PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60309410T2 04.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001408151
Titel Kondensationwäschetrockner und Verfahren zur Steuerung des Betriebs desselben
Anmelder LG Electronics Inc., Seoul, KR
Erfinder Park, Young Hwan, Kwangmyong-shi, Kyonggi-do, KR;
Chung, Choon Myun, Kwangmyong-shi, Kyonggi-do, KR;
Choi, Home Appliance Laboratory, Mu Yong, Geumcheon-gu, Seoul, KR;
Park, Dae Yun, Kwangmyong-shi, Kyonggi-do, KR;
Hong, Kyung Seop, Yonsu-gu, Inchon-Kwangyokshi, KR
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60309410
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.03.2003
EP-Aktenzeichen 032516965
EP-Offenlegungsdatum 14.04.2004
EP date of grant 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse D06F 58/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D06F 58/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Wäschetrockner und insbesondere auf einen Wäschetrockner, in dem heiße Luft verwendet wird und während des Trocknungsverfahrens erzeugte Feuchtigkeit zu Wassertropfen kondensiert und abgeleitet wird.

Im Allgemeinen ist ein Wäschetrockner eine Vorrichtung zum Trocknen eines Gegenstands nach dem Waschen. Es gibt zwei verschiedene Typen von Wäschetrocknern: ein Wäschetrockner des Ableitungstyps, bei dem Außenluft eingeleitet wird, um ein Trocknungsverfahren durchzuführen, und einen Wäschetrockner des Kondensationstyps, bei dem Innenluft für das Trocknungsverfahren zirkuliert wird und Feuchtigkeit zu Wassertropfen kondensiert wird, die abgeleitet werden.

1 ist eine perspektivische Ansicht, die Hauptbestandteile eines Wäschetrockners des Kondensationstyps veranschaulicht. Der Pfeil "I" gibt einen Einlassdurchgang für Außenluft an und der Pfeil "II" gibt einen Luftstrom an, der in dem Wäschetrockner zirkuliert.

Wie in 1 gezeigt ist, umfasst ein Wäschetrockner des Kondensationstyps eine Trommel 1, einen Filter 2, einen Kondensator 3, ein Zirkulationsgebläse 5, ein Kühlgebläse 7, eine (nicht gezeigte) Heizeinheit und einen (nicht gezeigten) Zirkulationskanal. Die Trommel 1 ist in einer zylindrischen Form ausgebildet und weist eine Mehrzahl von (nicht gezeigten) Hub- oder Rührelementen an ihrer Innenumfangsfläche auf. Die Trommel 1 wird durch einen Antriebsmotor 4 rotiert. Dazu sind die Trommel 1 und der Antriebsmotor 4 miteinander durch einen Riemen 6 verbunden.

Der Filter 2 filtert Substanzen wie etwa Fusselpartikel aus der feuchten Luft, die von dem Inneren der Trommel 1 abgeleitet wird. Die feuchte Luft, die durch den Filter 2 gelangt, wird durch den Kondensator 3 zu Wassertropfen kondensiert, um Feuchtigkeit aus der feuchten Luft zu entfernen. Das Kühlgebläse 7 leitet die Außenluft durch einen Kanal 8 ab, der mit dem Kondensator 3 verbunden ist, wodurch der Kondensator 3 gekühlt wird.

Das Zirkulationsgebläse 5 leitet erneut trockene Luft in die Trommel 1. Die Heizeinheit erwärmt die trockene Luft, bevor sie in die Trommel 1 strömt. Obwohl es nicht gezeigt ist, wird bei dem Wäschetrockner des Kondensationstyps die feuchte Luft, die aus dem Trocknungsverfahren in der Trommel 1 resultiert, so geleitet, dass sie durch den Filter 2, den Kondensator 3, das Zirkulationsgebläse 5 und die Heizeinheit verläuft, und letztlich fließt die Luft als trockene Luft erneut zurück in die Trommel 1.

Im Allgemeinen ist bei dem Wäschetrockner des Kondensationstyps des Stands der Technik der Antriebsmotor 4 so verbunden, dass er nicht nur die Trommel 1, sondern auch das Kühlgebläse 7 und das Zirkulationsgebläse 5 antreibt.

Wenn das Trocknungsverfahren gestartet wird, werden die Trommel 1, das Kühlgebläse 7 und das Zirkulationsgebläse 5 simultan rotiert. Luft innerhalb der Trommel 1 wird durch die Wirkung des Zirkulationsgebläses 5 zirkuliert. Zu diesem Zeitpunkt wird die Luft, die zu Beginn zirkuliert wird, wegen ihrer niedrigen Temperatur und ihrer geringen Feuchtigkeit durch den Kondensator 3 nicht kondensiert.

Der Wäschetrockner des verwandten Gebiets hat während des anfänglichen Betriebs einen Wärmeverlust zur Folge, wenn Luft, die durch die Heizeinheit erwärmt wurde, durch das Kühlgebläse 7 wieder gekühlt wird. Zudem wird der Antriebsmotor 4 außerordentlich belastet, wenn das Kühlgebläse 7 während des anfänglichen Betriebs des Wäschetrockners, bei dem keine Kondensation erfolgt, betrieben wird.

DE-A-4216106 offenbart einen Wäschetrockner mit einer Wärmepumpe zum Trocknen der Luft, die in dem Trockner zirkuliert, sowie mit einem Wärmetauscher. Der Wärmetauscher kann ein Kühlgebläse aufweisen, das während einer anfänglichen Erwärmungsphase oder so lange, bis der Trockner seine Betriebstemperatur erreicht hat, ausgeschaltet sein kann.

DE-A-4330456 und EP-A-0997571 offenbaren einen Temperatursensor und einen Fusselfilter stromabwärts von der Trommel.

DE-A-1585945 offenbart einen Wäschetrockner mit einem elektrischen Heizelement zum Verdampfen von Wasser von der Kleidung und mit einem wassergekühlten Kondensator zum Kondensieren des resultierenden Dampfes. Zu Beginn des Trocknungsverfahrens wird das Heizelement nur dann eingeschaltet, wenn die Temperatur innerhalb des Trockners ausreichend angestiegen ist, um das Wasser von der Kleidung zu verdampfen.

EP-A-0543166 ist auf das Problem der Verringerung des Betriebsgeräuschpegels in einem Wäschetrockner gerichtet. Dies wird gelöst, indem die Heizleistung des Trockners zusammen mit den Umdrehungen pro Minute des Zirkulationsgebläses und des Kühlgebläses verringert wird. Wegen der verringerten Umdrehungen pro Minute der Gebläse wird der Geräuschpegel verringert. DE-A-3412284 offenbart ein Verfahren zum Betreiben eines Kondensations-Wäschetrockners des zuvor beschriebenen Typs, bei dem das Kühlgebläse während des anfänglichen Heizzeitraums eingeschaltet wird, derart, dass die Betriebstemperatur des Trockners schneller erreicht wird.

Entsprechend ist die vorliegende Erfindung auf einen Wäschetrockner und auf ein Verfahren zum Steuern seines Betriebs gerichtet, die im Wesentlichen eines oder mehrere Probleme auf Grund von Einschränkungen und Nachteilen des Stands der Technik vermeiden.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Wäschetrockner und ein Verfahren zum Steuern seines Betriebs zu schaffen, wodurch die Wärme- und Energieverluste verhindert werden, die durch den Betrieb eines Kühlgebläses während des anfänglichen Betriebsablaufs des Wäschetrockners verursacht werden.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Wäschetrockner und ein Verfahren zum Steuern seines Betriebs zu schaffen, die die Effizienz des Trocknens des Wäschetrockners verbessern, indem die Menge eines Luftstroms, der einen Kondensator kühlt, in Übereinstimmung mit einer Heizmenge einer Heizeinheit verändert wird.

Die Erfindung ist in den unabhängigen Ansprüchen 1 und 6 dargelegt. Zusätzlich sind mögliche Merkmale in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.

Ein Wäschetrockner umfasst eine Trommel, einen Zirkulationskanal, einen Kondensator, eine Heizeinheit, ein Zirkulationsgebläse, einen ersten Motor, ein Kühlgebläse, einen zweiten Motor und eine Steuereinheit. Die Trommel ist rotierbar in einem Gehäuse vorgesehen. Der Zirkulationskanal verbindet einen Lufteinlass und einen Auslass der Trommel und bildet einen Luftzirkulationsdurchgang. Der Kondensator ist in dem Zirkulationskanal vorgesehen, um Luft zu kondensieren, die von der Trommel abgeleitet wird. Die Heizeinheit ist in dem Zirkulationskanal vorgesehen, um die zirkulierende Luft zu erwärmen. Das Zirkulationsgebläse ist in dem Zirkulationskanal vorgesehen, um die Luft zu zirkulieren. Der erste Motor rotiert die Trommel und das Zirkulationsgebläse. Das an einer Seite des Kondensators vorgesehene Kühlgebläse kühlt den Kondensator. Der zweite Motor treibt das Kühlgebläse an. Die Steuereinheit erzeugt jeweils unabhängige Steuerungs-Signale für den ersten, bzw. den zweiten Motor, um so den Betrieb des Zirkulationsgebläses und des Kühlgebläses unabhängig zu steuern.

Der zweite Motor ist ein Motor mit veränderlicher Geschwindigkeit. Die Heizeinheit kann gesteuert werden, um ihre Heizmenge einzustellen. Die Heizeinheit kann in einem Zirkulationskanal neben dem Einlass der Trommel vorgesehen sein, um die zirkulierende Luft zu erwärmen, die durch den Kondensator gelangt.

Ein Fusselfilter zum Herausfiltern von Fusseln in dem Zirkulationskanal und ein Temperatursensor zum Messen der Temperatur von Luft in dem Zirkulationskanal oder in der Trommel können vorgesehen sein.

Ein Verfahren zum Steuern eines Betriebs eines Wäschetrockners, der ein Zirkulationsgebläse zum Zirkulieren von Luft und ein getrennt angetriebenes Kühlgebläse zum Abkühlen eines Kondensators aufweist, umfasst Verfahren (1) zum simultanen Rotieren des Zirkulationsgebläses und einer Trommel und zum Betreiben einer Heizeinheit in einem Zustand, in dem das Kühlgebläse angehalten ist, und (2) zum Starten der Rotation des Kühlgebläses, wenn eine vorbestimmte Bedingung erfüllt ist, um so den Betrieb des Kondensators zu verzögern, um die Effizienz des Trocknens zu verbessern.

Das Kühlgebläse kann entweder in Übereinstimmung mit einer vorbestimmten Zeitdauer X, die verstrichen ist, oder mit der Temperatur der zirkulierenden Luft, die ein vorbestimmtes Niveau erreicht, rotiert werden.

Außerdem kann die Heizmenge der Heizeinheit verändert werden. Wenn die Heizmenge der Heizeinheit auf einem ersten Wert (Q1) oder darunter liegt, kann das Kühlgebläse mit einer geringen Geschwindigkeit betrieben werden. Wenn die Heizmenge der Heizeinheit auf einem zweiten Wert (Q2) oder darüber liegt, kann das Kühlgebläse mit einer hohen Geschwindigkeit betrieben werden. Wenn die Heizmenge zwischen dem ersten und dem zweiten Wert (Q1 und Q2) liegt, kann das Kühlgebläse mit einer dazwischen liegenden Geschwindigkeit betrieben werden.

Ein weiteres Verfahren zum Steuern des Betriebs eines Wäschetrockners der vorliegenden Erfindung umfasst ein Zirkulationsgebläse zum Zirkulieren von Luft und ein getrennt betriebenes Kühlgebläse, um einen Kondensator abzukühlen, umfasst Verfahren (1) zum simultanen Rotieren des Zirkulationsgebläses zum Zirkulieren von Luft und einer Trommel sowie zum Betreiben einer Heizeinheit zum Erwärmen der Luft, und (2) zum Starten des Betriebs des Kühlgebläses mit einer üblichen Geschwindigkeit, wenn eine vorbestimmte Bedingung erfüllt ist, so dass der Betrieb des Kondensators verzögert wird, um die Trocknungseffizienz zu verbessern.

Ein weiteres Verfahren zum Steuern des Betriebs eines Wäschetrockner der vorliegenden Erfindung umfasst ein Zirkulationsgebläse zum Zirkulieren von Luft und ein getrennt betriebenes Kühlgebläse, um einen Kondensator abzukühlen, umfasst Verfahren (1) zum Betreiben eines Kühlgebläses mit einer geringen Geschwindigkeit, wenn eine Heizmenge einer Heizeinheit ein erster eingestellter Wert (Q1) und weniger ist; (2) zum Betreiben des Kühlgebläses mit einer hohen Geschwindigkeit, wenn die Heizmenge der Heizeinheit ein zweiter eingestellter Wert (Q2) und höher ist. Zu diesem Zeitpunkt wird das Kühlgebläse mit einer üblichen Geschwindigkeit betrieben, wenn die Heizmenge der Heizeinheit zwischen dem ersten und dem zweiten eingestellten Wert (Q1 und Q2) liegt.

Die beigefügte Zeichnung, die für ein besseres Verständnis der Erfindung vorgesehen ist und die in dieser Beschreibung enthalten ist und einen Teil davon bildet, veranschaulicht Ausführungsformen der Erfindung und dient zusammen mit der Beschreibung dazu, die Grundlagen der Erfindung zu erklären.

In der Zeichnung ist:

1 eine perspektivische Ansicht, die einen Wäschetrockner des verwandten Gebiets eines Kondensationstyps veranschaulicht;

2 eine Längsschnittansicht, die Hauptbestandteile eines Wäschetrockners des Kondensationstyps in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;

3 eine Querschnittsansicht, die den Wäschetrockner des Kondensationstyps von 2 veranschaulicht;

4 ein Ablaufplan zur Veranschaulichung eines Verfahrens zum Steuern eines Betriebs eines Wäschetrockners in Übereinstimmung mit der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

5 ein Ablaufplan zur Veranschaulichung eines Verfahrens zum Steuern eines Betriebs eines Wäschetrockners in Übereinstimmung mit der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Die 2 und 3 veranschaulichen den Aufbau eines Wäschetrockners in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung. Der Pfeil "I" zeigt einen Außenluftstrom und der Pfeil "II" zeigt einen zirkulierenden Luftstrom.

Eine Tür 12 ist an der vorderen Fläche eines Gehäuses 10 vorgesehen. Eine rotierbare Trommel 11 ist in dem Gehäuse 10 angebracht. Die Trommel 11 und ein erster Motor 17 sind in einem unteren Abschnitt des Gehäuses 10 angeordnet, wobei sie durch einen Antriebsriemen 19 miteinander verbunden sind. Die Trommel 11 weist einen Lufteinlass und einen Luftauslass auf.

In dem unteren Abschnitt des Gehäuses 10 ist ein Kondensator 13 vorgesehen, der Luft trocknet, die während eines Trocknungsverfahrens feucht geworden ist. Ein Zirkulationskanal 14, um Luft in der Trommel 11 zu zirkulieren, verbindet den Einlass und den Auslass der Trommel 11, um so einen Luftzirkulationsdurchgang zu bilden. Der Kondensator 13 ist in dem mittleren Abschnitt des Zirkulationskanals 14 vorgesehen. Entsprechend strömt die Luft in der Trommel 11 durch den Zirkulationskanal 14 und wird in die Trommel 11 erneut eingeleitet, nachdem sie durch den Kondensator 13 gelangt ist.

Eine steuerbare Heizeinheit 15 ist in dem Zirkulationskanal 14 hinter dem Kondensator angeordnet, um trockene, erwärmte, zirkulierende Luft zu erzeugen. Wie es in 2 gezeigt ist, befindet sich die Heizeinheit 15 neben dem Einlass der Trommel 11.

Ein Zirkulationsgebläse 16 in dem Zirkulationskanal zirkuliert Luft in der Trommel 11. Wie es in 2 gezeigt ist, wird das Zirkulationsgebläse 16 durch den ersten Motor 17 rotiert. In der vorliegenden Erfindung wird die Trommel 11 auch durch den ersten Motor 17 rotiert. Dafür erstreckt sich eine Welle des ersten Motors 17 von beiden Enden des ersten Motors 17. Die Wellen sind jeweils mit dem Antriebsriemen 19 und dem Zirkulationsgebläse 16 verbunden. Bei einer alternativen Form können zwei Motoren verwendet werden, um jeweils die Trommel 11 und das Zirkulationsgebläse 16 getrennt anzutreiben.

Dem Kondensator 13 wird kalte Luft von außerhalb des Gehäuses 10 für einen Wärmeaustausch mit der feuchten Luft, die durch den Zirkulationskanal 14 zirkuliert, zugeführt, so dass Feuchtigkeit außerhalb des Zirkulationskanals kondensiert wird. Ein Außenluft-Zufuhrkanal 18 ist mit einer Seite des Kondensators 13 verbunden und ein Kühlgebläse 20 ist mit der anderen Seite des Kondensators 13 verbunden. Das Kühlgebläse 20 saugt Außenluft von dem Außenluft-Zufuhrkanal 18 und leitet diese zu dem Kondensator 13. Das Kühlgebläse 20 wird durch einen zweiten Motor 21 angetrieben.

Der zweite Motor 21 ist ein Motor mit veränderlicher Geschwindigkeit, etwa ein bürstenloser Gleichstrommotor (BLDC). Der von dem ersten Motor 17 getrennte zweite Motor 21 rotiert nur das Kühlgebläse 20. Eine (nicht gezeigte) Steuereinheit erzeugt jeweils unabhängige Steuerungs-Signale für den ersten, bzw. den zweiten Motor (17 und 21), um so den Betrieb des Zirkulationsgebläses 16 und des Kühlgebläses 20 unabhängig zu steuern.

Bei der vorliegenden Erfindung kann zusätzlich ein Fusselfilter 22 vorgesehen sein. Wie es in 2 gezeigt ist, ist der Fusselfilter 22 in dem Zirkulationskanal 14 vorgesehen und filtert fremde Substanzen wie etwa Fusselpartikel aus der zirkulierenden Luft heraus.

Außerdem kann ein (nicht gezeigter) Temperatursensor in der Trommel 11 vorgesehen sein, um die Temperatur von Luft in der Trommel 11 zu messen. Außerdem kann ein Temperatursensor in dem Zirkulationskanal 14 vorgesehen sein, um die Temperatur der zirkulierenden Luft zu messen.

Eine (nicht gezeigte) Rinne und eine Pumpe 23 sind unter dem Kondensator 13 angeordnet. Die Rinne sammelt Wasser, das während des Kondensationsverfahrens kondensiert ist. Die Pumpe 23 leitet entweder das in der Rinne gesammelte Wasser zur Außenseite ab oder leitet die Wassertropfen zu einem (nicht gezeigten) Kondenswassertank, der ebenfalls in dem Gehäuse 10 angebracht ist.

Ein Verfahren zum Steuern eines Betriebs eines Wäschetrockners mit dem zuvor beschriebenen Aufbau wird nachfolgend beschrieben.

Zuerst legt ein Anwender einen zu trocknenden Gegenstand in eine Trommel 11 und bedient den Wäschetrockner. Wenn der Wäschetrockner zu arbeiten beginnt, werden der erste Motor 17 und die Heizeinheit 15 gestartet. Der zweite Motor 21 wird jedoch während eines anfänglichen Betriebsablaufs des Wäschetrockners nicht angetrieben.

Wenn die Trommel 11 und ein Zirkulationsgebläse 16 rotiert werden, wird Luft in der Trommel 11 durch einen Zirkulationskanal 14 zirkuliert. Die durch die Heizeinheit erwärmte zirkulierende Luft wird in die Trommel 11 eingeleitet, danach gelangt sie durch einen Kondensator 13. Zu diesem Zeitpunkt wird keine kalte Luft zu dem Kondensator 13 geleitet, wenn das Kühlgebläse 20 nicht rotiert wird. Entsprechend wird bei der vorliegenden Erfindung ein Wärmeverlust begrenzt, da kein Wärmeaustauschverfahren während des anfänglichen Betriebsablaufs stattfindet. Folglich wird bei der vorliegenden Erfindung ein Betrieb des Kondensators 13 verzögert und die Effizienz des Trocknens wird verbessert.

Der zweite Motor 21 wird hierauf gestartet und das Kühlgebläse 20 wird entweder rotiert, wenn eine vorbestimmte Zeitdauer X verstrichen ist, oder wenn die Temperatur der zirkulierenden Luft ein vorbestimmtes Niveau erreicht.

Die vorbestimmte Zeitdauer X ist die geschätzte Zeit, die erforderlich ist, damit die in der Trommel 11 zirkulierende Luft eine vorbestimmte Temperatur T erreicht, und sie wird in der Steuereinheit im Voraus eingestellt.

Die Temperatur der zirkulierenden Luft, die die vorbestimmte Temperatur T erreicht, wird durch den Temperatursensor gemessen, der in der Trommel 11 oder in dem Zirkulationskanal 14 vorgesehen ist. Wenn die Temperatur die vorgegebenen Grad T erreicht, wird der zweite Motor 21 betrieben.

Wenn das Kühlgebläse 20 rotiert wird, wird durch die Außenluft-Zufuhrleitung 18 Außenluft vom Gehäuse 10 eingeleitet und hierauf durch das Kühlgebläse 20 für ein Wärmeaustauschverfahren mit der in dem Kondensator 13 zirkulierenden Luft zu dem Kondensator 13 geleitet. Luft mit hoher Feuchtigkeit nach einem Trocknungsverfahren in der Trommel 11 gelangt durch den Kondensator 13 und tauscht Wärme, wobei sie durch die Kondensation der Feuchtigkeit getrocknet werden soll. Die getrocknete Luft, von der die Feuchtigkeit entfernt wurde, wird durch die Heizeinheit 15 erwärmt und erneut in die Trommel 11 eingeleitet. Die Außenluft nach dem Wärmetauschverfahren wird durch ein (nicht gezeigtes) Ableitungsloch, das an einer Seite des Gehäuses 10 ausgebildet ist, zur Außenseite des Gehäuses 10 abgeleitet.

Da die Heizmenge der Heizeinheit 15 veränderlich ist, wird die Geschwindigkeit des zweiten Motors 21 in Übereinstimmung mit der Heizmenge der Heizeinheit 15 gesteuert. Auf diese Weise kann das Trocknungsverfahren für die am besten geeigneten Bedingungen durchgeführt werden.

Wenn die Heizeinheit 15 betrieben wird, falls die Heizmenge auf dem zweiten eingestellten Wert Q2 oder darüber liegt, wird, wie es in 4 gezeigt ist, der zweite Motor 21 mit einer hohen Geschwindigkeit betrieben. Entsprechend nimmt die Menge an Luft zu, die zu dem Kondensator 13 strömt, und auf diese Weise kann ein rasches Trocknungsverfahren durchgeführt werden, da die Effizienz des Kondensierens verbessert ist. Unerwünschte Geräusche während des Betriebs werden jedoch verringert, wenn der zweite Motor 21 mit einer geringen Geschwindigkeit betrieben wird, wenn die Heizmenge der Heizeinheit 15 auf dem ersten eingestellten Wert Q1 oder darunter liegt.

Die vorliegende Erfindung kann auch verwirklicht werden, indem die Heizeinheit 15 betrieben wird, wobei ihre Heizleistung zwischen dem ersten eingestellten Wert Q1 und dem zweiten eingestellten Wert Q2 liegt. In diesem Fall wird der zweite Motor 21 mit einer dazwischen liegenden Geschwindigkeit betrieben.

5 ist ein Ablaufplan, der ein Verfahren zum Steuern des Betriebs eines Wäschetrockners in Übereinstimmung mit einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht. In 4 beginnt ein Kühlgebläse 20 zu rotieren, wenn eine vorbestimmte Bedingung erfüllt ist, nachdem ein Wäschetrockner zu arbeiten begonnen hat. Bei der zweiten Ausführungsform wird jedoch das Kühlgebläse 20 von Beginn des Betriebs des Wäschetrockner mit einer geringen Geschwindigkeit rotiert. Hierauf wird das Kühlgebläse 20 mit einer üblichen Geschwindigkeit rotiert, wenn eine der vorbestimmten Bedingungen erfüllt wird.

Die zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird anhand 5 kurz beschrieben.

Zuerst legt ein Anwender einen zu trocknenden Gegenstand in die Trommel 11 und bedient den Wäschetrockner. Wenn der Wäschetrockner arbeitet, werden ein erster Motor 17, eine Heizeinheit 15 und ein zweiter Motor 21 gestartet. Zu diesem Zeitpunkt werden der zweite Motor 21 und das Kühlgebläse 20 mit einer geringen Geschwindigkeit betrieben. Wenn das Kühlgebläse 20 mit einer geringen Geschwindigkeit betrieben wird, wird eine geringe Menge an kalter Außenluft zu dem Kondensator 12 geleitet. Entsprechend wird ein Wärmeverlust verringert, der durch Wärmeaustausch in dem Kondensator während des anfänglichen Betriebsablaufs verursacht wird.

Wenn eine vorbestimmte Bedingung während des Betriebs des Wäschetrockners erfüllt wird, wird das Kühlgebläse 20 mit einer üblichen Geschwindigkeit rotiert. Wie es in 5 gezeigt ist, beginnt mit anderen Worten das Kühlgebläse 20 mit einer Betriebsgeschwindigkeit zu rotieren, falls eine vorbestimmte Zeitdauer X verstrichen ist oder wenn die Temperatur der zirkulierenden Luft ein vorbestimmtes Niveau T erreicht.

Ähnlich wie bei der in 4 gezeigten ersten Ausführungsform wird selbstverständlich die Antriebsgeschwindigkeit des zweiten Motors 21 gemäß der von der Heizeinheit erforderlichen Heizmenge verändert, nachdem das Kühlgebläse 20 mit einer üblichen Geschwindigkeit rotiert wird.

Gemäß der Beschreibung haben ein Wäschetrockner und ein Verfahren zum Steuern seines Betriebsablaufs die folgenden Vorteile.

Erstens wird ein Kühlgebläse zum Ansaugen von Außenluft getrennt von einer Trommel oder einem Zirkulationsgebläse betrieben, ein zweiter Motor kann mit einer geringen Geschwindigkeit betrieben werden oder muss überhaupt nicht betrieben werden, bis zirkulierende Luft eine hohe Feuchtigkeit aufweist. Auf diese Weise werden in der vorliegenden Erfindung ein Wärmeverlust und ein Energieverlust verhindert, die gewöhnlich während des anfänglichen Trocknungsablaufs bei bekannten Wäschetrocknern auftreten. Entsprechend erreicht die zirkulierende Luft schnell und leicht die zuvor eingestellte Temperatur und folglich wird die Effizienz des Trocknens verbessert und Energie wird gespart.

Zweitens sind verschiedene Algorithmen zur Betriebssteuerung in Übereinstimmung mit verschiedenen Heizwerten der Heizeinheit möglich, wenn die Antriebsgeschwindigkeit eines zweiten Motors veränderlich ist.

Drittens werden unangenehme Geräusche während des Betriebs verringert, da der zweite Motor mit einer geringen Geschwindigkeit betrieben wird, wenn die Heizmenge der Heizeinheit gering ist.

Für einen Fachmann auf dem Gebiet geht hervor, dass viele Abwandlungen und Änderungen bei dem Wäschetrockner und bei dem Verfahren zum Steuern des Betriebs des Wäschetrockners der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden können, ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Folglich soll die vorliegende Erfindung die Abwandlungen und Änderungen dieser Erfindung abdecken, vorausgesetzt, dass diese im Umfang der beigefügten Ansprüche liegen.


Anspruch[de]
Wäschetrockner, der eine rotierbare Trommel (11) in einem Gehäuse (10), einen Zirkulationskanal (14), der einen Einlass und einen Auslass der Trommel verbindet, um einen Luftzirkulationswegzu bilden, einen Kondensator (13), der in dem Weg vorgesehen ist, eine Heizeinheit (15), die in dem Weg vorgesehen ist, um die zirkulierende Luft zu erwärmen, ein Zirkulationsgebläse (16), um die Luft zu zirkulieren, einen ersten Motor (17), der geeignet ist, das Zirkulationsgebläse anzutreiben, ein Kühlgebläse (30), um den Kondensator zu kühlen, einen zweiten (21) Motor, der geeignet ist, das Kühlgebläse anzutreiben, und eine Steuereinheit, die geeignet ist, Steuerungs-Signale für den ersten bzw. zweiten Motor zu erzeugen, um den Betrieb des Zirkulationsgebläses und des Kühlgebläses unabhängig zu steuern, aufweist; dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Motor (21) ein Motor mit veränderlicher Geschwindigkeit ist, dass eine Ausgangsleistung der Heizeinheit veränderlich ist, und dass die Steuereinheit geeignet ist, die Geschwindigkeit des zweiten Motors in Abhängigkeit von der Ausgangsleistung der Heizeinheit zu steuern. Wäschetrockner nach Anspruch 1, wobei die Heizeinheit (15) in dem Weg neben dem Einlass in die Trommel (11) vorgesehen ist, um die von dem Kondensator (13) kommende, zirkulierende Luft zu erwärmen. Wäschetrockner nach einem der Ansprüche 1 oder 2, welcher weiters ein Fusselfilter (22) aufweist, um Fusseln in dem Weg herauszufiltern. Wäschetrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, welcher weiters einen Temperatursensor aufweist, um die Temperatur der in dem Zirkulationskanal zirkulierenden Luft zu messen. Wäschetrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, welcher weiters einen Temperatursensor aufweist, um die Lufttemperatur innerhalb der Trommel zu messen. Verfahren zum Steuern eines Wäschetrockners, der ein Zirkulationsgebläse (16), das angeordnet ist, um Luft zu zirkulieren und ein getrennt angetriebenes Kühlgebläse (20), das angeordnet ist, um einen Kondensator (13) zu kühlen, um die zirkulierende Luft zu kühlen, und eine Heizeinheit (15) zum Erwärmen der zirkulierenden Luft enthält, wobei das Verfahren das unabhängige Steuern des Zirkulations- (16) und Kühlgebläses (20) enthält und dadurch gekennzeichnet ist, dass die Geschwindigkeit des Kühlgebläses veränderlich ist, und dass die Geschwindigkeit des Kühlgebläses (20) in Abhängigkeit von einer Ausgangsleistung der Heizeinheit gesteuert wird. Verfahren nach Anspruch 6, welches folgende Schritte aufweist:

simultanes Rotieren des Zirkulationsgebläses (16) und einer Trommel (11), und Betreiben der Heizeinheit (15), während das Kühlgebläse (20) angehalten ist; und

Beginnen, das Kühlgebläse (20) zu rotieren, wenn eine vorbestimmte Bedingung erfüllt ist, so dass der Betrieb des Kondensators verzögert wird, um die Effizienz des Trocknens zu verbessern.
Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Kühlgebläse (20) rotiert wird, nachdem eine vorbestimmte Zeitdauer vom Starten des Trockners verstrichen ist. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Kühlgebläse (20) rotiert wird, wenn die Temperatur der zirkulierenden Luft ein vorbestimmtes Niveau erreicht. Verfahren nach Anspruch 6, welches folgende Schritte aufweist:

simultanes Antreiben des Kühlgebläses (20) mit einer ersten, geringeren Geschwindigkeit und Antreiben des Zirkulationsgebläses (16) für das Zirkulieren von Luft und eine Trommel (11) und betreiben der Heizeinheit (15); und

Beginnen, das Kühlgebläse (20) mit einer zweiten, höheren Geschwindigkeit zu betreiben, wenn eine vorbestimmter Bedingung erfüllt ist, so dass der volle Betrieb des Kondensators verzögert wird, um die Effizienz des Trocknens zu verbessern
Verfahren nach Anspruch 10, wobei das Kühlgebläse mit der zweiten Geschwindigkeit angetrieben wird, wenn eine vorbestimmte Zeitdauer verstrichen ist. Verfahren nach Anspruch 10, wobei das Kühlgebläse mit der zweiten Geschwindigkeit angetrieben wird, wenn die Temperatur der zirkulierenden Luft ein vorbestimmtes Niveau erreicht. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, welches folgende Schritte aufweist:

Betreiben des Kühlgebläses mit einer ersten Geschwindigkeit, wenn eine Ausgangsleistung der Heizeinheit auf einem Wert (Q1) oder darunter liegt; und

Betreiben des Kühlgebläses mit einer höheren Geschwindigkeit, wenn die Ausgangsleistung der Heizeinheit auf einem zweiten, höheren Wert (Q2) oder darüber liegt.
Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Kühlgebläse mit einer dazwischen liegenden Geschwindigkeit betrieben wird, wenn die Ausgangsleistung der Heizeinheit zwischen dem ersten und dem zweiten Wert (Q1 und Q2) liegt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com