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Dokumentenidentifikation DE60125392T2 04.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001327116
Titel METALLSCHMELZOFEN UND VERFAHREN ZUM SCHMELZEN VON METALL
Anmelder EMP Technologies Ltd., Stretton, Burton, GB
Erfinder PEEL, Alan Michael, Hathersage, Hope Valley S32 1AZ, GB;
HOWITT, Roger, Swadlincote, Derbshire DE11 9RQ, GB
Vertreter Ostertag & Partner, Patentanwälte, 70597 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 60125392
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.10.2001
EP-Aktenzeichen 019745256
WO-Anmeldetag 16.10.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/GB01/04579
WO-Veröffentlichungsnummer 2002033339
WO-Veröffentlichungsdatum 25.04.2002
EP-Offenlegungsdatum 16.07.2003
EP date of grant 20.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse F27D 23/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H05B 6/34(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Verbesserungen von und in Bezug auf Schmelzöfen und Schmelzverfahren. Insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, betrifft die Erfindung Rundöfen und/oder Verfahren zum Anfahren eines Schmelzvorgangs.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Ofentypen. Darunter gibt es unterschiedliche Ofenformen, verschiedene Verfahren der Wärmezufuhr, unterschiedliche Größen und unterschiedliche Materialien, für welche der Schmelzofen konstruiert ist. Jeder dieser Unterschiede kann einen beträchtlichen Einfluss auf die gelungene Konstruktion eines Schmelzofens haben und sorgt dafür, dass Verfahren, die bei einer Ofenart durchgeführt werden können, bei einer anderen Ofenart ungeeignet sind.

Die JP-A-07268504 offenbart einen Schmelzofen mit einer elektromagnetischen Pumpe, welche geschmolzenes Metall aus einem Schmelzofen abführt, dieses durch die Pumpe hindurch leitet und in eine Wirbelkammer führt. Der Ausgang der Wirbelkammer führt zurück zu dem Schmelzofen.

Die DE-A-2903316 offenbart einen Schmelzofen, bei welchem geschmolzenes Metall abwechselnd in ein unterhalb der Oberfläche des geschmolzenen Metalls angeordnetes Rohr eingesaugt und von diesem ausgestoßen wird.

Eine besondere Schwierigkeit bei Öfen entsteht bei solchen Öfen, welche aus dem Kalten heraus angefahren werden. In diesen Fällen wird eine Charge von zu schmelzendem kaltem Metall im Schmelzofen angeordnet und die Wärmequelle betätigt. Diese ist häufig durch einen Satz Brennerflammen gebildet, jedoch variiert die Wärmezufuhr unabhängig von der Art der Wärmequelle je nach Position innerhalb des Schmelzofens. Aus diesem Grund schmelzen manche Bereiche des Metalls früher als andere, und es benötigt Zeit, eine homogene Schmelze zustande zu bringen. Bereits geschmolzenes Metall kann zwar zirkuliert werden. Bevor dies begonnen werden kann, gibt es jedoch eine Verzögerung, weshalb die Anfahrdauer bei Systemen nach dem Stand der Technik dennoch beträchtlich ist. Diese Verzögerung wirkt sich im Ergebnis auf die gesamte Zyklusdauer und damit auf den Durchsatz des Schmelzofens und die Wirtschaftlichkeit der Anlage aus.

Zu den Aufgaben der vorliegenden Erfindung zählt die Bereitstellung eines schnelleren Anfahr-Arbeitszyklus für Schmelzöfen, insbesondere für solche, die mit einem festen Metall angefahren werden. Zu den Aufgaben der vorliegenden Erfindung zählt die Bereitstellung einer verbesserten Konstruktion eines Schmelzofens. Zu den Aufgaben der vorliegenden Erfindung zählt die Bereitstellung einer verbesserten Zirkulations-Konfiguration für geschmolzenes Metall in einem Schmelzofen und/oder einer homogeneren Schmelze.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung stellen wir einen Schmelzofen bereit, wobei der Schmelzofen einen Behälter für eine Metallschmelze umfasst, wobei der Behälter eine Maximaltiefe für die Metallschmelze in dem Behälter vorsieht, und welcher außerdem einen mit dem Behälter über einen Einlass verbundenen ersten Kanal und einen mit dem Behälter über einen Auslass verbundenen zweiten Kanal umfasst, wobei der erste Kanal einen Zugang zu einem Strömungsgenerator und der zweite Kanal einen Ablauf von dem Strömungsgenerator bereitstellt, dadurch gekennzeichnet, dass

der Schmelzofen ein Rundofen ist, wobei der Behälter einen Mittelpunkt aufweist;

der Einlass des ersten Kanals in den oberen 60 % der Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter vorgesehen ist und/oder der Auslass des zweiten Kanals in den unteren 25 % der Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter vorgesehen ist;

und der Einlassabschnitt des ersten Kanals bezogen auf den angrenzenden Teil der Peripherie des Behälters in einem Winkel von kleiner als 30° angewinkelt ist.

Der Behälter kann eine an die den Behälter bildenden Wände angrenzende Peripherie und einen Mittelpunkt aufweisen, wobei der erste Kanal geschmolzenes Metall von längs der Peripherie des Behälters erhält und/oder wobei der zweite Kanal geschmolzenes Metall in Richtung auf den Mittelpunkt des Behälters lenkt.

Der Behälter kann einen Mittelpunkt haben, wobei der erste Kanal über einen Einlassabschnitt mit dem Behälter verbunden ist und der zweite Kanal über einen Auslassabschnitt mit dem Behälter verbunden ist, wobei wenigstens der Einlassabschnitt des ersten Kanals bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters in einem Winkel von wenigstens 30° angewinkelt ist und/oder bei welchem wenigstens der Auslassabschnitt des zweiten Kanals bezogen auf den angrenzenden Teil des Behälters in einem Winkel von wenigstens 60° und/oder bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters in einem Winkel von kleiner als 30° angewinkelt ist.

Die Oberfläche der Metallschmelze kann im Betrieb eine Ebene bilden, wobei der Schmelzofen einen mit dem Behälter über einen Auslassabschnitt verbundenen zweiten Kanal umfasst, wobei wenigstens der Auslassabschnitt des zweiten Kanals bezogen auf die Ebene der Oberfläche der Metallschmelze in einem Winkel von wenigstens 2° nach unten gewinkelt ist.

Der erste Aspekt der Erfindung kann außerdem beliebige der folgenden Möglichkeiten, Merkmale und Alternativen umfassen.

Der Rundofen umfasst einen Behälter, welcher die Metallschmelze im Betrieb aufnimmt, und vorzugsweise einen Deckel. Der Deckel ist vorzugsweise abnehmbar. Der Schmelzofen kann durch einen Boden und eine oder mehrere Wände begrenzt sein. Der Schmelzofen kann mit einer Wand oder einem Wandabschnitt versehen sein, welche/welcher bezogen auf die Vertikale geneigt ist. Diese Wand oder dieser Wandabschnitt kann eine Tülle am Behälter und/oder bereichsweise eine Öffnung im Schmelzofen begrenzen.

Der Behälter ist vorzugsweise durch einen Boden und eine oder mehrere Wände begrenzt. Vorzugsweise sind alle Wände und Oberflächen des Behälters feuerfest ausgekleidet. Die maximale Breite des Behälters kann zwischen dem 8- bis 15-fachen der Maximaltiefe der Metallschmelze liegen.

Die Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter kann im Wesentlichen, beispielsweise +/– 2 %, über einen Bereich von wenigstens 50 % seiner Oberfläche gleich sein. Vorzugsweise ist der Boden des Behälters geneigt. Die Maximaltiefe kann anhand einer Eigenschaft des Behälters ermittelt werden, wie beispielsweise der Höhe eines Teils der Wand, welche den Umfang des Behälters begrenzt, und/oder anhand der Menge des dem Schmelzofen zugeführten Metalls.

Die Peripherie des Behälters kann der Bereich oder das Volumen des Behälters sein, welcher bzw. welches die äußersten 20 % bildet.

Die Wand des Behälters kann, wenigstens über einen Teil des Umfangs des Behälters, vertikal verlaufen, vorzugsweise über wenigstens 75 % des Umfangs. Die Behälterwand kann im übrigen Abschnitt des Umfangs geneigt sein, beispielsweise um 30° bezogen auf die Horizontale.

Die Metallschmelze setzt sich vorzugsweise überwiegend aus Aluminium zusammen. Andere Elemente und/oder Zusätze können der Metallschmelze zugeführt werden, während sich diese im Schmelzofen befindet. Dem Schmelzofen kann eine Beschickung zwischen 10 und 150 Tonnen zugeführt werden.

Der erste Kanal ist vorzugsweise ein Rohr. Vorzugsweise hat dieses über seine Länge den gleichen Querschnitt. Vorzugsweise verläuft der erste Kanal geradlinig. Vorzugsweise weist der erste Kanal einen kreisförmigen Querschnitt auf. Der erste Kanal kann aus Keramik gefertigt sein. Vorzugsweise läuft der erste Kanal durch eine Wand des Behälters hindurch, vorzugsweise durch eine feuerfest ausgekleidete Wand. Zur Verbindung mit einem weiteren Kanal, welcher zu dem Strömungsgenerator führt, kann der erste Kanal einen Verteiler umfassen.

Der zweite Kanal ist vorzugsweise ein Rohr. Vorzugsweise hat dieses über seine Länge den gleichen Querschnitt. Vorzugsweise verläuft der zweite Kanal geradlinig. Vorzugsweise weist der zweite Kanal einen kreisförmigen Querschnitt auf. Der zweite Kanal kann aus Keramik gefertigt sein. Vorzugsweise läuft der zweite Kanal durch eine Wand des Behälters hindurch, vorzugsweise durch eine feuerfest ausgekleidete Wand. Zur Verbindung mit einem weiteren Kanal, welcher zu dem Strömungsgenerator führt, kann der zweite Kanal einen Verteiler umfassen.

Der Strömungsgenerator kann eine mechanische Pumpe sein. Vorzugsweise ist der Strömungsgenerator eine elektromagnetische Pumpe. Vorzugsweise kann der Strömungsgenerator von dem Schmelzofen abmontiert werden.

Insbesondere im Hinblick auf den ersten Aspekt der Erfindung kann der Einlass des ersten Kanals in den oberen 10 % bis 60 %, bevorzugter in den oberen 25 % bis 60 % und idealerweise in den oberen 40 % bis 60 % der Maximaltiefe vorgesehen sein.

Insbesondere im Hinblick auf den ersten Aspekt der Erfindung kann der Auslass des zweiten Kanals in den unteren 10 % bis 25 % der Maximaltiefe vorgesehen sein.

Insbesondere im Hinblick auf den ersten Aspekt der Erfindung kann der Bezugspunkt für die Position, in welcher der Einlass des ersten Kanals und/oder der Auslass des zweiten Kanals vorgesehen sind, sich auf denjenigen Punkt beziehen, an welchem sich die Mitte des Einlasses und/oder des Auslasses befindet.

Der erste Kanal erhält vorzugsweise geschmolzenes Metall stärker bevorzugt von der Peripherie als von anderen Teilen des Behälters. Die Peripherie kann die äußeren 15 % des Behälters sein. Vorzugsweise erhält der erste Kanal geschmolzenes Metall aus der Peripherie stärker bevorzugt von einer Seite des Einlasses zu dem ersten Kanal, als er geschmolzenes Metall von der anderen Seite des Einlasses zu dem ersten Kanal erhält. Das geschmolzene Metall kann stärker bevorzugt längs der Peripherie zum ersten Kanal strömen, als es vom Mittelpunkt des Behälters dorthin strömt. Der Begriff „längs" kann sich auf eine Strömung beziehen, welche im Wesentlichen parallel zu derjenigen Behälterwand verläuft, welche an den Einlass zu dem ersten Kanal angrenzt.

Der zweite Kanal lenkt vorzugsweise geschmolzenes Metall stärker bevorzugt in Richtung auf den Mittelpunkt des Behälters als auf andere Teile des Behälters. Der Mittelpunkt kann diejenigen 20 % des Behältervolumens sein, welche am weitesten von einer Wand des Behälters, welche vorzugsweise nicht der Boden des Behälters ist, entfernt liegen. Vorzugsweise lenkt der zweite Kanal geschmolzenes Metall stärker bevorzugt auf eine Seite des Mittelpunkts als auf die andere Seite. Das geschmolzene Metall kann aus dem zweiten Kanal stärker bevorzugt in Richtung auf den Mittelpunkt des Behälters als längs der Peripherie des Behälters strömen.

Der Mittelpunkt des Behälters kann eine oder diejenige Stelle sein, bei welcher der minimale Abstand zur Peripherie des Behälters, insbesondere zu den Seitenwänden, ausgenommen zu dem Boden des Behälters, am größten ist. Der Mittelpunkt kann der Mittelpunkt eines kreisförmigen Querschnitts oder eines Querschnitts mit einer Erstreckung über wenigstens einen 300°-Bogen sein. Der Mittelpunkt kann ein Punkt oder eine Achse sein. Der Mittelpunkt kann ein Punkt am Boden des Behälters sein.

Der Einlassabschnitt kann derjenige Abschnitt des ersten Kanals sein, welcher direkt aus dem Behälter führt, vorzugsweise der Endabschnitt des ersten Kanals. Der Einlassabschnitt kann die äußeren 10 cm des ersten Kanals sein oder umfassen. Der Einlassabschnitt kann geradlinig verlaufen. Der Einlassabschnitt kann einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.

Der Auslassabschnitt kann derjenige Abschnitt des zweiten Kanals sein, welcher direkt zu dem Behälter führt, vorzugsweise der Endabschnitt des zweiten Kanals. Der Auslassabschnitt kann die letzten 10 cm des zweiten Kanals sein oder umfassen. Der Auslassabschnitt kann geradlinig verlaufen. Der Auslassabsehnitt kann einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.

Der Winkel des Einlassabschnitts des ersten Kanals bezogen auf den angrenzenden Teil des Behälters kann sich auf eine Achse des Einlassabschnitts und/oder eine Wand des Einlassabschnitts beziehen. Der Winkel des Einlassabschnitts des ersten Kanals bezogen auf den angrenzenden Teil des Behälters kann sich auf eine Ebene beziehen, welche durch die Wand des Behälters und/oder durch die an den ersten Kanal angrenzende Oberfläche des Behälters vorgegeben wird. Der Winkel wird vorzugsweise in einer horizontalen Ebene gemessen.

Der Einlassabschnitt des ersten Kanals und der angrenzende Behälterteil schließen vorzugsweise einen Winkel von 25° ein. Der Winkel beträgt am Bevorzugtesten zwischen 15° und 30°.

Der Winkel des Einlassabschnitts des ersten Kanals bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters kann sich auf eine Achse des Einlassabschnitts und/oder eine Wand des Einlassabschnitts beziehen. Der Winkel des Einlassabschnitts des ersten Kanals bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters kann sich auf den Mittelpunkt beziehen, wie er oben definiert wurde. Der Winkel wird vorzugsweise in einer horizontalen Ebene gemessen.

Der Einlassabschnitt des ersten Kanals und der Mittelpunkt des Behälters schließen vorzugsweise einen Winkel zwischen 30° und 60° ein. Der Winkel beträgt am Bevorzugtesten zwischen 30° und 45°.

Der Winkel des Auslassabschnitts des zweiten Kanals bezogen auf den angrenzenden Teil des Behälters kann sich auf eine Achse des Auslassabschnitts und/oder eine Wand des Auslassabschnitts beziehen. Der Winkel des Auslassabschnitts des zweiten Kanals bezogen auf den angrenzenden Teil des Behälters kann sich auf eine Ebene, welche durch die Wand des Behälters vorgegeben ist, und/oder die Oberfläche des Behälters, welche an den zweiten Kanal angrenzt, beziehen. Der Winkel wird vorzugsweise in einer horizontalen Ebene gemessen.

Der Auslassabschnitt des zweiten Kanals und der daran angrenzende Behälterteil schließen vorzugsweise einen Winkel von wenigstens um 70° ein. Der Winkel beträgt am Bevorzugtesten zwischen 60° und 120°.

Der Winkel des Auslassabschnitts des zweiten Kanals bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters kann sich auf eine Achse des Auslassabschnitts und/oder eine Wand des Auslassabschnitts beziehen. Der Winkel des Auslassabschnitts des zweiten Kanals bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters kann sich auf den Mittelpunkt beziehen, wie er oben definiert wurde. Der Winkel wird vorzugsweise in einer horizontalen Ebene gemessen.

Der Auslassabschnitt des zweiten Kanals und der Mittelpunkt des Behälters schließen vorzugsweise einen Winkel zwischen 0° und 25° ein. Der Winkel beträgt am Bevorzugtesten zwischen 5° und 25°.

Die Winkel für den ersten und den zweiten Kanal können in gleicher Richtung oder in verschiedener Richtung gemessen werden, werden jedoch vorzugsweise in der gleichen Ebene gemessen.

Der Begriff „nach unten gewinkelt" bezieht sich bevorzugt auf eine Richtung weg von der Ebene und in Richtung auf den Boden des Behälters zu.

Vorzugsweise beträgt der Winkel bezogen auf die Ebene der Oberfläche der Metallschmelze zwischen 2° und 10°, bevorzugter zwischen 4° und 6°.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung stellen wir ein Zirkulationssystem für geschmolzenes Metall bereit, welches einen Schmelzofen gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung umfasst, wobei das System einen mit dem Strömungsgenerator verbundenen ersten Kanal und einen mit dem Strömungsgenerator verbundenen zweiten Kanal umfasst, wobei der vom Strömungsgenerator entfernt liegende Endabschnitt des ersten Kanals eine End-Stirnfläche aufweist, welche durch eine Oberfläche definiert ist, die nicht senkrecht auf der Achse des Endabschnitts des ersten Kanals steht und/oder wobei der vom Strömungsgenerator entfernt liegende Endabschnitt des zweiten Kanals eine End-Stirnfläche aufweist, welche durch eine Oberfläche definiert ist, die nicht senkrecht auf der Achse des Endabschnitts des zweiten Kanals steht, wobei die Endabschnitte des ersten und des zweiten Kanals von einander verschieden sind.

Der Strömungsgenerator und/oder der erste Kanal und/oder der zweite Kanal und/oder Abschnitte davon können derart vorgesehen sein, wie es an anderer Stelle in diesem Dokument ausgeführt wurde, und den ersten Aspekt der Erfindung umfassen.

Der Endabschnitt des ersten Kanals kann teilweise, beispielsweise in einer Richtung, durch einen Radius oder eine Krümmung definiert sein, insbesondere den Radius oder die Krümmung der Peripherie-Wand des Schmelzofens, mit welcher die End-Stirnfläche des ersten Kanals eine bündige Fläche bilden soll.

Der Endabschnitt des ersten Kanals kann teilweise durch den nicht-rechtwinkligen Winkel zwischen der Achse des ersten Abschnitts und dem Teil der Oberfläche der Peripherie-Wand des Schmelzofens definiert sein, mit welcher die End-Stirnfläche des ersten Kanals eine bündige Fläche bilden soll.

Der Endabschnitt des ersten Kanals kann, wenigstens teilweise, durch eine Krümmung oder einen Radius zwischen 200 und 450 cm definiert sein. Der Endabschnitt des ersten Kanals kann wenigstens teilweise durch einen Winkel zwischen 50° und 85° zwischen der End-Stirnfläche oder einem Teil davon und der Achse des ersten Kanals definiert sein.

Der Endabschnitt des zweiten Kanals kann teilweise, beispielsweise in einer Richtung, durch einen Radius oder eine Krümmung definiert sein, insbesondere durch den Radius oder die Krümmung der Peripherie-Wand des Schmelzofens, mit welcher die End-Stirnfläche des zweiten Kanals eine bündige Fläche bilden soll.

Der Endabschnitt des zweiten Kanals kann teilweise durch den nicht-rechtwinkligen Winkel zwischen der Achse des zweiten Kanals und dem Abschnitt der Oberfläche der Peripherie-Wand des Schmelzofens definiert sein, mit welcher die End-Stirnfläche des zweiten Kanals eine bündige Fläche bilden soll.

Der Endabschnitt des zweiten Kanals kann, wenigstens teilweise, durch eine Krümmung oder einen Radius zwischen 200 und 450 cm definiert sein. Der Endabschnitt des zweiten Kanals kann, wenigstens teilweise, durch einen Winkel zwischen 0° und 40° zwischen der End-Stirnfläche oder einem Teil davon und der Achse des ersten Kanals definiert sein. Ein Winkel zwischen 5° und 30° ist bevorzugt.

Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung stellen wir ein Verfahren zum Schmelzen von Metall bereit, wobei das Verfahren das Einbringen einer Charge von festem Metall in einen Schmelzofen und das Zuführen von Hitze in den Schmelzofen umfasst, so dass das Metall wenigstens teilweise geschmolzen wird, wobei der Schmelzofen einen Behälter für eine Metallschmelze umfasst und der Behälter eine Maximaltiefe für die Metallschmelze in dem Behälter vorsieht, wobei der Schmelzofen außerdem einen ersten Kanal, welcher mit dem Behälter über einen Einlass des ersten Kanals verbunden ist, und einen zweiten Kanal, welcher mit dem Behälter über einen Auslauf des zweiten Kanals verbunden ist, umfasst, wobei der erste Kanal einen Zugang zu einem Strömungsgenerator und der zweite Kanal einen Ablauf von dem Strömungsgenerator bereitstellt, wobei der Schmelzofen dadurch gekennzeichnet ist, dass der Schmelzofen ein Rundofen ist und der Behälter einen Mittelpunkt aufweist; der Einlass des ersten Kanals in den oberen 60 % der Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter vorgesehen ist und/oder der Auslass des zweiten Kanals in den unteren 25 % der Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter vorgesehen ist; und der Einlassabschnitt des ersten Kanals bezogen auf den angrenzenden Teil der Peripherie des Behälters in einem Winkel von kleiner als 30° angewinkelt ist, wobei der Strömungsgenerator geschmolzenes Metall durch sich selbst hindurch über den Zugangs- und den Ablaufkanal fördert.

Vorzugsweise umfasst der Behälter eine an die den Behälter bildenden Wände angrenzende Peripherie und erhält der erste Kanal geschmolzenes Metall von längs der Peripherie des Behälters und/oder lenkt der zweite Kanal geschmolzenes Metall in Richtung auf den Mittelpunkt des Behälters.

Vorzugsweise ist wenigstens der Einlassabschnitt des ersten Kanals bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters in einem Winkel von wenigstens 30° angewinkelt und/oder wenigstens der Auslassabschnitt des zweiten Kanals bezogen auf den angrenzenden Teil des Behälters in einem Winkel von wenigstens 60° und/oder bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters in einem Winkel von kleiner als 30° angewinkelt ist, wobei der Strömungsgenerator geschmolzenes Metall durch sich selbst hindurch über den Zugangs- und den Ablaufkanal fördert.

Vorzugsweise definiert die Oberfläche der Metallschmelze eine Ebene, wobei wenigstens der Auslassabschnitt des zweiten Kanals bezogen auf die Ebene der Oberfläche der Metallschmelze in einem Winkel von wenigstens 2° nach unten gewinkelt ist, wobei der Strömungsgenerator geschmolzenes Metall durch sich selbst hindurch über den Zugangs- und den Ablaufkanal fördert.

Der dritte Aspekt der Erfindung kann beliebige der Merkmale, Alternativen oder Möglichkeiten umfassen, welche an anderer Stelle in diesem Dokument erläutert wurden und welche die nachstehenden umfassen.

Die Charge von festem Metall wird vorzugsweise von oben in den Schmelzofen hinab gelassen. Vorzugsweise ist der Deckel entfernt, so dass die Metall-Beschickung erleichtert ist. Vorzugsweise wird der Deckel wieder angebracht, wenn das Metall zugeführt worden ist. Vorzugsweise wird Hitze nur dann zugeführt, wenn der Deckel vorhanden ist. Die Hitze kann durch einen oder mehreren Brenner zugeführt werden. Vorzugsweise sind die Brenner unter Einhaltung eines Abstands voneinander um die Peripherie des Schmelzofens herum angeordnet. Vorzugsweise wird das Metall nur dann aus dem Schmelzofen entfernt, wenn es vollständig geschmolzen ist und/oder nachdem sonstige andere Verfahrensschritte durchgeführt wurden. Das Verfahren kann die Zugabe von einem oder mehreren Materialien zu dem geschmolzenen oder dem festen Metall umfassen.

Das Verfahren kann umfassen, einen Gegenstand aus festem Metall durch Gießen oder auf andere Weise aus dem erzeugten geschmolzenen Metall herzustellen.

Die Verfahren sorgen vorzugsweise dafür, dass geschmolzenes Metall von dem Schmelzofen von dessen Peripherie, idealerweise von dem oberen Teil der Schmelze, abgezogen wird. Die Verfahren sorgen vorzugsweise dafür, dass geschmolzenes Metall in den Schmelzofen in Richtung auf dessen Mittelpunkt, idealerweise im unteren Teil der Schmelze, eingebracht wird. Vorzugsweise sorgt das Verfahren dafür, dass geschmolzenes Metall von dem Ablauf über den Boden des Behälters, die Wände des Behälters hinauf und entlang der Peripherie des Behälters im oberen Teil der Schmelze zu dem Zugang fließt.

Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert; in diesen zeigen:

1 einen seitlichen Aufriss eines Schmelzofens gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei die Einlass-Konfiguration für das Zirkulationssystem gezeigt ist;

2 einen seitlichen Aufriss des Schmelzofens von 1, wobei die Auslass-Konfiguration des Zirkulationssystems gezeigt ist;

3 eine Aufsicht auf den Schmelzofen nach den 1 und 2, wobei die Einlass- und Auslass-Konfiguration gezeigt ist; und

4 eine schematische Draufsicht, welche die Zirkulation von geschmolzenem Metall innerhalb des Schmelzofens nach 1 zeigt.

Manche Schmelzofen-Konstruktionen werden ausgehend von einem kalten Zustand während ihres Schmelzzyklus angefahren, dies trifft insbesondere für Rundöfen zu. Einfach ausgedrückt wird der zu schmelzende Metallkörper, häufig Aluminium, einem Lager entnommen und in den Schmelzofen eingebracht. Die meisten Rundöfen haben einen abnehmbaren Deckel, um diesen Schritt zu erleichtern. Der Metallkörper, welcher 100 Tonnen oder mehr wiegen kann, ruht auf dem Boden des Schmelzofens. Dann wird Hitze zugeführt, üblicherweise aus einer Mehrzahl von Brennern, welche um die Peripherie des Schmelzofens herum angeordnet sind. Die Tatsache, dass diese Brenner an manchen Teilen des Innenraums des Schmelzofens näher angeordnet sind als an anderen Teilen, und die Tatsache, dass die Flammen auf manche Teile des Schmelzofens stärker treffen als auf andere Teile, führt an manchen Stellen zu einer höheren Schmelzrate als an anderen Stellen. Schwierigkeiten ergeben sich auch daraus, dass die Oberfläche der Schmelze mehr Hitze erhält als der Boden der Schmelze und aus diesem Grund eine nicht-homogene Schmelze mit sich daraus ergebenden Schwierigkeiten üblich ist.

Um die Hitzeübertragung zu erhöhen und dadurch das Material schneller zu schmelzen und eine bessere Schmelze zu erzielen, kann das bereits geschmolzene Material unter bestimmten Umständen zirkuliert werden. Da das Metall, wenn es anfangs geschmolzen wird, eine sehr hohe Viskosität hat, die an die Konsistenz von Melasse erinnert, kann es nicht mittels herkömmlichen Pumpen zur Zirkulation gebracht werden und neigt dazu, in einer beliebigen Pump-Ausrüstung anzubacken, wenn es nicht schnell gefördert wird. Im Ergebnis benötigt der Schmelzzyklus eine beträchtliche Zeitspanne, um zu einem vollständig geschmolzenen Zustand zu kommen. Dies verringert den Durchsatz eines Schmelzofens beliebiger Größe und wirkt sich damit auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage aus. Auch ist dann die Ansammlung von kühlerem, höher viskosem Metall am Boden des Schmelzofens, im Abstand von den Brennern, üblich.

Die Erfindung hat zum Ziel, eine Zirkulations-Konfiguration und ein Verfahren bereitzustellen, welche es ermöglichen, eine Zirkulation zur Verfügung zu stellen, bei welcher eine geringere Neigung zum Anbacken besteht und durch welche eine bessere Hitzeübertragung zur Verfügung gestellt wird, wenn die Zirkulation begonnen hat. Im Gesamtergebnis ist die Zykluszeit für den Schmelzofen von einem kalten zu einem geschmolzenen Zustand um etwa 10 % verringert. Dies hat einen immensen Vorteil im Hinblick auf die Produktivität und damit auf das Einkommen einer Anlage.

Wie in 1 gezeigt ist, ist die Erfindung bei einem Rundofen eingesetzt, einer Schmelzofen-Konstruktion, für welche sie insbesondere vorteilhaft ist. Der Schmelzofen 2 umfasst eine vertikale Seitenwand 4, welche sich um einen Großteil des Umfangs herum (annähernd in einem 300°-Bogen) erstreckt, sowie eine geneigte Wand 6, welche sich von dem Boden 8 des Schmelzofens 2 hin zu einer Tülle 10 nach oben erstreckt. Die Tülle 10 definiert den Boden einer Öffnung 12, welche für den Schritt der Oxid-Entfernung und andere Schritte verwendet wird. Die Wände 4, 6 und der Boden 10 sind feuerfest ausgekleidet. Die Oberseite des Schmelzofens 2 ist durch einen Deckel 16 verschlossen.

Um den Schmelzofen 2 zu beschicken, wird der Deckel 16 nach hinten geschoben und das zu schmelzende Metall wird herabgelassen und auf den Boden 8 des Schmelzofens 2 abgesetzt. Der Deckel 16 wird dann wieder zurückgeschoben, so dass die Öffnung abgedichtet ist, und der Heizvorgang wird begonnen.

Wenn das Metall vollständig geschmolzen ist, liegt es bei einem maximalen Pegel vor, welcher der Höhe der Tülle 10 entspricht, wie es durch die Niveaulinie 18 im Innenraum 20 des Schmelzofens gekennzeichnet ist.

Wenn der Heizvorgang beginnt, fängt die Metallbeschickung an, allmählich zu schmelzen. Das geschmolzene Metall, welches am Anfang hochviskos ist, fließt zum Boden 8 und sammelt sich dort an. Wenn der Heizvorgang weiter fortgeführt wird, nimmt der Pegel geschmolzenen Metalls zu. Der obere Teil der Schmelze erhält die meiste Hitze und dadurch nimmt seine Viskosität ab. Die Anmelderin hat darüber hinaus festgestellt, dass das Metall an den Seiten des Schmelzofens dazu neigt, heißer zu sein, als dasjenige am Mittelpunkt.

Die vorliegende Erfindung erzielt eine Zirkulation mittels einer Pumpeinheit 30, welche außerhalb des Schmelzofens angeordnet ist und mit dem Innenraum des Schmelzofens über ein Einlass- und ein Auslassrohr verbunden ist. Das Einlassrohr 32 ist in 1 gezeigt und etwa auf halber Strecke zwischen dem Boden 8 und der Niveaulinie 18 angeordnet. Das Einlassrohr 32 ist in Richtung auf den Innenraum 20 des Schmelzofens nach unten in einem Winkel von etwa 1,0° geneigt. Dies unterstützt das Abfließen von geschmolzenem Material zurück in den Schmelzofen 2, sollte der Schmelzofen aus irgendeinem Grund geleert worden sein. Das Einlassrohr 32 ist aus Keramik und weist ein Schmelzofen-Ende 34 auf, welches bündig mit der Wand 4 abschließt.

Dadurch, dass das Einlassrohr 32 auf dieser Höhe angeordnet ist, wird die Pumpeinheit 30 stets mit heißem geschmolzenem Metall aus dem Inneren des Schmelzofens 3 versorgt. Dies beseitigt Schwierigkeiten im Hinblick auf ein Anbacken von vorher geschmolzenem Metall in der Pumpeinheit 30.

Das Auslassrohr 36 ist in 2 gezeigt und ist an anderer Stelle angeordnet. Das Auslassrohr 36 ist zu dem Boden 8 benachbart angeordnet. Auch das Auslassrohr 36 ist in Richtung auf den Innenraum des Schmelzofens nach unten geneigt, diesmal jedoch in einem steileren Winkel von etwa 5°. Dies sorgt nicht nur, falls dies erforderlich ist, für ein Abfließen aufgrund der Schwerkraft, sondern unterstützt geschmolzenes Metall dabei, das Auslassrohr 36 zu verlassen und kraftvoll über den Boden 8 zu strömen, wodurch Hitze auf das dort angesammelte kältere Metall übertragen wird. Wie das Einlassrohr 32 ist das Auslassrohr 36 aus Keramik und weist ein Ende 38 auf, welches bündig mit der Innenseite der Wand 4 des Schmelzofens 2 abschließt. Das Ende 38 des Auslassrohrs 36 ist bei etwa 15 % des Abstands zwischen dem Boden 8 und der Niveaulinie 18 angeordnet.

Ebenso wie die Anordnung des Einlassrohrs 32 und des Auslassrohrs 36 in vertikaler Richtung mit Bedacht ausgebildet ist, wurde auch die Konfiguration in horizontaler Richtung mit Bedacht vorgenommen, wie es in 3 gezeigt ist. In der Draufsicht von 3 sind erneut der Schmelzofen 2, die vertikale Wand 4, die geneigte Wand 6, der Boden 8 und die Tülle 10 gezeigt.

Das Einlassrohr 32 ist mit Bedacht derart angeordnet, dass es geschmolzenes Metall von etwa dem Rand des Schmelzofens 2 an der Stelle 40 abzieht. Da diese Stelle 40 dichter an den nicht dargestellten peripheren Brennern liegt, ist sie heißer als der Mittelpunkt 42, und zwar auch oben. Dies bedeutet, dass die Pumpeinheit das heißeste Metall abzieht, welches für eine Zirkulation zur Verfügung steht. Erneut sind Schwierigkeiten im Hinblick auf ein Anbacken in der Pumpeinheit im Ergebnis weiter verringert.

Das Auslassrohr 36 ist ebenfalls mit Bedacht angeordnet, in diesem Fall derart, dass es heißes geschmolzenes Metall in Richtung auf den Mittelpunkt 42 des Innenraums 20 des Schmelzofens lenkt. Im Ergebnis wird das heißeste Metall zum Mittelpunkt des Bodens des Schmelzofens gelenkt, so dass es die kälteste Stelle und damit das kälteste Metall im Schmelzofen berührt.

Der Gesamteffekt besteht darin, Anback-Schwierigkeiten, wie Blockierungen oder Einengungen innerhalb der Pumpeinheit 30 und den Rohren 32, 36, zu beseitigen, indem stets das heißeste Metall durch die Einheit 30 hindurch geführt wird. Zusätzlich wird das heißeste Metall zu derjenigen Stelle zirkuliert, an welcher sich das kälteste Metall ansammelt, wodurch die Wärmeübertragung zu diesem Metall auf den Fließwegen maximiert ist, was zu einem verstärkten Strom auch von diesem kühleren Material führt.

Die Vorteile sind außerdem aus einer Betrachtung der in 4 schematisch gezeigten Fließwege ersichtlich. Das Metall an der oberen Peripherie der Schmelze ist am heißesten, da es dadurch, dass es oben vorliegt, den Brennern ausgesetzt ist und aufgrund der größten physischen Nähe zu den Brennern die größte Hitze erhält. Dieses Metall, Pfeil A, wird in das Einlassrohr 32 und damit durch die Pumpe 30 hindurch abgezogen, bevor es durch das Auslassrohr 36 hindurch und am Boden daraus heraus fließt und sich auf den Mittelpunkt des Innenraums 20 des Schmelzofens zubewegt, Pfeil B. Die durchgezogenen Pfeile in 4, wie beispielsweise Pfeil A, zeigen eine Oberflächenströmung an; die gestrichelten Pfeile in 4, wie beispielsweise Pfeil B, zeigen eine Strömung am Boden an. Die Strömung gemäß Pfeil B spreizt sich über den Boden 8 hinweg auf, Pfeile C, was dazu führt, dass heißes Metall alles kalte Metall, welches sich hier anfangs ansammelt, berührt (und dadurch erhitzt) und/oder dass ein Fließen ausgehend von dieser Stelle verstärkt wird, Pfeile D. Durch die Strömung durch die Pumpeinheit ist es möglich, eine nach oben gerichtete Strömung an den Wänden, Pfeile D, eine Zirkulationsströmung am Boden, Pfeile F und eine Zirkulationsströmung an der Oberfläche, Pfeile G, zu erzeugen. Das Ergebnis besteht in einer guten Wärmeübertragung zwischen dem heißen Material und dem kalten Material sowie der Unterstützung einer Strömung durch den Innenraum 20 des Schmelzofens hindurch, im Gegensatz zur der Möglichkeit, dass sich unbemerkt kalte Stellen bilden. Der Schmelzvorgang läuft daher schneller ab, wobei die gleichmäßige Verteilung innerhalb der Schmelze schneller erfolgt und die gleichmäßige Verteilung der Hitze gleichmäßiger erfolgt als bei Systemen gemäß dem Stand der Technik.

Während eine Vielzahl mechanischer Pumpensysteme verwendet werden kann, um die oben beschriebene Zirkulation zu erreichen, ist das Verfahren insbesondere auf die Verwendung elektromagnetischer Pumptechnologie gerichtet. Elektromagnetisches Pumpen nutzt eine magnetische Abstoßung zum Antrieb eines Leiters, nämlich des geschmolzenen Metalls, durch die Einheit hindurch. Um diese Wirkung zu erzielen, werden starke Elektromagneten verwendet, welche rund um ein feuerfestes Rohr angeordnet sind. Diese Technik ist insbesondere für die vorliegende Erfindung geeignet, da sie bei einer Vielzahl von Strömungsgeschwindigkeiten einfach betrieben werden kann, um die Menge an pumpbarem Metall, welches beim Anfahren der Anlage zur Verfügung steht, einzustellen; da sie weniger zum Anbacken neigt als mechanische Pumpen und, was am wichtigsten ist, da sie deutlich höhere Durchflussraten erzeugen kann als mechanische Pumpen, was zu einer optimierten Zirkulation führt. Elektromagnetisches Pumpen kann dazu verwendet werden, 10 Tonnen Metall pro Minute oder mehr zu pumpen.


Anspruch[de]
Schmelzofen (2), welcher einen Behälter für eine Metallschmelze umfasst, wobei der Behälter eine Maximaltiefe für die Metallschmelze in dem Behälters vorsieht, und welcher außerdem einen mit dem Behälter über einen Einlass (34) verbundenen ersten Kanal (32) und einen mit dem Behälter über einen Auslass (38) verbundenen zweiten Kanal (36) umfasst, wobei der erste Kanal (32) einen Zugang zu einem Strömungsgenerator (30) und der zweite Kanal (36) einen Ablauf von dem Strömungsgenerator (30) bereitstellt, dadurch gekennzeichnet, dass

der Schmelzofen (2) ein Rundofen ist, wobei der Behälter einen Mittelpunkt (42) aufweist;

der Einlass (34) des ersten Kanals in den oberen 60 % der Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter vorgesehen ist und/oder der Auslas (38) des zweiten Kanals in den unteren 25 % der Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter vorgesehen ist;

und der Einlassabschnitt des ersten Kanals (32) bezogen auf den angrenzenden Teil der Peripherie des Behälters in einem Winkel von kleiner als 30° angewinkelt ist.
Schmelzofen (2) nach Anspruch 1, bei welchem der Behälter eine an die den Behälter bildenden Wände (4, 6) angrenzende Peripherie und einen Mittelpunkt (42) aufweist, wobei der erste Kanal (32) geschmolzenes Metall von längs der Peripherie des Behälters erhält und/oder wobei der zweite Kanal (36) geschmolzenes Metall in Richtung auf den Mittelpunkt (42) des Behälters lenkt. Schmelzofen (2) nach Anspruch 1, bei welchem wenigstens der Einlassabschnitt (34) des ersten Kanals (32) bezogen auf den Mittelpunkt (42) des Behälters in einem Winkel von wenigstens 30° angewinkelt ist und/oder bei welchem wenigstens der Auslassabschnitt (38) des zweiten Kanals (36) bezogen auf den angrenzenden Teil des Behälters in einem Winkel von wenigstens 60° und/oder bezogen auf den Mittelpunkt des Behälters in einem Winkel von kleiner als 30° angewinkelt ist. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Oberfläche der Metallschmelze im Betrieb eine Ebene bildet und der Schmelzofen (2) einen mit dem Behälter über einen Auslassabschnitt (38) verbundenen zweiten Kanal (36) umfasst, wobei wenigstens der Auslassabschnitt (38) des zweiten Kanals (36) bezogen auf die Ebene der Oberfläche der Metallschmelze in einem Winkel von wenigstens 2° nach unten gewinkelt ist. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Strömungsgenerator (30) eine elektromagnetische Pumpe ist. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Einlass (34) des ersten Kanals in den oberen 40 % bis 60 % der Maximaltiefe vorgesehen ist. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Auslass (38) des zweiten Kanals in den unteren 10 % bis 25 % der Maximaltiefe vorgesehen ist. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der erste Kanal (32) geschmolzenes Metall stärker bevorzugt von der Peripherie als von anderen Teilen des Behälters erhält, wobei die Peripherie die äußeren 15 % des Behältervolumens sind. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der erste Kanal (32) geschmolzenes Metall. aus der Peripherie stärker bevorzugt von einer Seite des Einlasses (34) zu dem ersten Kanal erhält, als er geschmolzenes Metall von der anderen Seite des Einlasses (34) zu dem ersten Kanal erhält. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der zweite Kanal (36) geschmolzenes Metall stärker bevorzugt in Richtung auf den Mittelpunkt (42) des Behälters als auf andere Teile des Behälters lenkt, wobei der Mittelpunkt diejenigen 20 % des Behältervolumens sind, welche am weitesten von einer Wand (4, 6) des Behälters, die nicht der Boden (8) des Behälters ist, entfernt liegen. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der zweite Kanal (36) geschmolzenes Metall stärker bevorzugt in Richtung auf eine Seite des Mittelpunkts (42) als auf die andere Seite lenkt. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Einlassabschnitt (34) des ersten Kanals (32) und der angrenzende Behälterteil einen Winkel zwischen 15° und 30° einschließen. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Einlassabschnitt (34) des ersten Kanals und der Mittelpunkt (42) des Behälters einen Winkel zwischen 30° und 45° einschließen. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Auslassabschnitt (38) des zweiten Kanals und ein angrenzender Behälterteil einen Winkel zwischen 60° und 120° einschließen. Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Auslassabschnitt (38) des ersten Kanals und der Mittelpunkt (42) des Behälters einen Winkel zwischen 5° und 25° einschließen. Zirkulationssystem für geschmolzenes Metall mit einem Schmelzofen (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das System einen mit dem Strömungsgenerator (30) verbundenen ersten Kanal (32) und einen mit dem Strömungsgenerator (30) verbundenen zweiten Kanal (36) umfasst, wobei der vom Strömungsgenerator (30) entfernt liegende Endabschnitt (34) des ersten Kanals (32) eine End-Stirnfläche aufweist, welche durch eine Oberfläche definiert ist, die nicht senkrecht auf der Achse des Endabschnitts des ersten Kanals (32) steht und/oder wobei der vom Strömungsgenerator (30) entfernt liegende Endabschnitt (38) des zweiten Kanals (36) eine End-Stirnfläche aufweist, welche durch eine Oberfläche definiert ist, die nicht senkrecht auf der Achse des Endabschnitts des zweiten Kanals (36) steht, wobei die Endabschnitte (34, 38) des ersten und des zweiten Kanals voneinander verschieden sind. Zirkulationssystem nach Anspruch 16, bei welchem der Endabschnitt (34, 38) des ersten Kanals (32) und/oder des zweiten Kanals (36) teilweise als Radius oder Kurve gebildet ist, insbesondere als Radius oder Kurve der Umfangswand des Schmelzofens, mit welcher die End-Stirnfläche des ersten Kanals (32) eine bündige Oberfläche bilden soll. Verfahren zum Schmelzen von Metall, wobei das Verfahren das Einbringen eine r. Charge von festem Metall in einen Schmelzofen (2) und das Zuführen von Hitze in den Schmelzofen umfasst, so dass das Metall wenigstens teilweise geschmolzen wird, wobei der Schmelzofen einen Behälter für eine Metallschmelze umfasst und der Behälter eine Maximaltiefe für die Metallschmelze in dem Behälter vorsieht, wobei der Schmelzofen außerdem einen ersten Kanal (32), welcher mit dem Behälter über einen Einlass (34) des ersten Kanals (32) verbunden ist, und einen zweiten Kanal (36), welcher mit dem Behälter über einen Auslauf (38) des zweiten Kanals (36) verbunden ist, umfasst, wobei der erste Kanal (32) einen Zugang zu einem Strömungsgenerator (30) und der zweite Kanal (36) einen Ablauf von dem Strömungsgenerator (30) bereitstellt, wobei der Schmelzofen dadurch gekennzeichnet ist, dass der Schmelzofen ein Rundofen ist und der Behälter einen Mittelpunkt aufweist; der Einlass (34) des ersten Kanals in den oberen 60 % der Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter vorgesehen ist und/oder der Auslass (38) des zweiten Kanals in den unteren 25 % der Maximaltiefe der Metallschmelze in dem Behälter vorgesehen ist; und der Einlassabschnitt des ersten Kanals (32) bezogen auf den angrenzenden Teil der Peripherie des Behälters in einem Winkel von kleiner als 30° angewinkelt ist, wobei der Strömungsgenerator (30) geschmolzenes Metall durch sich selbst hindurch über den Zugangs- und den Ablauf-Kanal (32, 36) fördert. Verfahren zum Schmelzen von Metall nach Anspruch 18, bei welchem der erste Kanal (32) geschmolzenes Metall von längs der Peripherie des Behälters erhält und/oder der zweite Kanal (36) geschmolzenes Metall in Richtung auf den Mittelpunkt (42) des Behälters lenkt. Verfahren zum Schmelzen von Metall nach Anspruch 18 oder 19, bei welchem wenigstens der Einlassabschnitt (34) des ersten Kanals (32) des Schmelzofens bezogen auf den Mittelpunkt (42) des Behälters in einem Winkel von wenigstens 30° angewinkelt ist und/oder wenigstens der Auslassabschnitt (38) des zweiten Kanals (36) bezogen auf den angrenzenden Teil des Behälters in einem Winkel von wenigstens 60° und/oder bezogen auf den Mittelpunkt (42) des Behälters in einem Winkel von kleiner als 30° angewinkelt ist, und bei welchem der Strömungsgenerator (30) geschmolzenes Metall durch sich selbst hindurch über den Zugangs- und den Ablauf-Kanal (32, 36) fördert. Verfahren zum Schmelzen von Metall nach einem der Ansprüche 18 bis 20, bei welchem die Oberfläche der Metallschmelze eine Ebene definiert und wenigstens der Auslassabschnitt (38) des zweiten Kanals (36) bezogen auf die Ebene der Oberfläche der Metallschmelze in einem Winkel von wenigstens 2° nach unten gewinkelt ist, wobei der Strömungsgenerator (30) geschmolzenes Metall durch sich selbst hindurch über den Zugangs- und den Ablauf-Kanal (32, 36) fördert. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21, bei welchem das Verfahren bewirkt, dass geschmolzenes Metall von dem Schmelzofen (2) von dessen Peripherie abgezogen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 22, bei welchem das Verfahren bewirkt, dass geschmolzenes Metall in den Schmelzofen (2) in Richtung auf dessen Mittelpunkt (42) eingebracht wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 23, bei welchem das Verfahren bewirkt, dass geschmolzenes Metall von dem Ablauf (38) über den Boden (8) des Behälters, die Wände (4, 6) des Containers hinauf und entlang der Peripherie des Behälters im oberen Teil der Schmelze zu dem Zugang (34) fließt.






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