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Dokumentenidentifikation DE602004001744T2 04.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001542322
Titel Vorrichtung zur Verpressung (Vercrimpung) eines Kontakts auf einem Kabel
Anmelder Airbus France, Toulouse, FR
Erfinder Labro, Daniel, 31330, Grenade, FR
Vertreter Schmit Chretien Schihin & Mahler, 80469 München
DE-Aktenzeichen 602004001744
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 02.12.2004
EP-Aktenzeichen 043008424
EP-Offenlegungsdatum 15.06.2005
EP date of grant 02.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse H01R 43/042(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H01R 43/058(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verpressung (Vercrimpung) eines Kontakts auf einem elektrischen Kabel. Bestimmte Kontakte werden an zwei Stellen auf einem Kabel verpresst. Die erste Crimpverbindung, auch elektrische Verpressung genannt, wird zwischen einer Presshülse des besagten Kontakts und einem leitenden Teil des Kabels durchgeführt. Die zweite Crimpverbindung, auch dichte Verpressung genannt, wird weiter vorne zwischen der Presshülse des Kontakts und dem Kabelmantel durchgeführt. Genauer gesagt betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Vercrimpung der Presshülse eines Kontakts auf dem Mantel eines Kabels. Das Dokument US4614107(D1) betrifft eine Vorrichtung zur Verpressung einer Hülse auf einem elektrischen Leiter, der mit einem aus Greifern bestehenden Diaphragma versehen ist.

Ein Zweck der Erfindung ist es, eine dichte Verpressung zwischen der Presshülse eines Kontakts auf dem Kabelmantel zu erzielen. Ein weiterer Zweck der Erfindung ist es, verschiedene Kabeldurchmesser mit der gleichen Vorrichtung dicht zu verpressen. Und noch ein Zweck der Erfindung ist es, eine hohe Dichtigkeit der Verpressung unabhängig vom Kabeldurchmesser zu gewährleisten.

In der Elektronik werden elektronische Systeme durch Kabel miteinander verbunden oder an ein Stromversorgungsteil angeschlossen. Generell muss die Sicherheit dieser Anschlüsse gewährleistet werden. Darüber hinaus muss auf dem Gebiet der Luftfahrt eine Verbindung zwischen einem Kabel und einem Kontakt unabhängig von den außen herrschenden Bedingungen zuverlässig sein. Beispielsweise kann bei einem Flugzeug die Temperatur zwischen –50°C (in der Luft) und +40°C (auf dem Boden) betragen. Diese Temperaturunterschiede erfolgen innerhalb weniger Stunden. Jedoch dürfen solche großen Temperatur- und Druckunterschiede die elektrischen Verbindungen nicht beeinträchtigen. Insbesondere ist die Dichtigkeit einer Crimpverbindung grundlegend, um der Oxidation vorzubeugen. Die Relevanz, die Elemente in einer elektrischen Verbindung miteinander zu verpressen, ist deshalb auf dem Gebiet der Luftfahrt von größter Wichtigkeit.

Um eine solche Verbindungsqualität zu gewährleisten, kennt man doppelte Crimpkontakte. Ein Kontakt enthält eine Presshülse mit einem kegelstumpfartigen Außenumriss. Ein elektrisches Kabel wird in die Presshülse eingeführt. Die Presshülse ist aus einem verformbaren, leitenden Werkstoff gefertigt. Ein abisolierter Teil des Kabels sowie ein in einem Kabelmantel befindlicher Teil der Leitung werden in die Hülse eingeführt. Durch eine erste Vercrimpung oder elektrische Verpressung wird die Hülse des Kontakts mit einer Kabelader verbunden. Unter Kabelader sind die abisolierten Litzen des Kabels, d.h. ohne Kabelmantel, zu verstehen. Durch eine zweite Vercrimpung oder dichte Verpressung wird die Dichtigkeit der Verbindung gewährleistet. Dazu wird die Hülse des Kontakts auf den Kabelmantel gepresst. Beide Verpresstechniken können simultan oder nacheinander erfolgen.

Um eine dichte Verpressung zu erzielen, ist bekannt, dass zunächst eine Stelle der Hülse, die den Mantel umgibt, ovalisiert werden muss. Dazu werden beispielsweise zwei Buchsen verwendet. Eine Kontaktstelle zwischen jeder Buchse und der Hülse muss flach sein. Die beiden Buchsen, die die Ovalisierung ermöglichen, werden an beiden Seiten der Hülse angebracht, um sie flachzudrücken. Diese flachgedrückten Seiten der Hülse werden auf dem Kabelmantel veppresst. Wenn die Hülse teilweise auf dem Mantel flachgedrückt ist, wird anschließend auf den beiden eiförmigen Seiten der Hülse Druck ausgeübt. Dazu können beispielsweise zwei Buchsen verwendet werden. Jede Buchse hat eine Kontaktstelle mit der Hülse. Diese hat einen Umriss, der dem eiförmigen Umriss der eiförmigen Seiten der Hülse folgt. Durch die Ausübung von Druck auf die Hülse werden die eiförmigen Seiten der Hülse auf dem Kabelmantel verpresst.

Durch solche Ovalisations- und Druckmittel kann eine Verbindung dicht verpresst werden. Um jedoch die Dichtigkeit dieser Crimpverbindung zu gewährleisten, muss die Kontaktstelle der Druckmittel genau dem eiförmigen Umriss der Hülse entsprechen. Jedoch kann der eiförmige Umriss der Hülse nach Anwendung der Ovalisationsmittel je nach Durchmesser des anzuschließenden elektrischen Kabels unterschiedlich sein. Deshalb müssen für jeden Durchmesser des zu verpressenden Kabels unterschiedliche Druckmittel verwendet werden. Außerdem ist es nicht möglich, die Dichtigkeit der mit solchen Verpressungsmitteln hergestellten Verbindung zu kontrollieren.

Durch die Erfindung sollen die weiter oben angesprochenen Probleme durch eine Verpressvorrichtung gelöst werden, mit der Kontakthülsen dicht auf Kabel unterschiedlichen Durchmessers verpresst werden können. Ebenso wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, mit der die Dichtigkeit der Verpressung kontrolliert werden kann.

Um dieses Ergebnis zu erzielen, wird eine Verpressvorrichtung eingesetzt, deren Crimpdurchmesser je nach Bedarf des Benutzers, d.h. je nach Kabeldurchmesser variieren kann. Unter Crimpdurchmesser ist der Durchmesser zu verstehen, den man nach dem Crimpen mit der Verpressvorrichtung an der Hülse erreichen will. Dazu ist die erfindungsgemäße Verpressvorrichtung mit einem Diaphragma ausgestattet. Das erfindungsgemäße Diaphragma ist mit mehreren Greifern versehen. Durch die Veränderung des Abstands der Greifer vom Mittelpunkt des Diaphragmas kann der Öffnungsdurchmesser des besagten Diaphragmas verändert werden. Dazu ist jeder Greifer des Diaphragmas mit Führungen ausgestattet. Dabei kann es sich beispielsweise um Schienen handeln, an denen entlang die Greifer zum Mittelpunkt des Diaphragmas oder vom Mittelpunkt des Diaphragmas weg gleiten. Außerdem kann man durch Änderung der Anzahl der Greifer, die das Diaphragma bilden, einen Querschnitt des besagten Diaphragmas verändern. Also gilt: je mehr Greifer vorhanden sind, desto eher wird der Querschnitt des Diaphragmas kreisförmig. Und je kreisförmiger der Querschnitt des Diaphragmas ist, desto dichter sind die Verpressungen, die mit einem solchen Diaphragma vorgenommen werden.

So kann man bei einer erfindungsgemäßen Verpressvorrichtung mit einer bestimmten Anzahl von Greifern Kabelmäntel unterschiedlichen Durchmessers crimpen, indem man den Öffnungsdurchmesser des Diaphragmas durch Entfernung oder Annäherung der Greifer vom bzw. zum Mittelpunkt des Diaphragmas verändert. Und durch Veränderung einer bestimmten Anzahl von Greifern der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann man Diaphragmen für jeden Kabelmanteldurchmesser erzielen, um alle existierenden Kabelmanteldurchmesser dicht zu verpressen.

In einem Beispiel der Ausführung der Erfindung haben die Greifer einen dreieckigen Querschnitt. Ein Querschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist also vieleckig, und nicht kreisförmig. Ein Mantel eines elektrischen Kabels und eine Hülse eines Kontakts haben vor dem Verpressen meist einen kreisförmigen Querschnitt. Nach Verpressung der Hülse auf dem Kabelmantel mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat die Hülse an der Verpressstelle einen vieleckigen Querschnitt. Deshalb müssen vor dem Verpressen die nach dem Verpressen herrschenden Toleranzen jeder Hülse berücksichtigt werden. Jede Hülse hat eine Toleranz zwischen einem Mindest- und einem Höchstdurchmesser. Wenn der der Hülse durch das Crimpen auferlegte Durchmesser kleiner ist als der Mindestdurchmesser, kann die Hülse brechen und wird die Leitung brüchig. Wenn der von dem in der Hülse liegenden Kabelmantel auferlegte Durchmesser größer ist als der Höchstdurchmesser, so sitzt die Hülse nicht dicht genug und kann keine ausreichende Dichtigkeit gewährleistet werden.

Somit muss der Öffnungsdurchmesser des Diaphragmas nach dem Verpressen der Hülse um den Kabelmantel diese Toleranzen berücksichtigen, um die Vollständigkeit und Dichtigkeit der Verbindung zu gewährleisten.

Durch die Erfindung ist es u.a. möglich, die Anzahl der Greifer des Diaphragmas an die Toleranzanforderungen anzupassen. Man kann also eine Geometrie der Öffnung des Diaphragmas an einen möglichst kleinen Radius der Hülse, den man mit dieser Verpressvorrichtung crimpen will, anpassen, indem man die Anzahl der Greifer, aus denen das Diaphragma besteht, und damit den Mindestöffnungsdurchmesser des besagten Diaphragmas verändert.

Generell hat die Hülse nach dem Verpressen auf dem Kabelmantel einen vieleckigen Querschnitt.

In einem besonderen Beispiel der Ausführung hat das Diaphragma zwölf Greifer. Der Querschnitt der auf dem Kabelmantel verpressten Hülse ist also zwölfeckig.

In einem anderen Beispiel der Ausführung der Erfindung hat das Diaphragma acht Greifer. Der Querschnitt der auf dem Kabelmantel verpressten Hülse ist also achteckig.

In einem besonderen Beispiel der Ausführung der Erfindung kann man auch runde Greifer verwenden. Darunter sind Greifer mit einem dreieckigen Querschnitt zu verstehen, bei denen mindestens eine Seite ein abgerundetes Ende hat. Ein Krümmungsradius eines abgerundeten Endes jedes der runden Greifer weist zur Mitte des Diaphragmas hin. Somit ist der Querschnitt des Diaphragmas in geschlossener Position, d.h. bei einem Mindestöffnungsdurchmesser des Diaphragmas, kreisförmig. Dieser Durchmesser entspricht dem Mindestdurchmesser, den man mit einer solchen Verpressvorrichtung crimpen kann. Die mit Durchmessern, die diesem Mindestöffnungsdurchmesser ähnlich sind, erzielte Verpressung ist vollkommen dicht. Der Querschnitt der Hülse, die auf einem Kabelmantel verpresst ist, dessen Durchmesser dem Mindestöffnungsdurchmesser des Diaphragmas ähnlich ist, ist kreisförmig. Bei Durchmessern von zu crimpenden Kabelmänteln, die größer sind als dieser Mindestöffnungsdurchmesser, hat der Querschnitt des Diaphragmas eine vieleckige Form mit abgerundeten Ecken. Der Querschnitt der auf einem Kabelmantel verpressten Hülse entspricht in diesem Fall dem Innenumriss der Öffnung des Diaphragmas. Somit hat der Querschnitt der auf dem Kabelmantel verpressten Hülse eine vieleckige Form mit abgerundeten Ecken.

Eine Veränderung des Öffnungsdurchmessers des Diaphragmas kann mit einer Zahnradbetätigung erreicht werden. Beispielsweise können die Greifer durch die Zahnräder auf den Schienen hin- und herbewegt werden, die ihnen als Führung dienen. Ebenso kann eine herkömmliche mechanische Betätigungsvorrichtung, z.B. mit Nocken, verwendet werden.

In einem besonderen Beispiel der Ausführung der Erfindung kann die erfindungsgemäße Verpressvorrichtung mit Mitteln zur Kontrolle der Verpressqualität versehen werden. Damit kann geprüft werden, ob die Crimpverbindung auch den Erwartungen entspricht. Die Mittel zur Kontrolle der Verpressqualität können beispielsweise Kraftmesswertgeber sein. Jeder Greifer des Diaphragmas kann auf diese Weise mit einem Kraftmesswertgeber versehen werden.

Vor dem Einsatz einer erfindungsgemäßen Verpressvorrichtung müssen Bezugsdaten in einem Prozessor gespeichert werden. Diese Bezugsdaten können je nach dem für die Hülse verwendeten Werkstoff unterschiedlich sein. Denn der für die Bewegung der Greifer und damit das Aufdrücken der Hülse auf den Kabelmantel erforderliche Kraftaufwand kann sich je nach dem für die Hülse verwendeten Werkstoff ändern. Die Bezugsdaten enthalten unterschiedliche Werte für den Kraftaufwand, der zwischen dem größten und dem kleinsten Öffnungsdurchmesser für die Veränderung des Öffnungsdurchmessers des Diaphragmas erforderlich ist. Die Bezugsdaten enthalten auch die Werte, die den von den Greifern für jeden Kraftmesswert erwarteten Bewegungen entsprechen. Dadurch erhält man in einem Datenspeicher eine Referenzkennzahl über das Verhältnis zwischen der aufgewandten Kraft und der Bewegung. Diese Verpressungskennzahl dient anschließend dem Prozessor als Vergleichsgrundlage, um die Qualität einer mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgeführten Crimpverbindung zu kontrollieren.

So prüft der Prozessor nach der Verpressung einer Hülse bestimmten Durchmessers aus einem bestimmten Werkstoff auf einem Kabelmantel bestimmten Durchmessers in Abhängigkeit von der auf das Diaphragma ausgeübten Kraft, ob die Bewegung der Greifer der erwarteten Bewegung entspricht. Der Prozessor vergleicht die erstens von dem Kraftmesswertgeber und zweitens von dem Bewegungsmesswertgeber vorgegebenen Werte mit den entsprechenden Werten der Verpressungskennzahl. Wenn die von den Messwertgebern gelieferten Werte mit den laut der Bezugskennzahl erwarteten Werten identisch sind, so ist die Crimpverbindung gut. Die Dichtigkeit der Verbindung ist gewährleistet. Jedoch kann umgekehrt, wenn die Bewegung der Greifer bei einem bestimmten Kraftaufwand größer ist als die erwartete Bewegung, die Verbindung nicht vollkommen dicht oder sogar beschädigt sein. Beispielsweise kann eine Litze des elektrischen Kabels vor oder während der dichten Verpressung durchtrennt worden sein. Der Widerstand des Kabels gegen den von der Hülse ausgeübten Druck ist also kleiner als erwartet. Damit ist die für einen bestimmten Kraftaufwand durchgeführte Bewegung größer als erwartet.

Es ist möglich, eine Aktion der Vorrichtung zur dichten Verpressung mit einer Aktion einer Vorrichtung zur elektrischen Verpressung zu kombinieren. Unter elektrischer Verpressung ist die Verpressung der Kontakthülse auf der Kabelader zu verstehen. Beispielsweise kann eine Betätigungsvorrichtung für den Öffnungsdurchmesser des Diaphragmas auch die Vorrichtung zur elektrischen Verpressung betätigen. So kann die Hülse simultan oder fast simultan erstens mit dem Kabelmantel und zweitens mit der Kabelader verpresst werden. Diese simultane Doppelverpressung verringert u.a. das Risiko, dass sich die Hülse zwischen der elektrischen und der dichten Verpressung an dem elektrischen Kabel entlang bewegt. Eine solche Bewegung könnte beispielsweise zum Bruch einer oder mehrerer Litzen führen. Durch die simultane Doppelverpressung verringert man also das Risiko, dass das Kabel bricht.

Zweck der Erfindung ist also nach Anspruch 1 eine Vorrichtung zur Verpressung einer Hülse.

In einem besonderen Beispiel der Ausführung der Erfindung wird das Diaphragma von Greifern gebildet, von denen jeder einen global dreieckigen Querschnitt hat. Unter einem Querschnitt mit global dreieckiger Form versteht man einen Querschnitt mit drei Seiten, die aus drei Geraden gebildet werden, aber auch einen Querschnitt mit drei Seiten, von denen mindestens eine ein abgerundetes Ende besitzt.

Die Erfindung betrifft auch eine Hülse eines Kontakts, die auf den Mantel eines Kabels verpresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse einen Querschnitt mit vieleckiger Form hat.

Die Erfindung betrifft auch eine Hülse eines Kontakts, die auf den Mantel eines Kabels verpresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse einen Querschnitt mit kreisförmiger Form hat.

Die Erfindung wird beim Lesen der folgenden Beschreibung und bei der Untersuchung der sie begleitenden Abbildungen besser verständlich. Diese werden orientierungshalber dargestellt und sind für die Erfindung nicht erschöpfend. Die Abbildungen zeigen im Einzelnen:

: eine allgemeine Darstellung eines Kabels an der Stelle einer Verbindung und einer erfindungsgemäßen Verpressvorrichtung;

: eine schematische Darstellung einer Verpressvorrichtung nach einem Beispiel der Ausführung der Erfindung;

: eine Vorderansicht einer Verpressvorrichtung nach einem Beispiel der Ausführung der Erfindung;

und : zwei Vorderansichten einer Verpressvorrichtung nach einem anderen Beispiel der Ausführung der Erfindung;.

In ist eine erfindungsgemäße Verpressvorrichtung 100 dargestellt. Die Vorrichtung 100 umgibt teilweise eine Hülse 301 eines Kontakts 300. In die Hülse 300 wird ein elektrisches Kabel 200 eingeführt. Eine Ader 202 des Kabels 200 ist an der Stelle eines geschlossenen Endes 302 von Hülse 300 vorhanden. In die Innenwände 303 des geschlossenen Endes 302 von Hülse 301 ist die Ader 202 des Kabels 200 gepresst. Ein Abschnitt des Kabels 200, der mit dem Mantel 201 versehen ist, befindet sich in der Hülse 301 an der Stelle eines offenen Endes 304 von Hülse 300.

Mit der erfindungsgemäßen Verpressvorrichtung 100 müssen die Innenwände 305 des offenen Endes 304 von Hülse 301 gegen den Kabelmantel 201 veppresst werden, um eine dichte Verbindung zwischen dem Kabel 200 und dem Kontakt 300 herzustellen.

Die erfindungsgemäße Verpressvorrichtung 100 lässt sich an unterschiedliche Durchmesser von Kabeln 200 und Hülsen 300 anpassen. Das heißt, dass mit der gleichen Verpressvorrichtung 100 unterschiedliche Durchmesser von Hülsen 300 und Kabeln 200 fest veppresst werden können. Dazu ist die erfindungsgemäße Verpressvorrichtung 100 mit einem Diaphragma 101 versehen ().

In ist ein Beispiel der Anwendung der erfindungsgemäßen Verpressvorrichtung 100 dargestellt. Das Diaphragma 101 besteht aus acht Greifern 102. Durch eine Bewegung der Greifer 102 zu einem Mittelpunkt C des Diaphragmas 101 kann ein Öffnungsdurchmesser d des besagten Diaphragmas 101 verkleinert werden. Umgekehrt kann dadurch, dass die Greifer 102 von der Mitte C des Diaphragmas 101 wegbewegt werden, der Öffnungsdurchmesser d des Diaphragmas 101 vergrößert werden. Je nach dem Öffnungsdurchmesser d des Diaphragmas 101 kann man Hülsen unterschiedlichen Durchmessers auf Kabeln unterschiedlichen Durchmessers verpressen.

In dem in dargestellten Beispiel kann mit einer Betätigungsvorrichtung 103 des Öffnungsdurchmessers d des Diaphragmas 101 je nach Bedarf des Benutzers der Öffnungsdurchmesser d des Diaphragmas 101 verändert werden. Dazu betätigt die Betätigungsvorrichtung 103 eine mit Nocken versehene Vorrichtung 104. Die Nockenvorrichtung 104 besteht aus einem Hohlzylinder 110, in dem die Greifer 102 des Diaphragmas 101 angeordnet sind. Ein Innenumriss des Zylinders 110 ist mit vier oberen Nocken 105 versehen, die gleichmäßig auf einem kreisförmigen Umriss des Zylinders 110 angeordnet sind. Eine Außenseite 106 mit den vier ersten Greifern 102 ist mit einem Wulst 107 ausgestattet, der Kontakt zu einer oberen Nokke 105 hat. Der Innenumriss des Zylinders 110 ist ebenfalls mit vier unteren Nocken ausgestattet (in nicht dargestellt), die gleichmäßig auf dem umlaufenden Umriss des Zylinders 110 angeordnet sind. Die unteren Nocken sind versetzt zu den oberen Nocken 105 angeordnet. Eine Außenseite 106 jedes der vier anderen Greifer 102 ist mit einem Wulst 111 versehen, der Kontakt zu einer unteren Nocke hat. Die Greifer 102, die an einem oberen Ende mit einem Wulst 107 versehen sind, wechseln mit den an einem unteren Ende mit einem Wulst 111 versehenen Greifern 102 ab. So können mit einer Nocke 105 der mit Nocken versehenen Vorrichtung 104 simultan zwei nebeneinander liegende Greifer 102 simultan bewegt werden.

Durch Betätigung der Vorrichtung 103 wird der Zylinder 104 um das Diaphragma 101 gedreht, wobei sich die Greifer 102 des Diaphragmas 101 zum Mittelpunkt C hin bzw. vom Mittelpunkt C wegbewegen.

Die Betätigungsvorrichtung 103 kann beispielsweise eine elektronische Vorrichtung sein, mit der die Drehbewegung des Zylinders 104 nach links G oder rechts D ferngesteuert werden kann, um den Öffnungsdurchmesser d des Diaphragmas 101 zu vergrößern oder zu verkleinern. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Vorrichtung 103 eine (hier nicht dargestellte) Vorrichtung zur elektrischen Verpressung des geschlossenen Endes 302 von Hülse 300 am abisolierten Teil 202 des Kabels 200 betätigt. Eine besondere Taste SE kann entsprechend an der Betätigungsvorrichtung 103 vorgesehen werden.

In einem besonderen Beispiel der Ausführung der Erfindung, und wie bereits in dargestellt, haben die Greifer 102 des Diaphragmas 101 einen dreiekkigen Querschnitt mit flachen Seiten. Das heißt, dass jede Seite des dreieckigen Querschnitts gerade ist. Eine Öffnung 108 des Diaphragmas 101 hat also einen vieleckigen Querschnitt. Jedoch haben der Mantel 201 des zu verpressenden Kabels 200 und die Hülse 301 einen kreisförmigen Querschnitt. Der endgültige Durchmesser von Hülse 301 an der Stelle der Verpressung um den Kabelmantel 201 verändert sich also von einem Punkt P1 zu einem anderen Punkt P2 der Verpressung. Jedoch müssen sich ein Höchstdurchmesser dmax und ein Mindestdurchmesser dmin der Hülse 301 an der Stelle der Verpressung innerhalb eines Toleranzbereiches der Hülse bewegen. Je nach den Toleranzen der zu verpressenden Hülse kann ein Diaphragma 101 mit einer mehr oder weniger großen Anzahl von Greifern 102 vorgesehen werden.

In und ist ein weiteres Beispiel der Ausführung des erfinaungsgemäßen Diaphragmas 101 dargestellt. Ein Ende einer Seite 109 des dreieckigen Querschnitts jedes Greifers 102 ist abgerundet. Ein Krümmungsradius des abgerundeten Endes weist zum Mittelpunkt C des Diaphragmas 101. Somit ist, wie in für einen kleinen Öffnungsdurchmesser des Diaphragmas 101 dargestellt, der Öffnungsquerschnitt 108 kreisförmig. Die Verpressung dieses kreisförmigen Querschnitts ist vollkommen dicht, weil die Hülse 301 dem Umriss des Kabelmantels 201 folgen muss.

Bei größeren Öffnungsdurchmessern des Diaphragmas 101 erhält man ein Vieleck, dessen vier Ecken, wie in dargestellt, abgerundet sind. Eine Länge L der geraden Teile der abgerundeten Seiten 109 der Greifer 102 vergrößert sich mit dem Öffnungsdurchmesser des Diaphragmas 101.

In einem besonderen Beispiel der Ausführung der Erfindung kann man die Verpressvorrichtung 100 mit Mitteln zur Kontrolle der Hülse 301 auf dem Mantel 201 versehen (hier nicht dargestellt). Beispielsweise kann man jeden Greifer 102 mit einem Messwertgeber für die auf den besagten Greifer 102 ausgeübte Kraft versehen. Man kann auch jeden Greifer 102 mit einem Messwertgeber für die Bewegung des Greifers 102 im Verhältnis zum Mittelpunkt C des Diaphragmas 101 versehen. Damit kann man die Bewegung des Greifers 102 in Abhängigkeit von der auf den besagten Greifer 102 ausgeübten Kraft kontrollieren. Wenn die Bewegung des Greifers 102 nicht der Bewegung entspricht, die für die auf den Greifer 102 ausübte Kraft erwartet wird, kann es sein, dass die Verpressung der Hülse 301 auf dem Kabelmantel 201 unzureichend ist.

Durch die erfindungsgemäße Verpressvorrichtung kann also eine dichte Verpressung der Hülse eines Kontakts auf dem Mantel eines elektrischen Kabels gewährleistet werden, insbesondere als Ergänzung zu einer elektrischen Verpressung der Hülse auf den Kabellitzen. Die erfindungsgemäße Verbindung zwischen dem Kontakt und dem elektrischen Kabel ist vollkommen dicht. Mit der gleichen erfindungsgemäßen Verpressvorrichtung können zahlreiche Hülsen unterschiedlichen Durchmessers auf Kabelmänteln unterschiedlichen Durchmessers verpresst werden.


Anspruch[de]
Vorrichtung (100) für die Verpressung der Hülse (301) eines Kontakts (300) auf dem Mantel (201) eines elektrischen Kabels (200), mit einem Diaphragma (101), das die Hülse an den Mantel drückt, wobei das besagte Diaphragma mit Greifern (102) versehen ist, von denen jeder einen global dreieckigen Querschnitt hat, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Seite (109) jedes Greifers mit dreieckigem Querschnitt ein abgerundetes Ende hat, wobei ein Krümmungsradius des abgerundeten Endes zu einem Mittelpunkt (C) des Diaphragmas hin weist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens acht Greifer (102) besitzt. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwölf Greifer (102) besitzt. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Vorrichtung (103) zur Betätigung einer Öffnung des Diaphragmas ausgestattet ist. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung auch eine Vorrichtung für die elektrische Verpressung der Hülse des Kontakts auf einer Ader (202) des Kabels betätigt. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Mitteln zur Kontrolle der Verpressung der Hülse auf dem Mantel versehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrollmittel Messwertgeber für die Verpresskräfte in Abhängigkeit von einer Bewegung der Greifer beinhalten. Verwendung einer Verpressvorrichtung nach Anspruch 1 bis 7 für die dichte Verpressung einer Hülse (301) eines Kontakts (300) auf dem Mantel (201) eines Kabels (200). Verwendung nach Anspruch 8, so dass die Hülse einen Querschnitt vieleckiger Form besitzt. Verwendung nach Anspruch 8 oder 9, so dass die Hülse einen Querschnitt achteckiger Form besitzt. Verwendung nach Anspruch 8 oder 9, so dass die Hülse einen Querschnitt zwölfeckiger Form besitzt. Verwendung nach Anspruch 9 bis 11, so dass die Ecken des vieleckigen Querschnitts abgerundet sind. Verwendung nach Anspruch 8, so dass die Hülse einen Querschnitt kreisförmiger Form besitzt.






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