dem Faktor von 2 erfordert, wird einem weiteren Notch-Filter eingespeist, der ebenso eine Verstärkung von 0 auf das entsprechende Subband anwendet. Das Ausgangssignal dieses weiteren Notch-Filters wird von dem in der Amplitude verdoppelten Eingangssignal subtrahiert, so dass in Summe ein gefiltertes Seitenband, das ein in der Amplitude verdoppeltes entsprechendes Subband aufweist, ausgegeben wird. Mehrere derartige Stufen von Notch-Filter und weiterer Notch-Filter können seriell verschaltet sein, um mehr als eine Störgröße zu filtern, bevor die gefilterten Seitenbänder USB, LSB addiert und mit 0.5 multipliziert werden, um die zweifache Amplitude aufgrund der Addition der beiden Seitenbänder zu kompensieren.

4 zeigt eine Realisierung zur Unterdrückung von zwei Störgrößen, wobei jedoch die Erweiterung auf eine größere Anzahl von Störgrößen gekennzeichnet ist. Das obere Seitenband USB wird einem ersten Notch-Filter 1, und einem ersten Multiplizierer 3, eingespeist. Basierend auf der Information, ob das von dem Eingangssignal des ersten Notch-Filters 1, entfernte Subband eine Störgröße aufweist oder das entsprechende störungsfreie Subband des anderen Seitenbandes darstellt, multipliziert der erste Multiplizierer 3, dessen Eingangssignal mit 0 oder 2. Zusätzlich wird basierend auf dieser Information das Ausgangssignal des ersten Notch-Filters 11 dem Ausgangssignal des ersten Multiplizierers 31 über einen ersten Addierer 41 hinzugefügt oder subtrahiert. Auf ähnliche Weise wird das untere Seitenband LSB einem zweiten Notch-Filter 21 und einem zweiten Multiplizierer 33 eingespeist, die im Wesentlichen auf dieselbe Weise arbeiten wie der erste Notch-Filter 11 und der erste Multiplizierer 31, d. h. der zweite Notch-Filter 21 unterdrückt das Subband des unteren Seitenbandes entsprechend zu demjenigen des oberen Seitenbandes, das von dem ersten Notch-Filter 11 unterdrückt wird. Da jedoch lediglich eines der Seitenbänder eine Störgröße aufweist und das andere Seitenband den Informationsverlust kompensiert, der auftreten würde, falls lediglich das verzerrte Subband unterdrückt wird, multipliziert der zweite Multiplizierer 33 dessen Eingangssignal mit 2 oder 0 abhängig von der Information, ob das Subband, welches vom Eingangssignal des zweiten Notch-Filters 21 entfernt wird, dem entsprechenden störungsfreien Subband des weiteren Seitenbandes entspricht oder eine Störgröße enthält. Zusätzlich wird basierend auf dieser Information das Ausgangssignal des zweiten Notch-Filters 21 vom Ausgangssignal des zweiten Multiplizierers 33 über einen zweiten Addierer 43 subtrahiert oder addiert. Um eine zweite Störgröße zu unterdrücken, empfängt eine ähnliche Filterstufe die Ausgangssignale des ersten Addierers 41 und des zweiten Addierers 43 anstelle des oberen Seitenbandes USB und des unteren Seitenbandes LSB. Diese weitere Filterstufe enthält einen dritten Notch-Filter 12, einen dritten Multiplizierer 32 und einen dritten Addierer 42 zum Filtern des gefilterten oberen Seitenbandes USB als auch ein viertes Notch-Filter 22, einen vierten Multiplizierer 34 und einen vierten Addierer 44 zum Filtern des gefilterten unteren Seitenbandsignals. Zusätzlich können solche Filterstufen, die jeweils auf ein anderes variables Subband empfindlich sind, seriell verschaltet sein, wie in 4 mit Punkten gekennzeichnet ist. Das gefilterte obere Seitenband USB und das untere Seitenband LSB werden schließlich über einen Addierer 40 addiert. Das Ausgangssignal des Addierers 40 wird mit einem Faktor von 0.5 über einen Multiplizierer 5 multipliziert, um die doppelte Amplitude des verzerrungsfreien demodulierten AM Signals ohne Informationsverlust zu kompensieren.

Die beiden einzelnen Seitenbandsignale haben reelle Werte und die Transferfunktionen der verschiedenen Filter sind ebenso Funktionen mit reellen Werten. Die Notch-Filter sind Bandsperrfilter mit einstellbarer mittlerer Frequenz.

5 zeigt die Realisierung des Filters gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. In diesem Fall wird das komplexe Doppel-Seitenband-Basisbandsignal gefiltert und es werden zwei Filter verwendet, nämlich ein Hochpassfilter und dessen komplementärer Filter. Um die rechten Frequenzbereiche zu filtern, wird das Signal über eine komplexe Multiplikation vor dem entsprechenden Filter verschoben. Eine dritte komplexe Multiplikation nach der Filterung kompensiert beide komplexen Multiplikationen vor einem entsprechenden Filter. In diesem Fall führt eine serielle Verschaltung mehrerer dieser Anordnungen zur möglichen Unterdrückung von mehr als einer Störgröße ohne Verlust von Information/Energie.

5 zeigt, dass das komplexe Doppel-Seitenband-Basisbandsignal von einem ersten komplexen Multiplizierer 6 verschoben wird, so dass eine gestörte Frequenz &ohgr; in den unteren Frequenzbereich mittels einer komplexen Multiplikation mit dem Faktor e(+/–)j&ohgr;t verschoben wird, wobei das Vorzeichen in dem komplexen Argument davon abhängt, welches Seitenband verzerrt ist, d. h. ob die Frequenz &ohgr; positiv oder negativ ist. Dieses in der Frequenz verschobene komplexe Doppel-Seitenband-Basisbandsignal wird von einem Hochpassfilter 7 gefiltert, so dass die Verzerrung, welche in den unteren Frequenzbereich, der die Frequenz 0 umfasst, verschoben wird, von dem Signal entfernt wird und der Rest des Signals unverändert verbleibt. Eine nachfolgende Frequenzverschiebung mittels einer komplexen Multiplikation in einem zweiten komplexen Multiplizierer 8 mit dem Multiplikationsfaktor e(+/–)j2&ohgr;t verschiebt die Frequenz des störungsfreien Seitenbands entsprechend der Frequenz der Störgröße in dem gestörten Seitenband in den unteren Frequenzbereich, d. h. zu einer Frequenz 0. Ein folgender komplementärer Filter 9 mit einer Verstärkung von 2 im unteren Frequenzbereich entsprechend der Bandsperre des Hochpassfilters 7 sowie einer Verstärkung von 1 im hohen Frequenzbereich entsprechend der Banddurchlässigkeit des Hochpassfilters 7 erzeugt eine Kompensation der entfernten Verzerrung. Eine folgende dritte Multiplikation mit einem dritten komplexen Multiplizierer 10 mit einem Multiplikationsfaktor e(+/–)j&ohgr;t kompensiert die ersten beiden Frequenzverschiebungen bevor das gefilterte komplexe Doppel-Seitenband-Basisband in ein reelles Signal mittels einer Umwandlungsstufe 11 umgewandelt wird. Um am Ausgang des dritten komplexen Multiplizierers 10 die korrekte Phase bereitzustellen, wird die Gruppenverzögerung T des Hochpassfilters 7 sowie des komplementären Filters 9 während wenigstens einer der komplexen Multiplikationen berücksichtigt, z. B. der vom zweiten komplexen Multiplizierer 8 und vom dritten komplexen Multiplizierer 10 durchgeführten Multiplikationen.

Das komplexe Eingangssignal muss kohärent sein, um eine lineare Frequenzantwort des AM Signals zu erzielen.

Wie oben erwähnt wurde, lässt sich durch Verwenden einer Kaskade dieser Filterrealisierungen mehr als eine Störgröße unterdrücken, selbst falls diese in beiden Seitenbändern verteilt sind.


Anspruch[de]
Verfahren zum Unterdrücken von Verzerrungen in einem AM Signal, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Subband mit einer Verzerrung in einem Seitenband und einer schmalen Bandbreite in Bezug auf die Bandbreite eines Seitenbandes unterdrückt wird und das entsprechende Subband in dem anderen Seitenband verstärkt wird, bevor beide Seitenbänder addiert werden. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:

– Empfangen von Information darüber, welches Subband welches Seitenbandes des empfangenen AM Signals gestört ist und die wenigstens eine zu unterdrückende Verzerrung aufweist,

– Filtern des gestörten Seitenbandes mit einem Schmalbandfilter mit einer Bandsperre im Frequenzbereich des wenigstens einen gestörten Subbandes und einer Banddurchlässigkeit in den Frequenzbereichen aller anderen Subbänder, und

– Filtern des ungestörten Seitenbandes mittels eines Schmalbandfilters mit einer Verstärkung um einen Faktor von 2 in dem Frequenzbereich, der dem wenigstens einen gestörten Subband des gestörten Seitenbandes entspricht und mit einer Banddurchlässigkeit in den Frequenzbereichen aller anderen Subbänder.
Verzerrungsunterdrücker zum Unterdrücken von Verzerrungen in einem AM Signal, gekennzeichnet durch einen Filter zum Unterdrücken ausgewählter gestörter Subbänder mit einer Verzerrung in einem Seitenband des empfangenen AM Signals und mit einer schmalen Bandbreite in Bezug auf die Bandbreite eines Seitenbandes und zum Verstärken der entsprechenden Subbänder in dem anderen Seitenband vor dem Addieren beider Seitenbänder. Verzerrungsunterdrücker nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch

– einen ersten schmalbandigen Subfilter (11, 31, 41; 7) für jedes ausgewählte gestörte Subband mit einer Bandsperre im Frequenzbereichs des ausgewählten gestörten Subbandes und einer Banddurchlässigkeit in den Frequenzbereichen aller anderen Subbänder, und

– einen zweiten schmalbandigen Subfilter (21, 33, 43; 9) für jedes zugehörige Subband mit einer Verstärkung um einen Faktor von 2 in dem Frequenzbereich des jeweiligen Subbandes in dem anderen Seitenband und einer Banddurchlässigkeit in den Frequenzbereichen aller anderen Subbänder.
Verzerrungsunterdrücker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass

– der erste schmalbandige Subfilter einen ersten Notch-Filter (1) enthält, der ein Seitenband sowie eine Information zum zu unterdrückenden Subband zur Ableitung eines gefilterten gestörten Seitenbandes empfängt, und

– der zweite schmalbandige Subfilter einen zweiten Notch-Filter (2) enthält, der das andere Seitenband und eine Information darüber, welches Subband des einen Seitenbandes unterdrückt werden soll, um das entsprechende Subband des anderen Seitenbandes zu unterdrücken, empfängt sowie einen Verstärker (3) mit einem Verstärkungsfaktor von zwei, der das andere Seitenband empfängt, und einen Addierer (4), der das Ausgabesignal des zweiten Notch-Filters von dem Ausgabesignal des Verstärkers zur Ableitung eines kompensierenden störungsfreien Seitenbandes subtrahiert.
Verzerrungsunterdrücker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Addierer (4) zusätzlich das gefilterte gestörte Seitenband dem kompensierenden störungsfreien Seitenband zur Ableitung eines verzerrungsfreien demodulierten AM Signals ohne Informationsverlust hinzufügt. Verzerrungsunterdrücker nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Multiplizierer (5) mit einem Multiplikationsfaktor von 0.5, der nach dem Addierer (4) zur Kompensation der zweifachen Amplitude des verzerrungsfreien demodulierten AM Signals ohne Informationsverlust angeordnet ist. Verzerrungsunterdrücker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass

– der erste schmalbandige Subfilter einen Hochpassfilter (7) mit einem schmalen Bandsperrbereich aufweist sowie einen dem Hochpassfilter (7) vorgeschalteten ersten komplexen Multiplizierer (6), wobei das gestörte Subband des einen Seitenbandes des komplexen demodulierten AM Signals in dessen schmalen Bandsperrbereich in der Frequenz verschoben wird, und

– der zweite schmalbandige Subfilter einen komplementären Filter (9) mit einem schmalen Bandbereich zur Multiplikation mit zwei aufweist, einen dem komplementären Filter (9) vorgeschalteten zweiten komplexen Multiplizierer (8) enthält und das jeweilige Subband des anderen Seitenbandes entsprechend dem gestörten Subband des einmal in der Frequenz verschobenen komplexen AM Signals in dessen schmalen Bandbereich zur Multiplikation mit zwei verschoben wird, sowie einen dritten komplexen Multiplizierer (10) zur Kompensation der Frequenzverschiebungen der ersten und zweiten komplexen Multiplizierer.






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