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Dokumentenidentifikation DE60216696T2 04.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001304462
Titel Steuersystem eines Stellglieds
Anmelder Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha, Toyota, Aichi, JP;
Kabushiki Kaisha Toyota Jidoshokki, Kariya, Aichi, JP
Erfinder Itoh, Yoshiyasu, Toyota-shi, Aichi-ken, 471-8571, JP;
Kinuhata, Hiroki, Toyota-shi, Aichi-ken, 471-8571, JP;
Narita, Yuuji, Kariya-shi, Aichi-ken, 448 8671, JP
Vertreter TBK-Patent, 80336 München
DE-Aktenzeichen 60216696
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.10.2002
EP-Aktenzeichen 020231437
EP-Offenlegungsdatum 23.04.2003
EP date of grant 13.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse F02B 37/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F01D 17/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Steuergerät und -verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bzw. 9.

Üblicherweise hat eine Brennkraftmaschine für ein Fahrzeug und dergleichen verschiedenen Arten von Elementen, die durch einen Aktuator angetrieben werden. Eine variable Düse (Düsenklappen) eines Turboladers mit variabler Düse ist eines der vorstehend erwähnten Elemente oder angetriebenen Elemente.

Die variable Düse ist in einem Abgaskanal angeordnet, durch den das Abgas aus der Brennkraftmaschine gegen ein Turbinenrad des Turboladers geblasen wird. Die variable Düse wird so betrieben, d. h. sie wird so geöffnet oder geschlossen, dass eine Fläche des Abgaskanals geändert wird, durch den das Abgas hindurch strömt. Die Strömungsgeschwindigkeit des durch den Abgaskanal hindurch strömenden Abgases wird variabel, um so die Drehzahl des Turboladers zu ändern. Dies ermöglicht eine Einstellung eines Verstärkungsdrucks oder eines Einlassdrucks.

Als ein Aktuator zum Betreiben der variablen Düse kann ein Gleichstrommotor (DC-Motor) verwendet werden. Der DC-Motor wird angetrieben, um die variable Düse auf der Grundlage einer vorbestimmten Referenzposition zu versetzen. Die Öffnung der variablen Düse kann somit eingestellt werden, um so den Verstärkungsdruck der Brennkraftmaschine zu ändern. Die variable Düse hat Stopper, die Grenzpunkte an der vollständig geschlossenen Seite und an der vollständig geöffneten Seite jenes Bereichs definieren, in dem die variable Düse versetzt wird, um so eine übermäßige Versetzung der variablen Düse über die Grenzpunkte hinaus zu verhindern.

Die Referenzposition, auf dessen Grundlage die variable Düse versetzt wird, kann als der Punkt festgelegt werden, bei dem die variable Düse vollständig geöffnet ist. In diesem Fall wird die variable Düse unmittelbar nach dem Starten der Brennkraftmaschine zu der Öffnungsseite versetzt, bis sie an dem Stopper anschlägt. Die Position, an der die variable Düse an dem Stopper anschlägt, nämlich die vollständig geöffnete Position, wird als die Referenzposition festgelegt. Die variable Düse kann zu der vollständig geöffneten Seite während des Betriebs der Kraftmaschine versetzt werden, wie z. B. beim Starten der Kraftmaschine. Dies ist dadurch begründet, dass eine derartige Versetzung keine übermäßige Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit des Abgases verursachen kann, das gegen das Turbinenrad geblasen wird, wodurch ein übermäßiger Anstieg des Verstärkungsdrucks der Kraftmaschine verhindert wird.

Wie dies vorstehend beschrieben ist, wird die Referenzposition der variablen Düse bei jedem Start der Kraftmaschine bestimmt. Dies ermöglicht es, die variable Düse in angemessener Weise hinsichtlich der Referenzposition beim Starten der Kraftmaschine zu versetzen, auch wenn die variable Düse zum Zwecke einer Inspektion oder dergleichen während eines Stopps der Kraftmaschine manuell betätigt wird.

Falls sich die variable Düse an dem Punkt nahe der vollständig geschlossenen Position befindet, und falls die vollständig geöffnete Position als die Referenzposition festgelegt ist, dann wurde sie von dem Punkt versetzt, der von der Referenzposition weit entfernt ist. Dementsprechend wird sich die variable Düse, die sich an der vollständig geschlossenen Position befindet, nicht wahrscheinlich mit einer Genauigkeit versetzen. Eine derartige Versetzung kann zum Einstellen des Verstärkungsdrucks unerwünscht sein. Wenn sich die variable Düse an dem Punkt nahe der vollständig geschlossenen Position befindet, dann kann das Schalten der variablen Düse von der Referenzposition einen starken Einfluss auf die Drehung des Turboladers haben. Daher ist es wichtig, die variable Düse mit Genauigkeit zu versetzen.

Gemäß dem Toyota Technical Report (Nr. 11489) wurde die Technik zum Festlegen der Referenzposition zum Versetzen der variablen Düse eingeführt. Die Technik zum Festlegen der Referenzposition wird unter Bezugnahme auf das Zeitdiagramm beschrieben, das in der 8 gezeigt ist. Das Zeitdiagramm zeigt jeweils Änderungen der Kraftmaschinendrehzahl (a), der Öffnung der variablen Düse (b) und des Einlassdrucks (c) hinsichtlich einer Zeitachse.

Gemäß der Technik wird die Referenzposition während eines Leerlaufs der Brennkraftmaschine festgelegt. Während des Leerlaufbetriebs unmittelbar nach dem Starten der Kraftmaschine wird die variable Düse allmählich zu der Schließseite versetzt. Zusammen mit der Versetzung der variablen Düse wird die Strömungsgeschwindigkeit des Abgases hoch, das gegen das Turbinenrad geblasen wird, so dass sich allmählich der Einlassdruck erhöht. Die Referenzposition ist als jener Punkt bestimmt, bei dem sich die variable Düse befindet, wenn sich der Einlassdruck erhöht, so dass er einen vorbestimmten Wert erreicht.

Bei der vorstehend erwähnten Technik entspricht die Referenzposition dem Punkt, der näher an der vollständig geschlossenen Position ist. Falls sich die variable Düse an einem Punkt nahe der vollständig geschlossenen Position befindet, um die Öffnung einzustellen, dann kann die Versetzung der variablen Düse an einem Punkt nahe der Referenzposition durchgeführt werden. Dies ermöglicht eine genaue Versetzung der variablen Düse. Daher ist eine derartige Versetzung zum Einstellen des Verstärkungsdrucks geeignet.

Jedoch reduziert eine Versetzung der variablen Düse zu der Schließseite den Flächeninhalt des Abgaskanals, durch den das Abgas hindurch strömt. Die resultierende Strömungsgeschwindigkeit des Abgases wird erhöht, das gegen das Turbinenrad geblasen wird, was zu der erhöhten Drehzahl des Turboladers führt. Daher kann eine Versetzung der variablen Düse unter einer Last einen nachteiligen Einfluss auf die Kraftmaschine mit sich bringen. Es ist daher vorzuziehen, die variable Düse zu der Schließseite zum Festlegen der Referenzposition während des Leerlaufbetriebs zu versetzen, was den nachteiligen Einfluss der Versetzung auf die Kraftmaschine minimieren kann.

Es ist vorzuziehen, die Referenzposition dadurch festzulegen, dass die variable Düse zu der Schließseite während des Leerlaufbetriebs insbesondere bei einem Zeitpunkt direkt nach dem Start der Kraftmaschine versetzt wird, so dass die variable Düse hinsichtlich der Referenzposition bei einer früheren Stufe direkt nach dem Starten der Kraftmaschine versetzt werden kann.

Falls das Fahrzeug unmittelbar nach dem Start der Kraftmaschine gestartet wird, dann wird ein Leerlaufbetrieb direkt nach dem Start der Kraftmaschine nicht durchgeführt. Es ist nicht vorzuziehen, die Referenzposition dadurch festzulegen, dass die variable Düse zu der Schließseite bei einem Zeitpunkt außer nach dem Start der Kraftmaschine versetzt wird. Infolgedessen wird der Verstärkungsdruck dadurch eingestellt, dass die variable Düse ohne Festlegen der Referenzposition versetzt wird. Infolgedessen kann die variable Düse nicht mit Genauigkeit versetzt werden.

US-4 385 602 offenbart ein gattungsgemäßes Steuergerät für eine Brennkraftmaschine zum Steuern eines Aktuators, der ein angetriebenes Element innerhalb eines Versetzungsbereichs versetzt, der durch einen Stopper begrenzt ist, wobei das Steuergerät eine Steuereinrichtung aufweist, die den Aktuator antreibt, bis das angetriebene Element an den Stopper anschlägt, und die die Position des angetriebenen Elements bestimmt, wenn es an den Stopper anschlägt, und zwar als eine Referenzposition in einem Stoppzustand der Brennkraftmaschine.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Steuergerät für eine Brennkraftmaschine vorzusehen, das das Startvermögen der Brennkraftmaschine verbessert.

Diese Aufgabe wird durch das Steuergerät für eine Brennkraftmaschine mit den Merkmalen von Anspruch 1 und durch das Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 9 gelöst. Die Erfindung ist weiter gebildet, wie dies in den abhängigen Ansprüchen definiert ist.

Falls der Aktuator so angetrieben wird, dass das angetriebene Element an den Stopper während der Fahrt der Kraftmaschine anliegt, um so die Referenz festzulegen, kann der Betriebszustand der Kraftmaschine verschlechtert werden. Gemäß dem Ausführungsbeispiel wird der Aktuator während eines Stopps der Kraftmaschine angetrieben, um so die Referenzposition bei dem nachfolgenden Start der Kraftmaschine festzulegen, so dass das angetriebene Element ohne nachteiligen Einfluss auf den Betriebszustand der Kraftmaschine versetzt wird. Da die Referenzposition zum Versetzen des angetriebenen Elements bereits bei einem Zeitpunkt nach dem Start der Kraftmaschine festgelegt wurde, kann dieses hinsichtlich der Referenzposition genau versetzt werden.

Das angetriebene Element ist eine variable Düse, die geöffnet/geschlossen wird, um so die Strömungsgeschwindigkeit des Abgases variabel zu gestalten, das gegen das Turbinenrad des Turboladers geblasen wird.

Der Aktuator zum Betreiben des vorstehend beschriebenen Ventilmechanismus wie z. B. die variable Düse, ein Drosselventil und ein EGR-Ventil kann einen Elektromotor aufweisen, wie z. B. einen Gleichstrommotor (DC-Motor), ein Drehsolenoid und dergleichen.

Wenn sich das angetriebene Element von dem Stopper weiter weg als eine vorbestimmte Anfangsposition befindet, dann legt die Steuervorrichtung die vorbestimmte Anfangsposition als die Referenzposition fest.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel wird die Anfangsposition als die Referenzposition festgelegt, auch wenn das angetriebene Element aus einem bestimmten Grund nach dem nachfolgenden Starten der Kraftmaschine den Stopper nicht erreicht hat. Das angetriebene Element kann somit bei einer früheren Stufe direkt nach dem Starten der Kraftmaschine genau versetzt werden.

Die Steuervorrichtung überwacht einen Betriebszustand des Aktuators, und sie bestimmt, ob ein Anschlagen des angetriebenen Elements an den Stopper auf der Grundlage des überwachten Betriebszustands des Aktuators abgeschlossen wurde.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel kann das Abschließen des Anschlagens des angetriebenen Elements an den Stopper genau erfasst werden. Falls der Elektromotor wie z. B. der DC-Motor, ein Momentenmotor und ein Drehsolenoid als der Aktuator verwendet wird, dann wird die Motorstromstärke überwacht, um den Betriebszustand des Aktuators zu bestimmen.

Die Steuervorrichtung versetzt das angetriebene Element in einer Richtung, die der Richtung des Anschlagens entgegengesetzt ist, und zwar bevor das angetriebene Element an den Stopper anschlägt.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel wird das angetriebene Element in einer Richtung versetzt, die jener Richtung entgegengesetzt ist, in der das angetriebene Element an den Stopper anschlägt, so dass Ablagerungen beseitigt werden können, die an dem Versetzungspfad des angetriebenen Elements haften. Es ist vorzuziehen, das angetriebene Element in der entgegengesetzten Richtung innerhalb jenes Bereichs zu versetzen, in dem das angetriebene Element zum Beseitigen der Ablagerungen versetzt werden darf. Falls die entgegengesetzte Versetzung des angetriebenen Elements während eines Stopps der Kraftmaschine durchgeführt wird, können die Ablagerungen zumindest einmal bei jedem Betrieb der Kraftmaschine beseitigt werden.

Die Steuervorrichtung verzögert oder stoppt die Versetzung des angetriebenen Elements zu dem Stopper, direkt bevor das angetriebene Element an den Stopper anschlägt.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel kann ein Stoß reduziert werden, der durch das Anschlagen des angetriebenen Elements an den Stopper verursacht wird, wodurch das Auftreten von Defekten wie z. B. eine Verformung des Stoppers beschränkt wird.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt eine schematische Ansicht eines Gesamtaufbaus eines Turboladers mit variabler Düse, der bei einer Kraftmaschine vorgesehen ist, und eines Steuergeräts zum Antreiben und Steuern des variablen Düsensystems des Turboladers gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

2 zeigt eine Draufsicht eines detaillierten Aufbaus des variablen Düsensystems;

3 zeigt eine Schnittansicht, bei der das variable Düsensystem in der 2 aus einer Richtung eines Pfeils A-A betrachtet wird;

4 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines Zustands, bei dem ein Öffnungs-/Schließhebel des variablen Düsensystems an einem Stopper anschlägt;

5 zeigt ein Flussdiagramm von Prozeduren zum Anschlagen einer Düsenklappe an einer Schließseite;

6 zeigt ein Zeitdiagramm von Änderungen eines Betriebszustands eines Zündschalters, einer Kraftmaschinendrehzahl, einer Düsenklappenposition und einer DC-Motorstromstärke bezüglich der verstrichenen Zeit, wenn das Anschlagen durchgeführt wird, wenn die Kraftmaschine gestoppt wird;

7 zeigt ein Flussdiagramm von Prozeduren zum Festlegen einer Referenzposition; und

8 zeigt ein Zeitdiagramm eines Übergangs einer Kraftmaschinendrehzahl, eines Öffnungswinkels der variablen Düse und eines Einlassdrucks bezüglich der verstrichenen Zeit zum Darstellen eines herkömmlichen Verfahrens zum Bestimmen der Referenzposition.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unter Bezugnahme auf die 1 bis 7 beschrieben, das bei einer Onboard-Kraftmaschine mit einem Turbolader verwendet wird, der eine variable Düse aufweist.

Wie dies in der 1 gezeigt ist, sind ein stromaufwärtiger Abschnitt eines Einlasskanals 2 und ein stromabwärtiger Abschnitt eines Abgaskanals 3 einer Kraftmaschine 1 jeweils mit einem Turbolader 4 verbunden. Der Turbolader 4 hat ein Verdichterrad 5, das Luft zu einer stromabwärtigen Seite des Einlasskanals 2 schickt, und ein Turbinenrad 6, das sich dann dreht, wenn das Abgas darauf geblasen wird, das durch den Abgaskanal 3 hindurch tritt. Das Verdichterrad 5 dreht sich zusammen mit dem Turbinenrad 6, um so die in die Kraftmaschine 1eingelassene Luftmenge zu vermehren. Dies ermöglicht eine Erhöhung der Abgabe der Kraftmaschine 1.

Der Turbolader 4 hat ein variables Düsensystem 7 in dem Abgaskanal, durch den das Abgas gegen das Turbinenrad 6 geblasen wird. Das variable Düsensystem 7 dient als ein Ventilsystem, das geöffnet und geschlossen wird, um so die Querschnittsfläche des Abgaskanals zu ändern, durch die das Abgas hindurch strömt. Die Strömungsgeschwindigkeit des Abgases, das gegen das Turbinenrad 6 geblasen wird, kann nämlich dadurch eingestellt werden, dass der Querschnittsflächeninhalt des Abgaskanals geändert wird. Die Drehzahl des Turboladers 4 ändert sich, wenn sich die Strömungsgeschwindigkeit des Abgases ändert, so dass ein Verstärkungsdruck (Einlassdruck) der Kraftmaschine 1 eingestellt wird.

Ein Gleichstrommotor (DC-Motor) 9, der durch eine Steuervorrichtung 8 gesteuert wird, dient als ein Aktuator zum Betreiben des variablen Düsensystems 7. Düsenklappen (variable Düsen) 10 des variablen Düsensystems 7 werden durch Antreiben des DC-Motors 9 betrieben. Wenn die Düsenklappe 10 zu der Schließseite versetzt wird, dann wird die Strömungsgeschwindigkeit des Abgases erhöht, das gegen das Turbinenrad 6 geblasen wird, so dass die Drehzahl des Turboladers 4 erhöht wird, was den Verstärkungsdruck der Kraftmaschine 1 erhöht. Wenn die Düsenklappen 10 andererseits zu der Öffnungsseite versetzt werden, dann wird die Strömungsgeschwindigkeit des Abgases verringert, das gegen das Turbinenrad 6 geblasen wird, so dass die Drehzahl des Turboladers 4 reduziert wird, wodurch der Verstärkungsdruck der Kraftmaschine 1 reduziert wird.

Die Steuervorrichtung 8, die den DC-Motor 9 antreibt und steuert, nimmt Signale auf, die von einem Düsenpositionssensor 11 zum Erfassen der Position der Düsenklappe 10 gesendet werden, und sie beinhaltet eine Stromerfassungsschaltung 8a zum Erfassen einer Stromstärke des DC-Motors 9. Die Steuervorrichtung 8 ist mit einer elektronischen Steuereinheit für die Kraftmaschine (Kraftmaschinen-ECU) 12 verbunden, die einen Betrieb der Kraftmaschine 1 steuert, und sie ist so strukturiert, dass sie einen Befehl aufnimmt, der von der Kraftmaschinen-ECU 12 gesendet wird. Die Kraftmaschinen-ECU 12 nimmt Signale auf, die von einem Kraftmaschinen-Drehzahlsensor 13 zum Erfassen der Kraftmaschinendrehzahl gesendet werden, sowie Signale, die von einem Zündschalter 14 gesendet werden, der durch einen Fahrer des Fahrzeugs zum Starten oder zum Stoppen der Kraftmaschine 1 betätigt wird.

Als Nächstes wird ein Aufbau des variablen Düsensystems 7 unter Bezugnahme auf die 2 und 3 im Einzelnen beschrieben. Die 2 zeigt eine Vorderansicht des variablen Düsensystems 7 bei Betrachtung von der Seite des Verdichterrads 5 (obere Seite, wie sie in der 1 gezeigt ist). Die 3 zeigt eine seitliche Schnittansicht des variablen Düsensystems 7 bei Betrachtung entlang einer Richtung der Linien A-A in der 2.

Wie dies in den 2 und 3 dargestellt ist, hat das variable Düsensystem 7 eine ringförmige Düsenrückplatte 21. In der Düsenrückplatte 21 sind viele Wellen 22 in gleichmäßigen Winkelintervallen hinsichtlich der Mitte der Platte 21 angeordnet. Jede Welle 22, die die Düsenrückplatte 21 in deren Dickenrichtung durchdringt, ist drehbar gestützt. Ein Ende (das untere Ende bei Betrachtung der 3) der jeweiligen Welle 22 ist an der Düsenklappe 10 gesichert. Das andere Ende (das obere Ende bei Betrachtung der 3) der Welle 22 ist an einem Hebel 23 gesichert, der sich senkrecht zu der Welle 22 zu dem Außenumfang der Düsenrückplatte 21 erstreckt.

Eine ringartige Ringplatte 24 ist zwischen dem Hebel 23 und der Düsenrückplatte 21 derart eingefügt, dass die ringartige Ringplatte 24 mit der Düsenrückplatte 21 überlagert ist. Die Ringplatte 24 ist so strukturiert, dass sie sich in einer Umfangsrichtung beim Antreiben des DC-Motors 9 dreht. Die Ringplatte 24 hat viele Stifte 25, die in gleichmäßigen Winkelintervallen hinsichtlich ihrer Mitte angeordnet sind. Die Stifte 25 sind so miteinander verbunden, dass sie hinsichtlich des entsprechenden Hebels 23 schwenkbar sind.

Wenn sich die Ringplatte 24 um ihre Mittelachse beim Antreiben des DC-Motors 9 dreht, dann zwingt jeder Stift 25 den entsprechenden Hebel 23 zu einer Bewegung in einer Drehrichtung der Ringplatte 24. Infolgedessen dient der Hebel 23 zum Drehen der Welle 22, um so die entsprechenden Düsenklappen 10 synchron mit der Welle 22 zu betreiben. Jeder Abstand zwischen angrenzenden Düsenklappen 10, d. h. die Abgasströmungsfläche des Abgaskanals, durch den das Abgas gegen das Turbinenrad 6 geblasen wird, wird dadurch geändert, dass die Düsenklappen 10 geöffnet/geschlossen werden. Die resultierende Strömungsgeschwindigkeit des Abgases ist somit variabel.

Ein Bereich, in dem der Abstand zwischen angrenzenden Düsenklappen eingestellt wird, ist durch drei Stopper 26 definiert, die in gleichmäßigen Winkelintervallen hinsichtlich der Mitte angeordnet sind. Diese Stopper 26 sind zwischen angrenzenden Hebeln 23 vorgesehen, wie dies in der 4 gezeigt ist. Wenn die Düsenklappe 10 zu der vollständig geöffneten Position versetzt ist, dann schlägt einer der angrenzenden Hebel 23 (der untere Hebel 23, wie er in der 4 gezeigt ist) an den Stopper an, wie dies durch eine durchgezogene Linie gezeigt ist. Wenn die Düsenklappe 10 zu der vollständig geschlossenen Position versetzt ist, dann schlägt der andere der angrenzenden Hebel 23 (der obere Hebel 23, wie er in der 4 gezeigt ist) an den Stopper 26 an, wie dies durch eine gestrichelte Linie gezeigt ist.

Da der Versetzungsbereich der Düsenklappe 10 durch die Stopper 26 definiert ist, kann die Öffnung der Ventilklappe 10 während eines normalen Betriebs der Kraftmaschine innerhalb des definierten Versetzungsbereichs gesteuert werden. Die Öffnung der Ventilklappe 10 wird durch die Steuervorrichtung 8 gesteuert, die den DC-Motor 9 gemäß dem Öffnungsbefehlswert antreibt, der von der Kraftmaschinen-ECU 12 gesendet wird. Die Öffnungsbefehlswerte sind in Bereichen von 0 bis 100% während eines normalen Betriebs der Kraftmaschine. Wenn die Düsenklappe 10 zu der Öffnungsseite gesteuert wird, dann wird der Öffnungsbefehlswert ungefähr 0%. Währenddessen wird der Öffnungsbefehlswert ungefähr 100%, wenn die Düsenklappe 10 zu der Schließseite gesteuert wird.

Auch wenn der Öffnungsbefehlswert auf 100% festgelegt ist, wird die Düsenklappe 10 zu der Schließseite versetzt, aber der Hebel 23 schlägt nicht an den Stopper 26 an. Während des normalen Kraftmaschinenbetriebs wird nämlich die Düsenklappe 10 zwischen der vollständig geöffneten Position und der Position direkt vor der vollständig geschlossenen Position als Reaktion auf den Öffnungsbefehlswert versetzt, der in einem Bereich von 0 bis 100 ist. Wenn der Öffnungsbefehlswert auf 100% gehalten wird, dann wird die Düsenklappe 10 an einer Position direkt vor jener Stelle gehalten, an der die Düsenklappe 10 an den Stopper 26 anschlägt, d. h. die Position direkt vor der vollständig geschlossenen Position.

Die Öffnung der Düsenklappe 10 wird so gesteuert, dass sie zu einer vorbestimmten Referenzposition versetzt wird. Es ist vorzuziehen, den Punkt nahe der vollständig geschlossenen Position als die Referenzposition festzulegen, so dass die Düsenklappe 10 versetzt wird, die sich nahe der vollständig geschlossenen Position befindet.

Verschiedene Techniken zum Steuern der Ventilklappe 10 wurden vorgeschlagen, um die Referenzposition festzulegen. Falls die Steuervorrichtung 8 einen Backup-RAM als den nicht-flüchtigen Speicher aufweist, dann kann die durch die vorstehend erwähnte Steuerung bestimmte Referenzposition in dem Backup-RAM gespeichert werden. Die Düsenklappe 10 wird auf der Grundlage der Referenzposition gesteuert, die in dem Backup-RAM gespeichert ist.

Falls die Steuervorrichtung 8 keinen Backup-RAM zum Zwecke einer Kostenreduzierung aufweist, dann muss die Referenzposition bei jedem Kraftmaschinenbetrieb bestimmt werden, da die Referenzposition beim Stoppen der Kraftmaschine verloren wird.

Da bei diesem Ausführungsbeispiel kein Backup-RAM verwendet wird, wird der Öffnungsbefehlswert auf jenen Wert festgelegt, der die 100% überschreitet, z. B. 110% während eines Stopps der Kraftmaschine. Dann wird die Düsenklappe 10 zu der Schließseite versetzt, bis der Hebel 23 an den Stopper 26 anschlägt. Die Referenzposition wird während des nachfolgenden Startens der Kraftmaschine auf der Grundlage der Position der Düsenklappe 10 festgelegt, wenn der Hebel 23 an den Stopper 26 anschlägt (das Festlegen des Referenzwerts wird später beschrieben). Dies ermöglicht es, die Referenzposition für die Versetzung der Düsenklappe 10 zu jenem Punkt festzulegen, der nahe der vollständig geschlossenen Position ist. Infolgedessen kann die Düsenklappe 10 auf der Grundlage der Referenzposition genau versetzt werden.

Die Prozedur zum Versetzen der Düsenklappe 10 zu der Schließseite während des Stopps der Kraftmaschine wird unter Bezugnahme auf das in der 5 gezeigte Flussdiagramm beschrieben, bis der Hebel 23 an den Stopper 26 anschlägt. Die Düsenanschlagsroutine wird durch die Kraftmaschinen-ECU 12 ausgeführt, und zwar als ein Interrupt in einem vorbestimmten Zeitintervall.

Bei der Routine des Flussdiagramms, das in der 5 gezeigt ist, schreitet der Prozess zu einem Schritt S102 und zu nachfolgenden Schritten, so dass die Düsenklappe 10 zu der Schließseite versetzt wird, wenn bestimmt wird, dass der Zündschalter 14 ausgeschaltet ist, d. h. wenn bei einem Schritt S101 JA erhalten wird. Bei dem Schritt S102 wird bestimmt, ob das Anschlagen der Düsenklappe 10 an der Schließseite abgeschlossen ist. Falls die Stromstärke des DC-Motors 9, der zum Versetzen der Düsenklappe 10 zu der Schließseite angetrieben wird, zu einem vorbestimmten Wert x oder größer wird, dann wird bestimmt, dass das Anschlagen abgeschlossen ist.

Falls bei dem Schritt S102 JA erhalten wird, schreitet der Prozess zu einem Schritt S103, bei dem bestimmt wird, ob der Öffnungsbefehlswert der Wert außer 110% ist. Falls bei dem Schritt S103 JA erhalten wird, schreitet der Prozess zu einem Schritt S104 und zu nachfolgenden Schritten S105 oder S106 vor dem Anschlagen der Düsenklappe 10 an der Schließseite. Falls bei dem Schritt S104 NEIN erhalten wird, d. h. wenn eine vorbestimmte Zeitperiode nach dem Stopp der Kraftmaschine 1 nicht verstrichen ist, wird der Öffnungsbefehlswert bei einem Schritt S105 auf 0% festgelegt. Falls bei dem Schritt S104 JA erhalten wird, d. h. wenn die vorbestimmte Zeitperiode a verstrichen ist, wird der Öffnungsbefehlswert bei dem Schritt S106 auf 100% festgelegt. Die vorbestimmte Zeitperiode a wird auf eine Zeit festgelegt, die ausreicht, dass die Düsenklappe 10 nach dem Stopp der Kraftmaschine 1 vollständig geöffnet wird.

Dann schreitet der Prozess zu einem Schritt S107, bei dem bestimmt wird, ob eine vorbestimmte Zeitperiode b nach einem Zeitpunkt verstrichen ist, bei dem der Öffnungsbefehlswert auf 100% festgelegt wird. Falls bei dem Schritt S107 JA erhalten wird, schreitet der Prozess zu einem Schritt S108, bei dem der Öffnungsbefehlswert auf 110% festgelegt wird. Die vorbestimmte Zeitperiode b wird auf eine Zeit festgelegt, die ausreicht, dass die Düsenklappe 10 zu einer Position direkt vor der vollständig geschlossenen Position nach einem Zeitpunkt versetzt wird, bei dem der Öffnungsbefehlswert auf 100% festgelegt wird. Falls des Weiteren nach dem Festlegen des Öffnungsbefehlswerts auf 110 bei dem Schritt S102 NEIN erhalten wird, d. h. falls bestimmt wird, dass das Anschlagen der Düsenklappe 10 an der Schließseite abgeschlossen ist, schreitet der Prozess zu einem Schritt S109, bei dem der Öffnungsbefehl beendet wird.

Das Ändern des Betriebs der Düsenklappe 10 beim Abgeben des Öffnungsbefehls während des Stopps der Kraftmaschine wird unter Bezugnahme auf ein Zeitdiagramm in der 6 beschrieben. Jede Änderung des EIN/AUS-Zustands des Zündschalters 14, der Kraftmaschinendrehzahl, der Position der Düsenklappe 10 und der Stromstärke des DC-Motors 9 entlang der Zeitachse ist durch (a), (b), (c) bzw. (d) dargestellt.

Wenn der Zündschalter 14 aus dem EIN-Zustand zum Stoppen der Kraftmaschine (bei einem Zeitpunkt T1) ausgeschaltet wird, dann wird die Kraftmaschinendrehzahl allmählich reduziert. Dabei wird der Öffnungsbefehlswert auf 0% festgelegt, und somit wird die Düsenklappe 10 zu der vollständig geöffneten Position versetzt. Die Versetzung der Düsenklappe 10 zu der vollständig geöffneten Position kann Ablagerungen an dem Versetzungspfad nahe der vollständig geöffneten Position in dem Turbolader 4 beseitigen.

Wenn die Düsenklappe 10 zu der vollständig geöffneten Position im Laufe der vorbestimmten Zeitperiode a nach der Betätigung des Zündschalters zu dem AUS-Zustand (bei einem Zeitpunkt T2) versetzt wird, dann wird der Öffnungsbefehlswert auf 100 festgelegt, damit die Düsenklappe 10 in die Position direkt vor der vollständig geschlossenen Position gebracht wird. Der Öffnungsbefehlswert wird auf 100% gehalten, bis die vorbestimmte Zeit b nach jenem Zeitpunkt verstreicht, bei dem der Öffnungsbefehlswert auf 100% festgelegt wird. Dann wird bei einem Zeitpunkt, bei dem die vorbestimmte Zeit b verstrichen ist (bei einem Zeitpunkt T3), der Öffnungsbefehlswert auf 110 festgelegt, um so die Düsenklappe 10 zu versetzen, bis der Hebel 23 an den Stopper 26 anschlägt.

Die Düsenklappe 10 wird an einer Position unmittelbar vor der vollständig geschlossenen Position gehalten, bevor sie an der Schließseite anschlägt. Die Versetzung der Düsenklappe 10 zu der Schließseite wird vorübergehend gestoppt, um so den Stoß zu reduzieren, der durch das Anschlagen des Hebels 23 an den Stopper 26 verursacht wird.

Des Weiteren wird ein elektrischer Strom kontinuierlich in den DC-Motor 9 eingespeist, auch nachdem die Düsenklappe 10 an der Schließseite angeschlagen ist. Die Stromstärke des DC-Motors 9 wird größer als ein vorbestimmter Wert x. Infolgedessen wird bestimmt, dass das Anschlagen der Düsenklappe 10 an der Schließseite abgeschlossen ist. Dann wird der DC-Motor 9 gestoppt. Die Position, bei der die Düsenklappe 10 an der Schließseite anschlägt, wird als die vollständig geschlossene Position bestimmt.

Die Prozedur zum Festlegen der Referenzposition für die Versetzung der Düsenklappe 10 wird unter Bezugnahme auf das Flussdiagramm in der 7 beschrieben, das die Routine zum Festlegen der Referenzposition darstellt. Diese Routine wird durch die Steuervorrichtung 8 als ein Interrupt in einem vorbestimmten Zeitintervall ausgeführt.

Unter Bezugnahme auf das Flussdiagramm in der 7 schreitet der Prozess zu einem Schritt S202, falls der Kraftmaschinen-Startbefehl bei einem Zeitpunkt abgegeben wird, bei dem der Zündschalter 14 eingeschaltet wird, d. h. bei dem Schritt S201 wird JA erhalten. Bei dem Schritt S202 wird bestimmt, ob die Ist-Position der Düsenklappe 10 zu diesem Zeitpunkt näher an der Öffnungsseite ist als eine Anfangsposition, was später beschrieben wird.

Die Ist-Position der Düsenklappe 10 gemäß der vorstehenden Beschreibung wird auf der Grundlage eines Erfassungssignals von dem Düsenpositionssensor 11 beim Starten der Kraftmaschine erhalten. Die Ist-Position wird nämlich normalerweise als jene Position erhalten, bei der bestimmt wird, dass die Düsenklappe 10 an der Schließseite während des Stopps der Kraftmaschine anschlägt. Die Anfangsposition wird zu der Position als die maximale Schließseite mit einer Toleranz &Dgr;A festgelegt, um so eine Änderung der Anschlagsposition in Abhängigkeit des Produkts abzudecken, wie dies in der 6(c) gezeigt ist. Die Anfangsposition wird nämlich in dem Bereich von der Position, bei der die Düsenklappe direkt vor der vollständig geschlossenen Position gehalten wird, und der vollständig geschlossenen Position als die Anschlagsposition festgelegt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Anfangsposition zu der maximal geöffneten Position mit einer Toleranz festgelegt, um eine Änderung in Abhängigkeit von den Elementen abzudecken, um so eine überflüssige Erhöhung des Verstärkungsdrucks bei einer riskanten Abgabefunktion während eines Betriebs der Kraftmaschine zu verhindern, und um die Zuverlässigkeit zu verbessern. Falls die Anfangsposition zu der maximalen Schließposition mit einer Toleranz festgelegt wird, dann wird der Öffnungssteuerbereich der Düsenklappe zu der Schließseite verschoben. Dies kann eine unerwünschte Erhöhung des Verstärkungsdrucks verursachen, wodurch die Zuverlässigkeit verschlechtert wird.

Falls die Düsenklappe 10 näher an der Öffnungsseite als die Anfangsposition aus einem bestimmten Grund beim Starten der Kraftmaschine ist, dann wird bei dem Schritt S202 JA erhalten. Der Prozess schreitet dann zu einem Schritt S204, bei dem die vorstehend erwähnte Anfangsposition als die Referenzposition festgelegt wird. Falls bei dem Schritt S202 NEIN erhalten wird, schreitet der Prozess währenddessen zu einem Schritt S203, bei dem die Ist-Position der Düsenklappe 10 (Anschlagsposition) als die Referenzposition festgelegt wird.

Gemäß dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel können die folgenden Wirkungen erhalten werden:

  • (1) Wenn die Düsenklappe 10 zu der Schließseite während eines Kraftmaschinenbetriebs versetzt wird, um die Referenzposition zu bestimmen, wird die Drehzahl des Turboladers 4 übermäßig erhöht, und dementsprechend wird der Verstärkungsdruck der Kraftmaschine 1 übermäßig hoch. Bei dem Ausführungsbeispiel wird die Düsenklappe 10 zu der Schließseite versetzt, um die Referenzposition während des Stopps der Kraftmaschine zu bestimmen. Dies ermöglicht eine Versetzung der Düsenklappe 10 zu der Schließseite, bis der Hebel 23 an den Stopper 26 anschlägt, ohne dass irgendeiner der vorstehend beschriebenen Nachteile verursacht wird. Die Position, die dort erhalten wird, wo die Düsenklappe 10 an der Schließseite anschlägt, nämlich die Anschlagsposition, wird als die Referenzposition beim Starten der Kraftmaschine festgelegt. Da die Referenzposition unmittelbar nach dem Starten der Kraftmaschine bestimmt werden kann, kann die Düsenklappe 10 auf der Grundlage der Referenzposition genau versetzt werden.
  • (2) Falls die Düsenklappe 10 näher an der Öffnungsseite als die anfängliche Position beim Starten der Kraftmaschine aus einem bestimmten Grund ist, dann wird die Anfangsposition als die Referenzposition festgelegt. Die Düsenklappe 10 kann auf der Grundlage der Referenzposition bei der früheren Stufe unmittelbar nach dem Starten der Kraftmaschine genau versetzt werden.
  • (3) Wenn die Stromstärke des DC-Motors 9, der zum Versetzen der Düsenklappe 10 angetrieben wird, größer wird als ein vorbestimmter Wert x, dann wird bestimmt, dass das Anschlagen der Düsenklappe 10 an der Schließseite abgeschlossen ist. Daher kann eine derartige Bestimmung genau durchgeführt werden.
  • (4) Um die Referenzposition durch Versetzen der Düsenklappe 10 zu bestimmen, die an der Schließseite anzuschlagen ist, kann ein Fall auftreten, bei dem die Düsenklappe 10 niemals zu der Öffnungsseite während eines Betriebs der Kraftmaschine versetzt wird. In dem vorstehend genannten Fall können Ablagerungen an dem Versetzungspfad nahe der vollständig geöffneten Seite in dem Abgaskanal des Turboladers 4 durch die Düsenklappe 10 während des Betriebs der Kraftmaschine nicht beseitigt werden. Bei dem Ausführungsbeispiel wird die Düsenklappe 10 im Gegensatz dazu zu der vollständig geöffneten Position versetzt, bevor sie an der Schließseite während des Stopps der Kraftmaschine anschlägt. Da die Düsenklappe 10 zwangsweise zu der vollständig geöffneten Position versetzt wird, besteht eine geringe Möglichkeit, dass die Ablagerungen nicht beseitigt werden.
  • (5) Die Versetzung der Düsenklappe 10 zu der Schließseite wird vorübergehend gestoppt, direkt bevor sie an der Schließseite während eines Stopps der Kraftmaschine anschlägt. Dies ermöglicht es, den Stoß zu reduzieren, der durch das Anschlagen des Hebels 23 an dem Stopper 26 verursacht wird.

Das Ausführungsbeispiel kann so abgewandelt werden, wie dies nachfolgend beschrieben wird.

  • (a) Bei dem Ausführungsbeispiel wird die Versetzung der Düsenklappe 10 zu der Schließseite vorübergehend gestoppt, direkt bevor sie an der Schließseite während eines Stopps der Kraftmaschine anschlägt. Jedoch kann die Geschwindigkeit, mit der die Düsenklappe 10 versetzt wird, reduziert werden, anstatt dass die Versetzung vorübergehend gestoppt wird.
  • (b) Beim Anschlagen der Düsenklappe 10 an der Schließseite besteht weder ein Bedarf eines vorübergehenden Stoppens der Versetzung noch einer Verzögerung der Versetzungsgeschwindigkeit.
  • (c) Bei dem Ausführungsbeispiel wird die Düsenklappe 10 zu der vollständig geöffneten Position als die Grenze des Versetzungsbereichs während des Stopps der Kraftmaschine versetzt. Jedoch muss die Düsenklappe 10 nicht zu der vollständig geöffneten Position versetzt werden. Die Düsenklappe 10 kann zu der Öffnungsseite versetzt werden, bis sie einen gewissen Punkt innerhalb des Versetzungsbereichs erreicht. Falls die Düsenklappe 10 zu der vollständig geöffneten Position versetzt wird, wie dies bei dem Ausführungsbeispiel beschrieben ist, dann können die Ablagerungen an dem Versetzungspfad in dem Abgaskanal beseitigt werden.
  • (d) Die Düsenklappe 10 muss nicht zu der vollständig geöffneten Position versetzt werden.
  • (e) Der Aktuator außer dem DC-Motor 9 kann zum Antreiben des variablen Düsensystems 7 verwendet werden. Andere Arten von Elektromotoren wie z. B. der Momentenmotor und der Drehsolenoid können als der Aktuator verwendet werden.
  • (f) Die Bestimmung hinsichtlich des Abschließens des Anschlagens der Düsenklappe 10 an der Schließseite kann auf der Grundlage der Position der Düsenklappe 10 durchgeführt werden, die aus dem Erfassungssignal des Düsenpositionssensors 11 hergeleitet wird.
  • (g) Bei dem Ausführungsbeispiel ist die Düsenklappe 10 des Turboladers mit variabler Düse beispielhaft als das angetriebene Element dargestellt, das durch den Aktuator wie z. B. dem DC-Motor 9 versetzt wird.

Vorteilhafte Punkte können aus den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen hergeleitet werden, wie dies nachfolgend beschrieben wird.

  • (1) Bei einem Steuergerät eines Aktuators zum Versetzen einer variablen Düse einer Brennkraftmaschine innerhalb eines Versetzungsbereichs, der durch einen Stopper definiert ist, ist eine Steuervorrichtung vorgesehen, die den Aktuator antreibt, bis die variable Düse an den Stopper bei einem Stopp-Zustand der Brennkraftmaschine anschlägt, die eine Position der variablen Düse bestimmt, wenn sie an den Stopper anschlägt, und zwar als eine Referenzposition, und die die variable Düse auf der Grundlage der bestimmten Referenzposition beim Starten der Kraftmaschine nach dem Stoppzustand der Brennkraftmaschine versetzt.

    Falls die variable Düse zu der Schließseite versetzt wird, bis sie an den Stopper während des Kraftmaschinenbetriebs anschlägt, wird der Flächeninhalt des Abgaskanals reduziert, durch den das Abgas der Brennkraftmaschine hindurch strömt. Dementsprechend wird die Strömungsgeschwindigkeit des Abgases erhöht, das gegen das Turbinenrad bläst, so dass die Drehzahl des Turboladers in unnötiger Weise erhöht wird. Dies kann einen nachteiligen Einfluss auf den Betriebszustand der Kraftmaschine verursachen. Gemäß dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel kann die Referenzposition der Düse, die bei dem nachfolgenden Starten der Kraftmaschine zu versetzen ist, so bestimmt werden, dass kein nachteiliger Einfluss auf den Betriebszustand der Kraftmaschine verursacht wird, da die variable Düse während des Stopps der Kraftmaschine versetzt wird. Daher kann die variable Düse unmittelbar nach dem Starten der Kraftmaschine auf der Grundlage der Referenzposition genau versetzt werden, die bereits bestimmt wurde.
  • (2) Wenn sich das angetriebene Element (10) weiter von dem Stopper weg als eine vorbestimmte Anfangsposition befindet, legt die Steuereinrichtung die vorbestimmte Anfangsposition als die Referenzposition fest.

    Auch wenn die variable Düse, die zu der Schließseite versetzt wird, den Stopper bei dem nächsten Starten der Kraftmaschine aus einem bestimmten Grund nicht erreicht hat, kann sie bei der früheren Stufe unmittelbar nach dem Starten der Kraftmaschine auf der Grundlage der Anfangsposition als die Referenzposition genau versetzt werden.
  • (3) Bei dem Ausführungsbeispiel dient ein Elektromotor als der Aktuator. Die Steuervorrichtung bestimmt, dass das Anschlagen der variablen Düse an den Stopper abgeschlossen ist, wenn die Stromstärke des Elektromotors größer wird als ein vorbestimmter Wert.

    Der vorstehend beschriebene Aufbau ermöglicht es, das Abschließen des Anschlagens der variablen Düse an den Stopper genau zu bestimmen.
  • (4) Die Steuervorrichtung versetzt die variable Düse zu der Öffnungsseite vor dem Anschlagen der variablen Düse an den Stopper.

Um die Referenzposition durch Versetzen der Düsenklappe 10 zu bestimmen, die an der Schließseite anschlagen soll, kann ein Fall auftreten, bei dem sich die Düsenklappe 10 niemals zu der Öffnungsseite während eines Betriebs der Kraftmaschine versetzt. Bei dem vorstehend genannten Fall können Ablagerungen an dem Versetzungspfad nahe der vollständig geöffneten Seite in dem Abgaskanal des Turboladers 4 durch die Düsenklappe 10 während des Betriebs der Kraftmaschine nicht beseitigt werden. Bei dem Ausführungsbeispiel wird im Gegensatz dazu die Düsenklappe 10 zu der vollständig geöffneten Position versetzt, bevor sie an der Schließseite während eines Stopps der Kraftmaschine anschlägt. Da die Düsenklappe 10 zwangsweise zu der vollständig geöffneten Position versetzt wird, besteht eine geringe Möglichkeit, dass die Ablagerungen nicht beseitigt werden.

Es ist vorzuziehen, die variable Düse zu dem Punkt nahe der vollständig geöffneten Position zu versetzen, um die Ablagerungen zu beseitigen. In diesem Fall können die Ablagerungen an dem Versetzungspfad zumindest einmal während eines Betriebszyklus der Kraftmaschine beseitigt werden.

Die Steuervorrichtung stoppt oder verzögert vorübergehend die Versetzung der variablen Düse zu dem Stopper an der Schließseite, direkt bevor sie an den Stopper anschlägt.

Der vorstehend beschriebene Aufbau kann den Stoß reduzieren, der durch das Anschlagen der variablen Düse an den Stopper verursacht wird.

Bei einem Stopp-Zustand einer Kraftmaschine wird eine Düsenklappe 10 eines variablen Düsensystems 7 eines Turboladers 4 versetzt, bis sie an einen Stopper an einer Schließseite anschlägt. Die Position, an der die Düsenklappe 10 an den Stopper anschlägt, wird als eine Referenzposition festgelegt, auf deren Grundlage die Düsenklappe 10 beim nachfolgenden Starten der Kraftmaschine versetzt wird.

Bei einem Stopp-Zustand einer Kraftmaschine wird eine Düsenklappe (10) eines variablen Düsensystems (7) eines Turboladers (4) versetzt, bis sie an einen Stopper an einer Schließseite anschlägt. Die Position, an der die Düsenklappe (10) an den Stopper anschlägt, wird als eine Referenzposition festgelegt, auf deren Grundlage die Düsenklappe (10) beim nachfolgenden Starten der Kraftmaschine versetzt wird.


Anspruch[de]
Steuergerät (8) für eine Brennkraftmaschine (1) zum Steuern eines Aktuators (9), der ein angetriebenes Element (10) innerhalb eines Versetzungsbereichs versetzt, der durch einen Stopper (26) begrenzt ist, wobei das angetriebene Element (10) eine variable Düse eines Turboladers mit variabler Düse ist, und wobei das Steuergerät (8) eine Steuereinrichtung aufweist, die den Aktuator (9) bei einem Stopp-Zustand der Brennkraftmaschine antreibt, bis das angetriebene Element (10) an den Stopper (26) anschlägt, und die die Position des angetriebenen Elements (10) als die Referenzposition bestimmt, wenn es an den Stopper anschlägt, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Start der Kraftmaschine nach dem Stopp-Zustand der Brennkraftmaschine (1) die Steuereinrichtung das angetriebene Element auf der Grundlage der bestimmten Referenzposition versetzt. Steuergerät eines Aktuators gemäß Anspruch 1, wobei der Aktuator (9) einen Elektromotor aufweist. Steuergerät eines Aktuators gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei wenn sich das angetriebene Element (10) von dem Stopper (26) weiter entfernt als eine vorbestimmte Anfangsposition bei einem nächsten Start der Kraftmaschine befindet, die Steuereinrichtung die vorbestimmte Anfangsposition als die Referenzposition festlegt. Steuergerät eines Aktuators gemäß Anspruch 3, wobei die Anfangsposition als eine theoretische Position mit einer Toleranz bestimmt wird, bei der das angetriebene Element (10) an den Stopper (26) anschlägt. Steuergerät eines Aktuators gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Steuereinrichtung einen Betriebszustand des Aktuators (9) überwacht und auf der Grundlage des überwachten Betriebszustands des Aktuators (9) bestimmt, ob ein Anschlagen des angetriebenen Elements (10) an den Stopper (26) abgeschlossen ist. Steuergerät eines Aktuators gemäß Anspruch 5, wobei die Steuereinrichtung (8) bestimmt, dass das Anschlagen des angetriebenen Elements (10) an den Stopper (26) abgeschlossen ist, wenn eine Stromstärke des Aktuators (9) einen vorbestimmten Wert überschreitet. Steuergerät eines Aktuators gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Steuereinrichtung (8) das angetriebene Element. (10) in einer Richtung entgegen der Richtung des Anschlagens versetzt, bevor das angetriebene Element (10) an den Stopper (26) anschlägt. Steuergerät eines Aktuators gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Steuereinrichtung (8) die Versetzung des angetriebenen Elements (10) zu dem Stopper (26) vorübergehend verzögert oder stoppt, direkt bevor das angetriebene Element (10) an den Stopper (26) anschlägt. Steuerverfahren für eine Brennkraftmaschine (1) zum Steuern eines Aktuators (9), der ein angetriebenes Element (10) innerhalb eines Versetzungsbereichs versetzt, der durch einen Stopper (26) begrenzt ist, wobei das angetriebene Element (10) eine variable Düse eines Turboladers mit variabler Düse ist, mit den folgenden Schritten:

Antreiben des Aktuators (9) bei einem Stopp-Zustand der Brennkraftmaschine, bis das angetriebene Element (10) an den Stopper (26) anschlägt, und Bestimmen der Position des angetriebenen Elements (10) als eine Referenzposition, wenn es an den Stopper (26) anschlägt;

Versetzen des angetriebenen Elements (10) auf der Grundlage der bestimmten Referenzposition bei einem Start der Kraftmaschine nach dem Stopp-Zustand der Brennkraftmaschine.
Steuerverfahren gemäß Anspruch 9, wobei wenn sich das angetriebene Element (10) von dem Stopper (26) weiter entfernt als eine vorbestimmte Anfangsposition bei einem nächsten Start der Kraftmaschine befindet, die vorbestimmte Anfangsposition als die Referenzposition festgelegt wird. Steuerverfahren gemäß Anspruch 9 oder 10, wobei ein Betriebszustand des Aktuators (9) überwacht wird, und wobei auf der Grundlage des überwachten Betriebszustands des Aktuators (9) bestimmt wird, ob ein Anschlagen des angetriebenen Elements (10) an den Stopper (26) abgeschlossen ist. Steuerverfahren gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei das angetriebene Element (10) in einer Richtung entgegen der Richtung des Anschlagens versetzt wird, bevor das angetriebene Element (10) an den Stopper (26) anschlägt. Steuerverfahren gemäß einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei das Versetzen des angetriebenen Elements (10) zu dem Stopper (26) vorübergehend verzögert oder gestoppt wird, direkt bevor das angetriebene Element (10) an den Stopper (26) anschlägt.






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