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Dokumentenidentifikation DE102004062178B4 11.10.2007
Titel Telefonanlage mit einer Haltevorrichtung zur Aufnahme eines Mobiltelefons
Anmelder Bury Sp.z.o.o, Mielec, PL
Erfinder Piekarz, Roman, Mielec, PL
Vertreter GRAMM, LINS & PARTNER GbR, 38122 Braunschweig
DE-Anmeldedatum 21.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004062178
Offenlegungstag 29.06.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2007
IPC-Hauptklasse H04M 1/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04M 1/62(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Telefonanlage mit einer Freisprecheinrichtung, einer mit einer Schaltungsanordnung versehenen Haltevorrichtung, die eine Aufnahmeeinrichtung mit einem Gehäuse zur Aufnahme eines mit einer Einrichtung zur drahtlosen Übertragung von Daten und Sprachsignalen versehenen Mobiltelefons aufweist, einer Einrichtung zur Steuerung der Ladung eines Akkumulators des Mobiltelefons und mit einer Basiseinheit, über die das Mobiltelefon steuerbar ist.

Telefonanlagen mit Haltevorrichtungen werden verwendet, um die Vorzüge des kleinen, handlichen und ortsungebundenen Mobiltelefons mit Komfortfunktionen von fest installierten Telefonanlagen zu verbinden. So kann es gewünscht sein, an einem Arbeitsplatz telefonieren zu können, ohne einen Hörer oder das Mobiltelefon in der Hand halten zu müssen, um beispielsweise gleichzeitig einen Computer bedienen zu können. Von besonderer Bedeutung sind derartige Haltevorrichtungen für das Telefonieren in Kraftfahrzeugen während der Fahrt. Da der Fahrer beide Hände benötigt, um das Kraftfahrzeug zu bedienen, sind Freisprechvorrichtungen in Kraftfahrzeugen erforderlich, um das Telefonieren für den Fahrer während der Fahrt zu ermöglichen. Hinzu kommt, dass das Mobiltelefon im Innern der metallischen Kraftfahrzeugkarosserie keinen oder nur einen schwachen Empfang hat, sodass die Telefonanlagen im Kraftfahrzeug Empfangssignale einer Außenantenne auf das Mobiltelefon übertragen.

Mobiltelefone werden von verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Abmessungen und mit unterschiedlichen elektrischen Anschlüssen geliefert. Für die Ausbildung einer Haltevorrichtung entsteht daher das Problem, dass die Haltevorrichtung geeignet sein muss, das spezielle Mobiltelefon sicher mechanisch zu halten, sodass das Mobiltelefon auch bei einem Unfall des Kraftfahrzeugs möglichst in der Haltevorrichtung verbleibt und die Insassen nicht gefährdet. Darüber hinaus muss die elektrische Verbindung zu dem spezifischen Mobiltelefon hergestellt werden.

Wenn die Mobiltelefone in die Haltevorrichtungen eingesetzt werden, um für längere Zeit dort zu verbleiben, ist es unerlässlich, dass eine Lademöglichkeit für das Mobiltelefon gewährleistet wird.

Die Entwicklung der Mobiltelefone schreitet beschleunigt voran, sodass beispielsweise die Benutzungszeit eines Kraftfahrzeugs länger dauern kann als die Benutzungszeit eines Mobiltelefons. Darüber hinaus können mehrere Benutzer eines Kraftfahrzeugs unterschiedliche Mobiltelefone besitzen, die in dem Kraftfahrzeug betreibbar sein sollten. Um dies zu ermöglichen muss der grundsätzliche Einbau der Telefonanlage in das Kraftfahrzeug zur Gewährleistung der Freisprechfunktion, zur Übertragung der Signale der Außenantenne und zur Bereitstellung der Versorgungsspannung universell, d.h. unabhängig von dem spezifischen Mobiltelefontyp, sein. Es ist daher bekannt, eine Basiseinheit in das Kraftfahrzeug einzubauen, die die universellen Funktionen gewährleistet. Die Basiseinheit ist mit einer Halterung verbunden, die an geeigneter Stelle am Kraftfahrzeug fest angebracht wird. Diese Halterung kann zusammen mit einer für das Mobiltelefon spezifisch ausgebildeten Halteschale verwendet werden, die das spezifische Mobiltelefon mechanisch hält und einen elektrischen Anschluss an die spezifische Anschlusskonfiguration des Mobiltelefons herstellt. Die Halteschale weist einen Standardanschluss zur elektrischen Verbindung mit der Halterung auf. Es ist bekannt, die Halteschale ferner mit einer Steuereinrichtung für die Ladung des spezifischen Mobiltelefons auszustatten, wobei die Versorgungsspannung von der Basiseinheit über die Halterung in die Halteschale geleitet wird.

Diese bekannten Systeme bieten den Vorteil, dass die Basiseinheit und die Halterung universell verwendbar sind und dass zur Anpassung an das spezifische Mobiltelefon nur eine entsprechende Halteschale erforderlich ist. Steht die Halteschale zur Verfügung, kann das entsprechende Mobiltelefon in dem betreffenden Fahrzeug verwendet werden. Da die Halteschale leicht auswechselbar an der Halterung befestigt wird, können unterschiedliche Mobiltelefone zusammen mit den zugehörigen Halteschalen in dem Kraftfahrzeug benutzt werden.

DE 203 20 388 U1 offenbart eine derartige Anlage, bei der eine gewisse Steuerung des Mobilfunkendgeräts durch das Basisteil über eine drahtlose Datenübertragung (insbesondere nach dem Bluetooth-Standard) erfolgt, beispielsweise um GPS-Daten zu übermitteln. Dabei ist das bekannte Konzept der Verwendung einer möglichst universellen Basiseinheit und einer an das spezielle Mobilfunkendgerät angepassten spezifischen Haltevorrichtung beibehalten worden. Über die spezifische Haltevorrichtung erfolgt auch die Ladung des Mobilfunkendgeräts.

Durch US 2002/0191782 A1 ist ein Halter mit verstellbaren Seitenwangen bekannt, der zur Aufnahme unterschiedlich großer Mobiltelefone geeignet ist. Der Halter ist mit einer zweiteiligen Tragvorrichtung verbunden, wobei das Endteil der Tragvorrichtung beispielsweise zum Einstecken in eine Zigarettenanzünderbuchse eines Kraftfahrzeugs ausgebildet ist. Auf diese Weise wird der Halter mit einer Versorgungsspannung versorgt, die über ein Ladekabel zum Aufladen des in dem Halter gehaltenen Mobiltelefons verwendbar ist. Der Halter kann als einfache Freisprecheinrichtung mit einem eigenen Mikrofon und einem eigenen Lautsprecher ausgebildet sein. Eine Steuerung der Telefonfunktionen über eine Basiseinheit ist dabei nicht vorgesehen.

US 2004/0063464 A1 offenbart eine Anschlussmöglichkeit eines Mobiltelefons oder eines PDA (Personal Digital Assistant) an einen Computer über einen USB-Port. Diese Verbindung ist zur Ladung des Akkumulators des Mobiltelefons geeignet. Die Ladesteuerung ist in einem für das Mobiltelefon spezifischen Ladekabel vorgesehen, das an einem Ende den USB-Stecker und am anderen Ende einen spezifischen Stecker für das jeweilige Mobiltelefon aufweist. Die Ausbildung einer Telefonanlage mit einer Freisprecheinrichtung ist dabei nicht vorgesehen.

DE 20 2004 005 825 U1 offenbart ein Halterungssystem mit einer Halteschale für ein Mobiltelefon, die über einen Haltearm mit einer Befestigungsvorrichtung verbunden ist. Die Befestigungsvorrichtung kann ein Saugnapf sein. An der Befestigungsvorrichtung kann sich eine Antenne befinden. Die Halteschale bzw. ein mit der Halteschale verbindbares Grundelement ist über ein Kabel mit einem Stecker für eine Zigarettenanzünderbuchse versehen, sodass über dieses Kabel die Stromversorgung erfolgt. Die Halteschale ist für das Mobiltelefon spezifisch ausgebildet. Die Steuerung des Mobiltelefons über eine separate Basiseinheit ist nicht vorgesehen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Telefonanlage der eingangs erwähnten Art noch einfacher und komfortabler auszugestalten.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Telefonanlage der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme unterschiedlich großer Mobiltelefone verstellbar ist und dass die Einrichtung zur Steuerung der Ladung in einem für das Mobiltelefon spezifischen Kabel angeordnet ist, das mit einem Ende an dem Ausgang der Haltevorrichtung und mit dem anderen Ende an das Mobiltelefon anschließbar ist.

Erfindungsgemäß ist die Haltevorrichtung der Telefonanlage zur Aufnahme unterschiedlicher Mobiltelefone ausgebildet, indem die Aufnahmeeinrichtung entsprechend verstellbar ist. Demzufolge entfällt erfindungsgemäß die Verwendung einer für das Mobiltelefon spezifischen Halteschale, mit der die mechanischen und elektrischen Anpassungen an das spezielle Mobiltelefon vorgenommen werden. Dabei wird die Erkenntnis zugrunde gelegt, dass die Kommunikation mit der Basiseinheit über die Einrichtung zur drahtlosen Übertragung (Bluetooth-Einrichtung) erfolgen kann, wobei natürlich eine entsprechende Einrichtung vorhanden sein muss, die mit der Basiseinheit kommuniziert. Diese Einrichtung kann somit in der Basiseinheit vorgesehen sein, ist erfindungsgemäß jedoch vorzugsweise in der Haltevorrichtung angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass die Basiseinheit unabhängig davon ausgebildet sein kann, ob eine herkömmliche Verwendung mit Halteschalen ohne Ausnutzung einer Bluetooth-Funktion erfolgt oder ob erfindungsgemäß eine universelle Haltevorrichtung unter Ausnutzung der Bluetooth-Funktion realisiert wird.

Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung ist universell ausgebildet. Der Ladevorgang für das Mobiltelefon erfordert jedoch eine spezifische Ladesteuerung, da unterschiedliche Mobiltelefone mit unterschiedlichen Ladespannungen, Ladeströmen und ggf. Ladeprogrammen geladen werden müssen. Erfindungsgemäß stellt die Haltevorrichtung an einem Ausgang lediglich eine Versorgungsleistung für die Ladung zur Verfügung. Für die Ladung des Mobiltelefons wird ein spezifisches Ladekabel verwendet, das mit einem Ende mit dem (nicht spezifischen) Ausgang der Haltevorrichtung und mit dem anderen Ende mit dem (spezifischen) Ladeeingang des Mobiltelefons verbindbar ist. In dem Ladekabel befindet sich die Steuereinrichtung, die aus der am Ausgang der Haltevorrichtung zur Verfügung gestellten Versorgungsspannung die für das spezifische Mobiltelefon benötigten Ladeparameter (Ladespannung, Ladestrom, ggf. zeitlicher Verlauf) generiert. Demgemäß ist die Haltevorrichtung einschließlich ihres Ladeausgangs universell ausgebildet und wird die Anpassung an das spezifische Mobiltelefon ausschließlich über das zur Haltevorrichtung gehörende Ladekabel vorgenommen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung ist die Aufnahmeeinrichtung mit wenigstens zwei von einer Rückwand des Gehäuses vorstehenden seitlichen Backen gebildet, von denen wenigstens eine seitlich verschiebbar ist und die mit Polstern versehen sind, die von seitlichen Gehäusewänden des Mobiltelefons eindrückbar sind. Grundsätzlich ist es denkbar, die seitlichen Backen jeweils auseinander zu fahren, um das Mobiltelefon zu entnehmen bzw. einzusetzen und die wenigstens eine Backe gegen die Gehäusewand zu verschieben, wenn das Mobiltelefon eingesetzt ist. Diese Handhabung wird jedoch im Allgemeinen als umständlich empfunden.

Bevorzugt ist daher erfindungsgemäß, dass der Abstand der Backen mittels einer in der Rückwand vorgesehenen, durch ein eingesetztes Mobiltelefon abgedeckten Einstelleinrichtung auf eine Breite eines Mobiltelefons einstellbar ist, dass die eingestellten Backen für das Einsetzen und die Entnahme des Mobiltelefons ortsfest bleiben und dass zur Fixierung des Mobiltelefons in der Halterung ausschließlich ein mit den eindrückbaren Polstern erzeugter Reibschluss zum Mobiltelefon vorgesehen ist. Die Einstellung der Backen erfolgt daher für das Mobiltelefon einmal und wird dann beibehalten, wobei das Mobiltelefon durch Eindrücken in die Polster fixierbar und aus den Polstern auch wieder herausziehbar ist. Zweckmäßigerweise kann wenigstens eine der seitlichen Backen einen Ansatz zum Untergreifen einer unteren Gehäusewand des Mobiltelefons aufweisen. Ein derartiger Ansatz kann aber auch an der Rückwand des Gehäuses der Haltevorrichtung vorgesehen sein.

Für kleine Mobiltelefone reicht die Klemmung durch die seitlichen Backen und die Abstützung nach unten für die Fixierung in der Haltevorrichtung bereits aus. Für größere Mobiltelefone ist es zweckmäßig, eine obere, von der Rückwand vorstehende Backe vorzusehen, die senkrecht zu den seitlichen Backen verschiebbar und für eine Länge eines Mobiltelefons festlegbar ist und ein durch eine obere Gehäusewand des Mobiltelefons eindrückbares Polster aufweist. Dadurch wird eine klemmende Halterung nicht nur in horizontaler Richtung sondern auch in vertikaler Richtung bewirkt, was die Fixierung insbesondere größerer Mobiltelefone sicherer macht.

Bei der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung kann die Aufnahmeeinrichtung für das Mobiltelefon mit einer am Kraftfahrzeug fest anzubringenden Halteplatte versehen sein, an der die Aufnahmeeinrichtung rastend befestigbar ist. Dabei kann eine elektrische Verbindung zwischen der Halteplatte und der Aufnahmeeinrichtung hergestellt werden, in dem bei der rastenden Verbindung zwei entsprechende Steckerteile ineinander greifen. In diesem Fall ist es möglich, dass die Halteplatte den elektrischen Ausgang der Haltevorrichtung bildet, an den das Kabel anschließbar ist, das mit seinem anderen Ende die Verbindung mit dem Mobiltelefon herstellt.

Es ist ferner möglich, die Haltevorrichtung mit einer universell anwendbaren Antenne zu versehen, die mit einer Außenantenne koppelbar ist und die das von der Außenantenne empfangene elektromagnetische Feld in den Innenraum des Fahrzeugs und in die Nähe der Empfangsantenne des Mobiltelefons leitet, sodass mit der Empfangsantenne des Mobiltelefons ein sicherer Empfang auch im Innenraum des Kraftfahrzeugs möglich ist. Die Ausbildung einer derartigen Antennenanordnung in der Haltevorrichtung gelingt bereits durch die Anbringung einer mit einem Antennenkabel verbundenen metallischen Platte in der Haltevorrichtung. Die metallische Platte kann dabei zweckmäßigerweise in der Halteplatte der Haltevorrichtung angeordnet sein.

Die Erfindung soll im Folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen:

1 – eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung

2 – eine perspektivische Darstellung der Haltevorrichtung gemäß 1 ohne Abdeckplatten zur Erläuterung von Verstellmechanismen

3 – eine perspektivische Darstellung eines Details einer Verstelleinrichtung

4 – eine Ansicht der Haltevorrichtung gemäß 1 mit auseinander gefahrenen seitlichen Backen

5 – eine Ansicht gemäß 4 mit Einstellungen der Backen, die für den Gebrauch mit einem bestimmten Mobiltelefon eingestellt sind

6 – eine Ansicht der Haltevorrichtung gemäß 5 mit dem eingesetzten Mobiltelefon

7 – eine Ansicht der Haltevorrichtung gemäß 1 ohne vertikale Backe

8 – eine Ansicht der Haltevorrichtung gemäß 7 mit einem eingesetzten (kleinen) Mobiltelefon

9 – ein Blockschaltbild für die schaltungsmäßige Ausstattung der Haltevorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel, in dem die Haltevorrichtung mit einer Bluetooth-Einrichtung versehen ist.

1 lässt erkennen, dass die Haltevorrichtung ein Gehäuse 1 aufweist, das eine Rückwand 2 für eine Aufnahmeeinrichtung bildet, die aus zwei von der Rückwand 2vorstehenden seitlichen Backen 3 und einer senkrecht dazu verschiebbaren vertikalen Backe 4 gebildet wird. Die seitlichen Backen 3 sind auf den zueinander zeigenden Seiten jeweils mit einem flächigen Polster 5 aus einem mittelhart elastischen Kunststoff versehen. Ein entsprechendes Polster 6 ist an der vertikalen Backe 4 angebracht. Zwischen den seitlichen Backen 3 ist die Rückwand 2 mit einer flachen Polsterauflage 7 versehen. Die Polster 5, 6 weisen dabei eine Stärke von 3 bis 7 mm, vorzugsweise 5 mm, die Polsterauflage eine Stärke von 1 bis 4 mm, vorzugsweise 2 mm, auf. Das Gehäuse ist unterhalb der Rückwand 2 geschlossen ausgebildet und an einer Längsseite mit einem Anschluss für einen Kabelstecker 8 eines Ladekabels 9 ausgestattet. Unterhalb der seitlichen Backen 3 endet das Gehäuse 1 mit einem Steckverbinder 10, mit dem die Haltevorrichtung gemäß 1 auf eine Halterung im Kraftfahrzeug aufschiebbar ist, um so eine elektrische Verbindung mit einer im Fahrzeug eingebauten Basiseinheit herzustellen.

1 lässt ferner erkennen, dass zwischen den seitlichen Backen 3 eine Einstelleinrichtung 11 auf der Rückwand 2 und ferner in der Nähe der vertikalen Backe 4 eine Einstelleinrichtung 12 ebenfalls in der Rückwand 2 vorgesehen sind.

Die seitlichen Backen 3 weisen an ihren der vertikalen Backe 4 abgewandten Ende einen umgebogenen Ansatz 13 auf, die gemeinsam ein Gegenlager zu der vertikalen Backe 4 bilden bzw. ein Auflager für ein stehend in die Haltevorrichtung eingesetztes Mobiltelefon bilden, wie dies anhand der 6 und 8 näher verdeutlicht wird.

2 lässt die Verstellmechanismen für die seitlichen Backen 3 einerseits und die vertikale Backe 4 andererseits erkennen, da die Haltevorrichtung mit abgenommenen Abdeckplatten dargestellt ist.

Die Einstelleinrichtung 11 für die seitlichen Backen 3 weist eine runde Platte 15 auf, auf der sich zwei radial ausgerichtete Langlöcher 16 diametral gegenüberliegend befinden. Ein Schraubenkopf 14 einer durch die Platte 15 ragenden Schraube ist mit einem Längsschlitz 17 versehen, in den eine Münze 18 eingesetzt werden kann, um durch Drehung des Schraubenkopfes 14 die Platte 15 in ihrer Stellung zu fixieren. In die Langlöcher 16 ragt jeweils ein Stift 19.

Die seitlichen Backen 3 sind jeweils, vorzugsweise einstückig, mit einer unterhalb und parallel zu der Scheibe 15 verlaufenden Platten 20, 21 verbunden, deren Länge größer als der halbe maximale Abstand zwischen den Seitenbacken 3 ist, sodass sich die Platten 20, 21 auch für den größten Abstand der seitlichen Backen 3 in der Mitte der Haltevorrichtung überlappen, also übereinander geführt sind. Beide Platten tragen jeweils einen der Stifte 19, die in die Langlöcher 16 ragen. Die obere Platte 20 ist mit einem zum freien Ende hin offenen Längsschlitz 22 versehen, durch den der Stift 19 der unteren Platte bis zum Langloch 16 hindurchragen kann, wenn die seitlichen Backen aufeinander zu bewegt werden.

In der in 2 dargestellten Stellung befinden sich die seitlichen Backen 3 in ihrem größtmöglichen Abstand zueinander. Durch ein Verschieben der seitlichen Backen 3 aufeinander zu werden die diametral zum Mittelpunkt der Scheibe 15 angeordneten Stifte 19 aufgrund einer entsprechenden Führung der Platten 20, 21 linear verschoben und drehen dabei die Platte 15, wenn der Schraubenkopf 14 gelöst ist. Wenn ein für ein spezifisches Mobiltelefon geeigneter Abstand zwischen den seitlichen Backen 3 eingestellt ist, wird mit der Münze 18 und dem Schraubenkopf 14 die Position der Platte 15 fixiert. Eine Verstellung der seitlichen Backen 3 ist dann nicht mehr möglich, solange der Schraubenkopf 14 nicht wieder gelöst wird.

Die vertikale Backe 4 weist einen rückseitigen länglichen Ansatz 23 auf, der mit einem Längsschlitz 24 versehen ist. Durch den Längsschlitz 24 ragt eine Schraube mit einem Schraubenkopf 25, dessen Durchmesser größer als die Breite des Längsschlitzes 24 ist. Der Schraubenkopf 25 ist mit einem Betätigungsschlitz 26 versehen, der ebenfalls zur Aufnahme einer Münze 18 geeignet ist.

3 zeigt eine perspektivische Ansicht auf die Unterseite des länglichen Ansatzes 23 und verdeutlicht, dass dieser auf seiner Unterseite mit zwei Schienen 27 versehen ist, auf denen sich eine Verzahnung 28 mit quer zur Längsachse gerichteten Zähnen befindet. Mit dem Schraubenkopf 25 ist über einen (nicht dargestellten) Schraubenbolzen ein Schlitten 29 unterhalb des Ansatzes 23 geführt, der auf seiner nach oben ragenden Oberfläche eine der Verzahnung 28 entsprechende (nicht dargestellte) Verzahnung aufweist. Durch Lösen des Schraubenkopfes 25 entsteht ein Zwischenraum zwischen der Verzahnung 28 und der Verzahnung des Schlittens 29, sodass der Ansatz 23 relativ zu dem ortsfest angeordneten Schlitten 29 in Längsrichtung verstellbar ist. Durch Anziehen der mit dem Schraubenkopf 25 verbundenen Schraube wird der Schlitten 29 gegen die Verzahnung 28 des Ansatzes 23 gezogen, wodurch die beiden Verzahnungen ineinander greifen, sodass eine definierte Stellung der vertikalen Backe 4 fixiert ist.

4 zeigt in einer Ansicht die Haltevorrichtung gemäß 1 in einer Stellung der seitlichen Backen 3, in der diese einen maximalen Abstand zueinander aufweisen. Nach Lösen des Schraubenkopfes 14 lassen sich die seitlichen Backen 3 aufeinander zu verschieben, um in eine für ein spezifisches Mobiltelefon geeignete Stellung, wie sie in 5 dargestellt ist, zu gelangen. In dieser Stellung werden sie durch Drehen des Schraubenkopfes 14 fixiert. Der Abstand der vertikalen Backe 4 zu den Ansätzen 13 der seitlichen Backen 3 wird durch Lösen der Verzahnung mit Hilfe des Schraubenkopfes 25 so eingestellt, dass er der Länge des spezifischen Mobiltelefons entspricht. Dann wird der Schraubenkopf 25 zur Herstellung der Verriegelung zwischen der Verzahnung 28 und der Gegenverzahnung wieder angezogen.

6 zeigt, dass in die so eingestellte Haltevorrichtung ein spezifisches Mobiltelefon 30 dadurch einsetzbar ist, dass es in Richtung auf die Rückwand 2 parallel zu dieser in die Halterung, d.h. zwischen die Backen 3 und 4 klemmend eingeschoben wird, wobei die entsprechenden Seitenwände des Mobiltelefons 30 die Polster 5, 6 elastisch verformen und dadurch einen hohen Reibschluss zwischen den entsprechenden Seitenwänden des Mobiltelefons 30 und den Polstern 5, 6 bewirken. Dieser Reibschluss ist ausreichend für eine allen Anforderungen genügende Fixierung des Mobiltelefons 30 in der Haltevorrichtung.

7 zeigt eine Ansicht der Haltevorrichtung, bei der die vertikale Backe 4 mit dem Ansatz 23 entfernt worden ist, da die Aufnahme eines kleineren Mobiltelefons 30' vorgesehen ist. Zur Halterung dieses kleineren Mobiltelefons 30' ist es ausreichend, dieses zwischen den seitlichen Backen 3 mittels der Polster 5 einzuklemmen und an der Unterseite mit den Ansätzen 13 zu unterstützen.

Aufgrund der geringen Höhe des Mobiltelefons 30' und der geringen Masse ist nicht zu befürchten, dass das Mobiltelefon 30' aufgrund von Trägheitskräften aus der klemmenden Halterung zwischen den seitlichen Backen 3 ausgehebelt wird.

Das in 9 dargestellte Blockschaltbild verdeutlicht die funktionale Einbindung der Haltevorrichtung in eine stationäre Telefonanlage. Diese weist eine Basiseinheit 101 auf, die beispielsweise mit einer Außenantenne verbunden sein kann und mit einem Mikrofon und einem Lautsprecher einer Freisprecheinrichtung verbunden sein kann. Über eine geeignete Schnittstelle, die durch eine Halterung im Kraftfahrzeug, aber auch durch ein Kabel gebildet sein kann, ist die Basiseinheit 101 mit der Schaltungsanordnung 102 in der Haltevorrichtung verbunden. Eine Verbindung der Schaltungsanordnung 102 der Haltevorrichtung zu einem Mobiltelefon 103 erfolgt über eine Ladeeinrichtung 104, die in dem Ladekabel 9 untergebracht ist.

Eine funktionale, jedoch drahtlose Verbindung 105 erfolgt über Funksignale im Bluetooth-Standard.

Die Basiseinheit 101 versorgt die Schaltungsanordnung 102 mit einer Versorgungsspannung UH, die auf eine Spannungsregelschaltung 106 gelangt, deren Ausgangsspannung über eine Ladeschnittstelle 107 auf die externe Ladeeinrichtung 104 in dem Ladekabel 9 geleitet wird.

Ein zentraler Steuerblock 108 enthält eine Systemsteuerung 109, eine Bluetooth-Steuerung 110 und einer Audiosignal-Verarbeitungsstufe 111. Die Bluetooth-Steuerung bewirkt zusammen mit einem Bluetooth-Modul 112 die Kommunikation mit dem entsprechenden Bluetooth-Modul des Mobiltelefons 103 über die drahtlose Kommunikationsverbindung 105.

9 lässt erkennen, dass die Systemsteuerung 109 mit der Ladeschnittstelle 107 kommunizieren kann. Dadurch ist es möglich, über die Ladeschnittstelle 107 Updates der Software der Systemsteuerung 109 aufzuspielen.

Die Audio-Signalverarbeitungsstufe 111 ist über einen Audiocodierer/Decodierer 112 mit Verarbeitungsstufen 113 für ein von einem Mikrofon aufgenommenes Signal und 114 für über einen Lautsprecher wieder zu gebende Audiosignale verbunden. Die Verarbeitungsstufen 113, 114 sind an die Schnittstelle zur Basiseinheit 101 angeschlossen.

Eine Schaltlogik 115 ermöglicht das Einschalten der Spannungsregelung 106, des Systemcontrollers 109 aufgrund eines Einschaltsignals der Basiseinheit 101. Umgekehrt kann auch die Schaltlogik die Basiseinheit 101 ein- und ausschalten.

Vorgesehen ist ferner eine serielle Schnittstelle 116, mit der Systemsteuerungsfunktionen zwischen der Systemsteuerung 109 und der Basiseinheit 101 austauschbar sind.

Die Haltevorrichtung kann mit Einstelleinrichtungen versehen sein, mit denen beispielsweise die Lautstärke der Wiedergabe durch den Lautsprecher einstellbar ist.

9 lässt noch einen externen Speicher 118 für den zentralen Steuerblock erkennen. Ferner wird über die Basiseinheit eine gemeinsame Masseverbindung mit der Haltevorrichtung hergestellt.

Die Schaltungsanordnung 102 verdeutlicht das erfindungsgemäße Konzept, die Steuerung des Mobiltelefons über die Bluetooth-Verbindung 105 vorzunehmen und lediglich eine Ladesteuerung spezifisch für das Mobiltelefon 103 vorzunehmen, die jedoch nicht in der Schaltungsanordnung 102 sondern als externe Ladesteuerung 104 in dem Ladekabel angeordnet ist.


Anspruch[de]
Telefonanlage mit einer Freisprecheinrichtung, einer mit einer Schaltungsanordnung (102) versehenen Haltevorrichtung, die eine Aufnahmeeinrichtung mit einem Gehäuse (1) zur Aufnahme eines mit einer Einrichtung zur drahtlosen Übertragung von Daten und Sprachsignalen versehenen Mobiltelefons (30, 30') aufweist, einer Einrichtung zur Steuerung der Ladung eines Akkumulators des Mobiltelefons (30, 30') und mit einer Basiseinheit (101), die mit der Schaltungsanordnung (102) der Haltevorrichtung verbunden ist und über die das Mobiltelefon (30, 30') mittels der Einrichtung zur drahtlosen Übertragung von Daten und Sprachsignalen des Mobiltelefons (30, 30') steuerbar ist, wobei die Basiseinheit die Schaltungsanordnung (102) der Haltevorrichtung mit einer Vorsorgungsspannung (UH) versorgt und die Haltevorrichtung einen elektrischen Ausgang aufweist, an dem eine zur Ladung verwendbare elektrische Leistung ansteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme unterschiedlich großer Mobiltelefone (30, 30') verstellbar ist und dass die Einrichtung zur Steuerung der Ladung in einem für das Mobiltelefon (30, 30') spezifischen Kabel (9) angeordnet ist, das mit einem Ende an dem Ausgang der Haltevorrichtung und mit dem anderen Ende an das Mobiltelefon (30, 30') anschließbar ist. Telefonanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (1) eine Einrichtung (112) zur drahtlosen Kommunikation von Daten und Sprachsignalen mit dem Mobiltelefon (103) angeordnet ist. Telefonanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung mit wenigstens zwei von einer Rückwand des Gehäuses 1 vorstehenden seitlichen Backen (3) gebildet ist, von denen wenigstens eine seitlich verschiebbar ist und die mit Polstern (5) versehen sind, die von seitlichen Gehäusewänden des Mobiltelefons (30, 30') eindrückbar sind. Telefonanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Backen (3) mittels einer in der Rückwand (2) vorgesehenen, durch ein eingesetztes Mobiltelefon (30, 30') abgedeckten Einstelleinrichtung (11) auf eine Breite eines Mobiltelefons (30, 30') einstellbar ist, dass die eingestellten Backen (3) für das Einsetzen und die Entnahme des Mobiltelefons (30, 30') ortsfest bleiben und dass zur Fixierung des Mobiltelefons in der Halterung ausschließlich ein mit den eindrückbaren Polstern (5, 6) erzeugter Reibschluss zum Mobiltelefon (30, 30') vorgesehen ist. Telefonanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der seitlichen Backen (3) einen Ansatz (13) zum Untergreifen einer unteren Gehäusewand des Mobiltelefons (30, 30') aufweist. Telefonanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine obere, von der Rückwand (2) vorstehende Backe (4), die senkrecht zu den seitlichen Backen (3) verschiebbar und für eine Länge eines Mobiltelefons (30, 30') mit einer Einstelleinrichtung (12) festlegbar ist und ein durch eine obere Gehäusewand des Mobiltelefons (30, 30') eindrückbares Polster (6) aufweist. Telefonanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine in der Haltevorrichtung angeordnete, mit einer Außenantenne verbindbare metallische Antennenanordnung zur Übertragung des empfangenen elektromagnetischen Feldes auf eine Empfangsantenne des Mobiltelefons (30, 30').






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