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Dokumentenidentifikation DE69934232T2 04.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001104145
Titel MOBILKOMMUNIKATIONSGERÄT MIT KNOCHENLEITUNGS-LAUTSPRECHER
Anmelder Temco Japan Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder TAKEDA, Takeshi, Suginami-ku, Tokyo 168-0062, JP
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 69934232
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.12.1999
EP-Aktenzeichen 999688187
WO-Anmeldetag 27.12.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/JP99/07350
WO-Veröffentlichungsnummer 2000076184
WO-Veröffentlichungsdatum 14.12.2000
EP-Offenlegungsdatum 30.05.2001
EP date of grant 29.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.2007
IPC-Hauptklasse H04M 1/05(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04M 1/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   H04R 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine mobile Kommunikationseinheit mit einem Knochenleitungslautsprecher und insbesondere auf eine am Handgelenk befestigte mobile Kommunikationseinheit, in der ein gewöhnlicher Luftleitungslautsprecher aus dem Hauptkörper der mobilen Kommunikationseinheit entfernt wurde und anstelle dieses gewöhnlichen Lautsprechers ein Knochenleitungslautsprecher abnehmbar auf einer Fingerspitze eines Benutzers befestigt wird, um einen Sprachlaut ohne Einsatz der Ohren des Benutzers zu empfangen.

Hintergrund der Erfindung

In den letzten Jahren haben Größe und Gewicht von mobilen Kommunikationseinheiten, wie beispielsweise eines Mobiltelefons, eines PHS (Personal-Handy-Fon-System) und ähnlichem, beträchtlich abgenommen. Der grundlegende Aufbau einer solchen mobilen Kommunikationseinheit hat sich jedoch im Wesentlichen nicht geändert. Anders ausgedrückt bedeutet das, die mobile Kommunikationseinheit ist im Wesentlichen aus Bestandteilen in einem Gehäuse aus einem Stück aufgebaut. Zu diesen Bestandteilen gehören beispielsweise: ein drahtloser Telefon-Funktionsteil, ein Batterieteil, ein Displayteil, ein Steuerteil, ein Mikrophonteil und ein gewöhnlicher Luftleitungslautsprecherteil. Folglich ist es bei der Nutzung erforderlich, daß der Benutzer einer solchen mobilen Kommunikationseinheit sein Ohr und seinen Mund nahe neben den Luftleitungslautsprecherteil beziehungsweise den Mikrophonteil der mobilen Kommunikationseinheit halten muß. Aufgrund dessen ist es schwierig, die Größe einer mobilen Kommunikationseinheit von heute mit dem vorstehend beschriebenen grundlegenden Aufbau weiter zu verringern.

Zwar gibt es Arten externer Bestandteile wie zum Beispiel externe Fernhörer und externe Mikrophone, die mit dem mobilen Kommunikationssystem verbunden sind, wenn sie anstelle der im System integrierten Lautsprecher und Mikrophone genutzt werden, wobei jeder dieser externen Bestandteile über ein elektrisches Verbindungskabel mit dem mobilen Kommunikationssystem verbunden ist. So ist beispielsweise aus JP 3050147 eine Standardkommunikationseinheit bekannt mit einem externen Knochenleitungslautsprecher, der über ein elektrisches Verbindungskabel mit der Einheit verbunden ist. Wegen dieses Verbindungskabels ist die Handhabung dieser externen Bestandteile relativ umständlich, da das mobile Kommunikationssystem dadurch schwieriger zu transportieren und zu tragen ist (d. h. es ist weniger geeignet, am Körper getragen oder befestigt zu werden). Dies erschwert es dem Benutzer dieses Typs von mobiler Kommunikationseinheit, einen Telefonanruf umgehend zu beantworten.

In diesem Zusammenhang wurde versuchsweise eine ultrakompakte mobile Kommunikationseinheit des am Handgelenk befestigten Typs entwickelt. Hat der Benutzer jedoch bei der Verwendung einen Lautsprecherteil dieses Typs der ultrakompakten Einheit in Kontakt mit dem Ohr gebracht, um einen Telefonanruf zu beantworten, ist es dem Benutzer unmöglich, einen Mikrophonteil dieser ultrakompakten Einheit nahe neben den Mund zu halten, wodurch der Mikrophonteil der Einheit den Sprachlaut des Benutzers nur schwer einfangen kann. Ferner ist in dem Fall, in dem statt des Lautsprecherteils der ultrakompakten mobilen Kommunikationseinheit, die am Handgelenk befestigt ist, externe Fernhörer verwendet werden, für den am Handgelenk angebrachten Typ unbedingt ein elektrisches Verbindungskabel vom Handgelenk des Benutzers bis zum Ohr erforderlich. Wegen des Verbindungskabels kommt es jedoch zu einer Beeinträchtigung der Tragbarkeit der am Handgelenk befestigten Einheit (d. h. in Bezug auf die Eignung, am Körper getragen zu werden).

Wie vorstehend beschrieben, gibt es für die ultrakompakte Kommunikationseinheit des am Handgelenk befestigten Typs, die um vieles kleiner als ein übliches Mobiltelefon und ähnliches ist, Nachteile verschiedener Art. Demzufolge ist eines der Ziele der Erfindung, eine ultrakompakte mobile Kommunikationseinheit, die kleiner und leichter ist, zu schaffen. Ferner sollte es diese ultrakompakte mobile Kommunikationseinheit dem Benutzer ermöglichen, Töne in der Kommunikation auch in einer lauten Umgebung leicht wahrzunehmen sowie flüstern zu können, ohne die Menschen um den Benutzer herum zu stören.

Die ultrakompakte mobile Kommunikationseinheit der Erfindung kann in Mobiltelefonen, Personal-Handy-Fon-Systemen und ähnlichem genutzt werden und umfaßt einen Knochenleitungslautsprecher, mittels dessen ein Benutzer einen empfangenen Ton hört, einen Hauptkörper mit integriertem Mikrophon, wobei der Knochenleitungslautsprecher von dem Hauptkörper und dem Mikrophon getrennt angeordnet ist und einen vibrierenden Abschnitt mit einer hinteren Oberfläche aufweist, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Kommunikationseinheit ferner einen an der hinteren Oberfläche des Knochenleitungslautsprechers befestigten am Finger montierten Abschnitt umfaßt, wobei der am Finger montierte Abschnitt eine Deckel- oder Ringform aufweist, sowie eine vordere Oberfläche des Knochenleitungslautsprechers, die flach ausgebildet ist und zum leichten Berühren der Stirn, der Schläfe, des Wangenknochens oder eines Bereiches zwischen den Augen des Benutzers dient, wobei der Knochenleitungslautsprecher zum Berühren der Stirn, der Schläfe, des Wangenknochens oder eines Bereiches zwischen den Augen des Benutzers mittels des am Finger montierten Abschnitts auf einer Fingerspitze des Benutzers montierbar ist.

Des Weiteren ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrisches Verbindungskabel zur Verbindung des Knochenleitungslautsprechers mit dem Hauptkörper der mobilen Kommunikationseinheit zum Aufbewahren mittels einer Aufwickelspule oder ähnlichem, die bei Nicht-Gebrauch im Hauptkörper der mobilen Kommunikationseinheit montiert ist, in den Hauptkörper zurückgefahren werden kann.

Darüber hinaus ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkörper der ultrakompakten mobilen Kommunikationseinheit an einer hinteren Seite des Hauptkörpers mit einer Klammer versehen ist, durch die der Hauptkörper der mobilen Kommunikationseinheit an einem Band der Armbanduhr des Benutzers befestigt werden kann.

Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung

In 1 ist die Ansicht einer Ausführungsform der mobilen Kommunikationseinheit der Erfindung dargestellt, in der die mobile Kommunikationseinheit mit einem Knochenleitungslautsprecher versehen ist.

Bezugnehmend auf die beigefügte Zeichnung wird im Folgenden eine Ausführungsform oder bevorzugte Art der Erfindung beschrieben. Wie in 1 dargestellt ist, umfaßt eine mobile Kommunikationseinheit der Erfindung einen Knochenleitungslautsprecher 1 und besteht aus: einem Hauptkörpergehäuse 2 mit dem darin integrierten Knochenleitungslautsprecher 1, einem Lautsprecherverstärker, einem Mikrophonverstärker und einer Batterie; einem Mikrophonteil 3, der innerhalb des Hauptkörpergehäuses 2 so angeordnet ist, daß er an einen unteren Abschnitt des Hauptkörpergehäuses 2 grenzt; und einem elektrischen Verbindungskabel 4, durch welches das Hauptkörpergehäuse 2 mit dem Knochenleitungslautsprecher 1 elektrisch verbunden ist. Ferner kann das Verbindungskabel 4 vorzugsweise mittels einer Aufwickelspule und ähnlichem in das Hauptkörpergehäuse 2 zurückgefahren werden.

Der Knochenleitungslautsprecher 1 ist mittels des Verbindungskabels 4, das ungefähr 15 cm lang ist, mit dem Hauptkörpergehäuse 2 verbunden. Gegebenenfalls ist ein am Finger montierter Abschnitt 5, der in Deckel- oder Ringform vorliegt, an einer hinteren Oberfläche eines vibrierenden Abschnittes des Knochenleitungslautsprechers 1 vorgesehen. Das Hauptkörpergehäuse 2 der mobilen Kommunikationseinheit ist mittels eines Bandes 6 oder ähnlichem an einer Innenseite des Handgelenks des Benutzers befestigt, Möglich ist auch eine Klammer an einer hinteren Seite des Hauptkörpergehäuses 2 der mobilen Kommunikationseinheit, mittels derer das Hauptkörpergehäuse 2 der mobilen Kommunikationseinheit an einem Band der Armbanduhr eines Benutzers befestigt ist.

Bei der oben beschriebenen Ausführung der Erfindung werden bei einem eingehenden oder ausgehenden Telefonanruf ein oder zwei Finger des Benutzers (normalerweise der Zeigefinger und der Daumen) in den am Finger montierten Abschnitt 5 des Knochenleitungslautsprechers 1 eingeführt, um den Knochenleitungslautsprecher 1 in leichten Kontakt mit der Stirn, der Schläfe, dem Wangenknochen oder einem Bereich zwischen den Augen des Benutzers zu bringen und so einen empfangenen Sprachlaut einzufangen. Falls ein Telefonanruf ausgeht, kann der Mikrophonteil 3 der mobilen Kommunikationseinheit die Sprachlaute des Benutzers in ausreichendem Maße einfangen, da der an der Innenseite des Handgelenks des Benutzers befestigte Mikrophonteil 3 des Hauptkörpergehäuses 2 der mobilen Kommunikationseinheit neben den Mund des Benutzers gehalten werden kann.

Wird der Mikrophonteil 3 der mobilen Kommunikationseinheit in die Innenhandfläche des Benutzers gelegt, kann der Benutzer seinen Mund mit der Hand bedecken, während er mittels der mobilen Kommunikationseinheit ein Gespräch führt, wodurch der Benutzer viel leiser flüstern kann, als dies bei Kommunikationseinheiten aus einem Stück, wie zum Beispiel Mobiltelefonen, Personal-Handy-Fon-Systemen, einer Funkverbindungseinheit und ähnlichem, der Fall ist.

Die Erfindung in der oben beschriebenen Ausführung ist wie folgt gekennzeichnet:

  • 1. Der Benutzer muß den integrierten Lautsprecherteil der mobilen Kommunikationseinheit bei deren Gebrauch nicht an sein Ohr halten. Dadurch wird die Einschränkung durch die Mindestgröße der mobilen Kommunikationseinheit angesichts der erforderlichen Entfernung zwischen dem Mund und dem Ohr des Benutzers aufgehoben, so daß der Hauptkörper der mobilen Kommunikationseinheit weiter in seiner Größe verkleinert werden kann.
  • 2. Die mobile Kommunikationseinheit ermöglicht es dem Benutzer, Sprachlaute in der Kommunikation selbst in einer lauten Umgebung leicht zu verstehen, und sie ermöglicht es dem Benutzer ferner, zu flüstern, ohne dabei die Menschen um ihn herum zu stören, wobei ein viel leiseres Flüstern möglich ist als dies bei Kommunikationseinheiten aus einem Stück, wie zum Beispiel Mobiltelefonen, Personal-Handy-Fon-Systemen, einer Funkverbindungseinheit und ähnlichem, der Fall ist.
  • 3. Die mobile Kommunikationseinheit wird am Handgelenk befestigt und weist dadurch eine hervorragende Tragbarkeit (z. B. die Eignung, am Körper getragen zu werden) und Transportfähigkeit auf, wenn die mobile Kommunikationseinheit nicht in Gebrauch ist, so daß der Benutzer mittels der mobilen Kommunikationseinheit des am Handgelenk befestigten Typs eine entspannte Haltung einnehmen kann, wenn er die mobile Kommunikationseinheit benutzt.
  • 4. Da die mobile Kommunikationseinheit das Signal der empfangenen Sprachlaute mittels des Knochenleitungslautsprechers direkt an das Hörorgan des Benutzers senden kann, ist die mobile Kommunikationseinheit auch für Benutzer, die aufgrund von Altersschwäche oder ähnlichem an einem erheblichen Verlust des Hörvermögens leiden, hilfreich.

Demzufolge können die vorstehend beschriebenen Merkmale der Erfindung die Nachfrage nach der mobilen Kommunikationseinheit weiter steigern und haben daher einen bedeutenden wirtschaftlichen Effekt auf die Kommunikationsindustrie.


Anspruch[de]
Mobile Kommunikationseinheit, beispielsweise Mobiltelefon, Personal-Handy-Phone-System oder ähnliches, mit:

– einem Knochenleitungslautsprecher (1), mittels dessen ein Benutzer einem empfangenen Sprachlaut horchen kann,

– einem Hauptkörper (2) mit einem Mikrophon (3) hierin, wobei der Knochenleitungslautsprecher von dem Hauptkörper und dem Mikrophon getrennt angeordnet ist und einen vibrierenden Abschnitt mit einer hinteren Oberfläche aufweist,

gekennzeichnet durch:

– einen Finger-montierten Abschnitt (5), welcher auf der hinteren Oberfläche des Knochenleitungslautsprechers befestigt ist und eine Deckelform oder eine Ringform aufweist; und

– eine vordere Oberfläche des Knochenleitungslautsprechers (1), die eben ausgebildet ist zum weichen Berühren der Stirn, der Schläfe, des Wangenknochens oder eines Bereiches zwischen den Augen eines Benutzers,

wobei der Knochenleitungslautsprecher (1) zum Berühren der Stirn, der Schläfe, des Wangenknochens oder eines Bereiches zwischen den Augen des Benutzers mittels des Finger-montierten Abschnitts (5) auf einer Fingerspitze des Benutzers montierbar ist.
Mobile Kommunikationseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrisches Verbindungskabel (4) zum Verbinden des Knochenleitungslautsprechers (1) mit dem Hauptkörper (2) zum Aufbewahren mittels einer Aufnahmespule oder ähnlichen Mitteln in den Hauptkörper zurückgefafhen werden kann. Mobile Kommunikationseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Klammer an einer hinteren Seite des Hauptkörpers (2) vorgesehen ist, die es dem Hauptkörper (2) erlaubt, an einem Band (6) einer Armbanduhr eines Benutzers montierbar zu sein.






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